Hund: Kastration Pro/Contra?

8 Antworten

Insofern keinerlei Problematiken bestehen bedingt der Hormone (Testosteron) sehe ich in einer Kastra keine Vorteile.

Wenn man den Hund nun wirklich kastrieren lassen möchte, weil er z.B. bei Läufigkeit von Hündinnen in der Umgebung stark leidet, dann würde ich das frühstens mit Abschluß des 3. Lebensjahres machen. 2 1/2 wäre, aber auch nur bei kleinen Rassen, das frühste.

Nein es ist nicht besser, bei einem Rüden nicht und bei einem Weibchen erst Recht nicht.

Geht es nur um die Fruchtbarkeit dann reicht eine Sterilisation. Diese greift nicht in den Metabolismus ein und führt somit nicht zu nachhaltigen Störungen der Entwicklung, des Wachstums, der mentalen Reife und des Verhaltens.

Zudem ist eine Kastration gesetzlich verboten insofern keinerlei tierärztliche Indikation vorliegt.

Unser Chihuahua-Rüde war sehr hibbelig. Mit ca. 1,5 Jahren wurde er dann aufgrund dessen kastriert. Für einen sehr hibbeligen Hund ist es auch schöner, wenn er nicht mehr so hibbelig ist. Das Hibbelige ging mit der Kastration verloren.

Es kann aber auch sein, dass ein Hund sehr ruhig (und für den Besitzer zu ruhig) wird.

Sehr oft nehmen die kastrierten Rüden an Gewicht stark zu.

Bei einem kleinen Hund, wie einem Chihuahua, ist eine Kastration aber nicht ohne Risiko. Es ist möglich, dass er aus der Narkose nicht mehr erwacht. Unser Tierarzt wollte die Kastration nicht gerne durchführen. Wie ich erfahren habe, wollte der Tierarzt bei einem Verwandten unseres Chihuahuas (einem noch jungen Chihuhuahua) keine Kastration durchführen, obwohl die Besitzerin darauf bestand (wegen dieses Risikos). Unser Chihuahua wird vom Tierarzt als sehr robust beschrieben.

Also das mit dem Gewicht ist Schwachsinn, wenn man den Hund ganz normal und angemessen füttert. Nimmt er ab bekommt er mehr, nimmt er zu eben weniger Futter...

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@Car0xxxx

Die Hormone, deren Produktion durch die Kastration aber massiv reduziert werden, regeln z.B. auch das Zusammenspiel der einzelnen Körperfunktionen. Das fängt bei ganz alltäglichen Abläufen wie dem Hunger- oder Durstgefühl an - deshalb ist es durchaus ein immer wieder zu beobachtender "Erfolg" einer Kastration, dass die Hunde zu dick werden.

Toll - erst sorgt der Mensch aufgrund seiner Bequemlichkeit dafür, dass beim Hund durch die Kastration alles durcheinander gerät - auch die Nährstoffverwertung und das Hungergefühl - und dann muss der Hund hungern, damit er nicht zu dick wird - das ist absolut verantwortungsvolle Hundehaltung!!

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@dsupper

Er muss nicht hungern, wenn sein Magen voll ist...

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@Car0xxxx

Naja - ganz so einfach ist es nicht. Es gibt durchaus Kandidaten die eben dann einfach zur Fettsucht neigen und mit ein bisschen weniger Futter kommst Du auch nicht weit. Die nehmen buchstäblich von "Nichts" noch zu. Ich habe hier so einen Hund und das ist nicht schön. Weder für den Hund noch für mich. Hunger hat er nämlich ordentlich aber jedes Gramm geht bei dem auf die Hüften. Und gerade bei einem kleinen Hund der sowie nur einen "Fingerhut" voll Futter bekommt ist das sehr schwierig ihn satt zu bekommen ohne daß er gleich zunimmt.

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@Car0xxxx

Ob er Hunger hat oder nicht, resultiert aber nicht aus einem vollen Magen!!

Das Hungergefühl wird durch Hormone gesteuert - auch durch die Schildrüse (ebenfalls hormonell) ... und genau diese Hormone, die das alles steuern, werden durch die Kastration völlig durcheinander gebracht. Und genau darum und deshalb gehen die Gewichtsprobleme vieler Hunde Hand in Hand mit einer Kastration ...

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@dsupper

Also wenn ich meinem Hund ordentlich Futter gebe, ist er auch satt. Das hat schon was mit einem vollen Magen zu tun. Aber er darf halt nie soviel bekommen weil ich ihn sonst bald rollen könnte. Natürlich spielen die Hormone da auch eine Rolle. Ich würde freiwillig keinen Hund kastrieren. Meinen habe ich leider schon kastriert bekommen.

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@William1307

ja, natürlich ist er dann satt! Aber bei einem kastrierten Hund tritt dieses Sättigungsgefühl meist erst ein, wenn er schon viel zu viel gefressen hat .... und man ihn dann eben rollen kann ....

Dazu kommt dann noch eine teilweise viel schlechtere Nährstoffverwertung ... der zweite Faktor, der dann dick macht und ebenfalls über die Hormone gesteuert wird.

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Ohne guten Grund ist es im Endeffekt laut Tierschutzgesetz sogar verboten.

Und solange es keinen gesundheitlichen Grund gibt, sollte man es auch nicht machen lassen.

Frühestens aber ab 3-4 Jahre wenn er körperlich und geistig erwachsen und ausgereift ist.

Ich wusste gar nicht, dass das verboten ist. Ich dachte immer nur die Rute zu entfernen wäre verboten.

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@frandy18

Auch jede Organentnahme ohne medizinischen Grund ist verboten und die Einschränkung "zur Verhinderung von ungewolltem Nachwuchs" trifft auf Freigänger-Katzen zu aber nicht auf Hunde. Denn diese dürfen ja gar nicht unbeaufsichtigt draußen herumlaufen ....

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Also wir selber haben noch nie kastrieren lassen. Aber wir hatten erst einen Hund, der nicht kastriert war und manchmal war es wirklich nervig ihn wieder von irgendwoher einzusammeln, weil er irgendwie unterm Zaun durch gekommen ist oder beim Spaziergang abgehauen ist, weil eine Hündin läufig war. Jetzt haben wir einen Hund, der im Tierheim kastriert wurde und es ist deutlich entspannter. Ich kann nur Vorteile aufführen. Mir sind noch keine Nachteile zu Ohren gekommen. Am besten einfach mal beim Tierarzt informieren.

Hallo,

Kastrationen sind beim Hund vom TierschutzG her verboten. Und auch die Einschränkung "zur Verhinderung ungewolltem Nachwuchses" trifft auf den Hund nicht zu, sondern ist für z.B. Freigänger-Katzen gedacht.

Hunde dürfen nicht unbeaufsichtigt draußen frei herumlaufen, sie können also gar nicht ungewollt trächtig werden. Immer liegt das in der Verantwortung bzw. dann der Nachlässigkeit des Hundehalters.

Wer glaubt, dass sich Erziehungsfehler, z.B. Aggressionen, oder Nicht-hören etc. durch eine Kastration beheben lassen, der liegt falsch - der muss einfach an der Erziehung arbeiten.

Die Sexualorgane steuern ja nicht nur und ausschließlich den Sexualtrieb, sondern die Hormone haben starken Einfluss auf alle möglichen Bereiche. So ein Eingriff in die Hormonwelt hat also viele Auswirkungen, die man gar nicht vorhersehen kann.

Auch die immer wieder gerne angeführte "Verhinderung von Krebs" bei Hündinnen durch eine Kastration ist nur Augenwischerei, denn um diesen zu verhindern, müsste die Hündin noch VOR der ersten Läufigkeit kastriert werden, spätestens nach der 1. Läufigkeit (dann sinkt aber die Quote schon wieder). Eine Hündin aber derart früh zu kastrieren bedeutet, ihr die Chance auf eine Entwicklung zum erwachsenen Hund zu nehmen, denn solche Hunde können nicht mehr wirklich erwachsen werden.

Bei Hündinnen muss man bei einer Kastration zudem mit "Nebenwirkungen" wie z.B. einer möglichen Inkontinenz rechnen.

Eigentlich gibt es wenig wirkliche Gründe für eine Kastration - außer der Bequemlichkeit des Hundehalters.

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