Nein, es gibt keine Kampfhunderasse, es gibt allenfalls Listenhunde aber das ist eine vom Menschen gemachte Bezeichnung, genau so wie Jagdhunde, Arbeitshunde usw.

Das Problem mit der sehr niedrigen Impulskontrolle sind Schäferhunde die im übrigen auch die Beissstatistiken anführen und dort ist es oft so, das diese Hunde eine recht niedrige Reizschwelle haben.

Ich habe in meiner Ausbildung gelernt, das dass aber alles nicht zu pauschalisieren ist, jeder Hund ist individuell zu betrachten und genau so sah ich das auch schon vor meiner Ausbildung.

Von 7 Hunden aus dem gleichen Wurf, haben 7 Hunde einen anderen Charakter, gleiches gilt für das Jagdverhalten, für die Impulskontrolle, für unsichere oder gar ängstliche Hunde usw.

M.M.n. wird mit der Begrifflichkeit Kampfhund komplett falsch und viel zu leichtfertig umgegangen, denn auch oder gerade Bullterrier haben eine sehr hohe Impulskontrolle im Gegensatz zu vielen anderen Rassen. Diese Hunde fälschlicherweise als Kampfhunde zu bezeichnen ist meiner Meinung nach eine rein menschliche falsche Interpretation.

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Einen Hund mit starker jagdlicher Ambition zum abrufen zu bekommen ist schon eine Kunst für sich, diese kann man aber nicht in 3 Sätzen im Inet beschreiben/erklären.

Das braucht ne Menge Zeit, ne Menge Geduld und ein großes Repertoire an Kenntnissen.

JET (Jagdersatztraining) z.B. wäre da eine sehr gute Möglichkeit. Dazu mal folgenden Link:

https://www.youtube.com/watch?v=Tf8UQD3PrJM

Aber dafür brauchste wirklich nen Trainer, der sich damit auskennt und eben neben Dir steht, so ist das schier unmöglich zu erklären.

Solche Trainer finden sich aber sicherlich auch bei TSD (Trainieren statt dominieren) oder Du suchst bewußt nach einem Trainer, der das anbietet.

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Vielleicht sprichst Du sie mal an, bevor Du sie berührst?

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Zu Anfang, ein wirklich guter Züchter hat solche Hunde nicht, zwar ist das immer individuell zu betrachten, aber eine gute Sozialisation schließt sowas aus, zumindest in dieser Intensität.

Dann ist Dein Hund in der 2- Phase der Spooky Periods (Fremdelphase) was heißt, das er allgemein ängstlicher reagiert aber auch das selbst altbekannte Dinge erst einmal wieder neu bewertet werden.

Gerade bei Hunden mit Ängstlichkeit oder Angst, hier scheint es tatsächlich Angst zu sein nicht "nur" Ängstlichkeit, sollte man Sozial Support (soziale Unterstützung) leisten.

Wenn jemand schreibt man sollte da nicht weiter drauf eingehen ist das fachlich absolut inkorrekt und betreffende Personen haben sich nicht ausreichend informiert, auch wenn das der allgemeingültige Tenor ist, so hat das aber nichts mit Hundekenntnis zu tun, gilt im übrigen auch für Hundeschulen.

Ich habe selbst eine Hündin die als sie zu mir kam panisch bei fast allem reagierte. Wichtig ist, man stellt für den Hund den Fels in der Brandung dar. Sucht der Hund die Aufmerksamkeit seines Halters wenn er Angst hat, so stärkt das nachhaltig die Bindung, er lernt dadurch sich auf Dich verlassen zu können und vertraut Deiner Beurteilung.

Das braucht Zeit und geht nicht von heute auf morgen.

Die Erklärung dafür, das man durch Sozial Supoort kein Angstverhalten verstärken kann, ist verhaltensbiologisch bestätigt.

Bei Angst entsteht Stress und Stress bedingt die Sezernierung von Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin (Stresshormone).

Gibt man dem Hund nun Sicherheit z.B. indem man ihn streichelt (vorausgesetzt der Hund empfindet das als angenehm) dann produziert der Hundekörper Antagonisten (Gegenspieler) zu den Stresshormonen, Serotonin und Oxytocin.

Ersteres dürfte Dir bekannt sein und letzteres wird auch als Kuschelhormon bezeichnet, auch Mütter produzieren dieses Hormone nach der Schwangerschaft, dadurch wird die Mutter-Kind-Beziehung verstärkt.

Somit dürfte klar sein, das Aussagen wie positiv empfundene Zuwendung würde Angstverhalten verstärken, totaler Unsinn ist.

Hier noch ein Link worin das auch nochmal behandelt wird, zwar geht es hier jetzt um Silvesterangst, aber das ist allgemeingültig wenn es um Angstverhalten geht.

https://www.lokalkompass.de/witten/c-ratgeber/hund-nie-mehr-angst-vor-silvester_a378636

Ein Hund zeigt keine Angst weil er Dich ärgern oder protestieren will, sondern weil Angst im Mandelkern (auch Amygdala genannt) entsteht.

Das ist der Bereich in dem sich Emotionen entwickeln und diesen Teil kann der Hund nicht willentlich beeinflussen.

Aber als Halter hat man die Möglichkeit durch Konditionierung an dem Verhalten zu arbeiten, aber oftmals ist das nicht gerade leicht, da Angst und auch Ängstlichkeit ein Überlebensmechanismus darstellt, dieser gilt eben das Leben zu sichern. Einen Hund nun in seiner Angst alleine zu lassen ist wirklich grauenvoll, denn 1. sieht der Hund das als asozial an (was nicht heißt, das ihr asozial seid) und 2. ist es ein grauenvoller Zustand wie man sich selbst vorstellen kann, wenn ein Sozialpartner einen ignoriert während man Angst empfindet.

Ich empfehle bei sowas immer Zeigen und Benennen, sowie natürlich Sozial Support und erst Recht clickern.

Zeigen und Benennen ist eine Technik die dem Hund ankündigt das nun hier und da etwas kommt, hat der Hund aber vor allem Angst ist das natürlich erst einmal etwas schwierig, deshalb erst einmal grundlegende Maßnahmen.

Schaut Euch mal nach einem Thundershirt um, das kann im allgemeinen recht gut helfen, sollte aber vorher und immer wieder aufgeladen werden. Ein Thundershirt funktioniert über leichten Druck, durch den sich der Hundekörper beruhigt.

Zumeist zeigt sich schon eine minimale Besserung nur durch das anziehen alleine, aber "läd" man es auf und verknüpft es zusätzlich noch durch Konditionierung mit Entspannung, so wirkt es deutlich besser.

Das Training mit dem Hund sollte bestenfalls erst einmal in Verbindung mit dem 2. Hund stattfinden, denn auch dieser gilt als Sozialpartner und kann unterstützend sein, insofern die beiden sich wirklich gut vertragen.

Geht der 1. Hund den Angsthund an, dann bringt das nur zusätzlichen Stress und stellt natürlich keine Hilfe dar.

Bezüglich des Clicker, ich würde alles clickern, was dem Hund Angst macht und auch das hat einen wissenschaftlich erklärbaren Hintergrund. Nämlich den selben wie den beim Sozial Support.

Wurde der Clicker konditioniert, löst er angenehme Emotionen aus und genau die sind elementar wichtig um in dieser belebten Welt zurecht zu kommen.

Den Clicker nutzt man dann wenn der Hund sich erschreckt oder aber eben Angstverhalten zeigt, da man auch da wieder Antagonisten zu den Stresshormonen im Hundekörper initiiert.

Alles in allem sollte die Hundeschule euch aber genau sagen können was zu machen ist, nur in der heutigen Zeit ist es leider so, das noch sehr viele Hundegurus durch die Gegend laufen und propagieren man müsste seinen Hund in solchen Situationen alleine lassen.

Auch das kann wissenschaftlich widerlegt werden, denn Habituation (Gewöhnung) tritt in starken Stresssituationen nicht ein, allenfalls gerät der Hund in die erlernte Hilflosigkeit und das ist ein noch viel schlimmerer Zustand als "nur" die Angst.

Für Notsituationen wo man zu starken Auslösern nicht ausreichend Platz schaffen kann würde ich im übrigen den Geschirrgriff etablieren.

Kleinschrittig aufgebaut ist das ein wahres Wundermittel. So konnte ich z.B. mit meiner Hündin nach erfolgtem Aufbau sogar durch Menschenmengen laufen ohne das meine Hündin Angstverhalten gezeigt hat.

Hier mal ein Video zum Thema Geschirrgriff worin gesagt wird, das man diesen bei aggressiven Hunden anwenden kann, ja kann man definitiv aber eben auch bei Angstverhalten in Notsituationen.

Hier wird im übrigen mit einem Markerwort trainiert und nicht mit dem Clicker, der Aufbau dessen ist aber der gleiche und beim Geschirrgriff eignet sich ein Clicker bedingt der fehlenden 3. Hand nicht sonderlich gut, zudem sollte man ein Markerwort sowieso immer auftrainieren, denn den Clicker kann man auch mal vergessen, das Markerwort hat man aber immer dabei. ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=Qup-mNwQ5Ug

Alles in allem es braucht Zeit, Geduld und Liebe, weder Hau-Ruck oder gar Sanktionen helfen gegen Angstverhalten sondern können einerseits das Verhalten verstärken und/oder sogar zu Aggressionsverhalten führen, welches dann aber zumeist erst auftritt, wenn der Hund körperlich gereift ist, ca. ab dem 2. Lebensjahr.

Sollte die Hundeschule solche Emfpehlungen oder gar Flooding (Reizüberflutung) empfehlen, so würde ich Dir ans Herz legen, das Du Dich nach einer umsiehst, wo die Trainer wissen wovon sie sprechen.

Z.B. mann man da bei Trainern des Netzwerks Gewaltfreies Hundetraining umschauen oder aber auch bei TSD (trainieren statt dominieren).

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Da Hunde domestizierte Tiere sind und darauf über Jahrhunderte hinweg gezüchtet worden sind in Zusammenarbeit mit dem Menschen zu leben und zu handeln, zeigen sie auch eine höhere Affinität zum Menschen als zu Artgenossen.

Sie können sehr enge Beziehungen zum Menschen eingehen, engere und treuere als viele Menschen.

Im Th ist weder die Zeit für die jeweiligen Tiere vorhanden noch wären sie auch über Nacht bei ihren Bezugspersonen und somit ist es doch klar, das sie sich bei einem Besitzer auch besser aufgehoben fühlen auch in einer kleinen Wohnung, als im TH.

Ein Garten ist da nur zweitrangig, denn dieser bietet nicht die nötige Auslastung, die ein Hund benötigt.

Zumal die Wohnung als Schlafhöhle zu sehen ist und dabei ist es dann unerheblich ob es eine riesige Wohnung, ein Haus mit großem Garten oder eine kleine Wohnung ist.

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Auch bei einem mittelgroßen Hund ist die mentale Reife erst mit ca. 3 Jahren beendet, somit sollte bis dahin nicht kastriert werden, zudem ist das gesetzlich sowieso eigentlich verboten.

Hunde die zu früh kastriert werden zeigen oftmals Verhaltensauffälligkeiten, schlimmer ist aber, das diese von den Haltern gar nicht erst wahrgenommen werden, weil sie eben weder einen Vergleich haben noch würden sie sich tiefgreifend genug mit diesen Verhaltensweisen auskennen um dazu überhaupt eine Beurteilung abgeben zu können.

Liegt kein physiologischer Grund für eine Kastration vor, dann sollte auch nicht kastriert werden.

Zumal es längst widerlegt ist, das Hündinnen angeblich zu Hauf an Mamatumoren erkranken würden, nur weil sie nicht kastriert sind.

Zwar sind Hündinnen domestizierte Tiere, trotzdem hat auch da die Natur noch einen Einfluß und somit müssten ja auch sämtliche Wölfe an Mamatumoren versterben.

Fazit:

Eine Kastration ist gesetzlich verboten insofern es eben keinen Grund für eine solche gibt. Ständige Scheinträchtigkeit wäre eine, allerdings kann man das erst nach der ca. 3. Läufigkeit feststellen und somit liegen da ca. 1,5 Jahre zwischen, denn Hunde werden in der Regel 2 x im Jahr läufig, manche auch 3 x, was aber deutlich weniger anzutreffen ist.

Alles in allem sind Kastrationen in den aller meisten Fällen nicht nötig, zumal sie eben immer wieder aus Bequemlichkeitsgründen der Halter vollzogen werden!

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Hund kläffen schlimmer geworden?

Mein Hund(1 jahr und 6 Monate alter Deutscher Pinscher Mischling) der eigentlich nur bellte(was wir unterbinden) wenn einer die Treppe hoch an unserer Wohnung vorbei geht, bellt nun bei jedem kleinem Geräusch von draußen.

Fährt einer mit Musik vorbei? wird gebellt. Knallt einer seine Autotüre zu? wird gebellt. Schließt ein Nachbar die Haustüre unten auf? wird gebellt. Rasen wird draußen gemäht? wird gebellt. Kinder spielen draußen? wird gebellt. Klingelt das Telefon wird gebellt.

Klingeln ''darf'' man bei uns auch nicht sonst wird ausgerastet.

geht meine Mutter an die Tür und berührt die Schlüssel, wird gebellt(nicht sie aber ich vermute mal er denkt besuch kommt?)

Wenn ich dran gehe wird nicht gebellt.

Nicht ein normales Wuff, sondern richtig aufgebrachtes Bellen ununterbrochen. Und wenn Besuch kommt dreht er auch am Rad. Er bellt den Besuch richtig aggressiv an. Er beißt zwar nicht aber er rastet komplett aus. Er kommt bei Besuch überhaupt nicht zur Ruhe.

Wir üben nun seit fast einem halben jahr dran und es wird nicht besser.

Hundetrainer hat nichts gebracht. Wir sind auf der Suche nach einem Neuen.

Wir wohnen in einer Mietwohnung und die Nachbarn sind verständlicherweise gereizt und genervt.

Nachts ist zwar ruhe aber tagsüber gefühlt alle 10 minuten.

Draußen hingegen ist er absolut ruhig.

Ich gehe um 8 Uhr eine stunde raus, Danach schläft er bzw weckt alle paar minuten auf zum Bellen

Danach gibts frühstück

Mittags gegen 1 Uhr nochmal zum Pieseln( und zum Spielen für zirka 10 minuten. Suchspiele o. Apportieren.)

Jetzt wird wieder geschlafen

Nachmittags gegen 15:40 gehe ich 45 minuten raus

danach ist es schwer ihn zur Ruhe zu bringen bis er sein Abendessen um 19 Uhr bekommt.

Abends gegen 18:30 zum Pieseln(5 minuten)

dann leichte denkspiele für zirka 10 minuten.

Abends gegen 21:uhr die letzte Runde(zirka 30 Minuten) am Tag.

Danach ist ruhe. Da geht er ins Bett und schläft durch.

Wir sind ratlos.Wenn es mit dem nächsten Hundetrainer nicht besser wird wissen wir nicht mehr weiter. Wir wollen ja auch nicht aus der Wohnung fliegen.

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Also ihr holt Euch einen deutschen Pinscher und wundert Euch über dessen arttypisches Verhalten?

Sorry, aber informiert man sich nicht vorher über die rassetypischen Eigenschaften eines Tieres, welches man sich zulegen möchte?

Wenn es auch ein Mischling ist, so hat man schlimmstenfalls mehrere rassetypische Eigenschaften mit drin, die man vielleicht gar nicht haben wollte, so wie z.B. das bellen, welches bei einem deutschen Pinscher nun wirklich nicht verwunderlich ist.

Unterbindet man Verhaltensweisen hat man irgendwann einen Schnellkochtopf, der überschiesst, das dürfte dann der Moment sein, wo er beisst. Man arbeitet damit eben am Symptom aber nicht an der Ursache.

Die Ursache ist einerseits die genetische Disposition und andererseits, das er keinerlei alternatives Verhalten angeboten bekommt.

Den genetischen Part zu "behandeln" führt allerdings nur zu einer Verbesserung des Verhaltens aber eventuell (individuell zu betrachten) niemals zu einem komplett ruhigen Hund.

Versucht mal das Verhalten zu clickern und ihm beizubringen auf Kommando ruhig zu sein.

Erst würde ich den Clicker konditionieren und dann bei JEDEM Geräusch clickern und lecker. Wenn der Hund nur eine einzige Sekunde länger ruhig ist, dann ist das der Jackpot und wird auch genauso gefeiert.

...und nein damit verstärkt man das Verhalten nicht, denn auch wenn man das Verhalten z.B. unter Signal stellen würde, so lohnt es sich eben nicht einfach so zu bellen, sondern eben immer erst, wenn das Signal ertönt.

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Hund macht immer wenn ich den Raum verlasse ins Bad?

Meine Hündin 11, macht immer ins Bad.
Vorab:

  • es ist etwas speziell mir ihr, sie ist seit einem Jahr bei mir. Die Familie wo sie voher war hat sie null erzogen. Bis auf das sie in “Frust Situationen” ins Badezimmer rennt um demonstrativ auf die Matte zu Pickeln ist sie Stuben rein.
  • bis jetzt haben wir das Hals Band und das laufen an der Leine gelernt so wie trocken Futter aus einem Napf fressen( nichts davon kannte sie, da sie dort nur mit leckerchen gefüttert wurde.
  • Kommandos kennt sie gar keine. Mittlerweile haben wir “ab” “sitz” “komm/Hier” gelernt. Alles andere klappt leider nicht und leuchtet ihr nicht ein, sie musste ja auch voher nie was lernen.

Mein Problem liegt da drinnen dass sie sehr schnell frustriert ist. Verlasse ich den Raum kurz um ins Kinder Zimmer zu gehen springt sie in der ersten Sekunde aufs Bett und verwüstet es, gehe ich nach unten um zu essen rennt sie direkt ins Badezimmer und macht auf der Badematte ihr kleines Geschäft, ob wir 2 Minuten voher von unserer Runde kommen spielt dabei keine Runde.

Es ist wie ein Frustverhalten dass ich sie nicht mitnehme, sie kommt die Treppen aber nicht alleine runter weshalb ich sie wenn tragen muss. und für einen Gang nach unten von 1 min kann ich sie nicht immer hoch und runter tragen.

Sie macht das aber nicht nur wenn ich länger unten bin, sondern wenn ich nur die Treppe unten bin höre ich sie schon ins Bad rennen und ehe ich oben bin ist es schon zu spät.
Da wie gesagt ein Kind im Spiel ist kann ich nicht immer die Türen verschlossen haben (altes Haus, Türen öffnen sich nur schwer)

Jetzt fängt sie an so weit zu gehen dass sie auch ihr großes Geschäft aus diesem Trotz macht. Heute kam ich von meiner Runde mit ihr, sie hat wie immer ihre Geschäfte verrichtet (beide und ausgiebig)

Ich bringe sie hoch und flitze kurz runter um grad noch was weg zu räumen, nach nicht mal 2 Minuten komme ich wieder hoch, und da kommt mir schon der Geruch entgegen, beide Geschäfte im Bad.
langsam ist das nicht mehr zu Stämmen, das einzige was ich jetzt machen kann ist eine Box in die sie für die kurze Zeit kommt. Schön find euch das aber nicht… habt ihr einen Rat?

Verwüstete und vollgehaarte Betten und voll gemachte Bade Matten machen langsam keinen Spaß mehr… habt ihr einen Rat?

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Die Hündin hat, wie Du selbst oben schreibst, in der alten Familie nichts gelernt, ausser in stressigen Situationen ins Bad zu rennen und sich dort zu erleichtern.

Was tut sie bei Dir, das was sie gelernt hat um ihren Stress loszuwerden und durch Stress wird mehr Urin produziert.

Wenn sie selbst nach dem Gassi gehen hin macht, dann kannst Du daran deutlich erkennen, das der Hund nicht pinkelt aus Protest oder Demonstration, denn das gibt es bei Hunden nicht, sondern weil er gestresst ist.

Um das nun zu 100% bestätigen zu können, nimm die Matte mit und lass sie im Labor untersuchen auf Cortisol, dann weißt Du das es Stress ist, wenn Du das so nicht glaubst.

Allerdings muß ich auch sagen, kann das ein erlerntes Verhalten sein, aber und das gilt es zu bedenken und weist eben doch wieder verstärkt auf Stress hin, sie macht mittlerweile ihr großes Geschäft sowie das kleine und das deutet erst Recht auf einen immensen Stresspegel hin.

Ob der Hund alleine bleiben kann, wenn Du aus dem Haus gehst oder nicht, spielt nur eine sekundäre Rolle, denn wenn der Hund sich in der Küche sicher fühlt und sich das als Sicherheitszone konditioniert hat, klassische Konditionierung findet auch ohne unser dazu tun statt, dann kann es gut sein, das sie dort tatsächlich entspannt ist! Zudem kommt, das Hunde ortsbezogen lernen, ein weiterer Faktor, das der Hund in der Küche beim alleine bleiben nicht stresst, aber eben wenn sie oben alleine ist.

Somit würde ich den Rat von William unterstützen und somit eine neue zusätzliche Sicherheitszone etablieren.

Da kannst Du dann z.B. wie schon von William geschrieben, das Körbchen nutzen in dem sie ab jetzt ihr Futter bekommt, sie dort auch aktiv runtergestreichelt wird und vielleicht sogar noch einen Duft konditionieren, der das ganze noch stressfreier für sie gestaltet.

Um den Duft zu konditionieren solltest Du aber schon eine Woche einrechnen.
Nutze dazu ein Halsband oder noch besser ein getragenes T-Shirt von Dir, träufel dort verdünntes zu 100% naturreines ätherisches Öl drauf und leg es ihr immer hin wenn sie sowieso schon entspannt ist. Zumeist eignet sich dazu die Nachtruhe am besten. Morgens wird das wieder weggenommen. Nach ca. 1 Woche dürfte das vegetative Nervensystem (der Parasympathikus) dadurch aktiviert werden und das ist der Ruhenerv.

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Als aller erstes egal was hier so empfohlen wird, ab zum Tierarzt, das ist das aller wichtigste, könnte auch ne Blasenentzündung sein, die nicht voll da ist oder überhaupt ein Blasenproblem.

Danach kann über Erziehungsmethodiken nachgedacht werden.

Bezüglich dieser würde ich einen Zeitplan anlegen.

D.h. Du gehst z.B. um 22 Uhr ins Bett, Hund meldet sich um 00 Uhr, dann wird erst um 00.15 Uhr rausgegangen.

Das ist zwar noch ein Weg zu einer kompletten Nacht, aber so dehnst Du die Zeit immer mehr.

Ihn auf einmal ohne tierärztliche Untersuchung so zu zwingen würde ich nicht machen und auch nicht, wenn der Ta nichts findet, dehne das immer mehr und Nachts wird auch nur kurz vor die Tür gegangen, macht er nichts, geht es sofort wieder rein. Kein spielen, fressen oder ähnliches, nur ganz kurz raus.

Box würde ich auch nicht empfehlen, zumindest so lange nicht bis der Ta Besuch durch und die Box richtig gut aufgebaut ist.

Aber da würde ich eher die Zeit dehnen.

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Feuerwerk an Silvester verbieten oder nicht?

Ich bin allgemein für ein generelles Feuerwerksverbot.

*Hat übrigens nichts mit Corona zu tun.

SILVESTER 2022 - WO SIND BÖLLER UND RAKETEN VERBOTEN? (mdr/ARD)
Dieses Jahr ist das Feuerwerk bisher nicht verboten worden. Es gibt einzelne Bereiche in denen es Verbote gibt, aber das liegt eher an Sicherheitsgründen.

Feinstaub durch Silvesterfeuerwerk (Umwelt Bundesamt)
Das erste Thema was beim Thema Silvester angesprochen wird, ist immer die Feinstaubbelastung. Zwar entspricht die Feinstaubbelastung nur 1 % der Jahresbelastung in Deutschland, allerdings ist 1 Tag = 1 % und an allen anderen Tagen im Jahr beträgt die Feinstaubbelastung gerundet 0,27 %. Die Bilanz der Feinstaubbelastung würde durch ein generelles Verbot nur minimal verbessert werden. Die Feinstaubbelastung ist allerdings auch vielerorts an Silvester und dem 01. Januar gesundheitsschädlich. Denkt doch nur mal an kleine Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Gerade nach Corona sollte das einer Person zu denken geben.

Verzicht auf Silvester-Feuerwerk erspart Tausende Tonnen Plastikmüll (mdr)
Das zweite Thema, ist das Thema Plastikmüll. Nachdem das Ballern an Silvester verboten wurde, konnte man konkrete Zahlen rausfinden. Ungefähr 3.500 Tonnen Plastikmüll können dadurch eingespart werden. Man findet auch Zahlen zu 2.000 Tonnen. Ihr dürft auch nicht vergessen, dass das Feuerwerk auch hergestellt werden muss. Zum Thema Verbrauch von Ressourcen konnte ich dazu leider nicht viel finden, außer wie ein Feuerwerkskörper aufgebaut ist und die Funktion. Nicht aber den Verbrauch der Ressourcen bei der Herstellung.

Silvester (Tierschutzbund)
Das dritte Thema, was manche nicht auf dem Schirm haben sind Haustiere. Ein Haushalt in dem Hunde und/oder Katzen leben weiß wovon ich spreche. Am Ende wird auch noch ein Thema angeschnitten von dem Landmenschen wohl mehr Ahnung haben als Stadtmenschen.

Ein Böllern in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung sollte tabu sein: denn scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.

6 Gründe warum Feuerwerk wilden Tieren schadet. (Natur- und Vogelschutzverein)

Lärm und Lichtblitze machen Angst:
Knallgeräusche verursachen Hörschäden und Panik:
Panikreaktion führt zu Aborten: Auch Aborte (Fehlgeburten)
Fluchttiere sind sensibel und erschrecken schneller:
Knallgeräusche schrecken Vögel auf:
Feuerwerk vertreibt Tiere aus ihrem Revier:

Silvester ohne Böller: für uns, für die Tiere (WWF)
Oliver Samson, Gastautor beim WWF (Journalist und Redakteur beim Panda) geht sogar so weit, Feuerwerk als Tierquälerei zu bezeichnen. Dem kann ich nur zustimmen. Das ist zwar seine und auch meine Meinung, sonst wäre Feuerwerk verboten, aber vielleicht wird es das eines Tages ja.

Nichts spricht also für ein Feuerwerk.

Bist du Pro oder Contra Feuerwerksverbot?

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Ich bin für ein Feuerwerksverbot.

Ich hasse es jedes Jahr aufs neue und das nicht nur weil ich Haustiere habe, die im übrigen kein Problem damit haben, sondern weil ich das als vollkommen überflüssig ansehe in Bezug auf die Natur, in Bezug auf die Tierwelt in Bezug auf Verletzungen usw.

Für m ich gibt es nicht einen einzigen guten Grund für solch einen Unsinn!

Ich war weder als Kind dafür noch als Erwachsene und immer wieder erlebt man viel zu viele Idioten die schon Wochen vorher rumböllern, die besoffen durch die Gegend laufen und es unwahrscheinlich lustig finden, Böller auf Balkone zu werfen usw.

Alleine meine Nachbarn, als ich noch in der Stadt gewohnt habe, haben Böller aus dem 2. Stock geworfen, die dann vor unserem Fenster hoch gegangen sind.

Wie schon geschrieben meine Tiere haben kein Problem damit, aber ich hatte da definitiv ein Problem mit und finde sowas unter aller Sau!

Umweltverpestung, Krach ohne Ende, Gestank!

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Du machst das komplett richtig so, denn Du bist der Sozialpartner Deines Hundes und ein Sozialpartner verhält sich sozial und nicht asozial!

Fachsprachlich nennt sich das Social Support und das ist genau das was ein Hund braucht, wenn er unsicher oder gar ängstlich ist.

Niemals ignorieren oder gar weg schicken, denn das kann dazu führen, das der Hund jegliches Vertrauen in Dich als Sozialpartner verliert und das selbst anfängt zu regeln. Zumeist ist es dann so, das wenn ein Hund sein Verhalten nicht versteht oder verstehen will, es bei ausgewachsenen Hunden zu Aggressionsverhalten kommt und genau das möchtest Du sicher nicht.

Leider ist die Mär vom Rudelführer immer noch sehr weit verbreitet, nur die Logik die dahinter steht, erklärt sich nicht.

Denn selbst wenn es bei Hunden einen Rudelführer gäbe, so würde auch dieser für den Schutz der Gruppe zuständig sein, das ist wohl noch nicht angekommen, bei denen die diese Mär vertreten.

Hunde sind sehr soziale Tiere und haben Bezugspersonen, ein Hund der Schutz sucht dem sollte dieser niemals verwehrt werden, denn genau so verhalten sich auch Hunde untereinander die z.B. zusammenleben oder aber die sich sehr gut kennen und sich regelmässig sehen.

Ein Halter der seinem Hund Schutz in verunsichernden Situationen bietet, macht aus dem Bauch heraus alles richtig und laß Dir bitte nicht erzählen, das wäre falsch, denn früher hatte man tatsächlich diesen Glauben, aber da sich die Forschung auch im Hundewesen weiterentwickelt hat man herausgefunden, das Hunde weder einen Rudelführer haben, geschweige dennoch mit allem alleine klar kommen müssen.

Wenn Du so weiter machst, bist Du genau auf dem richtigen Weg, herzlichen Glückwunsch dazu! ;-)

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Es gibt ein typisches Dalmatiner-Lächeln, allerdings ist noch nicht abschließend geklärt ob es tatsächlich etwas mit Freude also der Emotion zu tun hat oder aber ob es im Laufe der Domestikation (da Dalmatiner als sehr empathisch gelten) ein "einfaches" abschauen war/ist.

Hunde haben tatsächlich Emotionen und das ist nicht nur ein nachsagen, sondern wissenschaftlich bewiesen.

In Fachkreisen ist das Hundelächeln tatsächlich bekannt, aber sieht eben nicht so aus wie bei uns Menschen.

Ein leicht geöffnetes Maul, die Zunge hängt entweder leicht raus oder aber ist nur inneliegend, die Zugenspitze ist nicht nach oben gerichtet sondern liegt entspannt im Maul.

Das ist die fachliche Beschreibung eines Hundelächelns.

Aber wie schon erwähnt, es ist nicht mit dem typischen menschlichen Lächeln vergleichbar, sondern drückt das eigentlich nur Entspannung aus, lächeln ist ja eher Freude. Somit gilt das lächeln in Fachkreisen als entspannter "Gesichtsausdruck" beim Hund.

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sie übertreibt

Ich finde das ist eine sehr nette Geste von Dir, leider machen das ja heute die wenigsten Menschen.

Ungefragt meinem Hund Leckerchen geben finde ich nicht gut, aber wenn gefragt wird, alles i.O.

Süßigkeiten für Kinder sind ja eigentlich auch nett gemeint, aber leider ist Zucker eher ein modernes Gift.

Deinen Gedanken finde ich wirklich toll und das sollte anerkannt werden!

Wenn meinen Hunden etwas mitgebracht worden ist, was sie nicht unbedingt oft sollen, dann hätte ich es ihnen trotzdem gegeben, mal eine Kleinigkeit kann nicht schaden. Selbiges sehe ich so bei dem Kind.

Zumindest finde ich, hätte Deine Freundin sich bedanken und Dir vielleicht eine Alternative für's nächste mal vorschlagen können. Das finde ich ist das mindeste was man macht, wenn jemand einem eine Freude machen möchte!

Aber leider liest man ja auch hier, das dass heute wohl nicht mehr gerne gesehen wird, vielleicht sollte man anstatt etwas mitzubringen, lieber etwas wegnehmen...;-)

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Hunde kennen kein kabbeln, für Hunde ist das purer Ernst.

Aber man sollte es tatsächlich trainieren.

Ich würde das so machen, Hund an die Hausleine nehmen, einer von Euch setzt sich auf die Couch und hält den Hund an der Leine, der andere fängt leicht an das Kind zu kitzeln, sobald der Hund das sieht was ja (da in dem selben Raum) unausweichlich ist, bekommt er ein Leckerchen.

Er lernt so, diese Situation positiv zu verknüpfen.

Das solltet ihr aber nicht nur mit einer Person machen, sondern immer mal wieder im Wechsel.

Auch zusätzlich das machen, was William1307 empfohlen hat.

Ihr könnt Euch auch neben einander setzen etwas enger, wenn er da schon reagiert schaut mal ab welcher Distanz von Euch beiden er da reagiert und ab da sollte angefangen werden zu trainieren.

Ihr setzt Euch nebeneinander in eben der Distanz, der Hund schaut vermutlich sofort und er bekommt ein Lecker zugeworfen. Dann Schrittweise die Distanz verringern.

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Natürlich, denn die wenigsten wissen oder sehen, das die Hunde leiden.

Das ist Trennungsstress, weniger oft tatsächlich Kälte.

Ich würde meine Hunde nie mehr vor nem Laden anbinden, es laufen mir zu viele Durchgeknallte rum, die es lustig finden nen Hund zu ärgern oder aber andere dumme Dinge im Kopf haben.

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Nein

Ich weiß die Frage lautet anders, aber nur mal als Denkanstoss, wie viele Menschen haben Tiere und Kinder und Erwachsene dazu getötet?

Wie viele von denen laufen frei rum und dürfen weiterhin misshandeln und auch töten und tun es auch?

Diese schöne heile Welt die sich hier viele zusammenspinnen ist nicht meine Welt, denn in der würde es gerecht verlaufen.

Hunde werden nicht schlecht geboren, Menschen dahingegen schon!

Es gibt zu viele Belege aus dem täglichen Leben, in dem Kinder misshandelt wurden, aufgewachsen sind und nicht zu Schwerstverbrechern werden, dahingegen gibt es auch genug Belege über eine gute Kindheit von Schwerstverbrechern, die nicht erklären kann warum diese Menschen so schlecht sind.

Aber weil sich ja Menschen für die unfehlbarste Spezies auf diesem Planeten und noch dazu als Herrscher betrachten, dürfen Tiere unter miserabelsten Umständen gehalten werden, schlecht erzogen werden, d.h. mit straflicher Einwirkung und heftigsten Sanktionen, selbst vom aussterben bedrohte Tierarten werden weiterhin getötet aber Tiere dürfen das nicht, sie dürfen sich nicht so verhalten, genauso wie der Mensch es tut, der sich doch als so intelligent ansieht.

Bei einem Tier wird von Instinkten gesprochen, wobei da einiges mehr zu gehört, beim Menschen wird es verniedlicht und als "krank" dargestellt, ergo so, als wenn man es heilen könnte.

Man kann solche nicht heilen, ein Tier aber kann lernen sich nicht bissig zu verhalten und wenn die Erziehungsmethodiken mal so langsam aber sicher in die richtige Richtung gehen würden, hätten wir keine Hunde die Kinder töten würden, bis auf extrem wenige Ausnahmen die z.B. an physischen krankhaften Veränderung leiden und deshalb austicken.

Für mich gehören Menschen die Kinder misshandeln, die töten und ausrauben und dabei dann töten nicht nur weggesperrt aber in unserer ach so verständnisvollen Welt für alles und jeden nur nicht für Tiere, Natur und Umwelt werden solche immer wieder frei gelassen und können weiter machen mit dem was sie auch vorher getan haben.

Dafür spricht, das es in sämtlichen Fällen immer wieder Vorbestrafte sind, die man dann letztendlich aufspürt und wofür? Da wird Unmengen an Zeit und Steuergeldern rausgeworfen um diese zu jagen und hat man sie lässt man sie nach unbestimmter Zeit wieder auf freien Fuß... super, und das nennt sich dann Resozialisation.

Also meine Meinung, Tiere gehören nicht eingeschläfert weil sie ein Kind getötet haben, aber Menschen die immer und immer und immer wieder Kinder misshandeln oder gar töten dahingegen schon, denn diese kann man nicht heilen, ein Tier kann definitiv auch umlernen.

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Die Decke sollte zur Sicherheitszone umfunktioniert werden, also der Platz wo sie liegt.

Was heißt dort wird der Hund runtergestreichelt, aktiv. Also streicheln, so lange bis sich der Hund hinlegt. Dort gibt es Futter und Kauartikel, sämtliches an Kauartikeln beruhigen.

Dann wäre es gut wenn Du ein Pause-Signal aufbaust. Das ist ein Signal, welches dem Hund vermittelt, das jetzt eh keinerlei Interaktion stattfindet. Dieses baut man so auf, indem man sich vor den Hund stellt, sich vorher ein immer gleiches Wort ausdenkt, z.B. "Ich komme gleich wieder" und sich ganz kurz einmal wegdreht und wieder zum Hund dreht. Wichtig dabei das muß wieder aufgelöst werden, d.h. Du drehst Dich wieder zu ihr und sagst z.B. "Bin wieder da". Dann gibbet ein Leckerchen aus dem Leckerbeutel oder aus der Hosentasche, sofort und nicht 5 Min später.

Diese Zeitspanne vom wegdrehen und zum Hund wieder hindrehen, wird dann Schritt für Schritt erhöht. Klappt das gut mit 3 Minuten, dann gibt ihr das Signal und geh einfach mal Deinen Dingen nach, der Hund wird während dieser Zeit nicht beachtet, nicht angucken, nicht ansprechen usw.

Rituale sind wichtig, Rituale vermitteln Sicherheit und gerade Sicherheit ist wichtig beim alleine bleiben.

Zudem sollte der Hund während der Trainingszeit, also bis dahin wo der Hund alleine bleiben kann nicht alleine gelassen werden.

Das hat den Grund weil der Hund mom das jaulen und bellen zum Stressabbau nutzt, Du möchtest aber nun dagegen vorgehen. Um das aber sinnvoll zu tun müssen erst Bahnen (vereinfacht ausgedrückt) im Gehirn angelegt werden, die der Hund nutzen kann um weniger Stress zu empfinden und das braucht Zeit.

D.h. jetzt hat der Hund schon eine "Autobahn" angelegt um den Stress den er empfindet abzubauen während Du weg bist. Nun bringst Du ihm Schritt für Schritt alternative Bahnen bei, die genutzt werden können, diese aber fangen mit Landstrassen an und müssen erst zu Autobahnen werden, das ist eben die Zeit die man dafür braucht um alternative Verhaltensweisen auf- bzw. auszubauen.

Als nächstes kann man einen Duft konditionieren, heißt der Hund bekommt zum schlafen ein Tuch umgelegt worauf man verdünntes zu 100% naturreines ätherische Öl träufelt. Da eignet sich Lavendel sehr gut. Allerdings sind Hunde genauso individuell zu betrachten, wie wir Menschen was heißt nicht jeder Hund mag den Duft von Lavendel, teste das bitte erst aus, aber bitte nur in verdünnter Form. Auch Zitronengras, Eukalyptus, Kamille, Baldrian oder Teebaumöl kannst Du ausprobieren. Aber eben alles nur verdünnt nutzen und nicht auf den Hund, sondern auf ein Halstuch. Dieses Halstuch bekommt der Hund nur dann an- oder daneben gelegt, wenn er entspannt ist, also Hund schläft, Tuch daneben legen. Am besten macht man das über Nacht. Morgens direkt wieder wegtun und das so, das der Hund nicht 24 Std. den Duft riecht.

Wir möchten ja erreichen, das der Parasympathikus (ein Teil des unwillkürlichen vegetativen Nervensystems) aktiviert wird. Momentan noch aktiviert sich mit Deinem weggehen der Sympathikus, dieser bereitet den Körper auf geistige oder physische Leistung vor, somit aktiviert dieser auch Stressverhalten.

Dann kannst Du das ähnlich machen mit einer Melodie. Am besten eine Melodie aussuchen, die Du selbst schon findest, den Hund aktiv runterstreicheln, d.h. sich auf den Boden setzen, Hund liegt auf seinem Platz und man streichelt ihn langsam aber mit etwas Druck. Der Hund wird sich zusehends immer mehr entspannen, ist der Hund entspannt, Melodie anmachen, ein wenig laufen lassen und wieder ausschalten.

Reagiert Deine Hündin schon auf das aufnehmen des Haustürschlüssels oder auf das anziehen der Schuhe oder das greifen nach der Jacke, dann solltest Du diese Signale erst einmal löschen. Dort gehst Du so vor, das Du das mehrfach täglich machst aber wichtig ohne das Du einen einzigen Schritt aus der Tür machst. Ich denke die Haustür ist solch ein Auslöser der erst einmal zur Normalität werden sollte.

Einfach Tür auf vielleicht auch mal rausgehen, sie kann ja mitgehen wenn sie möchte und wieder rein und Tür zu machen. Irgendwann wird ihr das zu blöd werden, ständig gucken zu kommen und es passiert ja eh nix aufregendes.

Bezüglich des nach Hause kommen, nicht ignorieren. Ja ich weiß das wird allumfänglich auf sämtlichen Seiten und in Videos empfohlen, ist aber komplett falsch.

Denn der Hund hat ja nun Stress, dieser reduziert sich laut Studienergebnissen aber um ca. 75% bei taktiler Begrüßung, bei verbaler um ca. 25% und beim ignorieren um 0%, aber dabei erhöht sich der Stresspegel sogar noch mehr.

Leider aber laufen nun immer noch genug selbsternannte Hundetrainer durch die Gegend, die sowas auf ihren Seiten, in Videos oder auch Blogs als alleinige Wahrheit hinstellen und sich trotzdem nicht auskennen. Traurig aber wahr.

Das alles sollte erst einmal so stattfinden, das der Hund während dieser Zeit nicht alleine gelassen wird. Ob nun z.B. der Duft/die Melodie richtig konditioniert worden ist, kannst Du daran erkennen wenn der Hund das ca. 1 Woche lang täglich verknüpfen durfte und Du dann mal tagsüber hingehst und ihm das Tuch umlegst, legt sich der Hund hin und fängt an zu dösen, dann weißt Du, das die Konditionierung abgeschlossen ist.

Wenn Du das Pause-Signal so weit eintrainiert hast, das ihr ca. bei 15 Min. seid in denen Du Deinen Dingen nachgehen kannst, ohne das Deine Hündin dabei stresst, dann würde ich mal das Tüchlein umlegen, die Melodie anmachen, das Pause-Signal geben, eine Minute warten und dann für ein paar Sekunden aus dem Raum gehen und sofort wieder reingehen, das Pause-Signal auflösen, sie ruhig streicheln und ihr das Tuch abnehmen, die Melodie ausschalten und den Tag weiter gestalten wie bisher.

Das wird dann Schritt für Schritt erhöht, mach bitte keine zu großen Schritte, denn Deine Hündin hat nun schon Stress erleben müssen beim alleine bleiben und alleine bleiben ist bei fast allen Hunden ein Thema, eines der größten Themen sogar. Es gibt ein paar extrem wenige Ausnahmen, die es sehr schnell oder sogar schon von Anfang an schaffen, aber das sind wirklich die aller wenigsten Fälle.

Gegenteilige Hunde gibt es auch, nämlich die, die das überhaupt nicht lernen, dort spielen zumeist Traumata eine große Rolle.

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