Gibt es irgendwelche Nachteile bei einem Golden Retriever?


22.05.2020, 14:59

Und diese Leute mit den anderen Hunderassen bekommen dann Probleme mit ihrem Hund. Also: Warum schaffen sie sich nicht gleich ein Golden Retriever an?

11 Antworten

Ja natürlich hat er die. Es ist ein Hund. Ein Lebewesen kann sich immer positiv oder negativ entwickeln. Liegt ganz am Besitzer.

Dieses "Anpreisen" von den ganzen Retrievern finde ich sowieso grenzwertig.

Es gibt keinen Hund der völlig pflegeleicht und schon erzogen als "Familienhund" auf die Welt kommt. Was ist denn überhaupt ein "Familienhund" Ein Hund der nicht schmutzt, keine Probleme macht, immer lieb und nett ist ? Ein Spielzeug für die Kinder ? Oder was muß man sich darunter vorstellen ?

Es gibt sicherlich Hunderassen die leichter zu führen sind als andere. Aber das heißt ja nicht daß man da nichts tun muß. Und genau darauf fallen viele Leute rein. Die denken ich hole mir einen Labrador oder einen Golden und muß nichts tun.

Irrtum

Nette Hunde, die auf einen hören. Und Golden Retriever agieren nach dem Grundsatz "will to please". Wenn du das kennst reden wir weiter.

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@XXX44702

Ja - der "Will to please" ist sicherlich ein Stück weit angeboren. Aber das heißt noch lange nicht daß der Hund "auf dich hört" ohne dass Du was dafür tust. Und auch ein solcher Hund kann bei falscher Behandlung bissig und/oder eine Nervensäge werden.

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@XXX44702

Deswegen haben auch will-to-please Hunde einen Jagdtrieb. Und der ist bei vielen Retrievern nicht unbeachtlich. Auch die müssen erzogen werden, die werden nicht als hörende Hunde geboren.

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@XXX44702

Ja goldis haben einen will to please aber du stellst dir was ganz falsches darunter vor. Auch ein Golden Retriever kann stur sein und glaub mir die folgen dir nicht aufs Wort und wenn man die Erziehung nicht gut meistert hören die auch nicht.

golden Retriever sind was die Erziehung angeht sogar teilweise sehr kompliziert

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@XXX44702

sehr naiv, Golden Retriever die haben sicherlich einen will to please, aber dank falscher Erziehung/Umgang können auch diese Hunde nicht besonders angenehm im Verhalten sein.

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@spikecoco

Das Problem ist, dass es Leute gibt, die sich nicht auf das Wesen des Golden Retrievers einstellen können. In Hundeschulen wird mit Goldens oft das gemacht, was man mit Goldens absolut sein lassen soll.

Der Golden ist eine sehr stark vertretene Rasse und immer noch haben es die Hundetrainer nicht geschafft sich auf das Wesen dieser Rasse einzulassen.

Das ist einer der Gründe warum es schief läuft.

Kommt hinzu, wer glaubt, dass er bei einem Vermehrer einen sauberen Golden Retriever bekommt, der irrt sich.

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Hi,

Für mich ist der grösste Nachteil, das durch das clevere Marketing ein völlig falsches Bild vom Hund wiedergegeben wird. Er hat durch einzigartige Werbung und Mundpropaganda ein sauberes Image als lammfroher Familienhund, was etwas impliziert das er kaum Erziehung braucht und auch sich in Haltungen jeder Art integrieren lässt. 🤷 Den Preis für den Irrglaube zahlen am Ende die Hunde die als "Angstbeisser" oder gar als aggressiv abgestempelt im Tierheim landen. Im Tierheim geht der Spass dann weiter, da können 15 nachweislich (!) kindersichere Hunde vor den golden Retriever in der reihe kommen, Familien tendieren trotzdem zum Retriever und nicht selten muss man die dann noch ermahnen nicht ins Gitter zu greifen 🤦 hier finde ich eben das das Marketing zu größeren Problemen führt. Und für mich sind so geschönte Rassenbeschreibungen nix anderes als Marketing 🤷 es wird was versprochen was der Welpe gar nicht mitbringen kann 🤷 er hat zwar durchaus die Qualitäten dafür aber welche Qualität gefördert wird entscheidet immer der Mensch der den Hund führt.

Ein Golden der beisst, hat definitiv einen massiven Fehler. Was in Tierheimen zu finden ist, sind höchstens ein erbärmlicher Abklatsch eines Golden Retrievers.

Wenn man glaubt man könne einen Hund kaufen der keine Erziehung braucht hat einen an der Klatsche, das kannst du nicht dem Golden anlasten.

Das Drama ist, dass sich kaum ein Hundetrainer mit Goldens auskennt. Da fangen die Probleme an.

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@Goodnight

Ich kreide das nicht den Hund an sondern den Marketing drumherum. Auch ein Goldi ist einfach nur ein Hund 😉 jeder Hund kann beissen wenn er falsch behandelt wird, das ist doch kein Fehler 🤨

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@jww28

Kann man nicht dem Hund anlasten bleibt aber doch ein gravierender Wesensfehler.

Hunde in falschen Händen sind immer traurig oder eine Schande.

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Retriever sind Jagdhunde. Das ist ein Aspekt, der von vielen nicht bedacht wird.

Wenn ich dem jedoch gerecht werden kann, ist ein Goldie ein Hund wie jeder andere auch. Er eignet sich hervorragend für Apport und Schleppe, für die Rettung und die Arbeit am Wasser. Als reiner Familienhund mit ein bisschen Gassi und Spielen, wird er nicht glücklich.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 20 Jahren im Bereich Rettungshunde tätig und Tierhalter

Ich weiß nicht woher das Vorurteil kommt dass Golden Retriever so Jagdhunde wären. Mein Golden Retriever hat noch nie Anstalten gemacht zu jagen. Nie. Sie läuft höchstens mal nem Eichhörnchen 5m hinterher wenn es direkt vor ihrer Nase war und hört dann direkt auf ein Kommando. Und sie schaut ganz erwartungsvoll den Enten hinterher. Das kriegt jeder Anfänger unter Kontrolle.
ich hab auch nie mitbekommen dass es bei irgendwem anders war.

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@LilyInstaGirl1

Goldies sind nunmal Retriever. Und die wurden ursprünglich zur Wasserarbeit gezüchtet. Genauso, wie der Labrador und alle anderen Retrieverarten. Mag sein, dass in Deutschland, im Gegensatz zu England, die Jagdlinie nicht sehr ausgeprägt ist.

Das erwartungsvolle "den Enten hinterherschauen" ist genau das, was den Retriever ausmacht. Er wartet auf deinen Schuss, um die Beute zu bringen. Dazu muss er beobachten, wo das getroffene Wild niedergeht. Arbeit am Wasser ist sein Ding. Unser Labbi hat auch nicht selbsständig gejagt, und war abrufbar. In der Nachsuche hätte sie jedoch alle in die Tasche gesteckt.

https://drc.de/content/golden-retriever-kurzbeschreibung
https://wildundhund.de/die-retriever-im-apport-unschlagbar/

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@Jekanadar

Klar die haben schon jagdtrieb aber man kann das wirklich gut in den Griff bekommen.

wenn meine Hündin aufgedreht ist weil wir auf Feldern spazieren wo sie halt nur selten hinkommt neigt sie auch dazu den Raben hinterherzurennen aber sie ist abrufbar und jagt den vögeln keine 100m hinterher. Wenn man dummyarbeit macht und ihr damit eine Alternative bietet ist sie leicht unter Kontrolle zu halten.

ich weiß ja nicht ob es bei uns besonders einfach war aber ich finde nicht dass Anfänger den jagdtrieb nicht unter Kontrolle bekommen können.

vielleicht wäre es bei Enten ja auch ein echtes Problem weil auf Enten reagiert sie ziemlich stark nur sie traut sich nicht zu schwimmen also ist das kein Problem für uns.

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@LilyInstaGirl1

Natürlich ist der Golden ein Jagdhund, genau gesagt ist er ein Apportierhund. Er holt geschossene Enten aus dem Wasser.

Er darf also nicht hinter Wild her jagen.

Die Aufgabe des Goldens ist es still neben seinem Hundeführer zu stehen und zu beobachten wo die Ente fällt. Erst wenn er von seinem Besitzer geschickt wird, holt er die Beute. Dafür braucht er ein weiches Maul.

Genau die Geduld, das still sein können und die Beisshemmung machen den Golden zu einem Idealen Familienhund. Das sind alles Eigenschaften, die auch in der Familie gefordert sind. Dabei darf man eben nicht vergessen, dass der Golden auch ein Sportler ist.

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JEDER Hund hat vor und Nachteile! Du kannst nicht nur nach solchen Beschreibungen gehen.

Du musst schauen ob das Wesen des Hundes zu Dir passt. Ein Golden ist und bleibt nun mal auch ein Arbeitshund der für bestimmte Aufgaben geführt wurde.

Es liegt an dir einzuschätzen ob du den Hund entsprechend seiner Veranlagung und wofür er gezüchtet wurde führen und beschäftigen kannst.

Kannst du das nicht, passt er nicht zu Dir und du wirst auch nicht glücklich mit ihm.

Und so läuft das auch mit allen anderen Hunden.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich besitze selber 6 Hunde.

Wer was und wen für seine Familie toll findet ist sicher recht unterschiedlich.

Der Golden hat langes Haar und er haart entsprechend.

Der Golden ist ein Wasserhund er lässt keine Pfütze aus, auch keine Schlammpfütze, Bach See und Fluss meist auch nicht.

Wenn man das Haus verlässt, hat man einen schönen Hund mit seidigem Fell, kommt man vom Spaziergang nach Hause, hat man nur allzu oft eine schlammfarbene Drecksau auf der anderen Seite der Leine.

Ich sage immer, wer keine Dusche hat, in die der Hund passt, legt sich besser keinen Golden Retriever zu.

Der Golden hat mehr Talgdrüsen als andere Hunde. Liegt viel Talg im Fell, kann der Golden säuerlich riechen oder auch stinken. Da ist dann eine Dusche mit Shampoo nötig.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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