Besitzer vom Pferd können sich kein Tierarzt leisten was tun?

Was hat das Pferd genau?

Genau kann ich es nicht sagen da ich nicht so viel Pferdeerfahrung habe. Aber es frisst nicht mehr richtig und ist total schlapp.

7 Antworten

wenn man sein tier liebt und kann sich den tierarzt nicht leisten, gibt man es über eine hilfsorganisation ab und lässt es nicht einfach leiden. wenn man das tier leiden lässt, behält man es aus purem egoismus.

mit den besitzern reden, dass sie das pferd möglichst zeitnah abgeben sollen, wenn das nichts nützt, strafanzeige und vetamt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Das Problem ist, das niemand ein solches Pferd nehmen wird. Zumindest bei uns platzen die Gnadenhöfe aus allen Nähten.

0
@Ladenhut

auch da muss der Besitzer für die Kosten aufkommen.

0
@Venus345

Bei einem Gnadenhof? Das sind i.d.R. spendenfinanzierte Vereine

0
@Ladenhut

nicht auf einem gnadenhof. es gibt z.b. in der schweiz die organisation pferde in not. ebenfalls spendenfinanziert.

0
@pony

Venus meinte ja, der Besitzer muss für die Kosten aufkommen. Sowas kenne ich nicht, und würde ja auch nicht funktionieren.

0

Wer ein Pferd hält ist dazu verpflichtet medizinische Versorgung zu gewährleisten. Ich verstehe dass es bei manchen knapp wird, aber da die besitzer wohl mehrere Pferde haben sehe ich nicht ein warum man nicht den bestand verkleinert wenn das Geld sonst nicht mal für nen Check beim Tierarzt reicht. Viele Tierärzte bieten ratenzahlung an, es gibt Hilfsorganisationen die mal helfen oder zumindest helfen den Pferden ein neues Zuhause zu finden

Veterinäramt informieren.

War abzusehen. Ich kenne auch einige Tierärzte persönlich. Diese sagen übereinstimmend, mit der neuen GOT hat ihnen die Kammer ein ziemliches Ei gelegt, die Leute werden die Pferde nicht mehr lange halten können.

Klar sind Pferde teuer, waren sie immer. Ein Tier mit solcher Größe frisst ja schon alleine für einen dreistelligen Betrag monatlich Heu. Die Wiesen muss ja jemand pflegen, ernten, lagern, ... Aber wir waren im Schlaraffenland. Wie lange konnten wir uns jetzt nicht nur unsere Pferde leisten, sondern viele hatten auch das Geld, einen Ausrüstungsgegenstand neu anzuschaffen, weil sie eine neue Farbe so toll fanden, dass sie das Teil haben wollten. Eigentlich Irrsinn, wenn man bedenkt, wie viel Handwerksleistung darin steckt.

Wenn man nun, mit der neuen GOT, zwei Pferden die Zähne machen lässt, nichts besonderes zu tun, eben Haken entfernen, Schneidezähne egalisieren und dann einen vierstelligen Betrag los ist, für Impfen zweier Pferde mal 70 Euro bezahlt hat, jetzt 350, dann wird's irgendwann eng.

Es gibt für die Tierärzte als Belastung die Investitionsgesellschaften, die über die Praxen und Kliniken her fallen wie die Heuschrecken. Kaufleute kaufen die Praxen und Kliniken - und dass Tierärzte verkaufen, wundert mich bei den Angeboten nicht wirklich. Zwei mit mit befreundete Tierärzte sagen, da muss man schon sehr enthusiastisch sein und seinen Beruf lieben, um nicht zu verkaufen. Ihnen wurde ein Betrag geboten, mit dem sie ausgesorgt hätten. Diese dann neuen Inhaber sind Kaufleute. Kaufleute müssen sich nicht der GOT unterordnen und keine Notdienste anbieten. Sie dürfen es nicht Klinik und nicht Praxis nennen, die Einrichtungen heißen jetzt Gesundheitszentren. Sie stellen Tierärzte an, um tierärztliche Leistungen verkaufen zu können und öffnen in der Regel 9 bis 17 Uhr Montag bis Freitag.

Als mein Wallach schwerst gekolikt hat (hat er auch nicht überlebt), war es nahezu unmöglich, einen freien Klinikplatz zu finden, in einer Region, wo es im Umkreis einer Stunde Fahrzeit mal 10 Kliniken gab. Es war an einem Samstag. Von den ursprünglich 10 Kliniken sind noch 2 übrig, die voll waren. Die anderen 8 sind Tiergesundheitszentren, die haben samstags zu. Möglicherweise verstarb mein Pferd, weil meine Tierärztin sich stundenlang die Finger wund telefonieren musste, um einen Platz für stationäre Aufnahme zu finden. Man weiß im Nachhinein nicht, ob ihm frühere stationäre Aufnahme etwas gebracht hätte.

So, nun haben diese Leute ein Pferd, zahlen monatlich höchste Summen und wissen, wenn noch eine Tierarztrechnung kommt (und die ersten 300 Euro sind weg, wenn der Tierarzt beim Pferd ankommt), platzt die Kalkulation. Einfach abgeben geht auch nicht. Zum einen ist natürlich die emotionale Hemmschwelle da, zum anderen: wer nimmt aktuell ein krankes Pferd? Es sind ja schon gesunde übrig, die aus Kostengründen nicht behalten werden können.

Was wir an Hintergrundwissen hier überhaupt nicht haben:

  • (wie gut) kannst Du einschätzen, wie es dem Pferd wirklich geht und ob und wie viel eine Behandlung helfen könnte?
  • (wie gut) können es die Besitzer einschätzen?
  • was fehlt dem Pferd?

Sehr oft kommt es zu solchen Situationen auch durch unterschiedlichen Kenntnisstand. Mein Wallach hatte bei Kauf ein Hämatom seh nah am Kronrand, evtl. irgendwann mal angeschlagen. 7 Monate später war das zur Sohle runter gewachsen und drückte. Pferd stand auf drei Beinen, wollte mit diesem Huf nicht auftreten. Hätte ich einen Tierarzt gerufen, wäre ich bei aktueller GOT einen vierstelligen Betrag ärmer (hat man vielfach jetzt schon auf Rechnungen gesehen) und es wäre ein großer Krater in den Huf gegraben. Mehr gibt die Ausbildung der Tierärzte bzgl. Huf nicht her. Das Ding wuchs im Winter raus. Perfekt. Hufhorn feucht, es dauert ein paar Tage, bis sich ein Kanal bildet (geht auch nur, wenn das Pferd dabei ohne Polster läuft, weil der Hufmechanismus arbeiten muss, notfalls muss man es führen, bis ihm Fuß hoch halten anstrengender wird als den Druck aushalten beim drauf treten) und dann geht es auf. Sache erledigt. Für immer. Richtig kompetente Hufbearbeiter können bevor es von selbst aufgeht, schon nachhelfen mit einem Löchlein, das so winzig ist, dass man es nicht wieder findet. Das geht aber oft nicht sofort, sondern erst, wenn sich zeigt, wo der Kanal kommen möchte. Gehört oft zum Service und wird nicht extra verrechnet, man muss halt auf der Route liegen. Was glaubst, was die Leute geredet haben? Ich könne mir den Tierarzt nicht leisten, dieser müsste sofort kommen, ... Ich aber lasse lieber dem seine Zeit und dann ist es komplikationsfrei vorbei als dass ich den Tierarzt hole, einen vierstelligen Betrag zahle und ein Jahr lang einen Krater pflege, immer mit der Angst, es kommt eine Entzündung rein, was für das Pferd lebensgefährlich sein könnte. Ich weiß hier, womit ich es zu tun habe und dass das eine Lappalie ist. Das weiß aber jemand anders nicht unbedingt und dann wird es falsch eingeschätzt.

Hier übrigens eine Petition, von der sich meine Tierärzte auch freuen würden, wenn man sie unterzeichnet: https://www.openpetition.de/petition/online/got-so-nicht-unterschriftenaktion-gegen-die-aktuelle-gebuehrenordnung-fuer-tieraerzte-got-2022 Die sagen nämlich, sie bräuchten das in dieser Form nicht und es würde nur dazu führen, dass ihnen die Patientenbesitzer abhanden kommen, was ihnen ganz und gar nicht hilft. Sie dürfen ja nicht einfach Preisnachlass gewähren, wenn sie das Geld nicht brauchen, Posten nicht aufschreiben. Würde man sie dabei erwischen, verlören sie ihre Approbation.

Ich kann verstehen, dass auch das Pferd Leid tut, aber der Besitzer lernt hier nicht dass er sich um das Tier auch kümmern muss. Die werden dann im Kopf haben "Naja wenn wieder was ist helfen die da schon wieder aus". Wer sich das Pferd nicht leisten kann, sollte es abgeben/verkaufen.

Wenn es dem Tier wirklich schlecht geht würde ich persönlich das Veterinäramt verständigen

Die Besitzer lieben das Pferd auch über alles und würden es niemals abgeben aber wie gesagt sie haben kein geld es zu bezahlen. Ich bin leider unter 18 kann ich selber beim Veterinäramt bescheid sagen und was ist das genau?

0
@jana08449

Ich glaube Ihnen auch, dass es Ihnen Leid tut, aber es ist halt keine Option dass Tier unter Schmerzen da stehen zu lassen. Ich würde das mit dem Veterinäramt lieber mit deinen Eltern klären, schlussendlich müssen sie den Stress ausbaden.

Das Veterinäramt ist sozusagen eine deutsche "Behörde", die sich um Tiere kümmern bzw. die einkassieren wenn sie vom Besitzer vernachlässigt werden. Die kommen dann mitunter auch erstmal vorbei, schauen sich den Zustand des Pferdes an und entscheiden dann ob es mitgenommen wird. Sollte es dazu äußersten kommen, werden die Besitzer natürlich wissen wer das gemeldet hat. Daher solltest du das eher nicht abekommen.

Gäbe natürlich immer noch die Option beim Tierarzt nach Ratenzahlung zu fragen, aber ich vermute dass das wohl auch nicht möglich ist (sonst hätten sie es wohl getan)

0
@jana08449

Nein, sie lieben das Pferd nicht! Würden sie es lieben, würden sie es in gute Hände abgeben! Lieben heißt nämlich nicht „besitzen wollen“, sondern dem, den man liebt, das beste gönnen. Auch dann, wenn es einen selbst Verzicht abfordert.

0
@LePetitGateau

Das Veterinäramt petzt nicht. Die verraten nicht, von wem sie den Tip bekommen haben.

0
@Urlewas

Das Problem ist das das Pferd auch schon super super alt ist. Und doch sie lieben das Pferd und tun alles für das Pferd sie müssten mit dem Pferd schon total oft zum Tierarzt deswegen ist es auch irgendwie nachvollziehbar das sie es sich nicht mehr leisten können aber auch Schade.

0
@jana08449

Wer sein Tier liebt, LÄSST ES NICHT LEIDEN!!! Ich kriege richtig die Wut, wenn sehe, dass du diese schrecklichen Menschen auch noch in Schutz nimmst! Sie lieben das Pferd NICHT!

2
@Urlewas

Die Besitzer können 1 und 1 schon noch zusammenzählen, das sollte ja klar sein.

0
@LePetitGateau

Möglich… aber wenn einem dann de eigene Ruf wichtiger ist, als da sowohl des Tieres, braucht man auch hier nichts dazu zu fragen. Wenn es einem ja sowieso eigentlich egal ist 😠

0