Pferdhänger mit einem Pferd? Ich würde dennoch nach einer Zuglast von 2.000 kg suchen. Mit zwei Pferden sowieso. Was viel ziehen darf, zieht auch sanfter für's Pferd und verschleißfreier für's Gesamtsystem an, wenn Du am Berg anfahren musst. Außerdem passen die Gewichtsverhältnisse besser für mehr Sicherheit beim Fahren. Du musst ja auch mal großen Seitenwind o. ä. mitrechnen.

Diese Zeuglasten haben auch Kombis ab Golfgröße, wenn sie Allrad haben. Da muss man aber ein bisschen schauen, weil der baugleiche Skoda immer ein bisschen weniger kg Zulassung haben als die VW.

Ich selbst fahre einen Golf Allrad, der braucht ohne Hänger auch nicht so viel Sprit wie diese ganzen SUVs, den kann ich mit 5,5 bis 6 l/100 km fahren. Ohne Allrad der Vorgänger brauchte 4,5 bis 5,5 l/100 km, aber dafür durfte er nur 1.800 kg ziehen. Das kann schon eng werden. Da man bei unserer Wohnlage aber sowieso mit Allrad den ganzen Winter über besser dran ist, habe ich bewusst und gerne pro Allrad entschieden.

Wenn Du Dir ein Limit von 15.000 € setzt, würde ich nach einem Kombi mit ca. 2 Jahren Alter und bis zu 80.000 km schauen. Die bekommst um den Preis, vor allem, wenn Du nicht fürchterliche Zeitnot hast. Größere Kombis wie die Mercedes E-Klasse oder der VW Passat oder Superb von Skoda dürfen auch ohne Allrad meistens genug ziehen, kosten jedoch in diesem Alter schon noch deutlich mehr als die "Golfgröße", die auch über die Anzahl an verfügbaren Gebrauchtfahrzeugen die Preise drückt, also vergleichbar 3er BMW (hat halt sehr wenig Kofferraum für einen Kombi), C-Klasse, Octavia, ...

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Der Weg wäre das allerletzte Kriterium, das ich betrachten würde. Mir wären wichtig:

  • Herde so zusammengestellt, dass sich für jedes Pferd eine "Familie" finden lässt.
  • 24/7 freie Bewegung.
  • Futter verteilt über 24 Stunden, keinesfalls Kraftfutter in Portionen.
  • Pferde müssen sich nie, auch nicht zum Putzen, in Stallgebäuden aufhalten, denn das belastet sehr oft die Atemwege.
  • Pferde haben immer freie Sicht über die Fläche, was einem Flächenbewohner eben entspricht.
  • Es gibt sichere Untergründe an den Putzplätzen, wo Pferde und Menschen festen Stand haben.
  • Es gibt Aufsteighilfen, die hoch genug sind, dass auch kleine Menschen auf größere Pferde steigen können und nicht klettern müssen.
  • Es gibt Sattelschränke, wo man alles drin verstauen kann, dass es eben kein Chaos der Art "der Kollege belegt zu viel Platz" gibt und man nicht angebissene Sättel hat, weil jemand anders sein Futtermittel nicht ordentlich verpackt.
  • Es gibt vernünftige Trainingsmöglichkeiten, vielleicht sogar mit einer Halle.

Ja, solche Ställe gibt es nur alle 10 bis 20 km, aber die sind den Fahrtweg wert.

In dem genannten würde ich niemals ein Pferd einstellen - schon alleine, weil mir niemals mehr ein Pferd in eine Box kommt. Damit erübrigt sich für mich die Frage. Im Aktivstall, wenn ich misten helfe, laufe ich wesentlich weiter. Aber das juckt wirklich nicht. Ich laufe auch weiter zur Sattelkammer, weil die in einem Gebäude, 100 m entfernt vom Stalltor ist. Das ist aber nicht interessant, denn meinem Pferd geht es gut und wenn ich etwas aus der Sattelkammer brauche, ist es mir den Weg dorthin auch wert. Aktuell habe ich viel im Auto, um Begegnungen zu meiden.

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Muss der Sattler wiederkommen?

Hallo erstmal,

zu meiner Frage: vor ca 5 Wochen habe ich mir meinen Traumsattel gekauft und war echt happy. Der Probesattel hat perfekt gepasst und mein Pferd lief wunderbar. Als der Sattel dann da war und der Sattler kam um ihn zu bringen fand ich es schon komisch , da er nur das Kopfeisen wechselte und meinte die Polsterung passt so und fuhr wieder ohne sich das unter dem Reiter anzusehen. Nach dem ersten Ritt merkte ich der Sattel rutscht und das umso öfter ich reite um so mehr, dazu begann mein Pferd an zu steigen, obwohl sie das nie tut und alles abgecheckt ist selbstverständlich und ohne Sattel alles gut, ich dachte vorher er muss sich noch setzten. Nach einer Woche schrieb ich ihm und er meinte er will vorbeikommen wenn es passt und ich soll die andere Strupfe ausprobieren , klappt aber nicht. Und mit einem Pferd was schnell ausrastet und offensichtlich schmerzen hat will ich mich sicher nicht richtig raufsetzen und oft aber meine Bereiterin hat alles ausprobiert. Wollte endlich nach Corona wieder Unterricht nehmen. Naja auf jeden Fall hat der Sattler mich dann angerufen und meinte ich würde falsch drauf sitzen und deshalb würde er rutschen, 1. schieb ich 0 und 2. hätte er mir den dann ja nicht verkaufen dürfen. Andere die den gleichen Sattel und Sattler haben sind zufrieden und sagen ich bin mit dem Sattler nicht streng genug, aber ich weiß ja nicht mal meine Rechte und schon traurig dass man ein Kind/ Teenager „abziehen“ muss. Naja auffällig ist, dass ich als ich den Sattel ausprobieren wollte und er den vorbei gebracht hat er innerhalb von weniger als 24 STUNDEN da war, jetzt warte ich seit gut 4 Wochen. Vielleicht hat er viel zu tun ok aber nicht mal einen Termin kann er mir geben und antworten kommt auch nur ja hab ich auf dem Zettel?! Echt schade , deshalb meine frage : muss er wieder kommen? besonders wenn man dran denkt dass er im Enddefekt ihn ja nicht mal angepasst hat sondern nur vorbeigebracht hat und was sind überhaupt meine rechte? hab ich überhaupt welche?

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Was ist das denn für ein Sattel? Ich kenne keinen, bei dem man das Kopfeisen austauscht und dessen Polsterung man wirklich anpassen kann. Das ist ja die Krux dieses seltsamen Marketingversprechens, die Dinger an alle Pferde anpassen zu können:

  • Kopfeisen können getauscht werden, müssten sie aber normal gar nicht, weil man die ganz vernünftig verformen kann.
  • Polsterung geht in aller Regel nicht anzupassen.
  • Baum lässt sich in aller Regel nicht anpassen.

Generell ist bei Sattelkauf beim Sattler eine Erstanpassung inbegriffen, also wirklich Anpassung, bis er einwandfrei sitzt. Die meisten Sattler geben auch die Nachpolsterung nach dem ersten Setzen, das sich so über 4 Wochen ergibt, dazu.

Wenn da was nicht geklappt hat, ist es natürlich kundenfreundlich, den Termin sobald wie möglich zu machen, aber die Sattler durften jetzt wochenlang die Ställe nicht anfahren und haben jetzt natürlich richtig viel zu tun. Da kann die Terminsache schonmal schwierig sein. Wenn ich den Sattler brauche, warte ich auch ein paar Wochen. In aller Regel warte ich gerne, weil meiner so gut ist, dass ich weiß, bevor ich einen anderen ran lasse aus Eile bekomme ich lieber die bessere Arbeit. Aber wenn der Sattel so schlecht liegt, dass das Pferd wehrhaft wird, wäre es halt eine Geschichte, Dich mal früher rein zu klemmen, falls die Tour auch nur irgendwie in Deine Richtung geht - Du erzählst das ja auch seinen anderen Kunden, wenn Du nicht zufrieden bist.

Was mich aber immer noch sehr irritiert, ist, dass ein Sattler zu einem dieser Kopfeisen-Wechsel-Sättel rät. Ich kenne da nur Sattler, die die aus gutem Grund ablehnen.

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Wie Pferdebeine waschen bei Milbenbefall?

Hallööchen:)

Vorab: ich habe einen Tinker mit natürlich dicken Behang, der jetzt abgeschnitten wurde (so kurz wie möglich).

Also folgendes, bei mir im Stall gingen nun Milben herum.

Mein Pferd hat leider an den Beinen, vor allem in der Höhe vom Hufgelenk und quasi direkt in diesem Knick, Milben.. bzw man spürt die verkrustung, man kann die Haare abziehen und da waren weisliche Schorfschuppen.

Er hat von der TA (etwas länger her) eine Spritze gegen Milben bekommen, da die Vermutung schon früher bestand.. am Hals und hinter den Ohren lies es nach und als ich bei Haarlingsbefall noch Butox bekam, war das Problem da komplett gelöst. Aber an den Beinen hat er es leider immer noch und er stampft auch, es muss ihn also jucken.. und wenn man in diese Kuhle fasst, zieht er die Beine weg und versucht zu flüchten oder zu treten..

Nun meine Frage.. wie sollte ich das Problem bestenfalls behandeln, ohne zwangsweise nochmal den TA zu rufen?

Ich bekam den Tipp, abwechselnd mit Melkfett und Zinksalbe zu behandeln.. die Milben würden durch das Melkfett absterben und Zink heilt eben die Wunden.. aber mein Pferd lässt sich die Beine nicht waschen, dreht beinahe durch dabei und ich brauche gut 3 Stunden bis ich überhaupt mit waschen fertig bin.. erfolge sehe ich auch noch nicht..

Gibt es noch andere Methoden? Auch waschen wäre ok, aber dann vielleicht etwas, was etwas besser hilft bzw wo ihr gute Erfahrung mit habt? Etwas, was nicht vom TA kommen muss?

Ich hörte von Kokosöl, Teebaumöl etc.. hat jemand aber generell mit irgendwas erfahrungen.

Bitte empfehlt mir nicht den TA zu holen. Ich hätte einfach gerne Tipps, zur behandlung...

Wenn natürlich nix bringt, dann wird der TA nochmal geholt.. aber erst will ich es ohne Spritze, Sebacil o.Ä weg bekommen bzw bessern..

LG & vielen Dank im voraus 😊

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Milben "gehen nicht rum", sondern sind immer Begleiter. Aber Hautparasiten greifen nicht störend in die Haut des Wirtstiers ein, wenn dieses nicht geschwächt ist. Prinzipiell hat ein Parasit nur eine Überlebenschance, wenn er sein Wirtstier nicht schwächt und deshalb passiert das eher "versehentlich", dass der Parasit Schäden anrichtet.

Wenn sie so leichtes Spiel haben, ist dies ein Hinweis darauf, dass irgendetwas nicht stimmt, was sich auf die Hautgesundheit auswirkt. Das muss gefunden und behoben werden. Nun ist es leider so, dass es nicht selten Zink ist, was das Problem verursacht. Man hielt lange Zeit Deutschlands Böden für selenarm, weil so viele Tiere einen niedrigen Selenspiegel im Blut haben. Inzwischen weiß man aber, dass ein Zinkmangel Selen mit runter zieht (es kann aus der Nahrung nicht gut genug aufgenommen werden, wenn dem Organismus Zink fehlt). Würde man hier nur Selen zuführen, könnte der Spiegel entweder nicht besonders angehoben werden. Schafft man es doch, dass es aufgenommen wird, kann man auch Vergiftungen hervorrufen. Führt man Zink zu, dann steigt der Selenspiegel mit. Nun haben aber viele Blutbilder einen passablen Zinkspiegel, der nicht unbedingt auf einen Mangel aufmerksam macht und das ist auch der Grund, weshalb sich viele Tierärzte da noch nicht besonders tief eingearbeitet haben. Es sieht ja alles recht eindeutig aus. Es ist nur so, dass wenn im Pferdekörper Zink fehlt, alles, was "auffindbar" ist, ins Blut geht. Denn wenn es im Blut fehlt, ist es lebensgefährlich. Fehlt es woanders, dann ist vielleicht das Immunsystem generell schlechter, Wunden heilen schwächer, Hautparasiten haben leichtes Spiel, Muskeln sind nicht so leicht aufzubauen, vielleicht bauen sie sich trotz Trainings sogar ab, ... der Tierarzt, der um das "Phänomen" Zink im Blutbild weiß, weiß, welche Symptome ihm mehr über das Pferd erzählen. Ich weiß es von Tierärzten und Ernährungsexperten der hiesigen Uni-Veterinärmedizin. Seitdem habe ich auch alle Probleme meines Wallachs im Griff.

An den durch Parasiten verursachten Wunden rum behandeln ist ein Kampf gegen Windmühlen, so lange man die Ursache nicht findet und abstellt. Den Behang scheren macht es in aller Regel eher schlimmer als besser. Wenn man natürlich ewig nach der Ursache sucht oder ewig braucht, sie abzustellen, kann man schon auch mal den Parasiten zu Leibe rücken. Aber nicht mit Zinksalbe oder Melkfett oder sowas. Damit macht man es definitiv alles andere als besser, da muss schon was ordentliches ran. Ein Wirkstoff, der die Parasiten tötet. Die Injektion würde ich für unsere Pferde definitiv ablehnen - zu wenig Wirkung bei zu viel Nebenwirkung. Wenn, dann bringe ich den Wirkstoff direkt zum Parasiten, trage ihn also auf die Haut auf - und belaste nicht das ganze Pferd damit. Klar dringt auch was durch die Haut ins Pferd ein, aber das ist doch deutlich weniger, wenn ich es nicht injiziere. Ivermectin wirkt ganz gut. Es gibt keine Hautcreme mit Ivermectin. Ivermectin gibt es aber in Wurmkuren. Davon kann man ein wenig in Hautcreme einrühren und das dann auftragen. Am besten eine juckreizlindernde Hautcreme vom Tierarzt, denn das Hauptproblem macht der Juckreiz, sonst würden sich die Pferde nicht reiben, bis es sich entzündet. Das heißt, wenn man eine Paste aus Wurmkur und solcher Hautcreme (z. B. Equimyl) aufträgt, tötet man die Parasiten und lindert den Juckreiz. Die Equimyl ist auch fettfrei genug, dass dann Luft an die Wunden kommt und diese heilen können. Das ist nämlich, was Zinksalbe (die ja in aller Regel eine Fettsalbe ist) und Melkfett einem richtig vermiest - beides darf nicht auf Wunden, von denen man möchte, dass sie schnell abheilen. Das verzögert eher die Heilung. Im Fall, dass man mit Ivermectin an die Parasiten will, ist das Scheren des Behangs ausnahmsweise mal sinnvoll, sonst kommt man einfach nicht ran. Dass das verschreibungspflichtig ist, ist insofern nicht schlecht, als man auch damit nicht spaßhalber experimentieren sollte, sondern schon einen gesicherten Befund braucht. Bei Dir ist nun das Problem, dass es Deinem Tierarzt offenbar nicht bekannt ist. Ich kenne das direkt von Tierärzten.

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Ich würde weiter warten ... sonst muss das Pferd am Ende zweimal umziehen und wenn Du den Platz schon sicher hast, bist ja dabei, sobald möglich. Wenn die in Betrieb sind, ist die Wartezeit meist genauso lang. Bauen die dort völlig aus dem Nichts oder was haben die bisher? Was den Baufortschritt angeht, kann der natürlich von vielem ausgebremst werden. Wäre die Frage, was die Gründe sein können, dann kann man vielleicht absehen, wieviel Verzug es gibt, vielleicht auch nicht.

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Wo Du meine bekommen könntest, spielt ja keine Rolle, denn es ist nicht gesagt, dass die Dir passen würden. Es ist wie bei anderen Schuhen auch, dem einen passen die der Marke A, dem anderen die der Marke B - die fertigen doch immer ähnlich, "den Leisten", wie man das nennt, also die Fußform, für die sie dann in verschiedenen Größen bauen. Wer beispielsweise mit Cavallo Stiefeln gut klar kommt, mag meistens keine Königs und umgekehrt.

Mir passen Königs einwandfrei, sie haben sich nie gesetzt, keinen halben Zentimeter und meine ungefütterten Stiefel habe ich inzwischen seit 1994 und sie sehen noch fast aus wie neu. Die Glattlederlaufsohle auf die Rahmengenähte Sohle (ich kann Gummisohlen im Steigbügel nicht brauchen) habe ich ein paarmal erneuern lassen und ein Reißverschluss wurde eingenäht, als sich meine Waden verändert haben und dann nochmal vom Sattler getauscht, weil der erste im Lauf der Jahre kaputt ging. Bei anderen Marken konnte ich diese Langlebigkeit nicht beobachten bisher. Aber diese Information hilft Dir gar nichts, wenn Dir der Königs-Leisten nicht passt.

Daher geh am besten von Geschäft zu Geschäft und probiere alles an Stiefeletten an, was die haben und wenn sie einen Stiefel haben, in den Du rein kommst, auch wenn er zu lang, zu kurz oder sonstwas ist, fühle. Und dann lass im Reiterladen messen. Denn wenn der Stiefel nicht passt, wenn Du selbst gemessen hast, dann geht die Änderung auf Deine Kosten. Passt er nicht, weil die falsch gemessen haben (jeder Hersteller hat andere Maßvorgaben), dann kannst Du auf Nachbesserung auf deren Kosten bestehen.

Mit den Shops der "Reitsportdiscounter" habe ich diesbezüglich schlechteste Erfahrungen: Wissen gar nicht, dass unterschiedlich gemessen wird und haben ein grottenschlechtes Reklamationsmanagement. Daher lieber örtlicher Reiterladen.

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Zu Beginn sollten immer Einzelstunden stehen. Da muss der Reitlehrer mitgehen, muss Dich Zügelführung spüren lassen, muss Dich andere Dinge spüren lassen, ... alles andere ist Schmarrn, weil man sich zu leicht eine Wahrnehmung "so ist also reiten" angewöhnt, die Fehler beinhalten kann, wenn der Reitlehrer nicht gelegentlich überprüft, ob Du entspannt und bereit sitzt, Dich mit geschlossenen Augen führt, damit Du spürst und, und, und. Deshalb sind ganz zu Beginn Longenstunden auch absolut nicht sinnvoll. Weiß nicht, wer das eingeführt hat. Das macht man eigentlich in dem Moment (sofern nötig), wenn man sich vom Schüler zurückziehen kann ... nach einem halben Jahr bis Jahr. Ich vermute, diese Anfängerlonge soll mehr Schüler in kürzerer Zeit durchschleusen und nimmt dafür eben einen gewissen Qualitätsverlust in Kauf.

Auch wenn Du schon geritten bist, sehe Dich zuerst als Anfänger ... wer schon Routine mitbringt, macht halt schneller Fortschritte. Aber der Aufbau ist derselbe wie beim Anfänger.

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Wenn das Geld die Frage ist, dann kommt's halt noch drauf an, ob Ihr für gespartes Geld Vereinbarungen habt. Meine Eltern haben mir in der Jugend Taschengeld gegeben, aber mit der Vorgabe, dass ich einen solchen Betrag nur bekomme, wenn ich die Hälfte anlege, weil sie es wichtig fanden, dass ich nicht mit 0 ins Erwachsenenleben starte. Diese Wichtigkeit bestätige ich heute.

Wenn aber das Geld an Dich gerichtet war ohne irgendwelche Vorgaben, dann rechne es aus und bitte um ein Gespräch, in dem Du das sagst. Das Versprechen, dass Du nur vom eigenen Geld reitest, muss dann natürlich eingehalten werden. Dann kommst Du vielleicht langsamer vorwärts als andere, aber vielleicht gibt's dort, wo Du Unterricht nehmen würdest, auch die Möglichkeit, Dir durch Mithilfe die eine oder andere Stunde dazu zu verdienen. Kommt immer drauf an, ob der Betrieb durch Deine Hilfe irgendetwas spart oder das Geld für Bedienstete sowieso bezahlt werden muss, ob Du denen nun einen Gefallen tust und Arbeit abnimmst oder nicht. Generell gilt aber, wer da ist und mitarbeitet, wird berücksichtigt, wenn es mal was spendiert gilt, ob das eine Reitstunde ist oder man überlegen muss, wem von mehreren, die reiterlich qualifiziert sind, man ein Pferd für eine Veranstaltung überlässt.

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Besprich das am besten mit Deinem Sattler. Es gibt sehr viele verschiedene Produkte (sowohl bei der Sattelseife als auch bei der Pflege) und die Auswahl trifft man am besten passend zur Gerbung. Damit vermeidet man neben der langen Haltbarkeit dann auch unnötiges Quietschen.

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Eigentlich würde ich sagen, sehr hoch - wer will schon einen Wintec und dafür seine Daten dran geben? Aber leider laufen (noch) genug rum, die beim Wort Sattel zu sabbern anfangen und alles nehmen, egal, ob tauglich oder nicht. Ich mach nicht mit, bin also somit keine Konkurrenz. Niemals würde ich sowas haben wollen. Vielleicht wenn ich genug Geld dazu geschenkt bekäme, dass ich für das Wintec-Teil einen Aufstellbock für kleine Kinder aus meinem Umfeld zum Spielen im Garten dazu kaufen könnte (wo ich ihn aber so drauf montieren würde, dass er gewiss auf kein Pferd kommt) und trotzdem noch genug Geld übrig hätte, dass es mir die Adressdrangabe wert wäre. Also so ab 1.500 Euro ließe ich mit mir reden.

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Ich gebe den Pferden anderweitig Möglichkeiten, sich auszutoben. Zum einen durch Leben in der Herde (darauf hast Du in dem Fall keinen Einfluss) und zum anderen bei längeren Regenzeiten (der Aktivstall wäre groß genug und sie rennen da auch mal rum, aber bocken sich nie so richtig aus) mal in der Halle frei laufend.

An der Longe wird sofort gearbeitet. Da man am Anfang jeder Einheit sowieso nur Schritt arbeitet und dicht beim Pferd bleibt (selbst beim sehr weit ausgebildeten korrigiert man da jeden Ansatz von Flüchtigkeit - das passiert nämlich auch Pferden), kann es eigentlich keinen Unsinn veranstalten. Wenn wir dann im Galopp arbeiten, überkommt es auch meinen 24-jährigen Wallach immer mal wieder. Er ist ein ausgesprochenes Lauftier. Dann beschäftige ich ihn mit Aufgaben, damit er nicht gar so viel auf der Kreisbahn Gas gibt. Zirkel verkleinern und vergrößern, Gangartwechsel, Tempowechsel, Biegung und Stellung varriieren von Zirkel auf Viereck und umgekehrt, das geht auch auf einem Zirkel, wenn andere mit in der Bahn sind und man nicht ganze Bahn gehen kann.

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Wenn es zunehmen soll, sollte es viel Heu bekommen, aber nicht von null auf hundert zur freien Verfügung, sondern langsam die Ration erhöhen.

Mash ist wie eine Art "Abführmittel", das bekommen Kolik-Patienten deshalb, weil es die Darmpassage beschleunigt, das heißt, das bringt definitiv keine Gewichtszunahme, nur ein bisschen Ungesundheit, weil's auch immer einige Sachen enthält, die nicht ins Pferd gehören.

Ansonsten eben auch klären, ob Zähne, Stoffwechsel etc. in Ordnung sind und das Pferd einfach nur schwerfuttrig ist oder ob man da vielleicht einfach mal was richtig in Ordnung bringen sollte.

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Deshalb lieben wir hier alle die Fragen, wie man solche Lektionen beibringt: Weil wir ganz genau wissen, da kommt solcher Unfug raus.

Die andere Seite, womit Du Dich schon befassen kannst, bevor Du einen Trainer bekommst - noch gilt ja NOTversorgung und sonst nichts am Pferd, denn die anderen dürfen noch gar nicht wieder zum Sport und wir eben nur für das, was die Pferde im Stall nicht sowieso bekommen, also Nahrungsergänzung und das absolut Notwendigste an kontrollierter Bewegung - ist longieren. Denn im Satz "Ohne Longierpeitsche kann ich nicht longieren da sie sonst immer auf mich zu läuft." steckt ganz eindeutig, dass Du es nicht wirklich gelernt hast, sonst würde das definitiv nicht passieren, weder mit noch ohne Peitsche. Also wenn Du schonmal Lust hast, was zu lernen, dann such Dir Literatur zum Thema Bodenarbeit und Longieren. Beispielsweise auf www.wege-zum-pferd.de findest da schon sehr nachvollziehbare Ansätze. Ein PDF-Selbstlernkurs, der so geschrieben ist, dass man nicht viel falsch machen kann, ist dort auch erhältlich.

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Den Begriff "Ausbeutung" lasse ich außen vor. Da sollte man mal den Zusammenhang insgesamt sehen: Ist einen Zaun drum rum machen vegan? Auch nicht. Sind Pferde bei uns überlebensfähig ohne Nutzung und damit Haltungsinteresse duch den Menschen? Würde die großartige Rassevielfalt erhalten bleiben?

Aber eine Frage, die ich Veganern oft stelle, weil es mich, wüde ich vegan leben wollen, in ein tiefes Problem brächte: ich weiß nicht, wie es einem Veganer damit geht, wenn er bei behandlungsbedürftigem Befund die Würmer im Pferd einfach umbringt. Und spätestens dann ist Pferdehaltung nicht mehr vegan. Oder man überlässt das Pferd seinem Schicksal, mit den Endoparasiten nicht aus eigener Kraft zurecht zu kommen.

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In aller Regel liegt es nicht am Gebiss an sich, sondern an den Zügelhilfen.

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Einen Tierarzt lass ich da nicht ran, denn erfahrungsgemäß kostet das - und zwar nach Tierärztlicher Gebührenordnung Diagnose + Behandlung + Beratung (das müssen sie alles verlangen, sie dürfen ohne Diagnose und Beratung nicht behandeln, also müssen sie es auch abrechnen, ob sie wollen oder nicht). Und dann hat man in aller Regel ein großes Loch, das man monatelang pflegen muss, bis die Gefahr einer lebensbedrohlichen Entzündung vorbei ist.

Huforthopäden machen meist sogar gratis ein stecknadelgroßes Loch, schicken einen spazieren auf harten Böden wie Asphalt, damit es das Sekret raus pumpt und das ganze ist für immer vorbei. Die wissen, dass man zuerst den Huf feucht einpackt und sagen einem das am Telefon, damit das Horn weich ist und sich die Suppe selbst einen Kanal sucht. Wenn sie das nicht tut, machen sie ein Loch, das man nur findet, wenn man es weiß. 70 % gehen also nach einem kostenfreien Telefonat von selbst innerhalb weniger Tage auf, der Rest wird eben aufgemacht. Will man dafür zahlen, hört man oft ein "das ist Service" - es sei denn, derjenige hatte eine weite Anfahrt dafür. Da der Huf immer nur nach außen transportiert durch so einen kleinen dünnen Kanal muss man auch keine Sorge haben, dass irgendwas eindringt, was gefährlich für's Pferd wäre.

Wenn geöffnet wird, darf keine Watte drum rum, denn dann muss der Huf belastet werden, dass es leer pumpen kann. Da die Pferde nicht glauben, dass es durch belasten besser wird, muss man mit ihnen spazieren gehen, bis es ihnen zu mühsam wird, auf drei Beinen zu laufen und dann treten sie auf und schon nach wenigen Schritten wird es angenehmer und sie laufen ab da sorgenfrei weiter.

Daher ist es von großem Vorteil, wenn man einen kompetenten Hufbearbeiter hat und diesen immer zuerst Huf ausschließen lässt, bevor man den Tierarzt holt ;-)

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Sicherheitsvorkehrungen kommen oft nur im Falle eines Unfalls zum Tragen - aber genau da kann man nicht "zurück auf Null" und nochmal mit der entsprechenden Ausrüstung anfangen.

Das Abdecken von Schuhrändern, die auf einer bestimmten Höhe liegen oder Schnürungen soll verhindern, dass man bei Sturz hängen bleibt und dann zu den Verletzungen aus dem Aufprall noch zusätzliche kommen. Reitet man nun privat und ist volljährig, sodass man niemanden in die Verantwortung mit rein reißt, muss man selbst überlegen, ob es das einem Wert ist, beispielsweise der Unfallversicherung ein Schlupfloch zu bieten und die Kosten dann selbst zu tragen. Ist jemand anders mit verantwortlich, so wird dieser ungern sich mit zur Rechenschaft ziehen lassen, wenn er gar nichts getan hat und wird das Tragen anordnen. Das kann bei erwachsenen Schülern beispielsweise der Reitlehrer sein, bei Jugendlichen auch die Eltern oder andere Erwachsene, die aufsichtspflichtig sind.

Ein Stiefelschaft oder Stiefel hat aber nicht nur diese Funktion, sondern er stabilisiert das Bein auch ein wenig. Dadurch haben die Muskeln weniger Arbeit beim mitfedern und mitatmen und der Fuß bleibt länger entspannt und damit einsatzbereit für feine, korrekte Hilfengebung. Wer sein Bein mit dem Federn schon aufarbeitet, der braucht reiterlich halt nicht mehr viel von sich und seinen Schenkelhilfen erwarten. Jetzt möchte man meinen, der langjährige Reiter hat ja mehr Training und kann damit auch ermüdungsfreier reiten. Ja, stimmt schon ... aber der möchte sich dann auch wieder mehr weiterentwickeln und braucht dafür dann wieder die entsprechende Entspanntheit im Bein und ist durchaus auch dankbar, wenn der Stiefel mitwirkt.

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Nein, denn dann wäre man bei allem anderen auch zurück versetzt. Die ganze Technisierung steht auch mit einer gewissen Mobilität im Zusammenhang. Ich habe gerne meine Pferde und ich kenne auch einige, die fahren und das ist auch etwas schönes, auch der Einsatz für land- und forstwirtschaftliche Arbeit hat teilweise Vorteile, aber auch das hat Nachteile. Da muss man abwägen. Das Leben, das wir heute alle führen, können wir nur mit dem Pferd als Fortbewegungsmittel nicht führen ... es gab bei einem Fernsehsender mal eine Reihe, wo Leute sich bewerben konnten, ein Leben wie "anno dazumal" zu führen, eben vor der technisierung. Das nahmen einige als Abenteuer an - aber waren dann alle froh um den Komfort, den wir heute haben.

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