Da gibt es unterschiedliche Gründe

  • weil es der Tierarzt verordnet hat
  • Weil der Stall zugig ist
  • weil man zu faul ist, zum Putzen
  • weil das Pferd geschoren wurde
  • weil man dem Irrtum unterliegt, das Pferd würde sonst frieren.

Letzteres ist wohl leider der häufigste Grund.

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Das geht mit den meisten Pferden, wenn sie gut erzogen und mit dem Menschen vertraut sind - je nach Ablenkung mit dem einen besser, mit dem anderen schlechter.
SOLLTE man aber im ÖFFENTLICHEN RAUM auf KEINEN FALL machen, weil jedes Pferd immer noch ein Fluchttier ist und bleibt!

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Beide extreme gibt es eigentlich so wohl kaum. Ich kenne viele Ställe, aber es ist doch eher umgekehrt: Luxusställe bieten Vollpension, Matschhütten normalerweise nicht.

Für mich käme nur ein Stall mit gewissem Komfort, Vollpension und fachlich kompetenter Unterstützung infrage. Das muß kein „Luxus“ sein, aber auf eine Halle, gepflegte Böden, fließend Wasser, Strom und eine Toilette sollten schon sein.

Und grade weil ich selber schon einiges von Pferden verstehe, und auch gern vieles selber mache, ist mir nur zu gut klar, wie schnell man mal am Ende mit seinem Latein sein kann, oder sich durch irgendwelche Umstände (wenn auch vielleicht vorübergehend) außer Stande sein kann ein Pferd ordentlich zu versorgen. Und ehrlich gesagt: ich bin auch froh, wenn ich nicht jeden Morgen früh raus muß ;-)

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Man ist nie alleine bereit für ein Pferd. Es muß immer die ganze Familie sein. Denn selbst wenn (wie du glaubst) genug Geld dafür da ist, beeinträchtigt ein Tier, erst recht ein so aufwändiges wie ein Pferd, immer das gesamte Familienleben.
Da reicht „überzeugen“ nicht, da mußt du es schon schaffen, jemanden zu begeistern! Nur, wenn zumindest eine weitere Person eures Haushaltes mit dem Pferdevirus infiziert ist und reges Interesse zeigt, ist die FAMILIE bereit dafür.

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Warum haben manche Leute eine dicke Nase oder abstehende Ohren...? Das ist manchmal einfach so. Ich habe auch schon mitbekommen, wie ein Fohlen bei der ersten Fohlenschau durchfiel wegen Unterhals. Obwohl der Züchter weiß, was er tut, und andere seiner Fohlen prämiert wurde.

Auch habe ich mal eine Araberstute kennengelernt. Die hatte den größten Unterhals, den ich je gesehen habe. Sie hatte bis dahin fast ihr ganzes Leben mit ihren 3 Kumpels auf der Koppel verbracht, und wurde nur gelegentlich ausgeritten. Ihre Besitzerin hat diesen Hals gewiß nicht „antrainiert“; ihre anderen Pferde waren gut gebaut. . Das Pferd war aber extrem „guckig“ und hat ständig den Kopf möglichst hoch gehoben, damit ihr auch ja nichts entgeht.

Die Fotos wirken auf mich ähnlich, wenn auch bei weitem nicht so extrem. Vielleicht in diesem Fall von Menschen gemacht, weil man immer verlangt, dass es sich präsentiert. Das Pferd wirkt ziemlich angespannt, und es ist fraglich, ob man da für Ruhe und Entspannung sorgen kann. Jedenfalls späterer Turnierstress stelle ich mir da recht schwierig vor.

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Gibt es Pferde, die sich dem Menschen niemals anvertrauen/unterordnen?

Ich habe ein Pferd übernommen, die eine relativ schwere Vorgeschichte hat. Sie wurde wohl sehr sehr oft weiter gereicht (ist erst 5 Jahre alt), weil sie sehr dominant ist und sich nie einem Menschen anvertraut hat. Sie kommt aus Polen. Die Vorbesitzerin erzählte mir, dass sie sich wohl keinen Menschen unterordnen kann und immer für sich selber entscheidet und deshalb wohl unberechenbar ist. Sie kann gut mitarbeiten und zeigt sich kooperativ, jedoch in brenzligen Situationen würde sie immer eine eigene Entscheidung treffen und so ist sie wohl schon oft mit Reitern durchgegangen und würde deshalb schon oft weitergereicht. Jetzt frag ich mich, gibt es Pferde, die das niemals können bzw. machen ? Oder kriegt man so ein Pferd immer hin? Ich arbeite sehr hart an diesem Problem und Versuche ihr immer eine konsequente Partnerin sein. Mittlerweile habe ich das Gefühl es klappt besser mit uns, nur ist mir leider auch Mal ein "Unfall" mit ihr passiert (sie ist durchgegangen, hat komplett dicht gemacht, ließ sich nicht mehr kontrollieren). Ich habe auch eine Trainerin die mit und arbeitet, weil ich diesem Pferd um jeden Preis ein entgültiges Zuhause geben möchte. Und wenn sie halt eben nur so friedlich auf der Weide steht. Aber am liebsten hätte ich sie natürlich als Reitpartner, mit dem ich tolle, entspannte Geländeritte machen kann. Denkt ihr, so ein Pferd bekommt man wieder hin? Und woran kann so ein Verhalten liegen, schlechte Erfahrungen?

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Natürlich gibt es sowas. Genau wie bei Menschen auch. Traumatische Erlebnisse können dauerhafter Schäden hinterlassen, die sich auch „auf der Couch“ nicht lösen lassen, sondern bei Menschen dann mit Medikamenten und eventuell geschlossener Anstalt enden. Beim Pferd eben mit einer fest(!) umzäunten Koppel.

So, ein Du das beschreibst, hat da auch nicht unbedingt was mit „unterordnen“ zu tun - denn allgemein macht das Pferd ja, was du willst, oder? Aber wenn sein Fluchtinstinkt nicht kontrollierbar wird, ist es einfach trotzdem zu gefährlich.

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Die „Besitzerin“ kann dir das Pferd vielleicht garnicht mehr verkaufen, wenn es wegen ihrer Schulden bereits in den Besitz der Stallbetreiberin übergegangen ist. Dann ist dein Kaufvertrag nicht mal das Papier wert, worauf er gedruckt ist. Denn Papier ist bekanntlich geduldig. Sonst mußt eben du die ausstehende Stallmiete begleichen, dann wäre doch alles erledigt.

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Nach dem, wie du dich selbst lobst und über alle anderen Reitschüler erhebst, kannst dich nur noch weiterhin bestmöglich um das Pony kümmern und dich darum bemühen, dass es immer, wenn du mit ihm beschäftigt bist, eine besonders gute Zeit hat.

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4-jährige Stute?

hallo Leute,

Wir haben an Weihnachten die Erlaubnis von unseren Eltern bekommen, uns ein Pferd anzuschaffen. Demnach habe ich mich ausreichend Informiert und schon passende Pferde meinen Eltern gezeigt. Von einer Stute waren wir alle begeistert! Sie soll laut ehorses sehr umgänglich, lieb und für ihre Verhältnisse sehr reif sein, allerdings ist sie erst 4 Jahre und soll erst seit sieben Monaten eingeritten worden sein. Somit sind wir ein wenig kritisch, denn meine Mutter meint dass Pferde sehr anstrengend und gefährlich sind wenn sie in die Pubertät kommen.Deshalb wollte ich mich diesbezüglich informieren, also meine kleine Schwester(11, kann alle 3 Grundgangarten), ich (14, gehe bis A Dressur) und meine Mama(Wiedereinsteiger, ging bis L Dressur und im Training bis M springen), fragen uns ob wir ihr gutgenug bieten können was die Erziehung angeht, meine Mama und ich zeigen auch keine Scheue mal etwas handgreiflicher zu werden, aber wenn es nicht genügt, frage ich mich ob Pferde dann nach der Pubertät weiterhin so anstrengend bleiben, weil sie nicht gut genug erzogen wurden.

also jetzt zu den Eigentlichen Fragen:

Lohnt es sich für uns eine 4 jährige Stute anzuschaffen?

sind Pferde durchschnittlich sehr schwer in der Pubertät?

bleiben sie- obwohl sie vorher sehr umgänglich und ruhig waren, bei nicht so konsequenter Erziehung anstrengend?

und was müssten wir sonst beachten beim kauf einer so junger Stute (abgesehen von der Unterkunft, den Kosten,...?

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für eure Antworten :)

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Ich denke, Deine Mutter sollte das selbst beurteilen können. Und an ihrer Stelle würde ich ein Pferd unter 6 oder 7Jahren überhaupt nicht in Betracht ziehen. Ihr seid 3 Reiterinnen, von denen keine größeren Schwierigkeiten gewachsen sein dürfte. Das wäre mir viel zu riskant. Und für ein so junges Pferd sowieso nicht gut, wenn esvzu viel unterschiedliche Reiter hat. Ein Profi sollte ja auch noch mitwirken bei der Ausbildung - 4 Reiter auf einem Pferd. Da sollte es schon ein ausgelichenes, gefestigtes Tier sein, und kein Jungpferd.

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Ich bin der Meinung, dass bei uns viele Pferde an Bewegungsmangel kranken. Auch die „Möglichkeit“, sich zu bewegen, reicht oft nicht aus, weil diese (genauso wie bei uns Menschen) oft nur unzureichend wahrgenommen wird. Deswegen finde ich es prinzipiell gut, wenn Pferde mehrer Stunden am Tag zusätzliche Bewegungsanreize bekommen. Reiten bietet sich da natürlich in aller Regel an - wenn man davon ausgehen, dass wir von Reitpferden im arbeitstauglichen Alter reden.
Wieviel, wie lange in welcher Gangart, und wie oft am Tag, und ob das immer Reiten sein muß, oder auch andere Bewegungsanreize sinnvoll sind, ist individuell unterschiedlich. Wenn jedenfalls ein Schwergewicht auf einem schlecht trainierten Pferd sitzt, würde ich das als ziemlich fragwürdig betrachten.
Auf der anderen Seite kenne ich zum Beispiel ein Pferd, das mit 12 aus dem Sport genommen worden war, seit es etwa 20 war unter Arhrose litt, und nun mit 30 immer noch geritten wird. Und schon vor ein paar Jahren meinte der Tierarzt, dass dieses Pferd wohl nur deswegen „so gut dasteht“, weil es täglich geritten wurde - immer angepasst an die Tagesform natürlich. Mal nur Schrittausritte, und mal „richtig“.

Auch Schulpferde, ebenfalls Turnierveteranen, die 2-3 Stunden am Tag abzuleisten haben, tun dies problemlos noch bis Mitte 20, obwohl sie weitgehend von Anfängern (teilweise) geritten werden und nicht mal in optimaler Haltungsform stehen.

Klar, ich bin kein Doktor der Hippologie, und kann keine wissenschaftlichen Abhandlungen zu dem Thema liefern, aber abschließend meine persönliche Meinung:

Da ist sicher was wahres dran, an dieser Aussage. Dennoch muß man aufpassen mit Pauschalieren.

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Ich kann das nicht ansehen, hab kein Instagram. Aber ich hatte schon einige Berührungspunkte mit der klassischen Reiterei.
Daher nur ein paar Grundsatzgedanken zu dem Thema:

Fasziniert von der Wiener Hofreitschule war ich dann öfter irritiert, dass auch bei der „barocken“ Reiterei längst nicht alles Gold ist, was glänzt. Da ist auch oft mehr Schein als sein, und an Ausreden mangelt es nirgends...

Was das „fehlende Untertreten“ angeht, kann es wohl schon sein, dass ein Pferd durch entsprechende Mängel im Gebäude, oder weil es mehr Trag - als Schubkraft hat , so läuft, ohne Schaden zu nehmen. Auch was die Aufrichtung angeht, denke ich, dass es auch hier große Unterschiede durch Überzüchtung gibt. Ein Pferd, das sich schon auf der Koppel in der freien Bewegung „eng macht“, wird wohl damit auch kein Problem unterm Sattel haben.

Allerdings sah ich schon einige klassisch-barock gerittene Pferde, denen ich gewünscht hätte, sie würden mal ordentlich vorwärts geritten. Eines habe ich mehrere Monate geritten, das angeblich M- Lektionen beherrschte, aber „nervös“ sei. Das .Pferd war offensichtlich nervös durch die ständige Überforderung. Denn Fliegende Wechsel und Traversalen mit einem Pferd, das sich nur schwer an die Hand reiten läßt und so schief ist, dass es schon in Schritt und Trab nicht beidseitig ordentlich gebogen eine Volte gehen kann..?

Auch habe ich mal der Morgenarbeit an einem barocken Reitinstitut beigewohnt. Leider konnte ich niemanden fragen, warum die Pferde ALLE beim abschließenden v/a die Nase hinter der Senkrechten hatten...

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Immer Trense

Offen gesagt habe ich noch nie versucht, mit Dressurkandarre zu reiten. Da ich L- Lektionen mit Trense reiten kann, und auch sehe, dass es tatsächlich Reiter gibt, die auch ohne Kandarre alles andere hinbekommen, habe ich keine Ambitionen, mich mit 2 Paar Zügeln zu belasten.
Also ok, vielleicht bin ich haarscharf vorbei an Deiner Zielgruppe, was diese Frage anbelangt 😉

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Sowas habe ich in Deutschland mit mehreren Jahrzehnten Reiterfahrung noch nie erlebt. Höchstens, dass kleine Ponys an Familie stundenweise verliehen wurden, und selbst dies gibt es selten.

Denn das ist schon aus Gründen der Versicherung äußerst schwierig.

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Das liegt an der Pubertät. Das ist das Alter, wo die Eltern so irgendwie komisch werden...

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Würden sie es Dir verheimlichen, hätten sie dich doch nicht so angesprochen?

Ich weiß auch nicht, ob man Autismus als „Krankheit“ bezeichnen kann. Aber egal, das nur nebenbei. Wenn du genau wissen willst, ob es da eine Diagnose gibt, frag doch einfach deinen Haus - oder Kinderarzt. Wer alt genug ist, um sich solche Gedanken zu machen, ist ja schließlich auch alt genug, um alleine zum Arzt zu gehen.

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