Auto, mit hoher Drehzahl zügig beschleunigen oder langsam mit niedriger Drehzahl beschleunigen, was spart Kraftstoff?

7 Antworten

dafür gibt es kein paauschalrezept.

eine niedrigere drehzahl bedeutet zwar weniger zündungen und damit theoretisch weniger verbrauch, aber es ist auch so, dass "hochquälen" mehr sprit verbraucht, weil mehr eingespritzt wird. unterm strich ist zügig im niedirgen gang beschleunigen und dann hoch schalten tatsächlich sparsamer, wenn man es natürlich nicht übertreibt.

kleiner tipp: gänge überspringen, wenn möglich z.B. direkt nach dem beschleunigen vom 3 in den 5. gang oder 4. in den 6. gang schalten. im idealfall beschleunigst du aber garnicht d.h. generell etwas ruhiger und gleichmässiger fahren.

lg, Anna

Beim Beschleunigen wird die Geschwindigkeit erhöht und damit steigt die kinetische Energie des Fahrzeuges. Der Zuwachs an kinetischer Energie ist durch die Masse und den Geschwindigkeitszuwachs gegeben. Das ist physikalisch gesehen ein völlig anderer Vorgang, als mit konstanter Geschwindigkeit dahinzurollen. Beim Fahren mit konstanter Geschwindigkeit gilt auf jeden Fall, dass immer früh hochgeschaltet und mit niedriger Drehzahl gefahren werden soll. Beim Beschleunigen ist das aber anders.

Nun stellt sich die Frage, wie man am effizientesten die Energie des Kraftstoffes in kinetische Energie wandelt. Das passiert dort, wo der Motor den besten Wirkungsgrad hat. Den besten Wirkungsgrad haben Motoren zwischen etwa 1500 und 5000 min^-1 und bei etwa 4/5 Gas. Da ist der fast konstant gut. Bei weniger Gas ist der Wirkungsgrad schlechter und daher braucht man da auch mehr Sprit. Zusätzlich verbraucht jeder Schaltvorgang etwas Sprit, was aber kaum ins Gewicht fällt, speziell bei Automatik.

Daher ist es in der Tat am günstigsten, z.B. im 3. Gang bis rund 5000 min^-1 hochzubeschleunigen und bei Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit direkt in den Rollmodus mit dem höchsten Gang zu schalten.

Aus Gründen des Verschleißes sollte man allerdings erst dann die höheren Drehzahlen auch beim Beschleunigen nutzen, wenn der Motor schon gut warmgefahren ist.

Bist du immer noch sicher, dass bis 5000 1/min hochzudrehen immer noch spritsparender ist, wenn du den Rest der Drosselklappenverluste einrechnest?

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@Vando

Bin mir sicher, dass es beim Hochbeschleunigen mit etwa 4/5 Gas, sprich Füllung, relativ egal ist, bei welcher Drehzahl das zwischen etwa 1200 und 5000 passiert, weil in diesem Bereich der Wirkunsggrad nahezu konstant ist. Habe erst neulich wieder ein Wirkungsgraddiagramm gesehen, dass das bestätigt.

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Das ist bei deinem Auto wegen des CVT-Getriebes nicht so einfach zu sagen.

Bei einem Benziner mit Schaltgetriebe sähe die Überlegung  so aus: Bei spätem Schalten und hoher Drehzahl (als Beispiel 4000/min) gibst du einen bestimmten Wert Gas.

Bei frühem Schalten und niedrigerer Drehzhal (z.B. 2000/min)  müßte pro Zündung mehr Benzin verbrannt werden, um die gleiche Motorleistung zu erhalten. Du müßtest also mehr Gas geben. Das wäre aber nicht doppelt so viel gegenüber 4000/min, weil wegen der geringeren Drosselklappenverluste bei 'viel Gas' der Wirkungsgrad des Motors höher ist.

Früher Schalten würde demnach Sprit sparen.

Bei deinem Auto ist es beim Beschleunigen nun so, dass wenig Gas = wenig Drehzahl bedeutet und viel Gas = hohe Drehzahl. Was da spritsparender ist, läßt sich nur ausprobieren.

Verschliessmindernd ist eine geringere Drehzahl immer, so dass ich diese Variante bevorzugen würde.

So ist es. Maximal sparsames Fahren funktioniert deshalb bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe generell nicht, es sei denn, es ist eine manuelle Eingriffsmöglichkeit vorhanden.

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Umso geringer der Drehzahlmesser, umso gernger der Verbrauch. Wenn Du im 5. Gang durch ein Dorf rollst und den Drehzahlmesser so bei 1.000 (also 1) hast, dann hast Du sogut wie keinen Verbrauch.

Entsprechend hast Du bei einem hohen Drehzahlbereich (250+ auf Autobahn) einen deutlich höheren Verbruch.

Wenn Du sparsam fahren willst, dann gibst Du nicht so viel Gas und fährst in einem niedrigen Drehzahlbereich. Bei einem Automatikauto sollte der Wagen ja von alleine sparsam schalten, wenn es nicht gerade ein Sportwagen ist. ;)

Untertourig fahren schadet aber dem Motor. 1.000 U/min sind schon hart.

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@emesvau

Das hängt natürlich auch vom Auto ab. 1.000 sind bei manchen Autos zu wenig - bei anderen aber normal. Das kommt auf den jeweiligen Motor an, deshalb unterscheiden sich da die Erfahrungen.

-> Umso geringer der Drezhalbereich umso geringer der Verbrauch.

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@emesvau

Untertourig ist das Fahren unterhalb der Leerlaufdrehzahl. 1000 1/min ist niedertouriges Fahren. Und sofern man dort nicht Vollgas gibt, ist das für den Motor auch nicht so schlimm.

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Da sstimmt so nicht ganz. Man kann auch bei niedrigeren Drehzahlen mehr verbrauchen. Es kommt auf die Zeit der AAuslastung des Motors an:

Wenn man das jetzt bei einem Handschalter betrachten würde:

Man beschleunigt schnell mit hoher Drehzahl (bei Vollgas), verbraucht also Spritmenge X. Da aber eigentlich alle Motoren eine maximale Einspritzmenge haben, um nicht abzusaufen, ist die Spritmenge pro Zeit gleich, wie wenn man bei niedriger Drehzahl vollgas gibt. Der Motor braucht länger, um zu beschleunigen, weil er bei niedrigen Drehzahlen nicht das volle Drehmoment bereitstellen kann. Also brauchst du insgesamt länger um zu beschleunigen, verbrauchst also beim langsamen beschleunigen mehr Sprit insgesamt, weil du den Motor beim zügigen Beschleunigen früher wieder entlasten kannst.

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Das Zwischending aus beidem. Generell sollte man viel Gas geben, damit die Drosselklappenverluste eines Benziners so gering wie möglich ist (Vollgas sollte man nicht geben, damit der Motor nicht in die Vollgasanfettung geht). +-80% ist für die Effizienz eigentlich optimal. Wenn man das beherzigt ist man schon gut dabei.

Dann macht es „eigentlich" fast keinen Unterschied mehr, ob man bis in den mittleren Drehzahlbereich beschleunigt, oder relativ tief bleibt. *

Drehst du bis zur Hälfte des Drehzahlbands bei 80% Vollgas, hast du gute Effizienz, dafür aber viele Einspritzungen und dafür aber wenig Zeit bis du die Wunschgeschwindigkeit hast (also hoher spezifischer Verbrauch doch das in wenig Zeit)

Drehst du bis zum 1. Drittel des Drehzahlbands bei 80% Vollgas, hast du gute Effizienz, dafür aber wenig Einspritzungen und dafür aber viel Zeit bis du die Wunschgeschwindigkeit hast (also eher geringer spezifischer Verbrauch doch das in mehr Zeit.)

Was nun besser ist, kann man nicht pauschal sagen. Was man aber sagen kann ist, dass ein Turbomotor die Situation entschärft. Ein Turbo drückt schließlich die Luft an den Drosselklappen vorbei, sodass der Drosselklappenverlusteffekt schwächer ist.

*Ich hab beides mal getestet. Ich komm da auf kein klares Ergebnis. Der Einfluss ob einem die Ampeln an dem Tag gut oder schlecht gesonnen sind, oder ob die Verkehrsdichte an dem Tag hoch oder gering ist, ist einfach zu groß.

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