Hallo, muss man bei einem Benziner die Ansaugbrücke reinigen oder nicht?

Das kommt darauf an, ob in den Einlasskrümmer, oder in die Zylinder eingespritzt wird. Denn bei ersterer Sorte ("Saugrohreinspritzer") werden die Einlassventile vom Kraftstoff gereinigt, bei zweiterer Sorte ("Direkteinspritzer") hingegen nicht. Auch die Art und Güte der Ölabscheidung sowie die Luftförderung (Saug, - Turbo, - oder Kompressormotor) sind relevant. Gerade ältere Turbomotoren können Motoröl in den Ansaugbereich geben, welches dort für Verkokungen sorgt.

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Was ist besser am beschleunigen Diesel vs Benzin?

Bei gleicher Leistung und gleichem Gewicht beschleunigen beide Fahrzeuge logischerweise auch gleich schnell. Da Dieselmotoren üblicherweise etwas schwerer sind, beschleunigen diese bei manchen Modellen einen Tick langsamer von 0 auf 100 km/h. Soviel zu den Meßwerten.

Da aktuelle Dieselmotoren grundsätzlich "aufgeladen" sind (also einen Turbolader haben), es jedoch noch ein paar Saugbenziner (also ohne Turbolader oder Kompressor) gibt, ist der Drehmomentverlauf ein anderer, was sich im subjektiven Gefühl meist derart zeigt, dass der Turbodieselmotor im Vergleich zum Saugbenziner untenherum kräftiger wirkt, während er obenherum meist dort wieder nachlässt, wo der Saugbenziner erst richtig loslegt.

Vergleicht man Saugbenziner gegen Saugdiesel, wirkt der Benziner sehr oft deutlich lebendiger, was daran liegt, dass ein Saugbenziner im Vergleich zu einem Saugdiesel wesentlich mehr Drehmoment erzeugen kann.

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Hat der Nissan Micra k14 1.0 Benziner (71ps) einen Ottopartikelfilter?

Reine Saugrohreinspritzer haben grundsätzlich keine "OPF". Es gibt sogar aktuell noch ein paar Direkteinspritzer (allerdings als Saugmotor), welche die Euro 6d ohne Rußfilteranlage erfüllen. Der Grund für erstere Feststellung ist, dass die Grenzwerte bezüglich Rußmasse und Anzahl an Rußpartikeln ausschließlich für Ottomotoren gelten, welche auch oder ausschließlich eine direkte Einspritzung an Bord haben. "Direkt" bedeutet: Direkt in den Brennraum.

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Hubraum und PS?

Eine Faustregel, welche offenbar von Dir erwünscht ist, gibt es hier nicht. Man kann einen 2,0 Motor mit 250 PS so auslegen, dass er äußerst zuverlässig ist, man kann aber auch einen 5,0 Motor mit der gleichen Leistung so kaputtkonstruieren, dass er frühzeitig Probleme macht - alles eine Frage der Güte der Materialien, aber auch die Fahrweise ist wichtig. Ein Motor mit Turboladern benötigt eine andere Behandlung als einer ohne.

Ich persönlich bevorzuge grundsätzlich, bezogen auf die Leistung, eher großvolumige Saugmotoren, aber dies hat andere Gründe. Als Mechaniker weiß man halt, dass ein nicht verbauter Turbolader auch nicht kaputtgehen kann, und als jemand, der bereits einige verschiedene Fahrzeuge gefahren ist, bekommt man irgendwann mit, dass sich ein Sauger mit seiner linearen Leistungscharakteristik und dem spontanen Ansprechverhalten einfach am schönsten fährt.

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Warum werden Menschen gleich aggressiv, wenn sie direkt mit ihren Fehlern konfrontiert werden?

Das Nichteinsehenwollen von Fehlverhalten samt aggressiver Reaktion auf den Hinweis darauf ist meines Erachtens ein Zeichen von geistiger Unterbelichtung, und von der Sorte gibt es gerade heutzutage so einige. Außerdem scheint Corona samt dessen Lockdown zusätzlich dazu beizutragen, dass bei vielen Menschen das Fass schlichtweg voll ist.

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Bessere nach hinten, weil...

Die HA die "Führungsachse" darstellt. Deswegen sollte man die besseren Reifen immer hinten montieren, egal ob die vorderen, die hinteren, oder alle vier Räder angetrieben werden.

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Keyless Go beim Motorrad. Was sagt ihr dazu?

Habe ein solches Zweirad, eine Daelim S300. Als vorheriger Kritiker dieser technischen Errungenschaft bin ich inzwischen ziemlich angetan davon. Die mit dem Schlüssel bewirkbaren Funktionen (Öffnen von Sitzbank und Tankklappe, sowie Motorstart) werden erst freigeschaltet, wenn man sich in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs befindet, und die Technik funktioniert, zumindest bei mir, bisher gut. Für den Fall einer leeren Transponderbatterie habe ich immer eine Ersatzbatterie dabei, und einmal hat das Relais des Sitzbanköffners gestreikt, welches ich dann ersetzt habe. Letzteres war kein großes Problem, weil es hierfür eine Notöffnungsvorrichtung gibt.

Mir ist über die Zeit nur ein Szenario aufgefallen, welches beim Motorrad mit dieser Technik bezüglich Diebstahl kritisch werden könnte, jedenfalls wenn der Fahrer nicht achtsam ist: Parkiert man das Fahrzeug kurz mit dem Seitenständer (z.B. für einen Einkauf im Supermarkt), geht der Motor aus, die Zündung bleibt jedoch an. Dann kann jeder potentielle Dieb einfach den Seitenständer hochklappen, den Startknopf drücken, und ohne Schlüssel davonbrausen. Ist man sich dieser Gefahr bewusst, sehe ich keine erhöhte Diebstahlgefahr.

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Braucht man noch eine Kühlwassertemperaturanzeige?

Ja, braucht man. Diese Anzeige erlaubt beispielsweise eine Abschätzung der Motortemperatur und des Zustands des Thermostates. Der erste Schritt zum Wegfall dieses einst hilfreichen Bauteils hat übrigens bereits Jahre vorher stattgefunden, jedenfalls bei den meisten Herstellern: Die "Beruhigung" der Anzeige. Hat sie früher die Realtemperatur angezeigt, sah man fortan nur noch eine Temperaturspanne, so in etwa "passt" oder "passt nicht". Bei meinem Auto steht die Nadel zwischen 75 und 113 Grad auf der exakt identischen Position, worüber ich mich regelmäßig ärgere.

Weshalb man diese Anzeige bei manchen neueren Fahrzeugen nicht mehr findet? Offiziell wird als Grund angegeben, dass man damit vermeiden möchte, dass besorgte Fahrer grundlos in der Werkstatt auftauchen, weil die Nadel beispielsweise im Hochsommer bei stärkerer Motorbelastung ein wenig stärker ausschlägt. Ist natürlich Unsinn, denn dies konnte man bereits mit der "Beruhigung" vermeiden - mal ganz davon abgesehen, dass man bei einer nicht beruhigten Anzeige schlichtweg einfach einen Hinweis im Handbuch hätte erstellen können. Es macht doch keinen Sinn, dass jenen Fahrern, welche mit Motorinformationen etwas anfangen können, diese vorenthalten werden, nur weil ein paar Laien hierdurch verunsichert wurden.

Nein, ich denke, dass das schlichtweg Kosteneinsparungsmaßnahmen sind. Genauso wie bei älteren Autos die Unsitte, keinen Drehzahlmesser zu verbauen - oder bei noch älteren keine Tankfüllstandsanzeige.

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Merkt man einen Unterschied zwischen Allrad, Frontantrieb und Heckantrieb?

Klar, merkt man - vor allem natürlich im Grenzbereich. Front, - und Heckantrieb sind relativ front / hecklastig, das merkt man in flotten Kurven gerade bei nasser Fahrbahn in einem Unter / Übersteuern. Der von Dir nicht genannte Standardantrieb (HA angetrieben, Frontmotor) fährt sich meines Erachtens am schönsten von allen zweiradgetriebenen Pkw. Gewichtsverteilung meist 50/50, somit ein sehr schönes Kurvenverhalten, keine Antriebseinflüsse in der Lenkung wie beim Front, - oder Allradantrieb, kleinerer Wendekreis als bei beiden möglich.

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Wieso werden Tankstellen nicht so gebaut?

Du stellst eine Designfrage. Darauf so zu antworten, dass Deinerseits keine Nachfragen mehr aufkommen, dürfte unmöglich sein - denn Design ist eine reine Geschmacksfrage, somit nur subjektiv bewertbar. Nur soviel: Optiken ändern sich immer wieder, jede Zeit hat ihre typische, egal in welchem Bereich. Guck´ Dir nur mal die Fahrzeuge der 50er Jahre mit ihren "Pontonkarossen" an, dann dürfte klar sein, wovon sich der damalige Designer wahrscheinlich hat inspirieren lassen.

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Warum hat ein 160PS Benziner genau soviel Leistung wie ein 190PS Diesel?

Die Frage ist falsch gestellt, denn sie enthält in ihrer Fragestellung eine feststehende Aussage, welche faktisch falsch ist. Die Leistung eines Motors wird in Kilowatt angegeben, 1,36 davon stellen eine "Pferdestärke" (PS) dar. Somit ist erstmal klar, dass ein Motor mit 190 PS mehr Leistung hat als einer mit 160 PS, denn 190 ist mehr als 160.

Weshalb der genannte 160 PS - Ottomotor genauso schnell auf 100 km/h beschleunigt wie der 190 PS - Dieselmotor, kann mehrere Gründe haben. Einer davon: Fahrzeuggewicht. Der Pkw mit Dieselmotor ist deutlich schwerer. Ein anderer könnte sein: Getriebeauslegung. Erreicht beispielsweise der Ottomotor die 100 km/h bereits im 2. Gang, der Dieselmotor hingegen erst im 3. Gang, so hat man einen Schaltvorgang mehr, was entsprechend Zeit kostet.

Ganz grundsätzlich sollte man auch wissen, dass die genannte Leistung eines Motors immer eine Maximalleistung darstellt. Bei voller Beschleunigung wird jedoch das ganze Drehzahlband durchfahren, somit auch Bereiche mit möglicherweise abweichender Leistung. Als Beispiel möchte ich zwei Fahrzeuge anführen:

VW Polo V 1.0 mit 75 PS, und VW Polo IV 1.4 mit ebenfalls 75 PS. Obwohl beide Motoren nominell gleich stark sind, hat ersterer Motor bei einer Motordrehzahl von 3800 U/min. nur 51 PS, während der andere mit 68 PS deutlich mehr bietet. Dies zieht sich fast durch den gesamten Drehzahlbereich, gleicht sich erst am oberen Ende an (weil ja die Spitzenleistung identisch ist). Somit ist logisch, welches Fahrzeug sich kräftiger anfühlt.

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Besser Mercedes W203 oder BMW E46?

Ist wohl eine Geschmackssache. Im BMW E46 gab es laufruhigere und haltbarere Motoren (z.B. M43 und M52), dafür ist der W203 etwas komfortabler gefedert. Innen ist der E46 deutlich hochwertiger verarbeitet als der auffällig billig gemachte W203, was besonders das Modell vor dem Facelift (bei MB "Mopf" - Modellpflege - genannt) betrifft. Diese Modellreihe würde ich allerdings erst ab der Modellpflege kaufen, davor war das nämlich eine der schlimmsten Rostlauben, die die Welt überhaupt gesehen hat. BMW hat im E46 ein paar Kackmotoren (z.B. N42, N46 und M47), und es gibt im Gegensatz zum W203 keine V8 - Aggregate, wer welche braucht. Im Modell vor der "LCI" (life cycle impulse, oder einfach "Modellpflege") hat man bei der hinteren Achsaufhängung Mist gebaut, dort ist das Blech zu dünn, reißt gerne ein.

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Abgasrückführungen beim 50ccm Moped?

Gibt es nicht. Das sind zu 100 % sogenannte "SLS" (Sekundärluftsysteme). Die entnehmen kein Abgas, wie das eine AGR tun würde, sondern blasen lediglich Frischluft in den Auspuff. Abklemmen bringt demnach keine Mehrleistung, wohl aber eine kürzere Lebensdauer des Auspuffs. Denn mit weniger Sauerstoff lagert sich (vor allem bei Zweitaktmotoren) mehr Ölkohle an, und er verstopft schneller. Ist also eine echte Schnapsidee, diese Einrichtung zu entfernen.

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Mit B Führerschein Moped mit Gangschaltung fahren?

Kurioserweise darf man das - obwohl die Schaltgetriebe bei derartigen Fahrzeugen teilweise 1:1 identisch wie bei größeren Maschinen funktionieren, die Bedienung der Fußschaltung und Handkupplung beim A, A1, - und A2 - Führerschein intensiv geübt wird, und diese Tatsache (also dass große Maschinen üblicherweise keine Automatik haben) immer wieder gerne von verantwortlichen Stellen als Argument gegen die Idee, die Klasse der Leichtkrafträder (bis zu einem Hubraum von 125 cm³ also) für alle Autofahrer mit dem B - Schein grundsätzlich zugänglich zu machen (nicht nur für die älteren), angeführt wird und wurde.

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Dampf aus der Auspuffanlage?

Ist völlig normal - bei der Verbrennung von Otto, - als auch Dieselkraftstoffe entsteht pro Liter Kraftstoff mehr als ein Liter Wasser. Meiner Beobachtung nach "dampfen" besonders mit Flüssig, - oder Erdgas betriebene Fahrzeuge selbst bei wärmerer Witterung stellenweise noch deutlich sichtbar, auch bei manchen Modellen mit direkt einspritzenden Ottomotoren ist mir dies aufgefallen, wahrscheinlich fungiert hier die erhöhte Anzahl an feinsten Rußpartikeln als sogenannter "Kondensationskeim", ähnlich wie bei Gasturbinen in Flugzeugen ("Kondensationsstreifen"). Wer Dir gleich etwas von einer defekten Zylinderkopfdichtung erzählen möchte, arbeitet wohl bei der BILD - Zeitung - sprich: Will Panik machen.

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Übersetzung Yamaha WR 125 X?

Laut meiner Daten ist bei diesem Fahrzeug (Baujahr 2008) der 6. Gang mit 0,840 übersetzt. Die Primäruntersetzung (also zwischen Kurbelwelle und vorderem Kettenrad) beträgt 3,042, die Sekundäruntersetzung (also zwischen vorderem und hinterem Kettenrad) liegt bei 3,786. Somit errechnet sich eine Gesamtuntersetzung von (0,840 x 3,042 x 3,786) = 9,674. Das Radformat beträgt 140/70/17, hier errechne ich einen Radumfang von 1,972 Metern. Zusammen ergibt dies eine Motordrehzahl von (1666,67 : 1,972 x 9,674 x 1,05) = 8585 U/min. bei der angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h. Da die Nenndrehzahl bei 9000 U/min. liegt, ist da noch etwas Luft nach oben zwecks Verbesserung des Durchzugs ohne Einbuße an Höchstgeschwindigkeit. Die Sekundäruntersetzung wird per 14/53 realisiert (14 Zähne vorne, 53 am Hinterrad). Man könnte auf 13/53 gehen, dann wäre das Getriebe mit 9245 U/min. leicht "überdrehend" ausgelegt, d.h. wahrscheinlich ohne Einbuße an Höchstgeschwindigkeit.

Allerdings muss ich klar erwähnen, dass ich nicht weiß, ob die Daten bei allen Jahrgängen identisch sind - ich bin eher auf Pkw spezialisiert, weniger auf Zweiräder. Da dieses Modell eher eine Enduro darstellt, und diese zwecks besserem Steigvermögens üblicherweise ab Werk eher etwas zu kurz, als zu lang ausgelegt werden, kann es auch gut sein, dass das Motorrad bereits optimal oder zu kurz ausgelegt ist, und Du durch eine weitere Verkürzung deutlich an Höchstgeschwindigkeit verlierst. Ein Indikator, dass dies der Fall sein könnte, liefert möglicherweise die, bezogen auf die Motorleistung, relativ geringe Höchstgeschwindigkeit.

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