Wieso ist das selbstbefriedigen verboten (Islam)?

15 Antworten

Hallo Unknown622,

es gibt ausnahmen, aber die sind auch nicht unbedingt einheitlich. Für die Meisten Gelehrten ist es verboten. Aber nicht für alle siehe Zitat:

17. Islam und Selbstbefriedigung?

Zum Thema Selbstbefriedigung wollen wir aus dem Buch "Erlaubtes und Verbotenes im Islam" von Jusuf al-Qaradawi zitieren:Über Selbstbefriedigung Der starke Drang, sich von sexueller Spannung zu befreien, kann einen jungen Mann zur Selbstbefriedigung führen. Die Mehrheit der Gelehrten betrachtet sie als haram. Imam Malik stützt sein Urteil darüber auf den Koranvers:
"Und die sich den Frauen enthalten, es sei denn ihren Gattinnen oder deren, die ihre rechte besitzt, denn hierin sind sie nicht zu tadeln. Wer aber über dies hinaus begehrt, das sind die Übertreter..." (23:5-7) Er hält den, der sich selbst befriedigt, für einen, der "über dies hinaus begehrt". Andererseits wird berichtet, dass Imam Ahmad ibn Hanbal die Samenflüssigkeit als eine Körperausscheidung wie andere auch ansah und es erlaubte, sie auszustoßen, wie auch der Aderlaß erlaubt ist. Ibn Hazm vertritt ebenfalls diese Ansicht. Die hanbalitischen Rechtsgelehrten erlauben die Selbstbefriedigung aber nur unter zwei Voraussetzungen:
1. bei Furcht davor, Ehebruch zu begehen und
2. nicht in der Lage zum Heiraten zu sein.
Wir neigen dazu, die Ansicht von Imam Ahmad in einer Lage anzunehmen, in der sexuelle Erregung und die Gefahr besteht, etwas Verbotenes zu begehen. Beispielsweise mag ein junger Mann ins Ausland gegangen sein, um zu studieren oder zu arbeiten ist dort vielen Versuchungen ausgesetzt, denen er fürchtet, nicht widerstehen zu können. Dann darf er sich dieser Art der Befreiung von sexueller Spannung bedienen, wenn er es nicht übermäßig oder gewohnheitsmäßig tut. Noch besser ist der Rat des Propheten (s) an den jungen Muslim, der nicht heiraten kann, nämlich dass er Hilfe durch häufiges Fasten sucht, denn das Fasten stärkt die Willenkraft, lehrt Beherrschung der Wünsche und stärkt die Gottesfurcht. Der Prophet (s) hat gesagt: "Ihr jungen Männer, wer von euch eine Frau ernähren kann, soll heiraten, weil das den Blick (von Frauen) abwendet und die Keuschheit bewahrt, aber wer das nicht kann, soll fasten, denn das beruhigt die Erregung." Wir halten dies für einen vernünftigen Umgang mit dem Thema. Dies soll jedoch nicht als "Freibrief" für ungehemmte Selbstbefriedigung verstanden werden.

Quelle: Islam.de/FAQ

Gruß Plüsch Tiger

Ich verstehe das ehrlich gesagt auch nicht.

Nach meinem Verständnis hat eine Religion in erster Linie die Aufgabe, den menschen Halt und Unterstützung zu geben und sie bei der Bewältigung von schwierigen Situationen im Leben beizustehen.

Das es Religionen gibt, die ihre Anhänger durch Regeln dazu treibt, dass Fragen und Gewissenbisse entstehen weil die zum Teil wenig verständlichen Regeln und Vorschriften eigentlich nicht einzuhalten sind, ist in meinen Augen unverständlich.

Dadurch dass eine Religion natürliche Triebe und Bedürfnisse verteufelt und zur Sünde erklärt, schafft sie es ihre Anhänger von sich abhängig zu machen. Natürlich wussten die Erfinder jeder Religion, dass niemand diese Triebe dauerhaft unterdrücken können würde. Somit ist jeder automatisch "sündig"...und natürlich kann dann nur die jeweilige Religion von dieser Sünde freisprechen. Sei es in Gegenleistung für Geld (Ablass) oder einfach nur bedingungslose Gefolgschaft.

Ein elegantes System der Massenkontrolle. 

Woher ich das weiß:Beruf – Wissenschaftler/Molekularbiologe

Wenn die Schöpfung das Sexleben der Menschen beschränken wollte, dann hätte Gott das wie bei vielen Tieren gemacht, die haben nur einmal im Jahr Bock.

Ohne Partnerschaft ist Masturbieren ist das normalste. Gott hat die Triebe gemacht, das ist normal, unnormal ist, wenn das von der Religion verboten wird, dann mache dieses unnormale verkrüppeln, den Reli-Druck und Zwang nicht mit.

Schön dass du das hinterfragst. Du hast auch absolut recht. Mach was positives und gesundes!
Das war früher verboten weil sich der Islam ja in den Wüstenregionen gebildet hat und die Menschen ihre schwänze nicht waschen konnten weil es schließlich kein Wasser gab und dann hat sich angeblich Sand unter der vorhaut gesammelt. Das hat angeblich zu Gesundheitlichen Problemen geführt und deshalb durfte man es sich nicht selbst besorgen und deshalb müsste man sich auch die vorhaut abschneiden lassen.

Also, die Zeit hat sich weiterentwickelt, es gibt Hygiene, es gibt wissenschaftliche Studien und wenn sich der Islam erst zur heutigen Zeit bilden würde, wäre fast alles anders.
Mach ruhig weiter

Es gab Wasser in Mekka. Noch nie von der ZamZam-Quelle gehört, die sich der Frau des Propheten Ibrahim mitten in der Wüste dank Allah (Friede und Segen sei auf ihm) öffnete, als dieser für Allah von seiner Frau weg musste?

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@Neysted

Toller Beitrag! "Es gibt eine Quelle in Mekka, also gab es im ganzen Nahen Osten genug Wasser zu jeder Zeit." Was Sandra geschrieben hat ist korrekt, man kann geschichtlich sehr gut nachvollziehen, warum in vielen Religionen die Regeln aufgestellt wurden, wie es eben geschehen ist. Beschneidung hat (siehe oben) auch dieselben hygienischen Gründe, und jetzt sag nicht, dass Mohammed erst Allah brauchte um ihm zu sagen, dass man den Sohn beschneiden soll, denn dieser Brauch findet sich bereits deutlich früher, auch außerhalb von religiösen Ritualen.

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