Moin,

machen wir uns nichts vor: niemand von uns ist auf molekularer Ebene jemals dabei, wenn Wasserstoffmolekuele und Stickstoffmolekuele aufeinander prallen, wenn sich Bindungen lösen und neue geknüpft werden. Daher kann dir auch niemand vollkommen sicher abstreiten, dass es nicht so verläuft, wie du es für plausibler hältst.

Andererseits gibt es vielleicht aber doch das eine oder andere Argument, das gegen deinen Einwand spricht.

Zunächst einmal sind im Reaktionsraum Aber- und Abermilliarden Moleküle, die sich aufgrund der hohen Temperatur sehr schnell bewegen und deshalb auch ständig miteinander kollidieren. Da fällt es mir (offenbar im Gegensatz zu dir) ueberhaupt nicht schwer vorstellbar, dass es dabei eben auch oefter zu Zusammenstößen von vier Molekülen gleichzeitig kommt.

Was aber vielleicht noch wichtiger ist, ist deine Forderung, dass es zu einzelnen Wasserstoff- und Stickstoffatomen kommen müsste. Das ist zwar grundsätzlich möglich, aber thermodynamisch sehr ungünstig, weil diese Einzelatome energetische Katastrophen sind (ungepaarte Elektronen).

Als weiteres Argument fiele mir noch der Einsatz des Katalysators ein. Im Falle der Ammoniaksynthese ist das ein Oberflaechenkatalysator, das heißt, dass er dem Wasserstoff eine Oberfläche zum Andocken anbietet, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit für günstige Zusammenstöße mit Stickstoffmolekuelen erhöht, was wiederum die Aktivierungsenergie herabsetzt. Das ist leicht mit der Vorstellung zu vereinbaren, dass vier Moleküle kollidieren sollen, aber nicht so leicht damit, dass drei Moleküle zusammen stossen, dann dabei zwei Einzelatome zurück lassen, die nun wieder auf ein bewegliches Wasserstoffmolekuel treffen sollen. Wie erklärte du hier die katalytische Wirkung?

Alles in allem finde ich die herkömmliche Erklärung für wesentlich leichter zu akzeptieren. Aber noch einmal: niemand war je dabei und könnte aus eigener Beobachtung sagen, wie das genau passiert.

Unter dem Strich ist das aber doch auch gar nicht so wichtig, oder? In jedem Fall reagieren drei Moleküle Wasserstoff und ein Molekül Stickstoff zu zwei Molekülen Ammoniak. Wie genau das abläuft... who cares?

LG von der Waterkant

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Moin,

ein Ion ist ein geladenes Teilchen.

Wenn Atome zu Ionen werden, dann entweder dadurch, dass sie Elektronen aufnehmen oder abgeben.

Und sie nehmen Elektronen auf oder geben welche ab, um in ihren Atomhuellen eine Elektronenanzahl und -anordnung hinzugekommen, wie sie Atome von Edelgasen von Natur aus haben (Edelgaskonfiguration), denn dies ist energetisch besonders stabil und somit günstig.

Aluminium steht im PSE auf Platz 13. Das heißt, dass seine Atome 13 Protonen im Kern haben (und somit sind in der Hülle von Aluminiumatomen auch 13 Elektronen.

Das nächstgelegene Edelgas ist Neon auf Platz 10 im PSE. Das bedeutet, dass Aluminiumatome drei Elektronen abgeben müssen, um auf 10 Elektronen zu kommen, wie es Neonatome haben.

Da aber die Abgabe von drei Elektronen aus der Huelle nichts an der Anzahl von 13 Protonen im Kern aendert, wird aus dem ungeladenen Aluminiumatom nach der Abgabe der drei Elektronen ein dreifach positiv geladenes Aluminiumion (ein Aluminiumkation).

Al^3+: die Ladung beträgt also 3+.

So! Und nun versuchst du erst einmal selbst, die Ladung eines Bromions herauszufinden. Gehe dazu beim Brom genau so vor, wie ich es dir gerade für Aluminium vorgemacht habe...

LG von der Waterkant

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Moin,

vorab: habe zurzeit nur eine nervige bildschirmtastatur, darum bitte nicht auf Rechtschreibung oder form achten...

Protonendonator ist die Phosphorsäure bis hin zum hydrogenphosphation.

Es kommt zwar bei weiterer Zugabe von Kalilauge auch zur deprotonierung des hydrogenphosphations zum phosphation, aber die anschließend entstehende Lösung wäre nicht neutral, weil phosphationen basisch sind...

Protonenakzeptor ist das hydroxidion der Kalilauge.

H3PO4 + 2 KOH ---> K2HPO4 + 2 H2O

Oder (da in wässriger Lösung)

H3PO4(l) + 2 H2O(l) ---> 2 H3O^+(aq) + HPO4^-(l)

KOH(s) --[H2O]--> K^+(aq) + OH^-(aq)

2 H3O^+(aq) + 2 OH^-(aq) ---> 4 H2O

----------------------------------------------------------------------------------------------------

H3PO4(aq) + 2 KOH(aq) ---> 2 K^+(aq) + HPO4^-(aq) + 2 H2O(l)

Wenn du die Lösung eindampfst, wird eine weisse Kruste aus di-Kaliumhydrogenphosphat zurück bleiben.

Deine Lehrkraft will womöglich auf ein anderes Produkt hinaus, nämlich Kaliumphosphat. Aber das würde nicht zu der Angabe passen, dass eine neutrale Lösung entstehen soll, weil Phosphate zu den basischen n Salzen gehören.

LG von der Waterkant

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Moin,

im Prinzip ja.

Es gibt Axone mit und ohne Myelinscheiden. Die mit sehen im Querschnitt wie ein Spross einer Pflanze aus: also mit Rinde und Mark. Daher markhaltig.

Die Axone ohne Myelinscheiden (Schwäbische Zellen) sind im Querschnitt eben ohne Hülle (Rinde) und von daher marklos, verstößt du?

Na ja, und da bei Axonen mit Myelinscheide die Signalweiterleitung saltatorisch erfolgt, während sie bei Axonen ohne Schwäbische Zellen kontinuierlich abläuft, hat das indirekt damit zu tun.

LG von der Waterkant

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Moin,

die adaptive Radiation ist die Aufspaltung einer (unspezialisierten) Stammart in sehr viele neue Arten innerhalb geologisch ziemlich kurzer Zeiträume.

In der Regel sind für eine adaptive Radiation „junge” Habitate mit vielen freien ökologischen Nischen typisch.

An einer adaptiven Radiation sind außerdem häufig allopatrische, aber eben möglicherweise auch sympatrische Artenaufspaltungsprozesse (sympatrische ökologische Einnischung) beteiligt.

Die Aufspaltungen in Schwesterarten erfolgt dabei in rascher Abfolge.

Das alles hast du bei einer herkömmlichen allopatrischen Artenbildung nicht. Hier kommt es zu den bekannten Mechanismen

  • Separation in Teilpopulationen
  • unabhängige Evolution durch Rekombinationen / Mutationen in den Teilpopulationen
  • möglicherweise Ausbildung von Isolationsmechanismen
  • Sympatrietest entscheidet dann über den Status der neue vereinigten Teilpopulationen

in geologisch eher langen Zeiträumen (aus Gründen bereits vorhandener ökologischer Nischen, also wegen starker inter- und intraspezifischer Konkurrenz). Außerdem spaltet hier eine Stammart (wenn überhaupt) nur in zwei Schwesterarten auf, die dann in der Regel nicht sofort erneut aufspalten. Dadurch kommt es nicht zu einer starken Aufspaltung in kurzer Zeit...

LG von der Waterkant

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Moin,

nein, das geht deshalb nicht, weil Salpetersäure im Vergleich mit (reiner) Ethansäure (Essigessenz) die stärkere Säure ist.

Die Regel lautet aber, dass die stärkere Säure die schwächere aus ihren Salzen vertreibt.

Da das Nitrat-Anion bereits der Säurerest der stärkeren Salpetersäure ist, wird es nicht durch das Acetat-Anion der schwächeren Ethansäure ersetzt werden.

Das ginge nur andersherum: Aus Bariumacetat und Salpetersäure könntest du Bariumnitrat und Ethansäure (Essigsäure) machen.

LG von der Waterkant

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Moin,

Lamarcks Vorstellung beinhaltete noch mehr, nämlich

  • ein Lebewesen hat einen inneren Vervollkommnungstrieb,
  • der das Lebewesen dazu bringt, optimal an herrschende Umweltbedingungen angepasst sein zu wollen
  • darum nutzt ein Lebewesen bestimmte Merkmale stärker oder vernachlässigt sie
  • das führt dazu, dass die stärker genutzten Merkmale besser ausgebildet werden,
  • während die ungenutzten verkümmern
  • diese veränderten Merkmale vererbt ein Lebewesen an seine Nachkommen, die dann ihrerseits die Nutzung oder Vernachlässigung weiter betreiben und vererben

So, und diese Vorstellung überträgst du nun auf Lebewesen, die eine Flughaut entwickelten:

  • Fledermausvorfahren fanden es passend, fliegen zu können, um so besser jagen zu können.
  • Aber zum Fliegen braucht man Flügel.
  • Darum setzten die Fledermausvorfahren ihre Hände verstärkt im Sinne eines Flügels ein.
  • Sie verlängerten durch diese Bemühungen allmählich ihre Fingerknochen, wobei sich zwischen den Fingern auch die Haut lappenartig vergrößerte.
  • Die ersten Fledermausvorfahren konnten wohl noch nicht fliegen, aber ihre verlängerten Fingerknochen und vergrößerten Hautfalten dazwischen vererbten sie an ihre Nachkommen, die ihrerseits an der Ausbildung eines Flügels weitermachten.
  • So entwickelten die Fledermäuse nach und nach durch den verstärkten Gebrauch ihrer Vordergliedmaßen im Sinne eines Flügels die Veränderung der Extremität, bis schließlich der Fledermausflügel aktiv ausgebildet worden war.
  • Seither besitzen Fledermäuse ihre Flügel und können flatternd fliegen...

So oder so ähnlich hätte Lamarck das wohl erklärt.

LG von der Waterkant

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Moin,

die einen sagen so, die anderen so...

Der Schachmeister Tartakower sagte einmal:
»Durch Aufgeben wurde noch nie eine Partie gerettet!«

Daraus wurde auch:
»Man gibt Briefe und Pakete auf, aber keine Schachpartie.«

Andererseits hat Viktor Kortschnoi (der aufgrund seiner Spielstärke einst „Viktor, der Schreckliche!” genannt wurde) einmal zu Karsten Volke gesagt:
»Ich bin Schachgroßmeister!«,
als Volke in einer völlig verlorenen Stellung nach Meinung von Kortschnoi nicht rechtzeitig genug aufgegeben hatte.
Auf diesen Hinweis hin, gab Volke dann auf...

Hier kannst du dir das anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=5ZGufnQDYck

Ich persönlich gebe Schachpartien ungern frühzeitig auf. Ich hätte übrigens Kortschnoi in Volkes Situation schlagfertig geantwortet:
»Sehen Sie, ich nicht!«

Aber ob ich eine verlorene Partie frühzeitig, rechtzeitig oder gar nicht aufgebe, hängt auch von den Begleitumständen ab.

Wenn ich lieber noch ein paar weitere Partien spielen möchte, hat das endlose Hinauszögern des Unvermeidlichen wenig Sinn.

Wenn es sich um einen Mannschaftskampf handelt, obliegt die Entscheidung auch nicht völlig mir allein (immerhin kann eine frühzeitige Aufgabe meine Mannschaftskammeraden auch etwas demoralisieren). Wenn ich allerdings bei einem Auswärtskampf die letzte laufende Partie habe und alle nach Hause wollen, sieht das womöglich anders aus...

Wenn mein Gegner schwächer ist, spiele ich fast grundsätzlich weiter, weil ich noch auf Fehler hoffe oder darauf, dass er die Gewinnführung nicht hinbekommt. Gerade das Mattsetzen mit König, Läufer und Springer gegen König kann beispielsweise bei weitem nicht jeder siegreich zu Ende führen.

Es kommt auch darauf an, ob mit einer Zeitbegrenzung gespielt wird und wie da die konkreten Zeitguthaben aussehen.

Nicht zuletzt hängt das auch bei mir ein bisschen vom Gegner ab. Ist der mir (aus welchen Gründen auch immer) unsympathisch und ärgert er sich über mein Weiterspielen, mache ich das in der Regel, nämlich weiterspielen.

Wenn ich allerdings selbst frustriert über mein Spiel bin und keine Ideen habe oder Fallen mehr sehe, die ich noch stellen könnte, dann gebe ich auch schon einmal früher auf.

Aber eins gilt dabei immer: Es ist mir völlig gleichgültig, was andere von mir oder meiner Einstellung zu diesem Thema halten. Solange ich mit mir im Einklang stehe, ist es mir völlig egal, wie es anderen damit geht (wer hat das Problem?).

Die Etikette sieht eigentlich vor, dass man einen sinnlosen Widerstand nicht verlängern solle, schon aus Respekt vor den Fähigkeiten der Gegenpartei. Aber wie gesagt, solche Vorgaben reizen meinen Widerstand erst recht. Und das Spielen verlorener Stellungen kann man mir nicht verbieten...

LG von der Waterkant

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Moin,

Fette (also auch fette Öle) sind Fettsäuren, die mit Glycerin (einem dreiwertigen Alkohol) verestert sind. Das läuft nach dem Prinzip ab:

Alkohol und Carbonsäure reagieren (reversibel) zu Ester und Wasser.

R1 und R2 sind dabei irgendwelche Kohlenwasserstoffreste.

Glycerin ist chemisch 1,2,3-Propantriol, also eine Kette aus drei Kohlenstoffatomen, wo an jedes Kohlenstoffatom eine Hydroxygruppe gebunden ist (eben ein dreiwertiger Alkohol).
An jeder dieser Hydroxygruppen kann es nun mit einer Carbonsäure zu einer Kondensationsreaktion (Veresterung) kommen.

Eine Fettsäure ist nun wiederum ein Molekül, dass einerseits eine Carboxygruppe hat (–COOH), andererseits einen ziemlich langen Kohlenwasserstoffrest besitzt. Der Kohlenwasserstoffrest kann gesättigt oder ungesättigt sein.

Fette Öle haben vor allem ungesättigte Kohlenwasserstoffketten.

All das bisher Geschriebene gilt für Fette und fette Öle. Darum kann man sagen, dass viele Öle auf Estern beruhen.

Mineralöle sind etwas ganz anderes.

Mineralöle sind Stoffgemische. Sie enthalten verschiedene Stoffklassen, zum Beispiel verzweigte und unverzweigte Alkane, Alkene und / oder Alkine. Auch Aromaten und noch andere Stoffklassen können enthalten sein.

Da alle diese verschiedenen Stoffklassen aber eins gemeinsam haben, nämlich dass sie in polaren Lösungsmitteln wie Wasser nicht oder nur sehr schlecht löslich sind, dafür aber in unpolaren Lösungsmitteln wie Ethern oder Benzol(derivaten) gut löslich sind, fasst man sowohl fette Öle als auch Mineralöle zu einer Stoffgruppe, den Lipiden, zusammen.

LG von der Waterkant

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Moin,

komische Aufgabe für Schülerinnen und Schüler!?

Ich kenne das so:

Überschrift
Isolierung von DNA

Materialien
Erlenmeyerkolben, Becherglas, schlankes Becherglas, Stativ, Doppelmuffe, Stativring, Trichter, Rundfilter, Holzstab, Messer, Teelöffel (TL), feuerfeste Unterlage, Pistill (Stößel), Obst (Banane...), Kochsalz, Spülmittel, Brennspiritus (eisgekühlt).

Durchführung

  • Die Früchte werden mit einem Messer in möglichst kleine Stückchen geschnitten.
  • Circa 50 mL warmes Wasser in ein Becherglas geben darin 1 TL Salz auflösen.
  • Man gebe dann die kleinen Obststückchen in das Salzwasser und zerkleinert (zerquetscht) das Material mit Hilfe eines Pistills (Stößels) noch weiter.
  • Man fügt in die Material-Salzwasser-Lösung 1 TL Spülmittel hinzu und rührt um. Das Spülmittel soll danach einige Minuten einwirken.
  • Anschließend wird die Mischung in ein schlankes Becherglas abfiltriert.
  • Das Filtrat soll nun vorsichtig mit eisgekühltem Brennspiritus überschichtet werden. Dazu muss man das schlanke Becherglas mit dem Filtrat schräg halten und den Brennspiritus vorsichtig aus einem Erlenmeyerkolben zufließen lassen.
  • Abschließend taucht man einen Holzstab an der Grenzfläche der Flüssigkeiten ein und dreht den Holzstab langsam einige Zeit um seine Achse. Den Holzstab dabei vorsichtig wieder herausnehmen.

Beobachtungen
Die kleinen Fruchtstücke in der Salzlösung machen die Lösung trübe und dickflüssig.
Nach Zugabe des Spülmittels trübt sich die Lösung noch mehr ein.
Im Filter bleiben grobe Bestandteile zurück; das Filtrat ist einen leicht trübe, etwas viskose Flüssigkeit.
Das Überschichten mit dem eisgekühlten Brennspiritus führt dazu, dass sich zwei Phasen ausbilden.
An der Grenzfläche lässt sich mit dem Holzstab eine fädige Struktur aufnehmen, die sich am Holzstab aufwickelt...

Deutung
Lösliche Salze haben die Eigenschaft, Wassermoleküle zu Hydrathüllen zusammen zu fügen; das stabilisiert große Makromoleküle (so zum Beispiel auch Nucleinsäuren).
Spülmittel haben lipophile Eigenschaften, das heißt, sie lösen fettartige Substanzen (wie zum Beispiel Zellmembranen).
Alkohol ist hygroskopisch, das heißt, er zieht Wasser an und bindet es. Darum kann man mit Alkohol einer Lösung Wasser entziehen und so die darin gelösten Substanzen ausfallen lassen.
Am Ende erhält man eine auf dem Holzstab aufgewickelte weiße Fadenstruktur; aber woher will man wissen, dass es sich dabei um DNA handelt?

  • dazu müsste man die isolierte Struktur chemisch analysieren
  • oder versuchen, die Substanz als Nukleinsäure charakteristisch nachzuweisen (zum Beispiel mit einer Farbstoffreaktion, wie sie beim Anfärben von Chromosomen oder Chromatin verwendet wird)

Tatsächlich würde eine saure Hydrolyse der Substanz ergeben, dass darin hauptsächlich die typischen Bestandteile der DNA, nämlich Phosphatreste, der Zucker Desoxyribose und die vier Basen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin enthalten sind.
Ein Anfärben mit Ultramarin (einem Farbstoff, der spezifisch Nukleinsäuren anfärbt) würde die weiße Substanz tiefblau werden lassen.
Allerdings ist kritisch anzumerken, dass mit dieser Vorgehensweise nicht nur DNA aus den Zellen des Obstes isoliert wird, sondern auch andere Makromoleküle (wie beispielsweise Proteine). Aber DNA ist immerhin mit dabei...

Soweit, so gut.

Aber was du hier für Hypothesen bilden sollst, ist mir schleierhaft. Die Hypothesen müsstest du zwischen der Überschrift und den Materialien platzieren. Ich habe das weggelassen, weil du mit deinem Wissen doch nur die Hypothesen

  • das klappt...

oder

  • das klappt nicht...

aufstellen kannst. Schwachsinnig, findest du nicht?

LG von der Waterkant

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Moin,

zu Aufgabe a)

Zeichnung:

Erklärung:

  • Verschiedensinnige Teilladungen UND
  • gewinkelter Bau
  • führen dazu, dass Wassermoleküle Dipole sind.
  • Dipolmoleküle ziehen sich untereinander mit ihren entgegengesetzten Teilladungen an und halten sich gegenseitig fest.
  • Es entstehen Wasserstoffbrückenbindungen, also zwischenmolekulare (= intermolekulare) Bindungskräfte.
  • Jedes Wassermolekül kann auf diese Weise mit maximal vier anderen Wassermolekülen in Wechselwirkung treten.
  • Beim Erhitzen muss man daher zusätzlich Energie darauf verwenden, die intermolekularen Wasserstoffbrückenbindungen zu trennen.
  • Deshalb hat Wasser im Hinblick auf seine geringe Größe und Masse seiner Moleküle eine ziemlich hohe Siedetemperatur (von immerhin 100°C).

Zu B)

Zeichnung:

Hier würde ich nur in die grünen Kreise anstelle des Minuszeichens „–” die Formel des Carbonations „CO32ؘ–” hineinschreiben.
Und anstelle des Plussymbols „+” in den gelben Kreisen würde ich die Formel für die Calciumionen „Ca2ؘ+” schreiben.

Viel Spaß beim Malen...

LG von der Waterkant

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Moin,

„Alltags Bestimmung” ist Unsinn; was soll das sein? Du meinst wahrscheinlich „Altersbestimmung”.

Wenn du die Altersbestimmung meinst, dann gibt es da verschiedene Methoden.

Geläufig sind relative Altersbestimmungen über

  • lithostratigrafische Verfahren (Vergleich von Erdschichten, die das Fossil umgeben)
  • biostratigrafische Verfahren (Vergleich von Leitfossilien in der Umgebung der Fossilienfundstelle)
  • dendrochronologische Verfahren oder Pollenanalyse (Vergleich von Baumjahresringen und / oder Pollen am Fossilienfundort)

und absolute Altersbestimmungen mit Hilfe von

  • radiometrischen Datierungen (Zerfallsreihen von radioaktiven Nukliden und deren Halbwertszeiten)
  • der Radiocarbonmethode (Spezialfall eine radiometrischen Datierung, die auf dem Zerfall des Nuklids C-14 beruht)

Welche dieser Methoden benutzt wird, hängt sehr stark vom Fossil ab, das gefunden wurde und nun untersucht werden soll.

Bei den relativen Methoden versucht man häufig, mehrere Methoden zu kombinieren, um die Datierung abzusichern.
Die Radiocarbonmethode (auch C-14-Methode genannt) setzt voraus, dass das Fossil einen organischen Ursprung hatte (einst ein Lebewesen war) und nicht länger als 60.000 Jahre tot ist.
Überhaupt setzt die Radiometrie voraus, dass die entsprechenden Isotope in messbarer Menge vorhanden sind usw. usf.

Ich hoffe, das hilft dir. Wenn du noch Genaueres zu den einzelnen Methoden wissen willst, frage nach.

LG von der Waterkant

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Moin,

kleine Korrektur: du brauchst keine Kaliumiodid-Lösung, sondern du brauchst Iod in einer Kaliumiodid-Lösung.

Der Stärkenachweis erfolgt mit Hilfe von Iod, nicht mit Hilfe von Iodid-Anionen...

Das Problem ist, dass Iod bei normalen Bedingungen ein Feststoff ist. Iod ist darüber hinaus nur sehr schlecht in Wasser löslich.
Lustigerweise löst sich Iod aber ziemlich gut in einer Kaliumiodid-Lösung. Darum löst du Iod in Kaliumiodid-Lösung und träufelst das dann auf die Lebensmittel, die du auf Stärke testen willst.

Die Iod-Kaliumiodid-Lösung (= Lugolsche Lösung) färbt bei Anwesenheit von Stärke das Ganze dann je nach Gehalt tiefblau bis blauschwarz.

Doch was deine eigentliche Frage angeht, Weizenkörner oder Maiskaryopsen sind von einer Hülle umgeben. Grundsätzlich sollte das kaum eine Rolle spielen, aber wenn du sicher gehen willst, solltest du die Weizen- oder Maiskörner vorher etwas in einem Mörser mit Hilfe eines Pistills zerreiben, um erst dann die Lugolsche Lösung (Iod-Kaliumiodid-Lösung) dazu zu geben. Dann wird sich alles entsprechend färben.

LG von der Waterkant

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Moin,

das Kern-Hülle-Modell (von Rutherford) besagt, dass ein Atom aus einem winzig kleinen Kern und einer im Vergleich dazu riesigen Hülle besteht.

Der Kern ist massiv und positiv geladen.

In der Hülle, die aus Nichts besteht, befinden sich fast masselose Elektronen, also negative Ladungsträger.

Diese Erkenntnisse gewannen Rutherford und seine Mitarbeiter Marsden und Geiger mit Hilfe ihrer Streuversuche.

Dabei beschossen sie (unter anderem) eine hauchdünne Goldfolie mit Alphateilchen. Alphateilchen sind positiv geladene kleine Heliumkerne, die aus radioaktiven Präparaten ausgesendet werden (alpha-Strahlen).

Rutherford und seine Mitarbeiter wussten, dass die radioaktive Strahlung Materie durchdringen kann. Darum erwarteten sie, dass auch die Goldfolie einfach durchdrungen werden würde.

Doch zu ihrer großen Verblüffung stellten sie fest, dass die Alphateilchen zwar tatsächlich zum größten Teil einfach durch die Goldfolie hindurch gingen, dass aber ein paar Strahlen auch seitlich abgelenkt wurden und etwa jedes 10.000-ste Teilchen von der Goldfolie abprallte und zurückgeworfen wurde.

Das war mit der Vorstellung über Atome nach dem Thomsonschen Atommodell nicht vereinbar. Dalton und Thomson gingen nämlich davon aus, dass Atome die kleinsten unteilbaren Teilchen der Materie seien, die sie sich als massive Kugeln vorstellten.

Doch mit den Beobachtungen aus dem Streuversuch konnte das nicht stimmen. Diese Beobachtungen waren nur dann logisch erklärbar, wenn die Atome zum größten Teil aus Nichts bestehen würden. Dann nämlich wäre es logisch, dass die meisten Alphateilchen einfach durch die Goldfolie hindurch fliegen würden (was ja auch passiert).
Die Alphateilchen, die dagegen abgelenkt werden, müssen in die Nähe von etwas gekommen sein, was positiv geladen ist, weil die Naturwissenschaftler bereits wussten, dass sich gleisinnige Ladungen voneinander abstoßen. Darum konnte man die Ablenkung der Alphateilchen dann logisch erklären, wenn die positiv geladenen Alphateilchen in die Nähe von ebenfalls positiv geladenen Punkten im großen Nichts der Atome vorbeigeflogen wären. Die gleichen Ladungen der Alphateilchen und dieser Pluspole im großen Nichts der Atome hätten dann zu einer Ablenkung der Alphateilchen geführt, verstehst du?
Tja, so kam man auf die Erklärung, dass ein Atom aus einer riesigen Hülle und einem positiv geladenen Kern bestehen muss.
Doch nicht nur das. Die Beobachtung, dass etwa jedes 10.000-ste Teilchen sogar abprallte und zurückgeworfen wurde, bedeutete darüber hinaus auch noch, dass der Kern nicht nur positiv geladen ist, sondern auch die Masse des Atoms ausmachen muss, denn die Hülle aus Nichts hat natürlich keine Masse (es ist ja Nichts!) und von den bereits bekannten Elektronen wusste man auch, dass sie praktisch kaum eine nennenswerte Masse hatten.
Außerdem konnte man mit der Vorstellung, dass der Atomkern massiv ist, sehr gut erklären, dass Alphateilchen genau dann, wenn sie direkt auf so einen Atomkern zufliegen, von diesem abprallen und zurückgeworfen werden müssten.
Man konnte sogar sagen, dass der Atomkern etwa 10.000-mal kleiner als die Hülle sein wird, gerade weil nur etwa jedes 10.000-ste Alphateilchen im Strom der alpha-Strahlung genau auf einen Kern zufliegt und zurückgeworfen wird.

Soviel zum Kern-Hülle-Modell...

Später fand ein Herr Bohr heraus, dass die Elektronen in der Hülle von Atomen nicht in beliebigen Abständen in der Hülle verteilt sind, sondern immer in ganz bestimmten Abständen vorkommen. Bohr ging von Kreisbahnen aus, die um den Kern herum angeordnet sein sollten.
Das Problem war nämlich, dass unverständlich war, warum die negativ geladenen Elektronen nicht in den positiv geladenen Kern stürzen, da man wusste, dass sich entgegengesetzt geladene Teilchen gegenseitig anziehen (so wie sich gleichsinnig geladene Teilchen voneinander abstoßen).
Darum ging Bohr davon aus, dass sich die Elektronen auf den Kreisbahnen um den Kern herum bewegen. Dann, so meinte Bohr, würde zwar der Kern die Elektronen anziehen, aber weil die Elektronen auf der Kreisbahn fliegen, drückt sie die Fliehkraft nach außen (vom Kern weg). So käme es, dass die Elektronen auf stabilen Kreisbahnen mit bestimmten Abständen um den Atomkern kreisen würden.
Doch dies rief sogleich erneute Proteste hervor, weil man auch wusste, dass bewegte Ladungsträger Energie abstrahlen. Wenn aber die kreisenden Elektronen bei ihrem Flug um den Kern ständig Energie verlieren würden, dann müssten sie langsamer werden. Doch wenn sie langsamer würden, dann dürften sie ihre Kreisbahn nicht halten können. Sie müssten dann in einer Art Spiralbahn am Ende eben doch in den Kern stürzen.
Bohr löste dieses Problem schlicht und bündig mit der Behauptung, dass die Elektronen auf bestimmten (sogenannten „erlaubten”) Bahnen kreisen können, ohne dabei Energie abzustrahlen!
Das war ein starkes Stück! Die Physiker hätten Bohr sicherlich für dieses Postulat einfach ausgelacht, weil es kein einziges System gibt, bei dem bewegte Ladung keine Energie verliert. Aber Bohr konnte mit dieser willkürlichen Annahme das Spektrum des Elements Wasserstoff ganz exakt berechnen und vorhersagen. Und das verblüffte die Wissenschaftler. Sie wussten, dass das, was Bohr da behauptete, eigentlich nicht sein könne, aber mit dieser Behauptung konnte etwas mathematisch exakt berechnet werden, wozu es vorher keine Erklärung gab.

Man muss allerdings einräumen, dass Bohrs erlaubte Kreisbahnen schon beim nächsten Element (dem Helium) nicht mehr stimmte. Auch bei allen anderen Elementen wichen die Berechnungen ab. Zwar konnte ein Herr Sommerfeld die Berechnungen verbessern, wenn man in Mehrelektronensystemen statt der Kreisbahnen Ellipsen annahm, aber wirklich exakt waren auch diese Berechnungen nicht.

Immerhin blieb aber vom Bohrschen Atommodell die Vorstellung erhalten, dass Elektronen in Kreisen um den Atomkern angeordnet sind, wobei auf die erste Kreisbahn zwei Elektronen passen und auf die nächsten beiden Bahnen jeweils acht.

So entstand das Schalenmodell, bei dem ein Atom auch aus einem Kern und einer riesigen Hülle besteht. Mittlerweile wusste man auch, dass es im Kern positiv geladene Kernbausteine gibt, die man Protonen nannte. Man erkannte, dass es in den nach außen ungeladenen Atomen genau so viele Elektronen in der Hülle wie Protonen im Kern gibt.
Die Elektronen befinden sich in Unterhüllen, die wie die Blätter einer Zwiebel den Kern umhüllen. Diese Unterhüllen bezeichnete man als Schalen. In der ersten Schale (der K-Schale) befinden sich maximal zwei Elektronen. In der nächsten Schale (der L-Schale) sind maximal acht Elektronen zu finden, und in die dritte Schale (die M-Schale) passen (zunächst) wieder acht Elektronen.

Das solltest du über das Kern-Hülle-Modell und das Schalenmodell des Atombaus wissen.

Das Kern-Hülle-Modell beschreibt den Aufbau von Atomen durch einen winzig kleinen Kern, der die Masse und die positive Ladung in sich vereint. In der Hülle, die im Vergleich zum Kern riesig ist, und die aus Nichts besteht, befinden sich negativ geladene Elektronen.
Das Schalenmodell ist insofern genauer, als hier einerseits gezeigt wird, dass es in einem Atomkern die positiv geladenen Protonen gibt, als auch andererseits der Feinbau der Hülle genauer beleuchtet wird: Die Hülle ist dabei in Schalen unterteilt, in denen eine gewisse Anzahl von Elektronen Platz hat (2 - 8 - 8...).

Alles klar geworden?

LG von der Waterkant

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Moin,

es gibt Metalle, deren Atome sich leicht oxidieren lassen, und solche, deren Atome sich schwerer oxidieren lassen.

Eine Oxidation ist dabei gleichzusetzen mit der Abgabe von Elektronen. Das bedeutet, dass es Metallatome gibt, die sehr schnell und bereitwillig Elektronen abgeben, und es gibt Metallatome, die das weniger gern machen.

Die Metallatome, die leicht Elektronen abgeben, bezeichnet man als „chemisch unedel”. Die Metallatome, die nicht so leicht Elektronen abgeben, sind dann die „chemisch edleren” Metalle.

Auf diese Weise kannst du Metalle danach ordnen, ob sie edler oder unedler als andere Metalle sind.

So erhältst du die sogenannte Spannungsreihe der Metalle. Eine Reihung könnte zum Beispiel so aussehen:

Li, K, Ca, Na, Mg, Al, Mn, Zn, Cr, Fe, Cd, Ni, Sn, Pb, Cu, Ag, Hg, Pt, Au

Je weiter links ein Metall in dieser Reihung steht, desto unedler ist es. Das bedeutet, dass Lithiumatome (Li) am leichtesten Elektronen abgeben, somit am leichtesten zu oxidieren sind und von daher chemisch am unedelsten sind.
Gold (Au) ist dagegen am edelsten, weil es gar nicht gerne Elektronen abgibt und somit schlecht zu oxidieren ist.

Soweit, so klar, hoffe ich.

Nun ist es aber auch noch so, dass Metallatome auch an andere Metallionen Elektronen abgeben, wenn sie unedler sind.
Das heißt, wenn ein eigentlich edleres Metall (siehe Reihung oben) bereits oxidiert vorliegt (also schon Elektronen abgegeben hat) und dann als Kation mit Metallatomen eines unedleren Metalls zusammentrifft, holt sich das Metallion des edleren Metalls von den Atomen des unedleren Metalls Elektronen.
Das wiederum heißt, dass die Atome des unedleren Metalls dadurch zu Ionen werden, wohingegen die Ionen des edleren Metalls wieder zu Atomen werden.

Man sagt dazu auch, dass die Metallatome von unedleren Metallen die Ionen von edleren Metallen aus ihrem ionischen Zustand befreien (und dabei selbst zu Ionen werden).

Und nun hast du das Salz Silberoxid (Ag2O) bereits vorliegen. Darin sind also Ionen des ziemlich edlen Metalls Silber vorhanden (Ag+). Was wird also passieren, wenn diese Silberkationen mit Atomen eines unedleren Metalls wie Zink zusammen kommen? - Genau: die unedleren Zinkatome werden ihre Elektronen an die Silberkationen abgeben (müssen), wodurch die Silberkationen zu den edleren Silberatomen werden können. Da die Zinkatome aber Elektronen abgeben, gehen sie in den ionischen Zustand über.

Die Gesamtreaktion dazu lautet

Ag2O + Zn → ZnO + 2 Ag

Die Oxidionen (O2–) verändern sich bei diesem Vorgang nicht. Aber die Zustände der beteiligten Metallteilchen.

Die ungeladenen Zinkatome geben Elektronen ab. Sie werden dadurch zu positiv geladenen Zinkkationen. Die Abgabe von Elektronen bezeichnet man aber als Oxidation. Deshalb formuliert man das als Oxidationsteilgleichung:

Oxidationsteilgleichung: Zn → Zn2+ + 2 e

Die Silberkationen nehmen die abgegebenen Elektronen auf. Die Aufnahme von Elektronen bezeichnet man jedoch als Reduktion. Deshalb lässt sich auch hier eine Teilreaktion formulieren, diesmal die Reduktionsteilgleichung:

Reduktionsteilgleichung: Ag+ + e → Ag

Für die Aufstellung eines vollständigen Redoxsystems musst du nun aber noch beachten, dass die Anzahl an abgegebenen und aufgenommenen Elektronen gleich groß sein muss (Regel der Elektronenneutralität).
Zinkatome geben zwei Elektronen ab. Silberkationen nehmen aber nur ein Elektron auf. Deshalb musst du die Reduktionsteilgleichung mit dem Faktor 2 multiplizieren, weil dann zwei Silberkationen jeweils ein Elektron (also insgesamt zwei Elektronen) aufnehmen, was dann mit der Anzahl der abgegebenen Elektronen eines Zinkatoms übereinstimmt. Das Redoxsystem sieht also folgendermaßen aus:

Oxidationsteilgleichung: Zn → Zn2+ + 2 e
Reduktionsteilgleichung: 2 Ag+ + 2 e → 2 Ag
-------------------------------------------------------------------------
Redoxgleichung: Zn + 2 Ag+ → Zn2+ + 2 Ag

Nun fehlt nur noch die Bestimmung des Oxidations- und des Reduktionsmittels.

Ein Oxidationsmittel ist ein Teilchen, das in der Lage ist andere Teilchen zu oxidieren (Mittel zur Oxidation). Das Oxidationsmittel wird dabei selbst reduziert. Na, und welches Teilchen ermöglicht hier die Oxidation eines anderen Teilchens und wird dabei selbst reduziert? - Genau! Das machen die Silberkation. Das Oxidationsmittel sind als die Silberkationen (Ag+), die im Salz Silberoxid stecken.

Dementsprechend ist ein Reduktionsmittel ein Teilchen, das die Reduktion eines anderen Teilchens ermöglicht (Mittel zur Reduktion). Das Reduktionsmittel wird dabei selbst oxidiert. Wer wurde hier oxidiert? - Richtig, die Zinkatome. Das Reduktionsmittel sind in diesem Falle also die Zinkatome (Zn) des Zinks.

So! Und nun du! Ich denke, dass du das alles jetzt für die Reaktion zwischen Silberoxid und Aluminium selbst hinbekommst, oder?

LG von der Waterkant.

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Moin,

abgesehen davon, dass ich den Begriff „Wertigkeit” in diesem Zusammenhang für blöd halte, machst du das grundsätzlich so:

Sauerstoff ist „zweiwertig”. Das hast du entweder gelernt und weißt es auswendig oder du überlegst dir das anhand der Stellung von Sauerstoff (O) im Periodensystem der Elemente (PSE).

Sauerstoff steht in der Hauptgruppe VI im PSE. Die Hauptgruppennummer (VI = 6) verrät dir, wie viele Außenelektronen (= Valenzelektronen) ein Atom Sauerstoff besitzt, nämlich sechs (weil gilt: Hauptgruppennummer = Anzahl der Valenzelektronen).

Das nächstgelegene Edelgas zu Sauerstoff ist Neon (Ne) mit zehn Elektronen insgesamt und acht Valenzelektronen.
Da die Atome von Elementen in chemischen Reaktionen danach streben, die gleiche Anzahl und Anordnung von Elektronen in der Hülle zu erlangen, wie sie Edelgasatome von Natur aus haben, fehlen Sauerstoffatomen also zwei Elektronen, um die angestrebte Edelgaskonfiguration von Neonatomen hinzubekommen. Darum ist Sauerstoff „zweiwertig”...

Na gut. Wenn du das jetzt also weißt, dann brauchst du dir nur noch die Formeln der Verbindungen anzuschauen und dabei darauf zu achten, wie viele Elementsymbole mit dem zweiwertigen Sauerstoff verbunden sind.

Im Blei(II)-oxid (PbO) kommt auf ein zweiwertiges Sauerstoffteilchen ein Bleiteilchen. Da Sauerstoff zweiwertig ist, muss auch das Bleiteilchen zweiwertig sein, weil das Verhältnis 1 : 1 ist, verstehst du?

Im Blei(IV)-oxid (PbO2) kommt dagegen ein Bleiteilchen auf zwei Sauerstoffteilchen. Da jedes Sauerstoffteilchen zweiwertig ist, muss das einzelnen Bleiteilchen in diesem Fall (2 • 2 =) vierwertig sein.

Kommen wir nun zum Blei(II)-chlorid (PbCl2). Du weißt mittlerweile, dass Bleiteilchen verschiedene Wertigkeiten haben können, weil es in den bisher betrachteten Beispielen einmal ein zweiwertiges Bleiteilchen, das andere Mal dagegen ein vierwertiges Bleiteilchen gab.

Deshalb halten wir uns hier an das Chlor. Chlor steht in der VII. Hauptgruppe im PSE. Das bedeutet, dass Chloratome sieben Außenelektronen haben. Das nächstgelegene Edelgas zu Chlor im PSE ist Argon. Argonatome haben gerade einmal ein Elektron mehr. Darum ist Chlor einwertig, weil seine Atome in chemischen Reaktionen versuchen, dieses einzelne fehlende Elektron zu bekommen (ein Elektron → einwertig).

Tja, und mit dem Wissen, dass Chlor einwertig ist, kannst du nun anhand der Formel „PbCl2” sehen, dass du zwei einwertige Chlorteilchen brauchst, um sie mit einem Bleiteilchen „glücklich” zu machen. Daher ist hier Blei mal wieder zweiwertig, verstehst du?

Alles klar?

LG von der Waterkant

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Moin,

Oxidation als Reaktion mit Sauerstoff, also...

Okay.

Wenn Metalle oder Nichtmetalle mit Sauerstoff reagieren, werden sie beide oxidiert.

Aber bei Metallen entstehen Metalloxide. Das sind salzartige Ionenverbindungen. Diese sind bei normalen Bedingungen Feststoffe (Salzkristalle). Metalloxide haben normalerweise relativ hohe Schmelz- und Siedetemperaturen.

Nichtmetalloxide sind dagegen Molekülverbindungen, die unter normalen Bedingungen gasförmig, flüssig oder Feststoffe sind. Sie haben meist niedrige bis mäßig hohe Schmelz- und Siedetemperaturen, aber mitunter sublimieren sie auch (flüchtige Stoffe).

Metalle und Sauerstoff reagieren zu Metalloxiden, zum Beispiel

Festes Magnesium und gasförmiger Sauerstoff reagieren zu festem Magnesiumoxid.
2 Mg(s) + O2(g) → 2 MgO(s)

oder

Festes Natrium und gasförmiger Sauerstoff reagieren zu festem Natriumoxid.
4 Na(s) + O2(g) → 2 Na2O(s)

oder

Festes Aluminium und gasförmiger Sauerstoff reagieren zu festem Aluminiumoxid.
4 Al(s) + 3 O2(g) → 2 Al2O3(s)

Nichtmetalle und Sauerstoff reagieren zu Nichtmetalloxiden, zum Beispiel

Fester Schwefel und gasförmiger Sauerstoff reagieren zu gasförmigem Schwefeldioxid.
S(s) + O2(g) → SO2(g)

oder

Fester Kohlenstoff und gasförmiger Sauerstoff reagieren zu gasförmigem Kohlenstoffdioxid.
C(s) + O2(g) → CO2(g)

oder

Gasförmiger Wasserstoff und gasförmiger Sauerstoff reagieren zu flüssigem Wasser.
2 H2(g) + O2(g) → H2O(l)

Fester Phosphor und gasförmiger Sauerstoff reagieren zu festem Phosphorpentoxid.
4 P(s) + 5 O2(g) → P4O10(s)

LG von der Waterkant

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Moin,

solche „Kreise” mit dickem schwarzen Rand sind in der Regel Luftblasen (siehe auch den kleinen Kreis links neben dem großen; das ist mit Sicherheit eine Luftblase).

Es kommt aber auch ein bisschen darauf an, ob der Blattstiel im Querschnitt oder in Längsansicht auf dem Objektträger gelegt wurde. In der Längsansicht ist das sicherlich eine Luftblase, im Querschnitt könnte es noch etwas anderes sein.

Aber ich tippe auf Luftblase. Tut mir leid, wenn dich das jetzt enttäuscht.

Um eine Luftblase auszuschließen, schau dir doch noch andere Blattstiele an. Wenn du bei anderen immer wieder auf diese Struktur (gleicher Größe) an gleicher Stelle stößt, spricht das eher gegen meine Luftblasen-Hypothese.

LG von der Waterkant

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Moin,

jetzt mal ehrlich... Lies dir doch bitte einmal die Fragen genau durch. Verstehst du überhaupt, was du machen solltest und was nicht?

In Aufgabe 3 solltest du die allgemeine Summenformel von Alkanen sowie die spezielle Summenformel eines Alkans mit zwölf Kohlenstoffatomen angeben.

Die Angabe der allgemeinen Summenformel (CnH2n+2) fehlt in deiner Antwort ganz. Die Summenformel des Dodecans (C12H26) hast du angegeben. Und dann malst du außerdem eine Strukturformel hin, bei der du die bindenden Elektronenpaare zwischen den Kohlenstoffatomen nicht einzeichnest...

Das könnte wie folgt bewertet worden sein:

  • allgemeine Summenformel 3 Punkte (fehlen bei dir, weil die Angabe fehlt)
  • spezielle Summenformel 3 Punkte (hast du fast bekommen, weil...)
  • 1 Punkt Abzug, weil du in der „Zusatzinformation” einen krassen Fehler gemacht hast.
  • Insgesamt daher 2 Punkte; hart bewertet, aber nachvollziehbar. Es ist eben gefährlich, mehr hinzuschreiben, als gefordert wurde, weil die zusätzlichen Infos genauso fehlerfrei sein müssen (was bei dir nicht der Fall war), aber dir auch so ausgelegt werden können, dass du die Aufgabenstellung gar nicht verstanden oder beachtet hast.

Der Ratschlag, den viele Eltern ihren Kindern oft geben, nämlich dass sie alles hinschreiben sollen, was sie wissen oder gelernt haben, wenn sie die Aufgabenstellung nicht richtig verstanden haben, ist eben grundlegend falsch!

Achte darauf, was zu tun ist, und mache genau das. Nicht mehr (aber auch nicht weniger!).

Ein anderes (vereinfachtes) Beispiel: Stell dir vor, du sollst 2 + 2 = ? ausrechnen und gibst als Antwort 3, 4, 5 und 7 an. Dann kannst du hinterher auch nicht argumentieren, dass die korrekte Lösung 4 doch unter deinen Angaben dabei war, verstehst du?
Wenn du mehr machst, als gefordert wurde, gehst du das Risiko ein, für falsche Angaben in den Zusatzangaben mit Punkteinbußen bestraft zu werden (weil du Wissenslücken in einer Lernerfolgskontrolle offenbarst) oder dafür Punkte abgezogen zu bekommen, dass du unter vielen überflüssigen Angaben der Lehrkraft quasi zumutest, dass sie sich bei der Korrektur gefälligst das Richtige heraussuchen soll...

Und genau das machst du zum Beispiel auch bei Aufgabe 5. Gefragt wurde nach den Eigenschaften von Alkanen. Nun weiß ich nicht, was ihr dazu im Unterricht gemacht habt, aber möglich wären hier zum Beispiel folgende Angaben:

  • brennbar (hast du)
  • bei vollständiger Verbrennung entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser (hast du zum Teil)
  • nicht gut in Wasser löslich (fehlt)
  • gut in unpolaren Lösungsmitteln löslich (fehlt)
  • Kohlenwasserstoff mit nahezu unpolaren Bindungen (fehlt), daher hydrophob (fehlt), aber lipophil (fehlt)
  • Molekülverbindung (fehlt)
  • relativ niedrige Schmelz- und Siedetemperaturen (fehlt)
  • zählen deshalb zu den flüchtigen Stoffen (fehlt)

Stattdessen nennst du bei der vollständigen Verbrennung das Wasser nicht und lässt dich darüber hinaus über völlig andere Dinge aus (zum Beispiel über die Verwendungsmöglichkeiten bestimmter Kohlenwasserstoffe oder eine grundsätzliche Unterscheidungsmöglichkeit von organischen und anorganischen Substanzen). Auch hier kann man dir den Vorwurf machen, dass du dich nicht an die Beantwortung der Frage hältst, sondern sinnlose Ausführungen aneinanderreihst und dadurch zeigst, dass du die Aufgabe eigentlich gar nicht zu verstehen scheinst bzw. nicht beachtest.

Allerdings ist die Aufgabe 5 von deiner Lehrkraft ziemlich bescheuert formuliert worden. Wie sollst du beantworten, was „ihr” (als Klasse) im Unterricht gelernt habt? Das würde ja voraussetzen, dass du jede Person in der Klasse gefragt hättest, was sie gelernt hat... Deine Lehrkraft meinte natürlich, dass du Eigenschaften von Alkanen aufzählen solltest, die im Unterricht besprochen (bzw. angesprochen) wurden. Ob du (oder die Klasse) diese Eigenschaften dann auch gelernt haben, kannst du eigentlich nicht beantworten...

Was die Frage 6 angeht (in ihrer Formulierung gibt es einen Grammatikfehler), so sind in deiner Antwort vier Punkte von dir berührt worden. Nicht gut formuliert und von der Rechtschreibung her fehlerhaft, aber immerhin erwähnt.

Dazu zählen...

  • die Stärke der van-der-Waals-Kräfte, die von der Kettenlänge der Alkane abhängt
  • die Möglichkeit des Aneinanderlegens von Alkanketten, die zu einer eingeschränkten Beweglichkeit führt
  • der höhere Energieaufwand, der nötig ist, um die Ketten voneinander zu trennen (auch wenn hier eigentlich die Schmelztemperatur und nicht - wie von dir geschrieben - die Siedetemperatur genannt werden sollte)
  • und die relativ schwache Bindungsstärke der van-der-Waals-Kräfte an sich

Alles in allem sind das 4 Punkte, die du ja auch erhalten hast.

Aber einmal davon abgesehen, dass deine Antwort eigentlich keinen wirklich logisch-strukturierten Aufbau hat, so hast du vor allem versäumt, die Zusammenhänge genau zu erklären. Aber gerade das war Teil der Aufgabe! Und diesen Teil hast du nicht erfüllt.

Fazit:
Du hast meiner Meinung nach die Punkte erhalten, die du auch verdient hast.

Was den Vergleich mit Antworten und Bewertungen in anderen Arbeiten angeht, so kann ich das hier allein aus deinen Angaben nicht beurteilen, weil ich die konkreten Antworten deiner Freundinnen nicht kenne.
Es ist natürlich nicht fair, wenn sie mehr Punkte für gleiche Antworten erhalten. Aber das setzt voraus, dass die Antworten tatsächlich auch gleich waren. Und das ist meistens nicht so, wenn man sich das genauer anschaut. Aber wie gesagt, dass kann ich hier und jetzt aber nicht beurteilen.

Zum Schluss noch ein Wort zu deiner Frage, was du jetzt tun könntest?!

Geh zu deiner Lehrkraft. Frage höflich (und ohne aggressive Vorwürfe), was in deinen Antworten fehlt oder nicht passte, was du also hättest besser machen können. Und sprich gegebenenfalls auch an, dass du den Eindruck hast, dass er dich strenger bewertet als andere. Das ist nicht ganz einfach, ich weiß. Aber am Ende gilt, dass nur redenden Menschen auch geholfen werden kann.
Ich kann jedenfalls in der Bewertung deiner Antworten keine Ungerechtigkeit erkennen, tut mir leid...

LG von der Waterkant

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