Moin,

durch die elektrostatische Anziehungskraft (Coulombkraft) zwischen entgegengesetzt geladenen Teilchen. Positiv geladene Kationen umgeben sich mit so vielen negativ geladenen Anionen, wie diese Platz haben.

Dabei wirkt die positive Ladung des Kations in alle Raumrichtungen, weshalb auch aus allen Raumrichtungen die negativ geladenen Anionen angezogen werden. Aber wenn sich die negativ geladenen Anionen näher kommen, stoßen sie sich irgendwann auch gegenseitig aufgrund der gleichen Ladung wieder voneinander ab. Deshalb haben nur eine bestimmte Anzahl von ihnen Platz.

Die negativ geladenen Anionen umringen sich dann wieder mit so vielen Kationen, wie diese Platz finden.

Dadurch entsteht ein Ionengitter, das man ab einer bestimmten Größe sehen kann. Dieses Gebilde bezeichnet man dann als Kristall.

Aber die Ionenbindung selbst beruht auf der elektrostatischen Anziehung (Coluombkraft) zwischen entgegengesetzt geladenen Teilchen...

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

eine Synapse ist im Grunde die Verbindungsstelle zwischen einer Nervenzelle und einer Folgezelle. Die Folgezelle kann eine andere Nervenzelle sein, eine Drüsenzelle oder eine Muskelzelle.

Die Erregungsübertragung ist nun der Moment, bei dem ein elektrisches Signal an der Membran der Nervenzelle über die Verbindungsstelle auf die Folgezelle übertragen wird. Das passiert, damit auch die Folgezelle erregt wird und dann das tun kann, was sie tun soll (zum Beispiel das elektrische Signal ebenfalls weiterleiten - das tun Nervenzellen oder etwas absondern - das tun Drüsenzellen oder kontrahieren - das tun Muskelzellen).

Der Ablauf an einer „typischen” (cholinergenen) Synapse ist dann (grob) folgender:

  • elektrisches Signal kommt am Ende der Nervenzelle an
  • dort wird es in ein chemisches Signal umgewandelt; das passiert, indem Botenstoffe (Neurotransmitter) ausgeschüttet werden
  • die Neurotransmitter gelangen zur Zellmembran der Folgezelle
  • dort docken sie an passende Andockstellen (Rezeptoren) an und lösen dadurch eine elektrische Reizung der Folgezellmembran aus
  • so wird dann aus dem chemischen Signal wieder ein elektrisches Signal in der Folgezelle, so dass diese Zelle tun kann, was sie tun soll...

Es gibt noch andere Synapsentypen (zum Beispiel Elektrische Synapsen oder Inhibitorische Synapsen), bei denen der oben skizzierte Weg ein bisschen anders ist. Aber ich ging jetzt einfach einmal davon aus, dass du die übliche Synapse mit beispielsweise Acetylcholin als Neurotransmitter gemeint hast...

Die Abläufe sind dann natürlich noch ein bisschen detailreicher, aber mit den von dir vorgegebenen Stichpunkten reicht das...

Kurzversion:

elektrisches Signal wird in ein chemisches und dann wieder in ein elektrisches Signal umgewandelt. Das passiert über chemische Botenstoffe (Neurotransmitter), die zu Rezeptoren in der Membran der Folgezelle passen und dort andocken.

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

Klasse 9?! Das hatte ich befürchtet...

Okay, ich versuche einmal, das möglichst einfach zu erklären (ohne es so stark zu vereinfachen, dass es völlig falsch wird)...

Ein Herr de Broglie (ausgesprochen de-brol-ji) hat einst herausgefunden, dass alles Materielle zwei Eigenschaften hat, die gleichzeitig vorhanden sind:

Materie verhält sich einerseits wie ein Teilchen.
UND
Materie verhält sich andererseits gleichzeitig wie eine (stehende) Welle.

Das erste ist leicht zu verstehen, weil wir das in unserer makroskopischen Welt so kennen. Wenn du einen Stift auf deinem Schreibtisch siehst, hat der einen (scheinbar) klar abgegrenzten Umriss. Er ist ein Teil(chen)...
De Broglie hat nun aber gezeigt, dass dieser Stift nicht nur ein Teil(chen) ist, sondern auch eine stehende Welle. Das kannst du dir so vorstellen, als würden die scheinbar so klaren Konturen des Stiftes in Wirklichkeit ständig hin und her schwingen. Es ist in unserer makroskopischen Welt nun aber so, dass die Wellenlänge von solchen großen Teilen soooo winzig klein ist, dass wir das Hin- und Herschwingen nicht sehen können. Deshalb erscheint uns der Stift nur wie ein Körper, ein Teilchen zu sein, das nur korpuskuläre Eigenschaften hat.

In der mikroskopischen Welt der Atome ist das dagegen ganz anders. Bei einem subatomaren Teilchen wie einem Elektron treten neben den Teilcheneigenschaften in gleicher Stärke auch die Welleneigenschaften dieser winzigen Materie gleichberechtigt in den Vordergrund.

Somit kannst du dir ein Elektron als kleines, negativ geladenes Teilchen vorstellen oder (gleichzeitig!) als stehende Welle, die um einen Atomkern angeordnet ist. Etwa so:

In der Mitte ist der Atomkern. Die Wellenlinie ist das Elektron, das als stehende Welle mit einem gewissen Abstand vom Kern hin und her schwingt (auf der gestrichelten Linie).

Dieses Phänomen, dass alle Materie gleichzeitig korpuskuläre Teilcheneigenschaften einerseits und Eigenschaften einer stehenden Welle andererseits hat, bezeichnet man als Welle-Teilchen-Dualismus.

Schon allein daraus kannst du ersehen, dass es nicht völlig korrekt ist, das Elektron als kleine Kugel mit einem Minussymbol in der Mitte irgendwo in die Nähe eines Atomkerns zu malen, denn dabei würdest du nur den Teilchencharakter des Elektrons berücksichtigen.

Das ist schon schwer zu verstehen. Aber es wird noch schlimmer: Ein anderer Wissenschaftler (sein Name war Heisenberg) fand nun auch noch heraus, dass man in einem Versuchsaufbau zwar entweder den Energiegehalt eines Elektrons genau bestimmen kann ODER in einem anderen Versuchsaufbau den Ort, an dem sich ein Elektron befindet. Aber man kann mit keinem Versuchsaufbau GLEICHZEITIG den Ort UND den Energiegehalt eines Elektrons genau bestimmen.

Du kannst das eine messen. Dann wird aber das andere durch den Versuchsaufbau so stark beeinflusst, das eine Angabe darüber sinnlos wäre. Um das zu veranschaulichen gebe ich dir jetzt einmal Beispielwerte, die du dir vorstellen kannst (die aber nichts mit realen Werten bei Atomen zu tun haben):

Versuch 1: Bestimmung der Energie:
Ein Elektron in der Nähe eines Atomkerns hat die Energie von 10 eV +/–0,01 eV (Elektronenvolt). Das ist schon eine recht genaue Angabe, weil der Fehler dieser Angabe nur um ein Hundertstel vom angegebenen Wert in beide Richtungen abweicht. Wenn ich hier aber versuche, den Ort mit zu bestimmen, erhalte ich folgende Angabe: Das Elektron ist 1 mm vom Atomkern weg +/– 100 km (!). Am zweiten Wert siehst du, dass diese Angabe völlig sinnlos ist, weil der Fehler (+ 100 km oder –100 km) im Vergleich mit der Angabe 1 mm unsinnig groß ist.

Versuch 2: Bestimmung des Ortes:
Ein Elektron hat einen Abstand zum Atomkern von 1mm +/– 0,01 mm. In diesem Versuch erhältst du für den Energiegehalt des Elektrons die Angabe 10 eV +/– 1.000.000 eV. Auch hier siehst du, dass der Fehler bei der Energieangabe (plus eine Million oder minus eine Million Elektronenvolt) im Vergleich zum Wert 10 eV idiotisch groß ist.

Fazit: Du kannst nicht gleichzeitig den Ort UND den Energiegehalt eines Elektrons in einem Atom 100%-ig genau bestimmen, weil die Messmethode entweder den einen oder den anderen Wert absurd beeinflusst. Das bezeichnet man als Heisenbergsche Unschärferelation...

Auch das ist ein weiteres Argument, warum man ein Elektron in einer bestimmten Schale der Hülle eines Atoms nicht eindeutig platzieren kann, weil man dann ja Ort und Energiegehalt gleichzeitig festlegen würde.

Aber wie ist es dann überhaupt möglich, Angaben zu Elektronen in Atomen zu machen?! Tja, hier gibt es glücklicherweise einen Kompromiss.

Wenn du dich damit begnügst, den Ort, an dem sich Elektronen in der Nähe eines Atomkerns befinden, nicht zu 100% genau bestimmen zu wollen, sondern nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 90%, dann erhältst du Räumlichkeiten (sogenannte Orbitale) in der Hülle des Atoms, in der du auf Elektronen bevorzugt stößt.

Gleiches gilt dann auch für den Energiegehalt. In einem Orbital findest du also mit einer 90%-igen Wahrscheinlichkeit ein Elektron, das in etwa einen bestimmten Energiewert hat. Das führt zu Modellvorstellungen, mit denen man sehr gut arbeiten kann (Orbitalmodell).

An all diesem verwirrenden Kram kannst du aber auch sehr gut sehen, dass die Atommodelle, die wir Menschen uns vom Aufbau der Atome machen, eben nur das sind, was sie im Namen behaupten: es sind Modelle!
Und ein Modell ist die Veranschaulichung der Wirklichkeit, aber niemals die Wirklichkeit selbst!

Trotzdem kannst du mit Hilfe der diversen Atommodelle bestimmte Sachverhalte mal besser, mal weniger gut veranschaulichen.

So lässt sich zum Beispiel mit Daltons Atomhypothese sehr gut nachvollziehen, warum es die chemischen Grundgesetze gibt (Gesetz zur Erhaltung der Masse; Gesetz der konstanten Proportionen; Gesetz der multiplen Proportionen). Das könnte man auch mit dem Orbitalmodell oder mit Kimballs Kugelwolkenmodell erklären, aber wozu sollte man solch komplizierte Modelle benutzen, wenn es ein einfacheres auch tut?

Daltons Modell versagt allerdings, wenn du dir über die Art einer chemischen Bindung zwischen Atomen klar werden willst. Dazu brauchst du andere Atommodelle wie das Schalenmodell oder - noch besser - das Kugelwolkenmodell. Aber das ist ja gar nicht mehr Teil deiner Frage...

Ich hoffe, du konntest all dem folgen und hast wenigstens ein bisschen davon verstanden!? Ich hatte ja in den Nachragen schon gesagt, dass dies kompliziert zu verstehen sei...

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

klar sind Ladungen von Bedeutung und stehen mit dem Konzept der Oxidationszahlen im Zusammenhang.

Aber zu nächst einmal zur Richtigstellung: Nein, Wasserstoff hat nicht immer +I.
In elementarer Form hat Wasserstoff die Oxidationszahl 0. Und in Metallhydriden wie Natriumhydrid (NaH) sogar –I.

Außerdem ist das Symbol für Sauerstoff nicht „0” (Null), sondern „O” (oh!). Sodann hat Sauerstoff nicht immer die Oxidationszahl –II. Auch er hat in elementarem Zustand die OZ 0. In Peroxiden wie Wasserstoffperoxid (H2O2) hat Sauerstoff die OZ –I. Und in Fluor-Sauerstoff-Verbindungen wie Sauerstoffdifluorid (OF2) sogar die OZ +II. Also nix da „immer –2”...

Doch nun zu deiner eigentlichen Frage.

Du hast recht, wenn du für das Hydrogensulfit-Anion (HSO3^–) annimmst, das Wasserstoff hier die OZ +I hat, weil das weder elementarer Wasserstoff noch ein Metallhydrid ist. Es stimmt schon, dass Wasserstoff meistens (aber eben nicht immer!) die OZ +I hat.
Analoges gilt hier für Sauerstoff. Da es sich beim Hydrogensulfit-Anion weder um elementaren Sauerstoff noch um ein Peroxid oder einer Sauerstoff-Fluor-Verbindung handelt, hat Sauerstoff hier die OZ –II.

So! Das macht +I (für den einen Wasserstoff) und (3 • –II =) –VI für die drei Sauerstoffe. Das ergibt in der Summe (+I –VI =) –V. EINE NEGATIVE LADUNG HAT DAS BETRACHTETE TEILCHEN, das heißt, die muss unausgeglichen übrig bleiben. Dann muss der eine Schwefel in diesem Ion die restlichen vier negativen Ladungen ausgleichen. Das kann er nur, wenn er selbst die OZ +IV hat. Dann ergibt sich insgesamt

+I + IV –VI = –I,

was der Ladung des Teilchens entspricht.

Die dazu passende Regel im Konzept der Oxidationszahlen lautet:

Die Summe aller Oxidationszahlen entspricht der Ladung eines betrachteten Teilchens.

Im zweiten Teil ist schon deine Grundannahme falsch. Magnesium (Mg) ist im Periodensystem der Elemente (PSE) in der zweiten Hauptgruppe (HG) zu finden. 2. HG heißt, dass die Atome vom Magnesium zwei Außenelektronen haben. Die geben sie in Reaktionen gerne ab. Dann werden aus den Magnesiumatomen ZWEIFACH positiv geladene Magnesiumkationen.

Mg^2+ hat dann die OZ +II (!), weil die Ladung eines Teilchens der Summe aller Oxidationszahlen entsprechen muss. Hier gibt es nur Mg. Das hat die Ladung 2+. Also muss die OZ dieses Magnesiumkations +II sein.

Da die Formel vom Magnesiumoxid MgO lautet und diese Formel keine Ladung besitzt, muss auch hier die Summe aller beteiligten Oxidationszahlen der Gesamtladung des Teilchens entsprechen. Die Gesamtladung ist 0. Daher gilt

+II + x = 0
x = –II

Und somit hat Sauerstoff im Magnesiumoxid die übliche OZ von –II.

Alles klar?

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

Weißgold ist eine Legierung aus (etwas) Gold und relativ viel Silber.

Rotgold ist eine Legierung aus (etwas) Gold (und ein bisschen Silber), aber relativ viel Kupfer.

333er und 585er bezieht sich dabei auf den Anteil des Goldes. In 333er Gold beträgt der Goldanteil 33,3%, in 585er Gold eben 58,5%...

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

beide Reaktionen sind Redoxvorgänge (wobei die erste noch unausgeglichen ist).

In beiden Fällen reagiert ein Stoff (hier Kohlenstoff, C) mit Sauerstoff oder anders ausgedrückt, in beiden Fällen nimmt ein Stoff Sauerstoff auf.

Das versteht man (im veralteten Sinn) unter einer Oxidation.

In beiden Fällen wird auch einem Stoff Sauerstoff entzogen. Im ersten Fall ist das leicht zu erkennen, weil es vorher Kohlenstoffdioxid (CO2) gab und hinterher nur noch Kohlenstoffmonoxid (CO).

Aber im zweiten Fall wird quasi der Menge vom Sauerstoff ein bisschen Sauerstoff „entzogen”.

Der Entzug von Sauerstoff ist aber (nach einer veralteten Sichtweise) eine Reduktion.

Daher gibt es in beiden Fällen sowohl eine Reduktion als auch eine Oxidation und darum sind beides Redoxvorgänge.

Auch mit der neueren Definition der Begriffe Oxidation und Reduktion kannst du das ermitteln (Oxidation = tatsächliche oder formale Elektronenabgabe; Reduktion = tatsächliche oder formale Elektronenaufnahme), aber dazu müsstest du das Konzept der Oxidationszahlen kennen und anwenden. Da ich davon ausgehe, dass du das noch nicht hattest, erspare ich uns jetzt einmal diese Begründung...

Übrigens lautet das Reaktionsschema der ersten Reaktion vollständig

C + CO2 ---> 2 CO

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

du musst zwei Dinge unterscheiden: Mendels Vererbungsregeln gelten grundsätzlich auch für Menschen.

Aber die Versuche, mit deren Hilfe Mendel seine Regeln ermittelt hat, kann man nicht am Menschen nachmachen.

Das hat mehrere Gründe, ethische, aber auch faktische.

Um Mendels Vererbungsregeln nachvollziehen zu können, musst du statistische Untersuchungen durchführen. Um aber statistisch relevante Aussagen zu bekommen, brauchst du genügend große Mengen.

Ein Mensch hat aber eine Tragzeit von etwa neun Monaten für (meist) ein Kind. Wenn du also zu statistisch aussagekräftigen Zahlen kommen möchtest, bräuchtest du aber mindestens 10 bis 50 Nachkommen eines Paares (besser noch 100 und noch besser 1000...). Die Menschenfrau möchte ich sehen, die so viele Kinder zu kriegen bereit (oder in der Lage) ist...

Außerdem müsstest du für Vergleichsuntersuchungen auch in die Partnerwahl eingreifen. Würde es dir gefallen, wenn Wissenschaftler*innen zu dir kämen und zu dir sagten: „Hör gut zu, du paarst dich jetzt mal mit diesem anderen Menschen, damit wir untersuchen können, wie sich dieses oder jenes Merkmal vererbt! Und damit das auch sicher ist, kriegst du bitte nicht nur mehrere Kinder, sondern wir wechseln irgendwann noch ein paar Mal die Personen aus, damit wir sicher gehen können... - Wie bitte? Die ausgesuchten Menschen des anderen Geschlechts gefallen dir nicht? Und so viele Kinder willst du gar nicht? - Egal! Es ist im Interesse der Forschung!” Tolle Idee, oder findest du nicht?

Darüber hinaus gilt es unter zivilisierten Menschen als ethisch nicht vertretbar, am Menschen Experimente zu machen. Das geht allerhöchstens in verzweifelten Situationen, zum Beispiel, wenn ein Patient unheilbar erkrankt ist und sich freiwillig bereit erklärt, an einer Studie zu einem neuen Medikament gegen die Krankheit teilzunehmen... Aber zu solchen Ausnahmen gehören die Überprüfung von Vererbungsregeln sicher nicht.

Ist es dir jetzt verständlicher, warum man die Experimente von Mendel nicht beim Menschen nachmachen kann?

Das ändert aber nichts daran, dass die gefundenen Regeln sich grundsätzlich auch in den Erbgängen von Menschen wiederfinden lassen...

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

weil ein Bariumatom im äußeren Hauptenergieniveau zwei Valenzelektronen hat. Wenn ein Bariumatom diese beiden Außenelektronen abgibt, führt das zu einer stabilen Edelgaskonfiguration in der Elektronenhülle. Dieser Zustand ist energetisch sehr günstig und wird daher von Bariumatomen in Reaktionen angestrebt.

  • Ba - energiereiche Elektronenkonfiguration - ungünstig
  • Ba^+ - immer noch energiereiche Elektronenkonfiguration - ungünstig
  • Ba^2+ - energiearme Edelgaselektronenkonfiguration - günstig

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

ein Dipolmolekül ist ein Molekül, bei dem ein Bereich permanent eine negative Teilladung hat und ein anderer Molekülbereich dauerhaft positiv teilgeladen ist.

Damit ein Molekül ein (permanenter) Dipol sein kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Erstens muss es Bindungspartner geben, die durch eine polare Atombindung miteinander verbunden sind.
  • Aber dann muss das Molekül zusätzlich auch noch eine Geometrie haben, die dafür sorgt, dass sich die entgegengesetzten Teilladungen der polaren Atombindung auf diametral gelegene Molekülbereiche verteilt.

Stell dir das Molekül wie eine Kugel vor. Die besteht aus zwei Halbkugeln (und einem jeweils eigenen Pol) und einer Mittellinie (dem „Äquator”). Wenn die Pole entgegengesetzte Teilladungen haben, handelt es sich um einen Dipol. Sind die Pole dagegen in gleicherweise teilgeladen (wobei sich die entgegengesetzte Teilladung im Inneren des Moleküls oder am „Äquator” befindet, handelt es sich nicht um einen Dipol...

Alles klar?

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

na, überlege Mal...

Ein Monomer mit zwei Catboxygruppen (und zusätzlich zwei Hydroxygruppen) trifft auf ein anderes Monomer mit drei Hydroxygruppen...

Alle Carboxygruppen sind frei zugänglich und können mit allen Hydroxygruppen, die ebenso sämtlichst frei zugänglich sind, unter Wasserabspaltung Esterbrücken bilden.

Das führt ganz offenbar zu Polymerketten, die überaus engmaschig vernetzt sind. Und welcher Kunststofftyp besteht aus engmaschig vernetzten Polymerketten? - Eben! - Duroplaste...

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

na, das Donator-Akzeptor-Konzept hat doch zum Inhalt, dass ein Teilchen etwas abgibt (das ist der Donator), während ein anderes Teilchen dieses Etwas aufnimmt (das ist der Akzeptor).

Und was passiert bei der Reaktion zwischen Magnesium und Sauerstoff? In der Klassenstufe 8 habt ihr offenbar gelernt, dass eine Reaktion mit Sauerstoff oder die Aufnahme von Sauerstoff eine Oxidation ist. Diese Erkenntnis sollt ihr aber nicht anwenden. Aber das zeigt, dass es hier offenbar um eine Oxidation geht.

Nach einer allgemeineren Definition kann aber eine Oxidation nur stattfinden, wenn gleichzeitig damit auch eine Reduktion einhergeht. Das heißt, es gibt immer eine Reduktion und eine Oxidation bei solchen Reaktionen (deshalb bezeichnet man diesen Reaktionstyp auch als Redoxreaktion).

Nach der erweiterten Definition ist eine Oxidation eine Abgabe von Elektronen. Das bedeutet, dass ein Reaktionsteilnehmer Elektronen abgibt. Das ist aber in dem Donator-Akzeptor-Konzept genau der Teil, in dem es um den Donator geht!
Die Reduktion ist wiederum die Teilreaktion, bei der ein Teilchen Elektronen aufnimmt (sie akzeptiert). Das ist dann ja wohl logischerweise der Akzeptor...

Reaktionsschema:
2 Mg + O2 ---> 2 MgO

Oxidationsteilgleichung: Mg ---> Mg^2+ + 2 e^–.....I • 2
Reduktionsteilgleichung: O2 + 4 e^– ---> 2 O^2–
--------------------------------------------------------------------------------------
Redoxgleichung: 2 Mg + O2 ---> 2 Mg^2+ + 2 O^2–

  • Donator: das Magnesiumatom; es gibt zwei Elektronen ab und wird dadurch zum Magnesiumkation
  • Akzeptor: das Sauerstoffatom; es nimmt zwei Elektronen auf und wird dadurch zum Oxidanion

Im zweiten Fall geht es um die Reaktion von Chlorwasserstoff mit Wasser. Je nachdem, welches Konzept ihr verwendet, kann man das unterschiedlich darstellen. In der gebräuchlichsten Version passiert folgendes:

HCl (g) + H2O (l) ---> H3O^+ (aq) + Cl^– (aq)

Gasförmiger Chlorwasserstoff und flüssiges Wasser reagieren unter Bildung von in Wasser gelösten Oxoniumionen und Chloridionen.

Dabei fungiert wieder ein Teilchen als Donator, ein anderes als Akzeptor. Das Chlorwasserstoff-Molekül gibt nämlich an ein Wasser-Molekül ein Proton (H^+) ab. Das Chlorwasserstoffmolekül ist also ein Protonendonator.
Das Wassermolekül nimmt das Proton auf (es akzeptiert das Proton). Darum ist das Wassermolekül ganz offensichtlich in diesem Fall ein Protonenakzeptor.

Nach der Säure-Base-Theorie von Brønsted & Lowry ist aber ein Protonendonator eine Säure. Ein Protonenakzeptor ist eine Base.

Somit hast du über das Donator-Akzeptor-Konzept eine Vergleichsebene dieser beiden unterschiedlichen Reaktionen geschaffen.

In beiden Fällen gibt es ein Teilchen, dass etwas abgibt (der Donator). Und es gibt in beiden Fällen ein Teilchen, dass dieses Etwas aufnimmt (der Akzeptor).

Dennoch gibt es auch einen deutlichen Unterschied bei den beiden Reaktionen:

Einmal geht es um die Übergabe von Elektronen (also negativ geladenen Teilchen). Beim anderen Mal geht es um die Übergabe von Protonen (also eines positiv geladenen Teilchens).

Mit der Säure-Base-Theorie nach Lewis will ich dir jetzt nicht kommen. Da könnte man sich zwar in beiden Vorgängen auf die Elektronen konzentrieren, aber ich bezweifle, dass du dieses Konzept kennst. Aber auch damit könnte man das Donator-Akzeptor-Konzept wiederfinden...

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

na gut...

A2)
Wasserstoff-Atom; 1; 1; 0; 0; 0
Natrium-Atom: 11; 2; 8; 1; 0
Sauerstoff-Atom: 8; 2; 6; 0; 0
NICHT EINDEUTIG LÖSBAR
(aber wahrscheinlich ist folgendes gemeint:
Calcium-Atom: 20; 2; 8; 8; 2)

A3)
a) ein Elektron
b) ein Elektronenpaar (zwei Elektronen)
c) ein Atomrumpf

A4)
Cl• (und um das Cl vorne, oben und unten noch jeweils ein Strich)

Na•
Ne

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

du entnimmst jeweils kleine Proben der vier Substanzen und zwar so, dass du sie eindeutig zuordnen kannst (zum Beispiel durch Beschriftung »Probe 1« aus »Flasche 1«...).

Versuch 1)
Du gibst in jede Probe einen geeigneten pH-Farbindikator (zum Beispiel Universalindikator). Dieser wird sich nur bei der Propionsäure rot verfärben. Somit hättest du diese schon einmal identifiziert...

Versuch 2)
Aus den drei anderen Flaschen entnimmst du erneut eine Probe, die du eindeutig zuordnen kannst.
Dann gibst du destilliertes Wasser zu den Flüssigkeitsproben. Nur n-Heptan lässt sich nicht mit dem Wasser vermischen, weil es unlöslich in Wasser ist. Darum bilden sich in dem Gefäß mit Wasser und n-Heptan zwei Phasen aus (oben n-Heptan, unten Wasser). Damit hast du n-Heptan identifiziert...

Versuch 3)
Bleiben noch Propanon (Aceton) und 2-Propanol (Isopropanol). Wieder nimmst du zwei kleine Proben ab, die du nach der Entnahme eindeutig zuordnen kannst.
Dann glühst du zunächst ein kleines Stück Kupferblech in einer Brennerflamme durch. Dabei bildet sich auf dem Kupferblech ein anthrazitschwarzer Belag von Kupfer-II-oxid. Das noch warme Blech (mit dem Oxidbelag) schmeißt du in eine der beiden - ebenfalls erwärmten - Flüssigkeitsproben. Wenn sich der dunkle Belag vom Kupferblech wieder in reines (und glänzendes) Kuper verwandelt, war deine Probe das 2-Propanol (Isopropanol), denn nur das reduziert das Kupfer-II-oxid wieder zu elementarem Kupfer (wobei der sekundäre Alkohol selbst zu Propanon oxidiert wird). Eine solche Oxidation des Propanons (Acetons) ist nicht möglich.

Auf diese relativ einfache Weise kannst du alle vier Flüssigkeiten mit Hilfe von drei Versuchen eindeutig identifizieren.

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

weil der genetische Code unter anderem redundant (degeneriert) ist. Das bedeutet, dass zwei (oder noch mehr) Tripletts ein und dieselbe Aminosäure codieren (können). Nimm als Beispiel die Aminosäure Leucin. Diese Aminosäure wird eingebaut, wenn auf der mRNA die Tripletts

  • 5' CUA 3'
  • 5' CUC 3'
  • 5' CUG 3'
  • 5' CUU 3'
  • 5' UUA 3'
  • 5' UUG 3'

kommen. Das entspricht auf der DNA den Folgen

  • 3' GAT 5' (codogener Strang) bzw. 5' CTA 3' (Codestrang)
  • 3' GAG 5' (codogener Strang) bzw. 5' CTC 3' (Codestrang)
  • 3' GAC 5' (codogener Strang) bzw. 5' CTG 3' (Codestrang)
  • 3' GAA 5' (codogener Strang) bzw. 5' CTT 3' (Codestrang)
  • 3' AAT 5' (codogener Strang) bzw. 5' TTA 5' (Codestrang)
  • 3' AAC 5' (codogener Strang) bzw. 5' TTG 3' (Codestrang)

Daran siehst du, das recht verschiedene DNA-Tripletts immer die gleiche Aminosäure in eine Polypeptidkette einbauen lassen würden. Das bedeutet, dass du bei einer Aminosäuresequenzanalyse keinen Unterschied feststellen könntest, bei der DNA-Analyse aber sehr wohl.

Ein weiteres Problem besteht bei Eukaryoten darin, dass bei diesen die DNA aus Abschnitten besteht, die am Ende in eine Aminosäuresequenz übersetzt werden (sogenannte Exons), aber auch aus Bereichen, die nicht expremiert werden (Introns). Die Introns werden beim sogenannten Spleißen (einem Teil des prä-mRNA-Processings) herausgeschnitten.
Aber gerade weil die Introns für die Herstellung eines Proteins (zunächst) keine Bedeutung haben, können in ihnen Mutationen auftreten, ohne dass diese unmittelbare Auswirkungen haben. Diese Mutationen sind aber zum Beispiel für die Ermittlung des genetischen Fingerabdrucks dann oft viel aussagekräftiger als die Exons, auf denen ja ein gewisser Selektionsdruck herrscht. Solche Mutationen würdest du aber allein am Protein nicht erkennen.

Auch der umgekehrte Effekt könnte eine (wenn auch untergeordnete) Rolle spielen. Es gibt nämlich bei Eukaryoten das Phänomen des sogenannten „alternativen Splicings”. Hier wird im Processing die mRNA auf verschiedene Weise bearbeitet. Das heißt, dass es prä-mRNAs gibt, die an den Stellen von den Introns befreit werden, wo das ursprünglich auch so vorgesehen war. Das führt dann bei der Proteinbiosynthese zu dem Protein, das auch gebildet werden soll.
Aber manchmal wird die prä-mRNA auch (alternativ) an anderen Stellen geschnitten und von dann abweichenden Intronbereichen befreit. Das führt dann in der Proteinbiosynthese natürlich zu anderen Aminosäuresequenzen und somit zu anderen Proteinen. Das hat offenbar das Ziel, die Menge an verschiedenen Proteinen im Organismus zu erhöhen. Das kann bedeuten, dass ein Protein wirkungslos wird. Es kann aber auch bedeuten, dass dieses alternative Protein eine andere oder sogar bessere Wirkung entfaltet.
Wie auch immer. Ein Problem könnte dann sein, dass du bei der Ermittlung der Aminosäuresequenz fälschlicherweise auf verschiedene Gene schließen könntest, wenn du zufälligerweise zwei alternativ gespleißte Proteine untersuchst.

Wenn du also etwas über das Erbgut erfahren willst, ist die DNA-Sequenzanalyse in jedem Fall die genauere Methode im Vergleich mit einer Aminosäuresequenzanalyse in Polypeptiden.

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

wenn es also um eine spieltechnischen Selbstmord geht, dann geht das selbstverständlich. Du lässt dich einfach schachmatt setzen.

Zum Beispiel so:

1. f2-f3? e7-e5 2. g2-g4?? Dd8-h4#.

Die eröffnungstechnisch überaus miesen ersten beiden Zügen von Weiß führten direkt ins kurzmöglichste Matt aus der Grundstellung heraus...

Da habe ich noch eine sehr schöne Aufgabe für dich:

Weiß macht nacheinander auf jeden Fall folgende Züge (wenn es geht):

1. f2-f3, 2. Ke1-f2, 3. Kf2-g3 und 4. Kg3-h4.

Das macht Weiß, wenn Schwarz nichts zieht, was das verhindert. Aber wenn Schwarz den Weißen an diesen Zügen nicht hindert, kann Schwarz im vierten Zuge mattsetzen. Wie?

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

der Begriff „Puppenruhe” kann als irreführend angesehen werden, weil das ein Stadium im Leben eines Insekts mit Vollverwandlung ist, in der scheinbar nichts passiert (daher „Ruhe”), aber in dem in Wirklichkeit innerhalb der Puppe ein dramatischer Umbau des larvalen Insektenkörpers (Larve) zum geschlechtsreifen Vollinsekt (Imago) erfolgt. Diesen Umbau bezeichnet man als Metamorphose.

Während also die Puppe von außen betrachtet völlig ruhig und bewegungslos ist, spielt sich im Inneren ein kompletter Umbau ab.

Deshalb erscheint der Begriff „Ruhe” nur äußerlich gerechtfertigt. Wenn du ins Innere schaust, ist es da alles andere als ruhig.

Typische Insekten mit solch einem Entwicklungszyklus (Ei ---> Larve ---> Puppe ---> Vollinsekt ---> Eier...) sind Schmetterlinge, Käfer, Fliegen, Bienen, Ameisen, Wespen, Köcherfliegen, Flöhe, um nur die bekanntesten zu nennen...

Und wie dramatisch der Umbau in der Puppe ist, kannst du dir vorstellen, wenn du dir mal die kopf-, augen- und beinlosen Maden einerseits und die ausgewachsene Fliege andererseits anschaust. Auch die Raupen von Schmetterlingen haben nichts mit den aus den Puppen schlüpfenden Vollinsekten zu tun...

Alles klar?

LG von der Waterkant

...zur Antwort

Moin,

Die Säurereste der Phosphorsäure lauten

  • PO4^3– heißt Phosphat
  • HPO4^2– heißt Hydrogenphosphat
  • H2PO4^– heiß Dihydrogenphosphat

Es kommt darauf an, wie viele Protonen (H^+-Ionen) das Säuremolekül abspaltet.

Wenn deine Ionen K^+ und PO4^3– sind, dann heißt das Salz dazu

Kaliumphosphat

und hat die Formel

K3PO4

Im anderen Fall handelt es sich um Kaliumhydrogensulfat (KHSO4) und im letzten Fall geht es um Natriumcarbonat (Na2CO3).

LG von der Waterkant

...zur Antwort