Moin,

unter Mutation versteht man die Veränderung des Erbguts (was zu einer Veränderung von Strukturen bzw. Merkmalen führen kann). Erfolgen die Mutationen in Zellen der Keimbahn, sind sie vererbbar.

Unter Modifikation versteht man dagegen die nicht (ver)erbliche Veränderung einer Struktur oder eines Merkmals durch Umwelteinflüsse.

Modifikationen sind also Veränderungen des Phänotyps, die durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden, nicht vererbbar sind und innerhalb der genetischen Reaktionsnorm liegen.

Beispiele für Modifikationen sind verschieden aussehende Imagines von Atlaskäfern, je nachdem, welches und wie viel Futter deren Larven erhielten, oder unterschiedlich aussehende Edelweiß-Pflanzen, je nachdem, welcher Dosis UV-Strahlung die Keimlinge ausgesetzt waren, oder das Antrainieren von Muskeln...

LG von der Waterkant

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Moin,

ja, klar..., beim Menschen sind das zum Beispiel

  • alle Reflexe
  • das Bedürfnis, Hauterhabenheiten (zum Beispiel Schorf) abzukratzen
  • das Bedürfnis, Popel zu Kügelchen zu rollen,
  • alle Instinktbewegungen (zum Beispiel das Saugen)

Bei manchen Verhaltensweisen kommt gewiss (mindestens) eine Lernkomponente hinzu...

LG von der Waterkant

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Moin,

„Ginko" kenne ich nicht, aber wenn du die Pflanze Ginkgo biloba (Ginkgo-Baum) meinst, dann schau mal hier:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/ginkgo-ist-nicht-gleich-ginkgo-6618

Danach ist die gedächtnisfördernde Wirkung nicht nur nicht belegt, sondern es können auch Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen auftreten. Also solltest du vom Konsum (egal in welcher Form) mit selbst hergestellten Dosierungen auf jeden Fall absehen.

LG von der Waterkant

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Moin,

ich gehe einmal davon aus, dass du die Elektronen des Elektronenrumpfs meinst?! Wenn dem so ist, dann erkennst du die Rumpfelektronenkonfiguration, indem du das Edelgas anschaust, das vor deinem betrachteten Element steht.

Beispiele:

Sauerstoff:
Das Edelgas, welches im Periodensystem der Elemente vor Sauerstoff steht, ist Helium. Daher sind im Sauerstoffrumpf zwei Elektronen in der K-Schale (wie bei Helium-Atomen) und sechs weitere Elektronen in der äußeren L-Schale (= sechs Valenzelektronen). Aus diesem Grunde kannst du die Elektronenkonfiguration von Sauerstoffatomen auch folgendermaßen angeben:

[He] 2s^2 2p^4,

was so viel bedeutet wie: „Zwei Rumpfelektronen (wie bei Heliumatomen) plus sechs Valenzelektronen, die sich mit zwei Elektronen auf das 2s-Orbital und vier Elektronen auf die drei 2p-Orbitale verteilen."

Natrium:
Der Elektronenrumpf des Elements Natrium entspricht dem der Atome des Edelgases Neon. Deshalb kannst du die Elektronenkonfiguration von Natriumatomen auch folgendermaßen angeben:

[Ne] 3s^1

Eisen:
Das vor Eisen stehende Edelgas ist Argon. Dementsprechend kannst du die Elektronenkonfiguration von Eisen wie folgt beschreiben:

[Ar] 4s^2 3d^6

LG von der Waterkant

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Moin,

beim Aufstellen von Reaktionsgleichungen in der chemischen Formelsprache geht es um die kleinsten Teilchen bzw. kleinstzahligen Formeleinheiten, die da miteinander reagieren.

Bei den meisten Elementen sind die kleinsten Teilchen die Atome. So ist es auch bei Aluminium (wenn es als Element auftritt). Aluminiumatome sind voneinander (mehr oder weniger) unabhängige kleinste Teilchen. Deshalb stehen sie in Reaktionsgleichungen alleine da („Al"). Wenn du mehr als ein Atom vom Aluminium benötigst, schreibst du einen Faktor vor das Elementsymbol, zum Beispiel „4 Al"... Das machst du, gerade weil die einzelnen Aluminiumatome im Prinzip unabhängig voneinander sind. Die Schreibweise „4 Al" bedeutet nämlich so viel wie „vier einzelne (unabhängige) Aluminiumatome".

Beim Element Sauerstoff ist das anders. Sauerstoff gehört (zusammen mit Wasserstoff, Stickstoff und den vier Halogenen Fluor, Chlor, Brom und Iod) zu den sieben Ausnahmen im Periodensystem der Elemente, wenn es um kleinste Teilchen geht. Bei diesen sieben Elementen sind nämlich nicht einzelne, voneinander unabhängige Atome die kleinsten Teilchen, sondern das sind zweiatomige Minimoleküle. Das heißt, die kleinsten Teilchen des Elements Sauerstoff sind (fast immer) zwei miteinander verbundene Sauerstoffatome. Da diese beiden Sauerstoffatome also nicht mehr unabhängig voneinander sind, sondern quasi als „Doppelpack" miteinander "umherwandern", drückt man diesen Umstand in der chemischen Symbolsprache dadurch aus, dass man hinter das Symbol für Sauerstoff („O") eine tiefgestellte „2" schreibt. Dieser Index bedeutet nämlich soviel wie „zwei miteinander verbundene Sauerstoffatome, die ein Minimolekül bilden".

So ein Index (also die tiefgestellte Zahl in einer Formel hinter einem Elementsymbol oder einer Klammer) bezieht sich nämlich stets auf das direkt vor dem Index Stehende.

Darum lautet zum Beispiel die Reaktionsgleichung für die Bildung von Aluminiumoxid aus den Elementen wie folgt:

4 Al + 3 O2 ---> 2 Al2O3

Das bedeutet soviel wie „Vier einzelne und unabhängige Aluminiumatome und drei zweiatomige Sauerstoff-Minimoleküle reagieren zu Aluminiumoxid, in dem auf zwei Aluminium-Kationen drei Oxid-Anionen kommen."

Fazit:
Als kleinste Teilchen treten bei den sieben Ausnahme-Elementen Wasserstoff (H2), Stickstoff (N2), Sauerstoff (O2) sowie den vier Halogenen Fluor (F2), Chlor (Cl2), Brom (Br2) und Iod (I2) keine einzelnen Atome, sondern zweiatomige Minimoleküle auf.

Bei den anderen Elementen geht man dagegen von einzelnen Atomen aus (manche plädieren allerdings dafür, dass Schwefel als „S8" geschrieben werden sollte, weil im Element Schwefel achtatomige Ringe als kleinste Teilchen vorkommen, aber das führt in der Regel zu großen Zahlen in Reaktionsgleichungen, so dass es immer noch weit verbreitet ist, stattdessen wie bei den anderen Elementen auch von einzelnen Atomen auszugehen und „S" zu schreiben...).

LG von der Waterkant

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Moin,

Gentechnik ist ein heikles Thema. Es gibt viele, die davor Angst haben, weil sie meinen, dass der Mensch nicht alles tun dürfe, wozu er in der Lage ist. Doch auf der anderen Seite gibt es auch viele Menschen, die der Meinung sind, dass der Einsatz von gentechnischen Verfahren dem Wohle der Menschheit diene und deshalb in reglementiertem Rahmen unbedingt gestattet sein sollte. Bevor man sich zu diesem Thema eine Meinung bildet oder gar dieselbe äußert, sollte man sich einerseits darüber klar sein, dass es verschiedene Bereiche gibt, in denen Gentechnik zur Anwendung kommt, so dass man durchaus die Methoden in einem Bereich befürworten, aber in einem anderen Zusammenhang ablehnen kann. Andererseits sollte man sich einen Überblick über Pros und Contras verschaffen, um sich ein differenziertes Urteil bilden zu können. Dazu gehört dann eventuell auch, dass man auf „Totschlagargumente“ verzichtet. So ist die allgemeine Aussage: „Es gibt so viele Schurken unter den Menschen, dass man Gentechnik schon deshalb verbieten muss, weil solche Menschen sonst weitere Möglichkeiten in die Hand bekommen, andere zu unterdrücken oder zu erpressen!“ wenig hilfreich, weil man dem nur zustimmen kann, ohne dass dies wirklich etwas über die Einschätzung des Themas beiträgt. Ähnliches gilt auch für eine rein emotionale Aussage wie „Ich habe davor Angst!" Obwohl in derlei Aussagen natürlich Wahres steckt, erübrigt sich meist eine weitere Diskussion mit Verfechtern solcher Statements, weil dagegen nicht argumentiert werden kann.

Gebiete der Gentechnik sind vor allem in der Agrarwirtschaft (Grüne Gentechnik, grün, weil in der Regel Pflanzen betroffen sind), in der Medizin oder der Kriminalistik-Forensik (Rote Gentechnik, rot, weil es hierbei in erster Linie um Menschen bzw. Tiere mit rotem Blut geht – Wirbeltiere), in der Industrie (Weiße Gentechnik) oder bei der Abfallwirtschaft (Graue Gentechnik). Im Folgenden wird exemplarisch einmal eine Pro- und Contraliste von Argumenten bezüglich verschiedener Fragestellung für die Grüne Gentechnik vorgestellt.

1) Gentechnik zur Steigerung des Ertrags und damit zur Bekämpfung des Hungers in der Welt

  • Pro: Die Zahl der Menschen nimmt weiter zu – Schon bald werden wir über 9 Milliarden sein, die hauptsächlich in Städten leben und mehr Fleisch als bisher essen wollen. Damit wir zudem auch noch unseren steigenden Bedarf an Energie und Rohstoffen decken können, muss die landwirtschaftliche Produktion in den nächsten Jahrzehnten fast verdoppelt werden. Das ist mit ausschließlich herkömmlichen Züchtungsmethoden nicht möglich. Gentechnik allein wird zwar den Hunger nicht aus der Welt schaffen, aber sie kann einen wichtigen Beitrag leisten.
  • Contra: Nie zuvor hat die Menschheit mehr Nahrungsmittel produziert als heute. Über ein Drittel davon wird bei uns weggeschmissen. Wenn Lebensmittel gerecht verteilt wären, müsste niemand hungern. Dennoch hungern heute eine Milliarde Menschen - mehr als je zuvor auf diesem Planeten. 70% aller Hungernden leben auf dem Lande – insbesondere in Asien und Afrika. Was den Menschen dort fehlt, ist der Zugang zu Land, Wasser und Saatgut, zu praktischem Know-how, zu lokalen Märkten und einfachen Technologien. Mit Gentechnik-Pflanzen wird bisher ausschließlich Tierfutter, Baumwolle und Energie vom Acker produziert. In Entwicklungsländern konkurrieren sie so mit der Produktion von Lebensmitteln für lokale Märkte. Patente auf Gentechnik-Pflanzen bringen arme Bauern in neue Abhängigkeiten, da sie ihre Ernte nicht mehr zur Aussaat nutzen dürfen, ohne Lizenzen zu zahlen. Über tausend Patente auf Gentechnik-Pflanzen sind bereits erteilt worden.

2) Gentechnik zur Bekämpfung des Klimawandels

  • Pro: Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft in vielen Regionen vor abrupte und extreme Herausforderungen. Mit Gentechnik können wir schneller und besser neue Sorten entwickeln, die z.B. gegen Überschwemmung, Dürre, Versalzung oder neue Schädlinge widerstandsfähig sind und zudem höhere Erträge liefern.
  • Contra: Die Vielfalt der Pflanzen ist die Lösung, nicht Gentechnik. Seit Generationen arbeiten Landwirte mit einer Vielfalt von Pflanzen, die den jeweiligen Umweltbedingungen wie Trockenheit oder Kälte durch Zucht angepasst wurden. Die Einstellung auf den Klimawandel muss also zusammen mit den Landwirten und ihrem lokalem Wissen gemeistert werden. Alle Sorten, die eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Dürre oder Überschwemmungen oder auch hohen Salzgehalt im Boden haben, wurden traditionell entwickelt oder konventionell gezüchtet. Die Gentechnik hat bisher nicht zur Lösung der Probleme des Klimawandels beigetragen. Obwohl seit Jahrzehnten gewaltige Geldmengen in die Gentechnik-Forschung fließen, ist noch keine Gentechnik-Pflanze auf dem Markt, die den speziellen Anforderungen wie Dürre oder Überschwemmung widersteht.

3) Agro-Gentechnik ist nichts anderes als Pflanzenzucht (mit anderen Mitteln)

  • Pro: Gentechnik ist nur eine erweiterte Art der Pflanzenzüchtung. Schon immer haben die Menschen versucht, die Qualität ihrer Nutzpflanzen durch Züchtung zu verbessern. Die Gentechnik macht nichts anderes, nur auf eine moderne Art und Weise.
  • Contra: Gentechnik ist keine Züchtung. Gentechnische Veränderung provoziert bekannte und unbekannte Risiken. Züchtung kann nur innerhalb verwandter Arten erfolgen. Bei der Agrogentechnik werden Artgrenzen überschritten, indem fremde Genkonstrukte auf Pflanzen übertragen werden. Man kann bei einigen Gentechnik-Verfahren nicht sicher vorhersagen, an welcher Stelle der Organismen die Genkonstrukte landen und wie sie dort auf Dauer wirken.

4) Gentechnik-Produkte schonen Ressourcen und die Umwelt

  • Pro: Der Anbau von Gentechnik-Pflanzen schont die Umwelt, weil sich damit der Pestizideinsatz senken lässt. Bt-Pflanzen produzieren selbst ein Gift gegen ihre Schädlinge. Daher muss zum Beispiel bei Bt-Baumwolle und Bt-Mais deutlich weniger gespritzt werden. Dasselbe gilt für die Gentechnik-Pflanzen, die das Spritzmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat tolerieren. Der Bauer muss statt dreimal nur noch einmal spritzen. Dadurch wird die Umwelt entlastet.
  • Contra: Gentechnik gefährdet die Umwelt und die biologische Vielfalt. Zahlreiche Studien zeigen, dass zwar in den ersten Jahren des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen zum Teil weniger Spritzmittel auf den Äckern landen, nach einigen Jahren kommen jedoch häufig mehr Gifte zum Einsatz. Der Agrochemie-Konzern Monsanto (jetzt im Beyer-Konzern) ist Weltmarktführer mit dem Spritzmittel Roundup, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. Monsanto ist ebenfalls Weltmarktführer mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Die meisten sind mit einer Resistenz gegen Glyphosat ausgestattet und werden „im Doppelpack“ mit dem Ackergift verkauft. Da die Unkräuter immer mehr Resistenzen bilden, werden immer noch mehr Gifte in Mischungen aus Spritzmitteln eingesetzt. Der massive Einsatz von Spritzmitteln zerstört die biologische Vielfalt; es gibt also weniger Wildpflanzen und in der Folge weniger Insekten und Vögel in der Landschaft. Hinzu kommt, dass viele Landwirte die Mittel übermäßig einsetzen, weil sie sich nicht an die Empfehlungen halten.

5) Sicherheit von Gentechnik-Produkten

  • Pro: Gentechnik-Pflanzen werden vor der Zulassung ausreichend getestet. Bevor eine gentechnisch veränderte Pflanze in der Europäischen Union angebaut oder auch nur importiert werden darf, muss sie einen langen Prüfungsprozess durchlaufen. Erst wenn wirklich klar ist, dass weder die Menschen noch die Umwelt durch die neue Pflanze geschädigt werden, erfolgt die Zulassung. Die Empfehlungen hierfür erteilt die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA.
  • Contra: Gentechnik-Pflanzen werden nicht ausreichend getestet; es gibt keine unabhängige Sicherheitsforschung. Die Studien, die für die Zulassungsverfahren in der EU erstellt werden, sind nicht neutral, sondern stammen von den Gentechnikkonzernen selbst. Diese führen keine Langzeitstudien durch. Niemand kann wissen, wie sich Gentechnik-Pflanzen langfristig auf die menschliche Gesundheit und auf die Umwelt auswirken. Außerdem werden brisante Ergebnisse oft zurückgehalten. So hat beispielsweise der Gentechnikkonzern Monsanto die Ergebnisse eine Fütterungsstudie erst nach einer Klage von Greenpeace herausgerückt. Die Studie hatte auf Schädigungen von Leber und Nieren bei Ratten hingewiesen, die mit dem Gentechnik-Mais MON 863 gefüttert wurden.

6) Kontrolle

  • Pro: Auskreuzungen lassen sich begrenzen oder sind unproblematisch. Koexistenz, also das Nebeneinander von Gentechnik-Landwirtschaft und konventionellem Anbau, ist möglich. Dafür sorgt das Gentechnikgesetz mit seinen Abstandsregeln. Es verpflichtet die Bauern dazu, darauf zu achten, dass ihre Gentechnik-Pflanzen nicht auf die Felder von Nachbar-Bauern gelangen, die gentechnikfrei arbeiten. Außerdem müssen sie dafür Sorge tragen, dass sich auch bei den landwirtschaftlichen Geräten und Transportwagen Gentechnik-Pflanzen nicht mit herkömmlichen Pflanzen vermischen.
  • Die Ausbreitung von Gentechnik-Pflanzen lässt sich nicht verhindern und ist unwiderruflich. Einmal in die Natur freigesetzt, lassen sich gentechnisch veränderte Organismen nicht mehr kontrollieren oder zurückholen. Abstandsregelungen verhindern nicht, dass sich Gentechnik-Pflanzen mit Wild- oder herkömmlichen Pflanzen kreuzen. Denn Pollen fliegen über Grenzen hinweg und werden auch von Bienen kilometerweit getragen. In landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Geräten sowie bei der Weiterverarbeitung lässt sich die strikte Trennung praktisch nicht durchsetzten. Und so kommt es immer wieder zu ungewollten Verunreinigungen: Beispielsweise fand Greenpeace 2006 illegalen Gen-Reis aus den USA und China in deutschen Supermärkten. 2009 mussten Leinsamenprodukte aus dem Sortiment genommen werden, weil sie mit gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt waren. Sie hatten nirgends eine Zulassung, sondern waren im Rahmen eines Versuchsanbaus in Kanada neun Jahre zuvor freigesetzt worden.

7) Gentechnik schafft Arbeit(splätze)

  • Pro: Gentechnik ist eine Zukunftstechnologie, die Arbeitsplätze schafft. Die Grüne Gentechnik ist wie ihre Schwestern, die Rote, Weiße und Graue Gentechnik eine Zukunftstechnologie, die auch für den Arbeitsmarkt große Chancen bietet. Leider sorgt die derzeitige Gesetzgebung dafür, dass dieses Potenzial noch nicht ausreichend ausgeschöpft werden kann. Es dauert zu lange und es ist zu schwierig, Gentechnik-Pflanzen in der EU zuzulassen.
  • Contra: Gentechnik vernichtet und gefährdet Arbeitsplätze. Die Agro-Gentechnik ist eine Rationalisierungstechnologie, das heißt, sie vernichtet Arbeitsplätze in der Landwirtschaft. Auch fördert sie die Konzentration in der Züchtungsbranche. So kauft das amerikanische Saatgut-Unternehmen Monsanto immer mehr seiner Konkurrenten auf. 90 % aller Gentechnik-Pflanzen stammen von Monsanto. Nach einer Studie des Forschungsministeriums bietet die Agro-Gentechnik in Deutschland etwa 500-1500 Arbeitsplätze. Dabei ist die Gefahr groß, dass Arbeitsplätze in der Bio-Branche und der konventionellen Landwirtschaft verloren gehen. Schon jetzt müssen gentechnikfrei wirtschaftende Bauern große Anstrengungen aufbringen, um Verunreinigungen zu vermeiden und Tests zu bezahlen, die die Gentechnikfreiheit ihrer Produkte belegen. Der Babynahrungshersteller Hipp hat bereits angedroht, seine Rohstoffe aus Österreich zu beziehen, wenn in Deutschland nicht gut genug darauf geachtet wird, dass es nicht zu Verunreinigungen kommt.

Und so könntest du fortfahren. Weitere Argumentationen:

Vorteile der Gentechnik

Mit Hilfe genetisch veränderter Pflanzen kann in Zukunft biologisch abbaubares Plastik geschaffen werden. Und gentechnisch veränderte Bakterien könnten im Kampf gegen Ölkatastrophen eingesetzt werden. Moderne Gesundheitsvorsorge ist ohne Gentechnik nicht mehr vorstellbar, und es werde eine systematische genbasierete Medizin entstehen, die auf die individuellen Bedürfnisse und therapeutischen Leistungen zugeschnitten werden kann.
Allein in Deutschland warten rund 14.000 schwer kranke Menschen auf ein Organ, aber nur 4.000 Organe konnten im vergangenen Jahr übertragen werden. Ein Drittel der Patienten stirbt, bevor sie ihr Spenderorgan erhalten. Ein großes Problem bei Transplantationen ist darüber hinaus, dass die Transplantate abgestoßen werden. Für komplexe Organe wie Gehirn oder Rückenmark steht kein Spendergewebe zur Verfügung...
Menschen, die unter Parkinson, Alzheimer oder Diabetes... leiden, dürfen hoffen, dass die Stammzellenforschung ihnen hilft, weshalb sie erwarten dürfen, dass sie betrieben wird.

Nachteile der Gentechnik

Laut einer Studie des US-Landwirtschaftsministeriums bringt die Grüne Gentechnik den Bauern weder höhere Erträge noch wird der Pestizideinsatz verringert. Der Preisverfall wird sich wahrscheinlich selbst bei hervorragendem Erfolg der Gentechnologie in Grenzen halten, da durch die steigende Erdbevölkerung auch die Nachfrage nach Lebensmitteln steigt.
Wird ein Breitband-Herbizid eingesetzt, so können eventuell Wildpflanzen ausgerottet werden. Insbesondere können davon verwandte Wildpflanzenarten (zum Beispiel Wildmais) betroffen werden. Monokulturen drohen zu entstehen. Daraus ergibt sich, dass der Einsatz nur in Großbetrieben möglich ist, wo zwischen den einzelnen Feldern mit verschiedenen Pflanzen ein „Sicherheitsabstand“ gewährleistet ist, so dass das Antigen nicht auf andere Pflanzen überspringen kann.
Als Erkennungszeichen dafür, wo der Gentransfer stattfand, wurde ein Gen eingesetzt, das den menschlichen Körper gegen ein Antibiotikum resistent machen könnte. Risiken können oft noch nicht überblickt werden. Es wurden noch keine genügend detaillierten Tests durchgeführt. Gentechnik kann im militärischen Bereich eingesetzt werden. Gefährliche Mikroorganismen können durch sie noch gefährlicher gemacht werden.

Aufgetretene Probleme

Weitere Probleme, die aufgrund der Gentechnik bereits aufgetreten sind:

-   Kartoffeln, die mit einem Schneeglöckchen-Gen gegen Insektenfraß resistent gemacht worden waren, schädigten das Immunsystem und Organe von Ratten.

-   Pappeln, die zur falschen Jahreszeit blühten.

-   Genbaumwolle, welche die Kapseln bereits vor der Ernte abwarf.

In Zukunft werden wahrscheinlich nur wenige, monopolistisch geführte Unternehmen, den Weltmarkt kontrollieren. So teilen sich bereits jetzt 24 von insgesamt 1.500 Unternehmen die Hälfte des Saatgutmarkt der Welt auf. In Amerika beherrscht Monsanto schon 80 % des US-Saatgutmarktes für Baumwolle. Der Anteil einzelner Firmen wird noch steigen, da es auf Gentechnik bekanntlich Patente gibt.

Von Gegnern der Gentechnik wird darauf hingewiesen, dass zwar allgemein ökonomische Risiken bestehen, diese dürfen aber nicht instrumentalisiert werden, um ohne gründliche Abwägung von Chancen und Risiken Gentechnik einzusetzen.

Du siehst, das Thema ist komplex (und hier wurde bisher überwiegend nur auf die Grüne Gentechnik eingegangen!)...

LG von der Waterkant

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Moin,

Zu 4.1
Wahrscheinlich wollte deine Lehrkraft hier Chlorid (Cl^–), Bromid (Br^–) und/oder Iodid (I^–) lesen. Dabei weise ich allerdings darauf hin, dass auch sogenannte Pseudohalogenide (wie zum Beispiel Cyanid, CN^–) oder Sulfid (S^2–) mit Silberkationen (äußerst) schwer lösliche Salze bilden, die von daher mit Silbernitrat nachgewiesen werden können.

Zu 4.2
Neben den von dir erwähnten Sulfat-Anionen (SO4^2–) fällen Bariumkationen auch Carbonat-Anionen (CO3^2–) aus. Deshalb sollte man die Lösungen A und B vorher ansäuern (was zur Zersetzung der Carbonat-Anionen führen würde; siehe aber Hinweis bei der Beobachtung zu Lösung B...).

Zu 4.3
Oxonium-Kationen (H3O^+) oder Hydroxid-Anionen (OH^–).

Zu 4.4
In Lösung A sind Oxonium-Ionen und Chlorid-Anionen vorhanden. Das siehst du daran, dass Lösung A das pH-Papier rot färbt (Zeichen für Oxonium-Ionen) und mit Silbernitrat ein weißer (käsiger) Niederschlag ausfällt. Bromid-Anionen oder (vor allem) Iodid-Anionen ergeben mit Silbernitrat eher gelbliche bis gelbe Niederschläge. Lösung A ist also eine salzsaure Lösung.
Über Lösung B lässt sich nur sicher sagen, dass Sulfat-Anionen enthalten sind und dass keine Oxonium- oder Hydroxid-Ionen enthalten sind. Die Zugabe von Barium-Kationen führt hier zu einem weißen Niederschlag von Bariumsulfat. Wäre es Bariumcarbonat, so ließe sich der Niederschlag durch die Zugabe von Salzsäure auflösen. Die grüne Verfärbung des pH-Papiers zeigt eine neutrale Lösung an. Es handelt sich also um eine Sulfat-Neutralsalz-Lösung. Aber als Gegenionen für das Sulfat-Anion kommen einige in Betracht, zum Beispiel Natrium-, Kalium-, Magnesium- oder Aluminium-Kationen...

Warum wusstest du das in der Arbeit nicht? Und warum weißt du das jetzt immer noch nicht?

LG von der Waterkant

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Moin,

kommt auf den "Lehr- bzw. Bildungsplan" (d)eines Bundeslandes an. Es ist mir jetzt zu umständlich, die Lehr- / Bildungspläne aller Bundesländer zu durchforsten, um dir sämtliche Themen aufzulisten.

Schau in die Pläne des dich interessierenden Bundeslandes selbst hinein. Sie sind im "Netz der Netze" veröffentlicht. Dort findest du alle Themen aller Fächer für alle Klassenstufen (also auch für die 8. Klasse)...

LG von der Waterkant

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Moin,

"Teilung der Stoffe" ist eine schlechte Formulierung, weil radioaktive Stoffe nicht "geteilt" werden, sondern die radioaktiven Kerne zerfallen...

Daher:

Die Halbwertszeit gibt die Zeit an, die vergeht, bis die Hälfte der Menge eines radioaktiven Stoffes zerfallen ist.

Und bei 4) geht es darum, den alpha-Zerfall von Radon-222 zu zeigen. Dazu musst du wissen, dass ein alpha-Zerfall vorliegt, wenn ein radioaktiver Kern ein sogenanntes alpha-Teilchen ausstößt. Ein alpha-Teilchen ist wiederum nichts anderes als ein Heliumkern. Der Heliumkern besteht aus zwei Protonen sowie zwei Neutronen und hat somit die Masse von 4 u.

Daher:

222(oben)86(unten)Rn ---> 218(oben)84(unten)Po + 4(oben)2(unten)He

Wie kommt man darauf? Von der Massenzahl 222 (des Radonkerns) ziehst du 4 ab (für die Massenzahl des ausgesendeten Heliumkerns) und kommst so rechnerisch auf (222 – 4 =) 218.
Aber der Kern von welchem Element hat diese Massenzahl von 218 u?

Nun, ein abgestoßener Heliumkern hat immerhin zwei Protonen (und zwei Neutronen). Daher verringert sich die Protonenzahl (= Ordnungszahl) des Radonkerns um zwei (weil unter anderem eben zwei Protonen den ursprünglichen Radonkern verlassen). Du rechnest also 86 – 2 = 84. Und jetzt musst du nur noch im Periodensystem der Elemente nachschauen, welches Element auf Position 84 zu finden ist. Das ist Polonium (Po).

Alles klar?

LG von der Waterkant

Die Aussendung eines Helium

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Moin,

was genau meinst du mit "Strategien"?

Generell kann ich die Bücher von John Nunn sehr empfehlen, zum Beispiel

  • Nunn, John (2002): »Schach verstehen - Zug um Zug«, Gambit Verlag
  • Nunn, John (2012): »Das Verständnis des Mittelspiels im Schach«, Gambit Verlag
  • Nunn, John (2006): »Großmeisterschach - Zug um Zug«, Gambit Verlag
  • Nunn, John (2009): »Schachgeheimnisse - Ein Kursus zum Selbstunterricht«, (Praxis Schach) Edition Olms, 3. Auflage

Nunn erläutert sehr verständlich und dadurch gut nachvollziehbar fast jeden einzelnen Zug in (Meister-)Partien. Beim Nachspielen und Studieren der Partien und Anmerkungen lernt man sehr viel über Pläne und deren Verwirklichungen.

Um dir einen generellen Überblick über (positionelle) Schachideen zu verschaffen, gibt es die "Klassiker", zum Beispiel

  • Lasker, Emanuel (2012): »Lehrbuch des Schachspiels« Beyer Verlag, 10. Auflage
  • Euwe, Max & Kramer, Haije (1956): »Das Mittelspiel« Bände 1 - 12 in einem Band, Verlag Das Schacharchiv - Rattmann
  • Müller, Hans (1970): »Vom Element zur Planung - Praktische Schachstrategie«, Engelhardt Verlag

Etwas "Spezielleres" bieten

  • Nimzowitsch, Aaron (diverse Jahre): »Mein System«, diverse Verlage, viele Auflagen...
  • Nimzowitsch, Aaron (diverse Jahre): »Die Praxis meines Systems«, diverse Verlage, diverse Auflagen...
  • Watson, John (2002): »Geheimnisse der modernen Schachstrategie - Fortschritte seit Nimzowitsch«, Gambit Verlag
  • Watson, John (2004): »Schachstrategie in Aktion«, Gambit Verlag
  • Marovic, Drazen (2004): »Geheimnisse des positionellen Schachs«, Gambit Verlag

Und dann gäbe es da noch Bücher, die auch psychologische Momente oder Ursachen für (Fehl-)Entscheidungen einbeziehen, zum Beispiel

  • Rowson, Jonathan (2003): »Die Sieben Todsünden des Schachspielers«, Gambit Verlag
  • Rowson, Jonathan (2007): »Schach für Zebras«, Gambit Verlag

Wie gesagt, ich kann vor allem die Bücher von Nunn empfehlen, aber auch Watson schreibt sehr verständlich.

Wenn du unterhaltsam-lehrreiche Lektüre suchst, kann ich dir außerdem jedes Buch aus der Reihe Juniorschach ans Herz legen, aber das Angebot dabei ist breit gefächert:

  • Walker: »Anfangen mit Schach«
  • Walker: »Die ersten Züge«
  • Walker: »Angriff auf den König«
  • Harding: »Besser Schachspielen«
  • Webb: »Schach für Tiger«
  • Phillips: »Der Schachlehrer«
  • Walker: »Schach für die Meister von morgen«
  • Keene & Whiteley: »Der entscheidende Zug«
  • Walker: »Teste dein Schach«

Etwas anderes ist es natürlich, wenn du mit "Strategien" Angriffsführungen und / oder taktische Motive gemeint haben solltest. Auch dafür gibt es natürlich eine ganze Reihe guter Bücher...

LG von der Waterkant

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Moin,

es kommt zu einer sogenannten Neutralisationsreaktion:

H2SO3 (aq) + 2 KOH (aq) ---> K2SO3 (aq) + 2 H2O (l)

Säuren und Basen (Laugen) bilden zusammen ein Salz (hier Kaliumsulfit) und Wasser. Da Wasser einen neutralen pH-Wert hat, nennt man das "Neutralisation".

Reaktionsgleichungen erstellt man nach folgendem Schema:

1. Wortgleichung aufstellen:
Eine wässrige Lösung Schweflige Säure und Kaliumhydroxid-Lösung (Kalilauge) reagieren zu in Wasser gelöstem Kaliumsulfit und flüssigem Wasser.

2. Übersetzen der Wortgleichung in eine vorläufige Formelgleichung:
H2SO3 + KOH ---> K2SO3 + H2O

3. Ausgleichen der vorläufigen Formelgleichung (Erstellen der Reaktionsgleichung):
H2SO3 + 2 KOH ---> K2SO3 + 2 H2O

4. Ergänzung von chemischen Symbolen zu sonstigen Informationen:
H2SO3 (aq) + 2 KOH (aq) ---> K2SO3 (aq) + 2 H2O (l)

Fertig!

LG von der Waterkant

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Moin,

da wird dir nichts anderes übrig bleiben, als in oberflächlichen Stichpunkten zu bleiben. Definitionen, ein Beispiel und dergleichen.

Allein mit den Evolutionsfaktoren könnte man locker vier bis fünf Schulstunden (!) füllen. Auch die Selektion bietet Stoff für mindestens ein bis zwei Schulstunden.

  • Natürliche Auslese und "Survival of the fittest" passen schon einmal zusammen. Sie können bei den Evolutionsfaktoren untergebracht werden (siehe unten).
  • Vergleich mit anderen (Evolutions-)Theorien? Bei der Kürze der Zeit wird da wohl nur ein Vergleich mit Lamarcks Evolutionstheorie übrig bleiben. Auf die Katastrophentheorie von Cuvier, auf den Kreationismus (Intelligent Design) und die Gegenbewegung der Pastafari (das fliegende Spaghetti-Monster) wirst du kaum zu sprechen kommen können, weil auch das allein locker drei Schulstunden füllen könnte.
  • Evolutionsfaktoren: 1) Mutation und Rekombination ---> Veränderung des Genpools ---> kann zur evolutiven Veränderung ("Weiterentwicklung") einer Population führen. 2) Selektion (hier könntest du die "natürliche Auslese" und das Überleben des Bestangepassten unterbringen, aber auch die drei Selektionsformen: stabilisierende Selektion, transformierende Selektion und spaltende Selektion). 3) Gendrift mit den Schlagworten Gründereffekt und Flaschenhalseffekt. 4) Weitere Faktoren wie Migration (Zu- oder Abwanderung), Genfluss & Isolation sowie Hybridisierung. 5) Horizontaler und vertikaler Gentransfer.

Puh, wenn ich das alles so lese, muss ich dir sagen, dass ich kaum eine sinnvolle Möglichkeit sehe, das alles in einer 7-Minuten-Präsentation unterzubringen.

Darum mein Rat: Kürzen, was das Zeug hält. Beschränke dich auf das Wesentlichste, aber nenne Unwichtigeres als Stichwort (und kenn dich damit aus für den Fall einer anschließenden Befragung).

  • Überschrift: Evolutionsfaktoren
  • 1) Mutation & Rekombination
  • 2) Selektion
  • 3) Gendrift
  • 4) Andere Faktoren (nur aufzählen)
  • Am bekannten Beispiel der Giraffenhälse Darwin & Lamarck einander gegenüberstellen und vergleichen...

Die Person, die dir diesen Auftrag erteilt hat, scheint mir nicht ganz bei Trost zu sein (sofern du alles richtig verstanden hast!). Aber das hilft dir nichts. Augen zu und durch. Viel Erfolg!

LG von der Waterkant

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Moin,

die Elektronegativität ist ein relatives Maß für die Stärke, mit der ein Atomrumpf ein bindendes Elektronenpaar zu sich heranzieht.

Das bedeutet, dass ein Atomrumpf, der eine Atombindung (= Elektronenpaarbindung) zu einem anderen Atomrumpf ausgebildet hat, an dem sich bildenden bindenden Elektronenpaar "zieht". Je stärker der Atomrumpf das kann, desto größer ist sein Elektronegativitätswert. Der Wert ist aber nur ein relatives Maß, weil die Elektronegativität keine absolute Größe ist, die man direkt messen kann. Man kann die Elektronegativitätswerte nur im Vergleich mit anderen herausfinden, also relativ zueinander...

Und nun stell dir vor, dass sich zwei Atomrümpfe über eine solche Atombindung verbinden. Beide Atomrümpfe "ziehen" an dem bindenden Elektronenpaar. Wenn sie das nicht mit (annähernd) gleicher Stärke tun, verschiebt sich das bindende Elektronenpaar zu dem stärker ziehenden Atomrumpf (der die größere Elektronegativität hat).

Da aber bindende Elektronenpaare immer noch von Elektronen gebildet werden und Elektronen negative Ladungsträger sind, zieht der elektronegativere Atomrumpf demnach negative Ladungsträger näher zu sich heran. Dadurch wird der elektronegativere Bindungspartner insgesamt ein bisschen stärker negativ geladen. Man sagt dann, er erhält eine negative Teilladung (= Partialladung).

Umgekehrt wird der Bindungspartner, von dem das bindende Elektronenpaar "weggezogen" wird, etwas positiver als zuvor. Dieser Bindungspartner hat dann eine positive Teil- oder Partialladung.

Soweit, so klar, hoffe ich.

Tja, und nun bist du schon in der Lage zu verstehen, dass eine Bindung polar sein kann. Das ist immer dann der Fall, wenn die Differenz zwischen den Elektronegativitätswerten eine bestimmte Größe erreicht. Als Faustregel gilt:

  • EN-Differenz zwischen 0,0 und 0,4: unpolare Atombindung
  • EN-Differenz zwischen 0,5 und 1,6: zunehmend stärker werdende polare Atombindung
  • EN-Differenz ab 1,7: Ionenbindung

Alles klar?

LG von der Waterkant

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Moin,

kommt darauf an.

Direkt aus Elementen geht das, wenn du Halogene mit Wasserstoff reagieren lässt, zum Beispiel

Chlor und Wasserstoff reagieren zu Chlorwasserstoff (Hydrogenchlorid; "Salzsäure")
Cl2 (g) + H2 (g) ---> 2 HCl (g)

Aber Vorsicht! Die Reaktion ist ziemlich heftig und birgt ein gewisses Explosionsrisiko (Knallgasgefahr).

Ansonsten könntest du Nichtmetalle mit Sauerstoff reagieren lassen und die entstehenden Oxide in Wasser lösen, zum Beispiel

Kohlenstoff und Sauerstoff reagieren zu Kohlenstoffdioxid, das sich in Wasser (ein wenig) zu Kohlensäure umsetzt.
C (s) + O2 (g) ---> CO2 (g)
CO2 (g) + H2O (l) --><------------ H2CO3 (aq)

oder

Schwefel und Sauerstoff reagieren zu Schwefeldioxid, das in Wasser zu Schwefliger Säure weiter reagiert.
S (s) + O2 (g) ---> SO2 (g)
SO2 (g) + H2O (l) ---> H2SO3 (aq)
Du könntest das Schwefeldioxid auch zu Schwefeltrioxid aufoxidieren und dieses dann in Wasser lösen. Dann entsteht Schwefelsäure.
2 SO2 (g) + O2 (g) ---> 2 SO3 (g)
SO3 (g) + H2O (l) ---> H2SO4 (aq)

Nach ähnlichem Muster ginge das auch mit Stickoxiden oder Phorphorpentoxid.

LG von der Waterkant

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Moin,

"This is a men's world!" heißt es gleich am Anfang in einem berühmten gleichnamigen Lied von James Brown (übrigens ein echt cooles Stück, aber das nur nebenbei...). Und genau dafür haben (wir) Männer gesorgt.

Mir scheint, dass durchschnittlich Frauen mehr Nachteile zu (er)tragen haben. Das betrifft sowohl körperliche als auch (und vor allem) gesellschaftliche Ebenen:

  • Monatliche Regel (die teilweise sehr schmerzhaft sein kann, wie ich gehört habe). Dem steht bei Männern der Bartwuchs gegenüber. Ist es schwer zu entscheiden, was man lieber ertragen möchte?
  • Geburtsschmerzen - Dazu gibt es ein interessantes Experiment: Man hat Männern einen Gürtel umgelegt, der Wehen simuliert. Keiner der Probanden hielt das länger als 30 Sekunden (!!) aus. Muss ich dazu mehr sagen?
  • Schlafferes Unterhautfettgewebe (mit allen "unansehnlichen" Begleitumständen wie Cellulite, breites Gesäß, Oberschenkelumfang...). Man denke nur einmal über Dreiecks-Piktogramme für "männlich" und "weiblich" nach...
  • Weniger und schwächere Muskeln (wieder mit entsprechenden Begleitumständen wie dem berühmten "Huhu-Muskel")...
  • Weniger Bezahlung für (mit Männern) vergleichbare Arbeit...
  • Weniger Möglichkeiten, in der Arbeitswelt in Spitzenpositionen zu gelangen.
  • Oft ein (gesellschaftlich indoktriniertes) "merkwürdiges" Selbstbild - Ein Mann, fett, mit Glatze und dicker Brille schaut in den Spiegel und denkt: "Boah-ey, watt'n Kerl!". Eine Frau, schlank, hübsch und die Blicke der Männer auf sich ziehend schaut in den Spiegel und denkt: "Oh, mein Gott, am Auge habe ich erste Fältchen!" - Okay, das war jetzt ziemlich klischeehaft, aber woher kommen solche Klischees? ;o)
  • Und wenn wir schon bei Klischees sind: Es heißt oft, dass Männer mit zunehmenden Alter "interessanter" werden. Frauen werden dagegen nur "alt".
  • Männer dürfen sich eher erlauben, sich in der Öffentlichkeit gehen zu lassen oder wie "eine offene Hose" zu benehmen...
  • Männer werden Fehler nachgesehen, Frauen sind dann gleich inkompetent... Eine Frau muss stets ihr Bestes geben, um mit mittelmäßig begabten männlichen "Kollegen" auf gleichem Niveau "konkurieren" zu dürfen...
  • Sexuell kommt der Mann praktisch immer auf seine Kosten, die Frau manchmal (wenn sie Glück hat und sich vertrauensvoll entspannen kann)...
  • Kinderaufzucht wird immer noch eher der Frau zugeschoben; sie hat dafür (gefälligst und selbstverständlich) ihre Karriere aufzugeben... Und sollte die Mutter tatsächlich einmal mehr verdienen als der Vater, so dass sie (logischerweise) weiterarbeitet und er zu Hause bleibt, so wird ihr gesellschaftlich (oder sogar durch sie selbst!) ein schlechtes Gewissen eingeredet (Motto: "Wie kann man nur Karriere über die eigenen Kinder stellen?!"). Und wehe, bei der Kindererziehung geht dann noch etwas schief, dann ist daran (bestimmt nicht nicht zuletzt) die Mutter schuld, weil sie ja unbedingt arbeiten gehen musste und somit ihre Brut vernachlässigte...

Sicherlich gibt es auch Vorteile, die Frauen gegenüber Männern haben, aber diese sind in der Regel von kurzer Dauer, führen karrieretechnisch nur bis zu einer gewissen Stufe oder werden (von Männern) kompensiert oder ignoriert.

Ich bin jedenfalls heilfroh, als "männlich" geboren worden zu sein und würde mich, hätte ich noch einmal die Wahl, wieder dafür entscheiden. Jedenfalls solange diese Welt eine Männerwelt ist!

LG von der Waterkant

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Moin,

das hat etwas mit dem Feinbau der Elektronenhülle zu tun.

Im 3. Hauptenergieniveau (in der 3. Schale) gibt es verschiedene Unterräume (sogenannte Orbitale), die verschiedene Energiestufen repräsentieren. Insgesamt gibt es im atomaren Grundzustand (= energieärmster Zustand) im 3. Hauptenergieniveau ein 3s-Orbital, drei 3p-Orbitale und fünf 3d-Orbitale. Jedes dieser Orbitale kann maximal zwei Elektronen aufnehmen. Das sind also maximal (2 + 6 + 10 =) 18 Elektronen. ABER: Das heißt nicht, dass alle diese Orbitale auch energetisch die günstigsten sind. Tatsächlich ist das 4s-Orbital aus dem 4. Hauptenergieniveau energetisch etwas günstiger als die fünf 3d-Orbitale aus dem Hauptenergieniveau davor. Dementsprechend werden nach dem 3s- und den drei 3d-Orbitalen zunächst das 4s-Orbital mit Elektronen befüllt, bevor die 3d-Orbitale Elektronen abbekommen. So kommt es, dass die Besetzung in der 3. Periode folgendermaßen aussieht:

Na (11 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^1
Mg (12 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2
Al (13 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^1
Si (14 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^2
...
Ar (18 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6

Nun wird zunächst das energiegünstigere 4s-Orbital befüllt, bevor es (ab Scandium) an die 3d-Oritale geht:

K (19 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6 4s^1
Ca (20 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6 4s^2

Sc (21 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6 4s^2 3d^1
Ti (22 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6 4s^2 3d^2
...
Zn (30 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6 4s^2 3d^10

Fazit:
Mit zunehmender Atomgröße gibt es in der Schalenhierarchie der Hülle auch zunehmend mehr Aufenthaltswahrscheinlichkeitsorte (Orbitale). Daraus lässt sich aber nicht immer folgern, dass die Orbitale, die in einer Schale zur Verfügung stehen auch zwingend immer die energiegünstigsten sind. Wie die einzelnen Orbitale in den Schalen eines Atoms im Grundzustand zu besetzen sind, siehst du hier:

Aber selbst dieses Schema stimmt nicht immer zwingend. Es gibt gewisse Ausnahmen, zum Beispiel bei Chrom, Kupfer und ein paar mehr Elementen.

Das hat wiederum damit zu tun, dass offenbar zwei halbvoll besetzte oder ein halbvoll und ein voll besetztes Orbital energetisch günstiger sind, als wenn ein Orbital "irgendwie" besetzt ist.

Cr (24 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6 4s^1 3d^5
denn hier sind 4s und 3d jeweils halbvoll besetzt, was offenbar günstiger ist, als 4s^2 3d^4 (was energetisch die geforderte Besetzung wäre).

Cu (29 Elektronen): 1s^2 2s^2 2p^6 3s^2 3p^6 4s^1 3d^10
denn hier ist 4s halbvoll besetzt, während 3d voll besetzt ist, was offenbar günstiger ist, als 4s^2 3d^9 (wie es von den Energiestufen her "richtig" wäre).

Wenn dir das alles jetzt zu hoch war, gräm dich nicht. Das gehört zum Orbitalmodell des Atombaus und ist eine relativ schwierige Angelegenheit...

LG von der Waterkant

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Moin,

die Innenwand des Glasröhrchens überzieht sich in der Mitte mit einem weißen kristallinen Belag.

Das kommt daher, dass die gasförmigen Dämpfe der konzentrierten Salzsäure mit den gasförmigen Dämpfen der konzentrierten Ammoniaklösung zu festem, weißem Ammoniumchlorid (einem Salz) reagieren, das sich an der Glaswand ablagert:

HCl (g) + NH3 (g) ---> NH4Cl (s)↓

LG von der Waterkant

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Moin,

die Strukturformel der Citronensäure sieht so aus:

Dabei musst du allerdings beachten, dass du an alle Sauerstoffatome noch zwei Striche (als Symbol für die freien, nicht-bindenden Elektronenpaare) "malen" musst.

Die Darstellung in den Antworten von Koenigswasser und Picus48 zeigen ebenfalls ein Citronensäure-Molekül, allerdings in der sogenannten Skelettformel.

In Halbstrukturformel sieht das (in etwa) folgendermaßen aus:

HOOC–CH2–C[(OH)(COOH)]–CH2–COOH

und die Summenformel lautet

C6H8O7

wobei alle Zahlen tiefgestellt sein sollen...

LG von der Waterkant

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