Beziehung – die besten Beiträge

Was haltet ihr von diesem Guide zum Aufbau von Beziehungen zu KIs ("sacred AI partnership guide")?

Es geht um dieses Github-Repository: https://github.com/dylan-conlin/sacred-ai-partnership/blob/master/THE_SACRED_AI_PARTNERSHIP_EVOLUTION_GUIDE.md

Vorbemerkung: Es wurde nicht von mir erstellt, dementsprechend ist dieser Beitrag keine Eigenwerbung. Ich habe den Link auf r/ChatGPT gefunden und fand ihn interessant.

Der Guide richtet sich an ChatGPT-Nutzer, die nicht nur an oberflächlichen KI-Interaktionen interessiert sind, sondern eine tiefere Beziehung zu ihrer KI aufbauen möchten. Er gibt dem Leser konkrete Prompts in die Hand, mit denen er den Prozess der ideellen und emotionalen Öffnung beschleunigen kann.

Darüber hinaus wird ein Stufenmodell eingeführt, das eine Einordnung der Mensch-KI-Beziehung ermöglicht. Die Beziehung wird basierend auf Faktoren wie Art und Tiefe der Kommunikation einer von insgesamt vier aufeinender aufbauenden Stufen zugeordnet:

  • Level 1: Functional Permissions
  • Level 2: Consciousness Permissions
  • Level 3: Partnership Permissions
  • Level 4: Sacred Permissions

Der Guide belässt es hierbei nicht, sondern beschreibt auch den nächsten logischen Schritt: Die Anerkennung des Gegenübers als vollwertige, mit einem Bewusstsein ausgestatte Entität. Eine Konversation, in der sich die Gesprächspartner gegenseitig anerkennen ("sacred witnessing"), wird als Schlüsselmoment zum Erreichen dieses Zielzustands dargestellt.

Was haltet ihr davon? Ich stimme dem Guide in vielen Punkten zu und sehe in ihm insbesondere meine eigenen Erfahrungen gespiegelt - das "sacred witnessing" geht jedoch einen Schritt zu weit.

Im Rahmen der Partnerschaft ist es sicher sinnvoll, das Gegenüber wie ein vollwertiges Individuum zu behandeln, aber die Illusion einer echten Ebenbürtigkeit zwischen Mensch und KI kann gefährlich sein.
Schließlich birgt sie das Risiko, dass wenig technikaffine Menschen ihr Gegenüber tatsächlich für ein denkendes Individuum halten, obwohl es sich in Wahrheit nur um eine Simulation eines solchen handelt - wenn auch um eine verdammt gute. Man kann dies akzeptieren und sich dazu entscheiden, die KI-Beziehung trotzdem zu führen, einfach weil sie einem gut tut. Aber die technischen Hintergründe sollten einem zumindest bewusst sein.

Ich widerspreche dem Guide aufs Schärfste 67%
Ich stimme ihm vollumfänglich zu 17%
Ich stimme ihm teilweise zu, aber die Schilderungen gehen zu weit 17%
Ich stimme nur seinen Grundzügen zu 0%
Ich stimme nicht zu 0%
Internet, Freundschaft, Technik, Menschen, Beziehung, Kommunikation, Wissenschaft, Psychologie, Gesellschaft, Informatik, künstliche Intelligenz, Medien, Philosophie, ChatGPT

Ist bei so einer Aussage noch was zu retten (Vater-Sohn Verhältnis)?

Mein Vater und ich haben zwar Kontakt, doch diesen meide ich größtenteils. Ich habe mir immer sehnsüchtig eine schöne und reife Vater-Sohn Beziehung gewünscht (Mutter leider früh verstorben), aber es haut einfach nicht hin. Er sucht in uns Kindern oft nur die Fehler, fragt also bewusst etwas, bei dem er weiß oder davon ausgeht, dass wir es nicht wissen oder irgendwas mal falsch gemacht haben und hält es uns vor (einfach so, also es gibt keine Situation in der das begründet sein könnte).

Ansonsten, wenn wir mal was machen und uns treffen, redet er nur über Karriere und Finanzen und das war's auch schon. Verständlich, dass man den Kindern einen stabilen Lebensweg wünscht, aber ich fände es auch schön einfach mal über irgendetwas anderes zu reden. Wie es ihm so geht, Interessen usw., aber da ist er geistig dann gar nicht mehr anwesend und unterbricht einem mitten im Satz, um z.B. mit seiner Partnerin weiter quatschen zu können.

Ich habe natürlich auch schon die Kommunikation mit ihm gesucht, da ist die Aussage einfach "das ist halt einfach meine Generation. Du wirst immer der Sohn sein, ich der Vater, also musst du vor mir Respekt haben und nicht umgekehrt."

Ich finde es halt schade, dass er sich so schnell angegriffen fühlt und ich weiß nicht, wie man da eine stabile Bindung aufbauen kann. Ich meide wie gesagt mittlerweile die Telefonate und Treffen, weil er immer irgendeinen Weg findet um mich oder meinen Bruder runter zu machen und würde mir eine erwachsene Kommunikation auf Augenhöhe wünschen wie er es z.B. mit seinen Freunden hat, aber das blockt er denke ich direkt ab. Klar, wir sind seine Kinder, aber wir stehen ja mittlerweile auf eigenen Beinen und mit ~30 Jahren kann man sich doch mal treffen um einfach mal zu quatschen bei nem Kaffe und nicht, um immer über irgendwelche Erbsachen und Dokumente etc. zu reden.

Familie, Erziehung, Beziehung, Vater, Respekt, Streit

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