Zwei schwarze Adern an Decke im Altbau?

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7 Antworten

Zu den 2 grauen Leitungen an der Decke. Hier handelt es sich um eine s.g. Stegleitung, wo sich der Elektriker nicht die Mühe gemacht hat die graue Ummantelung zu entfernen. Diese kannst du mit den Fingern abpopeln, dann kommt ein schwarze Ader und eine andere zu vorschein.

Am Dimmer sind braun und schwarz angeschlossen. Prüfen welcher von beiden die Phase ist und den an den L anklemmen, die andere Ader auf einen der anderen 2 Klemmen.

Eine Lampe der Schutzklasse 1 ohne PE anschließen sollte man nicht machen. Der sicherste Wege wäre eine Lampe der Schutzklasse 2 verwenden.

Das in der Wohnung kein FI vorhanden ist ein Mangel. Es müßte aber einer für das Bad vorhanden sein, denn da ist er zwingend vorgeschrieben.

Da solltest du den Vermieter für beide Fälle ansprechen.

Prinzipell empfehle ich dir einen Elektriker mit ins Boot zu nehmen.

Danke für deine Antwort. Zum Verständnis, unter der äußersten Ummantelung, welche recht verschmutzt ist, sind beide Adern grau-schwarz, darauf folgt nur noch der Kupferdraht, nehme ich jetzt schwer an.

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@Pattilord

Bitte das Foto in einer weiteren Antwort von mir beachten.

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"Das in der Wohnung kein FI vorhanden ist ein Mangel. Es müßte aber einer für das Bad vorhanden sein, denn da ist er zwingend vorgeschrieben."

Auch im Altbau???

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@pharao1961

Kommt nicht drauf an wie alt das Haus ist, sondern wie alt die Installation. Wenn noch alles 2 adrig von 1950 ist und nie was daran verändert wurde, besteht dafür ein Bestandschutz. Da würde aber auch ein FI nicht viel nützen. Ich gehe mal davon aus, dass das nicht so ist.

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Es gibt auch Lampen aus Metall die der Schutzklase 2 entsprechen.

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wenn du genau hin schaust, dann siehst du unter der grauen äußeren umammantelung des kabels noch die schwarze isolierung. und zwar bei dem kabel wo eben nicht der pfeil drauf zeigt.

theoretisch! kann man bei einer leuchte wo ein schutzleiter benötigt wird, diesen vom neutralleiter mit abzweigen das wäre dann WENN ich das richtig gesehen habe und WENN nicht noch irgendwo anders gefuddelt wurde, die klemme wo der pfeil drauf zeigt AAAAABER!

das ist gefährlicher (versagen des neutraleiters) als die lampe ohne erdung anzuschließen. und auch das ist zu gefährlich um es zu machen.

ich würde in dem fall dazu raten, eine Leuchte der schutzklasse II zu verwenden. die erkennst du auf jeden fall an einem symbol auf dem typenschild wo zwei quadrate in einander liegen. (wie ein lichtschalter von vorne) das symbol solltest du auch auf der verpackung finden.

übrigens. auch eine leuchte mit metallgehäuse kann schutzisoliert sein. in dem fall sind dann die leitungen im inneren alle doppelt isoliert und geschützt und die anschlussklemme hat eine sichere kapsel, um zu vermeiden, dass stromführende leitungen kontakt mit dem gehäuse bekommen.

lg, nicki

PS: ich weiß das weil ich früher lampen und son zeug massenweise verbimmelt habe

Hallo,

ihr habt recht. Zwingend nur eine vollisoliere Leuchte ( SKL II) montieren. Die erkennt man auch an zwei Quadraten ineinander.

In keinem Fall eine "Klassische Nullung" mehr anwenden. Keine Ausnahme erlaubt!!

Unter dem Dimmer erkennt man ,dass hier nach installiert wurde. Die Leitung zur Deckenleuchte wurde wohl vergessen. Und das war damals schon strikt Verboten.

Altbestands-Schutz besteht nach der "Nachinstallation" nicht mehr.

Ein FI-Schalter für Nassräume (Bad) ist zwingend vorgeschrieben. Seit über 30 Jahren.

Ich möchte jetzt gar nicht die Wohnungsverteilung sehen...

Und ein Elektrobetrieb wird, wenn er sich an die Vorschriften hält, von der Verteilung über das Bad bis zu den Lampen, das Meiste erneuern müssen.

Damals günstig gepfuscht, kann heute sehr teuer werden. Könnte sich auf den Mietpreis auswirken.

Mein Tipp: Nimm eine vollisolierte Leuchte und "weck den Drachen nicht auf".

Die Badinstallation ist, aus heutiger Sicht, lebensgefährlich. Möglicherweise könnte man einen FI-Schalter nachrüsten, wenn die Verteilung es platzmässig hergibt. Die Verteilung darf halt nicht einreihig sein.

L.G.

Hans-G. Kerner

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Und,

beim Anklemme einer Leuchte mit Schraubfassung.

Die Schraubfassung darf in keinem Falle Strom führen! Hier muss der N-Leiter angeschlossen werden.

Sonst kann es einen ordentlichen Stromschlag geben, wenn man/frau das Leuchtmittel wechselt und an das Metallgewinde kommt. Niemand kann nicht sicher stellen, dass der Strom abgeschaltet ist, wenn die "Birne" nicht mehr leuchtet.

Das sollte ein Fachmann machen.

Diese Fassungen sind noch Reminiszenzen an die Lampen-Gewinde von Thomas Alva Edison. Heute würde das gar nicht mehr zugelassen werden.

Und was passieren kann, das passiert auch, habe ich bei der Berufs -Genossenschaft gelernt.

L.G.

Hans-G. Kerner

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Das sieht noch sehr alten, mit Stoff ummantelten Adern aus....

Wenn Du an der neuen Lampe den Schutzleiter an den Nullleiter klemmen willst ( klassische Nullung ) musst du erst mal wissen welche der beiden schwarzen Adern der Null ist....

Nur weil der blaue dort angeschlossen ist heist das noch nicht das dort der Null ist . Es ist der Lampe nämlich egal, wo Du Phase und Null anschliest.

Du musst das erst mal mit einem geeigneten Messgerät feststellen welcher der beiden schwarzen wirklich der Null ist.

Besser du holst einen Fachmann

Als Grundlage ist hier fest zu stellen, das du in deinem Altbau eineklassische Nullung eingebaut hast.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nullung

In alten Anlagen wurde der Schutzleiter (grün/gelb) nicht verwendet. Somit hast du auch keinen FI-Schutzschalter in deinem Sicherungskasten.

Du solltest einen Elektriker zur Hilfe nehmen, der dir beim anschließen dieser Leitungen behilflich ist.

Danke für deine Antwort. Was mich irritiert ist, dass in Bild 1 eben ein solcher Schutzleiter zu sehen ist. Wofür ist nun dieser gut, wenn kein Schutzschalter vorhanden ist?

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@Pattilord

Das könnte trotzdem eine Art Nullung sein, in dem die grüngelbe Ader, in der Abzweigdose darüber, an den N angeschlossen ist.

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