Wie oft Kontakt zu Eltern?


27.02.2020, 12:45

Fürs Protokoll: Zwischendurch habe ich von 19 bis 20 ein Jahr wieder Zuhause gewohnt.

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich vermute, was gesund ist, fühlt sich für jedes Ahnensystem anders an.

Wichtig ist, dass ein Kind sich von den Eltern ablöst, sobald wenn es ernste Partnerschaften eingeht. Das ist innerlich ein Prozess, bei dem sich das Kind umdreht und nach vorne schaut, statt ständig auf die Eltern zu schauen.

Das gelingt aber nur, wenn die Liebe zwischen Eltern und Kindern ungestört fließen kann. Nur dann kann sich das Kind frei bewegen und muss nicht ständig anrufen oder angerufen werden, denn das Band der Liebe mit seiner Bindung ist extrem elastisch.

Ich habe seitdem ich 22 war 300 km von zu Hause weg gelebt und bin etwa 2 mal im Jahr zu meiner Mutter gefahren, obwohl mein Vater schon gestorben war. Als das Telefonieeren immer preiswerter wurde habe ich sie einmal in der Woche angerufen.

Das ist ja eine tolle Liebe. Wenn man so mit einem Ehemann umgehen würde, wäre es auch toll? Zwei mal pro Jahr besuchen. Was man alles Liebe nennt....

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@LenaMitHund

Die Frau, die ich zwei mal im Jahr besucht habe, war meine Mutter! Nicht meine Geliebte...

Das Christliche Gebot heißt übrigens: Du sollst Vater und Mutter ehren... und nicht, du sollst Vater und Mutter lieben... was aber nicht ausschließt, dass ich meine Eltern liebe.

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@Chinama

Ach meine Güte, komme mir nicht mit Christentum an. Was interessiert mich deine Bibel. Sag ehrlich, du liebst deine Mutter nicht und Punkt. Bist auch nicht verpflichtet, da stimme ich zu, absolut. Aber sage das dann ehrlich

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@LenaMitHund

Ich habe meine Mutter immer geliebt und kann sagen, dass ich eine glückliche Kindheit hatte. Sie ist leider schon gestorben.

Das Gebot wird zwar im Christentum genannt, gilt aber weltweit und unabhängig von jeder Religion. Jeder Therapeut weiß, dass die Ursache und auch die Lösung bei Menschen mit schwerem Schicksal fast immer in der Eltern-Kind-Beziehung zu finden ist.

Und wenn wir schon bei dem Gebot sind, mag ich dir sagen, dass es als einziges Gebot auch ein Versprechen enthält: "Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden".

Wie kraftvoll dieses Gebot positiv oder auch negativ wirkt, erfährst du bei jeder Familienaufstellung usw.

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@LenaMitHund

Ich kenne die Unterteilung in 3 unterschiedliche "Arten zu lieben" die erotische Liebe (Partner), die Freundschaftliche und die mütterliche.

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Ich hätte der Mutter mal eine klare Ansage gemacht, wenn sie mich oder meinen Freund ständig angerufen hätte.

Ich telefoniere einmal oder zweimal im Monat mit meiner Mutter. Uns trennen 600 km.

Und wenn etwas wichtiges ist, auch mal öfter.

Aber ich bin auch schon älter:-)

Ich hatte viel zu lange eine viel zu enge Bindung an mein Elternhaus. Selbst große räumliche Distanzen haben das nicht verhindert. Erst als sie eine spätere Partnerwahl von mir nicht akzeptieren konnten und sogar den Kontakt abbrachen, änderte sich das und ich nabelte mich endlich ab.

Mein Vater ist tot und ich vermisse ihn. Meine Mutter lebt noch und meine seltenen Besuche sind mehr Pflichtveranstaltungen. Ich liebe sie trotzdem, aber eben auf Entfernung.

Ich habe es wohl kaum besser gemacht, denn meine Kinder pflegen auch nur wenig Kontakt mit mir. Die Liebe ist dennoch auf beiden Seiten da, aber sie müssen noch nachreifen und ich will ihnen gerne diesen Raum geben. Irgendwann werden wir schon ein gesundes Maß finden :)

Mit meinen Eltern kann ich keinen Kontakt mehr haben, da sie schon längst gestorben sind.

Meine Kinder haben mit mir sehr unterschiedlich Kontakt. Mein Sohn arbeitet im Ausland und meldet sich hin und wieder mal, aber mindestens einmal in der Woche.

Meine Töchter sehe ich mindestens einmal in der Woche, meist aber öfter, wobei eine Tochter ganz in der Nähe wohnt.

Bei Besonderheiten haben wir auch öfter Kontakt. Wenn ich mal eine Woche nichts von meinen Kindern hören oder sehen würde, hätte ich schon Sorge, dass etwas nicht stimmt.

Das wird immer unterschiedlich gehandhabt, und sieht auch jeder anders.

Ich kenne einige bei denen ist es genauso wie bei dir, bei anderen wiederum ist es ganz anders, zum Beispiel bei uns.

Ich habe nahezu täglich Kontakt zu meinen Eltern, telefoniere, fahre hin, das gleiche gilt für meine Schwestern, so wurden wir erzogen, Familie geht erst mal über alles.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist echt schön, wenn ihr einen engen Zusammenhalt habt! Bei mir geht die Familie auch über alles, mit meiner Mutter habe ich deutlich mehr Kontakt, sie schreibt mir allerdings öfter Mails und über WhatsApp da sie telefonieren nicht so mag. Seit ich ausgezogen bin und der Kontakt nicht mehr täglich stattfinden kann, habe ich ein besseres Verhältnis zu allen. Trotzdem vermisse ich meine Geschwister und Eltern auch manchmal und wünschte, sie würden sich öfter Mal melden. Allerdings bin ich im Studium sehr eingespannt und treffe mich auch oft mit Freunden hier, deswegen stört es mich nicht oft, dass wir uns nicht jede Woche sehen.

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