Wer hat die Schöpfungsgeschichte der Bibel aufgeschrieben?

14 Antworten

Für mich ist Mose der Autor der Schöpfungsgeschichte und der 5 Bücher Mose - bis auf das Kapitel 34, wo Moses Tod und Begräbnis beschrieben werden. Dieses Kapitel stammt wahrscheinlich von Josua.

Eine ausführliche Erklärung dazu: http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=636

Wichtig ist natürlich, dass Gott die biblischen Autoren inspiriert hat: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet" (2. Timotheus 3,16-17).

Danke.😏

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Wer hat die Schöpfungsgeschichte der Bibel aufgeschrieben?

Ich habe keine Ahnung, aber wenn überhaupt, dann steht in den Büchern Moses nur, dass Gott die ersten Tafeln mit den 10 Geboten geschrieben hat, die Mose zerschlagen hatte, nachdem er vom Berg Horeb (im Gebirge Sinai) herabkam und mitansehen musste, wie das Volk Israel um ein goldenes Kalb tanzte.

Soweit mir bekannt, wurde nicht erwähnt, wer die Bücher Moses und damit auch die Schöpfungsgeschichten (in den ersten beiden Kapiteln des ersten Buches Moses) niedergeschrieben hat.

Selbst die Evangelien am Beginn des Neuen Testaments sind sehr wahrscheinlich nicht von den entsprechenden Jüngern niedergeschrieben worden, sondern allenfalls nach ihnen benannt worden. Da die Evangelien offenbar erst in den Jahren 70 bis 150 unserer Zeitrechnung niedergeschrieben wurden, ist es praktisch auszuschließen, dass die betreffenden Jünger die Autoren dieser Evangelien waren.

Da die Schöpfungsgeschichte quasi die Einleitung zur gesamten Bibel ist, wird heute von vielen Menschen geglaubt, dass das Buch Genesis demnach "logischerweise" der älteste Teil der Bibel ist. Das entspricht aber nicht der Wahrheit.

Es ist inzwischen hinlänglich bewiesen, dass mehrere Passagen des Alten Testamentes Plagiate sind - kopiert von noch wesentlich älteren Sagen & Mythen, die das Volk der Sumerer hinterlassen hat. Mit den Sumerern selbst hatten die Israeliten (die ja das Alte Testament schufen) nichts mehr zu tun, wohl aber mit ihren Nachkommen: den Babyloniern, die genau wie die Sumerer etwa im heutigen Irak lebten. Die Babylonier hielten am religiösen Ritus und den Legenden der Sumerer weitgehend fest, auch wenn sie natürlich eigene Akzente mit einbrachten.

Was das Ganze nun mit den Israeliten und ihren eigenen religiösen Schriften zu tun hat? Ganz einfach: um das Jahr 600 v.Chr. wurden die Juden von den Babyloniern besiegt und in die Gefangenschaft gebracht. Anders, als es die Bibel behauptet, wurden sie dort allerdings nicht als rechtlose Sklaven gehalten und misshandelt, eher im Gegenteil. Viele Juden konnten in Babylon Karriere machen, Landwirtschaft betreiben, Häuser bauen und natürlich auch ihre Religion frei ausleben. Der König, Nebukadnezar, beschäftigte sogar Hebräer in seinem engsten Beraterstab im Königspalast - das geht aus zeitgenössischen Texten hervor.

Man darf stark davon ausgehen, dass die Israeliten zu dieser Zeit mit den Mythen der Sumerer in Kontakt kamen. Sie hörten Lieder und Gedichte, die von der Erschaffung der Welt (damals noch durch mehrere Götter) und von einer gigantischen Flutkatastrophe handelten. Diese Geschichten wurden abgeändert und auf den israelitischen Gott Jahwe zugeschnitten. Später wurden sie schriftlich erfasst und landeten in der heute bekannten Form im Alten Testament.

Verfasst wurde die Schöpfungsgeschichte, ursprünglich wohl ein Gedicht, also von unbekannten Priestern - Mose hat damit nichts zu tun, wenn es ihn überhaupt jemals gegeben hat.
Natürlich kann man heutzutage nicht mehr beweisen, dass es wirklich so war. Es gibt aber noch weitere starke Indizien, die dafür sprechen, dass die Israeliten sich von ihren Nachbarn in großem Maße inspirieren ließen:

-das Buch Hiob ist aus mehreren sumerischen und babylonischen Gedichten zusammenkopiert worden, eines davon trägt den Namen "Ludlul bēl nēmeqi". Die Parallelen in der Handlung sind unbestreitbar: ein Mann wird vom Gott Marduk (Hauptgott der Babylonier) getestet, indem dieser ihm schlimme Dinge wiederfahren lässt. Nach eindringlichem Flehen und Beten lässt dieser Gott aber von ihm ab, und bringt alles wieder in Ordnung. Der Text ist stark philosophisch angehaucht und lässt sich in gewisser Weise sogar als eine Art "Kritik" an den allmächtigen Göttern interpretieren.

-schon ganz früh in der Bibel findet sich ein weiterer möglicher Hinweis. Wo stand der "Garten Eden"? Genau, im Zweistromland, bei den Flüssen Euphrat und Tigris. Es gibt aber in der Geschichtsforschung keinen Hinweis darauf, dass die Hebräer dort jemals gelebt haben, geschweige denn vertrieben wurden. Auf wen bezieht sich diese Geschichte aber dann? Wahrscheinlich ebenfalls auf die Sumerer, denn auch hier finden sich auffällige Übereinstimmungen, diesmal zum bekannten Gilgamesh-Epos. Gilgamesh reist zum 'Garten der Götter', der an einem großen Fluss liegt. Dort findet er unter anderem einen mystischen 'Baum des Lebens', sowie viele wunderbare 'Edelsteine und Perlen'. Auch lebe in diesem Garten der legendäre Held Utnapishtim, der Sumer vor der 'Sintflut' gerettet hat, indem er einen 'großen Kasten' baute, in dem er viele Lebewesen rettete. Utnapishtim wurde von den Göttern in den Garten gebracht, um dort 'ewig zu leben'.

Wer auch immer diese merkwürdigen Geschichten in die Bibel aufgenommen hat - er hätte eindeutig mehr Rücksicht auf die Urheberrechte nehmen sollen.

Du hast ansonsten gut geschrieben, wenn auch einiges sehr zu hinterfragen wäre. Aber dies ist Kappes:

mehr Rücksicht auf die Urheberrechte nehmen 
sollen.

Für Mythen und "Überlieferungen", welche ja ständig irgendwie neu gestaltet wurden, gibt es keine Urheberrechte, auch nicht im übertragenem Sinne.
Ich kenne die sumerischen (babylonischen) Gedichte nicht und deren Handlungsrahmen.
Du solltest aber wissen, daß es bei den meisten solcher Schriften garnicht um "Handlungen" geht sondern um Botschaften - hier bei Hiob auch besonders um die Gottesvorstellung und das "Verhältnis" des Menschen zu Gott.
Hiob ist dafür ein deutliches Beispiel. Ich brauche nicht darauf eingehen da du dies mit deiner Intelligenz selber ersehen kannst.
Meine Frage an dich : Ist in den "Gedichten", welche "kopiert" wurden
auch diese "Botschaft" überhaupt enthalten und wenn, in dieser Dichte ?
Was wäre so falsch, wenn überlieferte Erzählungen als Handlungsrahmen in die "Lehren" mit einfließen, noch zu damaliger Zeit ? Solche Vorstellungen oder Begriffe wie Urheberrechte gab es damals garnicht.
Man sollte also auch bei den Betrachtungen der alten Schriften nicht mit solchen Begriffen spielen um einen "Sachverhalt" tendenziös zu bewerten !
Tatsache ist aber, daß die Israelis mit ihrer Vorstellung von Gott (und seinem Willen !) und ihren Beziehung zu ihm einen eigenen Weg gefunden haben egal ob sich Rahmenhandlungen ihrer "Berichte" mehr oder weniger auch in solchen anderer Völker wieder finden.

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Das mit den Urheberrechten war ein Scherz. Mir ist selbstverständlich bekannt, dass es damals noch kein derartiges Konzept gab. Ich weiß auch, dass diese Überlieferungen selten wörtlich gemeint sind, und dass gerade das Buch Hiob kein Tatsachenbericht, sondern ein philosophisches Werk ist. Es ist auch nicht schlimm, dass diese Bibelgeschichten aus fremden, nicht-jüdischen Quellen stammen - nur fällt es dann eben schwer, das Gesamtwerk als göttliche Kreation zu betrachten. Nicht zuletzt wollte ich auch die Frage des Threaderstellers nach dem Ursprung/dem Verfasser der Schöpfungsgeschichte beantworten.

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