Ist an der Bibel was Wahres dran?

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16 Antworten

Hallo Pusteblume900,

die Bibel hat nicht nur einen wahren Kern, sie ist von Anfang bis Ende wahr, da sie nicht einfach das Produkt menschlichen Geistes ist, sondern durch Gottes Einwirken zustande kam. Das wird in der Bibel wie folgt bestätigt: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk." (2. Timotheus 3:16, 17).

Die Schöpfungsgeschichte, die Du erwähnt hast, wird zwar von vielen nicht anerkannt, dennoch widerspricht sie nicht wissenschaftlichen Tatsachen, sondern nur einer wissenschaftlichen Theorie. Ich möchte an dieser Stelle keine große Diskussion über die Evolutionstheorie entfachen, doch nur soviel sei dazu gesagt: "Die Evolutionstheorie ist keine Tatsache, wie das viele behaupten, sondern lediglich ein Erklärungsmodell, ebenso ist die Schöpfungslehre ein Erklärungsmodell, das durchaus wissenschaftlichen Tatsachen standhält.

Der Schöpfungsbericht der Bibel wurde zwar in einfachen Worten geschrieben, den auch ein Hirtenvolk, wie es die Israeliten waren, verstehen konnte. Die Einfachheit geht jedoch nicht auf Kosten der Korrektheit. Kein Wissenschaftler ist dazu in der Lage, zu beweisen, dass der Mensch und auch die Tiere nicht erschaffen wurden.

Der Bibel wurde zwar schon oft unterstellt, hier und das unwahre Geschichten zu verbreiten, doch oftmals hat beispielsweise die Archäologie Dinge zutage gefördert, die die Genauigkeit des biblischen Berichts bestätigt haben. Dafür ließen sich an dieser Stelle zahllose Beispiele anführen.

Ein Beispiel ist das der in der Bibel erwähnten Stadt Ninive. Viele Jahre zogen Bibelkritiker in Zweifel, dass diese Stadt je existiert hat. Doch im Jahre 1849 legte Sir Austen Henry Layard die Ruinen des Palastes des König Sanheribs frei. Später stellte sich dann heraus, dass dieser Palast zu der alten Stadt Ninive gehörte. Interessant ist auch ein Wandrelief dieses Palastes, auf dem die Inschrift zu lesen ist: "Sanherib, König der Welt, König von Assyrien, saß auf seinem Thron und musterte die Beute aus Lachis". Dies gibt den Bibelbericht der Einnahme der Stadt Lachisch durch König Sanherib wieder, wie er in 2. Könige 18:13,14 zu lesen ist. Über seine Entdeckung schrieb Layard: "Wer hätte es vor diesen Entdeckungen für wahrscheinlich oder möglich gehalten, unter dem Erd- und Schutthaufen an der Stelle Ninives die Geschichte des Krieges zwischen Hiskia [König von Juda] und Sanherib zu finden, die — niedergeschrieben zu ebenjener Zeit, da Sanherib ihn führte — den Bibelbericht sogar bis in alle Einzelheiten bestätigt?" (Sir Austen Henry Layard, Nineveh and Babylon, 1882, S.  51-2).

Beachtenswert an der Bibel sind auch die vielen erfüllten Prophezeiungen. Manche von ihnen wurden Jahrhunderte vor den Ereignissen geschrieben, durch die sie in Erfüllung gingen.

Als ein Beispiel möge das alte Babylon dienen. Sie war eine bedeutende Handelsstadt und galt wegen ihrer strategisch günstigen Lage und ihres doppelten Mauersystems als uneinnehmbar. Schutz bot vor allem der breite und tiefe Wassergraben, der die Stadt umgab, gespeist aus dem Fluss Euphrat. Bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. ließ Gott durch seinen Propheten Jesaja folgendes Schicksal für Babylon ankündigen: "Und ich will sie zu einem Besitztum von Stachelschweinen und [zu] schilfbestandenen Wasserteichen machen, und ich will sie mit dem Besen der Vertilgung hinwegfegen“ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen" (Jesaja 14:23). Jesaja beschrieb in seiner Prophezeiung auch, auf welche Weise Babylon besiegt werden würde. Der sogar mit Namen genannte persische Eroberer Cyrus würde die Ströme "austrocknen", so dass die Stadt leichter einzunehmen wäre. Die Prophezeiung nennt auch eine weitere bedeutende Einzelheit: Am Tag der Einnahme wären die Tore der Stadt geöffnet, was natürlich völlig ungewöhnlich war.

200 Jahre nach dieser Prophezeiung kam dann die Erfüllung: In der Nacht des 5. Oktober 539 v. Chr. nahm das medo-persische Heer unter ihrem Führer Cyrus des Großen die Stadt praktisch kampflos ein. Cyrus hatte zuvor das Wasser des Euphrat abgeleitet, so dass sein Heer wegen des gesunkenen Wasserstandes der die Stadt umgebenden Gräben bis an die Mauern vordringen konnten. Da die Bewohner Babylons in dieser Nacht ein Fest feierten und sich in völliger Sicherheit wähnten, wurden die Tore aus Nachlässigkeit offen gelassen. So konnten die Soldaten die Mauer passieren und in die Stadt eindringen. Alles spielte sich genau so ab, wie in Jesajas Prophezeiung angegeben, jedes Detail stimmte.

Zum Schluss noch folgende Überlegung: Wäre die Bibel ein literarisches Werk wie jedes andere, warum gilt sie dann, obwohl sie in manchen Teilen bereits über 3.000 Jahre alt ist, als das wohl bedeutendste und herausragendste Buch der Weltliteratur? Warum ist sie dann mit großem Abstand zu allen je herausgegebenen Werken ein Weltbestseller, der inzwischen eine Auflagenzahl von über 5 Milliarden (!) Exemplare erreicht hat? Und welches andere Buch wurde je in über 2.800 Sprachen übersetzt und somit über 90 % der Menschen in einer ihr verständlichen Sprache zugänglich? Ohne Zweifel, die Bibel ist ein ganz besonderes Meisterwerk, das seinen Wert bis zum heutigen Tag in keiner Weise eingebüßt hat.

LG Philipp

Super deine Beispiele, in denen weltliche Historiker unerwartete Beweise für die Geschichtlichkeit der Bibel lieferten. DH!

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Ist an der Bibel was wahres dran?

Wie wäre es mit Lesen und die Verheißungen, soweit als derartige beschrieben, selbst testen? Dann merkst Du, ob da etwas wahres dran ist, oder nicht. Wenn Du glaubst dass Gebete erhört werden und Du bittest um Erkenntnis (http://www.bibleserver.com/text/EU/Jakobus1,5-6) oder um Hilfe (http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus21,22) im Sinne der Nächstenliebe und Entscheidungsfreiheit anderer und erhältst diese, dann weißt Du, dass die entsprechenden Verheißungen der Wahrheit entsprechen, und das sind schon zwei der beachtlicheren Aussagen der Bibel.

Die Schöpfungsgeschichte zb ist ja nicht wahr, da langt gesunder Menschenverstand.

Wie meinst Du das? Wenn Du die Reihenfolge der Entwicklung des Lebens zwischen der Genesis und der Evolutionstheorie vergleichst, dann siehst Du, dass diese sich einander nicht widersprechen (http://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose1). Außerdem, und spätestens da muss man tatsächlich mit gesundem Menschenverstand an die Sache mit der Genesis herangehen, wurde die Sonne der Genesis nach erst am vierten Tage erschaffen. Was sollen das für Tage gewesen sein, wenn die Sonne erst am 4. Tage erschaffen worden sein soll? Es kann sich nur um göttliche Tage und nicht um irdische gehandelt haben. Zu den göttlichen tagen steht in der Bibel, dass diese für den Menschen 1000 Jahre sein können, was damals für einen unermesslich langen Zeitraum stand. Dies wird ebenfalls in der Genesis nahe gelegt, denn als Adam gewarnt wurde, dass er nicht von der Frucht vom Baum der Erkenntnis essen solle, wurde ihm gesagt, dass er, sobald er davon gegessen hätte, sterben würde (http://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose2,16-17). Selbst dieses sobald, was man mit sofort oder gleich vergleichen kann, bereits 930 Jahre (http://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose5,5) andauert, wie lange dauert dann erst ein göttlicher Tag? An sich ist am gesunden Menschenverstand nichts falsches, aber man sollte konsequent sein (ebenso wie im Glauben).

Baum der Erkenntnis von gut und böse. nicht dass der falsche Eindruck entsteht dass Gott die Menschen dumm halten will

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@Garfield0001

Okay, das hätte ich noch dazu schreiben sollen, aber man hätte es auch bequem nachlesen können, denn zu jeder Aussage sind auch entsprechende Links vorhanden.

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Eine sehr gute Antwort, wie ich finde, Cpt. Kirk.

Das mit dem "gesunden Menschenverstand" hätte ich nicht besser, wenn überhaupt so gut, beschreiben können.

Danke!

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Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat, der unserem Leben Sinn und Bedeutung gibt und der einen Plan für uns hat, der weit über die irdische Existenz hinaus in ein wunderbares ewiges Leben in Herrlichkeit reicht.

Für mich gibt es viele Gründe, daran zu glauben, dass die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21). Einige Gründe dafür werden in dem folgenden sehr interessanten und empfehlenswerten Artikel aufgeführt: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Wenn die Bibel recht hat... 

 - gibt es einen Gott
 - ist dieser Gott erfahrbar
 - hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft
 - kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
 - trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
 - bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
 - gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
 - sind Himmel und Hölle Realitäten
 - gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
 - können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Geschichten wie die Schöpfungsgeschichten haben sich natürlich Menschen ausgedacht. Sie wollten damit ihr Glaubensbild darstellen (also beschreiben wie sie glauben,wie Gott die Wett erschaffen hat) meist sind diese Geschichten metaphorisch besser zu verstehen - wenn man also die Schöpfungsgeschichten nicht wortwörtlich nimmt,widersprechen sie sich ja nicht mit der biologischen Entwicklung.

Was wahr ist,ist bspw. dass Jesus wirklich gelebt hat. Dazu gibt es einfach genug Schriften,die über ihn berichten (bspw. wird er ja auch als Prophet im Koran erwähnt) - ALLERDINGS ist die Bibel ja nicht neutral,sondern ein Mittel mit dem die Christen ihren Glauben "verkaufen" möchten,daher kann man also nicht sagen,ob Jesus tatsächlich einen Blindengeheilt hat etc. (bspw. hätte das "heilen" nicht die körperliche Blindheit meinen sondern das "Innerliche" wenn du verstehst was ich meine)


Wahr ist daran auf jeden Fall, dass es sich um knapp 2.000 Jahre alter Schriften in aramäischer und altgriechischer Sprache handelt, die uns Geschichten erzählen, die noch sehr viel älter sind.

Ob oder wie viel dieser Geschichten wahr ist, ist dabei weniger wichtig als die Frage, was du daraus machst. Wörtlich, darf man diese Geschichten auf keinen Fall nehmen, denn daraus erwuchs noch niemals etwas Gutes.

Wahr ist daran auf jeden Fall, dass es sich um knapp 2.000 Jahre alter Schriften in aramäischer und altgriechischer Sprache handelt, die uns Geschichten erzählen, die noch sehr viel älter sind.

Hm, was ist "sehr viel älter"? Im NT sind die 10 bis 60 Jahre älter als die Schriften, nur die Geburt Jesu liegt dann noch mal ca. 35 Jahre weiter zurück.

Im AT, wo schon die ältesten Manuskripte älter als 2000 Jahre sind (Qumran) ist alles nach Abraham (also auch hier die überwältigende Mehrheit) weniger als 2000 Jahre vor der Niederschrift.

Außerdem besteht die Bibel nicht nur aus Geschichten.

Wörtlich, darf man diese Geschichten auf keinen Fall nehmen, denn daraus erwuchs noch niemals etwas Gutes.

Das ist der (nur geringfügig übertriebene) Standpunkt der mittelalterlichen Kirche. Ich kann nicht sehen, dass das Mittelalter besser war als das, was kam, nachdem Leute wie Luther die Bibel wieder wörtlich genommen haben. Ich wünsche mir das Mittelalter jedenfalls nicht zurück, und es würde mich schon Interessieren, was genau du von den Entwicklungen, die es seit dem Mittelalter gab, für so schlecht findest, dass du von "niemals was Gutes" schreibst!

Natürlich gabs auch im MA Leute, die die Bibel wörtlich nahmen, der bekannteste ist Franz von Assissi ...

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@helmutwk

Ich merke schon. Ich werde wohl bald nicht mehr antworten. Vor allem dann nicht wenn ich auf eine Weise antworte, die das Mitdenken der LeserInnen erfordert. Gegendenken können hingegen immer welche.

Mit den noch älteren Geschichten bezog ich mich natürlich auf "das alte Testament". Ich ging eigentlich davon aus, dass allen klar ist, dass die große Flut weit vor Jesus eintrat.

Was hat jetzt hier der Spruch vom Mittelalter zu tun? Ich dachte dabei an Menschen, die die Bibel lesen und sich von ihr dazu inspirieren lassen, eine medizinische oder soziale Berufsbahn ein zu schlagen. Menschen die für sich persönlich etwas aus der Schrift lernen, das vielen anderen auch gut tut. Dazu braucht man überhaupt keine Kirche.

( Man muss einfach doch immer ein Buch schreiben. )

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@Chaoist

Mit den noch älteren Geschichten bezog ich mich natürlich auf "das alte Testament".

Nur das ist zwar älter, aber nicht sehr viel älter.

Was hat jetzt hier der Spruch vom Mittelalter zu tun?

Nun, daran kann man abschätzen, ob deine Behauptung stimmt. Wenn Wörtlichnehmen der Bibel noch niemals was Gutes gebracht hat, dürfte es ja vom Mittelalter zur Neuzeit keine gute Entwicklungen gegeben haben. Und das sehe ich anders.

Ich dachte dabei an Menschen, die die Bibel lesen und sich von ihr dazu inspirieren lassen, eine medizinische oder soziale Berufsbahn ein zu schlagen.

Und das ist jetzt schlimm? Oder wie oder was? Wie gesagt, für Schlimmes, das aus wörtlich genommener Bibel entsteht, fehlt mir immer noch ein Beispiel.

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@helmutwk

Und das ist jetzt schlimm? Oder wie oder was?

Nein. Ich hab da tatsächlich ein Positivbeispiel genannt.

Wie gesagt, für Schlimmes, das aus wörtlich genommener Bibel entsteht, fehlt mir immer noch ein Beispiel.

Okay. Wenn sie so sehr darauf versessen sind weiter auf die Schattenseiten zu schauen, dann hier das Beispiel: Kreationismus.

KreationistInnen glauben tatsächlich, dass Gott die Erde erschaffen hat. Sie wollen, dass das in staatlichen Schulen so unterrichtet wird. Sie behaupten, die Evolution sei Schwachsinn. Und das sind noch die harmloseren Negativbeispiele für wörtliches Bibelunverständnis.

Über das wollte ich aber ursprünglich gar nicht diskutieren, denn es führt mal wieder viel zu weit von der eigentlichen Frage weg. Übrigens steht auch schon in der Frage selbst, dass die Schöpfungsgeschichte nicht geglaubt wird. Ich meine alleine deshalb schon, die Wahrheit aller Anderen Teile dieses Sammelbandes anzweifeln zu dürfen.

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@Chaoist

Okay. Wenn sie so sehr darauf versessen sind weiter auf die Schattenseiten zu schauen, dann hier das Beispiel: Kreationismus.

Ja, kann man so sehen.

Aber dem steht ja Gutes gegenüber. Zum Beispiel die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz. Und ich finde, das Gute überwiegt.

PS: wär schön ,wenn du Zitate als Zitate formatierst.

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Hallo Pusteblume900,

"Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit." (Joh 17,17)

Als Jesus diesen Satz sagte, bezog er sich hauptsächlich auf die bis dahin vorhandene Heilige Schrift - das Alte Testament, von der Genesis bis Maleachi.

Jesu später in erster Linie in den vier Evangelien aufgezeichnete Reden und Lehren zeigen völlig unzweideutig, dass er, mit seinem "gesunden Menschenverstand", den Schöpfungsbericht als Tatsachenbericht ansah. Ebenso bestätigte er andere, oft bezweifelte, Berichte (Flut, Sodom).(Mt 19, )

Auch an anderer Stelle in der Bibel findet man viel "gesunden Menschenverstand". Beispielsweise in Hebr 3,4 (EÜ):

4 Denn jedes Haus wird von jemand erbaut; der aber, der alles erbaut hat, ist Gott.


Grüße, kdd

Die Schöpfungsgeschichte, so wie sie in der Bibel steht, stimmt nicht.

Das hast Du richtig erkannt.

Aber durch die gesamte Bibel geht ein roter Faden.

ZB. die Geschichten über die alte Nation Israel sind zum großenteil wahr und gehen auf wahre Begebenheiten zurück.

Und auch die Geschichten im Neuen Testament stimmen soweit.

Wenn Du das Buch Offenbarung liest, sei vorsichtig, denn vieles ist im übertragenden Sinne gemeint.

Ich empfehle Dir zum besseren Bibelverständnis das Lehrbuch von Pastor Johannes Greber:

"Der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes - seine Gesetze und sein Zweck" 

Erst einmal: Es ist schön, dass du die Bibel liest!

Aber lies mal folgende Bibelstelle:
"Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“
‭‭2. Petrus‬ ‭1:20-21

Es gibt so viele Beweise, welche die Evolutionstheorie widerlegen. Du kannst und solltest die Bibel durchaus wörtlich nehmen!

Es ist geradezu naiv wie hier Bibeltexte zitiert werden als wäre das der Beweis. 

Da könnte man ja in 2000 Jahren Textpassagen aus "Die unendlichen Geschichte" zitieren und das wäre dann der Beweis weil es so im Buche steht. 

Verständlich, denn nach so langer Zeit und unzähliger Kriege, weiß die Menschheit wahrscheinlich nicht mehr das "die unendliche Geschichte" nur ein Märchen war.  :-)

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@najadann

Verständlich, denn nach so langer Zeit und unzähliger Kriege, weiß die Menschheit wahrscheinlich nicht mehr das "die unendliche Geschichte" nur ein Märchen war

Wieso sollte sie das nicht wissen? Märchen spielen nicht in der Realität sondern in einer fiktiven Welt, und dass die unendliche Geschichte an Orten spielt, die auf keiner realistischen Landkarte zu finden sind, sollte auch nach langer zeit noch klar sein.

Genauso wie noch heute klar ist, dass die Bibel (egal ob der Inhalt stimmt oder nicht) kein Märchen ist, sondern in der Realität spielt, wo es Städte wie Babylon oder Niniveh gab, Jerusalem und Korinth heute noch gibt, wo es Leute wie Kaiser Claudius oder den König Herodes gab (der z.B. mit Kleopatra über den Besitz von Jericho verhandelt hat).

Ab 850 v.Chr. stimmt praktisch alles in der Bibel, was sich nachprüfen lässt. Ob der Rest stimmt, ist Glaubenssache - so oder so.

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Liebe/r Pusteblume,

die Bibel ist weder ein Geschichtsbuch noch eine naturwissenschaftliche Abhandlung. Die Schriften sind über einen langen Zeitraum hinweg entstanden und die Intentionen der Schreiber waren unterschiedlich. Natürlich sind auch historische Personen eingeflossen, genauso, wie viele Personen (auch Jesus Christus) nicht historisch belegt sind.

Zudem gibt es Schriften, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden (und jede Konfession hat da eigene Entscheidungen getroffen) , aber als "heilig" gelten (apokryph) - so wirst du die Geschichte mit dem Schweißtuch der Veronika nicht in der Bibel finden.

Als moderner Mensch lässt sich die Bibel vielleicht am besten als eine Art Sagen-Buch lesen. Im Hinterkopf sollte man haben, dass diese Schriften die Kultur und Kunst und das Denken der letzten 2000 jahre intensiv geprägt haben. Es lässt sich auch Sinnreiches herauslesen, insbesondere, wenn es um ein friedliches Zusammenleben der Menschen geht.

Göttlich ist die Bibel nicht und sicher auch nicht Gottes Wort. Aber das macht nichts.

genauso, wie viele Personen (auch Jesus Christus) nicht historisch belegt sind.

Nach unter Historikern üblichen Maßstäben ist Jesus belegt.

Göttlich ist die Bibel nicht

Nun, sie hat schon oft göttliche Wirkungen gehabt - dass Verbrecher bereuen und nützliche Glieder der menschlichen Gesellschaft werden, beispielsweise.

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@helmutwk

Jetzt bin ich mal gespannt - welche (nicht-biblischen, bitte) Belege für die Existenz Jesu meinst du? Bin offen für Neues.

Wo und wann hat die Bibel eine Wirkung auf Verbrecher gehabt? Vor Luther wohl kaum, da war sie nicht in Volkssprache verfügbar. Lesen können die meisten erst seit der Aufklärung. Und nun - wann konkret hat sich ein Verbrecher beim Lesen der Bibel in einen besseren Menschen verwandelt?

Und wieso soll das ein Beleg für eine göttliche Wirkung des Buches sein? Es ist nur ein Buch. es sind nur von menschen verfasste Worte. Wunder gibt es nicht. Auch keine Engel und keine Heiligen und keine Madonna. Das sind alles sehr kindliche Vorstellungen. Die wir haben dürfen, das ist nichts Falsches.

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@feirefiz

Jetzt bin ich mal gespannt - welche (nicht-biblischen, bitte) Belege für die Existenz Jesu meinst du?

Na, die Erwähnungen bei nichtchristlichen Autoren wie z.B. Josephus.

Und nun - wann konkret hat sich ein Verbrecher beim Lesen der Bibel in einen besseren Menschen verwandelt?

Och, da gibts doch viele Beispiele. Etwa Georg Mueller, den ich meist für anderes als Beispiel nenne, der aber als Jugendlicher ein ziemlicher Tunichtgut war. Als Jugendlicher hab ich auch mal das Buch "Ich war ein Gangster" von Jim Vaus gelesen, und ein eher aktuelles Beispiel wäre der "ziemlich beste Schurke", Josef Müller.

Wenn du ein bisschen in Bekehrungsgeschichten stöberst, findest du noch mehr Beispiele.

Wunder gibt es nicht.

Auch ein Glaube.

Auch keine Engel und keine Heiligen und keine Madonna.

Das klingt jetzt sehr katholisch. OK, ist angesichts der Frage verständlich, aber als Nichtkatholik müsste ich jetzt ein "Buch" schreiben, um das auseinanderzuklamüsern.

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@helmutwk

Josephus ist leider eine sehr zweifelhafte Quelle, da die anderen Zeitzeugen schweigen und ihn eben nicht verwenden - erst Eusebius, und das recht spät. Alle anderen sind später entstanden und berichten vom Hörensagen von der christlichen Sekte und ihrem Urheber.

Ich will auch gar nicht bestreiten, dass es Jesus (ein sehr häufiger Name damals!) gegeben haben könnte, aber Belege von zeitzeugen haben wir eben nicht.

Mit der "Bekehrungsgeschichte kenne ich mich nicht aus - nett aber, dass die Leute alle Bücher verfasst zu haben scheinen... Ein Schelm...

Ich stehe Wunderglauben sehr skeptisch gegenüber. Dass Menschen sich für Ideen erwärmen und in Schwärmerei verfallen ist mir nicht fremd - aber das ist menschlich, nicht göttlich. Am ehesten überzeugt mich vielleicht die Idee, der Verstand sei "göttlich", denn Hormone und Leidenschaft kennt jedes Säugetier.

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@feirefiz

Josephus ist leider eine sehr zweifelhafte Quelle, da die anderen Zeitzeugen schweigen

Welche anderen? Josephus ist der einzige außerbiblische Zeitzeuge, der mehr als ein paar zufällige Nebenbemerkungen über Judäa macht. Ich wüsste jetzt keinen, dem man in der Hinsicht "Schweigen" über Jesus attestieren könnte (also wo eigentlich zu erwarten wäre, dass der über ihn schreibt).

Aber dieses "keiner von Null Autoren sagt was über Jesus!" ist ein sehr beliebtes Argument (bei dem natürlich das "von Null" weggelassen wird). Es zieht nur nicht bei Leuten, die sich ein wenig informiert haben (und das "von Null" ergänzen können).

erst Eusebius

Eusebius benutzt Quellen, die er i.d.R. auch angeht (und war in dieser Hinsicht der erste "moderne" Historiker). Und er hat nicht nur Josephus als Quelle, sondern auch andere Leute, die über Jesus geschrieben haben, deren Werke aber verschollen sind.

Außerdem wären da noch Julius Africanus, der übrigens mit Thallus auf einen früheren Autor verweist. Der war zwar auch kein Zeitzeuge, aber immerhin deutlich näher als Eusebius. Und anders als Eusebius und Africanus kein Christ.

Am ehesten überzeugt mich vielleicht die Idee, der Verstand sei "göttlich", denn Hormone und Leidenschaft kennt jedes Säugetier.

Na so was. Das, was den menschlichen Verstand vom Säugetier unterscheidet, ist gerade das, was er mit Computern gemeinsam hat ;)

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@feirefiz

Es ist ein bißchen dümmlich zu sagen, was in der Bibel steht, ist ein Märchen, also ist die Lehre der Bibel falsch.

Das ist ein nicht zulässiger Zirkelschluß.

Die Dokumente die man später als Wort Gottes zusammengefaßt hat, sind alle für sich genommen wertvolle Artefakte, historisch glaubwürdige Texte und Funde.

Suche mal nach wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Entstehung die Bibel und plappere nicht einfach nach, was irgendwer behauptet hat, der einen lebendigen Gott nicht gelten lassen will (denn das ist der Grund, warum man die Bibel trotz der überwältigenden Beweislast nicht gelten lassen will!)

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@Hooks

Stop - von Märchen habe ich nicht gesprochen. Sagen sind etwas ganz anderes. Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich eine griechische Göttersage oder die Bibel lese - rezeptionstechnisch. Und da besteht auch kein Unterschied, außer, dass dein Glaube monotheistisch ist. Es ist aber nicht meiner, also mach dich nicht lächerlich und versuch mir reinzudrücken, dass es einen "lebendigen Gott" gäbe. Das behauptet jede Religion, zu jeder Zeit.

Finde ich auch in Ordnung. Du darfst deinen Glauben haben, schließlich herrscht Religionsfreiheit. Aber ich muss es doch nicht teilen, oder?

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@feirefiz

Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich eine griechische Göttersage oder die Bibel lese

Für Sagen gilt, dass der Stoff ziemlich lange (mehrere Generationen) mündlich überliefert wurde.

Auf das NT trifft das überhaupt nicht zu. Es trifft auch nicht auf viele Bücher des ATs zu (wie viele genau, ist umstritten). Wenn ich dann noch die Bücher des ATs hinzunehme, die schon deshalb keine Sagen sind, weil sie keine (alte) Geschichte erzählen (z.B. das Liederbuch der Psalmen oder die Bücher der Propheten), dann bleibt nicht allzu viel übrig, das Sage genannt werden könnte.

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@helmutwk

Aber Helmut, das ist doch so nicht korrekt. Das NT wurde natürlich mündlich tradiert, die Evangelisten berichten ja nicht als Augen/Zeitzeugen, sondern über das, was sie gehört haben.

Das ist zwar keine traditionelle Sagentradition, aber nicht so weit weg davon.

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@feirefiz

Das NT wurde natürlich mündlich tradiert

Quatsch. Das NT besteht aus 27 "Büchern", darunter 21 Briefen, die natürlich schriftlich und nicht mündlich tradiert wurden. Auch die Visionen des Sehers Johannes in der Offenbarung sind von ihm selber aufgeschrieben und nie mündlich tradiert worden. Von der Zahl der Bücher ist das eine deutliche Mehrheit, vom Umfang immerhin fast die Hälfte des NTs.

Bleiben die Geschichtsbücher, Evangelien und Apostelgeschichte. Das Johannesevangelium ist als Augenzeugenbericht geschrieben. Damit haben wir schon mehr als die Hälfte des NTs, die nicht mündlich überliefert wurde.

In bei den übrigen Büchern sind es je nach Buch und Datierung bei den Evangelien 30 bis 60 Jahre Überlieferung. Bei der Apostelgeschichte größtenteils weniger, da die Ereignisse darin ja später stattfanden, einige hat der Autor ja selber miterlebt.

Das ist jedenfalls keine jahrhundertelange Überlieferung wie bei Sagen. Sondern relativ kurze Überlieferungswege. Lukas ist ja der Sache auf den Grund gegangen und hat Augenzeugen befragt.

Wo da die Nähe zur Sage sein soll, ist mir unklar.

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"Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde" diese Grundaussage ist absolut wahr. 

Da ist nicht nur wahres dran, da ist wahres drin.

Denn der Autor der Bibel, Gott selbst, der die Texte durch Menschen, welche durch den Heiligen Geist geleitet wurden, schreiben ließ, ist die Wahrheit.

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Johannes 14 Vers 6

Von dem, was nach ca. 850 v.Chr. passiert ist, hat praktisch alles, was nachprüfbar ist, auch so stattgefunden.

Der Rest ist Glaubenssache.

Menschen und Städte hat es gegeben oder gibt es auch noch heute. Soweit ich weiß belegen Funde, dass die Bibel gut überliefert wurde.
Auch stehen in der Bibel erfüllte Prophezeiungen.
Auch habe ich Gründe/Argumente, warum ich an Gott glaube. Falls dich die Argumente interessieren, dann kannst du ja mal ein paar meiner Antworten lesen, die ich auf andere Fragen gegeben habe, da findet man Argumente. Dazu kann man auf mein Profil gehen. Oder man fragt mich hier einfach.
Und du kannst ja mal die Meinungen der Kirchen zur Möglichkeit, dass es die Evolution gibt lesen.

Die Schöpfungsgeschichte ist wahr, absolut.

http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/Wie_lang_waren_die_Schoepfungstage.pdf

Für Juden braucht es zwei oder drei Zeugen, und hier haben wir an jedem einzelnen Tag drei Zeugen: "Abend", "Morgen", "x. Tag".

Somit war ganz klar, daß jeder Schöpfungstag dreifach bezeugt war.

Leider
lernt Ihr Jugendlichen neuerdings, daß diese Theorie der Evolution das
einzige Modell ist zum Beginn unserer Zeit. Wissenschaftler aller Zeiten
haben die Bibel stets für wahr gehalten.

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Und ob sie wahr ist...Durch sie, spricht Gott mir dir :-) Johannes 17, 17 Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit

http://www.dwg-load.net/search/?g=29&f=0

Mehrere Vorträge - horch mal rein. lg

Die Bibel bezeugt die Wahrheit (Joh.17,17).

Jedoch gibt es falsche Übersetzungen (Luther 1912), die Gottes Fest "Passa" als "Ostern" (heidnisches Fruchtbarkeitsfest) nennen (Joh.6,4).

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