Religions Hausaufgabe - metaphorische Wahrheit anhand von Schöpfungsgeschichte erläutern?

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4 Antworten

Ich verstehe das so (keine Garantie):

Jeder weiß, dass die Welt nicht in 7 Tagen erschaffen wurden und dass Adam und Eva nicht die ersten Menschen waren.

Die Bibel stellt die Schöpfung aber metaphorisch so da. Eine Metapher ist eine Übertragung eines Sachverhalts ins "Bildliche".

Hier die Entstehung der Erde als Geschichte, dass Gott sie geschaffen hat.

Die Schöpfungsgeschichte geht nicht auf wissenschaftliche Fakten und Aspekte der Weltentstehung ein, sondern stellt sie stark vereinfacht da, weil es ihr nicht um Beweise zu diesem Vorgang geht. Sondern lediglich um den Fakt, dass Gott die Ursache der Entstehung der Erde ist.

Deus, cui hoc est natura, quid fecerit", vom hl.Augustinus.

Gott ist das, was er gemacht hat, bzw auch der Mensch ist das, was er gemacht hat. Also ist Gott/Mensch seine eigene Geschichte. (Interpretation von Orthega y' Gasset)

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Das sind alte Mythen, erdacht von Menschen, die es nicht besser wussten.
Nun kann man das entweder hin nehmen, man kann aber auch wider besseres Wissen behaupten, es wäre trotzdem genau so gewesen, wie es da steht. Das hat die katholische Kirche so lange gemacht, bis es nur noch lächerlich war, einige Gruppierungen behaupten das noch heute.

Man kann aber auch versuchen, sich raus zu winden, indem man einfach behauptet, es wäre metaphorisch. Denn wenn man einem Buch voll alter Mythen so viel Bedeutung beimisst, kann man nicht Stück für Stück zugeben, dass hier und da was falsch ist. Man würde an Glaubwürdigkeit verlieren und am Ende müsste man noch zugeben, dass die ewige Wahrheit auch nur so lange gilt, wie nicht belegt ist, dass es eigentlich anders ist.

Die Behauptung, es wäre metaphorisch, bietet da einen tollen Ausweg, aber nur scheinbar. Erklärt man den Schöpfungsmythos für metaphorisch, dann muss man ehrlicherweise auch damit raus rücken, nach welchen Kriterien man metaphorische Teile der Bibel von solchen unterscheidet, die wörtlich zu nehmen sind.

Mir sind diesbezüglich keinerlei halbwegs rationale Kriterien bekannt. Wenn man also nicht sagen kann, wie man metaphorische von wörtlichen Stellen unterscheiden kann, sieht es noch viel mehr nach einer billigen Ausrede aus, die nur dazu dient, nicht zugeben zu müssen, dass man sich geirrt hat.

Die Schöpfungsgeschichte findest Du in 1. Mose, 1. u. 2. Kapitel.

Könnte man den Ausdruck "Schöpfungstag" als Metapher bezeichnen?

Es waren ja keine buchstäblichen Tage von 24 Stunden, sondern ein langer Zeitraum — ähnlich wie der "Lebtag" auch länger dauert, als 24 Stunden.

Und dann ein spezieller Text:

 "Und Gott sprach weiter: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis ..." (1. Mose 1:26)

Menschen "im Bilde Gottes" — die sahen nicht so aus, wie Gott, denn Gott ist eine Geistperson, der seinen Wohnsitz im Himmel hat. Er braucht dort z. B. keine Nase zum Atmen oder einen Magen, um Speise zu verdauen.

"Im Bilde Gottes" heisst nichts anderes, als dass wir mit seinen Charaktereigenschaften erschaffen wurden. Z. B. die Eigenschaft zu lieben oder auch schöpferisch tätig zu sein. 

Er hat uns Eigenschaften auf den Weg gegeben, die uns vom Tier abheben. Das Tier lebt nach Instinkt. Wir haben einen freien Willen.

Ich hoffe, dass Dir diese Ansätze weiterhelfen und wünsche Dir viel Erfolg.

Genau, denn der Mensch kann sich - im unterschied zum tier - selbst überlegen = Gewissen.

Alles, was sich nach dem Abschluss der Schöpfung entwickelt hat, ist nicht extra aus der Liebe und Ordnung Gottes erschaffen worden, sondern hat sich aus dem ERSCHAFFENEN entwickelt, bzw. wurde aus der großen Gestaltungskraft des Menschen "gebaut" (evtl. Waffen)

vgl. !!!!!!!!!!!!!!!!!GEWISSEN!!!!!!!!!!!!!!

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Vielleicht hilft dir das:

Gott hat den Menschen geschaffen, als sein Abbild. Vers 26/27 Genesis. der mensch ist etwas Göttliches, also in  Geist, Liebe und Selbstbewusstsein.

Quelle:

Religion/katholisch Klasse 8 Mittelstufe Gymnasium A.Reuß vom 09.03.2017

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