Was sagt ihr zu dem Kommentar - Ist das "Veganertum" eine systematische Religion -?

 - (Schule, Deutsch, Tiere)  - (Schule, Deutsch, Tiere)

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

Es ist eine Ernährungsform/sucht 45%
Veganismus ist eine Religion 35%
Veganertum existiert ! 20%

26 Antworten

Veganertum existiert !

Hallo,

in Deinem Artikel lese ich heraus, dass Du Dich bislang leider nicht sehr ernsthaft mit Veganismus auseinandergesetzt hat.

Es gibt sehr unterschiedliche Gründe, um Veganer zu werden, z.B.:

  • gesundheitliche
  • ethische
  • religiöse/spirituelle

Gründe.

Fast kein Veganer kam bereits als Veganer zur Welt, weil die Tierindustrie gut darin ist, Werbung für Tierprodukte zu machen und Fleischessen in unserer Gesellschaft schlicht eine Tradtion ist, die wenig hinterfragt wird (mittlerweile zum Glück immer mehr, auch ernährungswissenschaftlich).
Das heißt, die meisten Veganer wissen sehr genau, wie geil ein Steak geschmeckt hat, wie man als Fleischesser vielleicht selbst mal über Veganer gedacht hat, usw. -- aber sie haben sich dazu entschlossen, dass kein Lebewesen nur des Genusses wegen sterben soll.

Und jetzt ernsthaft, was ist in Deinen Augen näher Deinem genannten "Terror":

Mit dem Kauf von tierischen Produkten, oft nur für gerade mal 5minuten Genuss auf dem Teller, eine Industrie zu unterstützen, die Tiere weltweit foltert, Konsumenten die Wahrheit vorenthält und nebenbei gern auch Menschenhandel betreibt (googel mal "Waldmenschen Schlachthof"),

oder sich dazu entschließen, diesem Wahnsinn den Rücken zu kehren und halt lieber Gemüse statt Tiere in der Pfanne anzubraten?

Wir Menschen haben zumindest in der westlichen Welt (dass Eskimos z.B. schwer vegan leben können, ist mir klar) die Wahl, was wir essen und wie wir leben. Die Tiere, die wir essen, haben diese Wahl nicht - sie haben nicht einmal die Wahl, ob sie leben oder sterben wollen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Extrem ist für mich, Leben auszulöschen (oder auslöschen zu lassen), ohne dass es notwendig für mich wäre.
Und nicht, sich zu entschließen, andere am Leben zu lassen.

Da ich auch schon in der Medienbranche tätig war kann ich Dir auch nur empfehlen, Dich mal bewusst mit Werbepsychologie auseinanderzusetzen - darin ist die Fleischindustrie besonders gut, und dabei meist sehr intransparent. Es fängt damit an, dass wir die Wurst klein zerschnitten verpackt kaufen, mit Bildchen von glücklichen Tieren auf der Verpackung, nur um dem Konsumenten dabei zu "helfen" (damit er auch schon weiter zahlt), die Realität auszublenden - die sieht weltweit nämlich so aus:

https://www.youtube.com/watch?v=LnpsEAHAEnY&has_verified=1

Und da ich zufällig Veterinärskollegen kenne, kann ich sagen, dass es im deutschsprachigen Raum nicht besser ist und den Fleischerzeugern mitunter auch ziemlich egal ist, was sie so in den Wurstbrei reinwerfen - solang am Ende das Bildchen von glücklichen Tieren draufgepackt wird ;-).

Vegan wurde ich übrigens weder weil es Trend ist (Kommentare wie Deiner sind eher ein bisschen anstrengend, es wäre viel einfacher für mich, einen gesellschaftlich akzeptierteren Trend zu finden), noch weil es eine Greta erwähnt hat, oder aus sonstigen aktuellen Gründen - sondern weil ich irgendwann aus meiner Lethargie und meiner Verdrängung aufgewacht bin und realisiert habe, was (oder wen) ich mir da jahrelang reingepfiffen habe. Und folglich begonnnen hatte, mich mit Biologie und Verhaltenspsychologie von Tieren zu beschäftigen. Und erfahren habe, dass Schweine die Wahrnehmung von Kleinkindern besitzen, Kühe hochsoziale Tiere und liebevolle Mütter sind (denen die Kälber dennoch sofort entrissen werden, der Milch wegen), Hühner ihre Küken verteidigen würden wenn sie nur könnten, und Tintenfische beinahe so intelligent sind wie Affen.

Und da ich auf Fleisch nicht angewiesen bin und es für deftige Gelüste sowieso schon geile Alternativen gibt, muss ich nicht bewusst noch mehr Leid unterstützen - weder für Tiere noch für Menschen.

Wenn das extremistisch ist, kann ich damit gerne leben.

Hier übrigens ein ganz alltäglicher, tier"schutz"konformer Vorgang fürs Schnitzel:

https://www.youtube.com/watch?v=vVfUAL7R_Yk

... und da findet man das Braten von Gemüse und Tofu noch "extrem"? ...

Noch eine kleine Anmerkung am Rande: Ich bin weit entfernt von einer Sucht. Ich brauch einige Produkte nicht mehr, die manch andere zu brauchen glauben.
Krankhaft kann jede Ernährungsform werden, wenn sie zu einseitig ist. Egal ob Fleischkonsum, Vegetarismus oder Veganismus. Und in allen Bereichen kann man Süchte entwickeln. Das hat sehr wenig mit veganer Ernährung an sich zu tun.

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Natürlich kann man den Veganismus kritisieren. Man kann alle Formen des Extremismus kritisieren, sollte man in meinem Augen sogar!

Aber das, was du hier abliefern möchtest, ist keine Kritik, auch kein Kommentar. Das ist einfach nur ein Sammelsurium von hetzerischen Phrasen, althergebrachten Klischees, verzweifelten Rechtfertigungsversuchen, aufgesetzter Sachlichkeit und peinlicher Polemik. Verpackt hast du es dann auch noch im Kostüm der Rechtschaffenheit, aber leider hat es viele Löcher, die deine wahre Intention durchsickern lassen: du willst nicht kritisieren. Du willst schmähen. Und obwohl ich selbst auch nichts für den Veganismus übrig habe, finde ich so eine reine Schmähkritik erbärmlich.

Erbärmlich ist übrigens auch dein Satzbau, deine Grammatik, deine Rechtschreibung und vor allem dein Ausdruck:

  • Anfangs ist klarzustellen...
  • Verhaltensweisen oder Denkweisen (ohne Anführungszeichen, dann wieder mit... Was soll das? Zitierst du sich selbst?)
  • ... um Morde rechtzufertigen
  • Zuerst muss man in Sachen Ernährung anerkennen, dass es Ernährungs-Süchte gibt, bei denen die Konsumenten eben süchtig nach einer gewissen Ernährung werden können... (Aha. Aber man muss beim doppeltmoppeln auch anerkennen, dass doppelte Moppel ziemlich doppeltgemoppelt sein können.)
  • Zuckersucht
  • ärztliche Hilfe
  • ..., ein Veganer hingegen isst nur Vegane Ernährung. (Sag bloß.)
  • ... denn jeder Hype geht mal zu Nichte... (etwas kann zur Neige gehen, man kann etwas zunichte machen, und vielleicht kann man auch noch irgendwann zu seiner Nichte gehen - aber sonst eine Redewendung mit "Nichte" und "gehen" gibt es im Deutschen nicht. Schreib lieber "geht zu Ende".)

Aber ach... so geht es doch munter weiter. Mein Gesamturteil zu deinem Stil: 🤮

Deine Definition von Extremismus ist außerdem vage und lexikalisch sogar falsch, denn was du hier beschreibst, ist eben nicht der Extremismus, sondern einfach nur eine Überzeugung. Jeder Mensch, nicht nur ein Extremist, ist schließlich von seinen Sicht- und Denkweisen überzeugt, das macht ihn aber nicht gleich zu einem Extremisten.

Extremisten erkennt man an den Merkmalen des Absolutheitsanspruchs (nur ich habe Recht, alle anderen Meinungen haben kein Existenzrecht), eines Freund-Feind-Denkens, an einem dogmatischen Weltbild (oft mit Verschwörungstheorien verbunden) und natürlich am Fanatismus und Radikalismus (dass man sich ein schnelles Ende der bestehenden Gesellschaftsverhältnisse wünscht und aktiv darauf hinwirkt).

https://www.bildungsserver.de/Merkmale-des-Extremismus-12360-de.html

Klar - unter Veganern gibt es solche Extremisten. Vielleicht hat auch tatsächlich jeder Veganer irgendwelche extremistischen Grundtendenzen. Aber das kann man sicher auch sachlicher verpacken und vielleicht auch mal ein paar soziologische Studien als Beleg anführen, was einen Extremisten zum Extremisten macht, diese dann auf den Veganismus anwenden, das ganze mit rationalen Argumenten abwürzen und daraus eine vernünftige These basteln - sowas hätte in einem Kommentar vielleicht funktioniert.

Besonders grausam finde ich deine Schlussmetapher (die du - deinen ansonsten doch eher bescheidenen rhetorischen Mitteln zufolge - sicher irgendwo geklaut hast, vielleicht bei Goebbels?): Ehrlich? Veganer sind für dich eine Gefahr? Eine Verschandlung auf dem Gemälde der Gesellschaft, die dieses Gemälde ruiniert, wenn man diesen Tintenklecks nicht entfernt? Das scheinst du ja wirklich ernst zu meinen...

Man sollte vielleicht mal juristisch prüfen, ob diese Art von Hetze nicht sogar schon den Volksverhetzungsparagraphen erfüllt - denn hättest du sowas über Juden oder Muslime geschrieben und nicht über Veganer, würdest du jetzt sicher schon auf der Beobachtungsliste vom Verfassungsschutz stehen. Doch du hast Glück, dass Veganer offenbar keine Religionsgemeinschaft sind. Schön, dass du dich am Ende noch selber wiederlegst.

Woher ich das weiß:Hobby – Jahrelange Begeisterung für die Natur und ihre Bewohner.

Aber er hat doch auch noch so schöne andere sprachliche Mittel! Vergiss die Wahrheit nicht, die so klar wie eine Möhre vor den Augen der Veganer anzutreffen ist!

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@rodolphesalis

Ich konnte hier ja nicht den ganzen Text zerpflücken. Ein paar Beispiele haben schon gereicht... Da sind auch noch viel mehr Phrasen drin, die in den Ausguss gehören.

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1. Ich bin nicht deiner Meinung, die Du im Kommentar äußerst, denn ich kenne einen sehr friedlichen, nicht militanten Veganer, der noch nie versucht hat, uns von seiner Ernährungsform zu überzeugen. Auch sein Kind und seine Frau ernähren sich nicht vegan. Wenn wir alle gemeinsam grillen, dann bringt er seine Sachen mit, wie jeder Andere von uns übrigens auch. Wir tauschen untereinander, aber er nimmt nur vegane Sachen - mancher Salat ist ja vegan. Uns stört das überhaupt nicht und ihn auch nicht. Wir gehen auch gemeinsam essen, er regelt das schon, dass er auch etwas Passendes bekommt.

Gemeinsam machten wir aber schon Witze darüber, wenn die Kellnerin plötzlich fragte, ob er überhaupt ein Bier trinken dürfe, wo er doch Veganer sei... (Er hatte sich ein Bier bei ihr bestellt)

- Natürlich ist Bier vegan. Als Kellner sollte das Basiswissen sein

- Er DARF auch alles Andere essen, auch Fleisch ectr, aber er WILL es halt nicht. Das ist immer wieder sein Spruch, wenn er so dusselige Bemerkungen, wie von der Kellnerin, bekommt, ob er denn dies oder jenes essen DÜRFE.

2. Ich verstehe deine Antwortmöglichkeiten nicht. Es ist eine Ernährungsart, aber keine Sucht. Die meisten machen es aus ideologischen Gründen. Nicht jede Ideologie ist eine Religion. Veganer beten niemanden an, haben keine Riten, verstehen sich nicht als Glaubensgemeinschaft. Das Wort "Veganertum" kenne ich nicht. Was soll das sein?

An der Abstimmung kann ich mich leider nicht beteiligen, da diese sehr einseitig und manipulativ gestaltet ist, ebenso wie der Kommentar.

Mich würde interessieren, zu welchem Zweck du diesen verfasst hast? War das eine Schulaufgabe oder ähnliches? Dann fehlen dir Quellen und (echte) Fakten, du musst einige Formulierungen abändern die nichts mehr mit Sachlichkeit zu tun haben sondern sehr polemisch sind und auch die Struktur nochmal überdenken. Das Thema finde ich interessant, leider sind in deinem Kommentar aber wenige neue Gedanken sondern eher aneinandergereihte Parolen zu finden. Deine Argumentation ist nicht schlüssig und deine Schlussfolgerungen, die du sehr vehement vertrittst, wirken aus der Luft gegriffen. Von Ausdruck, Rechtschreibung und Grammatik möchte ich gar nicht erst anfangen.

Wenn du den Kommentar nur so aus Spaß an der Sach geschrieben hast mache ich mir wirklich ein Bisschen Sorgen um dich. Da steckt ganzschön viel Wut gegenüber Menschen drin, die dir überhaupt nichts getan haben. Geht es dir vielleicht aus anderen Gründen schlecht und du projezierst da jetzt etwas auf den Veganismus? Oder wolltest du einfach nur mal ein Bisschen Aufmerksamkeit erregen? Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Zeit und Energie du für diesen Kommentar und das über Veganer*innen ärgern allgemein aufgebracht hast. Die hättest du so viel sinnvoller nutzen können!

Die dritte Option, die mir einfällt ist, dass du diesen Text für eine Satire Website oder ein Magazin verfasst hast. In dem Fall hättest du naürlich alles richtig gemacht und wirst dafür hoffentlich angemessen bezahlt werden. Viel Erfolg bei deiner weiteren Karriere!

PS: Ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden, welches meine Lieblingsstelle ist. Die, in der du Charaktereigenschaften von Veganer*innen beschreibst, als würde es sich um eine seltene Tierart handeln und nicht um Menschen wie dich ist schon ziemlich lustig. Aber ich glaube ich mag es noch lieber, wie du dich einen ganzen Absatz lang darüber auslässt, wie aggressiv Veganer*innen ihre Ansichten predigen würden, während Fleischessende nur mal einen harmlosen Witz machen, und das in diesem Text, der in deinen Worten gesprochen, nichts anderes ist als "Glaubenskrieg" und "Propaganda".

Nein warte, den Vergleich mit dem Gemälde fand ich am aller lustigsten! Man muss das Veganertum auslöschen, damit es nicht die gesamte Gesellschaft zerstört, genial! :D

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Bamm! Beste Antwort! Jetzt brauche ich selbst keine mehr schreiben. 😊

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Deine Defintion von einer Ernährungssucht ist schon mal nicht wirklich zutreffend. Man kann nicht süchtig auf veganes oder fleischlisches Essen sein. Sehr wohl kann man aber von Zucker abhängig sein oder auch von koffeinhaltigen Getränken, wie Kaffee. Hier hat der Körper eine eindutige Reaktion und verlangt nach immer mehr.

Ein Veganer kann durchaus auch andere Sachen essen. Wenn einem moralische ethische oder auch umweltbedingte Gründe aber wichtiger sind, dann hat das nichts mit Sucht zu tun. Man ist dann einfach konsequent. Wenn ich keine Kleidung von h&m, c&a, primark usw. kaufen möchte, weil ich Sklavenhaltung und Kinderarbeit nicht unterstützen möchte, dann versuche ich weniger und Fairtrade zu konsumieren. Das hat dann nichts mit Religion, sondern nur mit Disziplin und Konsequenz zu tun. Weil man von etwas überzeugt ist, handelt man auch danach.

Und falls du denkst, dass vegane Ernährung sehr einseitig ist, dann solltest du dich mal etwas genauer damit beschäftigen und etwas über den Tellerrand gucken.

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