Vegan und Bibel?

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Hallo, ich finde es gut, dass du dir über sowas Gedanken machst!

Also im Gebot steht nur "Du sollst nicht morden". "Keine ausnahmen" steht dort nicht. So viel dazu. Lies mal in der Bibel :

  1. Mose 7:19 "Was das Fleisch betrifft, so darf jeder, der rein ist, das Fleisch essen."
  2. Mose 9:3 "Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen"

Du siehst selber, dass es laut der Bibel erlaubt ist Fleisch zu essen.

Allerdings gibt es eine kleine Einschränkung. Die Bibel verbietet es, Fleisch zu essen, wo noch Blut enthalten ist. Z.B Blutwurst. Das steht in 1. Mose 9:4 "Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen."

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte.

LG Julian

kleine Einschränkung

3.Mose 11

3 alles, was gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen. 4 Nur diese dürft ihr nicht essen von dem, was wiederkäut und gespaltene Klauen hat: das Kamel, denn es ist zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen, darum soll es euch unrein sein; 5 den Klippdachs, denn er ist zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein; 6 den Hasen, denn er ist auch ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein; 7 das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein. 8 Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein. 9 Dies dürft ihr essen von dem, was im Wasser lebt: Alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Bächen, dürft ihr essen. 10 Alles aber, was nicht Flossen und Schuppen hat im Meer und in den Bächen von allem, was sich regt im Wasser, und allem, was lebt im Wasser, soll euch ein Gräuel sein. 11 Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen und ihr Aas sollt ihr verabscheuen, denn sie sind ein Gräuel für euch. 12 Denn alles, was nicht Flossen und Schuppen hat im Wasser, sollt ihr verabscheuen. 13 Und diese sollt ihr verabscheuen unter den Vögeln, dass ihr sie nicht esst, denn ein Gräuel sind sie: den Adler, den Habicht, den Fischaar, 14 den Geier, die Weihe mit ihrer Art 15 und alle Raben mit ihrer Art, 16 den Strauß, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art, 17 das Käuzchen, den Schwan, den Uhu, 18 die Fledermaus, die Rohrdommel, den Storch, 19 den Reiher, den Häher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe. 20 Auch alles kleine Getier, das Flügel hat und auf vier Füßen geht, soll euch ein Gräuel sein. 21 Doch dies dürft ihr essen von allem, was sich regt und Flügel hat und auf vier Füßen geht: was oberhalb der Füße noch zwei Schenkel hat, womit es auf Erden hüpft. 22 Von diesen könnt ihr essen die Heuschrecken, als da sind: den Arbe mit seiner Art, den Solam mit seiner Art, den Hargol mit seiner Art und den Hagab mit seiner Art. 23 Alles aber, was sonst Flügel und vier Füße hat, soll euch ein Gräuel sein.....

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@wickedsick01

Dies ist ja der alte Bund welchen du grade zitierst. der wurde von dem neuen abgelöst. (Hebräer 8:7) . In zwischen gibt es einen neuen Bund, welcher die mosaitischen Gebote für Christen ungültig macht. Das Gebot sich von Blut zu enthalten stand auch im mosaitischem Gesetz. Warum soll man sich daran halten? Das verbot des Blutes ist abgelöst worden.

Apostelgeschichte 15:28, 29: *"Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge:  euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut."

1 Samuel 14:32: das Volk ging daran, das Blut mitzuessen.  Da teilten sie es Saul mit und sprachen: „Siehe! Das Volk sündigt gegen Jehova, indem [es] das Blut mitisst.

LG

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@Juliansan

Ups, ich meine nicht "Mosaitisches Gesetz" sondern "Mosaisches Gesetz". Ist schon etwas spät :D

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@Juliansan

und wo steht dass Mose 7:19 und Mose 9:3 nicht betroffen ist im neuen bund?

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@wickedsick01

Der Bund am Sinai wurde mit den JUDEN geschlossen und mit niemandem sonst. Deshalb gilt das Gebot des Mose in seinem ganzen Umfang auch nur für die Juden, nicht für irgendwen anders. Wenn Du es biblisch haben willst, gilt für alle Nichtjuden der Bund mit Noah, der nach der Flut geschlossen wurde. Und da wird jedes grüne Kraut und jedes Tier zur Nahrung freigegeben. Gruß, q.

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@josef050153

aha also ist Blut auch erlaubt

Und er rief das Volk wieder zu sich und sprach zu ihnen: Hört mir alle zu und begreift's! 15-16 Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist's, was den Menschen unrein macht.

wenns NICHTS gibt das unrein macht was von außen kommt ist Blut auch gemeint...

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@wickedsick01

wickedsick01 - juliansan hat recht! Apostelgeschichte 15:28, 29: *"Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge:  euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, ***sowie von Blut."*** !!!!

Die ersten Christen wurden von den Römern mit Blutwürsten versucht, gegen ihren Gott zu sündigen; das wäre für die Römer genau das Gleiche gewesen, als wenn sie, die Christen, den römischen Göttern nur "ein wenig" geräuchert hätten. Für die heidnischen Römer war es also wichtig, dass die Christen das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, missachteten. Das muss gar nicht immer so leicht gewesen sein für die Christen, mit hungrigem Magen dem blutigen Angebot zu widerstehen. Es waren ja nicht alle Juden-Christen, sondern es gab schon viele Christen aus heidnischen Nationen - denen war der Genuss von Blutgerichten nicht unbekannt.

Bevor ich diese Zeilen schrieb, habe ich mich etwas schlau gemacht, wie die Christenheit heute zu diesem Gebot steht. Es ist erstaunlich, mit welchen Ausreden sie da aufwarten. Z.B. - es wäre gemeint, kein FRISCHES Blut zu sich zu nehmen, da man sonst in einen Blutrausch verfiele.

Ich schicke dir mal einen Link mit von dem Sereologen Dr. Koelsch - da kann man eine Menge über Blut lernen. http://www.wahrheitssuche.org/bluttransfusion.html

stine2412

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@stine2412

du hast was überlesen:

Hört mir alle zu und begreift's! Es gibt nichts....

NICHTS ist NICHTS auch kein Blut. sonst hätte er da gelogen

Was aus dem Menschen geht, das macht den Menschen gemein;

z.b. falsche Worte....

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@quopiam

Tja, und das Ergebnis des von Fleischessern so gern zitierten biblischen Gebotes haben wir jetzt: Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Umweltkatastrophen, Abrohdung des Regenwaldes, Ausrottung unzähliger Tier- und Pflanzenarten, Überfischung der Meere, Klimaerwärmung....Aber was soll's, Hauptsache alles ist "biblisch". Wen stört's schon, wenn die Erde dabei flötend geht?

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@wickedsick01

Die Nahrung macht den Menschen nicht unrein, sondern seine Worte und Taten. Ob Unterstützung und Beauftragung von Tiermord unrein macht oder nicht, dazu hat sich Jesus nicht geäußert, aber man kann es erraten.

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@wickedsick01

Das essen von Blut selbst macht nicht unrein, da hat er recht. Aber was ist mit dem Blutvergießen? Essen von Fleisch und Blut ohne Blutvergießen geht leider nicht.

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Die Bibel verbietet es, Fleisch zu essen, wo noch Blut enthalten ist.

Das musst du aber im Zusammenhang sehen!

Es geht hier nicht um eine Speisevorschrift, sondern um Götzendienst. In den meisten umliegenden Völkern war es üblich, Blut zu zeremoniellen Zwecken zu sich zu nehmen oder Tiere samt Innereien zu essen. DAVON sollte man sich fernhalten.

regelmäßig Blut – auch Zeugen Jehovas – weil man ein Tier nicht restfrei von Blut säubern kann.

Die Bibel muss hier also von einer Symbolik sprechen und nicht von einem tatsächlichen Verbot. Aufgrund der Tatsache, dass der Körper komplett von Blut durchströmt wird und bei einer Verletzung Blut austritt, ist dies ein sehr gutes Symbol für das Leben als solches.

Hierzu eine kleine erfundene Geschichte:

Eine wertvolle Vase steht auf einem kleinen Tisch im Wohnzimmer. Sie ist ein Erbstück und hat zusätzlich einen ideellen Wert für Frau Meier. Als sie kurzfristig weg muss, sagt sie ihren beiden Kindern, dass sie auf jeden

Fall ihre Finger von der Vase lassen sollen. Kurz nachdem sie gegangen ist, springt die Katze auf den Tisch. Die Kinder schauen ihr zu, wie sie an der Vase entlang streicht und die Vase zu Fall bringt. Zum Glück ist sie noch nicht zerbrochen, rollt aber langsam Richtung Tischkante und droht hinunterzufallen.

Was sollten sie jetzt tun? Ihre Mutter hatte gesagt: „Nicht anfassen!“

Kurz bevor die Vase zu Boden fällt, fängt eines der Kinder die Vase auf und stellt sie wieder an ihren Platz.

Welches Kind hat das getan, was ihre Mutter gesagt hat?

Welches Kind hat das getan, was ihre Mutter gewollt hat?

Die Moral der Geschichte:

Wenn ein Gebot auf eine ungewohnte Situation angewandt werden soll, reicht es nicht mehr, dieses nur stur zu befolgen. Man muss verstehen weshalb dieses Gebot gegeben wurde.

Auch beim Blut geht es schlussendlich um die Frage: Weshalb wurde dieses Gebot gegeben?

Es gibt nur ein paar Schriftstellen, die von Gläubigen genutzt werden um das Verbot von Blut zu untermauern. Doch sollte man diese im Kontext lesen. An allen diesen Stellen geht es nicht um eine Aufzählung von Regeln, sondern es geht um die Heiligkeit und den Schutz des Lebens.

In 3.Mose 17,3-5 wird davon gesprochen, dass jemand der ein Tier getötet hat und dessen Blut nicht ausgoss, Blutschuld auf sich lud – was ihn selbst zum Tode verurteilte. Die Israeliten mussten das Blut auf dem Altar ausgießen, um sich von der Schuld loszukaufen, dass sie ein Leben genommen hatten.

Im Gegensatz dazu, war das Essen eines bereits toten Tieres nicht verboten, selbst wenn es nicht ausgeblutet war. Ein Israelit musste sich und seine Kleider waschen und war bis zum Abend unrein. Hierauf stand also nicht die Todesstrafe.

Das Beispiel in 3.Mose 17 und 5.Mose 14,21 zeigt lediglich, dass die Gesetze in Bezug auf das Blut eines Tieres davon abhängig waren, ob dem Menschen der Wert des Lebens bewusst war. Beim Töten eines Tieres war es nötig, dem Menschen vor Augen zu halten wie Gott über das Leben denkt. Beim essen eines bereits toten Tieres, das ein anderer getötet hatte, war dies nicht notwendig. Man musste also nicht darauf achten, ob das Tier ausgeblutet war oder nicht. Dies oblag einzig und allein demjenigen, der dieses Tier getötet hatte.

Missachtete man die Symbolik des Lebens bewusst, so brachte man gegenüber dem Lebengeber keinen Respekt zum Ausdruck. In diesem Fall wurde er bestraft.

Als nächstes ist zu beachten, dass durch das NT alle alttestamentlichen Speisegebote aufgehoben wurden:

"Daher möge euch niemand wegen Speise und Trank oder in Hinsicht auf ein Fest oder die Beobachtung des Neumonds oder eines Sabbats richten" (Kolosser 2,16).

Hier findest du den gesamten Text (von mir), der sich mit Zeugen Jehovas und der Blutfrage beschäftigt.

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Hi Annie, ich hatte vor, hier viel zu schreiben, weil ich die Frage hochinteressant finde, hab mich aber aus gewissen Gründen anders entschieden. Ich rate dir wärmstens, das Buch zu lesen: "Die Erde bewirtet euch festlich - Vegetarismus und die Religionen der Welt" von Steven Rosen, sowie das Evangelium der Essener, die gnostischen Schriften und die unverfälschten hebräischen Urschriften der Bibel. Da wirst du alle Antworten finden, die du suchst. Kannst auch die Suchfunktion hier zu diesem Thema nutzen. Alles Gute für dich... :) LG, Sigi

Ich bedanke mich bei dir und ich habe mich über deine klare, höfliche Antwort gefreut. LG annienana

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@annienana

Hab ich sehr gerne gemacht - ich hoffe, du findest die Antworten... :) Auch dein freundlicher Kommi war wohltuend - danke ! ...

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Schade daß du dich nicht weiter zu dem Thema äußern willst, aber ich kann es anderseits auch verstehen. Danke für den Buchtipp!

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@cos1910

Danke, sehr lieb - nutze mal die Suchfunktion zu diesem Thema - das Buch wird dein Leben bereichern... :) Das Essay von dem wunderbaren Eugen Drewermann wird dir genauso zu Herzen gehen wie mir... :)

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Wir alles sollten uns eine eigene Meinung zum Fleischessen bilden und auch auf das Gefühl hören dass wir dabei haben. Aber auch in der Bibel gibt es viele Textstellen die uns pflanzliche Nahrung ans Herz legen. Z.B.:

"Da sagte Daniel zu dem Mann, den der Oberkämmerer als Aufseher für ihn selbst sowie für Hananja, Mischaël und Asarja eingesetzt hatte: Versuch es doch einmal zehn Tage lang mit deinen Knechten! Lass uns nur pflanzliche Nahrung zu essen und Wasser zu trinken geben! Dann vergleiche unser Aussehen mit dem der jungen Leute, die von den Speisen des Königs essen. Je nachdem, was du dann siehst, verfahr weiter mit deinen Knechten! Der Aufseher nahm ihren Vorschlag an und machte mit ihnen eine zehntägige Probe. Am Ende der zehn Tage sahen sie besser und wohlgenährter aus als all die jungen Leute, die von den Speisen des Königs assen. Da liess der Aufseher ihre Speisen und auch den Wein, den sie trinken sollten, beiseite und gab ihnen Pflanzenkost."

Quelle: Daniel 1, 11-16 (Einheitsübersetzung)

..................................... "Besser ein Gericht Gemüse mit Liebe, als ein gemästeter Ochse mit Haß!"

Quelle: Die Bibel, Sprüche 15, 17, Übersetzung Schlachter 2000 ................................................... "Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise."

Quelle: 1.Mose 1:29, M. Luther Übersetzung ....................................................... "Das Land wird euch seine Früchte geben, daß ihr euch satt essen könnt. Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als der einen Mann erschlüge."

Quelle: Jesaja 66:3 ..................................................... "Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen."

Quelle: 3. Buch Mose 25/1a, Genesis 1:29

Danke, liebe Buchstabenfrau - sprichst mir aus dem Herzen... :)

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Also erstmal wurde Adam nicht aus der Rippe eines Schweins erschaffen, sondern aus Lehm. Und es wird auch explizit gesagt, dass Tiere den Menschen untertan sind. Und ja, es gibt viele Stellen in der Bibel, in denen die Schlachtung von Lämmern eine besondere Bedeutung haben. In dem Fall wurde das Gebot einfach nur so ausgelegt, dass es auf die Weltanschauung der Veganer passt, denn in der Bibel ist es eindeutig anders gemeint, es geht darum, keinen Menschen zu töten

danke, ich dachte mir das schon die ganze zeit so, hatte aber keine eindeutigen beweise und habe mich deshalb verunsichern lassen :)

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danke, ich dachte mir das schon die ganze zeit so, hatte aber keine eindeutigen beweise und habe mich deshalb verunsichern lassen :)

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Es gibt zwei paralelle Schöpfungsgeschichten (beide gleich hintereinander am Anfang der Bibel, Genesis). In einer der beiden wird Eva aus einer Rippe Adams erschaffen.

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@scben

Das ist falsch Übersetzt ! Es geht nämlich um "zela", und "zela" heißt Flanke. Das ist nun keine Haarspalterei, sondern es geht um folgendes: Wenn die Frau in dieser Metapher wirklich nur eine Rippe des Mannes wäre, dann ist sie ziemlich unbedeutend. Er hat aber eine Flanke genommen, und das ist ein großer Unterschied, denn auch in der Antike konnte ein Mann, und das wußten auch die Ärzte, ohne eine einzelne Rippe sehr schön leben – aber nicht minus einer ganzen Flanke.

Ich behaupte, das ist nicht egal. Denn eine Flanke ist der anderen Flanke gleichberechtigt. Ich bin Ihnen gegenüber also quasi gleichberechtigt, und Sie können ohne mich bzw. Ihre Gattin nicht existieren. Wobei das Interessante darin besteht, daß es sich dann umdreht: Denn sie ist ja die Lebensspenderin.

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"denn in der Bibel ist es eindeutig anders gemeint, es geht darum, keinen Menschen zu töten"

Das wieder entspricht nicht den Fakten. Ein Prediger unserer Gemeinschaft, der Hebräisch studiert hat, hat uns einmal erklärt, daß das Wort, das hier mit "töten" übersetzt wird, eigentlich "morden" bedeutet. Morden bedeutet "vorsätzliches Töten aus niederen Beweggründen". Dabei stellt sich mir die Frage: Ist Tiertüten zwecks "Nahrungs"-gewinnung dann nicht auch Mord? Denn erstens stellt Gott uns weitaus bessere Nahrungsmittel als die tierischen "Erzeugnisse" zur Verfügung, und zweitens quälen wir Menschen die Tiere unnötig und "füttern" sie dann noch mit einem Haufen Medikamenten, damit sie in kürzerer Zeit massiv mehr Fleisch, Eier, Milch etc. "produzieren". Stichworte: Turbohuhn oder Eierlegende Wollmilchsau!

Und der Vers bezieht sich nicht allein auf das Morden von Menschen, sonst würde Gott dies explizit und klar erwähnen.

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@GottLiebtSie

Es wird genauso explizit und klar erwähnt, dass Tiere den Menschen untertan sind und dass Tiere gegessen werden. Ich könnte die zahlreiche Stellen aufzählen, in denen beispielsweise ein Lamm geschlachtet wird oder Fische gegessen werden.

Tiere töten zwecks Nahrungsbeschaffung ist kein Mord, weil Nahrungsbeschaffung ein natürlicher Instinkt ist und kein niederer Beweggrund. Und das Morden bezieht sich auf Menschen nicht auf Tiere. Da hat das Schild ja schon seine Wirkung erzielt, da du denen anscheinend schon auf den Leim gegangen bist;)

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@Marriah89

"Ich könnte die zahlreiche Stellen aufzählen, in denen beispielsweise ein Lamm geschlachtet wird oder Fische gegessen werden."

Ist da eine dabei, in der erwähnt wird, dass das gott gefällt?

Ganz im gegenteil: In der bibel steht explizit, dass man kein blut essen soll und das gott kein gefallen an tieropfern findet (er verlangt sie zwar, aber nur, weil es sein muss).

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@TheBlackEyedOne

Es wird genauso explizit und klar erwähnt,

Ist irrelevant, da die Bibel ein politisches Machtwerk ist, dessen Inhalt frei erfunden ist und NUR für Juden relevant war/ist.

In der bibel steht explizit, dass man kein blut essen

Das stimmt nicht! Die wenigen Bibeltexte in denen von einem Verzehr-Verbot von Blut die Rede ist, geht es ausschließlich um Götzendienst und nicht um Speisevorschriften. Geht es um Speisevorschriften, so findet man lediglich Anweisungen in Bezug auf das Schlachten/Ausbluten lassen um das Fleisch nicht so schnell verderben zu lasen.

und das gott kein gefallen an tieropfern findet (er verlangt sie zwar, aber nur, weil es sein muss).

Wieder mal ein netter Widerspruch der Bibel. Gott erschuf also Tiere, sie sollten geopfert werden, aber er findet das nicht gut. Ein "es muss sein" ist totaler Blödsinn. Was für einen Zweck bzw. Nutzen sollte es für Gott darstellen, wenn jemand ein Tier tötet, ohne das dies einen Nutzen erfüllt?

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@TheBlackEyedOne

@TBEO, schön, dass du auch grade hier mitschreibst... :) Bei diesem Thema kann man auch Studien betreiben, was Menschen - sowohl "Gläubige" als auch Atheisten - so alles als Rechtfertigung für ihren geliebten Fleischverzehr hernehmen... LG, Sigi

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@wildcarts

"Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Vögeln, überall, wo ihr wohnt." 3.Mose 7:26

Also wenn das nicht eindeutig ist, weiß ich auch nicht.

"Wieder mal ein netter Widerspruch der Bibel. Gott erschuf also Tiere, sie sollten geopfert werden, aber er findet das nicht gut. Ein "es muss sein" ist totaler Blödsinn. Was für einen Zweck bzw. Nutzen sollte es für Gott darstellen, wenn jemand ein Tier tötet, ohne das dies einen Nutzen erfüllt?"

Es erfüllt einen nutzen. Der das opfer für die sünden der menschen zu sein. Tieropfer wurden mit dem opfer von jesus abgelöst.

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@Moucky

Es wurde in der Bibel Falsch übersetzt, es heißt nicht .... Mach euch die Erde untertan.Nein es heist, Verwaltet Gestaltet und bewirtschaftet sie.. Im Übertragenen Sinn,Und da steht nichts von Ausbeutung geschrieben.Koch den Bock nicht in der Milch der Mutter, das heißt.keine Massentierhaltung zwecks Föllerei.Wir sollen nichtt 2 Tiere Töten nur weil wir sonnst von der Hühnerbrust eines Tieren nicht satt werden.aber das andere Verschmähen.So sind die 10 Gebote mit ihren Ausführungen nicht zu versehen !

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@Marriah89

Wie wär's wenn du mal deinen Verstand zu Hilfe nimmst? Nahrungsbeschaffung ist beim vernunftbegabten Menschen nicht einfach nur Instinkt wie bei Tieren, sondern hat auch was mit Überlegung zu tun, wie etwa ethische oder gesundheitliche Erwägungen. Fakt ist, kein Mensch muss Fleisch essen, Fleisch ist definitiv nicht erforderlich zum Überleben und aller Wahscheinlichkeit noch nicht mal sonderlich gesund. Tiere essen ist somit, zumindest unter unseren heutigen Voraussetzungen, niederer Beweggrund, also Mord.

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Das Schild passt überhaupt nicht als Argument, dass Christen kein Fleisch essen dürfen.

In der Tat war es am Anfang vor dem Sündenfall so, dass es keinen Tod und kein Leid auf der Welt gab. In 1. Mose 1,29-30 steht: "Ihr dürft die Früchte aller Pflanzen und Bäume essen; den Vögeln und Landtieren gebe ich Gras und Blätter zur Nahrung." Zu dieser Zeit haben sich die Menschen und Tiere also mit den Früchten der Pflanzen und Bäume ernährt.

Nach der Sintflut sprach Gott zu Noah (1. Mose 9,2-4): "Alle Tiere werden sich vor euch fürchten müssen, denn ich gebe sie in eure Hand.3 Von jetzt an könnt ihr euch von ihrem Fleisch ernähren, nicht nur von Obst und Getreide. Aber esst kein Fleisch, in dem noch Blut ist, denn im Blut ist das Leben." Tiere durften also gegessen werden, aber der Genuss von Blut war verboten.

Für das Volk Israel gab es bestimmte Speisegesetze. Gott erlaubt nicht nur den Verzehr von Tieren, er beschreibt Mose sogar ganz detailliert, welche Tiere er und sein Volk verspeisen dürfen (3. Mose 11,2): "Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft ..." Schweinefleisch durfte z.B. nicht verzehrt werden.

Diese Regeln für das Volk Israel sollten aber für Christen nicht mehr gelten, wie dieser Artikel gut erklärt: http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1597

Man sieht also, dass die Bibel den Genuss von Fleisch erlaubt. Trotzdem hat jeder Christ natürlich die Freiheit, seinen Fleischverzehr einzuschränken oder ganz einzustellen. Christen können durchaus Vegetarier oder Veganer sein, natürlich. Aber mit dem Gebot "Du sollst nicht töten" kann der Vegetarismus oder Veganismus nicht erklärt werden.

Klar kann Vegetarismus mit dem Gebot "du sollst nicht morden" erklärt werden, vorausgesetzt man nimmt nicht alles in der Bibel als "göttlich". Letzteres macht allerdings auch kaum Sinn, Widersprüche über Widersprüche tun sich dann nämlich auf. Also bleibt gar nichts anderes übrig als zu selektieren. genau das tust du auch. Und das tut auch die Kirche. Und das tun auch sämtliche Religionen, die die Bibel zur Grundlage haben. Der Mensch redet wovon sein Herz voll ist.

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