Sollte man einen Sohn "härter" erziehen als ein Mädchen?

42 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Einen Zweijährigen solltest Du unbedingt mit all Deiner mütterlichen Wärme erziehen. Und wenn er Blumen und Marienkäfer mag, dann ist das wundervoll. Ich finde es eher traurig, wenn manche Männer damit nichts anfangen können. Dahinter steckt die Angst, nicht männlich genug rüberzukommen. Die steckt wohl auch in Deinem Partner.

Das Bedürfnis Deines Sohnes nach mütterlicher Nähe wird sich von ganz alleine mit den Jahren ausdünnen. Und es gibt keinen Grund, diese Entwicklung zu forcieren.

Dass man von zuviel Schmetterlingen, Kuscheln und Märchen schwul werden könne, ist ja wohl der größte Blödsinn. Homosexualität bei Männern hat NICHTS mit Erziehung/Prägung zu tun. Und wenn er schwul "wird", dann ist er es schon längst.

Diese Antwort sollte zahlreiche DHs bekommen !!! :)

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@marchofflames

Mir wäre wichtiger, dass glueckspilz85 ihre Unsicherheit verliert und sich "zu Hause" in Sachen Kindeserziehung durchsetzen kann. ;-)

Danke für die DHs

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@HerzKasper67

@marchofflames: DEIN Kommentar sollte zahlreiche DH bekommen :D

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Soweit stimme ich zu, bis auf einen Punkt:

Mit zwei Jahren hat sich die sexuelle Orientierung noch nicht orientiert, das heißt, sollte er homosexuell werden, ist er das jetzt noch nicht. Die sexuelle Orientierung wird in der Kindheit und Jugend durch allerlei Erfahrungen geprägt. Ein sehr interessantes und komeptentes Interview zu dem Thema und darüber, wie wenig man die sexuellen Vorlieben selbst beeinflussen kann, findet ihr unter diesem Link (auch, wenn es dort in erster Linie um Pädophilie geht): http://www.youtube.com/watch?v=KUdGl6fqnA4

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@73ZVZV

Zitat (aus Wikipedia, weil das jedem zur Verfügung steht) aus dem Artikel "sexuelle Orientierung" :

Psychologische Aspekte

Es ist bisher noch nicht abschließend geklärt, wann und wie die sexuelle Orientierung eines Menschen festgelegt wird. Nach herrschender Meinung gilt jedoch als gesichert, dass die sexuelle Orientierung, nachdem sie sich gebildet hat, unveränderlich feststeht, auch wenn im Umfeld religiöser Minderheiten gelegentlich eine abweichende Mindermeinung vertreten wird (vergleiche auch Ex-Gay-Bewegung).

Weiterhin wird als gesichert angenommen, dass die sexuelle Orientierung sich bereits sehr früh im Leben herausbildet. Es gibt starke Indizien, die auf genetische Komponenten der sexuellen Orientierung hindeuten (vergleiche auch Hauptartikel Homosexualität). Bisher unbelegt sind Hypothesen, dass die Hormonversorgung während der Schwangerschaft eine Rolle spielen könnte.

Keine Belege fanden sich bisher für die Behauptung, die sexuelle Orientierung würde durch die Erziehung oder durch Verführungserlebnisse in Kindheit oder Pubertät beeinflusst. Öfters wird hingegen diskutiert, wieweit bei Buben die geschlechtliche Identifikation und ihr Bild von Männlichkeit durch die Tatsache beeinträchtigt werden könnte, dass heute in den meisten Schulen die Lehrerinnen weit überwiegen. (...)

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@HerzKasper67

Welche Faktoren beim Einzelnen zur Ausbildung einer bestimmten sexuellen Orientierung führen, ist ungeklärt. Grundsätzlich können bei der Entstehung der sexuellen Orientierung zwei Hauptthesen unterschieden werden:

  • Die sexuelle Orientierung ist schon vor der Geburt festgelegt.
  • Die sexuelle Orientierung wird erst durch gewisse Identifikationsprozesse in der frühen Kindheit oder auch besondere Abläufe in der Pubertätsphase ausgeprägt.

(auch aus Wikipedia, Artikel "Homosexualität")

Einigen wir uns einfach darauf: Wir wissen nicht, woran sich die sexuelle Orientierung ausrichtet, aber anerziehen, umerziehen oder bewusst ändern kann man sie nicht.

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@73ZVZV

Stimmt, letztlich WISSEN wir nichts.

Thesen können wir jedoch unendlich viele aufstellen:

Homosexualität wird durch Nasebohren des Vaters während des Zeugungsaktes verursacht.

Wenn sich aber KEINE Belege finden für die eine These, die andere als GESICHERT angenommen wird, möchte man als Laie doch eher der gesicherten folgen, oder?

Darüber hinaus finde ich es ungeschickt, hier für weitere Verunsicherung zu sorgen - in diesem thread, bei dieser Frage.

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@HerzKasper67

Du machst das genau richtig. Die Neugier und die Neigungen in jeweiligen Phasen der Entwicklung sollte man unterstützen und fördern. Und wenn ein Kind weint, sollte man ihm Trost spenden.

ich kann dir sagen, dass ich meinen Sohn auch immer geherzt, getröstet und gekuschelt habe, dass er auch gerne als Kleinkind mit Puppen spielte und ich ihm Blumen und Düfte und Schmetterlinge und all das gezeigt habe und er solche Dinge auch sehr mochte. Später kamen auch Motorräder und Dinosaurier dazu und Bäume und Berge usw. (die ganze Welt eben).

Nun ist er erwachsen und hat nichts weibliches an sich (im Sinne von Weichei oder heulsuse). Er ist aber trotzdem auch kein Macho, sondern einfach ein sehr netter Mensch :-).Und schwul ist er auch nicht geworden (was ja auch nicht schlimm wäre).

Damit möchte ich dir nur sagen, dass viel Liebe und Aufmerksamkeit genau das Richtige ist für jedes Kind - egal ob Junge oder Mädchen.

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Zunächst einmal brauchen Jungen und Mädchen gleich viel liebe und Zuwendung. Außerdem wird kein Mensch homosexuell, weil er zu viel Trost bekommen hat.

Ich rate dir allerdings auch nicht bei jedem kleinen Wewehchen deiner Kinder sie zu trösten bzw. übermäßig zu bemuttern , denn Kinder müssen auch die Selbstregulierung lernen. Sie müssen sich auch mal selbst beruhigen können (da hat jedes Kind andere Methoden) denn diese Selbstregulierung brauchen sie für ihr späteres Leben auch, wie du dir sicher denken kannst. Also lass sie auch mal etwas selbst verkraften. Wenn sie natürlich Trost suchen tröste sie unbedingt. und wenn sie sich sehr weh tun und weinen natürlich geh hin, aber sei nicht überfürsorglich. Das heißt . wenn das Kind hinfällt , stürm nicht hin und bemitleide das Kind übersorglich, dann wird es erst recht denken, dass ihm etwas unglaublich schlimmes passiert ist. Dazu ein kleines Beispiel.

Ein Kleinkind fällt hin. Es schaut auf und wendet seinen Blick in Richtung der Mutter, die sofort von der Bank aufspricht zu dem Kind rennt und sagt : "Oh hast du dir weh, getan, zeig mal." Das Kind fängt sofort an die weinen, als es das Schmerzverzerrte Gesicht der Mutter sieht, denn es sieht an der Mimik der Mutter, dass der Sturz wohl sehr schlimm gewesen sein muss.

Gleiches Kind andere Bezugsperson( der Onkel). Das Kind fällt hin, sieht zum Onkel . Der sagt : Ups, bist du hingeplumst und geht auf das Kind zu. Das Kind steht schon von selbst wieder auf ohne zu weinen. Denn es scheint nicht so schlimm gewesen zu sein, denn der Onkel hat ja gganz entspannt reagiert.

Wohlbemerkt wenn das Kind sich wirklich wehtut , natürlich hin und kümmern. Das Kind wird dann auch sofort weinen. Aber gerade kleine Kinder gucken manchmal erstmal ob Mama oder Papa das gesehen haben und wie sie es einschätzen und urteilen dann ob es schlimm war oder nicht. Nun weiß ich nicht wie alt dein Sohn ist und wie er so reagiert, dann könnte ich dir sicher mehr sagen. Aber grundsätzlich gilt. Nicht überbehüten und nicht vernachlässigen. Ein gesundes Maß und es spielt überhaupt keine Rolle ob Junge oder Mädchen.

Ansonsten. Mädchen brauchen reale weibliche Vorbilder und Jungen real lebbare Männliche Vorbilder .

Jungen brauchen keine Superheldenbilder (natürlich dürfen sie dennoch mit solchen Fifuren spielen und sie nachspielen, aber sie sollten auch reale Vorbiler haben) denen sie nachjagen und die sie nie erreichen können. Sondern einen realen Mann als Vorbild. Der sich seines Mann seins bewusst ist. Und zwar eines Mann sein, dass nicht auf Kischeebildern basiert. Das heißt ein Mann darf Gefühle zeigen und sollte das auch, er muss authentisch sein, damit sich Jungen daran orientieren können und vorallem lebbar. (Gibt viele Bücher zum Thema, falls es dich interessiert. z.B. Geschlechtsbezogene Pädagogik – Elisabeth Glücks und Franz Gerd Ottemeier-Glücks, Kleine Machos in der Krise - Allan Guggenbühl und so weiter) Kannst dich ja informieren, wenn es dich näher interessiert , anbei sei gesagt das es ein sehr interessantes Thema ist , habe darüber referiert)

Kurz gefasst folgendes:

Mädchen und Jungen nachdem Leitsatz : Gleichwertigkeit in Differenz erziehen, d.h. Jungen und Mädchen haben ihre geschlechtsspezifisches Unterschiede sind aber gleich viel wert.

Jungen und Mädchen brauchen real lebbare Vorbilder von Frauen und Männern. Die ihre Gefühle zeigen (ob es Gefühle sind die sich gut oder schlecht anfühlen ist egal, beides ist wichtig um authentisch zu sein) Ein Erwachsener darf auch mal sagen, dass es ihm /ihr gerade nicht gut geht.

Jungen und Mädchen brauchen gleich viel Zuwendung.

Kinder haben unterschiedliche Interessen und es ist die Gesellschaft die Interessen den Geschlechtern zuordnet und die Kinder werden es übernehmen müssen, denn wer nicht typisch Mann oder Frau ist gilt als seltsam und wird dafür verurteilt. Also dein Sohn Dinge mögen, die meist eher Mädchen mögen. Genauso wie deine Tochter "typische" Jungensachen mögen darf. Lass ihnen die eignen Interessen und förder sie weiter . Nur so haben sie die Chance herauszufinden wer sie als Mensch sind. Sie sollen nicht sagen: Ich bin ein Junge /mädchen und mache deswegen das und das und kann das und das nicht. Sondern .- Ich kann alles tun was mir Freude macht, und außerdem bin ich auch noch Mädchen /Junge.

Wie gesagt wenn es dich näher interessiert es gibt genug Literatur. (Einige ist besser, andere ist nicht ganz so neutral )

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

Liebe , dunkle Grüße Lythen

Ich bezweifle es, dass du deinen Sohn härter erziehen könntes selbst wenn du es wölltes. Ich bin zwar auch der Meinung das Kinder mit "Liebe" erzogen werden sollen, aber ich glaube nicht, dass du ein Junge erziehen kannst wie ein Mädchen. Darüberhinaus hat dein Freund "Mitverantwortung" seinen Sohn zu erziehen. Wie soll er den seiner Meinung nach zu einem Mann erzogen werden, wenn er nur die Mutter als Bezugsperson hat? Ich spreche mich hier für eine männlichere Erziehung aus, aber das heißt nicht, dass der Sohn deswegen "knallhart" erzogen werden muss.....

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