Sind Menschen von Natur aus Fleischfresser? Wie ist eure Meinung dazu?


17.01.2020, 20:22

Ja, ich weiß dass Menschen Allesfresser sind. Aber ich wollte mich explizit auf die Fleischernährung beziehen..

21 Antworten

Ich denke, dass eine rein fleischlose Kost nicht so gesund ist, wobei man aber, wenn man Fleisch isst, nur Bio Fleisch essen sollte und das nicht so oft, etwa ein bis zweimal pro Woche. Auch festigt sich immer mehr die medizinische Erkenntnis, dass zwischen einem männlichen und einem weiblichen Körper Unterschiede bestehen und es zeigt sich, dass Männer in der Regel mehr nach Fleisch "verlangen" als Frauen.

dass zwischen einem männlichen und einem weiblichen Körper Unterschiede bestehen und es zeigt sich, dass Männer in der Regel mehr nach Fleisch "verlangen" als Frauen.

Woher stammt denn diese Erkenntnis? Also, dass es Unterschiede gibt, sieht man auf den ersten Blick, aber wieso sollte das Verlangen nach Fleisch bei einem Mann medizinisch ursächlicher sein, als bei einer Frau?

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@FresherKnilch

Erst einmal sehe ich das in der Realität. Meistens sind es Mädchen, die gar nicht mehr so gerne Fleisch essen, während viele Jungs sich ihr Schnitzel nicht nehmen lassen. Das kann natürlich auch daran liegen, dass es gerade Mode ist, oder das es in den Medien vorangetrieben wird, Vegetarier oder Veganer zu sein und Mädchen sich mehr nach Moden richten.

Evolutionstechnisch gesehen würde es auch Sinn machen, dass Männer mehr und Frauen weniger Fleisch essen. Bei den Frühmenschen, deren Gene wir ja noch haben, waren es die Männer, die auf die Jagd gingen, vermutlich haben die dann auf ihren Jagdausflügen auch mehr Fleisch gegessen, während die Frauen mit ihren Kindern und anderen Frauen Früchte und Beeren gesammelt haben und diese dabei dann sicherlich teilweise schon vor Ort verzehrt haben. Auch können Männer in der Regel größere Essenspausen aushalten als Frauen, das ist meine Beobachtung. Was natürlich daran liegen kann, dass das Wild ja erst einmal gefangen und erlegt werden musste, das konnte dauern. Bis Fleisch vom Organismus verdaut ist, dauert es länger als bei Obst und Gemüse, man könnte auch sagen: Fleisch hält länger vor.

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@Annalena742
Erst einmal sehe ich das in der Realität.

Das stimmt natürlich. Allerdings hat das keine medizinischen Ursachen.

und Mädchen sich mehr nach Moden richten.

Es liegt viel mehr daran, dass Frauen eher eine emotionale Betrachtungsweise zulassen. Die ist noch immer der Hauptgrund für den Verzicht auf Fleisch.

Bei den Frühmenschen, deren Gene wir ja noch haben, waren es die Männer, die auf die Jagd gingen, vermutlich haben die dann auf ihren Jagdausflügen auch mehr Fleisch gegessen

Nein, im Gegenteil, das Fleisch mussten Sie ja mit heim bringen. Sonst hätten Sie sich die Jagd ja auch sparen können.

Auch können Männer in der Regel größere Essenspausen aushalten als Frauen, das ist meine Beobachtung

So wie bei mir. Ich esse nur einmal am Tag. Allerdings esse ich kein Fleisch, daran kanns also nicht liegen.

Eigentlich spricht die Medzin, so man das so sehen will, eher dafür, dass Frauen mehr Fleisch zu sich nehmen müssten, denn die haben, so will es die Natur, einen deutlich höheren Eisenbedarf als Männer.

Ansonsten gibt es keine wirklichen Gründe, warum Männer mehr zu Fleisch greifen als Frauen. Das ist bestenfalls ein Ergebnis der Erziehung.

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@FresherKnilch

Als "Erkenntnis" würde ich das nicht betrachten. Was ich mir lediglich vorstellen kann: Fleisch zu essen wird aus kulturellen Gründen mit "Männlichkeit" assoziiert. In vielerlei Hinsicht gilt es als "maskuline Tugend", Fleisch zu essen. Der starke Kerl steht gerne am Grill und kann damit ein echtes Eiszeit-Feeling aufleben lassen, als mit derartigen Barbecues der Sieg über die Kreatur gefeiert wurde, die über dem Feuer schmorte.

Damals mag ein erfolgreicher Jäger und Griller vielleicht wirklich noch sexy und männlich gewirkt haben, da Großwildjagden mit nichts als Speeren und Feuer extrem gefährlich waren und eine Menge Mut und Tapferkeit erforderten. Da unsere Helden aber heute ihr Fleisch alle im Supermarkt kaufen, hat es natürlich nichts männliches mehr, es zuzubereiten und zu essen. Das "männliche" Gefühl hat sich aber wohl bis heute gehalten - zumindest bei einigen Machos.

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@MarkusPK

In meinem Kommentar zur Antwort habe ich ja, eben aus diesem Grund, auch nur die angeblich medizinische Ursache für den unter Männern stärker verbreiteten Fleischverzehr in Frage gestellt.

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@FresherKnilch

Habe ich auch so verstanden. Da ich den sozialen Aspekt aber sehr amüsant (weil oft so stark doppelmoralisch durchgefärbt) finde, dachte ich, das passt, das schreibe ich jetzt mal dazu. :-)

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Ökologisch korrekt ist die Bezeichnung "Omnivor mit Präferenz auf pflanzliche Nahrungsquellen".

Herbivoren (Pflanzenfresser) werden durch folgende anatomische Körpermerkmale gekennzeichnet:

  • Verhältnismäßig großer Magen
  • Langer Dickdarm (Kolon)
  • Kurzer Dünndarm
  • Schwache Magensäure
  • Breite Mahlzähne mit dickem Schmelz

Bei Fleischfressern (Carnivoren) ist es im Prinzip genau umgekehrt:

  • Verhältnismäßig kleiner Magen
  • Kurzer Dickdarm (Kolon)
  • Langer Dünndarm
  • Starke Magensäure
  • Scharfe Schneide- und gebogene Eckzähne zum Töten der Beute und Zerreißen von Fleisch

Der Mensch bewegt sich genau zwischen diesen beiden Extremen. Mit Blick auf unsere unmittelbare Verwandtschaft haben Menschen einen verhältnismäßig sehr viel längeren Dünndarm und einen kleineren Magen, Blinddarm und Kolon als beispielsweise der Gorilla, der sich tatsächlich überwiegend herbivor ernährt, aber auch als die ebenfalls omnivor lebenden Schimpansen und Orang-Utans. Dies resultiert aus der Tatsache, dass Proteine (die besonders in tierischen Nahrungsquellen vorkommen) vor allem im Dünndarm aufgenommen werden, Kohlenhydrate (aus pflanzlichen Nahrungsquellen) jedoch vor allem im Dickdarm.

Pflanzen sind im Magen schwieriger zu verdauen als Fleisch, weshalb Pflanzenfresser einen verhältnismäßig größeren Magen besitzen als Fleischfresser und Omnivoren. Auch die Zusammensetzung unserer Darmbakterien weist uns gegenüber unseren sehr viel pflanzenreicher fressenden Verwandten als Omnivor aus:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/was-darmbakterien-ueber-die-evolution-verraten-a-1104384.html

Je fleischlastiger die Nahrung, umso stärker ist auch die Magensäure, um Krankheitserreger im rohen Fleisch abzutöten und tierisches Gewebe aufzulösen. Der PH-Wert unserer Magensäure liegt zwischen 1,5 und 2; der der anderen Menschenaffen deutlich höher.

https://www.talcid.de/magensaeure/

Somit verfügen wir innerhalb unserer Familie (Menschenaffen) über das zu einer Verwertung auch von tierischen Nahrungsquellen am besten geeignete Verdauungssystem!

https://www.originalhealth.net/1345

Beim Menschen tendiert unsere Nahrungspräferenz jedoch trotzdem stark in die Richtung pflanzlicher Nahrungsquellen, sprich: Den Hauptteil unserer Nahrung machen Pflanzen aus. Insebesondere stärkehaltige Pflanzen, wie Wurzelknollen, Zwiebeln, Hülsenfrüchte und insbesondere Getreidesamen sind unsere präferierten Nahrungsquellen. Trotzdem brauchen wir hin und wieder tierische Lebensmittel, sonst werden wir krank!

Ernährungswissenschaftliche Studien bestätigen diese anatomischen und entwicklungsgeschichtlichen Tatsachen. Der größten und repräsentativsten Studie (Adventist Health Studies) zufolge leben die gesundesten und langlebigsten Menschen in Loma Linda, CA in der großen Gemeinschaft der Siebenten-Tages-Adventisten. Dort kommen vor allem pflanzliche Nahrungsmittel auf den Tisch, die gelegentlich mit Eiern, Milchprodukten und Fisch ergänzt werden. Auf den Rängen hinter der Loma-Linda-Community liegen vor allem Inselbewohner, u.a. die Okinawa-Japaner, die eine ähnliche Ernährungsweise (viele pflanzliche Nahrungsquellen, Reis, gelegentlich Fisch) an den Tag legen.

https://hcfricke.com/2017/07/05/pescetarier-noch-besser-als-rein-pflanzlich/

Studien zu Menschen, die sich rein (!) pflanzlich (vegan) ernähren, fallen weit weniger positiv aus. Veganer sind sie wie keine andere Bevölkerungsgruppe von Mangelerkrankungen bedroht; insbesondere Vitamin B12, Vitamin D, Eisen, Jod und einige essentielle Aminosäuren können durch eine rein pflanzliche Ernährungsweise weit schwieriger gedeckt werden als durch eine gemischtköstliche. Sogar die Bundesregierung warnt auf Ratschlag der Ernährungsexperten der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) ausdrücklich vor den Risiken einer rein pflanzlichen Ernährung:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/vegane-ernaehrung-kann-risiken-haben-417018

Und das ist auch absolut nichts, was uns überraschen sollte: Die meisten Primaten sind Omnivoren, die sich zwar überwiegend von Früchten, Blättern und Samen ernähren, aber auch Insekten und Aas nicht verschmähen. Auch Orang-Utans wurden schon beim Fischfang, beim Auflesen von Insekten und beim Aasverzehr beobachtet. Schimpansen gehen sogar gelegentlich auf die Jagd:

https://www.youtube.com/watch?v=5ezZNOWMLMo

Da also auch für unsere nächsten noch lebenden Verwandten heute noch tierische Eiweiße willkommene Nahrungsquellen sind, muss dies auch für ihren letzten noch lebenden Vorfahren gelten. Die waren also niemals reine Pflanzenfresser!

Fazit: Menschen und auch ihre Vorfahren können seit Jahrmillionen Fleisch essen. Wir brauchen tierische Nahrungsquellen (oder entsprechende Supplemente) zumindest gelegentlich, sonst laufen wir Gefahr, an Nährstoffmangeln zu erkranken. Menschen decken den Hauptbestandteil ihrer Nahrung zwar durch pflanzliche Nahrung, insbesondere durch komplexe Mehrfachzucker (Stärke). Es gab jedoch niemals reine Herbivoren in unserem Stammbaum. Deshalb sind und bleiben wir aus ökologischer Sicht OMNIVOREN.

Woher ich das weiß:Hobby – Die Beschäftigung mit der Urzeit ist seit Jahren mein Hobby.

Pflanzenfresser haben keinen Schmelzüberzug an den Zähnen

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@Quaeror

Natürlich haben sie den. Zahnschmelz ist ein Alleinstellungsmerkmal aller höheren Wirbeltiere, er fehlt also lediglich den Schleimaalen und Neunaugen. Bei allen anderen wird der Zahn identisch, also aus Schmelz (Enamelum), Dentin und Zement sowie der Pulpa (Zahnmark) aufgebaut.

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@MarkusPK

Das hast du etwas grundlegend nicht verstanden. Bei Pflanzenfressern ist der Zahnschmelz kein Überzug , sondern gefaltet und an der Mahlfläche liegen harter Schmelz und weiches Zahnbein nebneinander, wodurch sie sehr gut zum Mahlen geeignet sind. Deswegen nutzen sie sich auch stark ab und wachsen ziemlich lange nach, wie jeder Pferdebesitzer weiß.

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@Quaeror

Also haben sie ja doch einen Schmelz. :-)

Gut, ich hätte das etwas detaillierter aufschreiben können. Im Grunde hast du ja eine gute Ergänzung abgeliefert, also danke dir.

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Gefahr von Nährstoffmangeln ist einfach nur falsch was du schreibst. Ist eine Unwahrheit die du verbreitest.

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@signofdeath

Tja, aber solange du diese "Unwahrheit" nicht wissenschaftlich widerlegen kannst und anderslautende Statistiken präsentierst, die von renommierten Gesundheitsinstituten und medizinischer Mehrheitsmeinung sowie den zuständigen Behörden und Ministerien anerkannt sind, hast du hier überhaupt gar nichts zu melden.

Ehrlich, wie sehr ich dieses bockige mit-dem-Fuß-Aufgestampfe von extremistischen Spinnern leid bin...

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@signofdeath

So? Dann begründe mal. Einseitige Ernährung ist IMMER schlecht! So verhält sich das auch mit den Links- und Rechtsfaschos. Man sollte sich immer ausgewogen ernähren und dazu gehört auch Fleisch und Fisch sowie allgemein tierische Produkte. Es ist schon lange bewiesen, dass Veganer einen Nährstoffmangel bekommen und dementsprechend mehr an Depressionen und grauer Haut leiden als Allesesser. Aber man kann sich klar alles schönreden und die Augen vor der Wahrheit verschließen.

Damals gab es auch keine Veganer und meine Oma ist heute 93 Jahre alt! Alles eine stumpfe Modeerscheinung der Neuzeit.

Veganismus löst auch nicht die Probleme der Massentierhaltung, sondern verlagert sie nur. Stell dir mal vor, alle wären Veganer, dann vielen etliche Nutzflächen weg und würden nicht mehr genutzt werden. Dazu kommt, dass dann jeder auch hier alles schnell und in Massen braucht und dann noch mehr gespritzt wird. Es würden noch mehr Wälder für Anbaugebiete gerodet usw.

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@Nutzer937564

Man kann sich auch ausgewogen pflanzlich ernähren. Dazu gehört kein Fleisch. Schluss mit der Propaganda!

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@Nutzer937564
Dazu kommt, dass dann jeder auch hier alles schnell und in Massen braucht und dann noch mehr gespritzt wird. Es würden noch mehr Wälder für Anbaugebiete gerodet usw.

Das ist schlichtweg falsch. Du machst hier dasselbe was du anderen vorwirfst und verbreitest Propaganda der Gegenseite.

Wir könnten die weltweit für Ackerbau verbrauchte Fläche um etwa 75% (Zahlen unterscheiden sich minimal, je nach Studie) reduzieren, wenn wir kein Tierfutter mehr produzieren müssten. Bei so einer starken Reduktion müssten wir in Deutschland mit Sicherheit keine neuen Wälder für Anbaugebiete roden, denn es würden genug Felder brachliegen.

Eine rein Pflanzliche Ernährung ist definitiv möglich. Der oft angeführte Vitamin B12 Mangel bei Veganern würde auch bei Fleischfressern zutreffen, wenn dem Viehfutter nicht routinemäßig dieses Vitamin beigesetzt werden würde.

Nebenbei gesagt würden dann auch solche Dinge wie die Brandrodung des Amazonaswaldes nicht stattfinden, denn das dortige Soja wird zum größten Teil für Tierfutter, nicht für Veganer, verwendet. Wir hätten keine Millionen Kühe, die tonnenweise Methan als Stoffwechselprodukt ausscheiden würden. Die Gefahr von Antibiotikaresistenzen würde sich verringern. Und natürlich nicht zu vergessen, die Tiere würden nicht mehr in tlw. unhaltbaren Zuständen ihr Leben leben müssen.

Ich bin selbst kein Veganer, dafür mag ich Fleisch viel zu sehr. Ich bin aber Realist und versuche meinen Fleischkonsum so stark wie möglichzu verringern, denn es ist die mit Abstand effizienteste Maßnahme, die ich als einzelne Person treffen kann, um meinen CO2-Ausstoß zu verringern.

Der Klimawandel ist real und hat Folgen. Wir sollte alle zusammen lieber früher als später etwas gegen ihn unternehmen, ansonsten werden diese Folgen noch deutlich schwerwiegender als sie es jetzt schon sind.

Abschließend: Es gibt viele Gründe penetranten Veganern gegenüber kritisch zu sein. Falsche Informationen gehören jedoch nicht dazu.

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@Domimusic629

Kann man. Aber nur dank der Vorzüge der Zivilisation und der Verfügbarkeit von Supplementen. Ohne diese würdest du aber eingehen wie eine Pflanze ohne Licht - eben weil auch du biologisch betrachtet ein Omnivor bist.

Dass Menschen sich aus freien Stücken, meist aus Gewissensgründen dazu entscheiden, sich rein pflanzlich zu ernähren, steht auf einem ganz anderen Blatt und das soll hier auch überhaupt nicht kritisiert werden. Ich finde es sogar ausgesprochen gut, wenn sich Menschen wie du über Nachhaltigkeit und Tierwohl Gedanken gemacht haben und bewusst kein Fleisch mehr essen.

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@MarkusPK

Eben. HEUTE ist das möglich.

Wieso wollen alle wie Steinzeitmenschen leben???

Seit ihr wo hängen geblieben? Es ist 2020!

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@Domimusic629

Ich bin nicht irgendwo hängen geblieben. Ich sehe für mich selbst nur keinen moralischen Konflikt darin, Tiere zu töten und sie zu essen. Ich finde das völlig natürlich und mit meinen Vorstellungen von Gut und Böse vereinbar.

Ich bemühe mich lediglich zugunsten von Umwelt und Klima, möglichst wenig Fleisch und Fisch zu essen. Ich achte darauf, in der Woche allerhöchstens 1000g zu konsumieren, meist ist es aber sogar weniger.

Das ist aber sicher etwas, wo unsere Meinungen auseinander gehen. Akzeptieren kann ich deine aber trotzdem, solange du meine auch akzeptierst.

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@MarkusPK

Ich kann deine aber nicht akzeptieren, da ein direktes Opfer involviert ist, das nicht sterben muss und nicht will.

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Besser hätte ich es nicht erklären können! :) Danke!

Grundsätzlich sollte der Mensch aber immer ausgewogen essen und klar nicht so viel Fleisch.

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Perfekte Antwort, dem ist nichts mehr hinzuzufügen, da kann ich mir eine eigene Antwort sparen.

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Chapeau Monsieur! :D

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Der höhere Säuregehalt der Magensäure ist viel mehr auf seine Ernährung zurückzuführen und nicht umgekehrt, etwa wie das hier MarkusPK formuliert, die Zusammensetzung der Magensäure würde erst darüber Aufschluss geben, dass in einen solchen Magen mit einer entsprechend höheren Säurezusammensetzung jenes gehöre, also die fleischliche Nahrung von Tieren. Menschen nehmen bei ihren Ernährungsgewohnheiten entsprechend relativ viel Chloride und Natriumsalze von außen über die Nahrung zu sich. Diesen höheren Salzsäuregehalt im Magen kann man somit nicht als naturgegeben hin stellen. Das ist so nicht richtig. Dazu sollte auch noch der Vollständigkeit halber doch zumindest erwähnt werden, dass die Epithelzellen der Magenschleimhaut verhindern, dass der Magensaft Zellmembranen und damit den Magen selbst zersetzt und verdaut. Fließt die Magensäure in die Speiseröhre (Reflux), macht sich dies durch Sodbrennen bemerkbar. Ein häufiger Reflux führt zu einer Metaplasie des Epithels der Speiseröhre, was die Entstehung von Speiseröhrenkrebs fördern kann. Ursächlich für ein Magengeschwür ist ein Missverhältnis zwischen aggressiven Faktoren und den Schutzmechanismen des Magens. Schädigende Faktoren sind ein Überschuss an Magensäure und chronische Entzündung.

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Guter Bericht, aber was mir nicht so ganz klar ist, dass Salzsäure so gut geeignet zum Auflösen von Eiweißen ist. Mir ist bekannt, dass in den Labors zwecks Untersuchung Proteine nicht mit HCl sondern mit Schwefelsäure aufgelöst werden, weil das nicht sonderlich schwierig ist, Salzsäure dies aber nicht vermag.

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@voayager

Die Salzsäure erfüllt ja noch eine andere Funktion, zum Beispiel tötet sie Krankheitserreger ab, die sich in roher Nahrung befinden. Fleisch - also tierisches Gewebe - kann man mit Salzsäure aber sehr wohl auflösen. Das dauert eben nur etwas länger als mit der Schwefelsäure.

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@MarkusPK

Gut ok, in Labors hat man jedenfalls nicht die Zeit für ein solch unpraktisches Verfahren, da verwendet man keine Salzsäure zur Proteinauflösung. Dass die Natur keine Schwefelsäure verwenden kann, ist auch klar, dass wäre ja sonst der Tod der Magenwände. Ich denke mal, dass die Salzsäure allein die Proteine nicht aufzuulösen vermag, nur andauen kann, daher gibt es ja auch im Magen Pepsin, dass da wohl nachhilft.

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@voayager

Ich kenne mich da jetzt im Detail nicht so gut aus, aber so wird es wohl sein.

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@MarkusPK

Es ist wohl so, dass die Salzsäure im Magen 2 Aufgaben wahrnimmt:

  1. Keimabtötung und 2. Aktivierung des Pepsinogens in Pepsin, dem eigentlichen Proteinaufschließer.
  2. Ich müsst mich auch stark täuschen, dass ausgerechnet die Salzsäure Proteine aufschließt, ich wäre einst im Labor ausgelacht worden,. hätt ich das ernsthaft behauptet.
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Menschen sind 100% Pflanzenfresser.

Wir haben keinen einzigen Omnivore Instinkt.

Wenn wir ein Tier sehen, denken wir nicht, dass das Essen ist. Wir streicheln es höchstens und wollen es beschützen.

Ja, ich weiß dass Menschen Allesfresser sind. Aber ich wollte mich explizit auf die Fleischernährung beziehen..

Also obwohl dir klar ist, dass wir Allesfresser sind, willst du wissen, ob die Natur uns als Carnivoren erdacht hat... so so.

Wir können von beidem leben. Allerdings können wir nur von Fleisch nicht besonders gut leben. Zb. müssen die Inuit, die ausschließlich von Fisch und Fleisch leb(t)en, auch den Mageninhalt der Tiere mitessen, um zu überleben.

Wir können also besser nur von Pflanzen, als nur von Fleisch leben.

Der höhere Säuregehalt der Magensäure ist viel mehr auf seine Ernährung zurückzuführen und nicht umgekehrt, etwa wie das hier MarkusPK formuliert, die Zusammensetzung der Magensäure würde erst darüber Aufschluss geben, dass in einen solchen Magen mit einer entsprechend höheren Säurezusammensetzung jenes gehöre, also die fleischliche Nahrung von Tieren. Menschen nehmen bei ihren Ernährungsgewohnheiten entsprechend relativ viel Chloride und Natriumsalze von außen über die Nahrung zu sich. Diesen höheren Salzsäuregehalt im Magen kann man somit nicht als naturgegeben hin stellen. Das ist so nicht richtig. Dazu sollte auch noch der Vollständigkeit halber doch zumindest erwähnt werden, dass die Epithelzellen der Magenschleimhaut verhindern, dass der Magensaft Zellmembranen und damit den Magen selbst zersetzt und verdaut. Fließt die Magensäure in die Speiseröhre (Reflux), macht sich dies durch Sodbrennen bemerkbar. Ein häufiger Reflux führt zu einer Metaplasie des Epithels der Speiseröhre, was die Entstehung von Speiseröhrenkrebs fördern kann. Ursächlich für ein Magengeschwür ist ein Missverhältnis zwischen aggressiven Faktoren und den Schutzmechanismen des Magens. Schädigende Faktoren sind ein Überschuss an Magensäure und chronische Entzündung.

Zu den säurebildenden Lebensmitteln gehören in erster Linie die Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Meeresfrüchte und Eier. Die basischen Lebensmittel sind fast alle Gemüsesorten und Salate, insbesondere Kartoffeln, Kräuter, Keimlinge und Pilze. Zu den guten Säurebildnern zählt man Vollkorngetreide, Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Lupinen und Sojabohnen. Während man die tierischen Eiweiße zu den schlechten Säurebildnern zählt. Als Begründer der Basentheorie gilt der schwedische Chemiker Carl Gustav Ragnar Berg (1875-1956). Er kam nach vielen Forschungen und Studien zur Ansicht, dass alle mit der Nahrung zugeführten Nährstoffe nur dann optimal ausgenutzt werden können, wenn gleichzeitig ein Basenüberschuss zugeführt wird. Er empfahl daher, mit der täglichen Nahrung 5 mal mehr Basen als Säuren zu sich zu nehmen. 1913 veröffentlichte er die ersten Säure-Basen-Tabellen, 1977 folgten dann von der Firma Ciba-Geigy wissenschaftliche Tabellen, in denen auch die Säure-Basen-Wertigkeit der Lebensmittel angegeben wurde. 1995 haben dann die Professoren Dr. med. Friedrich Manz und Dr. Thomas Remer neue Tabellen zur Bewertung der Säure- und Basenwirkung von Lebensmittel nach einer neuen Formel, der so genannten PRAL-Formel errechnet. Der dabei errechnete PRAL-Wert ist ein Maßstab dafür, wie hoch die zu erwartende Säurebelastung der Niere ist und damit, ob ein Lebensmittel sauer oder basisch wirkt. Zahlreiche Studien der vergangenen 25 Jahre deuten darauf hin, dass der Verzehr von Nahrungsmitteln mit einer niedrigen Säurelast sich vielfältig positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Der Grund für die ähnlich niedrigen pH-Werte bei einem Großteil der Menschen heute und den Aasfressern, mag einerseits in der Evolution des Menschen begründet sein: Möglicherweise gab es eine Entwicklungsphase, in der sich unsere Vorfahren beim Verlassen der Savanne zu einem großen Teil von Aas ernähren mussten, bevor sie zu erfolgreichen Jägern werden konnten. Zum anderen aber liegt es doch vor allem, an den Essgewohnheiten von heute, mit viel tierischen Eiweißquellen und schlechten Säurebildnern in der Nahrung eines Großteils der Weltbevölkerung. Die Gründe sind einerseits kulturelle Überlieferungen, welche den erfolgreichen Jäger als Attribut der Männlichkeit abbilden. Im Übrigen sind auch bei den Schimpansen, Jagd und Fleischkonsum Männersache.

Und auch was hier in Punkto Sterblichkeit geschrieben wird, ist geradezu hanebüchen. Gerade von den Vegetariern weiß uns die Geschichte von besonders bedeutenden  Persönlichkeiten zu berichten, die neben ihren besonderen Leistungen auch ein beschauliches Lebensalter erreicht haben. Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) 82 Jahre, Alexander von Humboldt (1769 - 1859) 89 Jahre, Albert Einstein (1879 - 1955) 76 Jahre …

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