Der erste Karolinger, der das schaffte, war Karl der Große. Der schaffte es, indem er sich mit dem Bischof von Rom, also dem Papst, gutstellte und gegen dessen Feinde, die Langobarden zu Felde zog.

Genauso hatte sich schon Karls Vater Pippin die Königswürde "ergaunert": Pippin war genau genommen ein Usurpator, der als Hausmeier der fränkischen Könige diente. Allerdings verfügten die Hausmeier schon eine ganze Weile über die eigentliche Macht im Reich, besaßen die größten Ländereien, befehligten die Truppen und waren auch stark in der Gesetzgebung und den Regierungsgeschäften verbunden. Nachdem Pippin dem Papst Bonifatius gegen die Langobarden geholfen hatte, legitimierte er ihn durch die Königssalbung (angelehnt an die biblische Salbung König Davids) vor den Franken - sodass Pippin den letzten Merowingerkönig einfach absetzen (und ermorden lassen) konnte.

Karl der Große ging wie gesagt ganz ähnlich vor wie sein Vater vor ihm. Nachdem er sich seines unliebsamen Bruders entledigt hatte, vergrößerte er sein Reich durch fortwährende Eroberungen. Auch er zog gegen die Langobarden als Reaktion eines Hilferufs des Papstes zu Felde und zerschlug ihre Macht nun völlig. Nach der Eroberung des Langobardenreiches fielen natürlich auch die großen Eroberungen im Norden und Osten beim Papst positiv ins Gewicht, weil Karl dort das Christentum verbreitet hatte.

Indem der Papst Karl zum Kaiser krönte, besiegelte er ein wichtiges Bündnis zwischen dem Frankenkönig und der Kirche von Rom, und er konnte Karl so als politisches Gegengewicht zum Kaiser von Byzanz aufbauen. Machtpolitisch war also die Kaiserkrone Karls also auch für den Papst von Nutzen: er gab Karl damit zwar weltliche Macht, auch in Italien, bekam aber dadurch einen mächtigen Beschützer und konnte seine eigene klerikale Machtstellung gegenüber den Kirchenfürsten im Osten stärken. Es war also ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

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Du hast ein völlig falsches Bild von den verwandtschaftlichen Verhältnissen.

Zwar sind die Vögel tatsächlich aus einer Linie der Theropoden hervorgegangen, einer Tiergruppe, zu der auch Tyrannosaurus gehört. Das bedeutet aber nicht, dass Tyrannosaurus der "Großvater" der Hühner war. Er war zwar recht eng mit den Vögeln verwandt, trug möglicherweise sogar selbst Federn, dennoch war er eher so etwas wie ein "Onkel" der Hühner und nicht ihr direkter Vorfahr:

Außerdem sind Vögel ganz und gar keine "dummen Beutetiere". Unter den Vögeln gibt es hochintelligente Tiere, die eine beeindruckende Reizverarbeitung, ein gutes Gedächtnis und die Fähigkeit zum abstrakten Denken haben. Einige, wie die Papageien und Krähenvögel, beherrschen diese Dinge sogar besser als die meisten Menschen und können bestimmte abstrakte Probleme sogar schneller lösen, sind zum Werkzeuggebrauch fähig und erlernen in einfacher Form sogar unsere Sprache: Graupapageien können 3000 bis 5000 Wörter semantisch lernen und sogar Satzzusammenhänge verstehen, wenn man sie trainiert.

Vögel haben sich in der Evolution immer den jeweiligen Bedingungen angepasst, die zu ihrem Überleben notwendig waren. Und auch wenn du auf die Hühner herabsehen möchtest, weil du sie als Nahrung und Eiersklaven betrachtest: sie gehören zu einer weitaus erfolgreicheren Tiergruppe als du. Mit mehr als 22 Milliarden Individuen übertreffen sie unseren eigenen Bestand um beinahe das Dreifache! Sie haben eine deutlich größere genetische Vielfalt als wir und damit auch eine höhere Chance, dass ihre Linie länger auf der Erde verweilt als unsere.

Hühner sind extrem anpassungsfähig und auch längst nicht so dumm wie du denkst - Nehmen wir ein Huhn aus seinem Käfig, bringen es irgendwo im Winter in die Steppe und setzen dich daneben, wäre ich mal gespannt, wer von euch beiden länger dort überlebt. Ich würde mein Geld auf das Huhn setzen.

Wie sich der Mensch entwickeln wird, bleibt abzusehen. Da er mit dem Digitalismus aber eine Möglichkeit geschaffen hat, sein Wissen zu konservieren und jederzeit abzurufen, kann das nur zu einer Degeneration führen: Menschen müssen heute längst nicht so viel lernen und können wie heute. Sie erleben viel weniger Entbehrungen und haben deshalb kaum noch Grund, ihre Kreativität zu fördern. Schon in der jetzigen Generation findest du reichlich Individuen, die ihr eigenes Leben trotz der Vorzüge der Zivilisation kaum in den Griff kriegen. Du erlebst anwachsende Dekadenz, schwindendes Bildungsniveau und zunehmenden Radikalismus. All das kann letztendlich uns den Untergang bescheren.

Das Huhn wird davon unbeeindruckt aber weiterexistieren, wahrscheinlich viele Millionen Jahre länger als der Mensch.

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Doch realitätsferne und extrem, Radikale Menschen

Die auszuwählenden Antworten sind nicht genau das, was ich wählen würde, aber im Grunde handelt es sich beim Veganismus um Extremismus. Schließlich ist er die konsequenteste und radikalste Form der Überzeugung, dass durch das Konsumieren tierischer Produkte etwas ethisch Verwerfliches sei.

Der Veganismus erfüllt alle fünf Kriterien des Extremismus:

  • Absolutheitsanspruch: der Veganer denkt, er allein macht alles richtig und alle anderen liegen falsch. Nur die eigene Lebensweise wird für gut und erstrebenswert gehalten, zumindest jedoch für die beste. Auf andere Menschen blickt er mit Unverständnis und Bedauern, im äußersten Fall sogar mit Verachtung herab.
  • Dogmatismus: der Veganer folgt strikten Leitregeln und einer festen Ideologie, die sehr oft auf unhaltbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen, ja sogar Verschwörungstheorien beruht. Gegenargumenten, selbst wenn diese sachlich erfolgen, begegnet er durchweg mit Ablehnung und ohne eine Gedanken zu verschwenden, ob vielleicht doch etwas wahres dran sein könnte. Im äußersten Fall sind die gänzlich unfähig, andere Meinungen und selbst wissenschaftlich erwiesene Tatsachen zu akzeptieren.
  • Freund-Feind-Schemata: Veganer sehen ihresgleichen als Idealbild an und konstruieren künstliche "böse" Feindbilder, wie den Viehwirt, den Metzger oder den Jäger, die sie dann mit abwertenden Attributen und Betitelungen abstrafen ("Tiermörder" etc.) und sie zutiefst verachten. So eine Haltung kann im äußersten Fall sogar zu Beleidigungen, zu Ausgrenzung, Diskriminierung, ja auch offener Gewalt und der Bereitschaft zu Straftaten einhergehen, die im Bewusstsein, dass der "Feind" es ja nicht anders verdient hätte, begangen werden.
  • Fanatismus: Beim überzeugten Veganer kommt kaum ein Gespräch mehr ohne den Hinweis auf die eigene Lebenseinstellung aus. Die Überzeugung, dass die eigene Lebensweise die beste ist, wird demonstrativ zur Schau gestellt. Bei der Durchsetzung dieser Überzeugung werden keine Ausnahmen oder Kompromisse gemacht. Im äußersten Fall wird es sogar als persönlicher Angriff verstanden, wenn man ihnen widerspricht.
  • Expansionsismus: Je mehr man auf seine Seite ziehen kann, umso besser. Das Kundgeben der vielen "guten Gründe" für die eigene Lebensweise, was nichts anderes als Missionierung ist, wird als gute Tat empfunden. Zu schweigen und zu akzeptieren, was die anderen auf dem Teller haben, kommt überhaupt nicht infrage, denn das ist ja in jedem Fall eklig, ungesund, umweltschädlich und "böse". Ein Veganer würde es begrüßen, wenn so viele Menschen wie möglich in seinem Umfeld, und im äußersten Fall sogar alle Menschen der Welt ebenfalls Veganer werden.

Man muss dazu aber natürlich sagen: natürlich verhält sich nicht durchweg jeder Veganer wie ein Extremist, und nicht jeder Veganer erfüllt alle die von mir aufgestellten fünf Punkte. Man kann schließlich aus den unterschiedlichsten Gründen vegan leben, und das muss nicht zwangsläufig mit einer radikalen Gesinnung einhergehen.

Außerdem muss auch ein Veganer als Extremist kein übler Kerl sein. Auch wenn er die fünf Punkte schon zumindest im Ansatz erfüllt und sehr überzeugt von seiner Lebensweise ist, und sich wünscht, dass möglichst viele zu seiner Überzeugung finden, so muss er sie anderen noch lange nicht aufzwingen und seinen Mitmenschen damit auf die Nerven gehen. Die allermeisten Veganer die ich kenne sind sehr zurückhaltende, freundliche und angenehme Menschen, mit denen man sich sehr gut arrangieren kann.

Nur leider hört (und liest) man die radikalen Extremisten einfach nur öfter und gewinnt schnell den Eindruck, dass die dann alle so sind - Radikale sind halt nunmal deutlich lauter als die gemäßigten, obwohl sie in der Minderheit sein dürften.

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Die Popularität und die hohe Bekanntheit hat Tyrannosaurus tatsächlich vor allem der Filmindustrie und der Medienwelt zu verdanken. Im Jahre 1905, als er von Henry F. Osborn zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben wurde und dieser ihm seinen Namen gab, gab es schon ein enormes Medienecho. Der einprägsame Name "Tyrannosaurus rex", der "König der Tyrannenechsen" bedeutet, wurde weltweit in allen Zeitungen genannt. Das neuentdeckte Urzeitmonster, dass so lang wie ein Omnibus und schwerer als ein Elefant war, schürte die Urängste der Menschen und begeistert sie bis heute. Damals war er schließlich noch der größte bekannte Fleischfresser, der je entdeckt worden war.

Diesen ungeheueren Schockeffekt machte sich natürlich auch Hollywood zu Nutze. Die Filmemacher entdeckten schon früh das Potenzial von Dinosauriern, in Filmen als unbezwingbare Supermonster eingesetzt die Leute zu begeistern. Merian C. Coopers Film "King Kong und die weiße Frau" aus dem Jahre 1933, in welchem der Riesenaffe u.a. auch gegen einen Tyrannosaurus kämpft, machte den Dinosaurier endgültig zum Superstar. Seither tauchte das Tier in fast jedem namhaften Dinosaurierstreifen auf.

Tyrannosaurus eroberte auch als Spielzeug schnell die Kinderzimmer und es gibt auch heute sicher auf der ganzen Welt kaum einen Zehnjährigen, der den Namen "Tyrannosaurus" noch nie gehört hat. Wahrscheinlich trifft auch die Aussage zu, dass "Tyrannosaurus rex" der einzige Dinosaurier ist, den jeder Mensch zutreffend mit Gattungs- und Artnamen zu benennen weiß. Überleg mal selbst, ob du schon mal von einem Triceratops horridus oder einem Stegosaurus armatus gehört hast.

Was die Popularität des Tyrannosaurus außerdem gewaltig unterstützte ist der Umstand, dass er zu den am häufigsten entdeckten Dinosauriern der Welt zählt und deshalb sehr gut erforscht ist. Das Skelettmaterial ist durch mehrere sehr vollstandige Skelette aus der ergiebigen Hell-Creek-Formation im Westen Nordamerikas komplett überliefert. Wie ein Tag im Leben eines Tyrannosaurus aussah, ist heute schon sehr gut rekonstruierbar. Wir wissen ziemlich gut, wie er sich fortbewegte, wie seine Sinneswahrnehmung funktionierte, welche Beute er jagte, wie er sie überwältigte, mit welcher Kraft und Geschwindigkeit er angegriffen hat, dass er ein geselliges Tier war, wann er geschlechtsreif wurde, an welchen Krankheiten und Verletzungen einzelne Individuen litten und wie alt ein Durchschnnitts-Tyrannosaurus in etwa wurde. So viele Informationen liegen über kaum einen anderen Dinosaurier vor, und mit Ausnahme des etwas kleineren Allosaurus aus der jurassischen Morrisson-Formation auch über keinen anderen Theropoden.

Und tatsächlich war Tyrannosaurus eines der gewaltigsten fleischfressenden Landtiere, die jemals lebten. Die Funde von Giganotosaurus caroliniiMapusaurus rosae und Carcharodontosaurus saharicus, die zu den Carcharodontosauriden zählen und vor etwa 95 Millionen Jahren, also etwa 30 Millionen Jahren vor dem Tyrannosaurus lebten, sind uns nur unvollständig überliefert. Von Tyrannosaurus wissen wir, dass die größten Vertreter etwa 13m Körperlänge erreichten (Das Exemplar "Scotty" ist das größte Tyrannosaurus-Individuum), einzelne Knochenfragmente deuten darauf hin, dass die absolute Spitze sogar noch höher liegen könnte. Die Größenangaben der Carcharodontosauriden können dagegen nur geschätzt werden, die Schätzwerte liegen bei allen drei Arten zwischen 12 und 14m und übertreffen Tyrannosaurus also nur effektiv, wenn man vom maximalen Schätzwert ausgeht. Tatsächlich wurden diese beiden Theropoden aber ungefähr ziemlich genauso groß wie Tyrannosaurus.

Bloß vom Spinosaurus aegyptiacus, einem Zeit- und Lebensraumgenossen von Carcharodontosaurus, können wir definitiv annehmen, dass er Tyrannosaurus hinsichtlich der Körperlänge relativ deutlich übertraf. Da aber auch das Spinosaurus-Material sehr unvollständig ist, sind die Längenangaben des Tieres von 13 - 18m ebenfalls bloße Schätzwerte. Da wir von Spinosaurus sonst kaum etwas wisssen, außer dass er semiaquatisch lebte und wahrscheinlich hauptsächlich Fische fraß und selten an Land jagte, können wir bestenfalls Hypothesen - also bloße Vermutungen darüber äußern, wie Spinosaurus lebte und ob er nun wirklich der stärkste unter den Dinos war.

Fakt ist also: Tyrannosaurus belegt was die Größe angeht definitIv einen Spitzenplatz unter den Theropoden und ist definitiv unter den Top 5. Was seine Kraft angeht war er ebenfalls ein Spitzenreiter. Und er war in seinem Ökosystem von Hell-Creek der Spitzenprädator, und damit der größte Beutegreifer, der noch am Ende des Mesozoikums vorkam und das Massenaussterben der Dinosaurier direkt miterlebte. Und weil er eben einer der am besten erforschten und sowohl wissenschaftlich, als auch allgemein bekannten Dinosaurier überhaupt ist, trägt er in der Medienwelt seine Krone als "König der Dinosaurier".

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Wenn du deinem Kumpel seine Schuhe holst, bringst du ihm beide Schuhe. Wenn du ihn drei paar Schuhe zum Anprobieren bringen sollst, bringst du ihm alle Schuhe.

Diese sogenannten "unbestimmten Numerale" gehören zu den sogenannten Indefinitpronomen. Da ist "beide" wirklich nur das einzige, das sich konkret auf ein Paar bezieht, also auf zwei. Bei allen anderen Zahlwörtern verwendet man tatsächlich dann nur "alle", oder eben das bestimmte Numeral, und dann bringst du deinem Kumpel eben drei Paare Schuhe. Das geht dann quasi bis unendlich. ;-)

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Selbstverständlich hätte man damals auch auf das Pferd geschossen. Aber bevor du jetzt aufschreist und "Tierquälerei!" rufst: Im Wilden Westen wurde gar nicht so viel geballert, wie man denkt. Da gab es auch selten irgendwelche Verfolgungsjagden oder sonst irgendeine harte Action, die du aus Hollywoodfilmen kennst. Pferde waren damals sehr teuer, aber das war auch die Munition für Revolver. Streitigkeiten wurden da eher im Faustkampf beigelegt, und bei einem Duell auch wenn nur ein paar Kugeln verschossen, eine einzige meist. Und auch endeten nicht alle solche Revolverduelle tödlich.

Dass die Hollywoodromatik und die Schützenkunst der Revolverhelden, aber auch die Dramatik in Westernfilmen stark überspitzt dargestellt wird, sollte dir klar sein. Und im 19. Jahrhundert gab es ganz bestimmt auch nicht mehr Ehrgefühl als heute, wahrscheinlich sogar eher weniger: Da wurde mit gezinkten Karten gespielt, da wurde betrogen, da stach oder schoss man einander in den Rücken. Und ehrenvolle Tode erwarteten die wenigsten Revolverhelden: Jesse James wurde beim Staubwischen hinterrücks erschossen. Wild Bill Hickok tötete man beim Pokerspielen heimtückisch durch einen Schuss in den Hinterkopf. Und auch Billy the Kid wurde von einem Sheriff aus dem Hinterhalt erschossen.

Die Schützen hätten also mit Sicherheit keine Skrupel gehabt, auch auf die Pferde ihrer Widersacher zu feuern, und ganz bestimmt nicht aus Tierliebhaberei oder anderen ethisch-moralischer Handlungsschranken, die wir heute vielleicht schon eher haben würden.

Und noch ein ganz anderer Punkt: Mit den damaligen Waffen war es schon sehr schwierig, überhaupt ein Ziel zu treffen, ein sich bewegendes und schnell entfernendes wie einen Reiter obendrein. Mit einem Revolver hätte selbst der begabteste Schütze kaum Aussichten gehabt, einen Flüchtenden vom Pferd zu holen, höchstens mit einem Gewehr. Und selbst da war die Chance hoch, dass man statt des Reiters das Pferd traf. Und ich kann mir vorstellen, dass man aus diesem Grund das sehr viel größere Tier wohl eher ins Visier genommen hätte.

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Möglich ist bekanntermaßen alles. :-)

Ich halte es dennoch für unwahrscheinlich, dass du einen Fisch beim rülpsen beobachten könntest. Rülpsen ist schließlich das geräuschvolle ausstoßen von Luft aus der Speiseröhre, und das können dementsprechend nur Tiere erledigen, bei denen beim Fressen Luft dort hineinkommt. Fische fressen aber natürlich unter Wasser, also könnten sie nur Wasser "ausrülpsen", und das würde eher kein hörbares Geräusch machen.

Was vielleicht am ehesten mit Rülpsen vergleichbar ist, ist das Einsaugen und Ausstoßen von Flüssigkeit bei Filtrierern wie Walen oder Riesenhaien, die sich von Plankton ernähren. Dabei werden die Kleinstlebewesen zusammen mit dem Wasser eingesaugt. Der Planktonfresser drückt anschließend das Wasser wieder heraus, wobei das Plankton im Filtrierapparat hängen bleibt und anschließend gefressen werden kann.

Dass ein Fisch sowas aber auch an der Luft macht, ist eher unwahrscheinlich. Aber natürlich würde er die eingesaugte Luft auch irgendwie wieder ausstoßen wollen, allein schon wegen des Auftriebs. Also: auch der Fisch würde rülpsen, wenn er Luft im Bauch hätte.

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Einfache Antwort: Das wissen wir gar nicht. Die Organe, mit denen ein Tier Geräusche machen kann, bestehen üblicherweise aus Weichgewebe und bleiben bei der Fossilisation nicht erhalten. Somit kann niemand sagen, wie Dinosaurier wirklich geklungen haben. Die Sounds, die du in Filmen wie "Jurassic Park" hören kannst, entstammen also ganz und gar der Fantasie der Tontechniker.

"Miteinander reden" können eigentlich alle Landtiere. Das fängt schon bei den primitiven Lurchen an, bei denen zum Beispiel die Frösche bei der Brautwerbung bekanntlich auf laut hörbares Gequake setzen. Sogar viele Insekten kommunizieren durch Geräusche. Aber natürlich funktioniert das bei den Tieren nur in ihrer jeweils eigenen "Sprache", und so sprechen wie ein Mensch könnte natürlich kein Dinosaurier.

Nur bei sehr wenigen Arten kann man - und das auch nur ungefähr - rekonstruieren, wie sie sich eventuell angehört haben. Ich spreche von den Hadrosauriern, genauer den Lambeosaurinen.

Lambeosaurine Hadrosaurier waren Pflanzenfresser mit einem entenartigen Schnabel und einem hohlen Kamm auf dem Kopf. In der späten Kreidezeit, vor ungefähr 75 Millionen Jahren, entwickelten die Lambeosaurinen in Nordamerika eine große Artenvielfalt, die sich in der Form ihrer Kämme voneinander unterschieden. Der Kamm dieser Tiere war innen hohl und mit der Nase und dem Rachen verbunden. Wenn das Tier Luft durch seinen Kamm blies, erzeugte es damit einen Ton, ähnlich wie bei einem heutigen Blasinstrument. Durch die verschiedenen Kopfformen der unterschiedlichen Arten klang jeder Dinosaurier anders und hatte wahrscheinlich seine ganz eigene "Melodie" auf Lager, so dass sich die Tiere untereinander erkennen konnten (was auch durch die optischen Unterschiede möglich war).

Die Töne, so sind sich die Wissenschaftler einig, dienten der Kommunikation und spielten bei der Brautwerbung, beim Zusammenhalt der Herde und sicher auch als Warnruf bei Bedrohung eine Rolle: Wenn ein Lambeosaurine um Hilfe rief, klang das etwa so, als würde ein Tiroler in sein Alpenhorn stoßen.

Hier die per Schädelscan und Computersimulation erzeugten Geräusche, die wohl sehr nah an den echten Tonäußerungen des lambeosaurinen Parasaulophus gelegen haben dürften:

https://youtu.be/d-tRFuMdQkA

Bei allen anderen Dinosauriern können wir nur raten, was für Töne sie von sich gaben. Ob sie zischten, brummten, fauchten, knurrten oder brüllten, ist dabei reine Spukulation.

Allerdings sollte man folgendes Bedenken: die heutigen Dinosaurier, die Vögel, haben ein enormes Repertoire an Tönen auf Lager und geben viel differenziertere Geräusche von sich als Säugetiere. Möglich ist ihnen dieser durch ihre sogenannte Syrynx, einem Stimmkopf, der ein wesentlich komplexeres Stummorgan ist als der Kehlkopf (Larynx) bei uns Säugetieren.

Möglicherweise konnten also bereits die Dinosaurier hochdifferenziert durch Laute miteinander kommunizieren: Es ist gut möglich, dass in der Kreidezeit neben dem Trompeten der Lambeosaurinen auch herrlicher Gesang und lustiges Gezwitscher von anderen Dinosauriern durch die Urzeitwälder hallte. Stell dir mal vor, wie es geklungen haben mag, wenn ein T-rex lautstark tirilierte und tschiepte - und das ist, so verrückt es auch klingt, sogar wahrscheinlicher als der seltsame, wenn auch coole Sound in Jurassic Park.

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Veloziraptor

Darf ich zuerst etwas klugscheißen? :-)

Du hast einige Rechtschreibfehler gemacht. Velociraptor und Triceratops werden mit C geschrieben, dass ein Z in einem griechisch-lateinischen Dino-Namen vorkommt ist ganz, ganz selten.

Außerdem werden die Artnamen immer klein geschrieben, nur der Gattungsname groß. Was das ist? Nun, "Tyrannosaurus" ist ein Gattungsname, "rex" ein Artname. So wie bei uns, wir heißen "Homo sapiens". Die anderen Dinos haben auch alle zwei Namen, bei manchen gibt es sogar mehrere Arten. Triceratops gibt es zum Beispiel als T. prorsus und T. horridus, die sich beide durch geringfügige Unterschiede im Schädelaufbau voneinander unterscheinen. Tatsächlich ISH T. rex aber wohl der einzige Dinosaurier, den die meisten Leute vollständig, also beim Gattungs- und Artnamen benennen können. Aber ich schweife ab. Merk dir einfach: Vorname groß, Nachname klein. ;-)

Ein letzter Punkt: Mosasaurus ist überhaupt kein Dinosaurier. Er lebte zwar zur gleichen Zeit wie Tyrannosaurus oder Triceratops, war mit denen aber überhaupt nicht verwandt. Viel näher steht er den heutigen Schlangen und Waranen. Kein Dinosaurier lebte je vollaquatisch im Meer.

Und nun zu deiner eigentlichen Frage: ich halte Velociraptor für den gefährlichsten Dino aus JP/JW. Er hat mit Abstand die meisten Menschen getötet: in Teil 1 starben zwei (Arnold und Muldoon) durch Velociraptoren, in Teil 2 mehr als ein Dutzend Ingen-Mitarbeiter, als sie ins hohe Gras liefen, in Teil 3 kam noch Udesky dazu. Auch in JW haben die Raptoren mehrere Menschen getötet, unter anderem ein paar von Owens Teammitgliedern und auch den "Bösen" Hoskins. Und auch in JW:FK tötet Blue noch mindestens zwei der Wachleute in Lockwoods Anwesen. Da Velociraptor es also als einziger Dino auf mehr als 20 Tötungen bringt, ist er wohl der gefährlichste - da kommt kein anderer Dino auch nur ansatzweise heran.

Und das, obwohl ein "echter" Velociraptor für Menschen wahrscheinlich überhaupt nicht gefährlich gewesen wäre. Noch ein Fun Fact: in Wirklichkeit war Velociraptor gerade einmal 15 bis höchstens 20kg schwerer Dino, also gerade einmal so groß wie ein Pudel. Man hätte sich als Mensch wahrscheinlich schon vor den Krallen in acht nehmen müssen, aber nicht um sein Leben bangen. Als Beute wären wir ihm viel zu groß gewesen. Und außerdem trug das Tierchen ein hübsches Federkleid und war wahrscheinlich sogar ganz niedlich. :-)

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Ich breche mal meinen Streik. Schließlich schreibe ich ja für die Fragesteller und nicht für die (...) vom Support. ;-)

Also: Zuerst einmal benutze ich lieber die Ausdrucke "endotherm", "mesotherm" und "ektotherm". Kann ein Lebewesen seine Körpertemperatur selbst aus seinen eigenen Zellen heraus aufrechterhalten, ist es endotherm, kann es das gar nicht, es ektotherm (also auf die Wärme von außen angewiesen), und kann es das nur bedingt, ist es mesotherm.

Dass Sauropoden aber endotherm waren, steht aufgrund des Prinzips der phylogenetischen Umklammerung für die meisten Paläontologen außer Frage, spätestens seit Sommer 2019. Dort konnte nämlich bestätigt werden, dass auch Pterosaurier (Flugsaurier) eine Körperbedeckung aus Federn besaßen, die homolog zu den Federn der Theropoden und auch der Vögel sind. Die Theropoden stehen aber den Pterosauriern wesentlich weniger nah als die Sauropoden!

Warum ist das jetzt ein Beweis? Weil ein Merkmal, dass bei zwei untereinander nicht eng verwandter Spezies nachweislich homolog auftritt, auch schon beim letzten gemeinsamen Vorfahren der beiden vorgekommen sein muss. Somit muss auch der letzte gemeinsame Vorfahren von Pterosauriern und Theropoden schon gefiedert gewesen sein. Und diese Federn waren anfänglich dazu da, die vom Körper produzierte Eugenwärme bei sich zu behalten und sich gegen die Außenkälte abzuschirmen - ein unzweifelhaftes Merkmal, dass nur endotherme Tiere brauchen.

Die Sauropoden liegen nun verwandtschaftlich auch hinter diesem letzten gemeinsamen Vorfahren. Im Stammbaum werden sie also von Pterosauriern und Theropoden phylogenetisch umklammert. Und auch wenn Sauropoden wie Brachiosaurus wohl keine Federn trugen (die hatten sie wohl aufgrund ihrer Größe sekundär wieder verloren!), so müssen sie trotzdem von endothermen Vorfahren abstammen.

Waren sie deshalb aber auch endotherm? Sehr wahrscheinlich ja. Es hat in der Erdgeschichte noch kein Tier gegeben, dass erstens die Anatomie für einen endothermen Stoffwechsel wieder irgendwie rückgängig machen konnte. Das ist auch nur schwerlich möglich: die Zellen eines endothermen Tieres sind mit weitaus mehr Mitochondrien ausgestattet, außerdem mit einer Herzscheidewand, die es ihm ermöglicht, sauerstoffreiches Blut ungemischt zu den Zellen zu pumpen. Beide Merkmale müssten gleichzeitig durch eine zufällige Mutation wegfallen, und die müsste dann auch noch zufällig einen Vorteil für das Tier bedeuten - und beides ist sehr unwahrscheinlich.

Dass sich zwei Merkmale gegenseitig in ihrer Weiterentwicklung fördern, kommt vor, aber dass sie sich gegenseitig in einer Zurückentwicklung fördern, ist noch niemals und nirgendwo nachgewiesen worden. Und somit können dich die Sauropoden nicht zu einem mesothermen oder ektothermen Tier zurückentwickelt haben.

Ein weiteres Argument: gerade der endothermen Stoffwechsel war wahrscheinlich maßgeblich verantwortlich für ihren Riesenwuchs. Mit einem ektothermen Stoffwechsel und Mischblut hätte ein so hochgelegenes Gehirn wie das des Brachiosaurus, das immerhin in 13m Höhe lag, nicht mit genügend Sauerstoff versorgt werden können. Auch Atmung und Kreislauf eines ektothermen Tieres hätten bei so einer Größe nicht funktionieren können. Und nicht zuletzt besaß Brachiosaurus durch seinen pneumatisierten Körperbau mit den zahlreichen Hohlräumen ein effizientes Kühlsystem, dass seinen Körper vor Überhitzung schützte - was für ein ektothermes Tier eher kontraproduktiv wäre, da es dann zu sehr ausgekühlt wäre. Nur endotherme Tiere brauchen eine serienmäßig eingebaute Klimaanlage.

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Du würdest es gar nicht erst an deine Lippen heranbekommen. Die Antimaterie anihiliert sich bereits beim Kontakt mit jeder normalen Materie, also auch mit der Luft, die ja auch aus Molekülen und Aromen besteht. Ein Anti-H2O-Molekül würde also sobald es freigesetzt wird schon explodieren. Du bist dann besser woanders. Denn schon ein paar Tropfen davon setzen genug Energie frei, um einen ganzen Häuserblock dem Erdboden gleichzumachen.

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Da es keine "deutschen" Gene gibt, können die auch nicht aussterben. Nationalitäten gibt es nicht in auf der genetischen Ebene, auch keine "nationalen" Populationen. Wir sind alle Menschen, und unsere Zukunft wird nicht über unsere eingebildeten Kopfschranken definiert, sondern dadurch, wer sich in der aktuellen Generation behaupten kann und sich vermehrt.

Wenn das heute eben die Deutschen weniger häufig tun als andere Nationen, sei's drum. Der Menschheit tut das nicht weh. Und wenn dir persönlich diese Vorstellung wehtut - tja, dann weiß ich da leider auch kein anderes Mittel, als kräftig, kräftig loszuvögeln, und selbst für den deutschen Nachwuchs zu sorgen.

(Wenn ich jetzt ein sarkastisches "F!ck Heil" hier drunter poste, wird meine Antwort bestimmt gelöscht. Da ich in einem solchen Beitrag aber nicht ohne Satire auskomme... ach, in Klammern wird das schon gehen. ;-) )

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Jedenfalls nicht einfach so. Die Schule muss über den Grund deines Fernbleibend informiert werden. Religiöse Festtage sind durchaus ein Grund, dich für den betreffenden Tag freizustellen. Mit Schwänzen hat das nichts zu tun: Niemand darf an der Ausübung seiner religiösen Bräuche gehindert werden.

So eine Freistellung kannst du wenn du noch unter 18 bist nur durch deine Eltern erwirken, sie müssen einen entsprechenden Antrag rechtzeitig an die Schulleitung stellen. Wenn du über 18 bist darfst du das auch selbst und dich für betreffenden Tag entschuldigen.

Im Arbeitsleben ist es ähnlich geregelt. Hier bekommst du zwar natürlich keinen Extra-Sonderurlaub, aber du darfst einen deiner gesetzlichen Urlaubstage immer an dem religiösen Feiertag nehmen, das darf dir niemand verwehren.

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Da es solche Menschen nicht gibt und jeder Mensch irgendetwas kann, stellt sich mir diese Frage nicht. Natürlich hat jeder Mensch einen Wert!

Wenn ein Mensch das Gefühl hat, ein Taugenichts zu sein, dann liegt das niemals an ihm selbst, sondern an seinem Umfeld. Menschen, die ihn ständig runtermachen und seine Leistungen herabwürdigen, haben ihre Motivation systematisch kaputtgeschlagen. In unserer Ellbogen- und Hochleistungsgesellschaft gibt es sowas recht häufig - und viele Menschen sehen sich selbst tatsächlich als wertlos an.

Wenn ein Mensch in einem Feld versagt, muss das aber nicht heißen, dass er nicht in anderen Feldern glänzen kann. Diese Felder zu finden ist die Kunst, das müssen wir alle für uns schaffen, um uns zu etablieren. Wenn dir jemand wie ein Taugenichts vorkommt, dann hat er seine Nische einfach nur noch nicht gefunden.

Deshalb auf diesen Menschen herabzusehen ist falsch und unmoralisch, und wer das gerne tut, der tut das meist nur aus Gründen der eigenen Unsicherheit: nur jemand, der gerade so das Minimum der erforderlichen Leistungen erbringt, und sich dessen auch bewusst ist, hackt gerne auf den noch kleineren Leuten herum. Aus deiner Frage schließe ich also, dass du selbst tief in dir drin das Gefühl hast, ein "wertloser Taugenichts" zu sein - reflektiere das bitte Mal. Und falls ich mich nicht irre: viel Erfolg beim Finden deiner Nische.

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Tyrannosaurus war tatsächlich sehr wahrscheinlich ein Rudeltier. Sehr oft findet man Individuen unterschiedlichen Alters nah beieinander, was von den Paläontologen als soziale Gemeinschaft interpretiert wird.

Sicherheit gibt es da natürlich nicht - die Fossilien könnten zum Beispiel auch auf anderen Wege zusammengekommen sein, zum Beispiel bei einer Flut zusammengespült oder durch eine Prädatorenfalle, wo ein Tier z.B. im Schlamm oder Teer stecken bleibt, sich nicht allein wieder befreien kann, dort verendet und durch seinen Todesgeruch dann auch Raubtiere in die Falle lockt, die ebenfalls steckenbleiben und verenden.

Da sogenannte Bonebeds, also "Massengräber" aber bei Theropoden, insbesondere auch bei Tyrannosauriern sehr häufig sind, und für den nah verwandten Albertosaurus sogar eine Fundstelle mit über 20 Individuen überliefert ist, ist die Rudel-Theorie die mit der größten Wahrscheinlichkeit.

Wie das Rudel aber nun konkret aufgebaut war - also ob es wirklich "Familien" wie z.B. bei Wölfen waren, also mit einem dominanten Paar und seinem Nachwuchs, oder eher "Harems", also von einem Männchen geführte Rudel mit mehreren Weibchen, oder ob es sich um überhaupt nicht miteinander verwandte Banden handelte, wissen wir nicht. So etwas könnte man aus Fossilien unmöglich ableiten, wir wissen ja oft noch nicht einmal genau, wie wir das Geschlecht eines Individuums bestimmen könnten.

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Hallo! Ich finde, was du vor hast ist eine wirklich schöne Idee! Kinder in den Alter sind sehr fasziniert vom Thema Urzeit, und du kannst sie mit deinem Aktivprogramm bestimmt begeistern. Das mit dem Ausgraben und dem Gips hast du dir bestimmt so ähnlich vorgestellt wie in dem Video hier, oder?

https://m.facebook.com/FunLearningforKidsBlog/videos/811165272422580

Ich würde auch zum Selbstmachen raten. Ein vorgefertigtes Set zu verwenden ist ja erstens wenig kreative Eigenleistung, zweitens kann man sich auch das Geld sparen, weil der Aufwand ja nun wirklich nicht groß ist, Dinofiguren in Gips einzugießen. Achte aber darauf, dass man von außen noch ein bisschen erkennen kann, dass in dem "Stein" was drin ist - das erhöht die Spannung.

So etwas ähnliches habe ich mit meinen Schülern auch schon ausprobiert, das funktioniert wunderbar und macht ihnen Spaß. Meine waren zwar schon etwas älter, ich kann mit aber keinen Grund vorstellen, warum es mit Kindergartenkindern nicht auch klappen könnte.

Als Einstieg würde ich dir eine Zeitreise-Geschichte empfehlen. Kinderbücher mir dem Thema Dinos gibt es ja zuhauf, da könntest du ihnen zuerst etwas vorlesen. Möglichst kurz, nur fünf bis zehn Minuten.

Dann kannst du in die Runde fragen, woher man eigentlich so viel über Dinos weiß. Ein Kind weiß bestimmt, dass Forscher sie ausgraben - und da hast du dann einen perfekten Übergang.

Als Werkzeuge würde ich dir einfache Holzhämmerchen empfehlen, nehmen die in dem Video ja auch. Das Gips lässt sich damit wirklich leicht zertrümmern, und auch in Kinderhänden besteht damit kaum Verletzungsgefahr.

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Der aufrechte Gang erwies sich in der Entwicklungsgeschichte der Menschenaffen mehrfach als Selektionsvorteil. Nicht nur bei unseren eigenen Ahnen, sondern auch bei den etwas entfernter Verwandten Dryopithecinen hat sich diese Fortbewegungsweise entwickelt. Das allerdings vollkommen unabhängig von uns, in konvergenter Evolution also, und auch schon etliche Millionen Jahre früher, bevor auch Primaten in Afrika aufrecht gingen. Einer davon wurde letztes Jahr sogar bei uns in Deutschland gefunden: Danuvius guggenmosi lebte bereits vor rund 12 Millionen Jahren aufrecht gehend in Bayern, die ersten Anzeichen für den aufrechten Gang in Afrika treten jedoch erst bei Orrorin tugenensis auf und sind etwa 6 Millionen Jahre alt.

Die Gründe für diese Parallelentwicklung könnten jedoch die gleichen sein: Sowohl Danuvius als auch Orrorin lebten in einem Lebensraum, in welchem sich dichter Regenwald und offenes Grasland abwechselten. Die Primaten waren also gezwungen, immer wieder Strecken durch das Gras zu wandern, um Nahrung zu suchen oder Partner zur Paarung zu finden, sowie um sich neue Reviere zu erschließen. Wenn ein Affe zu solchen Bodenwanderungen gezwungen ist, so ist es für ihn ein Vorteil, das hohe Gras überblicken zu können. Dies hilft einerseits bei der Orientierung, andererseits kann er dadurch Feinde frühzeitig erspähen und sich vor ihnen in Sicherheit bringen.

Die frühen Menschenaffen waren nämlich noch Beute und keine Jäger: praktisch alles, was damals durch die Urwälder kreuchte und fleuchte, konnte ihnen gefährlich werden. Großkatzen wie Leoparden und die gefürchteten Säbelzahnkatzen, Hyänen, Wildhunde und möglicherweise sogar Greifvögel stellten ihnen nach, sodass es am Boden sehr gefährlich für sie war. Wer dieser Gefahr am besten aus dem Weg gehen konnte, brachte seine Gene erfolgreicher in die nächste Generation - und damit verstärkte sich das Merkmal des Aufrechtgehens.

Die oft formulierte These, der aufrechte Gang habe auch entscheidend zur Entwicklung des größeren Gehirns beigetragen, kann ich jedoch nicht in vollem Umfang unterstützen. Da beide Entwicklungsschritte erstens sehr weit zeitlich auseinander liegen, und es zweitens auch keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass auch die aufrecht gehenden Affen in Europa diesen Weg gegangen sind eben keine größeren Gehirne hatten, dürfte beides nur bedingt etwas miteinander zu tun haben.

Die Entwicklung des größeren Gehirns setzte nur bei einer Menschenaffenlinie ein, nämlich bei unserer, und zwar bislang ausschließlich bei der Gattung Homo. Vermutlich ist sie auf eine Mutation des Mundspeichels zurückzuführen und dadurch auf eine Umstellung der Ernährung: Die Angehörigen der Gattung Homo (auch wir als Homo sapiens!) besitzen zwölf verschiedene Amylase-Typen in ihrem Speichel, Schimpansen zum Beispiel dagegen nur zwei. Damit können wir eine Vielzahl von stärkehaltigen Pflanzen essen und verdauen, die einen Schimpansen auf Dauer krank machen würden - wie Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Wurzelknollen und ganz besonders Getreidesamen. Dieses kalorienreiche Futter eröffnete uns die Möglichkeit, ein größeres Gehirn überhaupt erst mit genug Energie versorgen zu können.

Natürlich war es dann für unsere Vorfahren auch praktisch, dass sie aufrecht laufen konnten - so hatten sie die Hände frei, um Werkzeuge benutzen zu können und konnten auch an ihrer Geschicklichkeit arbeiten. Also war der aufrechte Gang zwar nicht die Ursache, aber ein begünstigender Begleitfaktor, dass der Affe zum Menschen wurde.

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Also was heißt boykottieren... Ein groß angelegter Boykott würde ja so aussehen, dass man nicht nur selbst derartige Produkte meidet, sondern auch sonst alle Hebel in Bewegung setzt, dass sich auch andere Menschen davon distanzieren. Wenn man aber nur für sich selbst entscheidet, dort nicht mehr zu essen, finde ich ist das noch kein Boykott. Sonst könnte ich auch sagen: "Ich boykottiere Hunde- und Rattenfleisch!", nur weil ich diese Dinge nicht esse.

Wenn du persönlich meinst, dass du mit Fastfood aus gesundheitlichen und moralischen Gründen nichts anfangen kannst, dann ist das deine Entscheidung - und eine gute, wie ich finde. Ich esse dieses Zeug auch nicht.

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1)

Da für die Paläontologie und Geologie die Zeitalter vor dem Auftreten höheren Lebens früher von nur geringer Relevanz waren, haben sie den langen Zeitraum vor dem Kambrium einfach "Präkambrium", also "Vor dem Kambrium" genannt. Es umfasste aber schon immer den gesamten Zeitraum von der Entstehung der Erde vor ca. 4,6 Milliarden Jahren bis zum Kambrium, das vor 541 Millionen Jahren begann - also den bei weitem größten Teil der gesamten Erdgeschichte.

Das Präkambrium wird heute aber natürlich noch weiter untergliedert, nämlich in das Proterozoikum (vor 2.500 bis 541 Millionen Jahren), das Archaikum (vor 2.500 bis 4.000 Millionen Jahren) und das Hadaikum (4.000 bis 4.600 Millionen Jahren).

2)

Das Erdmittelalter hat mit dem historischen Mittelalter natürlich nichts zu tun. In der Geologie wurde dieser Begriff einfach analog zur historischen Geschichtsforschung übernommen: man hat einfach ein "Erd-" davorgesetzt, um die verschiedenen Ären der Erdgeschichte entsprechend zu ordnen.

Das Mesozoikum - also das "Erdmittelalter" - begann vor 252 Millionen Jahren in der Trias und endete vor 66 Millionen Jahren mit der Kreide, als die Nichtvogel-Dinosaurier zusammen mit vielen anderen urzeitlichen Tieren ausstarben.

Das historische Mittelalter bezeichnet dagegen die Jahrhunderte vom Beginn bzw. Ende der Völkerwanderungszeit und dem Beginn bzw. Ende der Renaissance - also ganz grob die Jahre von 500 bis 1500 nach Christus. Ritter gab es jedoch sowohl davor als auch danach noch.

3)

Diplocaulus und Ichthyostega sind beide Amphibien des Erdaltertums und deshalb beide sehr viel enger mit heutigen Fröschen und Molchen verwandt als mit den Dinosauriern. Diplocaulus lebte während des Perm vor etwa 270 Millionen Jahren, Ichthyostega sogar noch sehr viel früher im Oberdevon vor etwa 370 Millionen Jahren. Beide Tiere sind also sehr viel älter noch als die Dinosaurier.

Zu den Dinosauriern gehören nur folgende Tiergruppen:

  • Die Sauropodomorpha (meist langhalsige Pflanzenfresser, einige gigantisch groß)
  • Die Theropoda (meist fleischfressende Landtiere, auch die Vögel gehören mit dazu)
  • Die Thyreophora (gepanzerte Pflanzenfresser wie Stegosaurus und Ankylosaurus)
  • Die Marginocephalia (Dinosaurier mit Schädelschmuck und Hörnern, wie Triceratops und Pachycephalosaurus)
  • Die Ornithopoden (zwei- oder vierbeinig laufende Pflanzenfresser

Fälschlicherweise werden sehr oft auch die Pterosaurier (Flugsaurier) und Meerestiere wie Ichthyosaurier, Plesiosaurier und Mosasaurier für Dinos gehalten, sie sind aber keine. Alle Dinosaurier waren ausnahmslos Landtiere und mit Ausnahme der Vögel konnte keiner von ihnen fliegen.

Dinosaurier erkennst du daran, dass sie alle gerade unter dem Körper stehende Beine hatten, und ihre Haut war entweder von Schuppen oder Federn bedeckt. Alle Dinosaurier hatten außerdem einen gleichwarm bleibenden Körper, sie legten ihre Eier mit fester Kalkschale alle an Land ab und sie lebten ausschließlich in der Zeit von vor 235 bis 66 Millionen Jahren - nur die Vögel gibt es noch bis heute.

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