Muss ich bei der Taufe meines patenkinds zwingend son gedicht vorlesen?

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18 Antworten

Eigentlich ist ohne Belang, was deine Schwägerin sich von dir wünscht. Du kannst nicht gegen deine Überzeugung handeln und solltest weder das Gedicht vortragen noch das Patenamt übernehmen. Du solltest über deine Einstellung offen reden. Keine Mutter, der die Taufe ihres Kindes wichtig ist und dem Kind auch ihren Glauben weitergeben möchte, dürfte eigentlich mit einem Paten einverstanden sein, der ein Glaubensbekenntnis spricht und in Wahrheit nichts davon glaubt. Menschen kann man betrügen, Gott jedoch nicht. Dir ist das unwichtig, ihr sollte es nicht gleichgültig sein.

Es ist eben nicht der Sinn des Patenamtes, notfalls die Fürsorge für ein Kind zu übernehmen, wenn die Eltern ausfallen. Das ist der Sinn eines gesetzlichen Paten, der zu diesem Zweck auch von den Eltern gewählt werden kann, jedoch nicht in der Kirche heucheln muss. Der Taufpate ist kein gesetzlicher Pate, sondern ein Ansprechpartner im Glauben. Dein Eintrag ins ev.Kirchenbuch würde auch dem Pfarrer nicht ausreichen, wenn er von deiner Einstellung wüsste. Vom Paten sind nämlich auch Bekenntnisse im Glauben abzulegen in Einzelfragen, wo du darauf antworten musst und auch das Versprechen, wie es Pflicht eines christlichen Paten ist.

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Vielleicht solltest du erst gar nicht den Taufpaten machen. So wie du es schilderst bist du für dieses Amt nämlich denkbar ungeeignet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Taufpate

Ist jetzt aber reichlich spät, das zu bemerken. Also sei ein Mann und lies das blöde Gedicht einfach. Vielleicht steht ja gar nichts drin, womit du nicht einverstanden bist?

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Kommentar von menthis
02.07.2013, 14:13

Ich bin sicherlich nicht ungeeignet pate zu sein nur weil ich nicht gläubisch bin.

Wichtig ist das wenn meinem bruder und seiner frau was passiert ich für das kind sorgen kann und das kann ich.

Ob sie bei mir göttliche lehren lernen würde oder nicht ist doch absolut wurst die meinung dazu soll sie sich selbst bilden

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Nicht leicht, was dazu zu schreiben, weil ich nicht weiß, um welches Gedicht es geht. Eine Patenschaft zu übernehmen, bedeutet im eigentlichen Sinne, das kleine Kind auf dem Weg zum eigenen Glauben zu begleiten (auch für das Kind zubeten).Wenn kein eigener Glaube vorhanden ist oder man den Gott der Bibel ablehnt (was erstmal voll o.k. ist - bitte versteht mich nicht falsch), macht die Übernahme eines Patenamtes nicht so sehr viel Sinn meiner Meinung nach. Wie soll ich jemanden vernünftig von A nach B fahren, wenn ich keinen Schimmer vom Autofahren habe. Ehrlicherweise müsste man so eine Begleitungs-Beziehung zu einem Kind dann anders nennen, z.B. Mentor oder Coach oder so etwas Ähnliches.

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Kommentar von menthis
03.07.2013, 11:12

Nunja ich weis viel über die Kirche, den Glauben usw. War lange sehr gläubisch aber hab diesen nunmal verloren. Hab eben meinen weg gewählt.

Ich kann der kleinen dennoch alles wichtige über gott und die bibel beibringen wenn es sie intressiert. Nur hab ich die einstellung das jeder seinen weg gehen sollte. Wenn sie mal kein intresse an der kirche haben sollte dann ist das vollkommen okay.

Wichtig ist nur das sie die tochter meines bruders ist und somit meine familie um die ich mich kümmere sogut es mir möglich ist.

Hat schon seine gründe warum ich noch in der kirche bin. ich kann nämlich nicht beweisen das es gott eben nicht gibt. Und falls doch wird er meine entscheidung das ich mich von ihm abgewendet habe ganz sicher verstehen.

"Gott liebt alle seine Kinder" nicht wahr ;-)

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Sag nein wenn du das nicht willst, Solche Dinge finde ich nur in Ordnung, wenn der Betreffende es selber will, bzw. seinem Gedankengut entspringt.

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nein, ist nicht zwingend erforderlich. schon gar nicht, wenn du es nicht willst. aber es wäre nett, wenn du es machen würdest.

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Kommentar von menthis
02.07.2013, 13:22

Ja schon ne nette geste für die schwägerin aber damit belüg ich mich den pfarrer und sämtliche anwesenden^^

Finde das irgendwie falsch. Bzw. mich bei dem gedanken unwohl

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Ich glaub du weißt die Antwort bereits! Ich hab das auch bis zu einem gewissen Alter mitgemacht (jetzt nicht dieses Vorlesen, das war mir schon vor der Pubertät zu ordinär). In Österreich sind die meisten Personen katholisch, in der Messe gehört ein permanentes Aufstehen und Niederknien dazu und man fühlt sich wie Vieh das mit der Mistgabel getrieben wird. Hab höflicherweise bei solchen Familienveranstaltungen beim "Aufstehen" mitgemacht aber nicht gebetet, dies machte ich nach einer gewissen Zeit aber auch nicht mehr. Aus einem einfachen Grund: Bei diesen Unterwerfungsgesten mitzumachen ist für mich ganz einfach dumm und das bin ich nicht. Der Pöbel kann das ja genießen aber ich finde es hirnlos. Du wirst dich danach nicht gut fühlen wenn du diese Gedichte vorgelesen hast . Trotz der Höflichkeit und die Person (das getaufte Kind) kann froh sein dass du so nett bist und anwesend bist. Das ist höflich genug. Und deine heilige Schwägerin kann das Gedicht ja selbst vorlesen wenn es ihr nicht passt.

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Kommentar von montrup
02.07.2013, 21:59

Du sprichst über Höflichkeit und nennst gläubige Katholiken "Pöbel"? Da muß ich mich schon wundern...

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Du machst dir gedanken wegen einem Gedicht? Überimmst aber die Patenschaft?

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Bei deiner Einstellung zum christlichen Glauben müsstest du eigentlich das Patenamt ablehnen. Denn das ist ein religiöses Amt.

Als Taufpate bzw. Taufpatin soll man das Kind bei der Entwicklung seines Glaubens begleiten und beim Hineinwachsen in die Gemeinschaft der Christen unterstützen.

Wenn du aber schon mitspielst um einen schönen Schein zu wahren, dann spiele wenigstens ganz mit und gib dir zumindest im Gottesdienst Mühe, deinem Bruder und seiner Frau zuliebe. Trage also das gewünschte Gedicht ordentlich vor.

Wenn du konsequent gewesen wärst, hättest du das Patenamt abgelehnt und wärst jetzt nicht unter Druck, etwas tun zu sollen, was du für Heuchelei hältst. Dafür ist es jetzt aber wohl zu spät.

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Kommentar von menthis
02.07.2013, 17:18

Warum soll man als pate dem kind nen glauben aufzwingen welches es selbst nochnicht wählte?

Ich lass das die kleine selbst entscheiden wenn es soweit kommen sollte...

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Ich würde darüber noch mal reden. Man kann keinem 1 Glauben aufzwingen. Bei der Taufe, würde ich daher das Gedicht ablehnen.

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Du kannst deinem Bruder und seiner Frau auch aus eigenen Stücken erklären, dass du die Verantwortung für das Patenkind im Schlimmsten Falle übernehmen wirst. (Denn das ist es ja, was du mit diesem ganzen Klim-Bim ja sagen willst, oder?)

Das kannst du auch selbst, ohne Kirche, als ehrliche, nicht-geheuchelte Geste machen. Das wird sie sicher freuen. Erst Recht wenn du ihnen vorher erklärst das du diese Aufgabe auch ohne das ganze Trara mit der Kriche und Gedichten gerne übernimmst!

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Als Pate ist es dein Amt ubd dein Dienst, deinem Patenkind ein Hineinwachsen in die Kirche, der weltweiten Gemeinschaft der Christen, zu ermöglichen. Ist dir dies nichts wert, so hätte dein Patenkind mehr von einem anderen Paten. Traurig für dein Patenkind.

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Liebe kleine...sei nie alleine,sei auf der Hut, dann gehts Dir gut. Mach auch mal Rast ohn Eil und Hast und leb Dein Leben,mit nehmen und geben.Die Liebe sei immer mit Dir,das wünsche ich von HerzenDir.

Eigene Worte und trotzdem was auch kirchlich gesehen Gefallen findet;-)

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Wie wäre es, wenn Du verneinst, das Patenamt anzunehmen? Das wäre wohl das ehrlichste. Das Patenamt ist ein kirchliches Amt und Aufgabe ist es, für die christliche Erziehung des Kindes zu sorgen.

Dieser Text ist keine Heuchelei, Heuchelei ist das was Du vorhast.

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Kommentar von menthis
02.07.2013, 15:13

Ich würde mich um die tochter meines bruders kümmern. Ob christlich oder nicht ist doch egal hauptsache ich erfüll die aufgabe.

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An deiner Stelle würde ich das Patenamt ablehnen. Deiner Schwägerin würde ich sagen, dass du dich nicht wohl dabei fühlst ein Amt anzunehmen, dessen Basis du nicht anerkennst und das du kein Heuchler und Lügner sein willst.

Denn genau solches blindes Gefolge gibt solchen Organisationen Macht. Das gleiche konnte man ja 1945 beobachten...

Es ist nie gut, nur um des Friedens Willen irgendwelchen denkmustern und Traditionen blind zu folgen.

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Ich habe es bei meinem Patenkind auch nicht gemacht weil ich eben auch nicht gläubisch bin :-D war mir egal was die dazu meinten. Man muss nicht

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Kommentar von menthis
02.07.2013, 13:25

okay danke ich glaub das wäre einfach total bekloppt würde den text sowieso vollkommen langweilig runterleiern da er für mich 0 bedeutung hat.

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Du irrst, wenn Du das Patenamt so siehst (kümmern). Da Du nicht gläubig (und nicht gläubisch) bist, solltest Du auch kein christliches Patenamt übernehmen, nur das wäre Heuchelei, die Du den anderen unterstellst, selber aber tust..

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Als Pate übernimmt man auch vor Gott die Verantwortung das Kind christlich zu erziehen. Da du eh nichts mit Glauben am Hut hast solltest du das ablehnen. Lieber kein Versprechen halten müssen das du nicht geben kannst.

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Du scheinst aus einer Familie von "religiösen Heuchlern" zu kommen, wenn du und dein Bruder beide nicht gläubig seid und trotzdem ein Kind zum Taufbecken tragt.

Nur um deiner Schwägerin zu gefallen solltest du kein Patenamt übernehmen, mit dem unter ehrenhaften Menschen auch weitreichende Pflichten verbunden sind. Noch ist Zeit zurückzutreten. Dann mussst du auch kein geheucheltes Gedicht vorlesen und wirst gleichzeitig deiner Ablehnung gegen "Massenheuchelei" gerecht.

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Kommentar von Charlyweisswas
03.07.2013, 14:11

Nun sei mal nicht päpstlicher als der Papst. Bei wievielen der heutzutage vollzogenen Taufen nehmen die Beteiligten dies denn wohl so ernst? Für die meisten Menschen ist eine Taufe doch heute mehr eine Art Familienfeier aus reiner Tradition und weniger ein religiöser Akt mit der von Dir implizierten Bedeutung.

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