Ist Jagd vegan?

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Jagd ist nie vegan, egal aus welchen Gründen 92%
Jagen ist vegan, wenn dadurch der Bestand kontrolliert wird 8%

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Jagd ist nie vegan, egal aus welchen Gründen

Die Jagd hat überhaupt nichts mit Vegan zu tun.

Jagen dient unter anderem der Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Wie könnte es da Vegan sein?

Woher ich das weiß:Hobby – Ich bin Jäger, Angler, Schütze, Landwirt und Waldbesitzer
Jagen dient unter anderem der Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Wie könnte es da Vegan sein?

Wenn die Absicht hinter der Jagd nicht die Erzeugung von Lebensmitteln ist sondern die Kontrolle der Population?

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@EinAlexander

Das Töten oder auch Haltung von Tieren ist wohl generell nicht vegan. Deren Ideologie verbietet es, weil Tiere Gefühle wie wir haben sollen (das wirst du bestimmt noch hier lesen haha) und nur frei glücklich sind bzw. sein sollen und weil Fleisch todkrank machen soll und weiterer Quark.... ;)

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@Photon00
Das Töten oder auch Haltung von Tieren ist wohl generell nicht vegan.

So verstehe auch ich die Definition von Veganismus. Aber in einer anderen Frage hat man mir erklärt, dass der Verzehr von Fleisch und das Tragen von Leder völlig in Ordnung ist und im Einklang mit der veganen Ideologie steht, wenn das Wildschwein oder der Hirsch mit der Absicht getötet wurde, die Wildschwein- oder Hirsch-Population zu regeln.

Das verwirrte mich eben. Daher diese Umfrage.

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@EinAlexander
Wenn die Absicht hinter der Jagd nicht die Erzeugung von Lebensmitteln ist sondern die Kontrolle der Population?

Deshalb habe ich geschrieben:

Jagen dient unter anderem der Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs. 
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Jagd ist nie vegan, egal aus welchen Gründen

Jagen rein zur Bestandskontrolle wäre tierschutzrechtlich schnell bedenklich. Es muss eine Verwertung stattfinden.

Hinzukommt das jene die auf vegane Ernährung abfahren, die Jagd grundsätzlich ablehnen, vegane Jäger kenn ich jetzt nicht wirklich.

Bestandskontrolle durch Jagd ist immer schwer

  1. Die Bejagung müsste Flächendeckend erfolgen, Revierübergreifend ist schon schwierig genug.
  2. Die Vermarktung der erlegten Tiere muss erfolgen, jetzt haben viele Jäger Probleme ihr Wild abzustoßen. Der Preis ist im Keller besonders beim Schwarzwild.
  3. Würde die Bevölkerung nicht positiv auf eine Jagd reagieren, die je nach Art einen Bestandsabbau von zum Teil über 50 % zur Folge hätte.
  4. Sind die meisten Jäger nicht in der Lage, diese Jagdleistung zu erbringen, wer arbeitet und nebenbei Jagd würde diese Zeiten nicht aufbringen können.

Nichts desto trotz wird man um den Wald zu schützen die Tierbestände im Wald abbauen um den Wald vor Wildschäden zu schützen.

Hinzukommt das jene die auf vegane Ernährung abfahren, die Jagd grundsätzlich ablehnen,

Das dachte ich bis heute auch.

Ich wurde aber von einem Veganer belehrt, dass die große Mehrheit der Veganer kein Problem mit Jagd zur Populationskontrolle habe und dass selbst die Verwertung der erlegten Tiere zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Schuhen und Bekleidung völlig in Ordnung ist - unter der Voraussetzung, die Jagd erfolgte mit der Intention "Bestandskontrolle".

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@EinAlexander
Ich wurde aber von einem Veganer belehrt, dass die große Mehrheit der Veganer kein Problem mit Jagd zur Populationskontrolle habe

Diese Aussage ist schlicht weg eine Lüge.

Wahrscheinlich bist du an einen "Veganer" vom Typ Hildmann geraten, der auch n Porsche mit Lederinterieur fährt.

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@FresherKnilch
Diese Aussage ist schlicht weg eine Lüge.

Ja, das sehe ich eigentlich auch so.

Wahrscheinlich bist du an einen "Veganer" vom Typ Hildmann geraten, der auch n Porsche mit Lederinterieur fährt.

Mag sein. Ich zitiere mal aus diesem Kommentar: "Ich kenne sehr viele Veganer persönlich und die große Mehrheit davon haben kein Problem mit Jagd zur Populationskontrolle"

Und auf meine Nachfrage, ob es gegen die vegane Ideologie verstößt, wenn man dann das Fleisch der erlegten Tiere isst und deren Haut zu Leder verarbeitet: "Wenn sie nur zur Populationskontrolle erlegt wurden nicht."

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@EinAlexander

Wie gesagt, die Mehrzahl der Veganer sieht das eben nicht so. Da kann der Typ soviel erzählen wie er will.

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@FresherKnilch
Wie gesagt, die Mehrzahl der Veganer sieht das eben nicht so. Da kann der Typ soviel erzählen wie er will.

Seh ich auch so.

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Jagen ist vegan, wenn dadurch der Bestand kontrolliert wird

Zum Grundverständnis hier nochmal die Originaldefinition von Veganismus von Donald Watson, dem Schöpfer des Begriffs aus sdem Jahre 1944, weil viele dies gerne immer wieder versuchen beliebig umzudeuten:

"Veganismus ist eine Lebensweise, die darauf abzielt, so weit wie möglich und praktikabel alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeit gegenüber Tieren für Lebensmittel, Kleidung oder andere Zwecke auszuschließen."

Bereits Herr Watson wusste, dass man dabei nicht perfekt sein kann. Deshalb "so weit wie möglich und praktikabel". Wenn also Jagd notwendig ist, zum Beispiel zur Bestandskontrolle, dann ist sie mit den Prinzipien des Veganismus vereinbar. Wenn sie nicht notwendig ist, zum Beispiel für Sport, Trophäenjagd oder der Nahrungsbeschaffung obwohl genug andere Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, ist sie es nicht.

Das Prinzip von Veganismus ist wirklich simpel. Man vermeidet Gewalt, Ausbeutung und Tötung von Tieren so gut es möglich ist. Komplett vermeiden kann man es nicht, da die Welt nun mal nicht perfekt ist.

Ich bin immer so froh, deine kompetenten und sachlichen Antworten zu lesen und dabei immer ein positives Beispiel zu erleben, dass nicht jeder Veganer auch ein Jagdgegner ist und dem Waidwerk mit Verständnis begegnet. Kompliment dafür!

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Was spricht denn dann dagegen, zB Heuschrecken oder Wildschwein zu essen?

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@Salatkoch

Wenn sie aus Notwendigkeit getötet wurden nichts. Wobei die meisten Veganer das wohl trotzdem nicht tun werden, weil sie Tiere nicht als Nahrung ansehen.

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@Floeckchen17

Ja, das habe ich. Spräche ja nichts dagegen die Tiere zu essen, wenn sie eh (zur Bestandskontrolle) schon tot sind.

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@Salatkoch

Aus ethischer Sicht nicht. Wahrscheinlich fänden viele Veganer das aber pietätlos.

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"Vegan" meint Ernährung ohne jegliche tierische Produkte, mit Jagd hat das nicht das geringste zu tun.

"Vegan" meint Ernährung ohne jegliche tierische Produkte,

Das auch. Aber nicht nur. "Vegan" ist eine Ideologie, die sich nicht nur auf die Ernährung beschränkt (das wäre vegane Ernährung) sondern generell auf die Verwendung aller tierischen Produkte (also auch Leder, Daunen, Horn, Seide usw.)

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@Aliha
Das hat aber immer noch nichts mit Jagd zu tun.

Das heißt dann also, dass Deiner Meingung nach das Jagen von Tieren - egal aus welchen Gründen - nicht mit einer veganen Lebensweise vereinbar ist?

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Vegan ist, außer man beschränkt es explizit auf die Ernährung, eine Lebensweise.

Also keine Produkte oder Tätigkeiten, durch die ein Tier zu schaden kommt (so sich das irgendwie vermeiden lässt).

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Jagd ist nie vegan, egal aus welchen Gründen

Nein Jagd ist nicht vegan. Ich sage nicht daß Jagd grundsätzlich schlecht ist aber es werden Tiere getötet und ihre Teile und Fleisch verwendet. Das ist nicht vegan.

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