Homophobe Freunde, was tun? Hilfe bitte!?
Hallo,
ich spiele seit ein paar Monaten ein Spiel in dem es sehr viel um Hilfe von anderen Spielern geht und sich wirklich enge Freundschaften bilden. Ich hatte von Anfang an eine freundin (sie spielt schon länger) und wir haben uns extrem gut verstanden, jetzt sind wir irgendwie auf das Thema Homosexualität gekommen und sie meine zu mir das sie das so gar nicht akzeptiert und nach ihrer Religion solche Leute bekämpft werden müssen. (Ich möchte klar stellen das ich absolut kein Problem mit ihrer Religion hab und ich mir sicher bin das nicht alle von ihrer Religion so denken!!!)
Ich bin jetzt nicht sie krass homosexuell oder so, aber ich hab total viele Freunde die Bi, lesbisch und co sind und würde mich auch nicht als komplett straight bezeichnen. Jetzt steh ich voll auf der Kippe, weil eigentlich ist sie mir schon wichtig, aber ich finde diese Aussage überhaupt nicht okay von mir. Ich meine man muss es ja nicht unterstützen aber es tut ja niemandem weh und klar verstehe ich das sie eine andere Religion hat, aber das ist doch keine Rechtfertigung, oder? Ich hab jetzt einfach gesagt ich muss schlafen und bin offline gegangen... Was mach ich jetzt?
Soll ich es einfach ignorieren und so tun als ob ich kein Problem damit hätte? Soll ich es ansprechen? (Dann bricht sie wahrscheinlich eh Kontakt ab) Oder soll ich sie einfach direkt blockieren? Sie ist mir eigentlich schon wichtig....
Ich bitte um schnelle und KEINE homophoben Antworten!!!
5 Antworten
Das mit dem gegenseitigen respektieren von konträr Meiningen ist ein heikler Punkt. Denn wenn man die homophobe Meinungen einer anderen Person nicht anerkennt, ist man dann genauso intolerant? Das ist eine philosophische Frage. Du schreibst ja, dass es hier nicht um physische Gewalt geht.
Wie du dich entscheiden solltest, kannst letztendlich nur du selbst: Einerseits hast du physischen Freunde, die zT. Der LTGB-Gemeinde angehören. Andererseits gibt es die Internetfreundin, an der dir offensichtlich einiges liegt, die aber deine sexuelle Einstellung offenbar nicht teilt.
Es gibt mMn 3 generelle Möglichkeiten:
- Du stehst zu deinen LTGB-Freunde, brichst den Kontakt zu deiner Internetfreundin ab.
- Du brichst mit deinen physisch anwesenden Freunden und schließt dich der Meinung deiner Internetfreundin an.
- Du findest einen Weg mit deiner Internetfreundin zu schreiben, ohne über das Thema zu diskutieren.
PS: Ich bin M51 und ich bin gay!
Ja, so habe ich es auch verstanden. Deshalb habe ich dir ja 3 Möglichkeiten aufgezählt, die aus meiner Sicht theoretisch möglich sind: du entscheidest dich für eine Seite (pro oder contra Homosexualität, wobei mir deine Einstellung ziemlich klar ist! 😉 / oder als dritte Möglichkeit, dass du dieses Thema bei deiner Konversation mit der Internetfreundin ausklammern kannst, da du sich ansonsten mit ihr ja gut unterhalten kannst) Meine "'philosophische" Diskussion mit User Fgnklk war eher eine generelle Diskussion über Homophobie und weniger speziell auf deine Situation bezogen. Mir ist schon klar geworden, dass du dich für die LTGB-Seite entschieden kannst. 👍
Denn wenn man die homophobe Meinungen einer anderen Person nicht anerkennt, ist man dann genauso intolerant? Das ist eine philosophische Frage.
Die ja sehr rational, gut begründet und logisch von Philosophen wie Karl Popper beantwortet wurde. Auch bekannt als Toleranz-Paradoxon aus seinem Werk "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde".
Wenn du intoleranz tolerierst, schafft die tolerierte Intoleranz die tolerante - und damit offene Gesellschaft ab.
Toleranz ist natürlich ein Spektrum - und keine 0-1 Frage - in diesem Beispiel ist die Intoleranz aber klar der Feind jeder offenen Gesellschaft.
Natürlich. Da hast du nicht ganz unrecht. Aber auch das, kann man einfach philosophisch beantworten - wenn du Intoleranz zulässt, schafft diese Intoleranz die toleranten Werte irgendwann ab. Das verstehen auch Jugendliche. Wollen wir mal nicht so tun, als wären Jugendliche irgendwie unfähig dazu.
Verstehe mich nicht falsch - deine Kritik an meiner ersten sehr verklausilierten Formulierung war völlig berechtigt in dem Kontext.
An sich ist das zentrale Problem, dass sie aufgrund eines Glaubens eine andere Überzeugung hat, als du.
Das ist kein Problem. Ich habe einen Freund, welcher die AfD unterstützt und wir haben deshalb natürlich einen Knackpunkt, jedoch können wir dennoch gut miteinander reden und entspannt zocken. Nur weil man unterschiedliche Ansichten in einem Teil hat, sollte man nicht vergessen, dass jeder eine Meinung hat und das diese nicht immer gleich sein müssen, damit man sich versteht. Solange eine Person seine Meinung nicht aufdrängt, sehe ich keinen Grund eine Freundschaft deshalb zu beenden.
Ne sorry, mit Leuten die die AfD wählen könnte ich persönlich also Frau nicht befreundet sein. (Aber jedem das seine nh) Im echten Leben hätte ich mit ihr auch direkt Kontakt abgebrochen aber da es nur ein Spiel ist geht es mich ja nicht direkt etwas an und ich sehe sie ja im echten Leben eh nie...
Naja, du musst bedenken, dass jeder Mensch einen Grund für seine Ansichten hat. Im Falle meines Freundes ist es, weil sein Elternhaus ihm das mitgegeben hat. Man sollte sich nicht an den negativen Dingen aufhängen und man kann darüber auch diskutieren um vielleicht den anderen zu überzeugen. AfD war ein schlechtes Beispiel. Religiöse Überzeugungen sind zwar häufig lediglich eine Ausrede, aber gerade für jüngere ist dies tatsächlich Teil des Glaubens und nicht nur eine Ausrede. Es ist eine Überzeugung.
Ja, finde das bei Religion auch immer total schwierig, ich will ja auch ihre Religion respektieren und hab immer Angst das es blöd rüberkommt wenn ich an ihrer Aussage Zweifel weil ich ja nicht wirklich viel über ihre Religion weiß und somit darüber eigentlich nicht urteilen sollte. Finde sowas ist einfach ein total schwieriges thema vor allem da wir beide erst 17/18 sind und somit beide noch nicht genug gefestigt im Leben. Danke für die Antwort
sprich es an. sie kann dann entscheiden was sie macht. homophobie ist falsch, und deine queeren freunde werden dir das danken. vor allem kostet es auch ne menge kraft, sich sowas anzuhören
Ich bin halt echt zwiegespalten, weil eigentlich finde ich Homophobie ABSOLUT GAR nicht okay, also das geht für mich gar nicht im echten Leben (man muss es nicht unterstützen aber es zu akzeptieren sollte meiner Meinung nach total normal sein!) , aber es ist halt nur ein Spiel und ob sie ihre Meinung wirklich ändern wird weiß ich nicht... Also bringt es dann wahrscheinlich gar nichts. Und wie gesagt ist sie für mich schon eine gute Freundin und im echten Leben werde ich sie eh nie sehen.... Ich weiß das es richtig wäre mit ihr darüber zu sprechen, aber das ist ziemlich schwer für mich.
du kannst ja einfach mal schauen wie es sich entwickelt, du musst das ja nicht gleich entscheiden. die möglichkeit es anzusprechen läuft ja nicht weg
Ja, mir fällt es leider immer total schwer bei sowas Grenzen zu ziehen, da ich ein totaler people Pleaser bin :') aber danke für die Antwort, ich warte jetzt einfach Mal ab...
kein ding, mir ist das auch jahrelang sehr schwer gefallen - man muss sich da erst hin entwickeln
Religiöse Verblendung kann ein Riesenproblem für eine Beziehung bedeuten. Vor allem dann, wenn eine*r der beiden ein offeneres Verständnis hat von Religion oder garnicht religiös ist. Jede*r hat im Privaten seinen oder ihren eigenen Glauben. Da sollte es völlig egal sein, welche Art der Sexualität die Menschen praktizieren. Jeder Mensch für sich ist wertvoll. Leider versuchen Religionen gern Menschen zu instrumentalisieren, indem sie ihnen Dinge versuchen vorzuschreiben. Wenn man auf religiös verblendete Menschen stößt, kann man sie entweder weder zum nachdenken bringen oder sich fern halten.
Leichter gesagt als getan leider, ich glaub das kommt auch drauf an wo die Personen herkommen, da wo sie wohnt ist das wahrscheinlich völlig normal. Danke für die Antwort, ich werde Mal sehen was ich mache.
Alles Gute für euch. Wenn es dich interessiert: Frag sie doch, warum sie religiös ist und woher ihre religiöse Auffassung kommt? Oft kommt das schon von den Eltern ...
Nehme an das kommt vom gesamten Umfeld. Danke dir :)
Religion ist nie eine gerechtfertigung für Gewalt. Das sind dann solche Situationen wo ich absichtlich provozieren würde.
Ja verstehe ich schon, wäre für mich im echten Leben auch nicht in Ordnung, aber ich möchte halt auch nichts gegen ihre Religion sagen und es ist ja immerhin nur ein Spiel und im echten Leben werde ich ihr eh nie begegnen. Finde das echt schwierig in der Situation. Sie ist kein böser Mensch ich glaube nicht das es sich bösem Willen ist, ihr wurde es wahrscheinlich einfach so beigebracht...
Bloß weil einem etwas beigebracht wurde muss es auch nicht verteidigt werden.
Würde da auch Nicht von gegen Religion sprechen sonder für positiv umgang mit Mitmenschen.
Und so groß ist der Unterschied bei Menschen zwischen on und offline nie.
Ja ich weiß, aber ich glaube trotzdem nicht das sie es aus bösen Willen sagt. Ich muss Mal gucken wie ich mit der Situation umgehen, einfach Mal eine Nacht drüber schlafen
Möchte hier kurz klar stellen das ich Homophobie im echten Leben nicht toleriere. Leute nicht zu tolerieren aufgrund von ihrer Sexualität finde ich unverständlich, also ihrer Meinung anschließend werde ich mich ganz sicher nicht. Ich warte einfach Mal ab wie sich das so entwickelt, ich werde sie im echten Leben ja nicht treffen müssen.