Gut ausgebildetes Pferd läuft plötzlich nicht mehr?

12 Antworten

mal daran gedacht, dass ein "gut ausgebildetes pferd" auch chronisch unterfordert sein kann?

wenn sie wirklich gesund ist, brauchst du einen trainier, der euch beide weiter fördert und fordert.

solltest du deine leistungsgrenze bereits erreicht haben, aber das pferd hat seine noch nicht erreicht, bleibt bei einem hochgezüchteten sportpferd häufig die trennung als beste lösung. und zwar zu einem reiter, der weiter ausbilden und fördern und dem pferd gerecht werden kann.

eine solche entscheidung ist äusserst schwierig. im sinne des pferdes aber manchmal das beste.

und eigentlich sollte dein trainer den blick dafür haben, was da im argen liegt. die internetcommunity steht jedenfalls nicht neben dir auf dem platz, wenn du reitest oder longierst. im zweifelsfall musst du den trainer wechseln.

für dich in jedem fall empfehlenswert wäre ein longenkurs nach babette teschen und vielleicht ein kurs bei peter pfister, um zu lernen, die bedürfnisse deines pferdes zu erkennen. 

Peter Pfister war doch der Typ, der das Pferd auf dem Gewissen hatte, oder??? Eine Horsemanshiptrainer wäre das letzte, was ich an so ein Pferd lassen würde.

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@Dahika

Man kann nicht alle Horsemanship-Trainer über einen Kamm scheren, genauso wenig kann man Horsemanship an sich über einen Kamm scheren. Horsemanship ist so vielfältig - im Prinzip geht es einfach darum eine Sprache mit dem Pferd zu entwickeln. Die Frage ist dann nur wie und da gibt es gute Methoden und weniger gute Methoden, insgesamt hängt das von Pferd und Mensch ab.

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Klingt nach sauer geritten - wenn denn gesundheitlich alles ok ist u. sie keine Schmerzen hat. Was heißt sehr hoch ausgebildet? M/S? Gerade diese Pferde, welche wirklich arbeiten müssen, brauchen ganz dringend auch einen Ausgleich. Genug Paddock/Weide mit genug sozialen Kontakten zu Artgenossen: bei 8h Koppel/Tag u. durchschnittlich noch 2 h Menschenkontakt bleiben immer noch 14h Box..., Abwechslung im Training, entspannte Ausritte, einfach auch mal eine Pause!

In der jetzigen Situation entweder einfach nur locker Ausreiten, Spazieren, oder einfach mal wegstellen. Das Pferd zu zwingen macht es letztendlich nur schlimmer! Kein Reiter kommt auf einem Pferd weiter, welches partout nicht will u. die Mitarbeit verweigert.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Lasse da doch noch mal einen anderen Tierarzt oder einen Tierarzt mit spezieller Ausbildung ("Physiotherapie" oder so) drüberschauen. Manchmal findet der erste Tierarzt die Ursache nicht. Wenn es geht, lasse dich mal von jemandem filmen, wenn du longierst, bis das Problem aufgenommen wurde und zeige das denn einem oder verschiedenen Tierärzten. Manchmal hilft das. Der Tierarzt könnte z.B. erkennen, wann das Pferd "bockt", bei welcher Bewegung, was vorher vielleicht anstrengend war oder falsch angespannt (Muskel) wurde etc.

Habe leider schon Spezialisten jeglicher Art raufschauen lassen. Aber das mit dem aufnehmen ist eine gute Idee, danke!

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Hallo,

Tierarzt war schon da hast du gesagt. Auch ein Zahnfachtierarzt? Osteo? Sattler? Was sagt dein Reitlehrer?

Es wird ansonsten schwierig das aus der Ferne zu beurteilen, dazu müssten wir es einmal in einem Video sehen - wie du reitest und wie sie "bockt", um näher beurteilen zu können. Wenn du kein Video zeigen möchtest, dann solltest du dir einen guten Horsemanship-Trainer suchen, der dich und dein Pferd mal individuell betrachtet. Reitlehrer haben dafür oft leider kein richtiges Auge.

Vorerst würde ich sie nicht mehr reiten, sondern vom Boden aus arbeiten. Dein Pferd macht das schließlich nicht umsonst und wenn du dich da "durchsetzt", wie es ja so schön empfohlen wird, dann kannst du sie wirklich sauer reiten und letztlich ist das dann ein Vertrauensbruch.

Mit freundlichen Grüßen

Vany

Was hat der TA denn alles abgecheckt? Wurde mal ein Blutbild gemacht? Auf Zysten oder Tumore untersucht? Vielleicht auch nochmal eine Zweitmeinung einholen und sich nur nur auf einen TA verlassen.

Wenn das alles abgeklärt ist hört sich das für mich wirklich nach sauer geritten an. Wie lange hast du sie denn schon? War das Problem von Anfang an schon da oder kam es von jetzt auf gleich?

Falls sich tierärztlich wirklich gar nichts rausstellt würde ich persönlich das Pferdchen einfach für ein halbes Jahr in einen Offenstall packen und in Ruhe lassen. Ist für dich als Reiter vielleicht erstmal doof aber vielleicht brauchts das wirklich mal. Und dann ganz in Ruhe von vorne beginnen.

Habe es auch schon mehrfach erlebt, dass Pferde, die plötzlich widersetzlich wurden, eine Weile weitergetrieben wurden - und nach mehreren Wochen war dann plötzlich der Sehenschaden erkennbar, den der Tierarzt im Anfangsstadium noch nicht erkennen, das Pferd aber schon spüren konnte.

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@Urlewas

Auch möglich.

Hatte ähnliche Verhaltensänderungen auch schon mal bei einer Stute bei der dann später eine Eierstockzyste diagnostiziert wurde. Die hat auch von jetzt auf gleich wie einen Schalter umgelegt und auf einmal getreten, geschlagen usw. Nach der OP war der Spuk dann wieder vorbei.

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