Gut ausgebildetes Pferd läuft plötzlich nicht mehr?

12 Antworten

Was hat der TA denn alles abgecheckt? Wurde mal ein Blutbild gemacht? Auf Zysten oder Tumore untersucht? Vielleicht auch nochmal eine Zweitmeinung einholen und sich nur nur auf einen TA verlassen.

Wenn das alles abgeklärt ist hört sich das für mich wirklich nach sauer geritten an. Wie lange hast du sie denn schon? War das Problem von Anfang an schon da oder kam es von jetzt auf gleich?

Falls sich tierärztlich wirklich gar nichts rausstellt würde ich persönlich das Pferdchen einfach für ein halbes Jahr in einen Offenstall packen und in Ruhe lassen. Ist für dich als Reiter vielleicht erstmal doof aber vielleicht brauchts das wirklich mal. Und dann ganz in Ruhe von vorne beginnen.

Habe es auch schon mehrfach erlebt, dass Pferde, die plötzlich widersetzlich wurden, eine Weile weitergetrieben wurden - und nach mehreren Wochen war dann plötzlich der Sehenschaden erkennbar, den der Tierarzt im Anfangsstadium noch nicht erkennen, das Pferd aber schon spüren konnte.

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@Urlewas

Auch möglich.

Hatte ähnliche Verhaltensänderungen auch schon mal bei einer Stute bei der dann später eine Eierstockzyste diagnostiziert wurde. Die hat auch von jetzt auf gleich wie einen Schalter umgelegt und auf einmal getreten, geschlagen usw. Nach der OP war der Spuk dann wieder vorbei.

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Klingt nach sauer geritten - wenn denn gesundheitlich alles ok ist u. sie keine Schmerzen hat. Was heißt sehr hoch ausgebildet? M/S? Gerade diese Pferde, welche wirklich arbeiten müssen, brauchen ganz dringend auch einen Ausgleich. Genug Paddock/Weide mit genug sozialen Kontakten zu Artgenossen: bei 8h Koppel/Tag u. durchschnittlich noch 2 h Menschenkontakt bleiben immer noch 14h Box..., Abwechslung im Training, entspannte Ausritte, einfach auch mal eine Pause!

In der jetzigen Situation entweder einfach nur locker Ausreiten, Spazieren, oder einfach mal wegstellen. Das Pferd zu zwingen macht es letztendlich nur schlimmer! Kein Reiter kommt auf einem Pferd weiter, welches partout nicht will u. die Mitarbeit verweigert.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

wenn alles abgeklärt ist, dann ist das Pferd vermutlich sauer geritten. ich weiß ja nicht wie du reitest oder die Bereiterin.... Ich denke da an Satchmo von Werth, der auch sauer geritten war. Und nicht mehr mitmachte.

Was man dagegen tun kann? Keine Ahnung. Erst mal auf jegliches Leistungsreiten verzichten. Ob es hilft? Keine Ahnung.

Meine RL ist ein wenig spezialisiert auf diese Pferde. Sie hat auch selbst ein sauer gerittenes Pferd. Ein tolles, eigentlich teures Pferd mit einer berühmten Leistungsabstammung. Aber nahezu unreitbar. Sie hat ihn dann ,weil er unverkäuflich war für sehr kleines Geld bekommen. DAs war vor 5 Jahren. Sie kann ihn wieder reiten, auch hochklassig. Neulich hat er erst eine M Dressur mit einer 9 vor dem Komma gewonnen. Aber sie kann halt niemals voraussagen, ob sie, wenn sie zu einem Turnier startet, ihn auch reiten kann. Wenn er nicht gut drauf ist, gewinnt der nicht mal eine E-Dressur. Ganz oft fährt sie gar nicht erst hin, obwohl er genannt ist, weil sie einfach weiß; das bringt nichts.
Er muss so empfindlich sein, dass praktisch schon ein kleiner Behandlungsfehler am Pferd ihn für Wochen dicht machen lässt. Dann geht gar nichts mehr. Sie hat mir STories aus ihrer Anfangszeit mit ihm erzählt, da schlackern einem die Ohren. Sie hat unter ihren Kundenpferden noch zwei oder drei dieser Exemplare.
Ich habe sie mal gefragt, was denn mit ihrem Pferd geschehen sei, dass er so ist wie er ist. Auf der Weide macht er immer auf mich eine freundlichen Eindruck. Sie sagte nur achselzuckend: "Man hat versucht, einen zweiten Totilas aus ihm zu machen."

Ich möchte nicht wissen, wieviele unbekannte, aber hochtalentierte Pferde auf die Art ruiniert wurden/werden. Totilas, Bella Rose und wie sie alle heißen sind die harten Pferde, die viel aushalten. Die anderen gehen halt kaputt, so wie das Pferd meiner RL.

Sie ist eine grandiose Reiterin, bei der es keine Rollkur etc. gibt. Sie ist berühmt und berüchtigt für ihre feine Hand. Aber auch sie bekommt das Pferd nicht 100% wieder hin.

Was hat sie gemacht am Anfang: Weidegang, viel gemütliches Ausreiten ohne jeden Ehrgeiz, ganz langsam wieder mit Dressuraufbau wieder angefangen. Aber sein Vertrauen in den Menschen ist trotzdem sehr störanfällig. Wie gesagt, ein falsches Wort, eine zu harte Zügelhilfe und er ist wieder für Wochen "kaputt." Und wenn ich viele ihrer Kollegen sehe - manche (gerade die!) mit goldenem RA darunter - weiß ich auch, wie das kommt. Die sind einfach gnadenlos hart und gewalttätig. So wie sehr viele Olympiareiter halt auch. Wir haben in unserer GEgend eine sehr erfolgreichen Bereiter. Er hat den Ruf, dass er aus jedem Pferd, das ihn aushält (!) einen Seriensieger machen kann. DAs Pferd, das ihn nicht aushält, geht kaputt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich würde Schmerzen vermuten. Oder eben Überforderung. Kommt das Pferd regelmäßig auf die Weide ? Hat es ausreichend Kontakt zu Artgenossen ?

Auch ein Pferd ist keine Maschine und will immer so "laufen" wie der Mensch das will.

Als erstes würde ich wirklich nochmal einen Versuch evtl. mit einem Osteopathen und/oder Physiotherapeuthen machen. Dann einen Sattler holen der das Sattelzeug überprüft. Vielleicht paßt da etwas nicht etc. Auf jeden Fall würde ich es nicht als "Macke" abtun.

Ich bin momentan auch gar nicht dabei, an Lektionen zu arbeiten, sondern nur vorwärts laufen.. Sie ist täglich ca. 8 Stunden draußen mit ihrer Herde und hat auch in der Box die Möglichkeit Kontakt zu anderen Pferden aufzunehmen.. hatte schon jegliche Spezialisten, osteopathen da, doch sie sagten alles wäre bestens. Auch der Sattler war da und war der Meinung, die Ausrüstung passe perfekt.

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@Escana22

Hmm - dann wird es schwierig. Vielleicht wirklich mal eine Pause machen ? Gehst Du auch ins Gelände ? Vielleicht braucht das Pferd etwas "Abwechslung" ? Passiert das überall oder nur z.B. in der Halle / Reitplatz ? Hat es evtl. mit dem Ort etwas zu tun ? Ist etwas vorgefallen ? Bist Du die einzige die das Pferd reitet ? Man muß da wohl "in alle Richtungen" denken ?

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@Escana22

Sind immer noch mit Reiten gut 10 Stunden, in der sich ein lauffreudiges Tier nicht bewegen kann...

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@Escana22

Lausige 8 Stunden draußen ist aber auch enorm wenig für das Lauftier Pferd. Es müssten mindestens 16 Stunden sein.

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Meine Erfahrung ist das es fast immer am Menschen liegt, wenn die solche Sachen machen und das so plötzlich.

Ich habe viele Korrekturpferde in meinem Leben gesehen und fast alle waren wegen dem Menschen so.

Da gehört der Mensch in die Untersuchung (Schulung) nicht der Gaul.

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@friesennarr

Ergänzend empfehle ich

URLAUB,

einen horsemenshipkurs ,

Vertrauenstraining

Und TTOUCH

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@Heklamari

TTOUCH ja, immer. Aber beleidige Linda nicht TTOUCH ist kein Horsemanship. GErade das ist für über die Uhr gerittene Pferde Gift. Meiner Meinung nach.

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@Dahika

Gutes Horsemanship ist doch eigentlich ganz lapidar korrekter Umgang mit dem Pferd. Dass so viele Möchtegerngurus was anderes unter dem Begriff verkaufen, dafür kann jetzt der Begriff nicht so viel. Es verkaufen ja auch Leute was unter Dressur, was wir alle uns jetzt nicht so unbedingt drunter vorstellen wollen.

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Das Pferd HAT ein gesundheitliches Problem - auch wenn die Fachleute nix finden.

Geht uns Menschen doch genauso. Wenn die Mediziner nichts finden, wird man als faul, Hypochonder, oder sonst wie „psychosomatisch“ hingestellt. Auch Menschen haben oft einen jahrelangen Leidensweg hinter sich, bis zufällig, oder durch neue Erkenntnisse der Medizin, oder aber nach drastischer Verschlimmerung endlich jemand merkt: „aha, da ist ja was...“

Also, wenn das Pferd sich derartig zeigt, würde ich nicht mit dem Pferd diskutieren, bis es weiter geht, sondern es so lange schonen. Ein Pferd, das sonst Spaß an der Arbeit hat, wird nach Abklingen des Anfalls von sich aus wieder motiviert dabei sein.

Bist du sicher das diese Aussage korrekt ist? Das es auf jeden Fall am Pferd liegt? In meiner langen Laufbahn mit Pferden war bei allen Pferden (Außnahmslos allen) die Diagnose: Mensch machts falsch.

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@friesennarr

Das ist gewiß häufig der Fall. Aber der Text las sich für mich wie von einem langjährig eingespielten Team (könnte mich natürlich täuschen), da sind dann schon auch andere Ursachen in Betracht zu ziehen. Siehe die Kommentare zur Antwort von Peppys Girl.

Jeder geht halt von seinen eigenen Erfahrungen aus.

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@Urlewas

Für mich nicht, für mich hört sich das an, als hätte sich da jemand letztes Jahr ein gut ausgebildetes Pferd gekauft - ein Jahr geritten (vermutlich falsch) und jetzt ist der Topf am Überlaufen. So hört sich das für mich an.

Ein seit Jahren gut eingespieltes Team bekommt solche Probleme nicht bzw. kennt der Besitzer sein Pferd mittlerweile so gut, das der hier nicht fragen müsste.

Ich kenne mein Pferd seit der Planung welcher Hengst zu meiner Stute passt und die sind bei mir geboren, ich seh jede Veränderung sofort und seh auch sofort woran das liegt.

Und wenn die Besitzerin dieses Pferd gut ausgebildet hat (wäre bei langjähriger Bekanntschaft, bei einem 10 jährigen Pferd ja so) dann könnte sie auch zurückgehen zum Punkt wo noch alles funktioniert hat und neu ansetzen. Auch danach hört es sich nicht an.

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