Mein Pferd bleibt bei Reiten plötzlich stehen und läuft kein Schritt mehr?

4 Antworten

Such dir einen kompetenten Reitlehrer vor Ort. Willst du wirklich, ohne die tatsächliche Ursache zu kennen, dein Pferd zum "Versuchskaninchen" für die vielen Ursache, die dieses Verhalten begründen können, machen ?

Man redet immer so viel von "Vertrauensverhältnis" zwischen Pferd und Reiter, empfiehlt Bodenarbeit als vertrauensbildende Maßnahme etc. aber wenn dann ein Problem auftritt, würde man einfach mal so ins Blaue hinein unwillkürlich irgendwelche Tipps ausprobieren, die mit Sicherheit an der Tatsächlichen Ursache vorbeigehen und dem Pferd in meinen Augen nur letztlich eine gewisse Hilflosigkeit und Planlosigkeit vermitteln, sodass man sich am Ende nicht wundern braucht, dass von "Vertrauen" in den Menschen jegliche Spur fehlt.

Mit Pferden zu arbeiten, heißt, dem Pferd "Sicherheit" und Vertrauen in die Fähigkeit des Menschen zu geben, dass dieser dem Pferd einen Rahmen steckt, in dem es sich "bewegen" darf. Planloses herumprobieren an auftretenden Problemen "zerstört" diesen Rahmen, weil das Pferd ja sehr schnell merkt, ob der Mensch es versteht und wie konsequent er den Rahmen aufrechtzuerhalten vermag, in dem sich das Pferd bewegen darf.

Um diesen Rahmen beibehalten zu können, ist es wichtig, zu wissen, was man tut, was man tun kann und was man quasi vom Pferd verlangen kann... D. h. bleibt mein Pferd stehen, "zwinge" ich es nur dann zum Weitergehen, wenn ich ausschließen kann, dass das Pferd Schmerzen hat bzw. Schmerzen durch unzureichende nicht passende Ausrüstung. Kann ich dies Ausschließen, verlange ich von meinem Pferd durchaus sehr nachhaltig, dass es weitergeht, wenn ich sage, dass wir jetzt weitergehen. In der Regel muss ich dazu keine Gewalt etc. einsetzen, sondern nur eben meinen starken und festen Willen, dass wir jetzt weitergehen. Ansonsten merkt das Pferd diese Planlosigkeit bzw. Unsicherheit des Menschen und tut weiter, was es tut. Einfach, weil es es kann.

D. h., der Mensch im Sattel muss entscheiden können, aus welchen Gründen bleibt das Pferd jetzt stehen: Fehlt ihm etwas, oder probiert es einfach mal aus, welche Möglichkeiten es hat. Im zweiten Fall "nehme" ich ihm die Möglichkeit, im ersten Fall korrigiere ich erst Schmerz/Ausrüstung. Oft reicht dies dann schon zur Behebung des Problems.

Aber alle Probleme löse ich mit jemanden vor Ort und nicht via "Ferntipps", die nur lustiges Raten möglicher Ursachen sind und - zumindest bei mir - dazu führen würden, dass immer noch ein kleiner Rest Zweifel bestehen bliebe, ob dieser Lösungsvorschlag denn tatsächlich der rechte Weg sein kann. Und damit fehlt es - oft auch ganz unbewusst - am festen Willen, das Pferd dazu zu bringen, das zu tun, was ich von ihm möchte. Pferde merken Unsicherheit sehr schnell. Und die meisten Pferde werden diese Unsicherheit auch ausnutzen. Oft vergrößert man damit das Problem noch mehr.

Woher ich das weiß:Recherche

Ok vielen Dank für deine Antwort;) wir nehmen nach unserem Stallwechsel in wenigen Wochen auf jeden Fall wieder Reutunterticht😌 Schmerzen kann ich sehr sehr wahrscheinlich ausschließen da mein tierarzt letztens da war und gesagt hat keine Probleme oder weiteres (hat sich das ganze Pferd genau angeschaut). Es hat ja auch "erst" vor einer Woche angefangen

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@Josiundbelle

Ein Tierarzt kann aber oftmals / kaum die Passform des Sattels beurteilen. Wenn er nicht zufälligerweise eine Zusatzausbildung als manueller Therapeut hat, kann er z. B. auch Blockaden/Verspannungen im Skelett des Pferdes nicht erkennen bzw. eine entsprechende Untersuchung wird nicht durchgeführt bzw. ich würde da auch nicht jedem trauen. Reitunterricht ist auf alle Fälle eine gute Idee.

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Meine RB hat das am Anfang auch immer gemacht. Ich weiß,das ist super nervig und einfach nur niederschmetternd, wenn das Pferd sich zu keinem Schritt ermuntern lässt und allenfalls noch rückwärts geht. Ich hatte bei meiner RB (die keine Papiere hat) den Gedanken, dass er vielleicht nicht eingeritten ist, aber das wird bei dir wahrscheinlich nicht der Fall sein. Ich hab es dann so gemacvt: ich bin abgestiegen und hab ihn geführt und erst mal Bodenarbeit gemacht. Und dann wieder versucht zu reiten und immer weiter getrieben und auch mal die Geräte eingesetzt. Wenn er auch nur das kleinste Anzeichen eines Schrittes gemacht hat gab es ein Leckerli. Du kannst auch versuchen, öfter ins Gelände zu gehen, vielleicht findet er den Platz wirklich zu langweilig. Gestalte die Reitstunde nicht zu langweilig, Bau viele Handwechsel, Hufschlagfiguren usw ein. Hoffe ich könnte dir helfen LG lenily

Vielen Dank für deine Antwort.

Also Gelände findet er super das machen wir momentan leider nur 1 mal pro Woche wegen der Dunkelheit und so aber das us bestimmt noch spannender und sorgt für Abwechslung😊😊.

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Das Übliche..: Sind Schmerzen ausgeschlossen? Wann waren Zahnarzt, manueller Therapeut, Hufmensch und Sattler zuletzt da?

Was sagt dein Trainer? Macht das Pferd das nur bei dir? In bestimmten Situationen (am Anfang, am Ende, in der Mitte deiner Einheit; im Gelände auch...)?

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Privat + Beruflich seit ü. 15 Jahren m. Pferden zu tun

Vielen Dank für deine antwort;)

Zahnarzt wat letzte Woche da Hufschmied vor 3 Wochen.

Einen Trainer habe ich momentan leider nich:( aber in ein paar Wochen wieder

Er macht es so nach ca. 15 min ca. In der Mitte der Einheit;)

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@Josiundbelle

Und der Sattler? Wann war der da?

Macht er das nur bei dir?

Macht er es auch im Gelände?

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@Lynanea

Nein im Gelände nicht. Und wer anders außer mir reitet ihm nich. Sattler war vor längerer Zeit da und da hat alles gepasst.

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@Josiundbelle

Dann geh doch erstmal wieder mehr ins Gelände.

Eventuell liegt es aber auch an dir.

Wann ist 'vor längerer Zeit'? Vielleicht gibt's auch da Probleme.

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Schau mal, ob der Sattel und Trense noch richtig passen. Wenn diese nicht mehr richtig sitzen kann es sehr unangenehm für das Pferd werden.

Ok ich werde mal schaun😊

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