Was hat der Tierarzt denn da für einen Krater geschnitten? Eine Abszessöffnung, fachmännisch gemacht, ist oft nur ein ganz hauchfeiner Kanal, geht ja nur drum, dass die eingestaute Flüssigkeit raus kann. Und 4 Wochen und länger fühlig, geht ja mal gar nicht ... immer dasselbe, wenn es Tierärzte machen. Die haben oft auch stumpfe Messer, weil sie sie so selten benötigen. Ein scharfer Löffel gehört in aller Regel nicht zu deren Ausstattung.

Wenn man da nun nochmal den Tierarzt ran lässt, ist die Frage, was da noch alles passiert, da überlege ich schon, ob das sinnvoll ist, den noch weiter im Boot zu behalten. Sollte sich was entzünden, wäre da größte Eile geboten, wenn wirklich das Hufbein zu sehen ist. Verletzungen, die auf den Knochen durch gehen, sind lebensgefährlich.

Ich bin einfach mal wieder mal heilfroh, dass ich meine Huforthopädin habe, die so aufmacht, dass ich das gar nicht finde, wenn ich nicht dabei bin (dank ihr haben wir so gut wie nie sowas) und dann führt man das Pferd auf der Straße spazieren. Das denkt wegen des Drucks erst mal, nicht auftreten zu können und nach wenigen Metern tritt es doch auf, weil ihm auf drei Beinen gehen zu anstrengend ist. Ab dann pumpt das den Dreck raus und alles ist wieder gut und vergessen. Schuhe sind da kontraproduktiv, Watte würde man in ein Loch, das man nicht mal sehen kann, wenn man nicht weiß, wo man sucht, auch nicht rein bekommen und das wäre da auch Unsinn, denn es soll der Hufmechanismus ja alles raus pumpen.

Wie Du jetzt die Zeit, bis der Krater zu ist, am besten überbrückst, ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Ich beobachte nur, dass es bei denen mit Krateröffnungen von Tierärzten immer eine riesen Geschichte ist, bei denen, die korrekt geöffnet werden, eine Sache von 15 min ab Eintreffen des Hufbearbeiters.

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Box oder Offenstall- hin und hergerissen?

Hallo zusammen,

ich bin momentan am Überlegen mein Pferd aus dem Offenstall rauszuholen und sie in eine Paddockbox zu stellen. Allerdings bin ich mir sehr unsicher... mein Pferd steht seid 4 Jahren im Offenstall und eigentlich war ich immer der Meinung, das ist genau ihr Ding. Allerdings ist sie sehr dominant und muss immer alles unter Kontrolle haben, was für sie natürlich auch immer Stress bedeutet. Sie hat immer schon Probleme gehabt mit der Eingliederung neuer Pferde ist richtig aggressiv auf diese losgegangen... jetzt sind mal wieder 2 neue dazu gekommen und dem einen hat sie sehr schlimm in den Rücken gebissen. Allerdings hasst sie auch jegliches Alleinsein, da fängt sie an nervös auf und ab zu rennen. Wenn sie in dem jetztigen Stall bleibt hätte sie eine Paddockbox mit 3,54m und ein doppelt so großes Paddock neben einer Stute, die sie kennt. Die Pferde bekommen auch in der Box 24h Heu. Nachteil ist definitiv, dass sie nicht mehr so viel rauskommt. Ich könnte sie unter der Woche täglich eine halbe Stunde in die Führanlage geben und danach nochmal 2-3 Stunden auf ein Paddock. An 5 Tagen in der Woche könnte ich mich nachmittags auch noch um sie kümmern. Vorteil wäre definitiv, dass sie dann hinten Eisen drauf bekommen könnte und ihre Hufe mal wieder nachwachsen können. Es wäre sicher auch nicht für ewig, wahrscheinlich nur für 4-5 Monate bis ich einen besseren Stall gefunden habe. Ich denke eigentlich wäre eine Paddockbox die optimale Lösung, wenn sie zusätzlich täglich 5-7 Stunden auf eine Koppel könnte, dann hätte sie genug Ruhe und gleichzeitig Auslauf, das ist nur leider bei uns nicht möglich...

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Ich gebe zu Bedenken, dass Boxenhaltung grade für so ein Pferd auch absolut kritisch ist, Stress-Magengeschwüre alles andere als ausgeschlossen, sogar höchstwahrscheinlich: Sie wird weiterhin andere weg schicken wollen. Nur gehen die dann halt maximal bis zu ihrer Wand. Geht ja nicht weiter. Das bringt die rangniederen Pferde in den Stress, nicht weichen zu können und das ranghohe Pferd in den Stress, dass es doch schon alles versucht, aber das andere Pferde trotzdem nicht weicht.

Meist sind solche Probleme in Offenställen "bauartbedingt" - die Wege nicht so gegliedert, dass die Pferde das regeln können, oder, oder, oder ... Es ist so vieles zu beachten, wenn man wirklich gut bauen will. Auf die Baulichkeiten hast Du wohl keinen Einfluss.

Was die Hufe angeht, würde ich mal einen guten Hufbearbeiter zurate ziehen, denn ein gut bearbeiteter Huf braucht schon richtig, richtig viel Abrieb, damit das zu viel ist: 24 Stunden Aktivstall mit befestigten Böden und bis 10 Stunden Ausreiten oder Fahren auf Asphalt und Schotter reichen dafür nicht. Ich weiß ja nicht, was für Abriebbelastungen Ihr habt, aber wenn Du von zu viel Abrieb bei einem normalen Pferd sprichst, ist das meist ein ungutes Zeichen für die Kompetenz Deines Hufbearbeiters. Der Huf ist ja im Prinzip so beschaffen, dass nachwächst, was abgerieben wird. Wenn meine Huforthopädin von Beschlag auf Barhuf umstellt, schickt sie Pferdebesitzer spazieren und reiten auf Asphalt, so viel sie leisten können, damit das Wachstum mal ordentlich angeregt wird, denn das braucht sie um die Hufe korrigieren zu können. Es gibt nur einen Fall, wo sie das nicht empfiehlt: Wenn die Hufe so unglücklich stehen, dass das Wachstum erheblich gehemmt ist, weil die Lederhäute unter Druck stehen. Dann nämlich produzieren die nicht wirklich genug Horn - und einen Teil davon kann sie beheben, bei etwa jedem 50. Pferd, das sie umstellt, fehlt es allerdings so weit, dass 2 bis 3 Bearbeitungen nötig werden, bis sie zu abriebintensiver Arbeit rät.

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Mein Pferd tritt und greift die anderen Pferde an. was kann ich tun?

Mein Pferd (eine 5 j. Stute, ungf. 164 cm groß) greift täglich die anderen Pferde in der kleinherde an. Sie steht in einem offenstall zusammen mit dem Pferd meiner Mutter und und mit dem Pferd meiner Schwester ( beides wallache, der eine ein 19 j. Kaltblut und der andere ein 14 j. Haflinger die schon über 10 Jahre bei uns sind). Schon immer war der kleine Haflinger meiner Schwester der Chef in der Herde und somit der Rang höchste. Doch seit Mai diesem Jahres lädt alles anders. Denn seit dem haben wir eine (meine) Stute gekauft und dazu gestellt. Erst war alles in Ordnung und der Hafi und meine Stute haben sich nur dann etwas getreten und gebissen wenn der hafi an sie wollte. Doch mittlerweile ist es massiv schlimmer. Meine Stute attackiert richtig den Haflinger und nutzt jede Situation aus um ihn fertig zumachen... es ist auch schon so krass das der Haflinger Solbads meine Stute im Umkreis von 5 Metern Panik schiebt und nur weg will. Ich habe ihn so noch nie gesehen und das getrete ist absolut nicht mehr harmlos. Und wir alle sind ratlos🤭 jetzt ist die Frage: trennen so das die Stute alleine steht? Da die anderen beiden wie Brüder sind und sich über alles lieben. Oder alles noch so lassen? Allerdings müssen sie zusammen im Stall stehen aber meine Stute schmeißt sofort mit den Hufen. Wenn trennen muss sie alleine stehen da wir nur 3 Pferde besitzen und komplett alleine und privat stehen. Eure Hilfe wissen wir zu schätzen und ich bedanke mich jetzt schon einmal bei denen die helfen wollen🤗

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Meine Erfahrung hilft Dir vermutlich nichts, außer es lässt sich aufgrund vorhandener Möglichkeiten etwas ändern: Solche anhaltenden Probleme sehe ich nur in kleinen Pferdegruppen. Pferde bilden "Familien" im großen Herdenverband. Wenn ich ein Pferd in eine Herde mit 35 Pferden stecke, wird es sich irgendwann in der "Familie" einfinden, in der alles funktioniert. Stecke ich es in eine so kleine Gruppe, müssen die auf Gedeih und Verderb eine Familie bilden, ob sie passen oder nicht.

Interessant dabei: Sind mal unpassende Pferde in einer kniffligen Situation, z.B. alle suchen Schutz vor echtem Unwetter, haben dann plötzlich die Streitigkeiten keinen Platz mehr, man steht unter dem Dach - bis das vorbei ist und schon fliegen wieder die Fetzen. Oft aber bleibt dann nach der Situation zumindest ein Teil der Ruhe erhalten.

Ich habe es auch schon sehr oft funktionieren sehen, dass wenn die beiden, die eigentlich nicht passen, alleine in der Fremde waren, z.B. auf vielen langen Ausritten oder gar einem Wanderritt mit Übernachtung, dass das dann doch zueinander geholfen hat. Ist aber definitiv kein Patentrezept. Da zählt dann wohl "lieber mit dem Ekel, als gar kein Pferd dabei zu haben".

Und was eben die Herdengröße angeht, das wäre vielleicht dann eine Option, wenn im selben Dorf noch eine kleine Herdenhaltung ist und man irgendwie "zusammenlegen" kann. Das kann ja auch profitabel sein insofern, als man sich dann die Arbeit so aufteilen kann, dass mal die einen in Urlaub fahren können und mal die anderen oder dass man Material in größeren Mengen kauft. Nachteil ist natürlich, dass man es aufgibt, sein eigener Chef zu sein. Oder man bleibt Chef und holt sich andere als Einsteller hinzu, dann hat man halt auch den Ärger, den sowas mal mit sich bringen kann. Da versteh ich die, die aus gutem Grund alleine halten, schon auch irgendwo - auch wenn es für mich nichts wäre.

Ansonsten kann man viel über die Laufwege im Stallbereich regeln. Die Pferde müssen mal aneinander vorbei gehen können in gutem Abstand, aber sie müssen auch einfach weg gehen können. Sprich, Wege bauen, nicht Fläche ununterteilt lassen. Falls Ihr z.B. eine Heuraufe habt, mal einfach noch 5 volle Netze aufhängen, weit weg von der Raufe und weit weg voneinander und, und, und. Sodass sich die Pferde begegnen können, aber nicht müssen. Ideal ist da ein Rundweg statt hin und her, dass sie um irgendein Gebäude, z.B. einen Unterstand rum laufen können - und sich eben auch dadurch verdeckt auf der anderen Seite aufhalten können. Das schafft oft schnell Ruhe. Könnt Ihr die Weiden rund um die Uhr offen lassen, d.h. ist von Eurem Offenstall auch Weidezugang? Dass die sich halt auch so gezielt aus dem Weg gehen können, dass eins auf die Weide geht, das andere im Stall ist?

Und wenn das wirklich alles nicht hilft: Vielleicht eins der Pferde bei jemand anderem unterbringen, wo es besser in die Gruppe passt?

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Ich besitze für jedes Pferd eine Regendecke ohne jegliches Futter. Einfach nur ein Tuch, das kein Wasser durch lässt, damit ich sie auch dann im Offenstall lassen kann, wenn sie Termin für manuelle Behandlung oder Check haben, denn das ist nur gut möglich, wenn sie trocken sind (am nassen Fell rutscht die Hand des Behandlers zu sehr). Wenn es am Tag des Termins regnet, bekommen sie je nach Felldicke zwischen 30 und 150 min vor dem Termin diese Decke drauf und ansonsten nicht.

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Wenn der Besitzer vor hat, per Scheren die Probleme seines Pferdes zu vergrößern, soll er Dir auch genaue Vorgaben machen, wie Du damit umzugehen hast. Vor den Problemen, die Scheren mit sich bringt, wirst Du das Pferd nicht bewahren können und wenn Du nachweislich ausschließlich nur gemacht hast, was von Dir verlangt wurde, bist Du wenigstens nicht mit schuld. Das ist für Dein Gewissen besser und für Deinen Stand gegenüber dem Pferdebesitzer.

Ich persönlich reite kein geschorenes Pferd, weil ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. Ergo brauche ich auch keine Abschwitzdecken und sonstiges Instrumentarium.

Es gibt schon Gründe für Scheren, z.B. den Cushing Patienten im Hochsommer oder das Leistungssportpferd, wenn es in der Hallensaison startet, die großen Hallen sind ja oft beheizt, weil keine reinen Reithallen - aber da reden wir von Hochleistungssport und nicht von Klasse A bis M oder so. Selbst da wäre ich am überlegen, welches Pferd eine Schur benötigt und welches nicht, da kommt es ja auch drauf an, ob es 10 min Dressur, 2 min Springen oder eine von den Hallen-Geländeprüfungen laufen mus und wie es generell mit beheizten Hallen klar kommt.

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Das Problem ist, dass dicke Schuhe einfach im Weg sind, was die Feinfühligkeit für die Hilfen betrifft. Das einzige, womit man noch ein gutes Gefühlt hat, sind Lederstiefel mit Lammfellfutter, aber die haben halt auch ihren Preis und immer zieh ich die auch nicht an, weil ich grundsätzlich erst in den Stiefel steige, wenn ich aufsitze und danach gleich wieder raus. Hat es nun < -10°C tu ich mir das nicht an, aus einem fußwarmen Schuh aus- und in einen eiskalten einzusteigen.

Deshalb behelfe ich mir da mit einem Stallschuh, der bei mir ein Bergschuh ist mit genug Absatz für's Reiten und Chapsletten drüber. Aber, was ich im Winter immer habe, weil ich unter Raynaud-Syndrom leide, d.h. meine Hände und Füße kühlen noch viel leichter aus als die von anderen Menschen, habe ich in den Handschuhen und an der Unterseite der Socken ab dem Gefrierpunkt grundsätzlich Aktivkohlewärmer pappen. Es bringt mir nichts, völlig gefühllos zu sein oder gar Erfrierungen in Kauf zu nehmen und man steht nunmal die längste Zeit im Stall entweder auf kaltem Boden oder in einem Steigbügel, wo die Außentemperatur hin kann, genau wie man die Hände braucht und keine ultradicken Handschuhe tragen kann. Damit kann ich mich bewegen wie im Sommer, spüre mein Pferd entsprechend an Zügel und Wade und friere dennoch nicht.

Über die Knie und Oberschenkel noch einen Kilt und ich bin wirklich eingepackt.

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Ich sag's mal aus Sicht einer Pferdebesitzerin. Jedes Pferd kostet mich monatlich über 600 Euro. Wenn ich nun jemandem ein Pferd beispielsweise 1 von 7 Wochentagen, also ein Siebtel der Zeit zur Verfügung stelle, dann möchte ich 1/7 der Kosten auch haben. Sonst ergibt es für mich ja keinen Sinn, meinem Pferd nochmal einen Reiter zuzumuten. Damit liegen die Kosten für einen Wochentag Pferd zur Verfügung bei rund 85 Euro monatlich.

Wieviel zahlt Ihr? Ist durch Eure Arbeit der Preis ermäßigt?

Ob nun wirklich bei nur 11 Pferden 4 bis 9 Stunden Arbeit täglich (für mehrere Personen?) anfällt, können wir hier nicht beurteilen. Vielleicht braucht jemand, der sich besser organisiert, nur einen Bruchteil der Zeit. Ich helfe zum Beispiel öfter in einem Betrieb mit bis zu 44 Aktivstallpferden und knapp 20 Boxenpferden. Zu dritt kann man früh alle Arbeit innerhalb 1 Stunde erledigen. Nachmittags fällt das nochmal an. Das heißt, wir können nicht einschätzen, ob es so lang dauert, weil es sich nicht besser organisieren lässt oder weil Ihr noch nicht rausgefunden habt, wie es günstiger ablaufen würde.

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Ich persönlich würde, wenn mich nicht die Schmerzen zum Arzt treiben, mal wirklich eine Nacht lang hochlagern mit Kühlpad drunter (das gefrorene Kühlpad in ein Handtuch wickeln, kurz vom Einschlafen drunter packen und in der Früh als erstes gleich nochmal, noch vor dem Aufstehen).

Natürlich erledigt man seinen Tag zuende und dadurch hat die Schwellung gut Chancen, aufzugehen. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, sollte man da sofort das Pferd in seinen Stall bringen und seinen Fuß nachhause, am besten vor dem heim fahren noch Eis drauf packen - in jeden Stallspind gehören eigentlich Eisbeutel, die, die man drückt, sodass ein Innenbeutel platzt und die dann kühlen, weil Gefrierschrank hat man ja nicht immer. Dann mit dem gekühlten Fuß heim, sich kurz waschen, sofort wieder hoch legen, Eis drunter. Und hoch mal wirklich höher als Dein Herzniveau. Gut eignen sich da Rückenkissen von Sofas, wo man die weg nehmen kann. Mit denen liegt man zumindest so vernünftig, dass man schlafen kann.

Ein bisschen Diclofenac Salbe kann auch helfen. Das ist schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend. Im Zweifel kann man kurzfristig auch zu einem Schmerzmittel greifen.

Ob Du den Fuß röntgen lassen solltest, kannst dann immer noch entscheiden, je nachdem, wie er sich entwickelt. Ist es morgen so viel besser, dass es Dich kaum noch stört, wirst vielleicht keinen Bedarf sehen. Ist es morgen nicht besser oder gar schlechter, wirst vermutlich genauer wissen wollen, was los ist und einen Orthopäden aufsuchen.

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Das Stichwort Müsli KANN unter Umständen schon die Lösung beinhalten. Müsli ist ja nicht grade leicht verdauliches Futter, das ist eher die Tafel Schokolade oder der Bürger. Müsligefütterte Pferde haben sehr oft einfach Bauchweh. Da ist so ein Sattelgurt natürlich ziemlich fies. Und wenn der Bauch frisch drückt - schmeckt ja süß, wird also trotzdem gefressen und der Dauerfresser Pferd sieht oft den Zusammenhang nicht -, dann möchte man auch niemanden in seine Nähe lassen.

Aber es kann natürlich so viele andere Gründe auch haben ... da müsste man schon ein bisschen suchen. Ich denk nur grade dran, weil so viele nicht wissen, wie leicht alle "Problemchen", die sie mit ihren Pferden haben, zu lösen wären, wenn sie sie vernünftig füttern würden.

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Das ist alles eine Frage dessen, wie gefestigt Du als "Pferdemensch" bist. Horsemanship ist das moderne Stichwort dafür. Ich habe viel mit Pferden zu tun, deren Besitzer sich beklagen, dass die immer überall fressen müssen oder dass die betteln, aber selbst, wenn ich zum ersten Mal mit denen zu tun haben, frisst mir keins und es wird höchstens durch drollig schauen gebettelt, aber keinsfalls kommt mir ein Huf zu nahe oder auch Zähne. Genauso rempelt mich kein Pferd und es geben alle die Hufe, bei denen keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen. Das gibt's einfach nicht. Dazu bedarf es keiner besonderen Maßnahmen, ich muss oft nicht mal "nein" sagen, es reicht, wenn man sich dessen im Klaren ist, dass die Antwort nein lautet und von der Körpersprache her dem nicht versehentlich selbst widerspricht.

Deshalb würde ich Dich auf Horsemanshipkurs schicken oder Dir raten, einen Trainer her zu bestellen. Da ist es nur schwierig für den Laien, die Spreu vom Weizen zu trennen, weil es laufen viele rum, die nichts vermitteln können, vielleicht selbst auch hunderte von Fehlern machen, aber genauso viel Geld nehmen wie die, die wirklich was können.

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Schädlich

Ich sag tatsächlich in diesem Fall "schädlich", denn:

  • Zucker, egal, in welcher Form für den Hufrehepatienten, der noch dazu offenbar in Boxenhaltung lebt, den Zucker also auch gar nicht "wegbewegen" kann. Geht nicht. Für einen Rehepatienten kann im Heu schon möglicherweise zu viel Zucker sein, das braucht man nicht noch zufüttern.
  • Was ist das, was Du geben musst? Denn das gehört in der Gesamtration bedacht, GERADE bei einem Patienten.
  • Warum kein Mineralfutter? Dieses mineralisierte Zeug ist billigst mineralisiert mit lauter anorganischen Bestandteilen (wie Du in der Deklaration siehst) und die werden entweder nicht aufgenommen oder sind nicht ausgewogen, sodass sie unter Umständen noch mehr im Stoffwechsel durcheinander bringen.

Du schreibst, es soll was im Trog rasseln, ok, das kann ein abgestimmtes Mineral auch, es soll Dir aber keinen weiteren Platz kosten? Warum darf dieser Sack voll "gezuckertem Heu" dann Platz kosten?

Ich würde für die Gesundheit des Pferdes:

  1. Einen Platz suchen, wo es sich frei bewegen kann, damit es alles, was es frisst, auch korrekt verstoffwechseln kann. Aber zusehen, dass es entweder eine Leichtfuttrigengruppe ist oder eben mit dosierbarer Futtergabe.
  2. Ein anständiges Mineral besorgen.

Und dann interessiert mich weiterhin, was das ist, was Du zufütterst ;-)

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Wie es in Deinen Alltag passt, kann ich Dir nicht sagen, das weißt alleine Du. Bei uns war es noch so, dass wir zu allem, was uns interessiert hat, mit dem Fahrrad gefahren sind. In Deinem Alter war das bei mir sehr unterschiedlich:

Ich hatte eine Reitgelegenheit, wo ich zu Fuß hin konnte, das war der Nachbar, wo ich einfach jeden Tag kommen durfte und wenn die Pferde noch nicht geritten waren, durfte ich auch reiten.

Eine andere war der Betrieb, in dem mein Reitlehrer unterrichtet hat. Das waren 3 km einfach und fast nur Feldweg, im Winter musste man die Straße entlang und hatte dieses blöde Salzgespritze. Aber der Feldweg war einfach zugeschneit. Um das Salzgespritze zu vermeiden oder wenn es für ein Zweirad (Spikes für's Fahrrad kannte da noch keiner zu glatt war), sind wir zu Fuß gegangen. Da waren wir dann einfach 30 min unterwegs, mit dem Rad nur 15.

Das andere war eine Verwandte, die Pferde hatte, aber dort war ich dann eben nur bei gutem Wetter, denn das waren einfach 16 km mit relativ viel Berg, also 1,5 Stunden unterwegs. Im Winter bin ich dorthin auch gefahren, nur bei Eisglätte hab ich eben absagen müssen. Dorthin bin ich dann auch nur einmal die Woche.

In der Bahn kann man ja auch lesen bzw. lernen, wenn man nicht ständig von Umsteigen unterbrochen wird. Das konnte ich seinerzeit am Fahrrad nicht, allerdings hatte ich auch noch 13 Jahre Schule bis zum Abi. Dafür hatte ich doch immer so ca. 2 Stunden zuhause zu arbeiten für die Schule, mal mehr, mal weniger, aber im Mittel war das etwa das tägliche Pensum.

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Korrekt: ein Pferd, dessen natürliche Lauffreude noch nicht von Futter, das ihm im Magen liegt, bewegungsarmer Haltung oder ausbremsender Arbeit gedämpft wurde.

Wird leider immer wieder verwechselt. Pferde, die unterm Sattel vor Schmerz nur noch rennen, weil das blöde Ding zwickt oder die überfordert sind und deshalb eilen, werden oft auch so bezeichnet, weil derjenige übereilen von natürlichem Vorwärtsdrang ganz offensichtlich nicht unterscheiden kann.

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Spazieren gehen mit Pferde Oma?

Hallo,

 

meine liebe Ponydame kommt jetzt schön langsam in ein Alter, in dem man merkt: Sie hat keine Lust mehr. Platzarbeiten sind nicht mehr ihre Welt, mehr als leicht genervter Schritt ist kaum noch drin, nur mit Mühe schaffen wir mal eine Bahn Trab am Stück. Seit ein paar Tagen merke ich auch die Arthrose immer mehr bei ihr und will sie natürlich nicht unnötig quälen. An der Longe läuft sie sich auch nicht mehr richtig ein (früher ging das lahmende Verhalten nach 20 Minuten an der Longe weg).

Daher habe ich jetzt beschlossen, ihren Sattel einzumotten und meinem kleinen Engel kein Reitergewicht mehr zuzumuten. Aber Bewegung ist bei Arthrose ja sehr wichtig. Deswegen werden wir beide jetzt eine neue Seite kennen lernen: Das gemeinsame nebenher laufen (spazieren gehen).

Ich vertraue ihr sehr und denke, wir kommen mit einem Halfter und Führstrick zurecht, dennoch habe ich ein paar Fragen an das „reitende Volk“:

Wie baut ihr eure Spaziergänge auf?

Geht ihr nur mit Halfter raus?

Wenn ihr mit Trense raus geht, lasst ihr eure Pferde grasen?

 

Meine Pony-Maus ist leider extrem verfressen und auch wenn wir früher ausgeritten sind, hat sie kleine Stehpausen sofort zum grasen genutzt und hatte dann natürlich keine Lust, weiter zu laufen, wo es hier doch so lecker schmeckt.

Ich will ihr keine extreme Kontrolle aufzwingen und ihr die Spaziergänge so angenehm wie möglich machen (hauptsächlich Waldgebiet, aber auch vor Traktoren und Straßen hat sie keine Angst). Dennoch möchte ich auch ein gewisses Maß an Sicherheit haben (auch weil im Wald oft Spaziergänger sind mit Hunden und Kindern und ein Pferd auch mal einen schlechten Tag haben kann…).

Gibt es noch irgendwas, das ich verwenden kann?

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Eine Trense verwende ich vom Boden aus grundsätzlich nicht, es sei denn zur Bodenarbeit, wo der äußere Zügel über Genick oder Hals geführt ist und man am inneren auch nach oben einwirkt. Führen auf Trense war früher in meinem Reitunterricht dermaßen verboten, dass uns der Reitlehrer aus den nächsten drei Reitstunden gestrichen hat, wenn er uns dabei erwischt hat. Er wollte nicht, dass wir uns für's Reiten das Pferdemaul verderben und die Einwirkung, dass ein Pferd im Schreck noch voll eins auf die Lade bekommt, erzeugt auch sowas wie "oh je, ein LKW - und weh tut's auch noch!" - was passiert? Flucht. Wenn man mehr Einwirkung haben will als mit Führhalfter/Knotenhalfter, dann nimmt man einen Kappzaum, denn ist man selbst tiefer als das Pferd fasst man idealerweise oben auf der Nase, um Verwerfen gleich mal einzuschränken oder gar zu verhindern.

Das Grasen wäre dabei nicht das Problem. Ob sie das einfordern oder nicht, ist eine reine "Horsemanshipsache". Ich reite oft Pferde, deren Besitzer sich ärgern, dass die sich ständig im Wald und am Wegesrand bedienen. Bei mir kommt vielleicht mal ein Öhrchen, um zu fragen, drauf sag ich nein und dann kommt die Frage nie wieder. Und wenn ich eine Pause anordne, ist auch klar, wann die beendet wird, ohne dass wir lang diskutieren. Weil ich einfach auf die Fragen der Pferde achte und eine klare Antwort gebe. Dann wissen sie Bescheid. Das heißt jetzt nicht, dass ich grob am Zügel rupfe oder so. Wenn man auf ihre Fragen achtet, reicht es als Antwort, sie in die Gegenrichtung leicht zu stellen, also vom Gras weg. Wer das korrekt macht, macht es genau einmal und dann ist die Sache geklärt.

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In "ohne Sattel über die Felder zu galoppieren" steckt so vieles drin, was micht Dir genau DAVON abraten lässt:

  1. Die wenigsten machen im Gelände genug dressurmäßige Gymnastizierung, dass ohne Sattel jemals anzuraten ist. Man braucht dafür ein derart gut gymnastiziertes Pferd, wie es sehr selten dort anzutreffen ist, wo keinerlei Bahnarbeit gemacht wird. Denn wer Interesse an Gymnastizierung hat, legt sich normalerweise schnell zumindest ein Reitplätzlein an. Auch, wenn Du die Entscheidungen für dieses Pferd nicht triffst, würde ich es nicht unterstützen.
  2. "Über die Felder" meinst Du so, wie es sich liest? Würde ich auch keinesfalls unterstützen. Möchte auch nicht wissen, was passiert, wenn sich das Pferd ausgerechnet unter Dir das Bein bricht, ob man dann nicht doch einen Teil der Schuld zumindest bei Dir sucht.

Wenn Du nun am einen Stall Dich nicht so wohlfühlst und am anderen nur gefährliche Dinge machen kannst (Du könntest aber schon auch mit Sattel die Wege entlang reiten, wenn Du wolltest, oder?), dann könnte es auch eine Option sein, Dir mal weitere Ställe anzusehen, was die so bieten.

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Ja, es gibt Pferde mit einer Art Diabetes, heißt EMS und kann lebensgefährlich sein. Das Pferd meines Lebensgefährten hat sowas und ja, wir können ihm mal ein Stückchen Brot zuschieben als Futterlob, wenn es etwas lernen soll, was damit einfacher zu erreichen ist. Aber um das Risiko einschätzen zu können, müssen wir definitiv wissen, dass wir über ALLES Bescheid wissen, was dieses Pferd frisst. Es bekommt von uns genau auf seine Bedürfnisse austariert zu fressen bzw. Weidezugang etc. Wenn da jemand von außen kommt und etwas zuführt, was wir nicht wissen, KANN es in bestimmten Fällen sein Todesurteil sein.

Bei meinem Wallach würde so etwas zwar nicht passieren, aber er hat eine nicht mehr so gute Leber und tut sich mit seinem Stoffwechsel sehr schwer. Der wird einfach mager und matt und infektionsanfällig und muskelt ab, ... wenn er nicht optimal ernährt wird. Entsprechend ist auch hier wichtig, dass er nichts bekommt, was ich nicht kalkuliere.

Du kennst niemals die Lebensgeschichte von Pferden, an Denen Du vorbei kommst, kannst also in keinem Fall einschätzen, wie knapp es bei denen schon ist, dass sie Probleme von etwas bekommen und aufgrund von Fütterung von außen sind schon viele Pferde verstorben - oft waren es Äpfel und/oder Brot, aber so ein Traubenzucker kann da schon auch sehr schlimmes anrichten. Selbst, wenn Du die Lebensgeschichte kennst: Man füttert kein fremdes Tier, grundsätzlich nicht. Ich rede da auch Klartext mit Stallkollegen, die einen Apfel anbeißen und meinem Pferd den Rest hin halten mit "darf er?" - die schauen dann immer pikiert, wenn ich nein sage. Aber wenn hier einer meinem Pferd einen Apfel zuschiebt, dann bin ich das.

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Normal haben die Geschäfte ein paar gängige Größen vorrätig, was nicht gängig ist, wird bestellt. Das kostet keinen Cent mehr als die gängige, vorrätige Größe, nur eben ordentlich Wartezeit - je nach momentaner Auslastung des Herstellers. Wenn sich natürlich ein Geschäft vor Jahren schon einen Stiefel her hat, der sich einfach nicht verkauft, dann gibt es den auch mal günstiger.

Anprobieren ist bei Reitstiefeln nicht ganz einfach, denn das geht nur, wenn die Größe schon lagernd ist.

Was man auf alle Fälle anprobieren kann und muss, ist der Leisten, also die Form des Schuhs an sich. Das kann man mit einer Stiefelette machen. Da die immer herstellerabhängig sind, die meisten Hersteller auf einen Leisten bauen, passt es oder nicht. Die Erfahrung über viele Jahre und die Gespräche, die man in der Zeit führt, sagt: Wer Königs liebt, kommt mit Cavallo oder Petrie niemals zurecht, wer Cavallo liebt, kann Königs nicht haben ... man muss da also seinen finden. Wie gesagt, Stiefelette anprobieren. Und dann weißt Du auch die Schuhgröße. Ich habe bei meinen Königs Stiefeln exakt meine Schuhgröße und wüsste keinen Grund, warum ich die nicht haben sollte, denn die passt ideal.

Ausmessen geht dann immer exakt und immer mit einer Hilfsperson, denn wenn man sich nur runter beugt, um das Maßband hin zu drapieren, verändert sich die Muskulatur und das Maß ist nicht mehr "neutral". Die Maße werden von dem, der Maß nimmt, auf den mm genau aufgeschrieben und der Hersteller fertigt dann dementsprechend. Was wirklich kritisch sind, sind Verkäufer, die meinen, irgendwas abweichend zu machen. So ging mein Lammfell gefütterter Stiefel nach 8 Wochen Fertigungszeit nochmal zu Königs, weil die Verkäuferin statt meiner Wadenmaße etwas mehr angegeben hatte, weil sie meinte, das Lammfell braucht ja auch noch Platz. Aber das weiß der Hersteller auch und der weiß auch sehr genau, wieviel Platz das Lammfell braucht und entsprechend hatte ich dann einen viel zu weiten Stiefel. Und ich weiß nicht, von wievielen Verkäufern ich schon das Märchen gehört habe, ein Stiefel würde sich setzen und deshalb müsse der länger sein. Der Hersteller will das Maß vom Boden bis in die Kniekehle und keinerlei "Zuschätzungen". Wenn ein Zuschlag aus irgendeinem Grund nötig wäre, würde der Hersteller das schon machen. Aber das mit dem Setzen ist eh ein Märchen. Ich habe meinen Königs Komet 1994 zum Abitur bekommen. Zum Glück absolut korrekt gemessen, denn der ist noch keinen halben cm kürzer als bei Auslieferung. Benutzt wurde er in den 24 Jahren im langjährigen Durchschnitt 2,5 bis 3 Stunden auf dem Pferd.

Was die von FrauBeckmesser geschilderte Erfahrung mit der Qualität der Marken angeht, bin ich auch der Meinung, man kann froh sein, wenn einem Königs passt, denn ihr Stiefel mit den 12 Jahren passt zu meinem, da sie ja auch sehr viel mehr geritten ist. Mein Stiefel mit seinen 24 Jahren ist allerdings weit, weit davon entfernt, irgendwie aufgearbeitet zu sein, sieht fast aus wie neu, mein Sattler wundert sich immer ... kommt vielleicht daher, dass ich den so gut wie nie putze. Da wird nichts weggescheuert. Seit ein paar Jahren habe ich eben das Wintermodell dazu und tausche die saisonweise. Dann hab ich immer etwa ein halbes Jahr, wo ich mich drum kümmern kann, ob sie nachbesohlt werden müssen, wo sie mal geputzt werden, ... Ich sehe aber auch Cavallo Stiefel bei Vielnutzern 3 Jahre halten, bei Wenignutzern bis zu 10 Jahre - aber in der Anschaffung kosten sie fast dasselbe. Nur, wie gesagt, wer mit einem Königsleisten kann, kann mit einem Cavallo nicht und umgekehrt. Petrie hat fast niemand und das Modell, das ich da mal angesehen habe, war nicht steif und damit muskelentlastend, sondern bockhart, sodass man damit das Pferd nicht mehr genug gespürt hat, um sauber einwirken zu können.

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Positiv ist schonmal, dass organisches Zink drin ist. Allerdings ist auch Selen drin. Meist ist der Selenspiegel im Pferd aber nur niedrig, weil vom Zink runter gezogen und man müsste gar kein Selen zugeben, wenn man Zink auffüllt, steigt der von selbst mit. Da man mit Selen auch vergiften kann, im schlimmsten Fall (was mit dieser Dosierung wohl eher nicht geht) bis zum Ausschuhen und in den meisten Mineralfuttern eh von allem eine Grundversorgung drin ist, mag ich diese Mischungen nicht gerne. Selen habe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr zugefüttert, auch wenn ich mit Pferden zu tun hatte, die da einen Mangel im Blutbild hatten - Zink rein, alles war wieder gut. Zinkmangel hingegen zeigt das Blutbild nicht zuverlässig an, weil das Blut hier immer bevorzugt bedient wird, den sieht man eher an der Symptomatik, aber mit Zink kann man auch nicht vergiften, macht nur den Nieren ein weniger mehr Arbeit, Überschüsse auszuscheiden, aber jetzt auch nicht drastisch, dass man sich Sorgen um die armen Nieren machen müsste, wenn man das auf Verdacht bei entsprechendem Symptombild mal gibt.

Mit der Fütterungsempfehlung von 33 g/Tag beim Warmblut werden bei einer Zinkdosierung von 12.000 mg/kg netto 396 mg Zink dem Warmblut zugeführt. Die Produkte, die ich mit hervorragender Wirksamkeit kenne, füllen da deutlich schneller auf, da werden 20 g/Tag einem Warmblut verabreicht von einem Produkt, das je kg 40.000 mg Zinkchelat mitbringt, also 800 mg Zink. Ich denke, wenn es mit dem Zink aus Nahrung und Mineralfutter nicht mehr getan ist, brauche ich doch einen deutlichen Anschub, weshalb ich auch diesbezüglich zu anderen Produkten greife. Ich mag es auch so reiner, wenn ich also nicht so viele "Transportmittel" wie Apfeltrester und was da alles in der Zusammensetzung steht, verfüttern muss. Das relativiert ja doch immer den Kilopreis.

Was am Equisal freundlich sein kann, ist die Pelletierung. Dafür wird zwar Zucker gebraucht (Apfeltrester) sonst pappt das nie zusammen, allerdings pappen dann auch nicht die Reste im Futterbehälter, wenn das Pferd fertig ist damit. Anders rum, wenn sie es nicht fressen und ich doch wieder mit "Transportmittel" arbeiten muss, bringe ich Pulver, etwas mit Feuchtigkeit gebunden wieder leichter ins Pferd als ein Pellet, das es nicht mag und immer und immer wieder aussortiert.

Also in Summe kein schlechtes Produkt, wäre aber definitiv nicht meine erste Wahl. Welchen Grund hast Du, was zu suchen? Das hat ja doch großen Einfluss.

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Darf ich als nicht mehr besonders aktive Pferdefotografin sagen, dass ich dieses Shooting einfach ablehnen würde, wenn es mir so beschrieben würde?

  1. Feld: Gibt es eine nachweisliche Erlaubnis, dass dieses Feld genutzt werden darf? Die will ich immer nachgewiesen haben, habe zu oft erlebt, dass mir gesagt wurde, man dürfe und man durfte doch nicht und ich stand dann in genauso schlechtem Licht wie die Pferdebesitzer.
  2. Müsstest Du, das hat auch wieder mit Feld zu tun, mir unterschreiben, dass Du Dir der Risiken bewusst bist, dass es eine sehr hohe Verletzungsgefahr für das Pferd birgt. Felder, die jährlich neu bewirtschaftet werden, wo also nicht, wie bei einer Wiese, der Boden auch nach der Ernte durchwurzelt bleibt, sondern immer umgebrochen wird, bergen ein weitaus höheres Risiko, dass ein Pferd einbricht. Shooting am Feld klingt mir jetzt nicht nach im Schritt drüber gondeln, wo ein Pferd reagieren könnte, wenn sein Bein plötzlich 40 cm tiefer steht als erwartet, sondern da wird dann getrabt und galoppiert und wenn das Pferd sich deshalb das Bein bricht, wird am Ende gesagt, der Fotograf hätte das spektakuläre Foto machen wollen. Und von wegen, wie viele sagen, in der Traktorreifenspur könne nichts passieren. Man rechne sich den Druck aus, also Masse/Auflagefläche und das Pferd ist zwar lange nicht so schwer wie ein Traktor, aber zum einen tritt es über viel kleinerer Fläche auf als der große Traktorreifen und zum anderen hat es auch noch den Schwung, der die Last plötzlich und beschleunigt einwirken lässt. Ich will nicht die Kamera grade auf ein Pferd richten, während es sich lebensbedrohlich verletzt.
  3. Reiter ohne Helm - ist jedermanns eigene Sache. Aber wieder nicht, wenn ich mit der Kamera da stehe, wenn ich in das Geschehen irgendwie involviert bin. Genauso ein Schuh ohne Absatz (musste jetzt Airmax googlen, weil ich dachte, das hätte irgendwas mit Reiten zu tun, aber nein, es ist der Nike Sportschuh). Oder auch, wenn man seinem Pferd länger als aus sportlichen Gründen nötig, Gamaschen um's Bein packt. Interessanterweise ist das Wissen um die erhöhte Verletzlichkeit der Sehnen durch Erwärmung nicht sooo neu. Das wusste man schon, bevor es Gamaschen gab. Die, die wirklich komplizierteste Sprünge machten, waren dann dennoch froh, um diesen praktischen, schnell anzulegenden Streif- und Schlagschutz und haben getüftelt, wie sie den so belüftet bekommen, dass das Bein dennoch nicht so sehr erwärmt. Vielseitigkeitsreiter basteln die ans Bein, bevor es in die Startbox geht und nehmen sie sofort wieder ab, wenn das Pferd im Ziel ist, um eben neben dem restlichen Pferd auch die Beine gleich wieder runter kühlen zu können. Freizeitreiter dümpeln stundenlang mit dem für sie unnötigen Beinschutz dahin. Egal jetzt, ob man durch Nutzung von etwas wie Gamaschen oder dem Schuh die Gefährdung für die Gesundheit erhöht oder durch Nichtnutzung wie dem Helm - ich muss da nicht dabei sein und am Ende heißt es, ich hätte eine Aktion provoziert, die zum Unfall geführt hätte, ohne meine Provokation hätte man sich nie drauf einlassen. Dieses Risiko kann man mir mit keinem Geld der Welt bezahlen.

Wenn ich nun all diese Punkte ansehe - nein, einen solchen Auftrag muss ich nicht haben. Den werden junge, unerfahrene Fotografen annehmen oder welche, die sich schwer tun, an Aufträge zu kommen, vielleicht weil ihre Fotos nicht so viele Menschen ansprechen oder vielleicht auch welche, die einfach so kalkulieren, dass alles abgedeckt ist und sie sich im Fall, dass nichts passiert, ein gutes Polster zur Seite schaffen können. Aber jemand, der sich reell seine Arbeit zahlen lässt und weiß, wenn er diesen Kunden nicht nimmt, bekommt er den nächsten, der wird sich darauf nicht einlassen.

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