Reitbeteiligung kündigen oder nicht? 120 Euro zu viel?

Hallo zusammen! Ich hab folgendes Problem. Und zwar hab ich seit ca. 1 Monat eine Reitbeteiligung. Anfangs war ich auch sehr zufrieden, da mir die Besitzerin viele Freiheiten gegeben hat, also ob ich nun reite, bodenarbeit mache oder tricks beibringe. Nun hat sich der Preis allerdings schon erhöht auf 120 euro. Sie hat mehrere Pferde und die stehen bei ihr privat. Somit dient als reitplatz auch nur ein abgezäuntes stück Wiese was momentan eher einem Sumpf gleicht. Ausreiten geht mit meiner RB nicht, da sie panisch wird sobald die Herde außer sichtweite ist. Anfangs konnte man noch gut mit meiner RB arbeiten, da der Reitplatz direkt neben der Koppel lag aber nun ist die Herde umgezogen und man müsste einmal quer durchs Dorf um zum Platz zu kommen. Abgesehen davon ist der Reitplatz momentan auch einfach nicht nutzbar weil Sumpf. Also bin ich momentan 2 mal die woche da um meine RB zu putzen und ein stück spazieren zu gehen um ihr vllt etwas abzugewöhnen so an der Herde zu kleben. Das ding ist, ich bin auch nicht die einzige, die mit dem pferd arbeitet, sie scheint noch weitere reitbeteiligungen für "mein" pferd zu haben, allerdings weiß ich nicht wie viele. Anfangs meinte sie, noch eine weitere RB zu haben. Ich merke nur, dass ich irgendwie plötzlich nur noch zu sehr ausgewählten zeiten kommen kann obwohl die Besitzeren meine RB selbst gar nicht reitet. Außerdem habe ich im internet gesehn, dass sie weiterhin nach reitbeteiligungen sucht obwohl sie schon für jedes ihrer pferde mindestens 2 leute hat. Ich bin irgendwie unglücklich über die gesamtsituation und bin mir unsicher ob ich die Reitbeteiligung wieder kündigen sollte oder nicht, aber ich finde 120 euro dafür einfach zu viel. Oder seh ich das falsch? Ich bin für jeden Ratschlag dankbar.

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Es gibt da ja keine Gebührenordnung oder sowas. Den Preis bestimmt der Markt. Fair ist es, je Wochentag 1/7 der kalkulierbaren Kosten zu tragen. Das Argument, dass eine RB weniger Rechte hat, zählt für mich hier nicht, denn sie hat dafür auch weniger Pflichten und das hebt sich gegenseitig auf. Eigenregie ist nicht unbedingt günstiger als Pensionspferdehaltung, da hängt es von vielen Faktoren ab, wie die Kosten liegen, entsprechend kann ich die Kosten nicht einschätzen. Wenn ich jetzt 120 Euro sehe und 2 Wochentage, würde die Pferdehaltung im Monat wohl um die 420 Euro kosten. Man kann pi mal Daumen sagen, zu den Kosten für die Haltung und Grundfütterung (Raufutter und Kraftfutter) kommen auf einen Monat runtergebrochen rund 200 Euro für Nebenkosten wie Mineral, Zahnarzt, Impfungen, Kotproben/Entwurmung, Ausrüstung, Hufe, Versicherungen, ... Das heißt, hier wären dann 220 Euro für die Haltung und Grundfütterung übrig. Das ist nicht viel. Das braucht die Besitzerin schon auch, wenn sie wirtschaftlich arbeiten will.

Aber natürlich ist es so, dass wenn im Umkreis viele auf einen Teil ihres Geldes verzichten, die Interessenten erst mal hierauf reagieren und das ist auch in Ordnung. Wieviel es einem selbst wert ist, muss man immer abwägen und dazu alles berücksichtigen, nicht nur das Geld. Wieviele Personen ein Pferd reiten, kann eines der Kriterien sein, je nachdem, was man davon mitbekommt, z.B. ob das Pferd sich in seiner Arbeitsbereitschaft verändert, ob einem keine freie Zeiteinteilung an seinen Tagen mehr möglich ist und so weiter.

Dass sie erhöht hat, mag daran liegen, dass sie schon ewig nicht mehr kalkuliert hatte und eine Neukalkulation, grade nach dem vergangenen Sommer mit der schlechten Ernte, ihr gezeigt hat, dass sie so draufzahlt. Irgendwann muss sie neu kalkulieren und wer da grade neu ist, den trifft es eben nach kurzer Zeit. Es wäre aber den "altgedienten" Reitbeteiligungen, die schon die Gelegenheit hatten, ihre Zuverlässigkeit unter Beweis zu stellen, gegenüber nicht fair, denen zu erhöhen und Dir, nur weil Du neu bist, nicht.

Schreib Dir am besten eine Liste, was Dir dort taugt und was nicht - und dann überlege, welches Kriterium der Liste Dir wieviel wert ist. Anhand dessen bekommst einen besseren Überblick, was wohl die für Dich richtige Entscheidung ist.

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Grundsätzlich ist Dir klar, was der Begriff bedeutet? Nicht, dass ich jetzt lange aushole und Du sagst, na DAS hättest Du gewusst:

Wir möchten, dass die Pferde uns tragen können, obwohl wir erst sehr, sehr spät in ihrer Evolution auf die Idee mit dem Lasten auf den Rücken packen gekommen sind, also die Anatomie nicht besonders dafür gemacht ist. Lässt nun ein Pferd den Rücken nach unten hängen, dann wird das durch die Last noch verstärkt und im blödesten Fall geraten die Dornfortsätze seiner Wirbelsäule aneinander und reiben. Wenn Knochen aneinander reiben, ist das weder für die Knochenhaut noch für den Knochen selbst verschleißfrei. Man spricht in diesem Fall von Kissing Spines. Aber auch die Vorder- und Hintergliedmaße kommt ungünstig zu stehen, sodass Arthrosen der Beine quasi mit vorprogrammiert sind. Also möchten wir, dass es diesem Durchhang entgegenwirkt, die Muskelkraft entwickelt, den Rücken bequem etwas anheben zu können, um dann leichter tragen zu können. In dem Moment, wo ein Pferd das so gut kann, dass es seinen langen Rückenmuskel noch frei schwingen lassen kann im Rhythmus der Bewegung haben wir neben den gesundheitlichen Vorteilen für das Pferd noch den zusätzlichen Vorteil, dass wir auch bei großen Bewegungen sehr bequem sitzen können und unsere eigene Wirbelsäule damit schonen.

Um jetzt in diese Richtung zu arbeiten, muss man erst mal Kenntnisse entwickeln, wie das in gesunder Weise auszusehen hat, denn ein überwölbter Rücken ist das gegenteilige Problem vom hängenden. Jedes Pferd hat seiner individuellen Anatomie und gesundheitlichen Vorgeschichte entsprechend einen idealen Punkt, wo ihm tragen am leichtesten fällt - und so kann man auch nicht einfach mal soundsoviele Bilder ansehen und sagen passt, passt nicht, passt, passt, passt nicht, ... um den Blick zu schulen, denn man muss dabei mit berücksichtigen, wie lang ist der Hals des Pferdes, wie hoch ist er angesetzt, wie sieht seine Schulter aus, wie seine Kruppe, wie hoch liegen Karpal- und Sprunggelenke in der kompletten Beinlänge des Pferdes, und, und, und. All das und eben noch der aktuelle Trainingszustand geben vor, wie hoch der Rücken kommen sollte, damit man von "über den Rücken" sprechen kann. Ideal ist meist der Punkt, der dem langen Rückenmuskel die größte fließende Bewegung erlaubt. Wenn man weiß, wieviel davon beim eigenen Pferd zu sehen sein müsste, kann man das beispielsweise mit einem Video (in den Spiegel schauen beim Reiten bringt meist nichts, weil man dafür mindestens den Kopf drehen muss) bewerten, wie weit man entfernt ist, auf wieviel Verbesserungsarbeit man sich einstellen sollte (wobei ja keiner weiß, wie talentiert Pferd und Reiter das dann umsetzen können).

Und erst, wenn man weiß, wo man hin will, kann man sich durch Verbesserung der Hilfengebung, der Trainingsabfolgen, der Auswahl der Trainingsweise abgestimmt auf die Befindlichkeiten des Pferdes an diesem konkreten Tag ... dort hin auf den Weg machen.

Das ist der Grund, weshalb wir alle schreiben, wir können es hier nicht erklären. Nicht, dass wir uns die Mühe nicht machen möchten oder so. Man muss so vieles wissen und sehen. Die Vorgeschichte kennt man oft nur zum Teil, z.B. bei einem gerade erst gekauften Pferd. Aber seine Anatomie und seine Bewegungen sieht man und man sieht, wo der Reiter die entscheidende Hilfe nicht gibt, die es bräuchte und wo er möglicherweise mit seinem Sitz oder einer anderen Hilfe den Weg des Pferdes zum Ideal schlicht ausbremst. Daher auch mein Rat: Einen Trainer dazu holen, der es in dem Moment, wo man einwirken kann mit eigenen Augen sieht und korrigiert.

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Irgendwie läuft mir der Rand vom Helm selbst auch hoch über den Ohren vorbei. Entsprechend kann auch ich nicht beurteilen, ob er nicht zu hoch am Kopf sitzt.

Wenn er oben rum richtig sitzen sollte, dann ist dies vielleicht einfach nicht das für Dich passende Modell, denn das stört am Ohr definitiv. Ein wirklich passender Helm sitzt so, dass man sich nach dem Reiten im Auto denkt "huch, ich hab ja den Helm noch auf" und nochmal aussteigt, um ihn abzusetzen, dass man ihn also auf dem Kopf völlig vergessen kann. Alles andere ist heute bei der riesigen Auswahl an Herstellern und Modellen, die es gibt, inakzeptabel. Man muss ihn gern tragen und man darf nie an den Helm denken statt an's reiten.

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Woran erkennen, ob ein Pferd friert?

Gleich vorweg: Ich bin kein Freund vom Eindecken. Aber einer meiner Pferde beschäftigt mich: Dieser Wallach war schon immer hochsensibel, 2017 / 2018 hat er eine lange Krankheit mitgemacht. Seitdem ist er nicht mehr der Alte. Er entwickelte bereits im letzten Winter kein richtiges Winterfell (eher eine Art dichteres Sommerfell, was ich bisher anders von ihm kannte). Im durchregneten Sommer 2017 und einer massiven Verschlechterung seines Zustands riet mir meine TÄ (bekennende Offenstall-Halterin) ihn einzudecken. Sein Zustand wurde schlagartig besser. Im Winter deckte ich ihn nur ein, wenn er bereits deutlich zitterte.

Nun regnet es in meiner Gegend derzeit ohne Ende, alles ist einfach nur noch nass-kalt. Seit einer Woche frisst er anders, steht oft mit hängendem Kopf aufm Paddock, zeigt kaum Interesse an seiner Umwelt, explodiert dann aber bei der kleinsten Kleinigkeit. In Absprache mit TÄ baue ich ihn seit gut 4 Monaten wieder auf, wöchentlich 1 x reiten und 2 x schonende Bodenarbeit. Vielleicht ist er auch unausgelastet, da er über ein hohes Temperament verfügt.

Jedenfalls überlege ich seit längerem, ob Eindecken eine Option ist. Wie seht ihr das? Er hat wie gesagt schon mehr Fell, als im Sommer. Aber deutlich weniger, als ich es aus den Wintern davor von ihm kannte. Er stellt sich bei Niederschlag leider nicht unter (hat er noch nie gemacht). Meist dringt die Nässe bis ins Unterfell (wenn ich mit den Fingerkuppen gegen den Strich kämme, ist da kein trockenes, warmes Fell spürbar). Und ich möchte ihn einerseits nicht erst eindecken, wenn er stark mit allen vier Beinen zitternd und Schweif-einklemmend vor mir steht. Andererseits möchte ich auch nicht verhätscheln und unnötig Eindecken.

Das Pferd steht am Haus. Zur Verfügung hätte ich aktuell nebst Abschwitzdecken noch eine Winterdecke mit 50 g und eine mit 100 g. Aber ich bin mir wirklich unsicher, was hier klug ist (meine TÄ schaut ihn sich am Mittwoch nochmal an).

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Wenn das Pferd am Haus steht, ist es doch auch möglich, ihm einfach dazwischen mal für so lange mal eine Decke drauf zu tun, bis er einmal komplett trocken ist. Das kann je nach Fellstruktur zwischen 30 min und 3 Stunden sein, die es dafür braucht. Das kann oft schon einen "Reset" geben und man greift nicht so sehr ein, wie wenn man sie einen ganzen Tag eindeckt. Hab ich auch schon gemacht, ich glaub, der Frühsommer 2013 war es: 1,5 Monate durchgehend Regen und das Winterfell schon abgegeben. Die ersten 4 Wochen war es unproblematisch, in Woche 5 sah man meinem Pferd an, so, jetzt reichts. Dann hab ich ihm 2 Stunden eine ungefütterte Decke drauf und er kam gut wieder zurecht danach, weil er einfach zwischendurch mal richtig trocken wurde.

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Mir persönlich sind Abzeichen völlig egal und das jetzt schon seit 25 Jahren. Die ersten 13 Jahre meiner Reiterei hab ich damit geliebäugelt, aber es gibt genug Trainingsturniere, für die man keinen Leistungsnachweis braucht. Wenn man nicht wirklich im Sport dauerhaft aktiv sein will, braucht man das alles nicht. Mir persönlich ist guter Unterricht wichtig, dass die Pferde dort gut gehalten, gefüttert und generell betreut werden, dass die Ausrüstung passt, sie gesund sind - ob und wann und wie da Prüfungen abgelegt werden, ist das allerletzte Kriterium, wonach ich einen Stall aussuchen würde. Vielleicht würde mich das sogar von einem Stall abhalten, denn ich hab ja kein Interesse dran und für die Teilnehmer ist sowas immer mit soundsovielen Kurseinheiten verbunden, d.h. mir blockiert in dem Moment so ein Kurs einen Teil der Anlage oder vielleicht auch einen Trainer - und wozu das Ganze?

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Viele Vereine schreiben beispielsweise ihr Winterturnier oder das, in dem auch die Vereinsmeister ermittelt werden oder einfach ein zweites Turnier als Trainingsturnier aus. Denn: Wenn es nicht in die FN-Turniere eingeht, kann man ordentlich Kosten sparen, weil man beispielsweise nicht so viele Richter braucht (der am Abreitplatz spart man sich mindestens und man entscheidet auch selbst, ob da einer oder mehrere in der Prüfung sitzen), muss es nicht genehmigen lassen und, und, und.

Ansonsten finden die aber ganz normal statt inkl. Platzierungen, Schleifen und so weiter.

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Die Plaketten sind in Deutschland sehr unterschiedlich, weil die Landkreise (oder woanders gar die Gemeinden?) drüber entscheiden, ob sie sowas haben wollen und was damit verbunden ist.

Hier in Bayern ist es so, dass einige Landkreise haben. Da dienen sie einfach der Kennzeichnung von Pferden, die im öffentlichen Raum unterwegs sind. Je Pferd muss man einmalig ein Paar Kennzeichen kaufen (kosten um die 20 Euro). Man gibt dazu die Lebensnummer eines Pferdes an und die Adresse, an die sie geschickt werden sollen. Mehr nicht. Dann zahlt man seine Rechnung und hat nie wieder Arbeit damit, also keine Jahresgebühr oder sonstwas. Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung, wie DerHans schreibt, musste ich für beide Pferde nicht nachweisen.

Erfragen kann man also die Kosten nur bei seinem Landkreis (oder seiner Gemeinde?) und versichert ist man damit in keiner Weise, es kann nur leichter festgestellt werden, WER einen Sach- oder Personenschaden angerichtet hat, weil man ein Nummernschild bei sich trägt.

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Nimm den Duplo runter. Nicht nur im Winter, das Zeug hat der Teufel gesehen, was das mit den Pferdebeinen und den Hufen anrichtet. Im Schnee hat ein Barhuf kein Problem, das beste, was es gibt und auch im Sommer das beste für die Pferdegesundheit. Ich hab nur leider in den letzten 20 Jahren keinen einzigen Schmied gesehen, der Barhuf wirklich kann.

Interessanterweise kannte ich in den letzten Jahren viel mehr Pferde, die wegen gebrochener Beine eingeschläfert werden mussten als je zuvor. Und all diese hatten zu dem Zeitpunkt Kunststoffbeschläge drauf. Ich hab diese selbst gespürt, wie ein Pferd sich anfühlt, das die drauf hat. Es wundert mich nicht. Die stoppen einfach völlig unberechenbar auf und das gibt riesige Scherkräfte auf die Beine.

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Muss nicht sein, aber kann. Trägt das Pferd Decke? Da kommen sie ja sehr oft so drunter raus, ist eben einer der Nachteile der Decken. Ansonsten ist es nach einem Monat ja eigentlich auch Zeit für den ersten Check. Im ersten Monat setzt sich die Erstpolsterung am meisten, weshalb die meisten Sattler dieses erste Nachpolstern im Kaufpreis enthalten haben und deutlichst drauf hinweisen, dass man eben möglichst bei Auslieferung bereits diesen Termin vereinbart.

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Vor Deiner Vorkasse Zahlung passiert mal gar nichts. Wenn Du am 25. oder 26. überwiesen hast, kam es am 27. oder 28. (waren beides Bank-Arbeitstage) dort an. Seitdem waren grade mal 4 volle Werktage (Silvester wirst, obwohl es eigentlich ein Arbeitstag ist, nicht werten können). Also noch keine 2 Wochen. 2 Wochen sind normalerweise 10 Werktage (Samstag wird dort meines Wissens nicht versandt).

Dazu kommt, dass die erst Weihnachts- und dann Umtauschgeschäft abwickeln mussten. In solchen Stoßzeiten halten sie die normale Lieferfrist von 4 bis 5 Werktagen, die viele Versandhändler haben, eh nicht ein. Wenn sie nicht eh Weihnachtsurlaub hatten bis 6.1. und jetzt seit gestern der Reihe nach abarbeiten, was in der Zwischenzeit einging.

Verblüfft bin ich eher, dass man ein Vorderzeug im Versandhandel bestellt und nicht beim Sattler kauft.

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Ich würde sowas weit außerhalb der Reichweite meiner Pferde aufhängen, damit sie an sowas ungesundes nicht hin kommen. Lieber verwende ich mal ein Stück Brot als Futterlob, wenn wir was besonderes machen oder ein Stückchen von einer Karotte, bevor ich ihnen sowas gebe.

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2-4 Mal

Ich fahre zwar täglich in den Stall, in dem unsere Pferde leben, aber ich reite sie nicht täglich, sondern wähle die Arbeit nach deren und meinem individuellen Tagesbefinden aus. Da sind Wochen dabei, wo ich drei Wochen hintereinander nicht auf dem Pferd sitze, da sind aber auch Wochen dabei, wo ich täglich reite. Manchmal mache ich gar nichts, freue mich einfach, ihnen kurz zusehen zu können, manchmal mache ich mehr - je nachdem, was ihnen und mir eben gut tut.

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Ab dann, wo der Rumpf des Pferdes sich so sehr streckt, dass der Sitz des Sattels nicht mehr alleine durch seine Anpassung gewährleistet ist, ist ein Vorderzeug nötig. Leider habe ich schon öfter erlebt, dass Vorderzeuge schon vorher (z.B. beim Reiten von Steigungen) eingesetzt wurden, weil man bei Sattelkauf einfach nicht beachtet hat, dass dieses Modell nicht gut genug angepasst werden kann. Dann rutschen Sättel schon bei Steigungen, die normal überhaupt kein Problem sein sollten.

Nicht nur den Bedarf überhaupt, sondern auch die Auswahl des konkreten Modells sollte man dementsprechend mit seinem Sattler besprechen. Denn der weiß zum einen, wann eines nötig wird und zum anderen, welches das Pferd zu sehr einschränken würde aufgrund seiner individuellen Bewegungen und welches für dieses Pferd besser geschnitten ist. Das lässt sich leider im Stand alleine nur schwer beurteilen, erst recht nicht, wenn man nicht schon mit vielen verschiedenen auf vielen verschiedenen Pferden zu tun hatte - und wieviel "Wissen" welcher Güte in den Ställen unterwegs ist, bekommt ja jeder mit.

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Ich persönlich würde die gesundheitlichen Vorteile der Offenstallhaltung meinen Pferden um nichts in der Welt mehr nehmen wollen. Als ich die beiden in den Offenstall umgestellt habe, bin ich täglich 45 km einfach dort hin gefahren. Inzwischen wohne ich näher, aber da ich immer wieder im Stall mithelfe oder auch mal zuhause so viel zu tun habe, dass zu wenig Zeit bleibt, mache ich zur Zeit mit denen auch fast nie was. Einmal die Woche, wenn's hoch kommt. Ich weiß, es kommen auch wieder andere Zeiten, aber momentan ist es eben so. Dadurch, dass sie sich aber 365/24/7 frei bewegen können, habe ich deshalb keinerlei schlechtes Gewissen. Ich weiß, sie sind jetzt nicht groß trainiert, also müsste ich das leisten, bevor ich ihnen was abverlange. Aber es fehlt ihnen an nichts.

Witterungsabhängig raus bedeutet ja, dass man beispielsweise auf die Bodenverhältnisse Rücksicht nimmt. Das heißt, wenn jetzt Dauerregen herrscht, wie ich glaub 2013 war's, wo es im April zu schütten angefangen hat und erst im Juni wieder aufgehört hat, dann sind die Koppeln dicht. Geht ja nicht anders, die würden ja alles umackern. Im Winter haben wir selten ordentlichen Bodenfrost, sodass man sie uneingeschränkt raus lassen kann.

Und erklär einem Offenstallpferd, dass es jetzt jede Nacht lange stehen muss, weil Winter ist. Wenn ich die Augen von Boxenpferden und von Offenstallpferden vergleiche, dann weiß ich, dass ich persönlich lieber meine Pferde so gut wie gar nicht sehen würde, bevor ich sie jemals wieder in eine Box stelle.

Und ich gebe zu bedenken, dass die meisten Pferde lange an einem Herdenwechsel knabbern, bis wieder alles im Lot ist - die meisten Pferdebesitzer nehmen das nur nicht wahr, weil sie ihre Entscheidung nicht bereuen wollen.

Vielleicht kannst Du Dich von Stalldiensten auf irgendeine Weise entlasten lassen. Wie es nach Deiner Elternzeit weiter geht, kannst ja heute eh noch nicht sagen. Wer weiß, ob dann wieder alles ist wie bisher, nur eben mit Kind und Du bereust den Umzug dann schwer.

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Erst mal muss man ja immer sehen, was eine Reitbeteiligung ist:

Eine Möglichkeit, nur an wenigen Tagen pro Woche ein Pferd zu haben und deshalb auch nur einen Anteil zu zahlen statt dem, was ein ganzes Pferd eben so an Kosten aufwirft. Ja, man hat weniger Rechte als RB. Dafür hat man aber auch weniger Pflichten. Das hält sich die Waage. Entsprechend sollte das nicht in die Rechnung mit eingehen.

Wenn ich mir überlege, dass ich 420 für den Stallplatz jedes Pferdes zahle und dazu noch im langjährigen Mittel 200 für Nebenkosten wie Hufbearbeitung, Zähne, Ausrüstung, Versicherungen und vieles mehr, dann sind das 620 Euro monatlich. Dafür habe ich 7 Tage pro Woche ein Pferd. Wenn jemand nun einen Tag ein Pferd hat, finde ich es nur gerecht, wenn er 1/7 der Kosten zahlt. Wären hier also 88,57 €. Und es ist egal, wie gut ein Pferd ausgebildet ist, jedes Pferd frisst gleich viel und hat dieselben Kosten. Warum wird das immer am Ausbildungsstand fest gemacht. Zudem kann ich auch argumentieren, dass wenn jemand sich mit einem nicht so weit ausgebildeten Pferd weiter entwickelt, er daraus viel mehr lernt als auf einem Pferd, das Wunder wie weit ist, nur droben zu sitzen und zu lächeln und gar nicht zu wissen, wie man all die schönen Lektionen erarbeitet.

Wenn jemand aus Freundschaft oder aus Jugendförderung oder, weil er, wenn er nicht täglich da ist, ein ungutes Gefühl hat oder aus irgendeinem anderen Grund was nachlässt, ist das ganz alleine seine Sache und für die RB eben ein Glücksfall, etwas günstiger bekommen zu können, aber dass man immer gleich sagt, es sei übertrieben, wenn jemand einfach fair rechnet, finde ich, gelinde gesagt, absolut unfair. Ich bin heilfroh, dass ich keine RB mehr auf den Pferden habe, denn die meisten (nicht alle, ich weiß, man soll nicht pauschalisieren, aber ich bekomme einfach zu viele solche mit) sind im Nehmen besser als im Geben.

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Ich würde mich an die beiden großen Huforthopädieschulen wenden, die DHG und das DIfHO - da bekommst Du alle Informationen, die Du brauchst und wirkliche biomechanische Zusammenhänge.

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Ich würde als erstes mal im Kaufvertrag nachlesen, mit welcher Vertragsstrafe ein Bruch verbunden wäre. Weil das ist das Risiko, das man eingeht. Steht keine Vertragsstrafe drin, sagen zumindest deutsche Gerichte, hat die Verkäuferin Pech, weil wenn nicht festgelegt ist, was bei Vertragsbruch passiert, passiert schlicht nichts.

Und dann würde ich überlegen, ob man wirklich nur so einen Tropfen auf den heißen Stein an Verbesserung macht. Von Box zu Paddockbox sind immer noch mindestens 8 Stunden, wahrscheinlich mehr, pro Tag Stehzeit und ob das Pferd zwischen den pferdeunfreundlichen engen Wendungen in der Box 2 m gehen kann oder nicht, ist für die Gesundheit schon egal. Dass der Weidegang dann in der Gruppe erfolgt, ist schon eine Verbesserung, immerhin. Aber einem Pferd fällt es immer schwer, die bisherigen anderen Pferde zu verlassen, selbst, wenn es an die nicht hin kam. Es sind vertraute Wesen. Und das würde ich keinem Pferd unnötig oft zumuten. Da würde ich dann gleich eine Bewegungshaltung in der Herde suchen in der Hoffnung, dass das dann bis Lebensende passt und zur Gesunderhaltung des Pferdes beiträgt.

Die Trainerin wirst Du damit verabschieden und eine neue finden müssen, denn vermutlich ist die irgendwie mit dem Stall verbandelt, leitet ihn vielleicht sogar und ist dann nicht sehr erfreut, wenn Du gehst, weil Dir ihre Haltungsbedingungen nicht gefallen. Selbst, wenn sie jetzt nicht dort angestellt ist oder ihr der Stall nicht gehört, ist sie ja nicht dort, weil sie das alles unglücklich findet, sondern hat wohl Gründe, dort zu sein und wird es nicht gern hören, dass Du Gründe hast zu gehen. Aber im Leben hat man immer wieder neue Wegbegleiter, weil eben irgendwas nicht mehr passt. Das ist normal, gehört zum Wandel der Zeit und dem muss man auch mal nachgeben.

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Stiefelhosen gibt es ja schon ewig. Irgendwann wurden dann am Knöchel die Bündchen mit Klett geschlossen - und da hatte man dann das Problem, dass der Klett kratzte auf der Haut, hat sich kurzerhand eben längere Strümpfe gesucht. Nun war der Strumpfabschluss auf der Länge des Stiefelschafts auch nicht besonders bequem, das gab bei manchem wirklich gut sitzenden Reitstiefel wieder Druckstellen. Deshalb wechselten immer mehr Reiter zu Kniestrümpfen unter der Reithose.

Irgendwann in den 1980er Jahren sah man dann auf den Turnieren erst einen, dann zwei, dann plötzlich ganz viele Reiter auftauchen, die (warum auch immer, es entzieht sich meiner Kenntnis) die Strümpfe über den Reithosen, also zwischen Reithose und Stiefeln, trugen. Weil die Turnierreiter gern gesehenes Vorbild waren, verbreitete sich das rasch, ohne dass mir jemals jemand einen richtigen Grund dafür nennen konnte ;-)

Also zieh die Socken an, die Dir angenehm sind, denn nur dafür brauchst Du welche, sonst könntest Du auch ohne reiten.

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Pad musst Du sowieso mit Deinem Sattler besprechen. Und nein, der Sattel wird dadurch nicht zu eng, sondern zu weit! Stelle man sich die Form eines Pferdes vor und hebe den Sattel einfach nur an, ohne seitlich auch mehr zu haben und schon sieht man, dass die seitlichen Teile der Kissen nicht mehr genug unterfüttert sind und an der Padkante am Übergang zum Blatt deshalb Druck entsteht. Deshalb entweder den Sattel für diese Dickenunterschiede polstern oder immer etwas gleichmäßig dickes drunter haben, egal, welcher Bauart, denn der Sattel ist der Rumpfform des Pferdes angepasst. Wenn ich überall was gleich dickes, aber dickeres drunter habe, dann kommt das ganze höher, dafür ist dort aber auch das Pferd wieder schmaler und es passt mit der größeren Breite inkl. Unterlage zusammen. Nur höher oder nur breiter ginge nicht. Irgendwo hier auf GF läuft ein Bild von mir rum, das ich extra für die Veranschaulichung mal gezeichnet und von meinem Sattler beurteilen habe lassen, dass ich es wirklich korrekt wiedergebe. Am Rechner find ich es grad nicht, sonst würde ich es mal wieder anhängen. Für welche Variante, also Pad (=nur höher, nciht breiter) oder komplette Unterlage (= höher und breiter) oder weiterhin die normale Sattelunterlage Du entscheidest, kannst Du dann beurteilen, wenn Du alle Argumente des Sattlers kennst - und dann sucht er auch gleich das zur Kissenform Deiner Sättel passende Pad aus und nicht irgendeins.

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Nein, natürlich nicht. Ich bekomme ja auch mal Besuch und die wollen auch ein Sofa nutzen, ob zum schlafen oder zum sitzen und die wenigsten Besucher bei mir haben mit Pferden zu tun. Außerdem mag ich nicht überall Stallgeruch haben, so sehr ich meine Pferde mag. Also gibt's im Eingangsbereich eine Nische, wo alles, was mit Stall zu tun hat, abgestreift wird.

Geduscht wird nur, wenn ich genug im Stall gemacht habe, dass ich Geruch angenommen haben könnte. Wenn ich nur im Offenstall nach den Pferden schaue, rieche ich nicht danach - es sei denn, die Stallklamotten wären schon wäschereif gewesen und hätten an mich Geruch abgegeben. Wenn ich aber mit den Pferden arbeite, sie putze oder Stallarbeit verrichte, dann selbstverständlich.

Allerdings frieren meine Finger und Füße aufgrund Raynaud-Syndrom so aus, dass ich oft eh baden muss, weil von denen aus der ganze Körper eiskalt wird und ich nie mehr warm werde, wenn ich nicht heiß bade.

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