Halsringreiten ist eine gute Möglichkeit zu überprüfen, ob man mit den Sitz- und Schenkelhilfen korrekt reitet. Wenn damit etwas nicht klappt, geht's bei den Trainerstunden nochmal dran, mehr Augenmerk auf die korrekten Hilfen zu legen.

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Wenn es eine Holzhütte ist, frag den örtlichen Zimmerer. Das darf der an Statik rechnen - und ohne Statik mach es nicht. Ich habe selbst gebaute Hüttendächer bis 200 m weit fliegen und beinahe ein Auto treffen sehen bei Sturm. Stell Dir vor, im Umkreis läuft ein Fußgänger, wenn sich das unter Windlast verabschiedet.

Die andere Seite: große Pferde sind teilweise daran gewöhnt, dass ihnen nicht jedes Dach wirklich hoch genug ist. Knapp 170 ist ja nun auch kein riesiges Pferd. Heutzutage ist ja nicht mal 1 % der Warmblutpferde kleiner.

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Eigentlich sollte man mit beidem nicht anfangen, bevor man im Schritt das Pferd wirklich sehr gut an den Hilfen hat. Das kann man an Schrittlektionen überprüfen, die heutzutage manche Reiter nie, andere erst nach spektakulären Lektionen in den schwunghaften Gangarten lernen. Aber es ist richtig schön und überhaupt nichts verloren, wenn man nicht erst seltsam hoppeln lernt, sondern ab dem ersten Trabtritt bzw Galoppsprung die Qualität wirklich top ist und man lieber nach einem einzelnen Tritt oder Sprung wieder pariert, bevor diese Qualität verloren geht.

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Die Hufe können das ab. Aber spätestens, wenn Du siehst, wie die Mausgänge einbrechen, ist Dir klar, dass man das nur macht, wenn man sein Pferd los haben möchte. Auf einer seit Jahren gewachsenen Wiese können schon Mausgänge fies einbrechen und das kann gefährlich sein. Ein Stoppelfeld war vor dem Bewuchs umgebrochen, da ist das noch eine ganz andere Hausnummer. Man denkt dann an die schweren Traktoren, die drüber fahren, aber wenn man das auf die Reifendruckfläche umrechnet, ist auf einem Pferdehuf schon wesentlich mehr Gewicht pro cm², sodass der Traktor bequem drüber fahren kann, das Pferd aber einbricht und sich die Beine bricht, wenn's dumm läuft.

Selbst wenn ich die Freigabe vom Bauern hätte, würde ich es nicht machen. Es gibt genug sicherere Wege zum Galoppieren als Stoppelfelder.

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Nein. Du kannst schon schreiben. Kinder, die klein genug sind für Shettys, können das in der Regel noch nicht.

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Ab dem ersten Meter. Warum lehrt man die Leute erst mal alles mögliche, was sich dann unterbewusst als "so bewegt sich also ein Pferd" einprägt, stattdass man sie auf Pferde setzt, die von sich aus dank ihrer Ausbildung die Anlehnung suchen und ihnen erklärt, was sie zu tun haben, damit das nicht verloren geht? Ja, dann dauert es, bis sich was bewegt. Dafür lernt man nicht erst Mist, um dann umständlich die ganzen antrainierten Fehler wieder abstellen zu müssen.

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Das hat mit Offenstall nichts zu tun, das ist bei jedem Stall schlecht. Ich würde nicht dort einstellen, wenn die Böden nicht befestigt sind. Tiefe Böden sind auf Dauer nichts für Pferde. Auch, dass das Heu eben Heu sein muss und nicht Müll, ist eigentlich immer so und hat nichts mit der Haltungsform zu tun.

Im Offenstall hat das Pferd in der Regel noch Ausweichmöglichkeiten. Ist in der Box etwas nicht gut gemacht ist das Problem nochmal deutlich größer.

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Ich gebe meine Tiere nicht her. Ich behalte sie bis zu ihrem Tod. Zum einen, weil es schon gar nicht meine geworden wären, hätten sie mich nicht emotional tief berührt. Zum anderen, weil es für ein altes Pferd richtig schlimm ist, entwurzelt zu werden und manche nicht drüber hinweg kommen und dann sehr schnell versterben.

Und dann noch ganz einfach aus der Überlegung, warum jemand einen Beisteller sucht. Meist, weil er privat hält und z. B. wegen Tod eines Vorgängers keine Gesellschaft mehr für sein Pferd hat. Aber warum dann ein Pferd, das als Beisteller angeboten wird? So eines ist in der Regel teurer zu halten, weil es schon das ein oder andere behandlungsbedürftige Gebrechen hat. Die Kosten dafür trägt man doch eher, wenn man das Tier schon längst ins Herz geschlossen hat als wenn man es noch gar nicht kennt. Da ist also doch zu erwarten, dass es eher wenige Menschen sind, die wirklich nach einem Pferd mit Gebrechen suchen. Ja, man spart sich Anschaffungskosten. Aber wenn ich die in wenigen Monaten an den Tierarzt wieder ausgebe, ist das Geld trotzdem weg. Das heißt, bei einem Großteil der Interessenten ist davon auszugehen, dass an den Behandlungen auf Kosten des Pferdes gespart wird. Der Rest reitet auf der Masche kaufe einen Beisteller und verkaufe ihn als Reitpferd weiter.

Du kannst natürlich günstiger einstellen, wenn du keine Reitanlage mehr brauchst. Andererseits sind gute Reitböden auch nötig, um dem Pferd an der Hand wichtige "Krankengymnastik" zukommen zu lassen. Insofern würde ich eher ein junges fittes Pferd ohne Anlage unterbringen.

Und bei jemandem hinterm Haus als Gesellschaft für dessen Pferd bedeutet halt auch immer, dass kein Profi da ist, wenn es etwas akutes hat. Ich weiß echt viel über Pferdegesundheit, aber die letzten Wochen im Leben meines Wallachs hatte ich echt großes Glück, fachkundige Begleitung zu haben. Je mehr ich weiß, desto wichtiger ist mir, dass mein Stallbetreiber das hauptberuflich macht und auf der Anlage wohnt und nicht vor und nach der Arbeit kurz vorbei schaut.

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Sehr schwierig. Dafür musst Du einfach die richtige Zielgruppe finden. Ich würd's nicht nehmen, wenn Du mir noch 50 Euro dazu geben würdest. Aus dem Grund, dass ich nicht skrupellos genug bin, das als Qualität anzupreisen und eine Kleinanzeige erstellen auch mit Arbeit verbunden ist. Aber es soll Leute geben, die sowas kaufen würden.

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Wenn Dir ein Casco passt, bekommst unter einem Uvex in kürzester Zeit Kopfschmerzen, denn dann hast Du einen ovaleren Kopf als die, für die Uvex baut. Ich kann einn Casco keine 5 min auf haben, dann fängt es mir im Kopf zu pochen an. Anderen geht es mit meinem Uvex-Helm so.

Einen derart gut durchlüfteten Helm wie meinen Uvex habe ich bei Casco noch nicht gesehen. Casco hat schon sehr geschlossene Helme. Aber es gibt ja mehr Hersteller für ovale Köpfe.

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Nein, abgeworfen nicht. Ich bin infolge von Reiterfehlern 7 mal gestürzt in 41 Jahren und im Rückblick muss ich sagen, 7/7 Stürzen wären absolut vermeidbar gewesen, hätte ich eben nicht einen Fehler gemacht. Um wirklich aktiv abgeworfen zu werden, muss man schon eine ganze Reihe von Fehlern machen. Ich kenne ein Pferd, da wurden in der Ausbildung Fehler gemacht, da kann das passieren. Da muss nochmal neu aufgebaut werden, Fehler ausgemerzt werden - übrigens viel, viel schwieriger als gleich ordentlich auszubilden.

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Mit 13, also wirtschaftlich von den Eltern abhängig, noch nicht sesshaft, noch keine Familie gegründet? Gar nicht.

Warum um alles in der Welt sollten Deine Eltern so viel ihres verdienten Geldes nicht anlegen, für die Rente sparen, in den eigenen Urlaub oder den eigenen Wohnraum oder auch ihre Hobbys investieren, nur, damit Du Dein Hobby anders ausüben kannst als bisher? Ich habe mir das mit 33 Jahren noch gut überlegt, weil ich da in einer Firma gearbeitet habe, die alle Jahr mal die Chefetage ausgetauscht hat und dann auch alle Mitarbeiter die mit den Chefs zusammengearbeitet haben.

Ich suche übrigens gerade ein Pferd zu kaufen und eine, die eines anbietet, musste das Telefonat beenden, weil sie vor Tränen nicht mehr konnte: Sie muss verkaufen, weil sie mit ihrem Mann ein Haus bauen möchte und das nicht beides möglich ist.

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Losgelassenheit im Schwerpunkt des Reiters ist der Zauber.

Wer nicht losgelassen sitzt, bei dem trägt sich das alles weiter. Nur, wer losgelassen sitzt, ist mit seinem Körperschwerpunkt im Sattel unabhängig von Händen und Beinen und kann mit beiden gezielt einwirken.

Losgelassenheit/Lockerhei hat übrigens nichts mit Mehlsack und hängen lassen zu tun. Man sitzt völlig unangestrengt bequem aufrecht.

Wichtig, damit ein Reiter es erlernen kann, losgelassen aus der Körpermitte zu agieren, ist, dass man ihn nur ein ausreichend über den Rücken gehendes Pferd antraben lässt und ihm eine Sensibilität dafür beibringt, wann er durchparieren muss, dass die Bewegungsqualität nicht verloren geht. Dies alles lernt man mit genug theoretischem Wissen über Biomechanik leichter. Deshalb geht mir das oft zu schnell, dass die Leute vor dem Wissenserwerb auf's Pferd gesetzt und in allen Gangarten regelrecht "abgerüttelt" werden wie frisch verlegtes Pflaster. Es geht um das Zusammenwirken zweier Lebewesen, da spielt ziemlich viel mit rein.

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Röntgen kann man den Rumpf beim Pferd nicht - zu viel Pferd zwischen Röntgengerät und Bildplatte. Mit sofort einem Eisbeutel hättest vielleicht einen Teil der Schwellung vermeiden können. Kühlpaste wird vermutlich nicht kalt genug und sollte keine durchlutungsfördernden Substanzen enthalten für die ersten 48 Stunden nach einem Schlagtrauma, sonst wird die Schwellung nochmal größer. Da ist ja oft Kampfer drin. Nach Ablauf von 48 Stunden kann man die Schwellung abbauen helfen mit durchblutungsfördernden Substanzen.

Wenn die Rippen was haben, wird er schwerer aufstehen, wenn er sich legt (hast ihn da beobachtet) und behandelt wird das in erster Linie "mit Zeit". Es bleibt also nichts als es heilen zu lassen.

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Was gibt's denn bei Dir im Stall an Kraftfutter? Davon einfach täglich ein Händchen und dann immer wieder reduzieren, bis es nicht mehr nötig ist.

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Ich ziehe auch Kappzaum und Trensenzaum gemeinsam an. Weil der Kappzaum wirklich gut am Kopf sitzen muss, den Trensenzaum über den Kappzaum. Das, wenn ich z. B. mal einen Anfänger am Pferd sitzen habe, der die Zügelhilfen zu lernen beginnt und ich jederzeit die Führung übernehmen können möchte.

Ich habe für ein Pferd sogar einen Kappzaum mit Trenseneinhängemöglichkeit, aber die Einwirkung des Zaums ist etwas anders, weil der Kappzaum ja anders am Kopf greift und ich mit der Trense nur an den Kreuzungspunkten Backenstücke, Nasenriemen ankomme. Deshalb ist mir diese Lösung gar nicht mal so sympathisch wie ich dachte und ich greife häufiger zur Doppelzäumung.

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Dein Problem ist genau die Passform und da kann man nichts empfehlen, weil man Deine Anatomie nicht kennt. Da bleibt Dir nur anprobieren und wirklich nur kaufen, wenn die Hose wirklich sitzt. Ich weiß, wie kompliziert das ist, ich finde auch keine 100 % passende. Irgendwas ist immer.

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