Wut auf die eigene Mutter - was tun?
Hallo, liebe Community. Meine Mutter und ich (16 Jahre alt) haben uns noch nie über einen längeren Zeitraum gut verstanden, da ich oft sehr wütend auf sie bin. Das liegt daran, dass ich mich immer wieder daran erinnere, dass ich durch eine Affäre entstanden bin und keinen Kontakt zu meinem Vater habe, woran ich ihr häufig die Schuld gebe. Ich könnte Kontakt zu ihm haben, aber nach den ganzen Jahren bin ich mir nicht sicher, ob ich das noch möchte (meine Eltern hassen sich!). Ich habe mir immer eine richtige Familie gewünscht, doch als meine Mutter sich vor ca. 8 Jahren von ihrem damaligen Freund getrennt hat, den ich als Vater angesehen hatte, bin ich irgendwie nicht mehr so glücklich. Wenn wir streiten, dann werfe ich ihr manchmal vor, dass sie schwanger geworden ist, dass sie mich auf die Welt gebracht hat bei so unklaren Verhältnissen... Im Nachhinein tut mir das unendlich leid. Sie hat schon eine Abtreibung hinter sich, da war sie 20, das habe ich durch Zufall rausbekommen. Auch das macht mich so traurig und wütend. Ich denke dann manchmal, was wäre, wenn sie das Kind bekommen hätte mit ihrem Freund damals... Das Kind hätte einen Vater gehabt, sie wären eine glückliche Familie gewesen... Ich liebe meine Mutter über alles und ich möchte nicht wütend auf sie sein! Sie versucht alles, damit es mir gut geht! Sie holt mich von überall ab, macht mir Essen, hilft und unterstützt mich bei allem, sie ist einfach eine tolle Mutter, trotzdem kann ich es nicht sein lassen... Was kann ich machen, damit ich meiner Mutter nicht die Schuld gebe bzw. keine Wut auf sie habe?
8 Antworten
Ich habe mal gelernt, dass man sich Freunde aussuchen kann, aber nicht die Familie.
Diese Menschen sind so, wie sie sind und da kann es manchereins auch oft zu Reibereien kommen.
In deinem Fall sehe ich, dass du deine Mutter liebst und ihr gleichzeitig auch etwas vorwirfst, weil es dich einfach beschäftigt und das wird nicht weggehen, weil diese Existenzfrage dich auch einfach ausmacht.
Ich würde ein Gespräch suchen, auf jeden Fall dann, wenn ihr gerade friedlich miteinander seit. Bereite sie von mir aus auch darauf vor. Macht einen Termin aus. Im Streit sagt man viel aus dem Affekt heraus, was man gar nicht so meint, dann also auf keinen Fall und sollte sich das Gespräch zuspitzen, unterbrechen und später weiterführen.
Achte auf deine Sätze. Fange nicht mit Anschuldigungen an, sondern da wo du stehst und du wie DU dich FÜHLST. Frage deine Mama nach ihren Gefühlen und frag sie vielleicht auch, ob sie eine Lösung für dich hat.
Sie ist die Ältere und Weisere.
Wenn ihr nicht weiterkommt, dann scheue auch nicht, zu einer Therapie zu gehen, mit oder ohne Mutter.
Alles was deine Existenz betrifft, ist wichtig, denn das ist dein FUNDAMENT für's Leben. Darauf baust du ALLES auf. Wenn da unten was nicht stimmt, dann gibt es weiter oben auch Probleme.
Du liebst deine Mutter über alles, sie versucht alles, damit es dir gut geht!
das müßte doch eigentlich Grund genug sein, sie nicht zu hassen?
doch. bei mir und meiner Mutter ist es ähnlich. sicher, sie ist meine Mutter und sie hat extrem viel für mich getan, aber manchmal da könnte ich sie... naja sie nervt dann extrem .... wie einer der User geschrieben hat... das Fundament stimmt nicht, dann gibt's weiter oben auch probleme
Dann kann ich aber nicht schreiben:
"Ich liebe sie über alles" usw., da das dann nicht mehr zutrifft!
Ich finde es ziemlich unverschämt und wohl auch verzogen was du dir deiner Mutter gegenüber heraus nimmst. Du bist selbst im Leben noch längst nicht angekommen. Sitzt im Kinderzimmer, in einer Wohnung für die deine Mutter aufkommt die dir das warme Essen auf den Tisch stellst, für dich Taxi spielt und moralisierst Dinge die 17 Jahre zurückliegen, Umstände die du gar nicht beurteilen kannst. Manchmal wäre es angebrachter einfach den Mund zu halten und sich in Selbstbeherrschung zu üben.
wenn die leute um dich herum es dir nicht einfach machen und du dich unwohl fühlst und weist es geht für immer so weiter, dann akzeptiere die dinge wie sie sind und lern damit zu leben, zeig mitgefühl und liebe und zwar auf zeit.. und vielleicht packt deine mam dann mal die wahrheiten raus.
das kann aber auch nach hinten losgehen und das Ende vom Lied ist dann Depression, weil sie/er alles ertragen hat bzw damit lebt
Das was dir am meisten helfen würde, wäre einen Blick in die Zukunft zu tun, 10 oder 20 Jahre nach vorne, in eine Zeit, in der auch du Gelegenheit hattest, gravierende Fehler zu machen, dich zu irren und zu vertun und möglicherweise einem Menschen das Leben zu versauen. Mit 16 hattest du diese Gelegenheit noch nicht, aber ab einem bestimmten Alter fängt man an zu denken und sich zu fühlen, als ob man schon erwachsen wäre. Du hast bei allem sicher recht, deine Klagen sind aber die eines Menschen, der nichts von eigenen Versagen weiß, nicht weiß, wie schwer es sein kann, stets das Richtige im Leben zu tun und der deswegen nicht milde sind kann.
ich bin mir sicher zwischen den beiden sind genug wörter gefallen um diese ´´liebe´´ anzuritzen und nichts besteht für immer glaub mir das ist so ganz einfach so