Wo kommen eigentlich diese Tonnen an tierischen Produkten her?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Industrielle Massentierhaltung!

Bei Alt Tellin in Vorpommern-Greifswald steht eine Anlage für über 10.400 Muttersauen, die jährlich über 250.000 Ferkel produzieren - ich formuliere das bewusst so und rede nicht von gebären oder werfen.

Bei Grimmen in Vorpommern-Rügen werden in einer Anlage über 966.000 Hähnchen gemästet und geschlachtet.

Und das sind nur die größten in Deutschland. Überall in unserem Land stehen kleinere Anlagen und überall auf der Welt stehen noch viel größere Anlagen, damit unser Hunger nach Fleisch gestillt werden kann. China produziert jährlich über 500 Millionen Mastschweine.

Jedes Jahr werden über 795 Millionen Landtiere in Deutschland für unser Essen geschlachtet. Zwar sinkt die Zahl bei uns leicht, dafür essen andere Länder mehr. Mehr als 100 Millionen Tiere werden gar nicht verzehrt, sondern weggeworfen - Überproduktion, Aufzuchtfehler, Krankheiten usw.

Damit das funktioniert müssen Tiere eng zusammengepfercht im Stall stehen, dürfen sich nicht bewegen - können also keinen natürlichen Trieben nachgehen. Ein Schwein hat nicht mal einen Quadratmeter Platz, ein Huhn etwas mehr als DIN A4-Blatt.

Und natürlich erreichen die Tiere auch nie ihr natürliches Alter. Anstatt 25 Jahre werden Milchkühe höchstens 5 Jahre alt, Mastbullen nur 18 Monate. Schweine, die in freier Wildbahn bis zu 10 Jahre alt werden max. 7 Monate. Masthühner werden nach 7 Wochen (!) geschlachtet, obwohl sie natürlicherweise 5 Jahre alt werden könnten.

Tja, nennt sich Massentierhaltung...

Ist im Prinzip wie FließbandProduktion, nur etwas langsamer...

Funktioniert durch Arbeitsteilung, Spezialisierung, 'SerienFertigung' und eine recht große Anzahl von Tieren, die parallel aufgezogen und gemästet werden, die durch sogn. Skaleneffekte immer preiswerter wird!

Ja ist einfach nur noch pervers

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Die Produkte kommen von der leistungsfähigen Landwirtschaft hierzulande und weltweit.

Die Lebensmittelkonzerne kaufen immer dort ein, wo es am billigsten ist.

Wäre es dir lieber, wenn es weniger Nahrung zum 10fachen Preis gäbe?

Und früher war es üblich, daß auch im Hinterhof in der Stadt Schweine mit Abfällen gefüttert wurden.

Bloß will das keiner mehr, wegen dem Geruch oder Lärm (Quieken, grunzen, Türen quitschen, Maschinenlärm).

Dort wo die Ställe stehen, sieht man selten Städter. Die dürfen auch wegen der Biosicherheit (Krankheitsübertragung ) nicht rein. Zu viele Vorschriften, die das verbieten.

Und lass dich nicht vom Angebot verwirren.

Das Fleisch ist zwar da. aber wird es denn auch in Massen von den Massenkunden gekauft? Wird so ein Hähnchenspieß alle 10 min neu bestückt, oder geschieht das nur 2 mal am Tag?

Ich gebe dir mal ein anderes Beispiel:

Im Autohaus stehen auch viele Autos. Die ganze Bude voll und auch auf dem Hof. So viele ....

Aber wieviele davon verkauft er? Wieviele davon werden denn jeden Tag ersetzt? Bloß weil ein Produkt da ist, heißt das noch lange nicht, daß ein hoher Verbrauch ist.

Im Gegenteil. Ein geringes Angebot läßt auf einen hohen Verbrauch schließen, weil die Produktion nicht hinterherkommt.

Es wird auch alles jetzt teurer,nicht nur Fleisch...und niemand stirbt,wenn er weniger Fleisch isst.

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@Vegetarian75

Du würdest auch nicht sterben, wenn du irgend ein pflanzliches Produkt weniger isst. Z.B. Avocados, oder Tomaten.

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@DerJens292

Der Vergleich hinkt! Und ja man sollte sich regional und saison ernähren,ännert aber nix dran,dass Fleischkonsum zum Tierleid beiträgt...

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@DerJens292

Nö das ist ja das Problem,wir benötiger immer mehr Ackerflächen für das Nutzvieh

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@Vegetarian75

Dann stelle die Tiere doch auf die Weide. Wo sie hingehören !

Aber das kannst du mit deinem Veganertum nicht vereinbaren, daß du fordern würdest, daß mehr Tiere auf der Weide gehalten werden.

Du willst sie ja ausrotten, weil die Tiere immer nur im Stall sind, so eingesperrt, ohne frische Luft...

Und in Afrika hungert man nicht, weil die Tiere zu viel Futter fressen. (Für wie blöd hälst du die afrikanischen Menschen eigentlich), sondern weil es nicht regnet, und der Supermarkt noch nicht auf vegane Produkte umgestellt hat.

Da stellen sich mehrere Fragen:

Warum gibt es in Afrika im Supermarkt keine Nahrung?

Wo produziert der deutsche Supermarkt seine Lebensmittel?

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Hmm, mir ist nicht ganz klar, was Du eigentlich aussagen willst!

Aber in D wurden 2022 pP im Schnitt 52 kg Fleisch verbraucht, also 1 kg pro Woche. Das sind 47 Mio Schweine, mehr als 1/2 Schwein pro Person, 3 Mio Rinder/Kälber, 1 Mio Schafe/Lämmer und ca. 700 Mio Hühner/Puten usw. (9 pP). Und übrigens nur 4 % davon waren BioFleisch!

Der Bedarf geht zwar zurück, ist aber weiterhin RIESIG!

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@Spikeman197

Der Fragesteller hat einen Hähnchenspieß gesehen. Die Frage ist: reicht dieser für 10 Personen, oder für 2000 Passanten, die dort vorbeilaufen, bevor er alle ist.

Oder es gibt 1 kg Rinderlende. Der erste Kunde kauft dieses. Weg ist es.

Wenn es keiner kauft, und du fragst abends 10.000 Passanten, wieviel Rinderlende sie gesehen haben, und jeder nennt 1 kg, kannst du das zusammenzählen und kommst auf 10.000 kg Rinderlende, obwohl kein einziger Kunde ein Kilo davon gekauft hat.

Ich sehe öfters veganes Zeug im Laden mit 30% Rabatt-Aufkleber, weil es keiner bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum gekauft hat. Das suggeriert ein hohes Angebot, das aber nicht im Angemessenen Verhältnis zum Verbrauch steht.

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@DerJens292

Es gibt DönerSpieße in allen Größen! Die Buden werden sie im IdealFall so konzipieren, dass er abends alle ist!

Dem FS ist die Frage zwar beim Anblick eines DönerSpießes gekommen, aber sie läuft dann darüber hinaus auf die riesigen Mengen, die geboren, gefüttert, produziert, geschlachtet, verarbeitet, verkauft und gegessen werden müssen!

Ein Huhn liefert nur so 500-800 g Fleisch, während es DönerSpieße zwischen 5 und 50 kg (und mehr) gibt. Bei 20 kg/0,650 kg sind das schon 30 Hühner auf dem Spieß UND der ist abends alle UND es ist nicht die einzige Dönerbude!

Geflügel wird in D nicht im Sekundentakt geschlachtet, sondern im MillisekundenTakt! Bei 700 Mio pro Jahr 22 pro Sekunde, oder alle 42 ms eins!

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@Spikeman197

Es hat 8.000.000.000. Menschen auf der Erde. Das sind doppelt so viele, wie vor 50 Jahren.

Diese schiere Masse an Menschen ist die Ursache allen Übels.

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Es gibt halt doch noch viele Stellen auf dem Land, wo man noch nicht war, und deshalb so eine "Fleischfabrik" noch nicht bemerkt hat. In Städten sind die nicht zu finden. Und wenn man doch mal so ein Gebäude von außen sieht, und der Wind günstig steht, weiß man oft gar nicht, was drin steckt, und fährt ahnungslos dran vorbei.