Was ist verwerflich daran rechts zu sein?

19 Antworten

Niemand kann etwas gegen Traditionen haben. Das wäre allerdings eher konservativ

Die Frage ist eher, was Du mit "Reinheit" meinst?

Wenn "Reinheit" eine Gesellschaft spaltet und einen Teil ausgrenzt, dann hast Du wieder mal eine Herrenrasse, die Underdogs Rechte wegnimmt und sie nach Belieben schikaniert, verfolgt oder eben deportiert. Das geht übrigens nur in einer Diktatur.

Seltsamerweise waren aber in den letzten Hundert Jahren die Nationen am erfolgreichsten, die keine homogene Bevölkerung aufweisen.

Den letzten Satz hätte ich gerne mit Quellen unterlegt. Ich vermute das er so allgemein nicht zutrifft. Ansonsten stimme ich ihnen zu.

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@greenpolitics

An die habe ich auch gedacht, aber ich bin mir nicht sicher, ob man da einen kausalen Zusammenhang zwischen inhomogener Bevölkerung und Erfolg hat.

Mein Eindruck ist ja speziell in den USA, dass die letzten hundert Jahre die migrantischen Bevölkerungsanteile lediglich billige Arbeitskräfte waren. In der Innenpolitik sorgt der Melting Pot regelmäßig für erhebliche Spannungen (siehe Slums und Ghettos, Gewalt und Kriminalitätsrate) Hier sehe ich tatsächlich keinen erstrebenswerten Zustand.

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@Majordomus

Das stimmt auch.
Es hat seine Vor- und Nachtteile wie man sieht.

Aber ich bin eher für Multi Kulti und heterogene Gesellschaft.

 billige Arbeitskräfte

Naja, wederum kann ich mit meinem zukünftigen abgeschlossenen Ausbildung als Chemielaborant dort wahrscheinlich mehr verdienen als in Deutschland, weil die abgeschlossene Ausbildung wie ein Studienabschluss gewertet wird.

Ich kann Leute verstehen, wenn sie lieber in der USA arbeiten wollen. In Deutschland zahlen einige konservative Arbeitsgeber teilweise nur Mindestlohn.

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Rechts ist nicht das Problem an sich. Das darf man sein, wie man auch links sein darf. Problematisch sind die Ränder.

Du bringst gut auf den Punkt, was das Problem bei sehr rechten Menschen sein kann: die Überzeugung, das dass was man als "Normal" ansieht, für alle anderen auch das "Normal" ist.

Genauso ist es mit "Reinheit" - es schliesst andere Menschen von vornherein aus, wenn sie diesen selbst definierten Kriterien nicht entsprechen.

Eine oftmals menschenverachtende Ideologie , die damit verbunden sein kann.

Eine Ideologie , die ein bestimmtes menschliches Anderssein nicht akzeptiert , es zum Feindbild erklärt und im Extremfall vernichten will.

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, wie man "rechts" definiert.

Im Allgemeinen wird "rechts" als eine politische Einstellung bezeichnet, die sich für die Bewahrung traditioneller Werte und Ordnungen einsetzt. Diese Werte und Ordnungen können sich auf verschiedene Bereiche beziehen, wie zum Beispiel die Wirtschaft, die Gesellschaft oder die Kultur.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen die politische Ausrichtung "rechts" als verwerflich empfinden. Sei es, dass rechtsgerichtete Positionen konservativ und intolerant sind, dass rechtsgerichtete Menschen Veränderungen ablehnen und sich gegen Minderheiten und andere gesellschaftliche Gruppen wenden, dass rechtsgerichtete Positionen gefährlich und menschenfeindlich sind, dass rechtsgerichtete Menschen Gewalt und Unterdrückung legitimieren, dass rechtsgerichtete Bewegungen in der Geschichte oft mit Gewalt und Unterdrückung verbunden waren.

Es ist also nicht unbedingt verwerflich konservativ zu sein, man muss halt anderen eingestehen das sie es eben nicht sein wollen. Und da scheitert es denn ganz häufig.

Wenn denn den zweiten teil deiner Frage lese, sehe ich das viel größere Problem dort.

Traditionen sind oft auf der Grundlage von bestimmten Werten und Normen aufgebaut. Diese Werte und Normen können konservativ und intolerant sein. Sie können dazu führen, dass Menschen, die sich nicht an diese Traditionen halten, ausgeschlossen werden.

Normalität ist ein weiterer Begriff, der oft mit Unflexibilität und Intoleranz verbunden ist. Menschen, die sich nach Normalität sehnen, erwarten oft, dass sich andere Menschen an bestimmte Verhaltensnormen halten. Diese Verhaltensnormen können konservativ und intolerant sein.

Reinheit ist ein Begriff, der oft mit Exklusion und Diskriminierung verbunden ist. Menschen, die sich nach Reinheit sehnen, glauben oft, dass bestimmte Gruppen von Menschen "unrein" sind. Diese Gruppen von Menschen können aufgrund ihrer Religion, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung ausgeschlossen werden.

Woher ich das weiß:Hobby – Seit Jugendtagen verfolge ich täglich die politische Welt

Es geht ja nicht um ein poltisches Programm. Illegale Migration will jeder eindämmen, "zum Wohl des deutschen Volkes zu handeln" wird jeder Politiker vereidigt.

Aber die als "Rechts" bezeichnetet Populisten bieten scheinbare Lösungen für komplexe Probleme an, setzen auf den Teil der Bevölkerung der das nicht durchblickt und sich von Hassparolen einlullen lässt. Das ist dumm und gefährlich, siehe das Bonhofer Zitat. Da unterscheiden sich Trump, Johnson, Le Pen und unsere Westtaschengöbbels nur in Details. Und wem diese nützlichen Idioten (Lenin Zitat) am meisten nützen, ist auch klar. Mal sehen wann die nächste verdächtige Spende auffliegt. Wagenknecht sollte Weigel da um Rat fragen.

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