Was hat es denn mit den Apokryphen auf sich?

11 Antworten

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Es handelt sich bei den Apokryphen um antike Bücher, die nicht nach jüdischem (Altes Testament) und evangelisch-reformierten Verständnis nicht zum biblischen Kanon gehören. Sie sind in einigen Lutherbibeln als „nützliche“, aber nicht „heilige“ Schriften in einem Anhangsteil abgedruckt.

Warum die Apokryphen nicht zu Bibel gehören, wird hier recht gut erklärt: https://www.bibelkommentare.de/?page=qa&answer_id=226

Sehr empfehlenswert zur Frage "biblischer Kanon und Apokryphen" ist auch die Argumentation von Dr. Roger Liebi in seinem Buch "Die Bibel - absolut glaubwürdig" auf S. 31-38 im 4. Kapitel (kostenloser Download): https://clv.de/Buecher/Sachbuecher/Die-Bibel-absolut-glaubwuerdig.html

Vielen Dank für den "Stern", ganz liebe Grüße und Gottes Segen!

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Hallo liebe BornToLove, 😊

Die Bibel wurde ja im 4. Jahrhundert zusammengestellt, und die Gläubigen standen damals vor der schwierigen Aufgabe, zu unterscheiden, welche Berichte/Schriften von Jesus authentisch und glaubhaft sind, und welche nicht richtig sind.

Ich selber habe mal die Bibelstellen von den Apokryphen gezielt angesehen, und muss sagen, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass die Gläubigen es genau richtig gemacht haben damals, diese Geschichten wegzulassen.

Es gibt ja auch keine Ahnung ein 5. Evangelium etc., aber man muss bedenken, dass diese von Menschen geschrieben sein können, die ggf. absichtlich die Geschichte von Jesus so angepasst haben, wie es ihnen persönlich besser gefällt.

Ein Beispiel ist ja auch der Koran, darin wird gesagt, dass Jesus garnicht mehr der Sohn ist, sondern "nurnoch" ein Prophet wäre.

Der Begriff Apokryph bedeutet übersetzt übrigens auch "erfundene Geschichte / unecht".

Nach meinem persönlichen besten Wissen und Gewissen und Empfinden, ist die Bibel ohne Apokryphen am authentischsten. 😊

Würdest du dann den 1. Clemensbrief auch zu den Apokryphen zählen?

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@telemann2000

Hallo Telemann2000,

von dem Clemensbrief hatte ich bislang noch nicht gehört, habe ihn aber gerade mal mit Google gesucht, gefunden und gelesen. 😃

Also, ich finde zusammenfassend: "Dieser Brief ist nicht notwendig."

Der Schreiber wiederholt vieles, was schon in der Bibel steht, ich konnte wirklich nichts Neues finden, und ich konnte auch keinen anspruchsvollen Gedanken finden im Clemensbrief, im Vergleich z.B. zu Paulus.

Ich finde, der Clemensbrief handelt die Themen relativ oberflächlich ab. So einen Brief könnte ich theoretisch auch schreiben, sag ich mal etwas provokant. Einen Brief wie von Paulus, mit so vielen neuen tiefgreifenden Impulsen, würde ich aber sicherlich nie hinbekommen....! ;-))))

Deswegen würde ich sagen, der Clemensbrief ist kein Aphkryph, im Sinne von falsch/unecht, sondern "nicht notwendig", da der Clemens eher "von seiner persönlichen" Meinung erzählt.

Ich hoffe Telemann, ich bin Deiner Frage mit meinem persönlichen Eindruck gerecht geworden, :-)

und wünsche Dir noch einen schönen Abend, 😊

Bernd

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@GandalfAwA

Finde ihn deshalb interessant, weil er ja offensichtlich längere Zeit bei den ersten Christen eine Bedeutung hatte und auch in verschiedenen Gemeinden vorgelesen wurde....

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@telemann2000

Hallo telemann2000, ahja OK, ich finde grundsätzlich auch nichts verkehrt an dem Brief. 😊

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  • dass ich mir ziemlich sicher bin, dass die Gläubigen es genau richtig gemacht haben damals, diese Geschichten wegzulassen.

Das sind Schlussfolgerungen, über die ich mich nur amüsieren kann!

Du hast weder in dieser Zeit gelebt, noch hattest du die damals aktuellen politischen Ambitionen der Bibel-Komponisten noch wussten selbige, welche Schriften "von Jesus authentisch" sind.

Bis heute wird aufgedeckt, dass viele der Bibelbücher und Sprüche Fälschungen sind, im Nachhinein eingefügt wurden bzw. immer mal wieder gedreht und angepasst werden!

Insofern wurden nicht nur die Apokryphen von Menschen geschrieben, die die Geschichte von Jesus "angepasst" haben!

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@666Phoenix

Hallo Phoenix, 😊

Ich kenne BornToLove schon sehr lange, und wir beide haben im christlichen Glauben eine sehr ähnliche Interpretation.

Zudem haben wir ein Gespür dafür entwickelt, durch unsere jahrelange Einübung in die Religion, was zur Wahrheit gehört und was nicht. Im Sinne von: Was nicht zur Nächstenliebe gehört, gehört auch nicht zur Wahrheit. ... Du weist schon ...

Ich kann aber gut nachvollziehen, dass meine Antwort sich für Dich merkwürdig anhört. Aber ich wollte für BornToLove eine gute Antwort schreiben, die für sie individuell hilfreich ist. 😊

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Zur Echtheit der Bücher, dem Aussortieren von Fälschungen und den allgemein anerkannten Sammlungen der heiligen Bücher der Juden und der Christen (Kanon):

Der Kanon für die uns heute vorliegenden 39 Bücher des Alten Testamentes wurde offiziell um 90 nach Christus durch gelehrte Juden abgeschlossen. Die als echt anerkannten Bücher enden mit dem Buch Maleachi.

Die Apokryphen, die 14 unechten Bücher der jüdischen Überlieferung, die als nicht von Gott inspiriert gelten, sind in der Zeit nach dem Propheten Maleachi entstanden. Sie fanden das erste Mal Eingang in die Bibel durch die erste griechische Übersetzung des Alten Testaments, der Septuaginta im 2. Jahrhundert vor Christus in Alexandrien. Weder Jesus noch die Apostel oder die anderen Schreiber des Neuen Testamentes zitieren jemals irgend eine Stelle aus den Apokryphen.

Die älteste Schrift im Neuen Testament ist der erste Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher, der um 51 n.C. geschrieben wurde; das letzte Buch ist die Offenbarung durch den Apostel Johannes um 95 n.C. Der Kanon der 27 Bücher des Neuen Testamentes wurde endgültig und offiziell abgeschlossen im Jahr 382 n.C. unter dem Papst Damasus in Rom.

Irgendwann haben sich mal die Menschen, die in der kirchlichen Welt was zusagen hatten zusammengesetzt, und entschieden was jetzt offiziell zur Bibel dazugehört und was nicht.

So gibt es natürlich auch Sachen, die nicht aufgenommen wurden.

Woher ich das weiß:Hobby – Mitglied im satanischen Tempel

Wer mit den Schriften der Bibel vertraut ist, der weiss, dass darin alle Relevante Information enthalten ist die wichtig ist fürs Leben. Nichts das fehlt nur kaum jemand der es weiss.

Warum werden ansonsten hier so viele Fragen gestellt zur Bibel deren Antworten doch in ihr geschrieben also nachzulesen sind.

Nicht mal Theologen die angeblich doch so gut die Bibel kennen wissen, worauf die Bibel schon Antworten gibt.

Sie meinen immer über alles Diskutieren zu müssen, was schon Zeichen dafür ist, dass sie kaum wissen und schon gar nicht verstehen was alles die Bibel uns zu sagen hat.

Zudem alle Aussagen stehen zueinander in Harmonie.

Wer also will da Fälschungen finden?

Die Fälschungen sind wohl eher in den Köpfen derer, die nicht verstehen und nicht verstehen wollen.

Sicher es gibt aussagen die von der Logik her nicht korrekt übersetzt sind.

Aber wer Gott gehorsam sein will, der erkennt die von selbst und braucht sich um solche Dinge keine Sorgen zu machen.

Für den Rest ist die Bibel doch ein Reines Rätselbuch das sie nicht begreifen noch verstehen.

Da können noch so viele Schriften dazugekommen werden.

Bedenke, dass vieles sogar nicht bewusst ist wie viele Seiten die Bibel hat und obschon sie kaum einige Seiten Davon gelesen haben wollen sie schon Experten in Sachen Bibel sein.

Ich kann, da ich mich schon viele Jahre mit der Bibel beschäftige und ihre Antworten auf die meinsten Fragen des Leben kenne so beantworten, dass die Bibel für dem Ziel entsprechend für Zuverlässig zu halten ist.

Jedenfalls um vieles mehr als das was von der Allgemeinheit als Zuverlässig anerkannt wird, da aufgezwungene Doktrin der wir zu glauben haben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lesen, fragen, systematisch Forschen, prüfen, erleben, sehen

Als jemand, der mit der Bibel vdertraut ist, kann ich deinen ersten Satz für mich (und für einige andere Menschen, die ich kenne) so nicht bestätigen.

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@earnest

Du darfst mich gerne auf die Probe stellen und mir eine Frage stellen (ausser natürlich wo du wohnen sollst, wen du heitaten oder welchen Beruf du ausüben sollst oder ähnliches).

Also eine Frage auf die du und die die du kennst, keine Antwort in der Bibel gefunden haben.

Denn wenn du die Bibel so gut kennst, dann ist dir sicher auch schon aufgefallen, das das viele vorgeben zu tun.

Bedenke auch Theologen behaupten von sich die Bibel zu kennen.

Aber verstehen, das behaupten auch nur die meisten und wissen oft nicht mal was unter verstehen der Bibel gemeint ist.

Also stelle nur deine Frage. bin sicher ich kann sie dir beantworten.

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@Kosmike

Ich habe keinen Bedarf, dich "auf die Probe (zu) stellen". Warum sollte ich das tun?

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@earnest

Dann wüsstest du zumindest ob ich auch zur grossen Masse der Aufschneider gehöre oder ob meine Aussagen zuverlässig sind.

du weisst ja, Aufschneider und Betrüger wollen dass man ihnen glaubt.

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@Kosmike

Auch wenn dich das verletzen mag (und das will ich nicht): An einem solchen Verfahren bin ich nicht interessiert. Ob jemand nun einen Bibelspruch für ein Problem oder ein Problemchen bereithält, ist für die Lebensführung vieler Menschen völlig irrelevant.

Und damit sind wir wieder beim ersten Satz deiner Antwort. Du kannst das gern für dich so sehen; erwarte aber bitte nicht, dass dir jeder zustimmen wird. Da lässt sich auch nichts "beweisen", da hilft kein "Auf-die-Probe-stellen". Das ist Privatsache, reine Privatsache, und kein Anlaß, "missionarisch" tätig zu werden.

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@earnest

Ja, sterben muss schlussendlich jeder alleine.

Und welchen Wert eine Person ihrem eigenen Leben gibt, das ist sicher e Privatsache.

Ob du, dich da du deinem eigenen Leben keinen Wert gibst, dich lieber dem lehren Geschwätz hingibst, da ja dein Leben dir nicht viel bedeutet, das ist die überlassen. Sozusagen als Privatsache.

Wovon ich hier aber schreibe und erzähle ist für jeden der findet, dass sein Leben wertvoll ist, der sich bewusst ist, dass es nach dem Tode kein zurück mehr gibt.

Dass mit dem Tod keine Chance gegeben ist irgend eine Entscheidung rückgängig zu machen, der prüft.

Beweise gibt es, denn ich glaube nicht, weil irgend Wer mir was sagte.

Auch nicht weil etwas in der Bibel steht.

Ich glaube, weil ich gesehen und erlebt habe.

Weil ich dann erkannte dass in der Bibel über all das geschrieben steht.

Weil ich erst verstand was die Bibel meint, nachdem ich erfahren hatte.

Der Beweis litt darin, dass Gott redet.

Dass er Leitet.

Dass er die Fähigkeit gibt die Aussagen der Bibel in Zusammenhang zu bringen und so auch ins praktische Leben.

Nicht nur einzelne Bibelstellen.

Auch übernatürliche Kraft.

All das erlebte und erlebe ich immer wieder.

Darum schreibe ich hier, als Warnung für jeden, der meint es besser zu wissen.

Es gibt einen Gott,

Es Gibt Wahrheit

Es gibt ein Gericht.

Und nur wer Gott glaubt,der wird diesem Gericht entkommen.

Ob du daran glauben willst oder nich, das ändert nichts daran, dass diese Aussage zuverlässig ist.

Du kannst diese Realität nicht wegglauben.

Genau so wenig wie die Realität des todes.

Du kannst dich mit Drogen zudröhnen, besauffen tun was immer du willst, um dieser Tatsache nicht ins Auge sehen zu müssen.

Aber der Tod wird kommen.

Gleich was immer du glaubst.

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