Was bringt die Digitalisierung den Menschen wirklich?

14 Antworten

Die Digitalisierung sorgt dafür. dass einfacher mit mehreren Menschen zugleich kommuniziert werden kann und dass man einfachen Zugriff auf Informationen bekommt. Maschinen arbeiten Präziser, Analysen fallen leichter und sind übersichtlicher. Neue Märkte entstehen. Physikalische Grenzen werden überwunden. Erinnerungen lassen sich besser archivieren und replizieren. Ressourcen werden geschont. Wissenschaftliche Probleme können einfacher gelöst werden.

Ob es die Lebensqualität steigert? Ich denke ja, wobei es natürlich immer noch die Nostalgie-Fans geben wird, die meinen, das beste Leben sei in der freien Natur. Ich denke aber schon, dass die einzelne Person es im Schnitt durch die Digitalisierung einfacher hat, zu leben. Was derjenige daraus macht, das kann die Digitalisierung nicht beeinflussen.

Ist halt vieles Geschmackssache. Natur könnte irgendwann zum Luxus werden, denn der Platz wird enger, weil der Mensch die Natur für sich erschließt. Das hat aber nicht direkt etwas mit der Digitalisierung zutun.

Ich halte Digitalisierung nicht für den Fortschritt, aber für einen Fortschritt.

Das ist mehr der Teil "just for Fun", nicht das Ziel der Digitalisierung, dieser Part kommt erst noch.

Zunächst eine direkte Antwort auf die demographische Entwicklung, nur eben nicht die alleinige.
Wo Licht ist, ist auch Schatten, das eine geht nicht ohne das andere.
Wie man das für sich selbst nutzt, statt grandios die Zeit zu verplempern, ist individuell und nichts für eine Kovention.
Die Chancen sind gleich groß der Risiken, die mit solchen Entwicklungen einhergehen.

Ein Navi ist eine gute, hilfreiche Anwendung.
Aber auch anfällig, weil nunmehr jeder Schritt und Weg durch Dritte nachvollziehbar wird.
Der Mißbrauch lauert immer und überall.

Erkennbar trottelt die Politik der Entwicklung hinterher und erweist sich heillos überfordert die Bürger vor Mußbrauch und Schindluder zu schützen.
eGonverment dümpelt in den Kinderschuhen vor sich hin, wie ebenso eLearning.

Bei diesen und anderen Entwicklungen steht Deutschland fest auf dem Bremspedal.
Letztlich gilt, auch für die Digitalisierung "Zukunft findet immer statt".
Hierbei allerdings steht zu befürchten, dass sie fremdbestimmt sein wird.

Letzte Woche gab es auf change.org eine Petition wegen der Verweigerung einer Krankenkasse bezüglich der Kostenübernahme eines Rollstuhls für ein fünfjähriges Kind. Binnen zwei Tagen waren über 60.000 Unterschriften zusammen und mancher sehr bissiger Kommentar. Abends stand dann der Leiter der KK vor der Tür der Eltern mit dem Bewilligungsbescheid.

Gestern nun fragt auf facebook eine Frau für eine schwerhörige Schülerin, der Klassenkameraden ihr Hörgerät gewaltsam zerstört hatten. Auch hier verweigerte die Krankenkasse zunächst Kostenübernahme eines Ersatzgerätes. Bis die Mutter der Schülerin die Antworten von Facebook dort vorgelegt hatte. Heute nachmittag dann die Benachrichtigung, Kostenübernahme liegt schriftlich vor. 

Zwei kleine Beispiele. Wir brauchen sehr viel mehr davon, um Artikel 20 Grundgesetz vor Abschaffung zu bewahren bzw. Umformulierung. 

Wenn ich jetzt auf change.org nachlese, dann finde ich alleine seit letzter Woche noch ganz andere Erfolgsmeldungen. 

Ich kann aber auch persönlich weiter zurück schauen. Z.B. zu den zahlreichen erfolgreichen internationalen Kampagnen von greenpeace. 

Ich kann mich auch schlicht entscheiden, so Angebote wie youtube als Informationsportal zu nutzen. Tue ich. Dann kann ich mir live z.B. heute ansehen, dass an der französischen Riviera heute morgen Schnee geschippt wurde. Tatsache. 

Ich denke an ein Video von letztem Monat aus Saudi-Arabien. Da kann die Welt zusehen, wie mal eben eine verschleierte Frau geköpft wird. Direkt an einer Schnellstraße oder Autobahn. Ohne Gerichtsverhandlung oder so. 

Oder heute auf facebook die Nachricht, dass am Wochenende in Karlsruhe ein Ausländer wegen sexueller Belästigung von der Polizei erst gesucht und dann festgenommen wurde. Gegen die Hasskommentare konnte eine gute Freundin von mir Fakten zum Thema, diese Stadt betreffend, anführen. Durchaus keine schmeichelhaften Fakten bezüglich dieser Stadt und ihrer Bevölkerung. 

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Sicher: Ich schaue mir auch online entspannendes Zeug an. Vor dem einschlafen. Und hier und da habe ich es auch zwischendrin nötig. Denn wenn ich mir manche Fakten über menschliches Verhalten live ansehe, dann ist Entspannung wirklich nötig. 

In solchen Fällen lese ich dann aber lieber ein kostenloses Buch digital. Was da so alles schon digitalisiert ist ist schlicht der Hammer. 

Ich habe mich sehr gefreut Benjamino Gigli so oft hören zu können wie ich mag. 

Ich habe übrigens kein Handy. Das wird wohl auch so bleiben. Was soll ich damit? Wenn ich erreichbar bin, ansprechbar, dann stecke ich mein Telefon ein. Wenn nicht ist es nicht angeschlossen. Punkt. 

All diese Geschichten wie whats-app und Zeug und Sachen interessieren mich nicht. Ich muss sie mir nicht antun. 

Dass wir mit Werbung, ja aggressiver Reklame diesbezüglich vollgemüllt werden entgeht mir nicht. Bald werde ich dieses Thema mit meinen Urenkeln grundsätzlich durcharbeiten. Dazu werden wir uns dann wohl so 14 Tage auf eine Alm zurück ziehen. Denn selbst von Hand melken zu können schadet auch keinem Menschen. 

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Ich vergleiche hier gerne mit dem Thema Mobilität:

Wo ich lebe erscheint es mir äußerst sinnfrei ein Auto zu besitzen. Denn hier fahren die Bahnen in kurzen Abständen wirklich überall hin. Wozu dann ein Auto? 

Dennoch stand vor wenigen Jahren in der Zeitung über die hiesigen Einwohner, dass pro Haushalt durchschnittlich zwei Autos angemeldet sind. 

Wir Menschen haben also einen Riss in der Birne. Ob nun bezogen auf digitale Welt, Mobilität

oder Arbeit. Denn schon zu Beginn der 1980-iger Jahre konnten uns Fachmenschen nachweisen, dass wir nur noch 20 Wochenstunden arbeiten müssen um gut leben zu können. 

Zuallererst müssen wir aber mal lernen, diese komische Masse unterm Pony zu unserem Nutzen anzuwenden und nicht einfach nur zur Gierbefriedigung. 

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Es war so und es bleibt so:

Gier frißt Hirn!

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@ProfDrDrStrom

Das ist Erziehungssache. 

Natürlich handelt es sich auch um eine Art von Gier, sich einfach in die Sonne setzen zu wollen, das Wetter auf der Haut wahrnehmen zu wollen, den Duft von Natur in der Nase, hinter und vor sich gesundes Essen, um sich Lösungssucher statt Problemsucher. 

Und dann so Erfahrungen: 

Sich auf das selbst gebackene Brot freuen, selbst gestrickte Socken an den Füßen... womöglich am selbst gezimmerten Tisch sitzend.....

Kannst Du doch mit all dem Tand der Welt nicht aufwiegen. Musst Du aber erst mal erlebt haben, um es beurteilen zu können. 

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@teafferman

Das mit der Erziehung sehe ich anders. Bestes Beispiel ist die Geschichte vom Gründer der Wurstfirma Herta.

Hier hat bei jemandem ein Wandel stattgefunden wie er eigentlich Beispiellos ist.

Was mit Gier frißt Hirn gemeint ist erkläre ich auch gerne nochmal:

Wir ( die Menschen ) wissen in Gesprächen ( geben es zu erkennen ) zu einem großen Teil was für die Natur unserer Erde gut und schlecht ist. Wenn wir über die folgen unseres Handeln nachdenken, wird auch den allermeisten Klar welche Konsequenzen daraus entstehen.

Trotzdem kaufen die wenigsten Menschen fair gehandelten Kaffee oder verzichten auf Produkte in Kunststoffverpackungen. Viele verschmutzen durch unnötiges Fahren mit dem Auto die Umwelt. Energiekonzerne bauen weiterhin Weltweit AKWs obwohl die Entsorgung nicht im Ansatz gelöst ist. Elektroautos werden produziert mit einem riesigen Aufwand und Energieeinsatz und machen eigentlich nur Sinn wenn der Strom aus Wind, Sonne oder Wasserkraft gewonnen wird.

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@ProfDrDrStrom

Mit der Firma Herta habe ich mich nicht beschäftigt, da halte ich mich also besser raus. 

Aber mit Energie beschäftige ich mich nun seit über fünf Jahrzehnten. Sie ist ein sehr gutes Beispiel für den Einfluss von Erziehung auf unser Konsumverhalten:

Wir haben in den 1970-iger Jahren alle im Spiegel lesen können, wie sich Windenergie nutzen lässt. Wir hätten also alle die Möglichkeit gehabt, das Thema in unserer Freizeit zu vertiefen. 

Es gab Menschen, die das machten. Sehr wenige. Viel zu wenige. 

Sie bauten also kleine Windräder und wollten diese für sich nutzen. Das war aber lange verboten. Denn die Mehrheit hat das Thema nicht weiter verfolgen WOLLEN. Sie hat dank falscher Erziehung die Nutzung des eigenen Gehirns und die - vor allen Dingen - die Umsetzung eigener Gedanken und Ideen in die Praxis als Tabu kennen gelernt. 

Einige wenige Menschen dagegen haben die dahinter stehende frühkindliche Folter nicht erlebt. Als Ergebnis haben sie einfach vor sich hin gebastelt. Sie nutzen also hier und da Windenergie. Dabei müssen sie aufpassen, dass sie vom offiziell geförderten Großkonzern Stromanbieter nicht erwischt werden. 

In England und Frankreich - als Beispiele - existiert solcher Druck nicht. Also gibt es am Stadtrand von London und in Paris Wohneinheiten, die haben Windräder auf den Dächern und können ganz offiziell die gewonnene Energie für sich nutzen. 

Bei diesen Windrädern handelt es sich um Energieerzeuger, die keinen Vogel gefährden und kein Insekt. Im Gegensatz zu den riesigen Spargelstangen, die den Großkonzernen genehmigt werden. 

Selbstverständlich verweigert deutsche Politik auch Steuergeld um festzustellen, wie viel Energie durch solch kleine Dachwindräder gewonnen werden kann. Jedenfalls habe ich noch nicht von einer entsprechenden Erhebung Kenntnis erhalten. 

Ein anderes Beispiel ist Plastik:

Vor rund 30 Jahren gab es mal eine weltweite Kampagne gegen Plastik als Verpackung von Lebensmitteln. Daran erinnere ich mich noch gut. Wir sind also losgezogen mit unseren im Haushalt verwendeten Behältnissen und wollten darin unsere Lebensmittel nach Hause holen. Das wurde uns von Politik verboten. 

Weil eine Mehrheit der Menschen in diesem Staat unfähig war, ihr schleimkriechendes Verhalten gegenüber nichtsnutzigen Titelträgerchen abzulegen. 

Ich erinnere noch gut die Diskussion, welche damals zum Thema in Medien rum ging. Damals ließ sich das eine und das andere Titelträgerchen von Großkonzernen kaufen und verbreitete Lügen über Hygiene. Dass Lügen verbreitet wurden wurde nicht so stark verbreitet wie die Lügen selbst. Denn Medien sind auf Werbung angewiesen, um existieren zu können. 

Und die teuerste Werbung können sich von von uns gewählter Politik massivst geförderte Großkonzerne leisten. Manche von ihnen zahlten damals in diesem Staat 0 Steuern. Obwohl es sich um rein deutsche Unternehmen handelte. 

Darauf spezialisierte Fachmenschen können uns nachweisen, dass Erziehung hier ausschlaggebend ist. Da beißt heute keine Maus mehr einen Faden von ab. 

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