Warum hat Mohammed ein sechsjähriges Mädchen geheiratet?

17 Antworten

Ich zitiere hierzu einen Hadith (Überlieferung)

Sahih Buchari Band 5, Buch 58, Nummer 234:

Aisha berichtete: Der Prophet heiratete mich, als ich ein Mädchen von sechs (Jahren) war. Wir gingen nach Median und bleiben im Haus von Bani-al-Harith bin Khazradsch. Dann wurde ich krank und mein Haar fiel herunter. Später wuchs mein Haar (wieder) und meine Mutter, Um Ruman, kam zu mir, während ich in einer Schaukel mit einigen meiner Freundinnen spielte. Sie rief nach mir und ich ging zu ihr, unwissend darüber, was sie mit mir tun wollte. Sie nahm mich an der Hand und ließ mich an der Haustüre stehen. Ich war damals außer Atem, und als mein Atem wieder in Ordnung war, nahm sie Wasser und rieb mein Gesicht und mein Kopf damit. Dann nahm sie mich ins Haus hinein. Im Haus sah ich einige Ansari-Frauen, die sagten: “Beste Wünsche und Gottes Segen und viel Glück.” Dann vertraute sie mich ihnen an und sie bereiteten mich (für die Heirat) vor. Unerwartet kam Gottes Apostel zu mir am Vormittag und meine Mutter reichte mich ihm über und zu dieser Zeit war ich ein neun Jahre altes Mädchen.

Soweit die Geschehnisse aus der Sicht des Mädchens Aisha.

Die Heirat, bzw. der Heiratsvertrag, wurde geschlossen als das Kind 6 Jahre alt war. Die Ehe wurde dann wohl erst drei Jahre später vollzogen, wenn man dem Hadith Glauben schenkt.

Der Hintergrund der Ehe hatte ebenfalls nach den Überlieferungen zwei Gründe:

  1. Die erste Frau von Mohammed war gestorben, was Mohammed angeblich sehr traurig stimmte. Sein Umfeld wollte ihn mit einer neuen Heirat auf andere Gedanken bringen.
  2. Aisha war die Tochter von Abu Bakr, der ein Weggefährte Mohammeds gewesen ist. Dieser Weggefährte wurde durch die Heirat in seiner politischen Stellung zu Mohammed gefestigt, und Mohammed versicherte über die Heirat nochmals die Treue des Weggefährten.

Man kann also sagen, die Hintergründe waren menschlicher Natur, aber auch politisch motiviert. 

Ob es stimmt, kann man eigentlich nicht sagen. Wirklich zuverlässige Gründe gibt es nicht.

Was man aber sagen kann, ist, dass Hochzeit und Geschlechtsverkehr zwischen Kindern und Erwachsenen damals normal waren. Das Tabu des Geschlechtsverkehrs zwischen Kindern und Jugendlichen, das in unserer Gesellschaft herrscht, ist historisch allgemein eher die Ausnahme.

Z.B. im alten Griechenland waren sexuelle Beziehungen zwischen Männern und männlichen Kinder allgemein akzeptiert. Wir wissen z.b. von Platon, dass er solche Beziehungen hatte.

Wir sollten uns hier also mit Verurteilungen zurückhalten, da das, was Mohammed durch die Hochzeit mit Aisha in den Augen der Zeitgenossen nichts unnormales tat. 

Was man aber sagen kann, ist, dass Hochzeit und Geschlechtsverkehr zwischen Kindern und Erwachsenen damals normal waren.

Naja... Nicht wirklich. Und das mit der Knabenliebe im antiken Griechenland kann man schlecht auf die allgemeine Situation der arabischen Halbinsel im 600 u.Z. umlegen. Ich meine auch gelesen zu haben, dass mit Knaben keine Kinder von 6 Jahren gemeint waren, sondern eher Jugendliche. Da will ich meine Hand aber nicht ins Feuer legen.

Die Behauptung mancher islamischer Geistlicher, das Mädchen von 9 Jahren damals so reif gewesen wären, wie heute eine 25jährige, ist natürlich größtmöglicher Schwachsinn:

"Nun, wir brauchen keine Beispiele aus fernen Zeiten zu erwähnen, denn meine eigene Tante hier in Ägypten war mit 15 Jahren verheiratet. Meine zweite Tante war mit 11 Jahren verheiratet … Also, warum soll es uns wundern, dass unsere Mutter Aischa vor 1400 Jahren mit 9 Jahren [Muhammad] heiratete? Ein damaliges Mädchen mit 9 Jahren glich eine Frau in unserer Gegenwart, die 25 Jahre alt ist; also, [ein damals 9jähriges Mädchen] war stark und groß und konnte den ganzen Haushalt erledigen."

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5db4804a1a3.0.html Von Scheikh Mahmoud al-Masri

Das ist ja wohl der dümmste Mist, den ein angeblicher Gelehrter verzapfen kann.

Diese Ehe Muhammads ist schon sehr merkwürdig und schwer zu rechtfertigen, auch in der damaligen Zeit. Allerdings sollte man auch im Auge haben, dass man daraus nicht ableiten kann, es habe sich beim Propheten um einen notorischen Kinderschänder gehandelt. Unter seinen Ehefrauen ist Aischa als einzige als Jungfrau in die Ehe mit ihm gegangen und alle anderen Frauen waren deutlich älter, teilweise sogar älter als Muhammad selbst. Wenn er es drauf angelegt hätte, Mädchen zu schänden, hätte er andere Ehefrauen gewählt.

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Jein.

Ja, wenn der allgemeinen Neigung gefolgt wird, die orientalische Kultur erst mit Entstehung und Verbreitung des Islams zu datieren, als ob es davor nichts gegeben hätte. Dazu passend, die Neigung, die Zeit der Verbreitung des Islams auszublenden; als ob die Religion von jetzt auf gleich über den gesamten Orient gekommen wäre.

Nein deshalb, weil es im Vor-Islamischen-Arabien diverse Modi und Zwecke einer Liierung gab, die wir heute als Verlobung und Ehe bezeichnen würden. Und das, unabhängig vom Usus, der von Indien kam.

Bezüglich Alter der Frau, hatten die Summerer klare Gesetze hinterlassen (erst nach der Pubertät usw). Es gab im Orient Regionen die sich daran hielten. Genauso hinterließen die Akkaden diesbezügliche Gesetze, die im Orient regional befolgt wurden. Die Babylonier, die Assyrer ... Die Ehe mit Minderjährige war nachweislich keine orientalische Tradition und diesbezügliche Gesetze, die vor dem Islam existierten, betonten so was wie eine Ehemündigkeit der Braut.

Bevor der Islam die Überhand gewann, gab es durchaus Gesetze, die dem heutigen Verständnis sehr nahe kommen. Und das, nicht nur bezüglich Scheidungsrecht oder Alter. Es war erlaubt, dass eine Frau sich für mehrere Ehen entschied und die auch lebte. Das erlebte Mohammed selbst (die Ehe mit Khadidja).

Zum Thema empfehlen sich die Forschungsarbeiten von Leila Ahmed und Fatima Mernissi, die sehr vollständig sind.

Der Sachverhalt im alten Griechenland ist anders, was Gedankengut dahinter betrifft. Aber, auch dort spielte die Pubertät eine Rolle (Knaben).

Im alten Griechenland war die Päderastie nicht "national" oder Tradition, sondern wurde heftig diskutiert. Platon schrieb, dass es "wider die Natur" sei und schlug gesetzliche Verbote vor, mit der Begründung, dass so ein Verbot "national" akzeptiert werden würde.

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01. Weil er gefallen an ihr fand.
02. Weil es einige Stämme so hielten, dass sie Kinder in Ehe gaben.
03. So konnte er auch den Vater an sich binden. Denn, Mohammed brauchte Leute wie Bakr.

Bin kein Freund der Schönrederei:

Die Region, in der er anfing zu wirken, war kein Reich wie die Byzantiner nördlich oder die Perser östlich, sondern wurde durch Nomadenstämme bewohnt. Ursprünglich stand Araber für Beduine.

Die Lebensart der Nomaden dürfte dir bekannt sein: Von hier nach dort, weder Heimat noch Heimatstadt, und links und rechts vom Weg, Kulturen die sich immer weiter entwickelten, während sie selbst, nur Wüste, Stammeskriege und ein hartes Leben erlebten. Da musste ein Stammespatriarch merkwürdige Maßnahmen ergreifen, damit die Kinder nicht anfingen darüber nachzudenken, dass es noch andere Lebensarten gab.

Die Tochter versprechen, Eheschließungen mit Minderjährige, Inzucht usw wurde durch einige Nomadenstämme gepflegt. Die Sippen hatte diesbezüglich eigene Bräuche, die auf den Zusammenhalt und die wirtschaftliche Stärkung der Sippe ausgerichtet waren. 

Es existieren ausreichende Belege dafür, dass nicht alle Nomadenstämme o.g. Bräuche pflegten - auch dort nicht, wo Mohammed anfing zu wirken. Das kann mit "wenig Mühe" geprüft werden: Schaue dir die Kritiker Mohammeds an, die er gezielt töten ließ, und die Stämme jener Kritiker an.

Der Vater von Aisha selbst meldete Bedenken an. Dass unterschiedliche Bräuche dort vorhanden waren, wird auch hierbei gezeigt. Die Argumentation, mit der Mohammed Bakr's Bedenken annullierte, verwendete er nicht bei Hamza; er verwendete Bakr's Bedenken, um Hamza's Wunsch abzulehnen.

Der Aspekt der Sicherung von Unterstützung:

Mohammed hatte anfänglich eine kleine Gruppe um sich versammelt. In der Region, völlig unwichtige Leute, die gar nicht beachtet wurden. Jugendliche, Sklaven, Menschen ohne Stammesbindung, Wanderprediger. Fast zwei Jahre lang erzählte er nur den Bekannten und Verwandten von der Offenbarung in der Wüste. Er bewegte sich unter denen, die nicht beachtet wurden. Er rollte das Ganz von unten auf. Und, von Beginn an, durch Gewalt. Die Bindung von Menschen wie Bakr war wichtig, denn es gab immer wieder Bedenken der eigenen Gefolgsleuten.

Was ist, ist, und was nicht ist, ist nicht. Und in diesem Sinne:

Es stimmt, dass durch jene Ehe der Brauch eine Verbreitung fand - auch dort, wo es gar kein Brauch war. Natürlich ist es falsch, die Reife eines Mädchens daran zu messen, wann sie die Periode bekommt. Wenn das die Lehre sein soll, dass Mensch sich nicht entwickeln sollen, im Sinne der Erkenntnis von richtig/falsch, dann ist so eine Lehre so was von überflüssig ...

Aber, nicht alle Muslime sind deshalb damit einverstanden.

Es ist ein beachtlicher Widerstand vorhanden, der 1. im gesamten Umfang nicht öffentlich auftreten kann und 2. sich eher darauf konzentriert, im stillen, betroffene Kinder zu retten (ja, auch durch Entführungen) und den Kindern eine vollwertige Entfaltung ermöglicht, die sehr wohl exemplarisch ist.

Genauso ist es eine Tatsache, dass auch diese aufgeklärte Muslime unterliegen werden. Sie werden es nicht verhindern können, weil alte kranke Säcke nun mal gerne am Sessel kleben, der Gewalt nicht abgeneigt sind und ausreichend Analphabeten haben, die als Ausführungsorgan dienen.

Der Fall von Nada, die vom eigenen Onkel entführt wurde, um der Zwangsheirat zu entgehen, dürfte bekannt oder zumindest, leicht zu finden sein. Das Mädchen genießt eine Bildung die exemplarisch ist. Und der Onkel bedauert, dass er nicht die Geschwister hat retten können. Warum ausgerechnet dieser Fall obwohl es kein Einzelfall ist?

Weil ein TV-Sender den Onkel und das Kind einem "Gelehrten" gegenüber stellte. Interessant, um die Unterschiede zu sehen.

Das Netz ist voll davon. Genauso wie es voll von Mädchen ist, die eine Leidensgeschichte zu erzählen haben.

Privathinweis z.K.g.

Hätte genauso gut öffentlich erfolgen können.

Nein, es ist kein Widerspruch, dass einige Stämme minderjährige Töchter gaben. Einige, nicht alle.

In der Wirkungsstätte Mohammed's war es definitiv kein Brauch.

Keine Überlieferungen von Mohammeds Unterstamm über Bräuche und Sitten. Vom Hauptstamm ja.

Polygamie, Polygynie und Polyandrie waren üblich.

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