Warum haben viele Menschen beim fremdgehen kaum bis gar kein schlechtes Gewissen?

11 Antworten

Ich kann mir das folgendermaßen erklären:

Ein Schuldgefühl setzt ja voraus, dass man sich wegen einem Regelbruch unwohl fühlt. Es ist sozusagen das Gegenstück zum Stolz.

Menschen, die Affären haben, sehen die Affäre nicht immer als Regelbruch, also als etwas verwerfliches. Damit entfallen auch die Schuldgefühle.

Menschen haben Bedürfnisse und es ist auch grundsätzlich nicht verwerflich, ihnen nachzukommen. Dies gilt eigentlich auch für Fremdgänger. Ihnen ist aber wohl nicht bewusst, dass dem Partner dies sehr wehtun kann. Ignoranz ist also ein weiterer Pfeiler, auf dem sich Fremdgehen stützt. Und eben ein Mangel an Selbstkontrolle. Bei offenen Beziehungen ist das nochmal anders.

Ich versuche zu verstehen, warum so viele Menschen Fremdgehen als Regelbruch sehen, warum wir also Monogamie präferieren. Und warum wir verletzt sind, wenn der Partner jemand anderen begehrt. Und warum wir uns selbst zurücknehmen, wenn wir jemand anderen begehren.

Mein Gefühl ist, dass viele gar nicht mehr wissen, was Liebe ist. Und das Unrechtsbewusstsein ist ebenfalls stark zurückgegangen.

Wenn ich jemanden liebe, dann gehe ich nicht fremd. Dieses unverbindliche mit jedem Sexgehabe ist nichts für mich. Da bin ich scheinbar altmodisch.

ist auch nichts für mich. Ich halte nichts davon

1

Dss sehe ich auch so...!

1

Vielleicht weil die Signale hoffnungslos waren? Man hat wiederholt gesagt, was einem stört. Man hat wiederholt gesagt, das wird nicht gegeben usw.

So könnte ich mir das vorstellen

Das wäre wahrscheinlich eher der Punkt an dem man die Trennung einleiten sollte. Wenn man merkt das der Partner/die Partnerin die Dinge die einem stört nicht ernstnimmt. Da macht eine Beziehung oder eine Ehe keinen Sinn mehr

1
Behaupten aber das sie ihre Frau oder ihren Mann lieben.

Behaupten kann man schnell etwas aber keiner ist fähig jemandem hinter die Stirn zu gucken. Es kann viele unterschiedliche Erklärungsmodelle für das Verhalten geben. Eine Voraussetzung ist aber sicher ein kaum vorhandenes Gespür für Verantwortung, Respekt, Moral und Anstand.

Genau so kann ich auch diesen vulgärbiologischen Unsinn nicht mehr hören von "das ist die Natur des Mannes". Es gibt immer noch genügend Männer die nicht fremd gehen. Wenn man lange genug eine Erklärung sucht um sich sein eigenes Verhalten schön zu reden wird man immer etwas finden.

Wo ein Partner betrogen wird, egal wie, kann von Liebe keine Rede sein. Liebe ist eine positive Einstellung gegenüber dem Nächsten, ist Respekt. Ein Mensch der belogen und betrogen oder ausgenutzt wird, wird verachtet und nicht geliebt. Fremdgaenger die behaupten, sie würden den festen Partner trotzdem lieben, entweder belügen sich selber, und haben im Nachhinein sehr wohl ein schlechtes Gewissen, auch wenn sie es niemals zugeben würden, oder sie wissen tatsächlich nicht, wovon sie reden. In beiden Fällen mangelt es an Verstand.

Was möchtest Du wissen?