Warum darf man keine Beziehung vor der Ehe eingehen (Islam)?

12 Antworten

Ich persönlich kenne mich mit dem Islam nur begrenzt aus, aber ich glaube, dass damit die sexuellen Beziehungen gemeint sind.

Der Islam ist eine sehr alte Religion und ihre "Regeln" sind dementsprechend auch sehr alt.

Zu der Zeit von Mohammed war eine Frau, ohne Ehemann aber mit einem Kind wirklich aufgeschmissen. Deshalb auch diese Regel, um die Frau zu "schützen". Denn damals waren die Männer, die echten Hauptverdiener.

Das gleiche ist mit dem Schweinefleisch Verbot. Damals, hatten die Schweine eine Krankheit, die vielen Menschen das Leben kostete, deshalb wurde es verboten Schweinefleisch zu essen.

Ebenso, dass mit dem rasieren. Zu der Zeit konnte man sich so leicht eine lebensgefährliche Infektion einholen. Deshalb wurde der Bart nur geschnitten, nicht rasiert.

Die meisten Regel, hatten früher einen guten Grund.

Und ich persönlich muss auch sagen, dass ich so eine "kein sex vor der Ehe" Regel definitiv besser finde, als sex bei 14 jährigen und im schlimmsten Fall, noch schwangere 14 jährige. 

Ich finde auch, dass Sex etwas ganz intimes ist und es dann nichts besonderes ist, wenn jeder schon mit 1000 verschiedenen Partnern Sex hatte. 

Und vergiss bitte auch nicht, dass es diese Regel auch im Christentum gibt, nicht nur im Islam.

Jedoch, gibt es soweit ich weiß bei den Schiiten auch eine "Zeitehe" dh. sich scheiden lassen ist dann nicht so ein tam tam wie hier in Deutschland.

Hallo Ano,

es ist nicht nur im Islam so, sondern auch im Christentum und im Judentum, die alle drei auf die selbe Wurzel zurück gehen.

Die 'Regeln' wurden vor Jahrhunderten so festgelegt und sind teilweise auch (bezogen auf alle 3 Religionen) schriftlich überliefert. Nach religiösem Verständnis stammen sie von Gott und können daher nicht von Menschen geändert werden. Da sie vor langer Zeit überliefert wurden und es momentan keinen Propheten gibt hat niemand Authorität sie zu ändern. Allerdings gibt es Interpretationsspielraum.

Jeh nach Religion ist die Interpretiation unterschiedlich eingeschränkt. Im Islam ist der einzelne Gläubige verantwortlich sich zu informieren, zu beraten und seine eigene Meinung zu bilden. Auch wenn religiöse Authoritäten über Jahrhunderte versucht haben dies zu unterdrücken ist dies vielfach in Quellen aus Quran oder Hadith/Sunnah überliefert.

Jetzt zu Deiner eigentlichen Frage. Im Islam geht man davon aus, dass die Regeln die durch Quran oder Hadith/Sunnah festgelegt sind den Menschen dienlich sind. Jesus (der auch im Islam als ein Prophet gilt) wird das schöne Zitat zugeschrieben "Denn das Gesetz ist für den Menschen da – nicht der Mensch für das Gesetz".

Das Verbot des GV vor der Ehe dient dazu, dass zwei Menschen nur mit einander schlafen, wenn sie sich bewust für einander entschieden haben und bereit sind Verantwortung zu übernehmen - für einander und für ein Kind, das nun einmal entstehen kann, wenn Mann und Frau in Liebe zu einander finden.

Bei "modernen" Muslimen ist es genau so wie bei "modernen" Christen, dass sie zwar aus emotionalen, traditionellen, familiären oder anderen Gründen an ihrer Religion festhalten und z.B. die Feiertage feiern, sich aber im Alltag wenig damit befassen, wenig Wissen über die Entstehung und Entwicklung ihrer Religion haben und die Regeln ganz gerne vergessen oder so auslegen, dass die 'Regeln' sich dem Alltag anpassen und nicht umgekehrt.

LG, Hourriyah

Kann man diese denn auch dann als 'Muslime' oder auch z.B. 'Christen' nennen? Oder ist das nach Definition bedingt, dass wenn man nur z.B. Ein Muslim ist, wenn man sich an die Regeln hält.

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@Ano30

Hallo Ano,

ich würde jedem Menschen zugestehen sich selbst als das zu bezeichnen, als das er sich fühlt und ich für mich habe es nicht nötig andere zu benennen.

Muslime sollten sich an die 'Regel' halten die es verbietet jemand anderem das Muslim-Sein abzusprechen. Das ist übrigens ein Grund warum viele Muslime sich damit schwer tun Terroristen das Muslim-Sein abzusprechen. Und Christen können sich an das Zitat von Jesus halten "Richtet nicht auf das ihr nicht gerichtet werdet."

LG, Hourriyah

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es ist nicht nur im Islam so, sondern auch im Christentum und im Judentum, die alle drei auf die selbe Wurzel zurück gehen.

Die da konkret wären ??

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@waldfrosch64

Adam, Abraham und die Tradition der göttlichen Offenbarung durch Propheten und in Schrifen. Und als Ursprung der einzige Gott.

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  1. Laut Islam stimmt es "wirklich"
  2. Die Regeln lassen sich für gläubige Muslime nicht ändern, da Allahs Regeln unabänderlich sind und bleiben
  3. Es gibt den "Spruch" im Islam: " heirate nicht, wen Du liebst, sondern liebe, wen Du heiratest.... ( eine andere Art von Beziehung ist NICHT vorgesehen....)
  4. Möglich ist dies, wenn die Beteiligten Muslime, sich gemäß Allahs Regeln verhalten, und auf dieser Grundlage dann eine Ehe eingegangen wird...
  5. Für uns mag es sich "absurd" anhören, für gläubige Muslime ist "logisch"
  6. Muslime, die von dieser Regel abweichen werden ggf.. entweder nicht als "Muslime" betrachtet... oder es wird gesagt: "Sie müssen es mit Allah ausmachen".. ( je nach Rechtsschule )
  7. Bei den Shiiten gibt es die Form der "Zeitehe"... die allerdings gewissen Regeln unterworfen ist... ( bitte einfach googlen.. wäre hier zu umfangreich...)
  8. Sunniten und Shiiten sind sich einig... jedenfalls in gewissen Fragen... andere Fragen führen aber durchaus zu gegenseitigem Bekämpfen..... entfernt vergleichbar mit Irland... wo sich Christen ev. und kath.. auch heftigst bekämpften

Sorry, für Ausschweifungen.... aber ich muss (!) immer so antworten, dass ich selbst das Gefühl habe, nichts außer Acht gelassen zu haben... wobei mir das seltenst gelingt, und ich mich über Ergänzungen/Verbesserungen/Erklärungen/Anmerkungen immer freue.....

Es gibt den "Spruch" im Islam: " heirate nicht, wen Du liebst, sondern liebe, wen Du heiratest.... ( eine andere Art von Beziehung ist NICHT vorgesehen....)

Ich würde mal denken das das er auf den Sex abzielt, als auf eine Beziehung, denn den sollte man ja auch erst nach der Hochzeit haben, oder? Würde für mich auch nicht viel sinn machen, wenn Gott Liebe und Ehe Predigen lässt und dann Ehe vor dem Gefühl Liebe verlangt.

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Also ich kenne mich im Islam jetzt nicht perfekt aus, aber ich glaube, dass es dort vor allem früher so war, dass Ehen arrangiert wurden, sprich die Eltern haben den passenden Partner ausgewählt. Somit musste vorher keine Beziehung bestehen. (Bitte korrigiert mich , falls ich da falsch liege!)
Aber zu dem ändern der "Regeln": In der Bibel steht auch, dass man keinen Sex vor der Ehe haben darf (Und auch viel anderes was aus heutiger Sicht einfach keinen Sinn macht;)) und heutzutage gibt es kaum noch jemanden, der sich ehrlich daran hält, auch unter den gläubigen Christen. Das hat einfach was mit kritischem Umgang mit Religion zu tun, da vieles einfach nicht mehr zeitgemäß ist und das wird es im Islam genauso geben wie im Christentum und allen andern Religionen. Also das wäre so meine Vermutung;)

Hab nur ausversehen schlecht bewertet

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Joa diese Vermutung wäre für mich am plausibelsten, danke!

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Die  Lehre ist so,  die Praxis sieht oft anders aus.

Wer kann es schon ohne Sex vor der Ehe aushalten, wenn man schwer verliebt ist? Oder es wird übereilt geheiratet, was wiederum zur Scheidung der Ehe führen kann, weil man im Alltag miteinander nicht klar kommt.

Weil das Paar beim Sex nicht harmonierte, ist manchmal auch ein Scheidungsgrund.  Insofern ist die "Abstimmung"  vor der Ehe ganz gut.

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