Bei mir war es vor einigen Jahren so: Ich ging zum Freitagsgebet, fastete nicht den ganzen Ramadan durch, aß kein Schweinefleisch, kein Alkohol usw. und dachte, das ist ein guter Glaube. Ich dachte nicht so viel bzw. gar nicht über das Leben an sich nach. Mit 15 fing ich an, regelmäßig die Pflichtgebete (so gut es geht) zu verrichten und eigenständig Zuhause außerhalb der Koranschule Koran zu lesen. Bücher zum Leben und Schaffen des Propheten Muhammed s.a.v. sowie Übersetzungen des Korans fing ich an zu lesen (immer noch zu selten, aber darum geht es gerade nicht).

Ich bemerkte, wie unreligiös ich doch war, da ich nicht mal die fünf Säulen des Islams praktizierte. Ich bemerkte, dass Länder wie die Türkei eigentlich gar nicht so religiös sind, wie ich immer dachte. Und ich bemerkte, wie weit sich eigentlich die Lebensweise der Ummah heute von den Werten des Islams entfernt hat. In vielen muslimischen Ländern ist Korruption, soziale Ungerechtigkeit und Lügen weiter verbreitet als in so manchen westlichen Ländern.

Natürlich ist es in der heutigen Zeit schwer, optimal so zu leben, wie es unser Glaube uns gebietet. Selbst der letzte Gesandte Gottes wurde in Einzelfällen von Allah ermahnt, das er dieses oder jenes nicht so tun solle. Er war ein Prophet, im Endeffekt aber auch nur ein Mensch und kein übernatürliches Wesen.

Dieses Ideal zu erreichen ist schwer, vielleicht auch unmöglich. Es ist ja auch ein Ideal. Aber sollen wir da tun? Sollen wir die Hände in den Schoß legen, aufgeben und jammern?

Allah sagt selbst, dass wir nicht verzweifeln sollen und dass wir nicht aufhören dürfen, an unsere Rechtleitung und seine Vergebung zu hoffen. Wir könen das Ideal eines Muslims heute und als "08-15-Muslime" mit wenig Wissen über unsere eigene Religion schwer erreichen. Aber das heißt ja nicht, dass man sich trotzdem nicht anstrengen soll. Man kann sich an dieses Ideal annähern. Manche nähern sich nur um einen Schritt an, andere um einen Kilometer. Aber wir müssen es versuchen und ein Leben lang an uns arbeiten. Wir müssen uns Ziele setzten und daran arbeiten, diese zu erreichen. Wenn wir diese Ziele erreicht haben, sollten wir uns Neue setzen. Während ich dies hier schreibe, hat sich meine Motivation erhöht und ich habe mir vorgenommen, das freiwillige Gebet vor dem Fajr/Morgengebet (auf türkisch sagen wir zu diesem freiwilligen Gebet Tehecüd, also Tehedschüd dazu, vielleicht stammt das aus dem Arabischem) endlich mal wieder zu beten.

Und bei den Gebeten sollten wir, so wie es unser Prophet tat, in Bittgebeten Gott um Hilfe und Unterstützung bitten sowie bei ihm Zuflucht vor den Sünden suchen.

Du darfst dich nicht verrückt machen und verzweifeln, das sollst du auch nicht. Aber man muss sich natürlich der Situation bewusst sein.

Ich sehe viele Muslime, die einfach so dahin leben, ohne jeglichen Ansporn an sich selber zu arbeiten. Aber deine Antwort zeigt ja, dass du dir Gedanken über dich selbst machst. Das ist gut so, viele Muslime tun das leider nicht. Verlier diese Einstellung nicht. Verzweifel nicht. Motiviere dich. Gib nicht auf. Vertraue auf Allah!

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Ichbhab aufm Gymnasium Spanisch als Zeitsprache bekegt und es nie bereut. Viele Französischschüler ätzten immer darüber, dass französisch schwer sei. Ich kann das nicht beurteilen aber als deutscher kann man gut spanisch lernen. Die haben auch das perfekt und Plusquamperfekt. Mit dem Unterschied, dass sie nicht so viele Ausnahmen und viel mehr Regelmäßigkeiten haben. Hasta la vista amigo

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Die Fard-Gebete werden in der Gemeinschaft verrichtet. Der Imam betet laut vor und die Moschheegemeinde hinter ihm ost still und konzentriert und folgt zeitverzögert den Niederwerfungen des Imam. Wenn Sunnah gebetet wird, tut dies jeder f0r sich und allein. Dabei wird im Flüsterton rezitiert, um nicht die umliegenden Muslime bei ihrem Gebet zu stören.
Alle fünf täglichen Pflichtgebete bestehen dabei aus Fard und Sunnah.
Neben den Gebeten ist die Moschee auch ein Treffpunkt. In türkischen Moscheen wird dabei oft Schwarztee getrunken. Daneben finden dort auch Veranstaltungen, Koran- sowie Islamunterricht und Vorträge statt.
Am jährlichen Tag der offenen Moschee bieten die meisten auch Programme für solche Personen, die sonst nicht eine Moschee betreten.
Es wird nach Geschlechtern getrennt gebetet. Deshalb gibt es dort auch Frauen-/Männer und für die jüngeren Jungen- sowie Mädchengruppen.
Dürfte ich fragen, in welcher Stadt du wohnst? Für Berlin kann ich dir Empfehlungen aussprechen. In anderen Städten kenne ich mich nicht aus.

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Dusche dort so oft du willst, vorausgesetzt du bist Mitglied.

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Ich habe dort nie nackt geduscht. Immer mit Badehose. Du musst dich nicht fragen, ob dein verhalten natürlich ist. Im Gegenteil, ich finde es unangemessen, sich vor fremden Menschen einfach zu entblößen. Im Fitnessstudio ist es auch so, dass manche nicht nackt duschen.

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Also ich habe keine Phobie, aber wenn mein Handy klingelt, gehe ich da oft ungerne ran. Und wenn die Nummer nicht gespeichert ist, gehe ich gar nicht ran. Ich habe aber da die Befürchtung, dass wieder mal ein Bekannter oder der Freund eines Bekannten usw. mich um einen Gefallen bittet (kommt oft vor, sonst rufen diese Personen mich nie an). Das ist bei mir der Grund. Aber gestern zum Beispiel hat mich mein Freund angerufen. Er wollte sich mit mir treffen, was wir letztendlich auch taten. Ich wusste das auch, als sein Name auf dem Display erschien. Selbst da habe ich erst mal gezögert bis ich rangegangen bin. Und ich weiß nicht so recht wieso...
Bei der Türklingel habe ich keine Probleme, hier bei mir hat eh jeder einen Schlüssel. Und wenn es doch klingelt, ist es der Paketbote.

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Vielleicht hast du eine Lebensmittelvergiftung? Das hatte ich zwei mal. Den ganzen Tag über Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen wegen des wahrscheinlich verdorbenen Fleisches, den ich aß.

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Alsoo: Imren (türkische Restaurantkette, auf Döner spezialisiert ), Mevlana (Dönerladen in der Hauptstraße in Berlin-Schöneberg), Risa (arabische Fast-Food-Kette), City House und City Chicken (arabische Fast Food Kette), Asude (gehört zu Imren, türkische Restaurantkette, die haben v.a. Fisch, Fleisch und typische türkische Gerichte),
Mihmandar (am Herrmannplatz)

Du kannst die alle googeln.
Am gesündesten ist Asude, da der Rest nur Fast Food anbietet. Die haben teilweise auch Masjids (Gebetsräume) im Untergeschoss.

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http://islamimherzen.de/das-gebet-im-islam-ist-fard-pflicht/

Mit PDFs (Anleitungen), Bildern zur Veranschaulichung und auch Aufnahmen

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Da die Geburtenrate mit 1,4 Kindern pro Frau seit Jahren zu niedrig ist, kann ohne Zuwanderung ein Bevölkerungsschwund nicht vermieden werden.

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Ein weiterer Grund sind die stark gesunkenen Zuschüsse des Staates für den sozialen Wohnungsbau. Da wurde vor vierzig Jahren mehr Geld dafür aufgewendet.

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Hauptfaktor ist die höhere Geburtenrate. Konversionen spielen beim Wachstum der muslimischen Glaubensgemeinschaft eine eher untergeordnete Rolle.

http://m.spiegel.de/panorama/gesellschaft/infografik-der-woche-islam-waechst-staerker-als-christentum-a-1036969.html

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Bin Berliner. Mein Fahrlehrer nutze dafür immer die Freiflächen vor dem Olympiastadion. Solche gibt es in München bestimmt auch. Vor der Allianz Arena oder wie die jetzt heißt vielleicht?

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Ich würde ihn duzen. Bei uns an der Uni werden Professoren etc., also die etwas älteren Herren und Damen gesiezt. Emails werden da dementsprechend distanziert und höflich formuliert (Sehr geehrter Herr...), während andere Studenten, Tutoren und wissenschaftliche Mitarbeiter geduzt werden. In Emails schreibe ich dann auch so etwas wie "Hallo, kannst du ..." und am Ende anstelle von "mit freundlichen Grüßen" so etwas wie "Viele Grüße und bis Donnerstag".

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