War mein Freund im Recht muss man im Bus für Schwangere Platz machen wenn man unfreundlich vom Mann angemault wird darf der Busfahrer mein Freund rauswerfen?

30 Antworten

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Hallo ManuTheMaiar

Nachdem ich hier jetzt alles gelesen habe und teilweise entsetzt bin was für Antworten kamen sage ich auch mal was dazu.

Der Fehler liegt sollte sie Situation wirklich deiner Beschreibung entsprechen und solltest du nichts geschönigt haben ganz klar und völlig eindeutig bei dem Ehemann der Schwangeren.

Im Prinzip gebietet es der Anstand Menschen mit Mobilitätseinschränkungen platz zu machen entweder ungefragt oder aber indem man den Platz anbietet.

Aber und das ist hier der große Knackpunkt den scheinbar viel zu viele Antwortgeber hier übersehen haben, der Anstand gebietet auch dass man nicht hergeht und andere Leute derart respektlos anspricht nur um eigene Interessen oder Interessen von Verwandten durchzusetzen und es ist völlig menschlich, dass jemand angesichts dieser Behandlung dem Agressor gegenüber nur noch wenig kompromissbereit ist niemand muss sich so behandelt lassen und genau das lassen leider viele Antwortgeber hier außer acht.

In sofern ist auch das folgende Verhalten verstädlich nicht ok wäre es hingegen wenn dein Freund von Anfang an die Absicht gehabt hätte das Ehepaar zu belehren aber so wie ich das lese hat sich der Mann als Sprecher für die Frau selbst disqualifiziert jemandem der sich so verhält will man mit diesem Verhalten einfach kein Erfolg haben lassen.

Nun aber zum Busfahrer:

Korrekt wäre gewesen wenn der Busfahrer zuerst den Agressor zur Ruhe ermahnt hätte und dann deinen Freund dazu aufgefordert hätte der Frau Platz zu machen jemand der in einer festgefahrenen Situation vermittelt muss auch immer auf beide Seiten eingehen jeder Seite die entsprechende Ermahnung zukommen lassen die ihrem jeweiligen Verhalten entsprechend ist.

Aber und das sehe ich hier als Knackpunkt, der Busfahrer hat nunmal die Hauptaufgabe zu fahren und kann sich schlecht dauernd auf die Fahrgäste konzentrieren sodass es durchaus mal sein kann, dass er solche Situationen nur unvollständig mitbekommt.

Den versuchten Rauswurf halte ich hier zwar für übertrieben aber zumindest hätte dein Freund sich bewusst sein können, dass sowas passieren kann und dementsprechend sollte ihm auch bewusst sein dass ihm am Ende nur eine Klärung im Nachhinein beim Verkehrsunternehmen bleiben würde wenn Weigerung und Hilfe von Freunden mal nicht zum Erfolg führen.

Alles in allem würde ich also sagen ja dein Freund hat sich zwar korrekt verhalten aber gegen Ende hin recht konfrontativ und hat dadurch die Missverständnisse gefördert.

LG

Darkmalvet


Versteht ihr alle nicht worum es in dieser Frage wirklich geht, mein
Freund ist nicht so jemand der Schwangere stehen lässt er wäre ganz
sicher von alleine aufgestanden hatte aber nicht die Chance dazu weil
dieser Mann ihn wirklich sofort angemault hat mit teils übelsten Worten

Wenn dem so war, ist es natürlich nicht die nette Art (und relativ übertrieben) jemanden gleich auf diese Art dazu aufzufordern. Angemeßender wäre eher eine höffliche bitte gewesen.

Darüber warum sich der Mann so verhalten hat, kann man spekulieren. Vlt. hatte er auch einen "schlechten/stressigen Tag" oder fühlte sich aus irgendeinem Grund "gehetzt/geeilt" (was es zumindest etwas erklären würde, auch wenn ich die Reaktion immernoch deutlich übertrieben finde).

Aber dennoch wäre es von deinem Freund klüger und angebrachter gewesen den Platz spätestens hieraufhin direkt frei zu machen anstatt sich in so eine Diskusion zu verwickeln.


er weigerte sich selbstverständlich und sagte seine Frau kann ihm schon selber sagen was sie möchte

Um darauf zu warten gibt es für mich keinen vernünftigen Grund. Es kann viele Gründe geben warum jemand nicht direkt darum bittet und man muss dort auch nicht so viel hineininterpretieren.

Vielleicht ist sie einfach generell "schüchtern" und spricht nicht gerne fremde Menschen im Bus an. Auch kann es sein, dass jemand unter Sprachschwierigkeiten leidet oder sich aufgrund einer Behinderung nicht so gut ausdrücken kann. Desweiteren ist es möglich, dass sie generell nicht unbedingt jemanden auffordern wollte, einen Platz freizumachen.

Wie es rechtlich aussieht, hängt von den konkreten Regularien des Verkehrsbetriebes ab. Der Busfahrer wollte die Situation wahrscheinlich schlichten, hätte aber auch zum Verhalten des Mannes etwas sagen können. Vielleicht hat er aber auch selbst nicht alles bis ins Detail wahrgenommen, er muss sich schließlich auch auf die Fahrt konzentrieren.

Aber ändern kann man die Situation eh nicht mehr. Ich würde für die Zukunft daraus lernen.



Du spekulierst über ungelegte Eier.

Der Ehemann hat die Provokation begonnen. Darauf muss niemand Rücksicht nehmen und er ist selbst Schuld, dass es soweit gekommen ist. Denn hätte er einfach höflich gefragt, wie das zivilisierte Menschen tun – was Du ja von dem Freund hier ebenso erwartest –, dann hätte es gar keinen Ärger gegeben.

Du urteilst hier nach zweierlei Maß.

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@MarkusGenervt


Der Ehemann hat die Provokation begonnen. Darauf muss niemand Rücksicht
nehmen und er ist selbst Schuld, dass es soweit gekommen ist. 

Wenn dem so war, wäre das Verhalten des Mannes natürlich der Ursprung der Situation und klar wäre die Sache auch dann nicht so ausgegangen.

Dennoch ist es m.M.n. nicht der richtige Ansatz die Situation danach noch unnötig weiter zu "provozieren" in dem man weiter sitzen bleibt. Dies bringt eben oftmals nur noch mehr Stress.


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@NewBegin2018

Klar, irgend jemand muss ja den ersten Schritt der Deeskalation gehen. Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, ist der Freund ja dann auch aufgestanden. Allerdings finde ich das Reaktionsverhalten durchaus angemessen, um dem Ehemann auch seine Grenzen zu zeigen.

Das trägt nicht unbedingt zur Deeskalation dieser Situation bei, aber im umgekehrten Nachgeben wird dieser Mann auch nur lernen, dass er mit diesem Verhalten durch kommt und auch solche Situationen immer weiter in anderen, ähnlichen Situationen provozieren.

So etwas muss ebenfalls berücksichtigt werden. Wobei ich hier aber sicher nicht davon ausgehe, dass auch nur irgend einer der Beteiligten so weit vorausschauen kann.  ¬_¬

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Ich zitiere mal die Einschlägigen Abschnitte der BefBedV (Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen):

§ 4 Verhalten der Fahrgäste
(1) Fahrgäste haben sich bei Benutzung der Betriebsanlagen und Fahrzeuge so zu verhalten, wie es ... die Rücksicht auf andere Personen gebieten.
Anweisungen des Betriebspersonals ist zu folgen.
...
(5) Verletzt ein Fahrgast trotz Ermahnung die ihm obliegenden Pflichten ..., so kann er von der Beförderung ausgeschlossen werden.

§ 5 Zuweisen von Wagen und Plätzen
...
(2) Das Betriebspersonal ist berechtigt, Fahrgästen Plätze zuzuweisen; Anspruch auf einen Sitzplatz besteht nicht. Sitzplätze sind für Schwerbehinderte, in der Gehfähigkeit Beeinträchtigte, ältere oder gebrechliche Personen, werdende Mütter und für Fahrgäste mit kleinen Kindern freizugeben.

Die Rechtslage ist also klar, der Ton war aber vielleicht (von allen Seiten!) nicht unbedingt geschickt ...

Leute aus den Regionen haben eine grobere härtere Sprache. Ich weiß nicht wies war, aber könnte es vielleicht sein, dass er die Anfrage als Angriff missverstanden hat? Aber nein, dein Freund war schon im Recht. Wenn man sich anschnauzen lässt, vergeht einem die Lust irgendwas zu machen. Es wäre nur vernünftiger sich auf keinen Streit einzulassen.

Auch wenn die Frau eine Müllsack auf dem Kopf getragen hätte, und grün angemalt gewesen wäre, ändert das nichts daran, dass sie schwanger war, und man in Deutschland für Schwangeren, Behinderten und alten Menschen auf zu stehen hat. (Das ist nicht überall so. In Ungarn muss man nur aufstehen für Kinder unter 12 Jahren, und auch die alte Oma mit dem Rollator muss stehen).

Zu erwarten, dass die Frau selber bittet, sitzen zu dürfen, ist weit hergeholt. Diese verschleierte Frauen sprechen oft kaum Deutsch, und der ihr begleitende Mann ist ohnehin das Sprachroht.

Da Gebähren des Mannes ist ungebührlich, aber auch das ändert nicht die Regel, dass man aufzustehen hat.

Der Busfahrer hat dein Freund wohl als ein "Sicherheitsrisiko" eingestuft, und hat befürchtet, dass die Lage eskaliert. Da kein Busfahrer es wagt, ein ausländisches Ehepaar aus dem Bus zu werfen, noch dazu wenn die Frau schwanger ist, hat er das "schwächere Glied" angegriffen. Auch das ist rechtens, denn der Busfahrer hat eine Art "Hausrecht".

Fazit: in Zukunft noch schneller Platz machen. Auch hilft es, wenn man sehr aggressive und fordernde Ausländer einfach auflaufen lässt, indem man ihnen komplett ignoriert, einfach über sie hinwegsieht, aber nett ist zu den begleitenden Frauen. Das bringt für den Frauen einen kleinen Lerneffekt, und sie sehen wie höflich und nett, hilfsbereit und zuvorkommend Deutsche Männer sind, während ihren eigenen Stümper sich grundlos wie einen Hahn aufplustert.

Der Busfahrer hätte zu aller erst mal den Mann zur Ruhe ermahmen sollen und dann erst dem Jungen sagen sollen, dass er bitte Platz machen soll.

Wo der Junge ein Sicherheitsrisiko sein soll ist mehr als fraglich immerhin war es der Mann der agressiv war.

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@Darkmalvet, UserMod Light

So wie ich mir das bildlich vorstelle, hat der Busfahrer erkannt, dass mit dem Mann ohnehin keinen Dialog möglich ist, und hat ihm "übersprungen". Da er annahm, dass der Junge, der sich ja zunächst sperrig erwies, vielleicht ausrasten würde, hat er ihn versucht rauszuschmeißen. Für den Busfahrer ist es ja keine Frage der Gerechtigkeit, sondern das vorrangige Problem ist, wie er in seinem Bus ein Handgemenge verhindern kann. 

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@Schwervelke

So wie ich mir das bildlich vorstelle, hat der Busfahrer erkannt, dass mit dem Mann ohnehin keinen Dialog möglich ist

Ist für mich kein Grund den Mann gewähren zu lassen zumindest mal hätte der Busfahrer hier eine Ansprache zur Beruhigung versuchen sollen nur ermahnen kostet ja nichts entweder es bringt etwas oder eben nicht.

Da er annahm, dass der Junge, der sich ja zunächst sperrig erwies, vielleicht ausrasten würde

So wie sich die Frage für mich darstellt hat sich der Junge passiv unkooperativ erwiesen das rechtfertigt keine Annahme für einen Ausraster beziehungsweise hätte man den Ausraster eher bei Mann vermuten müssen.

wie er in seinem Bus ein Handgemenge verhindern kann.

Meiner Ansicht nach wäre das Handgemenge am ehesten von dem Mann ausgegangen damit hätte man auch hier ansetzen müssen.

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