Verlang Gott Dankbarkeit?


27.09.2022, 08:16

Bzw. will Gott das wir dankbar sind?

16 Antworten

Hallo Anonymus1234902,

es mag Glaubensinhalte und Gottesbilder geben, wonach Gott eine gewisse Erwartungshaltung hätte.

Es gibt aber auch ein Gottesbild, nach dem Gott Liebe sei. Und dieses Gottesbild lässt sich glaubensunabhängig in der Liebe darstellen, wobei sich die Liebe nur aus einfachen Aussagen, die nicht aus unserer eigenen Wahrnehmung stammen, ergibt. Somit gewinnt dieser Anspruch eine gewisse "Prominenz" gegenüber anderem, was möglicherweise nur postuliert oder menschlicher Wahrnehung entnommen ist.

Eine Grundaussage, auf die sich die Liebe stützt, ist Zeitlosigkeit. Dabei ist charakteristisch, dass die Abwesenheit von Zeit auch die Abwesenheit von Prozessen bedingt. Jeder Prozess, und sei er noch so klein, hat immer ein Vorher und Nachher, wo er etwas verändert. Und das braucht Zeit - und sei es nur ein kleines bisschen davon.

Dankbarkeit zu verlangen, wäre ein Prozess, denn Gott, wenn Gott Liebe ist, nicht führen kann. Wir Menschen können aber Prozesse führen - insbesondere aus Liebe heraus - und da geht etwas, was abstrakt keinen Prozess impliziert, wo von uns nur etwas ausgeht, etwas uns auch erreichen darf. Dabei definiert die Liebe selbst keine Inhalte, sie kennt nur diese abstrakte Methodik in sich.

Wir dürfen das aber mit Inhalt füllen, indem wir der Methodik spezifisch einen Prozess zuordnen: z.B. jemandem Dankbarkeit zollen. Das ist etwas, was von uns ausgeht - egal, ob da jemand etwas erwartet oder einfach überrascht sein mag. Gleichermaßen darf uns Dankbarkeit immer erreichen, ohne sie erwarten zu wollen.

Es sind also wir, die in Liebe in dem Sinne Göttlich sind - und wir können auch sagen: eins mit Gott.

Wenn wir jetzt sagen, dass wir Gott irgendwie wahrnehmen, da von Gott auch etwas in unserer Wahrnehmung ausgeht, so dürfen wir auch Gott dankbar sein. Und wenn etwas von uns ausgeht, was in der Wahrnehmung wieder Gott erreicht, wäre Gott automatisch dankbar, da der Dank in unserer Wahrnehmung von Gott eben ausgehen kann.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge

Ich kann mir keine Liebe vorstellen, die Dankbarkeit ausschließt. Der Mensch verdankt Gott alles, ohne Ihn wäre er nichts und gar nicht vorhanden.

Gott will geliebt werden, weil er ein DU ist, das vor Liebe zu uns brennt und mit uns durchs Leben gehen möchte. Er braucht uns nicht, aber wir brauchen ihn und seine Liebe. Deshalb gibt es das Gebot der Liebe zu Gott und um Seinetwillen auch zum Mitmenschen.

Gott will ebenso wenig eine erzwungene Liebe und Dankbarkeit wie wir Menschen das von anderen wollen, die wir lieben. Er hat uns frei erschaffen und will, dass wir uns auch frei und ungezwungen für Ihn entscheiden. Wenn man sich aber für ihn entscheidet, bleibt Liebe und Dankbarkeit nicht außen vor.

Frei für ihn entscheidet? Und wenn man es nicht tut, bestraft er einen. Wo bleibt da die Freiheit?

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@Zicke52

guter Einwand. Ich denke, die Freiheit liegt nicht im Ergebnis begründet, sondern ist als Voraussetzung zur Liebe gedacht. Liebe ist ja immer ein Geschenk, das wir freiwillig geben und empfangen. Zur Strafrethorik: Gott straft nicht, sondern es ist unsere Lieblosigkeit, mit der wir uns selbst bestrafen. Wohlbemerkt: wir wählen nicht die Strafe, sondern die Lieblosigkeit und die Strafe, die wir erleiden, ist die Folge der Lieblosigkeit, die wir selbst frei gewählt haben.

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Wenn er es tut, ist er ein kleiner, schmieriger Narzisst, der sich von seinem Ego dominieren lässt und geht somit seines Gottes-Status verlustig.

Folglich muss die Antwort "NEIN" lauten.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich kann Gott nicht verzeihen, das er uns derart fehlleitet!

Gott verlangt, ihn als einzigen Gott zu erkennen, und das Gesetz einzuhalten. Also die zehn Gebote und das Gebot der Nächstenliebe zu berücksichtigen. Und Gott als absolute und höchste Instanz. Alles andere ist freiwillig.

Wer ihn erkennt, wird ihm sowieso dankbar sein, und anbeten. Kommt dann ganz von alleine.

Die 10 Gebote + 633 andere- wurden ausschließlich den Juden am Horeb gegeben

Aber Teile davon sind in der christlichen Bergpredigt enthalten

Jesus sagte dass jeder der die se Gebote hält, von seinem Vater wahrscheinlich gerettet werden kann

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@Takinene

Jesus sagt, dass jeder der IHN erkennt, umkehrt und nachfolgt, gerettet wird. Nicht wahrscheinlich, sondern wirklich gerettet. Weil Jesus gekommen ist, um zu retten. Der Name Jesus im Hebräischen bedeutet genau das: Gott rettet.

Gebote sind der Plan B, für die Leute, denen es an der Erkenntnis der Liebe Gottes mangelt. Für die Regeljunkies dieser Welt, denen es an Empathie mangelt.

Für die, die meinen, man solle auf der Straße beten, und ihren schau mal, was ich ein toller Gläubiger bin, Tanz aufführen. Weil die so beschäftigt sind mit gläubig sein, verlieren die oft jeden Blick auf ihren Mitmenschen. Da ist es ein Segen, dass uns Gott für die Gesetze schenkt, die das schlimmste verhindern.

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@heikemargret

Jesus sagt klar: = Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr!‘, wird in das Königreich des Himmels kommen, sondern nur, wer das tut, was mein Vater im Himmel will. 22 An jenem Tag werden viele zu mir sagen: ‚Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele mächtige Taten vollbracht?‘ 23 Aber ich sage ihnen dann: ‚Ich habe euch nie gekannt! Verschwindet, ihr Gesetzlosen!‘

P. S. Ihm Nachfolgen, heisst nunmal seine Gesetze achten und auch umsetzen

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Ja! Das tut Er, das steht mehrmals in der Bibel. Die Bibel ist Sein Wort. Du solltest Dir eine Bibel besorgen, am besten eine modernen Übersetzung.

Bibel

Unter anderem steht es in dem Psalm 50, hier wird er vorgelesen:

https://www.youtube.com/watch?v=mkRkJsfxuN0

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