Es ist juristisch gesehen kein Mord.

Moralisch vertretbar ist es für mich nur, wenn schwere Krankheit bei der Mutter oder dem Kind vorliegt. Es also medizinische Gründe gibt. Oder die Mutter nach einer Kriminellen Tat psychisch absolut nicht fertig wird mit der Schwangerschaft.

Diese Fälle machen etwa 3 Prozent der Abtreibungen aus.

Die restlichen 97% finde ich moralisch nicht vertretbar. Das Wort Enthaltsamkeit ist heutzutage ja völlig verpönt. Es handelt sich bei dem Vorgang aber um eine wirksame und kostenneutrale Methode der Verhütung. Erst heiraten, dann fortpflanzen. Und wenn schon Sex mit Leuten, mit denen man sich kein vernünftiges Zusammenleben vorstellen kann, unbedingt als notwendig erscheint, dann sorgfältig verhüten.

...zur Antwort
Ja, weil ...

Es gibt da zwei schöne Sprüche:

Kinder werden gläubig geboren, und dann zu Atheisten erzogen.

Wenn ich den Kelch des Atheismus leer getrunken habe, finde ich auf dem Boden Gott.

Wir können uns natürlich eine Weile einbilden, alles selbst erklären oder bestimmen zu können. Aber irgendwann stoßen wir an unüberwindliche Grenzen. Und stellen fest, dass auch ein atheistisches Weltbild auf Glauben beruht.

Gott hält die Welt trotz aller Unerklärlichkeiten und Paradoxien am Laufen. Wenn man ihn einfach als Konzept ins eigene Weltbild hineinnimmt, macht das wirklich vieles einfacher. Und wenn man sich dann auch noch darauf einlässt, mit ihm ins Gespräch zu kommen, dann wird es richtig gut.

...zur Antwort

Lukaschenko würde sich keine drei Tage mehr als Präsident in seinem Land halten. Er ist zu 100% von der Unterstützung durch Russland abhängig.

Alles, was er sagt, ist nur ein Echo. Stille Post aus dem Kreml.

...zur Antwort

Renaissance

  1. die Epoche, die den Beginn der Neuzeit markiert und in der eine große Begeisterung für die Kunst und die Errungenschaften der griechischen und römischen Antike herrschte "berühmte Bauten/ein Baumeister/ das Kunstverständnis/das Menschenbild der Renaissance"
  2. eine Zeit, in der eine bestimmte kulturelle Form wieder wichtig wird, die es schon einmal gegeben hat "Diese Mode/dieser Baustil erlebt zurzeit eine Renaissance."

Also DIE Renaissance kann keine Aufgabe haben, weil es einfach eine Zeitepoche ist, so wie die Gotik oder die Moderne.

Falls du Renaissance als Rückbesinnung auf etwas aus einer vorherigen Zeit meinst, solche Renaissancen haben immer wieder die Aufgabe, die Ideen einer bestimmten Zeit durch althergebrachtes infrage zu stellen und auch zu bereichern.

Wenn einem zum Beispiel die moderne minimalistische Architektur in ihrer unbedingten Schlichtheit auf die Nerven geht, dann führt das zu einer Renaissance von verspielten Schmuckelementen. Da darf man sich dann aus allen Zeiten bedienen.

...zur Antwort
Ich würde erst mal mit der Kollegin sprechen

Ich würde die gemobbte Kollegin mal versuchen zu treffen. Und in Ruhe fragen, wie es ihr geht mit der Situation. Ob sie möchte, dass man ihr beisteht, und was sie sich da vorstellen kann.

Wenn sie sagt, es ist zum Aushalten, dann kann man das auch einfach akzeptieren. Wenn sie gerettet werden will, dann sag ihr allerdings auch, dass du auch nur mit Wasser kochen kannst. Du kannst ihr beistehen, aber bist ja selbst nicht in der Position, die anderen wirksam an ihrem Verhalten zu hindern. Du kannst vielleicht begrenzt auf die Situation Einfluß nehmen. Was ja schon besser als nichts ist.

...zur Antwort

Du würdest auf jeden Fall eine Menge lernen.

Der Begriff Islamwissenschaften beinhaltet ja schon, wer da unterrichtet. Nämlich Wissenschaftler.

Also Menschen, die sich ergebnisoffen Wissen aneignen. Unbelastet von der Absicht, sich selbst zum Glauben an die dort dargebrachten Schriften zu nötigen. Kommt zwar auch vor, dass Moslems Islamwissenschaftler sind, ist aber eher die Ausnahme.

Wenn du Imam willst, werd lieber Gelehrter. Die praktizieren die hohe Kunst des Tunnelblicks. Da kannst du dir dann auch viel Wissen aneignen, bist aber nicht so belästigt davon, nach Wahrheit und historischer Konsistenz streben zu müssen.

...zur Antwort
trans Manner werden weniger oft/schlimm behandelt als transFrauen

Ich denke, da spielt auch so eine gewisse Vorstellung beim jagenden Mann mit:

Man ist abends aus, und lernt eine attraktive Frau kennen. Beleuchtung nicht gerade neon. Dann ab nach Hause damit.

Und dann stellt sich heraus, das ist nicht das Standardmodell.

Verwirrung im Kopf. Ist es doch ganz eine Frau, oder vielleicht nicht so ganz. Wie flexibel sind wir denn nun wirklich?

Und dann setzt die altbekannte und bewährte Homophobie ein, und es wird unangenehm.

Frauen, die zum Mann werden, sind keine Bedrohung für Trophäensammler. Und Frauen, die einen Mann kennenlernen, der vorher eine Frau war, werden da auch nie so extrem reagieren. Selbst wenn sie sich dann keinen Sex vorstellen können, werden sie zumindest Interesse an dem anderen Menschen und seinem Werdegang haben.

Mal abgesehen davon, dass ich schon öfter davon gehört habe, dass Männer es nicht gepeilt haben, dass die hübsche Frau da vorher einen Penis hatte. Während meines Wissens nach Frauen meistens nach einem kurzen Gespräch klar ist, dass das nicht so der Standardmann ist, mit dem sie da zu tun haben. Und dann flexibler sind. Also nicht so krass ablehnend werden.

...zur Antwort

Ich bin ein Anhänger der lateinischen Messe. Und finde, dass das zweite Vatikanische Konzil durchaus viel gebracht hat. Vor 1960 wurde ja keine Lesung und Predigt in Landessprache gehalten, was oft dazu geführt hat, dass im Gottesdienst das Volk völlig sein eigenes Ding gemacht hat, und eigene Gebete gesprochen hat, statt dem Geschehen zu folgen.

Das war in der Tat reformbedürftig. Weil reichlich sinnentleert.

Allerdings sind viele Formulierungen des Konzils eindeutig konservativer, als sie heute umgesetzt werden: Der Gebrauch der lateinischen Sprache wird im Konzil ausdrücklich verlangt. Alle Christen sollen weiterhin weltweit die Basics beherrschen, Also mal wenigstens das Kyrie, Sanctus, Credo, Pater noster, und Gloria auf Latein singen können.

Das Konzil öffnet keineswegs die Tür dafür, dass sich jeder in den Altarraum stellen kann, und da frei agieren kann. Ich will das auch nicht so haben. Ich bin jahrelang in evangelische Kirchen gegangen, und habe mitbekommen, wozu das führen kann.

Die Tatsache, dass sich Menschen mit latent fremdenfeindlichen Ansichten bevorzugt in konservativen Kreisen ansammeln, ist kein rein religiös/kirchliches Phänomen. Das kennt man aus säkularen Strukturen genauso. Und genauso, wie damals die Grünen oder die Afd nach ihrer Gründungsphase versucht haben, auf fremdenfeindliche oder anderweitig extreme Mitglieder einzuwirken, und auch einige davon ausgeschlossen haben, tun das kirchliche Organisationen auch.

Dass der einzelne Moslem oder Jude ein Kind Gottes, und damit ein würdiger Gesprächspartner ist, dem man mit Respekt begegnet, ist allgemeiner Konsens.

Ich möchte mal die Gesellschaft sehen, in der einzelne Individuen nicht vom Konsens abweichen. Als ob in der Kirche alle Roboter wären. Da gibt es doch auch verschiedenste Ansichten.

Ich kenne einige, die sehr gute Kontakte zu Andersgläubigen und Nichtgläubigen haben, und trotzdem so einiges an der Umsetzung des 2. Vatikanischen Konzils auszusetzen haben, was die Liturgie angeht.

Die vom Konzil geforderte Mitwirkung ist, dass das Volk mit Wissen der Messe folgt, durch Gesänge und Präfationen teilnimmt, und - dies wird ausdrücklich gewünscht - an den richtigen Stellen auch mal schweigt, und in Stille anbetet.

Das bekomme ich im Grunde nur noch in einer Messe des außerordentlichen Ritus geboten. Ich habe kein Problem mit dem Latein. Weil es alle liturgischen Texte in Übersetzung zum Mitlesen gibt. Und wer nicht ganz unwillig ist, hat spätestens nach einem halben Jahr das meiste davon sowieso im Kopf. Weil im Gegensatz zu den fünfziger Jahren heutzutage die meisten Menschen flüssig lesen können, und einen zweispaltigen Text problemlos erfassen können.

Zu meinen, Leute, die diese Form der Anbetung bevorzugen wären alle rechtsradikal ist einfach lächerlich. Komm doch auch mal und schau es dir an.

...zur Antwort

Viel

Religionen verhelfen immer wieder Menschen dazu, zu Gott zu finden.

Nicht jede Religion ist hilfreich, auch ist nicht automatisch jeder, der die richtigen Bücher liest, gerettet, aber es ist schon recht hilfreich, auf die Erfahrungen, die über die Jahrtausende gemacht wurden, zurückgreifen zu können.

...zur Antwort

Da kann man nicht viel machen.

Die Krankheit ist nur behandelbar, wenn der Kranke ein Minimum an Mitarbeit zeigt. Das ist aber eher selten.

Früher hat man es mit Zwangseinweisungen versucht, aber musste erkennen, dass selbst mehrmonatige Aufenthalte in Kliniken nichts bringen. Deswegen wird heute eigentlich einfach nur noch abgewartet, bis sie es hinter sich haben.

Es ist tragisch. Wir haben auch so einen Fall in der Familie. Man kann im Grunde nur zugucken. Wenn schon nichts mehr gegessen wird, dann setzt die Auszehrung ein. Und der Vitaminmangel macht auch Probleme. Dennoch kann es noch recht lange dauern. So ein Mensch ist irre zäh, selbst bei einer Vergiftung diesen Ausmaßes. Das kann noch Jahre gehen.

...zur Antwort

Die Hagia Sophia (von Ἁγία Σοφία „heilige Weisheit“) oder Sophienkirche ist eine von 532 bis 537 n. Chr. erbaute ehemalige byzantinische Kirche.

Christliche Architekten haben sie geplant, christliche Bauleute erbaut und christliche Fürsten finanziert.

Sie ist eher ein Beleg dafür, wie dümmlich die meisten Argumente sind, die uns hier für die Überlegenheit des Islam präsentiert werden.

...zur Antwort

Die Tochter meiner Freundin war vor drei Jahren für 3 Monate in China. Das war so eine Art Schüleraustausch.

Die Familie war supernett, alles hat gut geklappt. Ihr Chinesisch ist auch viel besser geworden.

Eigentlich hätte das chinesische Kind dann auch kommen sollen, aber dann war leider Corona.

Dumm gelaufen.

...zur Antwort

Viele Welpen haben so eine Angstzeit. Meine drei Hunde hatten das zwischen drei und acht Monate lang, ganz besonders im Dunklen.

Ich bin da nie weiter drauf eingegangen, weil trösten oder Aufmerksamkeit das eher verstärkt.

Man sollte in der Zeit besonders im Dunkeln die Leine am Hund lassen. Damit der nicht in seiner Panik unter ein Auto verschwindet. Oder sich irgendwo versucht zu verstecken, wo man ihn nicht wieder rauskriegt.

Und wenn man merkt, dass der Hund extrem gestresst ist, halt die Spaziergänge eher etwas kürzer halten.

Das bedeutet nicht, dass der Hund grundsätzlich besonders ängstlich ist. Der, der als Welpe wirklich vor alles erschrocken ist, ist später ein ausgesprochen selbstbewußter Typ geworden. Das Mädchen, das nur kurz Welpenangst hatte, ist immer etwas schüchtern geblieben. Da kann man nichts ableiten.

...zur Antwort

Meistens ist eine schwere klinische Depression der Grund.

Die kann viele verschiedene Auslöser haben, oft sind organische Ursachen mit dabei (Infektionskrankheiten, Herzoperationen und so weiter)

Sehr häufig sind Depressionen auch eine Folge von Traumata oder Substanzmißbrauch.

Problematisch ist, dass den meisten Betroffenen jede Krankheitseinsicht fehlt. Und sie alles mögliche unternehmen, um bloß nicht in Behandlung zu kommen.

...zur Antwort

Schon. Wenn die Leute unter die Dusche gehen, oder ins Kaltwasserbecken, legen sie ihr Handtuch ab.

In der Sauna selbst liegt man für gewöhnlich auf dem Handtuch. Da haben auch nicht alle zwei Handtücher dabei.

Also wenn man in eine Sauna geht, muss man schon damit rechnen, dass die Leute zwar den überwiegenden Teil der Zeit ein Handtuch um die Hüfte haben, aber nicht immer.

...zur Antwort