Spiritualität - "Du bist nicht dein Verstand!" - was steckt dahinter

18 Antworten

Hey, also ich kann nur aus meiner Sicht was dazu schreiben (bin Agnostiker/Beinahe-Atheist und bin Psychologiestudent). Ich habe selbst nie so ganz diese "Verstandfeindlichkeit", die man in der Eso-Szene so oft findet, verstanden. Also warum, weshalb... Dahinter steckt irgendwie die Vorstellung, dass man irgendwie so eine Art Unterbewusstsein hat, dass einen lenkt und führt, und dass der Verstand irgendwie dabei stört (na gut, ich versteh's auch nicht so ganz).

Man hört oft auch Sätze wie "Folge deinem Herzen", "Hör' auf Deine Intuition". Alles Sachen, die irgendwie in diese Richtung gehen. Aber warum man an eine "innere Führung" glaubt, also wieso man denkt, dass diese wirklich existent sei, das ist mir ein Rätsel. Vielleicht mag es dem einen oder anderen helfen so zu denken. Was ich natürlich nicht bestreite, ist, dass viele Dinge unbewusst / automatisch ablaufen. Aber ob man wirklich diese Zielgerichtetheit (in dem Sinne, dass jede "Seele" ein Lebensziel hat, wo man von der "inneren Führung" hingeführt wird) annehmen kann?

Ich möchte ja glauben! Ich habe gar nichts gegen eine Welt, in der man quasi "durch das Leben geführt wird". Aber ich sehe das irgendwie nicht, dass das wirklich so ist, bzw. ich sehe das nicht so eindeutig, und von daher glaube ich erstmal nicht daran.

Oh, und was ich auch nicht bestreiten will, ist dass das sogenannte "Bauchgefühl", die "Intuition" in manchen Situationen einem einen Hinweis geben kann, aber ich würde das nicht so als absolute Wahrheitsquelle sehen, wie das eben Esoteriker gerne tun.

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@blechkuebel

Darum (Verstandesfeindlichkeit bzw. Verstand vs. Intuition, Glauben etc.) geht es aber bei der Erleuchtung so gar nicht. Du hast in diesem Thread nun wirklich reichlich Gelegenheit, Deine Sicht zu erweitern...

Gruß
Dipl.-Psych. holodeck ;-))

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@holodeck

Geht es nicht vielmehr um die Integration von Verstand und... ja was eigentlich. Dem Wesenskern? Von (Freuds) Ich mit dem Es (das Über-Ich ist m.E. über-flüssig, da es sich natürlicherweise aus der Synthese von Es und Ich ergibt). Von Kakuan Zenjis (via sventheman) Hirten mit dem Ochsen?

@blechkuebel: Nach meinem Verständnis folgt ohnehin jeder seinem Gefühl, seinem "Ochsen". Nur tun dies die wenigsten bewusst, und damit auch nicht konsequent!

Der Verstand stört dabei nicht im geringsten (er hilft dabei!). Aber das fehlende Bewusstsein - dass der Hirte zu nichts anderem existiert, als dem Ochsen zu dienen und niemals umgekehrt - das führt zu den wildesten Auswüchsen.

Ochsen können auch ohne Hirten sein (mit sind sie ggf. besser dran; auch passt mir die Kastration nicht so recht ins Bild, aber hey...).

Aber ohne einen Ochsen ist ein Hirte mal so richtig und ganz grandios sinnlos.

Gruß
ArchEnema
Dipl.-Inform. ;-))

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@ArchEnema

Wenn Nichts "Es" mit Nichts "Ich" verschmilzt, dann ergibt es "Nichts" und nichts wird in Nichts integriert. Nichts ist passiert.

;-))

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@blechkuebel

Damit liegst du auch vollkommen richtig. Nur - Achtung, Fangfrage! - wo gibt es denn eine absolute Wahrheitsquelle?

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@holodeck

So liebenswert hat schon lange keiner mehr "Du hast unrecht!" zu mir gesagt! ;-))

Du siehst da vielleicht keinen Unterschied. Ich sehe zumindest einen perspektivischen. Und für die Fragestellerin und den blechkuebel eröffnen sich womöglich ganz neue Welten.

Geht es denn nicht gerade darum zu erkennen, dass da kein eigentlicher Unterschied ist?

Selbstverständlich passiert kosmisch gesehen nichts. Immerhin ist es einerlei, ob man seinen Quark-auf-Fruchtpüree(TM) erst umrührt oder die Phasen schön der Reihe nach löffelt. Und doch... in Präsentation und Geschmack ist der Unterschied ganz fundamental. Nichts ändert sich, wenn man die Dinge aus einer anderen Perspektive sieht - jedoch sieht alles anders aus. ;-)

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Hallo Zickebiene hier hast du entweder etwas falsch verstanden oder es wurde nicht richtig erklärt. Im Hier und jetzt Leben heißt : Das zu beachten was Du gerade tust und nicht mit den Gedanken beim gestern oder morgen sein. Den Verstand sollst du lediglich nicht die Oberhand geben. Sondern den Verstand als Wächter einsetzen. Aber wir leben meistens nach dem Verstand. Das heißt wir hören nicht auf unser Herz. Zumindestens dann nicht wenn es unangenehm sein könnte und der Verstand uns sagt geh da lang ist bequemer. Und was machen wir wir gehen immer den bequemeren weg. Also beherrscht uns dann unser Verstand obwohl das was das Herz sagt zwar unbequemer ist aber am Ende das beste für uns. Ich hoffe ich konnte etwas helfen. Alles liebe Brighet

unterm " Herz" verstehst du unsere Gefühle? Aber unsere Gefühle sind nicht immer die Wegweiser, finde ich

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@zickebiene

Nein nicht die Gefühle dein Herz. Wenn mein Herz mir etwas sagt dann brauche ich nicht zu überlegen, ich weiß das es richtig ist. Das Problem ist nur das der Verstand sofort dagegen arbeitet und man dann das Gefühl der Zwiespalt bekommt. Während Sachen die ich aus dem Herzen mache sind immer stimmig. Und in dem Moment weiß ich es ist richtig.

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@Brighet

Das "Herz" schlägt zwischen 40 und 160 mal die Minute. Das ist kein so guter Wegweiser. Du meinst vielleicht so etwas wie "Intuition", was ein Zusammenspiel mehrerer Körperfunktionen ist. Ich finde, du hast recht, wenn du sagst, dass der "Verstand" manchmal mehr ein Gefängnis ist als ein Helfer. Das selbe kann dir aber auch mit dem "Herz" passieren... ein guter Ausgleich ist ne schlaue Idee, finde ich...

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@scben

Ja o.k. etwas besser ausgedrückt. danke

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@Brighet

Ich meinte auch das die Intuitionen aus meinem Herzen (Liebe) der bessere Weg ist. ich weiß nicht wie ich das in Worte fassen könnte was ich tatsächlich meine. Beispiel: Wenn ich den bus verpasse dann ärgere ich mich nicht darüber sondern weiß das es einen Grund gibt warum ich auf den nächsten warten muß. Auch wenn ich zu spät komme. Na ja eben so

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@Brighet

seh ich anders. Ist vielleicht Zufall. Aber wenn ich mich ärgere, verpasse ich die Erfahrungen, die ich beim warten machen könnte. Ich brauch keinen Grund, ist doch völlig egal. Aber ich glaube, wir meinen die selbe Haltung, formulieren nur die Theorie dahinter anders...

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@Brighet

meinst du , du hast eine Intuation, dass es "absichtlich" so passiert ist, dass du den Bus verpasst hast, weil es halt so passieren musste? oder denk ich jetzt zu kompliziert? ;)

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@scben

@scben ja ich denke auch das wir beide das gleiche meinen. Tja es gibt eben nicht für alles eine Erlärung mit Worten.

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@zickebiene

wa nur ein Beispiel um klarzumachen was ich meine aber ist eben zu kompliziert um es genau zu erklären. Ich denke du mußt deine eigenen Erfahrungen machen und danach selbst entscheiden was gut für dich ist. Und wenn du das kannst dann wirst du deinen Weg finden ohne die Meinungen anderer. Viel Glück Brighet

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Erleuchtung bedeutet, dass ein Licht aufgegangen ist. Diese kann zu jeder Zeit geschehen, bei der gewisse Erkenntnisse gewonnen wurden und dabei eine Bewusstseinserweiterung stattgefunden hat. Es ist egal, wie man die Erleuchtung erlangt (Thaddeus Golas, 'Der Erleuchtung ist es egal, wie Du sie erlangst'), sie geschieht plötzlich, als ein 'Aha-Erlebnis'.

Eine dieser 'Erleuchtung(en)' ist auch die Erkenntnis von der Einheit Körper, Geist und Seele, welche erst ein 'ICH' ausmachen. Viele Menschen 'denken', oder besser glauben zu wissen, dass (nur) der Verstand eine Persönlichkeit ausmacht, dass alles dem Verstand unterliegt und vom Verstand abhängig ist.

Jedoch, wenn Du Dich einmal in die Situation begeben solltest, alle Gedanken abzuschalten, wirst Du feststellen, dass Du der Beobachter sein und alles 'außerhalb' Deines Verstandes ohne Bewertung und Analyse betrachten wirst. Dein Verstand ist sozusagen abgeschaltet und Du merkst dann, dass Du mehr bist, als Dein Verstand, dass Du nicht Dein Verstand bist.

Man kann Dir dies zwar alles genau erklären, erläutern, definieren; doch erfahren kann man dies nur selbst. Aber dies gelingt auch am besten, wenn man in jeder Sekunde bewusst lebt, und nicht der Vergangenheit nachtrauert bzw. sich nicht auf die Zukunft fixiert.

MfG Fantho

Jedoch, wenn Du Dich einmal in die Situation begeben solltest, alle Gedanken abzuschalten, wirst Du feststellen, dass Du der Beobachter sein und alles 'außerhalb' Deines Verstandes ohne Bewertung und Analyse betrachten wirst. Dein Verstand ist sozusagen abgeschaltet und Du merkst dann, dass Du mehr bist, als Dein Verstand, dass Du nicht Dein Verstand bist.

Dafür gibt es sogar spezielle Übungen...

Es ist schön, wenn man gewisse Dinge auch mal als Außenstehender betrachten kann, denn das bist du genau in dem Moment.

Fantho, du hast mal wieder meinen Respekt... :-)

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Mfg Philip

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