Schau dir z.B. mal die sieben Todsünden an. Habgier usw.

In der Psychologie ist der Fokus aber ein anderer. Welche Gefühle, Gedanken oder Handlungen sind hilfreich, welche nicht? Das ist eine ganz andere Frage. Z.B. ist es oft notwendig, auch negative Erfahrungen zu machen, um weiter zu kommen. 


Gier, Neid, Wut etc. können auch manchmal sinnvoll und hilfreich sein. Für alle. Manchmal.



Sozialpsychologisch gesehen geht das noch weiter. Stell dir vor, du stehst auf ner Eisenbahnbrücke und siehst einen kleinen Güterwaggon unkontrolliert auf eine Menschenmenge zurasen. Neben dir auf der Brücke steht ein seeehr dicker Mensch. Die einzige Müglichkeit, den Waggon auf zu halten ist, den Menschen herunter zu stürzen und damit die anderen zu retten. Welches Verhalten ist da "verachtenswert"? 

Psychologisch gesehen ist es auch oft so, dass Leute, die bestimmte Verhaltensweisen stark verachten in anderen Bereichen sehr naja... unangenehm sind.

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Simpel. Normalerweise ist man ja nicht von jetzt auf gleich 1000% verliebt.

Möglichkeit A: Man redet kaum mit der "Zielperson", sagt ihr/ihm  gar nicht, wie es einem geht. Dann läuft man Gefahr, sich in etwas rein zu steigern, das völlig am anderen vorbei geht. Das nennt man dann "hoffnungslos verliebt".

Möglichkeit B, die "normale": Sobald man sich zu jemandem hin gezogen fühlt, zeigt man das auch. Dann bekommt man Reaktionen. Wenn die negativ sind, verliert sich das anfängliche leichte Verliebtsein und alles ist nach ein paar Tagen oder Wochen wieder gut. Wenn die Reaktionen positiv sind, steigern sich beide rein. Das ist dann "Verliebt"

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suche mal bei google scholar. Da zeigt die Google nur Fachartikel und Literatur an. Da findest du vieles.

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Theaterpädagoge ist ja keine Ausbildung im klassischen Sinn wie "Bäckereifachverkäufer" oder so. Da gibt es keine festen Jobs bzw. sehr sehr wenige, für die man aber dann auch noch mehr Qualifikationen braucht.

Es gibt eigentlich zwei Arten von "Theaterpädagogen". Solche, die das als Zusatzqualifikation haben als Lehrer, Erzieher, Pädagogen, Ausbilder, Dozenten etc. Und solche, die sich selbstständig machen und eben eigene Theatergruppen leiten und Kurse an bieten.

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Das Mantra ist in Sanskrit, stammt also ursprünglich aus dem Hinduismus, wurde aber wirklich erst im tibetischen Buddhismus im 5. Jhd.  populär. Es gibt heute (1500 Jahre später) viele Gruppen, auch Leute, die Zen machen, die aus anderen Traditionen Dinge entleihen. Die Traditionslinie des Zen hat aber eigentlich wenig mit dem tibetischen Buddhismus zu tun.

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Spannende Frage!

Dass "schwarz" für "böse", "Tod" oder "Trauer" steht, ist eine nur hier verbreitete kulturelle Sache. Schon in der Türkei ist oft weiß die Trauerfarbe, wie auch sonst in den meisten Kulturen. "Dunkel" kann auch Geborgenheit bedeuten. "Hell" in heißen Regionen ist eher mit Dürre und Hitze, also schlechten Dingen assoziiert. Man kann das wirklich auch geographisch fest machen. Leider stimmt es auch, dass ein Teil der westlichen Assoziation "schwarz" entspreicht "schlecht, böse, Tod" auch Rassismus befördert hat.

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keinen Moment. Es ist ein ausgemachtes psychisches Problem, prötzlich ganz allein auf der Welt zu sein.

Also überleben wird man schon. Aber es wird hart, auch psychisch. Vielleicht entscheidet man sich irgendwann, sich um zu bringen. Aber das ist vielleicht sogar rationaler als alles andere in der Situation :-)

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Stell dir zwei Leute vor, die bald 30 werden.

Beide haben spannende Erfahrungen gemacht, Zeiten gehabt, in denen sie sich selbst hassten, Zeiten, in denen das Leben schön war. Beide sind nicht wirklich reich oder haben Familie.

Der eine sagt: Ich merke gerade, ich habe Lust auf etwas mehr Geld und Familie. Habe ja jede Menge Leben vor mir und bin noch jung. Ich mach mal Fachabi und schau, wie es weiter geht.

Der andere sagt: Ej ich schau andere an. Und manche Aspekte in deren Leben (Geld, Familie) ist besser als bei mir. Ich bin ja auch schon soooo alt. Mach gerade mein Fachabi nach. Sag mir mal, warum ist das so? Warum haben die anderen Geld?

Und jetzt stell dir mal die "anderen" vor, die es ja so gar nicht gibt, aber tun wir mal so. Wie schauen die auf jemanden, der seit er 18 ist mehr gemacht hat als von 9-17h arbeiten gehen, teils Frauen/Männer und Kinder haben, ohne wirklich mit denen glücklich zu sein. Wie neidvoll schauen die auf Leute, die deine Freiheiten haben. Und wenn einer von den "coolen" meint, auch mal Geld und Familie haben zu wollen. Na die schauen jedenfalls auf dich, als wärst du Typ Nr. 1, auch wenn du dich manchmal für Typ Nr. 2 hältst....

Ach ja: Antwort auf deine Frage. Ganz grob: 3/4 haben sich selbst aufgegeben und sind nicht beneidenswert. 1/4 haben ihren eigenen Weg gefunden, der so eigen ist wie deiner.

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Dass sehr hohe intellektuelle Fähigkeiten zu emotionalen Problemen führen, wurde lange so angenommen. Ist allerdings widerlegt. Klar gibt es einzelne Hochbegabte mit emotionalen Problemen. Die gibt es aber in jeder IQ-Gruppe gleich häufig. Also weder positive noch negative Korrelation nachweisbar - trotz einiger Studien dazu.

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Eigentlich überall in Deutschland sind die Leute entspannter und offener als in München. Und gerade die Mainzer sind eher bekannt dafür, entspannt zu sein. Mach dich locker :-)

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Da es nicht "den" Buddhismus gibt, gibt es auch nicht "die" richtige Antwort...

Buddhisten hier im Westen orientieren sich oft an den Inhalten, die mit Meditation, dem Umgang mit anderen Menschen und persönlicher Weiterentwicklung zu tun haben. Dafür ist im Buddhismus kein Gott nötig.

Die weltweit größten Richtungen machen das recht unterschiedlich. Im Theravada-Buddhismus gibt es ganz klar Götter, die aber wie in anderen Antworten geschrieben so etwas wie besonders tolle Wesen sind, aber eben am Ende auch sterblich und dem Samsara unterworfen. Im Mahayana-Buddhismus wird Buddha selbst bzw. auch verschiedene "Boddhisatwas" (Erleuchtete) quasi gottähnlich verehrt (er wird angebetet oder ihm wird geopfert z.B.).


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Du kannst dir einfach eine Liste machen mit den Namen und ihren Eigenschaften, dann kommst du schon klar. Oder aber immer nervig nebenher ins Internet schauen, weil da steht ja leicht findbar, wer da vor kommt und wann warum was macht...

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Vor allem: Nicht übertreiben!!!! Jugendliche werden betrunken oft laut usw. Aber geht mal in so ne Säuferkneipe tagsüber zur Recherche. Betrunkene Menschen sind eher langsam, auch im sprechen, bemühen sich aber auch, nicht betrunken zu wirken. Es sind höchstens mal so kleine Dinge, an denen man das merkt. Die Botschaft, dass ihr trinkt, kommt ja beim Publikum durch die Flaschen etc. eh an, das müsst ihr also nicht extra betonen. Ist vielleicht sogar eher die Frage, wie ihr trinkt, statt wie ihr betrunken wirkt (also heimlich? als Reaktion auf irgend was, was jemand anders macht schnell mal nen Schluck? Ständig? Halb-versteckt? usw. usf.).

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Vergiss "vortäuschen"....

Überlege dir und vor allem fühle nach, was die Figur gerade will und spürt. Und dann erlebe es nach, bis das Zittern und dann das Umfallen über dich kommt.

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kommt darauf an, was du mit "unverändert" meinst. Die Brüder Grimm haben ja gerade mal vor 150 Jahren Märchen gesammelt, in dem sie herum gereist sind und einfach gehört haben, was die Leute so erzählt haben. Es gibt eine Urfassung ihrer Bücher, und eine Revision ein paar Jahre später. Beides kannst du hier nachlesen oder nachhören http://www.gutenberg.org

Im 18. Jhd. haben ja auch andere Autoren Märchen auf diese Weise gesammelt, Andersen (Nils Holgersen, Schneekönigin etc.) z.B., andere haben ihre Märchen quasi neu geschrieben, ANdersen wohl auch z.T.

Was meinst du also mit "unverändert".

Sowas wie die "Odysee"? Das "Märchen", das Homer weit vor unserer Zeitrechnung mal gedichtet hat aufgrund Geschichten, die so im Umlauf waren?

Lg 

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Wer gibt, hat auch Kontrolle. Der andere ist etwas "schuldig". Wer etwas geschenkt bekommt, wird dadurch auch gebunden. Vielleicht hast du lieber die Kontrolle, als an nehmen zu können?

Die Frage nach dem "Warum" kann man immer weiter treiben. Sie hilft oft dabei, dass man gute Gründe für sich findet, so bleiben zu können, wie man ist ;-). Die Frage ist doch eher, wie du das änderst, oder? Hast du schon Ideen?

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Gerade erst wurde eine neue Studie zum Thema veröffentlicht. Du kennst sicherlich das "Milgram-Experiment". Wenn nicht, einfach mal googlen.

Kürzlich hatte man also vorher untersucht, wie "nett" die Probanden grundsätzlich waren. Es hat sich heraus gestellt, dass die egoistischeren Leute im eigentlichen Experiment menschenfreundlicher reagiert haben als die "netten".

Ne andere Sichtweise: Was ist "egoistisch"? Sich nur um die eigenen Bedürfnisse kümmern, klar. Aber was sind die? Beispiel: Viele Leute sind da, aber nur wenige Stücke Kuchen. "Egoistisch" wäre, sich schneller eines zu schnappen als die anderen. Wirklich? Klar, Hunger ist ein Bedürfnis. Aber Nähe zu anderen, gemocht werden und von sich selbst zu wissen, dass man moralisch o.k. ist, sind eben auch Bedürfnisse.

Man könnte es also als sehr egoistisch betrachten, wenn man jemandem 100€ schenkt.

Weil man sich dann ja für nen tollen Kerl halten darf, jemanden dankbar und vielleicht sogar in gewisser Weise abhängig gemacht hat und sich seiner Loyalität in Zukunft versichern kann.

"Egoistisch", "Böse" oder "Gut" sind Worte, die Dinge eher verschleiern als benennen.

Die Frage ist in jeder Situation: Wie fühle ich gerade - und was sagen Wille und Verstand dazu. Statt nur auf Gefühl, Wille oder Verstand zu hören. Meist sagen Leute "egoistisch" zu Dingen, wenn sie statt auf alle drei (Gefühl, Wille, Verstand) nur einem folgen wollen. Und schieben die Schuld dann anderen zu, statt mehr auf ihre eigenen Wahrnehmungen zu reagieren....

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