Schnell neues Haustier oder trauern?

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11 Antworten

Ich habe in meinem Leben bisher 2 Kinder, 2 Lebenspartner, meine Eltern und 2 Katzen durch Tod verloren.

Auch wenn es hart klingt, aber der Tod gehört nun einfach mal zum Leben und ist nicht zu ändern. Ersetzen kann man niemanden, und auch keine Tiere, aber irgendwie geht das eigene Leben immer weiter, egal ob mit Hilfe oder ohne.

Zu Deiner Info: ich bin verheiratet, aber ohne eigene Kinder, dafür bin ich 4x Stiefgrossmutter und lebe mit Mann und 8 Katzen glücklich und zufrieden in Kroatien.

Trotzdem sind alle verstorbenen Menschen und Tiere noch immer in meinem Herzen und ich denke auch sehr oft an sie, auch wenn alles schon einige Jahre her ist.

Bei meinen Katzen war es relativ einfach, denn ich hatte ja trotz der beiden verlorenen Katzen noch immer deren Mutter und Geschwister zu versorgen und so auch nicht viel Zeit, mich im Schmerz zu verlieren.

Meine restliche Katzenfamilie hat genauso getrauert und die anderen Katzen haben ihre Geschwister noch sehr lange gesucht, also haben wir uns halt gegenseitig getröstet.

Dann ist mir zu meinen 4 Katzen ein Strassenkater zugelaufen, der mir blieb und  nach ner Weile kam nochmal eine Katzenmutter mit 2 Babies dazu, so dass ich jetzt 8 Katzen habe, plus noch 2 Katzen eines Nachbarn, die in der Katzenhütte in meinem Hof hausen und von mir versorgt werden, bis der Nachbar wieder hierher kommt.

Ich bekomme auch öfter mal Findelkatzen, meist Babies, die ich dann aufpäpple, bis sie alt genug sind, um sie abgeben zu können und auch das ist dann meist noch ein ziemlich grosser Verlust für mich. Aber ich freue mich immer, wenn ich höre, dass es den Katzen gut geht und sie gesund und munter sind.

Ob man nach dem Tod eines Tieres trauert, sich kein Tier mehr anschafft, oder ob man gleich ein neues Tier holt, muss jeder mit sich selber abmachen, denn gross raten kann man hier niemandem, das muss jeder Einzelne selber wissen..

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Hallo

die Sache mit einem verlorenen Kind mag ich mir gar nicht vorstellen ...

Bei einem Haustier, z.B. bei einem Hund, sollte diese Entscheidung am besten jedem selbst überlassen bleiben. Manche Menschen müssen lange trauern, bevor sie ihr Herz einem neuen Gefährten so öffnen können, wie er es verdient hat.

Andere Menschen schaffen das eher und können ihre Trauer durch die Ablenkung und Beschäftigung mit dem neuen Hund viel besser bewältigen.

Eine Norm dafür gibt es sicher nicht ....

Als Tierhalter muss man selbst den richtigen Zeitpunkt finden, wann es für einen selbst am richtigsten erscheint ....

Ersetzen kann man ein geliebtes Wesen ohnehin nicht, das wäre auch sehr schade. Aber seine Liebe an ein neues Wesen verlieren und ihm ein schönes Leben bieten - das geht.

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Kommentar von jenshiller
20.02.2017, 17:27

Ich bin davon überzeugt, dass es nichts schlimmeres auf der Welt geben kann, als sein Kind zu verlieren und dennoch, passiert es.

Bei einer Bekannten war dies der Fall und sie wurde danach psychotherapeutisch begleitet und (ihre Aussagen), ihr wurde ein neues Kind nahe gelegt.

Ich denke nicht, dass Psychotherapeuten Ratschläge erteilen, denn meines Wissens, sollst du das ja selbst erarbeiten und dennoch....

Danke für deine gute Antwort.

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ich finde, man schuldet es seinem geliebten Tier oder natürlich seinem geliebten Menschen, erst mal eine Zeitlang zu trauern.

Tier oder Mensch sind keine SAchen, die kaputt gehen und die man dann schnell ersetzt.

wurde der Mutter nahe gelegt (so ihre Aussagen), ein neues Kind zu bekommen.

Aber bestimmt nicht sofort. Hoffe ich jedenfalls. Das neue Kind kann niemals das erste Kind ersetzen. Man würde auf die Art dem neuen Kind eine Riesenlast aufbürden.

Ich kenne das, weil ich selbst so ein Ersatzkind war. Ich habe mich bis zu meiner (Lehr)Therapie niemals "richtig" gefühlt. Konnte ich ja auch nicht, da ich nicht mein wiederauferstandener Bruder war, da ich den Unfalltod meines Bruders (mit 6 Jahren) nicht ungeschehen machen konnte und da es auch nicht meine Aufgabe sein konnte, meine Mutter zu trösten.

ein neues Haustier, auch ein neues Kind ja. Aber erst, wenn die Trauerarbeit geleistet ist. Bei Haustieren geht das allerdings meist schneller als bei Kindern oder Partnern.

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Kommentar von jenshiller
26.02.2017, 15:51

Ich danke dir ganz herzlich für deine sehr persönliche Antwort.

"Doch", die Mutter "sollte" ruhig recht schnell schwanger werden.

Es kommt noch fester. Sie war schwanger und wusste es nicht und man bewertete dies, auch unter Fachleuten, als positiv.

Wobei ich hier sagen muss, es sind die Äußerungen der Mutter, die ich hier wiedergebe.

Danke nochmal, für deine sehr persönliche und einfühlsame Antwort.

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Ich denke es ist beides okay. Bei einem Haustier macht es nichts, wenn man es direkt ersetzt. Man liebt es ja später genauso wie das verstorbene Tier. Ich wünsche mir heute, ein Jahr nachdem mein Hund gestorben ist, noch genauso sehr einen neuen Hund wie damals, direkt nach dem Tod. 

Ein bisschen Zeit sollte man sich aber schon lassen und vor allem sollte man sich klar machen, dass das neue Haustier ggf dem alten nicht oder wenig ähnlich ist. Dann sollte man nicht enttäuscht sein, nur weil das neue Haustier nicht den alten Ansprüchen entspricht. 

Bei einem Kind kann ich leider nichts zu sagen. Ich sehe das zwar eher kritisch, wenn man ein Kind mit einem anderen Kind ersetzt, aber ich kann mir auch vorstellen, dass viele Eltern sonst in tiefe Depressionen verfallen würden. Aber damit kenne ich mich auch nicht sehr aus. 

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Kommentar von Dahika
20.02.2017, 19:30

dass viele Eltern sonst in tiefe Depressionen verfallen würden.

dann sollen die Eltern in Therapie gehen. Ein Kind ist nicht für die Depressionsheilung der Eltern zuständig. Das kann es auch nicht leisten und muss es auch nicht leisten.

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Wenn man wieder ein neues Haustier haben möchte, sollte man trotzdem eine gewisse Trauerzeit vergehen lassen. Man hat ja bestimmte Eigenschaften lieb gewonnen, die jetzt nicht mehr da sind.
Holt man sich zu früh das neue Tier, vergleicht man es zu stark mit dem verstorbenen Tier und ist dann womöglich undankbar mit dem Nachfolger und gibt ihm nicht die Liebe, die er / es verdient hat.
Jedes Tier hat einen anderen Charakter, vielleicht schaut ihr euch verschiedene Katzen, oder worum es geht, im Tierheim an, und lernt sie ein wenig kennen. Dann kann man immer noch später entscheiden, welches zu einem passen würde.

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Kommentar von respondera
20.02.2017, 18:10

Allerdings geht es in deiner Frage um ein verstorbenes Kind, das geht aus dem Titel der Frage gar nicht hervor!! Der Verlust eines Kindes lässt sich das ganze Leben nicht überwinden und ist schlimmer als jeder andere Verlust, so die Psychologie. Aber vielleicht hat die Mutter dann mit neuem Kind zumindest einen Lichtblick, dass das Leben weitergeht.  

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Jeder trauert individuell. Oftmals hilft ein neues Tier über die Trauer hinweg. Wenn man sich um etwas/ jemanden kümmern muss kommt man oftmals besser über einen Verlust hinweg.

Trauern ist sehr unterschiedlich, da gibt es nicht richtig oder falsch.

Wer glaubt, ihm tue ein neues Lebewesen gut regelt das eben anders als jemand der im Moment einfach gar nicht daran denken kann.

Ein Ersatz ist ein neues Lebewesen nicht. Oftmals hilft es aber über die Leere hinweg.

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Also das muss jeder mit sich selber ausmachen.
Ich müsste erst einmal trauern wenn eines meiner Kaninchen oder mein Hund gestorben ist da sie mir sehr viel bedeuten und eine eigene Persönlichkeit haben die kein anderer hat.
Meiner Meinung nach ist ein Lebewesen durch kein anderes Lebewesen zu ersetzen.

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Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden, auf die beste Art und Weise damit fertig zu werden. Ich bin nicht der Typ dafür, den Platz eines Lebewesens mit einem anderen Lebewesen zu füllen. Manchmal spielt der Zufall eine Rolle und es steht plötzlich jemand/etwas vor der Tür, der/das eine Lücke füllt, aber ich würde mir weder ein neues Kind noch ein neues Tier anschaffen. Ich habe bei jedem Tier eine Trauerzeit gebraucht. Der Verlust eines Kindes ist mir zum Glück erspart geblieben.


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Das muß jeder mit sich selber ausmachen, einer trauert lange, ein anderer kann durch Ersatz den Schmerz eher verarbeiten.

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Den Tod eines Haustiers mit dem Tod des eigenen Kindes in einen Topf zu werfen und daraus Trauerreaktionen abzuleiten ist schon sehr....gewagt, um es mal vorsichtig auszudrücken. 

Die Ausdrucksweise "ersetzen" finde ich widerwärtig. Denn jedes Wesen, ganz gleich ob Mensch oder Tier, ist auf seine Weise einzigartig und kann nicht einfach wie nen Paar alter Schuhe ersetzt werden. 

Der Verlust eines Haustieres ist schlimm. Für Viele sicher sogar extrem. Aber trotz allem nicht im Ansatz mit dem zu vergleichen wenn man sein Kind begraben muss. 

Wo bitte kommen wir denn da hin wenn wir so denken würden:"Kind tot? Ach macht nix, machen wer halt nen neues!"...

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Hmm ich geh jetzt mal auf das Haustier ein.... Tiere mit Kindern zu vergleichen hat bei mir immer einen komischen Beigeschmack.

Ja wir schaffen möglichst rasch nach dem Tod eines geliebten Hundes einen neuen Hund an, uns hilft es über die Trauer hinweg das wir uns dann um den neuen Hausgenossen kümmern müssen...man vergisst sicher das gestorbene Tier nicht, hat aber nicht so viel Zeit darüber nachzudenken und verarbeitet den Verlust irgendwie besser. 

Wie gesagt uns geht es so, wie andere damit umgehen ist immer noch individuell verschieden.

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