Kann man Gott logisch begründen?

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Nicht Gläubig 56%
Gläubig (nicht einverstanden) 24%
Gläubig (noch immer, aber kann dich nachvollziehen) 20%
Gläubig (hat aber meine Sichtweise geändert) 0%
Eigentlich Gläubig aber nach dem was du sagt nicht mehr 0%

25 Antworten

Gläubig (noch immer, aber kann dich nachvollziehen)

Hallo Anonym84652,

Da Du nach Deiner eigenen Aussage ein logisch denkender Mensch bist, möchte ich Dir am Anfang eine äußerst logische Schlussfolgerung aus der Bibel präsentieren. Dort steht: "Natürlich wird jedes Haus von jemandem gebaut, doch der, der alles gemacht hat, ist Gott" (Hebräer 3:4).

Dieser Bibeltext bringt eine unumstößliche Wahrheit zum Ausdruck: Es gibt keine Wirkung ohne eine Ursache! Ausgehend von diesem allseits bekannten Ursache-Wirkungs-Prinzip könnte man sich fragen: Wie sind all die stofflichen Dinge, einschließlich aller bekannten Lebensformen, ins Dasein gekommen? Können natürliche Vorgänge die letzte Ursache sein oder bedurfte es einen intelligenten Planer?

Interessant ist es, etwas tiefer in die Komplexität lebender Organismen vorzudringen. Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten gefüllt würden! Nach der Wissenschaft müsste eine solche Büchersammlung letztendlich das Ergebnis natürlicher Abläufe sein. Mit dieser Vorstellung geht jedoch nicht jeder einig, auch nicht jeder Wissenschaftler!

Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind. Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CDs ! Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte!

Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen! Folgende Überlegung: Eine einzelne CD benötigt einen intelligenten Hersteller. Warum dann nicht viel mehr die gerade beschriebene hoch komplexe DNA?

Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter biologischer "Maschinen". Die grundsätzliche Frage lautet daher: Können komplexe Informationen ohne einen Informationsgeber entstehen?

Beeindruckend ist auch die DNA-Verpackung im Zellkern. Dazu ein Vergleich: Man müsste einen 40 km langen, sehr dünnen Faden in einen einzigen Tennisball unterbringen, wobei dieser Faden in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sein muss. Das wäre in etwa so, als ob in einem riesigen Shop mit Millionen von Artikeln alles derart sinnvoll angeordnet wäre, dass man alles sofort finden kann! Ringt einem das nicht Bewunderung, ja sogar eine gewisse Ehrfurcht ab?

Bleiben wir noch einen Moment bei der DNA. Diese muss sich ja zigmal replizieren, damit die Zellteilung stattfinden kann. Dieser Vorgang ist ebenfalls hoch komplex. Zum Beispiel. müssen komplizierte molekulare Maschinen die DNA kopieren, lesen und Fehler berichtigen! Das alles geschieht in nur Bruchteilen von Sekunden. Welche Schlüsse möchte man daraus ziehen? Kann das alles das Werk von „Mutter Natur“ sein?

Eine Frage von grundlegender Bedeutung ist auch die, ob Leben aus unbelebter Materie hervorgehen kann. Denn immerhin müsste es ja eine Urzelle gegeben haben, aus der sich dann sämtliche Lebensformen entwickelt haben.

Man hat es geschafft, im Labor Bedingungen herzustellen, wie sie vermutlich auf der früheren Erde geherrscht haben, und das Ergebnis dieser Experimente war, dass einige Moleküle entstanden, wie sie auch in Lebewesen vorkommen. Wie ist das zu werten? Immerhin sollte nicht vergessen werden, dass es immer einen Wissenschaftler gibt, der das Experiment leitet und beaufsichtigt!

Wenngleich sich in einer sogenannten Ursuppe gewisse Grundbausteine des Lebens von selbst gebildet haben könnten, so ist man damit von einer ersten lebenden Zelle noch weit entfernt. Grundvoraussetzung ist: Proteine und RNA müssen zusammenarbeiten, damit eine lebende Zelle überhaupt entstehen kann. Die zufällige Entstehung von beidem, RNA und Proteinen, die dann auch noch in der richtigen Weise zusammenarbeiten, gilt selbst unter Wissenschaftlern als extrem unwahrscheinlich bis unmöglich.

Solche tiefen Einblicke in die Zellforschung können hilfreich sein, einer Antwort auf die Frage, ob Gott existiert, näher zu kommen. Nicht wenige wissenschaftliche Forscher sind erst durch ihr Vordringen in den Mikrokosmos zu der Überzeugung gelangt, dass dieser ohne einen intelligenten Planer und Erschaffer unmöglich ins Dasein kommen konnte!

LG Philipp

Religion kann rational sein. Wobei rational nicht bedeutet, dass es damit auch richtig bzw wahr ist:

https://youtu.be/fbqLXsTeTQ4?t=509

Man kann zB einen monotheistischen Gott mit dem Kalam-Argument rational begründen. Aber auch einen Polytheismus, Pantheismus oder einen atheistischen Big Bounce.

Umgangssprachlich bedeutet glauben ein Vermuten. In der Theologie ist es ein in Gott vertrauen (Theisten sind sich für gewöhnlich sicher).

Glaube ist die Ausrede, wenn man keine Belege hat (Faith is an excuse for lack of evidence).

Manche Theisten glauben nicht, sondern wissen. Das Problem dabei: dieses Wissen wird von anderen nicht als Wissen akzeptiert.

Lange Zeit nahm man an, dass gerechtfertigter wahrer Glaube auch Wissen sei. Edmund Gettier gab dazu Gegenbeispiele an, die zeigten, dass zum Wissen gerechtfertigter wahrer Glaube nicht ausreicht (Gettier-Problem):

https://de.wikipedia.org/wiki/Gettier-Problem

Gläubig (noch immer, aber kann dich nachvollziehen)

Also zunächst einmal, beruht Glauben nicht auf Fakten, um an etwas zu Glauben heißt nicht das etwas zu 100% beweisbar sein muss, wäre ja schlichtweg dann kein Glauben sondern Tatsache. Ich selbst (Moslem) war auch lange Zeit von dem Gedanken eines Gottes etwas abgetan, da ich auch immer nach logischen Begründungen Suche, aber mittlerweile habe ich doch den Glauben an Gott gefunden. Das hat bei mir 2 Gründe: Zum einen will ich an Gott glauben, einfach aus einer Romantischen Sicht, finde ich es schön sich zu "verpflichten" einfach zu Lebzeiten ein guter Mensch zu sein und ich kann/will mir nicht vorstellen, das nach dem Tot nichts mehr folgt, wäre mir einfach so Trist und Traurig, wenn mit dem Tot einfach nur die Lichter ausgehen und danach nichts mehr folgt. Zum anderen ist das Universum viel zu perfekt aufeinander abgestimmt, das es rein Mathematisch, nicht logisch wäre zu sagen, das es alles Zufall wäre und zu behaupten, alles hat sich aufeinander abgestimmt und angepasst und das was geklappt hat hätte sich durchgesetzt, wäre mir zu einfach. Nur mal ein kleiner Gedanken, welcher mir Gott näher gebracht hat, als Wissenschaftlicher angehauchter Mensch: Wer sagt das Wissenschaft und Gott sich ausschließen? In jeder Monotheistischen Religion, wird Gott als Perfekt, Unfehlbar und Allwissend beschrieben, wieso kann er dann nicht für die Wissenschaft und alles was in der Welt geschieht, verantwortlich sein. Die Physikalischen Gesetze, Mathematischen Regeln, könnten auch von Gott so erdacht sein, deswegen versteh ich den Kampf zwischen glaub ich an die Wissenschaft oder glaub ich an Gott nicht so ganz. Was viele da dann immer als Argument bringen ist das Allmachtsparadoxon, aber auch dies kann man eigentlich ganz leicht widerlegen. Menschen sind fehlbar, Gott nicht, ich würde das ganze so begründen und sagen Gott ist Allmächtig, also existiert auch fernab von jeglicher Kausalität und könnte Allmächtig sein und gleichzeitig nicht (Ähnlich zur Schrödingers Katze), er kann sein was er will, er steht über diesen Dingen und das aus den Betrachtung eines kleinen Menschen zu sehen ergibt sowieso kein Sinn, Ursache und Wirkung hätte für ein Allmächtiges Wesen ohnehin keine Bedeutung.

Das sind sehr wirre Gedanken die ich im Kopf habe, aber wie gesagt, die haben mir geholfen den Glauben an Gott wieder zu finden, klar kann man alles anzweifeln und es gibt genug Menschen die nicht an Gott glauben und mein Versuch der Erklärung, anzweifeln und auseinander nehmen würden, aber wie gesagt es ist für MICH eine guter Gedanke, mir das ganze etwas "Nachvollziehbarer" zu machen und wie gesagt ich mag die Romantik von einem Leben nach dem Tot.

Nicht Gläubig

Die Wissenschaft ist heute schon sehr weit fortgeschritten was die Entstehung des Universums betrifft:

  • Uratom
  • Urknall
  • Evolution
  • usw.

Das ist im Gegensatz zu Bibel-Geschichten logisch, verständlich und nachvollziehbar.

Was heute noch nicht wissenschaftlich nachweisbar ist, ist Spekulation. Dafür irgendwelche Götter zu erfinden ist sogar menschlich nachvollziehbar, war es ja in der Geschichte der Menschheit schon immer so. Götter mussten herhalten für Blitz und Donner, Naturkatastrophen, Krankheiten usw. und von Religionsführern wurden sie auch eingesetzt um Menschen zu unterdrücken und gefügig zu machen.

Nicht Gläubig

In der modernen Wissenschaft gilt es, eine Behauptung auch beweisen zu können, damit sie als Tatsache anerkannt wird. Da sich die Existenz Gottes bisher nicht beweisen lässt, muss also angenommen werden, dass er nicht existiert.

die Wissenschaft ist nur ein Werkzeuges ist keine ultimative Quelle, sie kann dazu helfen zu verstehen wie dieses Universum aufgebaut ist, wie die Naturgesetze funktionieren etc

GOTT hat die physikalischen Gesetze erschaffen, Allah hat alles erschaffen

die Wissenschaft hat verschiedene Bereiche, die Wissenschaft hat verschiedene Fundamente und wenn ich ein Text lese und analysiere ist es auch eine Form der Wissenschaft, diese Art von Wissenschaft gibt es auch im Islam, welches Fiqh heißt, die Rechtswissenschaften

Etwas was die Atheisten nicht mit ihrem Denken begreifen können, nehmen sie die Wissenschaft nur als Maßstab für alles was um sie herum passiert, sie glauben nur an das was sie sehen, darüber hinaus gehen sie nicht, indem Sinne machen sie die Wissenschaft zu ihrem Gott

Man kann nicht mit einem Instrument/Werkzeug den Schöpfer berechnen

Gott gleicht seiner Schöpfung nicht, wenn Gott seiner Schöpfung nicht gleicht, dann kann man ihn auch nicht mit seiner Schöpfung erfassen, das geht nicht, deshalb benötigen wir die externen Quellen und diese sind nunmal die Schriften der abrahamitische Religionen und das ist logischer daran zu glauben als nur zu sagen man würde nur auf die Wissenschaft glauben

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@User997654367
GOTT hat die physikalischen Gesetze erschaffen, Allah hat alles erschaffen

Ok, ich bin raus.🤦🏼‍♂️ Du glaubst also allen ernstes, dass irgendwo da oben eine Wesen herum schwebt, das ALLES auf der Welt kontrolliert und steuert? Wie naiv und beschränkt im Denken kann man sein. Auf so einer "Grundlage" ist keine zielführende Diskussion möglich. Viel Spaß noch mit deinem imaginären Freund...🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️

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