Jeder ist seines Glückes Schmied?

14 Antworten

Ja besonders Krankheiten und andere Einschränkungen können dich bis zur Handlungsunfähigkeit bringen. Dan bekommt man hoffentlich die Hilfe die man braucht, auch wen das in diesem System super schwierig ist und Leute mit Einschränkungen, selbst beim Hilfe holen manchmal Hilfe brauchen.

Was kein Geld angeht, klar kann man Hilfe bekommen, aber weniger Geld, heizt auch weniger Möglichkeiten.

Trotzdem ist man seines eigenen Glückes Schmid, so unfair es ist das man mit Beeinträchtigung dreimal so viel arbeiten muss als "Normale“, um ans Zill zu kommen. Letzten Endes kann man nur selbst für seine Zukunft kämpfen und dazu gehört sich hauch Hilfe/Werkzeuge zu besorgen.

In dem Sinne ist es wie mit allen Sprichworten auf die Frage: ist das so?
Ja, Aber Nein.
Es sind eben Sprichworte und das Reale leben ist komplizierter, als das man es in eines Pressen kann, das immer 100% zutrifft.

Ich denke seines eigenes Glückes Schmid zu sein, bedeutet nicht das man ALLES schaffen kann.
Jemand ohne Beine wird keinen Marathon laufen und jemand der in nem armen Dorf in Afrika lebt, wahrscheinlich nicht Medizin studieren können.
Aber sie Schmiden sich ihr leben trotzdem, mit dem was sie zur Verfügung haben. Und manche vollbringen das wunder mit Hilfen das unmögliche zu schaffen.

Es ist bedingt möglich.

Man kann den richtigen Beruf erlernen, den richtigen Partner finden, den richtigen Umfeld aussuchen...

Aber vor Unfälle und/oder Krankheiten, samt Folgen kann man leider nicht.

Aber man kann sich mit den Umständen anfreunden und trotzdem glücklich sein.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Alkarax33 
Beitragsersteller
 04.07.2025, 17:32

Genau, obdachlos glücklich, gell?

Wer ohne Hammer und Amboss dasteht, darf das Sprichwort gern umschmieden, statt sich für ein Unglück verantwortlich zu machen, an dem man gar nicht geschmiedet hat.

An Leute, die nicht "schmieden" können, ist dieses Sprichwort meiner Ansicht nach auch gar nicht gerichtet.

Es scheint mir vielmehr an jene Jammerer gerichtet, die immer nur klagen, wie hart doch der Metallblock vor ihnen sei und sich einbilden, Heinzelmännchen würden mit ihren Schmiedehämmern kommen und den Metallblock bearbeiten. Dabei sind diese Jammerer oft noch nicht mal bereit dazu, Feuer anzufachen, um den Block überhaupt schmiedefähig zu machen.

Eine andere Definition ist, dass man sich nicht auf andere berufen/verlassen soll, sondern nur auf die eigene Leistung.

Dazu gehört aber primär die Definition von realistischen Zielen. Sich mit dem Vermögen von Hr. Musk oder Hr. Bezos zu vergleichen, macht i.d.R. kaum Sinn. Wichtiger ist, die eigene Leistungsfähigkeit einzuschätzen (100%) und als Ziel noch ein paar Prozent draufzugeben (sonst wäre es ja einer Stagnation gleichkommend).

Alleine daran scheitern nach meiner Erfahrung sehr viele, denn man kann sich zwar vorstellen, Millionär zu werden/sein, aber das ohne Aufwand mit einer 35-Stunden-Woche. Selbst mit einer genialen Geschäftsidee wird das nicht klappen.

Nach der Zieldefinition analysiert man die verschiedenen Wege dahin und welche Hilfen einem zur Verfügung stehen und wie/woher man Unterstützung bekommt. Bereits dazu gehört einiger Aufwand und Recherche - wieder eine Hürde, die manche "überfordert".

Und dann erfolgt die Umsetzung des Ganzen mit ständiger Eigenkontrolle und ggfs. Korrekturen - und wieder eine Schwachstelle, denn man muss sich und seine Leistung neutral einstufen - wer macht das schon?

Das Ganze ist also individuell und eine Verallgemeinerung wird es nicht geben. Somit existieren auch immer gesellschaftlich verschiedene Schichten und die Diskussion über die "Schere" mag zwar en vogue sein, aber es liegt eben an einem selbst, "sein Glück zu schmieden".

Ich kann Dir aber aus eigener Erfahrung versichern, dass man im Rahmen der Möglichkeiten, die gegeben sind aber die man sich auch setzt, durchaus eine Entwicklung möglich ist.

Vollkommen uninteressant ist aber dabei die "Bewertung" Dritter Dir gegenüber. Du solltest das - soweit Du mit Deinem Leben nicht zufrieden bist - eben als Ansporn nehmen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung