Ist Jesus evangelisch, oder katholisch?

26 Antworten

Weder das Eine noch das Andere. Der Herkunft nach war er Jude. Das Christentum, zumindest die christliche Lehre wurde durch ihn maßgeblich beeinflusst, eigentlich sogar hauptsächlich begründet, aber vereinzelt findet man dazu schon Inhalte, wie beispielsweise zur Nächstenliebe auch schon im Alten Testament. 

Der katholische Glaube kam erst Jahrhunderte später auf, dessen Lehre bereits nur noch über verschiedene Interpretationen mit der Klarheit der Bibel vereinbar ist. Der evangelische Glaube keimte erst nach Luther auf, sogar um noch zutreffender zu schreiben, in Folge der Religionsfreiheit, denn da gab es überhaupt erst die Möglichkeit, eine Alternative zur römisch-katholischen Kirche zu wählen.

Jesus war Jude. Aus seinem Wirken entstanden erstmal sowas wie christliche Gemeinden mit jüdischem Hintergrund, danach kam diese "neue Lehre", auch Gute Nachricht (altgriechisch auch Evangelium genannt) auch zu den Nicht-Juden (auch Heiden oder Nationen genannt).

Es gab dann noch diverse Spaltungen, welche z. B. zur Gründung der orthodoxen und angelikanischen Kirche führten. Die Reformation, woraus die evangelischen (lutherischen, protestantischen, reformierten) Kirchen entstanden, geschah "erst" vor 500 Jahren.

Er war Jude. Welche der unüberschaubar großen Anzahl jüdischer Richtungen er bevorzugte, läßt sich nicht klar sagen. Doch auf jeden Fall lehnte er das Pharisäertum komplett ab.

Mit evangelischen oder katholischen Ideen in ihren Vorstufen (falls es solche damals schon gab) hatte er überhaupt nichts im Sinn, denn er hat sich nicht selbst zum Gott erklärt, sondern er hat zu Gott gebetet, und er hat auch keine Toten angebetet oder vor Götzen niedergekniet.

Ebenso hat er auch keine Besitztümer angehäuft, wie es die ev. oder kath. Kirche tut, sondern er hat sein Geld, wenn er welches hatte, an die Armen verteilt.

Wo und wie häuft die evangelische/reformierte Kirche Besitztümer an?

Viel Geld, sehr viel Geld geht Jahr für Jahr in die Alterspflege, für soziale Randgruppen, in die Jugendarbeit (an vielen Orten ohne religiöse Inhalte), Entwicklungshilfe (an zahlreiche Organisationen ohne christlichen Hintergrund) usw. 

Weit aus am meisten Freiwillige im sozialen Bereich unserer Stadt sind Angehörige von christlichen Kirchen. Die Kosten für die Begleitung und Wertschätzung  dieser Menschen können sich auch sehen lassen. 

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@Bodesurry

Das wäre mir völlig neu, wenn die ev. Kirche plötzlich keinen Land- und Immobilienbesitz mehr hätte.

Und ebenso völlig neu wäre es mir, wenn die ev. Kirche plötzlich nicht mehr jede sich bietende Gelegenheit nutzt, um bis zu 80 Prozent der Entlohnung für Arbeitskräfte über Arbeitsförderungsmaßnahmen usw. aus der Staatskasse zurückzuholen.

Soweit es Jugendarbeit betrifft, habe ich selbst nicht viele Vorzüge daran entdecken können, doch das mag daran liegen, daß ich nur das gesehen habe, was jeweils in meiner örtlichen Umgebung stattfand.

Als Beispiel dazu: Da gab es eine gewaltige Anti-Aggressionsförderung, indem man Kid das Kickboxen beibrachte. Diese Kids übten ihre neuen Fähigkeiten danach an Schaukästen und parkenden Autos.

Und Altenpflege? Ich habe beides gesehen, Altenpflege unter kirchlicher Instanz und andere. Soweit es mich betrifft,möchte ich lieber in der Wohnung verrecken als im Alter einem kirchlichen Hilfsdienst in die Hände zu fallen (die Leidenszeit wäre kürzer).

Doch auch da mag es an anderen Orten, die ich nicht kenne, anders aussehen. Für mich zählt aber nur, was ich selbst gesehen habe.

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