Haben Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld schon mal eine Beschwerde gegen das Gendern geschrieben?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Ich habe schon mal eine Beschwerde gegen das Gendern getätigt. 64%
Ich tätige regelmäßig Beschwerden gegen das Gendern. 9%
Jemand aus meiner Verwandtschaft hat sich schon mal beschwert. 9%
Jemand aus meiner Verwandtschaft beschwert sich regelmäßig. 9%
Jemand aus meinem Umfeld beschwert sich regelmäßig. 9%
Jemand aus meinem Umfeld hat sich schon mal beschwert. 0%

Menschen wie du Ihr seid für die Atomkraft.

Hat einer von euch eine Initiative gestartet damit das atomare Endlager in eure Region kommt?

Was sollen solche Fragen?

Soll das jetzt die Racheaktion für unsere Diskussion, an anderer Stelle, werden? Woran hast du jetzt festgemacht daß ich für Atomkraft wäre?

Kannst Du bitte noch ein Nein einfügen?

Ich habe versucht das zu ergänzen aber das geht leider nicht mehr.

Du stellst eine Frage zur widersprüchlichkeit.

Du übernimmst in anderen Fragen, Antworten, Kommentaren wortwörtlich AfD-Positionen.

Dein widersprüchlichen Verhalten ist nicht Thema?

Könntest du das bitte nochmal deutlich formulieren?

Im Nachfragebereich ist zuwenig Platz und meine Antwort lässt du löschen.

Wie sollte ich also?

Die Opferrolle steht dir nicht. Schon mal was von der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung gehört? Sollte jeder mal googeln. Ich habe sie zum Glück nicht.

Wieso stellst du überhaupt eine Frage, wenn du, wenn man nach den Antwortmöglichkeiten geht, eh nur Bestätigung für deine Meinung suchst.

Und nochmal: Ich hab versucht das "Nein" zu ergänzen, das ging dann aber nicht mehr. Ich hab's vergessen.

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

Haben Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld schon mal eine Beschwerde gegen das Gendern geschrieben?

Selbstverständlich habe ich mich schon beschwert und es hat auch bereits erste Erfolge erzielt.

Die diffamierende und spalterische Art die deutsche Sprache zu verändern, wurde lange von der Gesellschaft geduldet. Nun nimmt es überhand und die Gesellschaft fängt langsam an dagegen aufzustehen.

Der Genderwahn sollte schnellstens wieder abgeschafft werden. Hier versucht eine sehr kleine, aber laute und radikale Gruppe, gegen die deutliche Mehrheit der deutschen Gesellschaft, aber auch gegen die Mehrheit der Frauen, mit dem Genderwahn Ungleichheit und Spaltung voranzutreiben.

Der Genderwahn ist beleidigend, diskriminierend und diffamierend.

Diese Art des Genderns ist die Sexualisierung der deutschen Sprache.

Die deutsche Sprache nutzt eine neutrale Form. Allerdings gibt es Menschen, in erster Linie Befürworter des Genderns, die behaupten, die deutsche Sprache wäre nicht neutral und führen dafür das generische Maskulinum als mutmaßlichen Nachweis an.

Beispiel Lehrer

Ein Lehrer ist eine Person die lehrt. Es ist eine neutrale Bezeichnung für eine Tätigkeit. Nun würden Befürworter argumentieren "aber es wird ein männlicher Artikel benutzt.

Was jedoch völlig verschwiegen wird, sobald es mehrere Lehrer sind, im Plural geschrieben, wird ein weiblicher Artikel genutzt (DIE Lehrer).

Hier wird etwas zurecht gebastelt, damit es zu der Argumentierung passt.

Damit sollte alles geklärt sein, aber da es sich hier um eine kleine, aber sehr laute und radikale Gruppe handelt, die gegen die Gesellschaft das Gendern erzwingen wollen, werden alle möglichen Mittel genutzt, egal ob Recht oder Unrecht.

Dieser Genderwahn verursacht Ungleichheit und Diffamierung. Gendern ist beleidigend und eine Diskriminierung gegenüber dem männlichen Geschlecht. Das Einzige was der Genderwahn schafft ist eine Spaltung der Gesellschaft.

Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist gegen den Genderwahn, auch eine Mehrheit aller Frauen.

Der Genderwahn ist eine Sexualisierung der deutschen Sprache, wie oben dargestellt, sogar eine sehr einseitige.

Derer Gründe gibt es viele, wie es gerade passt.

Egal wie sachlich und differenziert Du argumentierst, sobald es kritisch gegen den Genderwahn gerichtet ist, werden Dir Befürworter immer erklären, dass es völlig anders gemeint ist und Du das nur nicht verstehst.

Fakt ist, die deutsche Sprache ist bereits gendergerecht. Sie ist nämlich eines nicht, sexualisiert. Im Moment der Sexualisierung werden Ungleichheiten geschaffen. Damit genau das nicht passiert, wurde eine sachlich, neutrale Form gewählt.

Beispiel: DER Schüler - damit ist selbstredend ein Schüler gemeint. Es ist eine geschlechterneutrale Form. Wer dem widerspricht, der müsste auch im Umkehrschluss bei DIE Schüler davon ausgehen, dass es sich um mehrere Schülerinnen handeln würde. Das widerum wird natürlich von den Befürwortern des Genderwahns abgestritten. Denn das wäre etwas völlig anderes. Wer alle Formen ankreidet, die das generische Maskulinum voransetzen, die müssten eigentlich auch aufschreien, wenn bei DIE Schüler, DIE Lehrer... im plural der weibliche Artikel genutzt wird. Auch hier ist die deutsche Sprache geschlechterneutral.

Aus vergleichbaren Gründen hat Religion und Staat immer getrennt zu werden. Wer möchte darf glauben, an was auch immer, aber es ist eine private Angelegenheit. Die deutsche Sprache ist aus genau diesem Grund auch neutral. Sobald Interpretationen, Emotionen oder Sexualisierungen ins Spiel kommen wird es ungerecht oder aber es könnte sich jemand ungerecht behandelt fühlen. Dem wollte man entgegentreten.

Hat es jemals eine Debatte darüber gegeben warum fast alle plural Varianten weiblich sind...? Schließlich könnte man mit gleicher Argumentation auch das behaupten. Welch eine Ungerechtigkeit... Ist es jedoch nicht, denn sowohl im singular, als auch im plural wird nicht sexualisiert. Wer anderes glauben möchte, der darf das gerne, aber damit wären wir bei der Religion... eine private Angelegenheit!

Bei Kritik werden sofort schwere Geschütze aufgefahren, da wird ausgegrenzt, Menschen werden rassistisch beschimpft, als alter, weißer Mann, Radikaler, etc..

Es ist die einfachste Methode jede Kritik gegen diesen Genderwahn als unsachlich abzustempeln.

Damit wird suggeriert, dass es nicht der Großteil der Gesellschaft und die Mehrheit aller deutschen Frauen wären, die es ablehnt, sondern nur radikale, demokratiefeindliche Randgruppen.

Das Gegenteil ist die Realität.

Die Ablehnung kommt aus der Mitte der Gesellschaft und der Genderwahn ist lediglich ein Ausdruck einer radikalen Minderheit, die keinen Respekt vor der Gesellschaft haben, keinen Sinn für Demokratie zeigen und lediglich zur Spaltung beitragen.

Das nennt sich Täter Opfer Umkehr (victim blaming).

Das von den Befürwortern des Genderwahns jede statistische Erhebung, jede Umfrage, als mutmaßlich nicht repräsentativ angesehen wird, daran lässt sich viel ableiten.

Nicht nur, dass die große Mehrheit der deutschen Gesellschaft es ablehnt. Statistiken offenbaren sogar, dass diese Ablehnung stetig wächst. Es ist kein Wunder, dass anfangs die Mehrheit erst gering war, aber nun zunimmt. Am Anfang haben sich viele Menschen gedacht, Mal einen Spaß, dieser Unsinn ist bald vorbei. Mittlerweile nimmt es jedoch andere Züge an und die Gesellschaft wird mit dem groben Unsinn täglich konfrontiert. Daraus resultiert die in Statistiken stark ansteigende Ablehnung.

Eigentlich sollte nun allen klar sein, die Mehrheit möchte es nicht. Wir leben in einer Demokratie, also weg damit. Und hier greift der radikale Kern der Befürworter. Sie erkennen die demokratischen Werte nicht an.

Das verdeutlicht einmal mehr wer hier radikal ist und wer nicht.

Die deutsche Sprache ist bereits gendergerecht.

Wer das nicht versteht, hätte in der Schule im Deutschunterricht lediglich besser aufpassen sollen. Manchen hätte es wahrscheinlich geholfen auf wöchentliches Schule schwänzen zu verzichten.

Was scheinbar nicht verstanden wird oder bewusst missverstanden werden soll, Genus ist nicht Sexus. Prof. Dr. Richard Schröder hat darüber eine Abhandlung geschrieben, um die offensichtlichen Missverständnisse, der deutschen Sprache aufzuklären. Nachfolgend ein Auszug daraus...

Die Idee, durch Änderung des Sprachgebrauchs reale Machtverhältnisse zu verändern, ist eine Schnapsidee. Schein- und Ersatzkämpfe mit Sternchen und anderen Zeichen führen ins Leere. Sprache ist zu dynamisch für starre Regeln – wie das Leben selbst.

in Lehrer ist eine Person, die lehrt. Dieses Wort hat das grammatische Geschlecht (= genus) „männlich“ oder lateinisch „maskulin“. Wäre ein Lehr-er eine Person, die lehrt, und außerdem nach dem biologischen Geschlecht (= sexus) männlich ist, wäre die Lehr-er-in eine Person, die lehrt, männlichen (-er-) und zudem weiblichen (-in) Geschlechts (sexus) ist, also ein biologischer Zwitter. Das ist aber offenbar nicht gemeint. Im Deutschen gibt es nur eine Täter-Endung, nämlich -er, und die ist männlich (qua genus, nicht qua sexus). Weder der Hocker noch der Seufzer haben einen Penis. Sind wir inzwischen vielleicht so heftig sexualisiert, dass wir den Unterschied zwischen genus und sexus gar nicht mehr wahrnehmen? Merke: Genus ist nicht sexus. Im Lateinischen ist das anders. Da heißt der männliche (sexus) Sieger victor und der weibliche (sexus) Sieger victrix. Wenn wir das nachmachen wollten, müsste aus der Lehrerin die Lehrin werden. Ärztin ginge ja, Rechtsanwältin auch, bloß die Malerin, das wäre schon wieder ein Zwitter.

Die Nachsilbe -in bezeichnet ursprünglich gar nicht den weiblichen Täter, also die Täterin (schon wieder die Zwitterfalle!), sondern war besitzanzeigend (schrecklich, aber wahr). Die Frau Apothekerin war ursprünglich nicht eine Frau, die Pharmazie studiert hatte, sondern die Frau des Apothekers. Eine Königin war vor Einführung der weiblichen Thronfolge nicht eine weibliche Person, die das Königsamt wahrnimmt, sondern die Frau des Königs. Herrschaft konnte sie nur ausüben als Königswitwe und Vormund (oder Vormündin?) des unmündigen Thronfolgers...

Quelle: Welt, Prof. Dr. Richard Schröder (Sprachwissenschaftler), 17.12.2018

Dieser Genderwahn verursacht Ungleichheit und Diffamierung. Gendern ist eine Diskriminierung gegenüber dem männlichen Geschlecht. Das Einzige was der Genderwahn schafft ist eine Spaltung der Gesellschaft.

Wer bitteschön ist Kund, Russ oder Ärzt? Bei einer sehr kleinen Gruppe von Radikalen Befürwortern, vornehmlich bei den Grünen forcierte Art zu gendern, wird der männliche Part oft verstümmelt. Gerechtigkeit oder Gleichheit sieht anders aus.

Es hat seine Gründe warum eine große Mehrheit der Gesellschaft, auch unter Frauen, diesen Genderwahn ablehnt.

Alles Gute Dir... und bleib gesund.

Gruß, RayAnderson  😏

2 Grafiken dazu, die auch aufzeigen, dass hier eine Entwicklung stattfindet. Lediglich 26% der deutschen Bevölkerung befürworten eine geschlechterinklusive Sprache (Mai 2021). Ein Jahr zuvor waren es noch 9% mehr. Damit ist eine mehr oder mindere Zustimmung oder Befürwortung, innerhalb von 2020 auf 2021, von 35%, auf 26% gefallen. Mittlerweile ist wieder ein Jahr vergangen. Die nächste Statistik wird wahrscheinlich noch deutlicher ausfallen.

So viel zum Demokratieverständnis in Deutschland...

 - (Politik, Deutsch, Sprache)  - (Politik, Deutsch, Sprache)

Jeder sollte so reden dürfen, wie er oder sie es möchte.

Und wenn in den Nachrichten "gegendert" wird (was ich selber eher selten mache), soll mir das recht sein. Für mich ist es kein Aufwand und auch kein Verständnisproblem.

Ich habe schon mal eine Beschwerde gegen das Gendern getätigt.

Das habe ich tatsächlich schon gemacht. Nicht in Form einer Beschwerde, eher als Hinweis auf die nicht gegebene Barrierefreiheit und die dadurch stattfindende Benachteiligung von Mitmenschen. (Ich bin selber auch davon betroffen) Und ich schreibe auch Bewertungen in denen ich das erwähne.

Ich werde das allerdings hier nicht verlinken, da ich nicht einsehe, dass sich jemand darüber lustig macht. (So wie das hier in einer Antwort erwähnt wurde) Sich über die Benachteiligung von Mitmenschen zu amüsieren lässt sehr tief blicken.

Und wer wird bitte benachteiligt? Das musst du mir mal erklären.

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@Grinsekatz10111

Jeder, der beim Lesen und Verstehen von Texten Probleme hat, wird benachteiligt. Menschen, die auf Grund einer Beeinträchtigung des Sehens auf Screeneader angewiesen sind, bekommen diese Sonderzeichen mit vorgelesen. Menschen aus dem Autismusspektrum können hierdurch Schwierigkeiten bekommen. Menschen, die sowieso schon Schwierigkeiten beim Lesen haben. Menschen, die Deutsch nicht gut genug beherrschen oder diese Sprache erst erlernen. Alte Menschen...

https://echonet.de/de/wissen/themen/130/Gender-Sprache-und-Barrierefreiheit

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@Svensson70

Ich muss zugeben soweit habe ich nciht gedacht. Und es leuchtet ein, dass das für die betroffenen Personen wirklich ein Nachteil ist. Dennoch reicht das in meinen Augen nicht um Leuten vorschreiben zu wollen wie sie reden oder schreiben sollen.

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@Grinsekatz10111

Es geht nicht um Vorschriften, sondern einfach darum, diesen Punkt mit zu berücksichtigen. Leider hat es eher den Anschein, dass an dieses Problrm einfach nicht gedacht wird. Deshalb finde ich es schon sinnvoll darauf hinzuweisen.

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Jemand aus meiner Verwandtschaft hat sich schon mal beschwert.

Wieso bist du gegen das Gendern? Dauernd sagt irgendein Heini z.B. das Köchinen nicht gesucht werden, weil in der Anzeige "Koch gesucht" steht, und lacht sich dumm. Beim Sandmännchen war Vorgestern so ein Lied über Berufe für Kinder und was die werden können von 2019. Es wurden nur männliche Berufe genannt und nur Berufe die eher Männer ausüben. Dann wurden noch Bilder von Männern in Uniformen, z.B. Polizisten und Köche gezeigt. Als 5 Jährige oder 5 Jähriger hätte ich den Eindruck das Mädchen keine Berufe erlernen. Solange sollche Sachen in der Form produziert und gesendet werden ist es leider auch nötig aufs gendern zu bestehen

"Der Koch" ist nunmal der Name des Berufs und geschlechtsneutral. Sowas nennt man generisches Maskulinum. Gibts im Übrigen auch in weiblicher Form, bei der dann die weibliche Version des Wortes verwendet wird, was dann trotzdem geschlechtsneutral ist.

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@Shalidor

Woher nimmst du die Sicherheit, dass generische Maskulina geschlechtsneutral seien?

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@Adomox

Weil sie genau dazu gedacht sind. Die geschlechtsneutrale Nutzung eines männlichen Wortes ist die Definition des generischen Maskulinums.

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@Shalidor

Weil sie dazu gedacht sind, sind sie also geschlechtsneutral? Keine wirklich gute Begründung, und erst recht kein Beleg, finde ich.

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@Adomox

Schon klar, was kommt als nächstes? Dass Autos in Wahrheit gar nicht zum Fahren da sind, obwohl weil sie dafür vorgesehen waren und auch seit jeher dafür genutzt werden?

Das generische Maskulinum ist die geschlechtsneutrale Nutzung eines maskulinen Wortes. Das ist eine einfache Regel der deutschen Rechtschreibung. Wenn du mir das nicht glauben willst, frag doch einen Deutschlehrer oder einen Professor.

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@Shalidor

Weil also etwas als theoretisch neutral genutzt wird, ist es dadurch auch automatisch praktisch neutral?

Fragen muss ich das übrigens niemanden, da ich selbst dazu forsche.

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@Adomox

Genutzt wird es definitiv so, wie es vorgesehen und gemeint ist, ausnahmslos.

Das, was du hier die ganze Zeit versuchst zu sagen ist, dass manche Leute es anders verstehen, als es gemeint war, was nunmal ein großer Unterschied ist. Oder nein - es anders verstehen WOLLEN, obwohl sie es auch richtig verstehen könnten.

Das ganze Gegendere kommt doch nur von irgendwelchen frustrierten Leuten, die meinen sich bei irgendetwas mal durchsetzen zu müssen. Oder Leuten, die immer dem neuesten Trend hinterher rennen, um "in" zu sein. Sie WOLLEN es missverstehen, nur um sich darüber aufregen zu können.

Schau dir doch mal andere Sprachen an, die haben teilweise nichtmal verschiedene Schreibarten für verschiedene Geschlechter. In englisch gibt es keinen Bäcker und keine Bäckerin, da ist es baker. Völlig egal ob das nun ein Mann oder eine Frau ist. Und die beschweren sich auch nicht darüber. Die ganzen Leute, die hier meinen alles nun gendern zu müssen, sollten froh sein, dass es explizit für Frauen überhaupt Wörter gibt.

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@Shalidor

Woher weißt du denn, dass das generische Maskulinum in deinem Kopf neutral verarbeitet wird? Kannst du die un(ter)bewussten Prozesse in deinen Sprachverständnis bewusst wahrnehmen? Falls ja, bitte beim nächsten Psycholinguistik-Department melden als Weltsensation.

Andere Sprachen funktionieren grundlegend anders; das ist kein Argument. Zumal es auch im Englischen "Gendern" gibt, nur eben in anderen Zusammenhängen.

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@Adomox

Woher ich weiß, ob ein maskuliner Ausdruck nun genderneutral oder männlich verwendet wird? Na aus dem Kontext, so wie es vorgesehen ist. Wenn ich eine Stellenausschreibung sehe, in der naj Lehrern oder Mechanikern gesucht wird, denke ich dabei automatisch an beide Geschlechter. Wenn ich micj mit jemandem unterhalte, und er sowas wie "Schau mal der Polizist da drüben" sagt, halte ich nach einem männlichen Polizisten Ausschau.

Man kann fast immer aus dem Kontext erschließen, ob eine bestimmte Person oder eine Personengruppe gemeint ist. Und bei Personengruppen ist das Geschlecht oft nicht spezifiziert. Deshalb steht an Toiletten ja auch Explizit "Frauen" und "Männer" und nicht "Gäste" und "Gästinnen". Denn bei "Gäste" könnte man irrtümlich denken, es wäre der Eingang beider Toilettenräume.

Es kommt also immer darauf an, in welchem Kontext man welche Begriffe verwendet. Wendet man sie falsch an, kann es natürlich zu Missverständen kommen. Das liegt dann aber nicht an den Worten an sich, sondern an dem jenigen, der sie falsch einsetzt.

Oder eben an der gestörten Wahrnehmung des Lesers...

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@Shalidor

Du beschreibst weiterhin die bewusste Seite - die zweifelt doch niemand an. Beim Gendern geht es aber in erster Linie um die un(ter)bewusste Dimension von Sprache.

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@Adomox

Unterbewusste Dimension der Sprache, soso. Nehmen wir mal an es gäbe diese un(ter)bewusste Ebene. Woher willst du dann wissen, dass die nicht genauso denkt, wie die bewusste? Immerhin kannst du sie ja nicht wahrnehmen, sonst wäre sie ja bewusst und nicht unbewusst.

Ich für meinen Teil kommuniziere bewusst. Wenn du unbewusst kommunizierst, ist das dein Problem und nichts meins oder das der deutschen Sprache.

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@Shalidor
Nehmen wir mal an es gäbe diese un(ter)bewusste Ebene.

Das müssen wir nicht annehmen, das ist Tatsache. Siehe z.B. sämtliche Arbeit der Psycholinguistik.

Woher willst du dann wissen, dass die nicht genauso denkt, wie die bewusste?

Aufgrund psychologischer sowie psycholinguistischer Forschung.

Ich für meinen Teil kommuniziere bewusst.

Was nicht bedeutet, dass dein Gehirn Sprache nicht auch un(ter)bewusst verarbeitet.

Wenn du unbewusst kommunizierst, ist das dein Problem und nichts meins oder das der deutschen Sprache.

Das generische Maskulinum samt seines maskulinen Bias ist Teil der deutschen Sprache.

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@Shalidor

Bei dem Satz "der Koch kam aus der Küche." denke ich an einen Mann.
Denn es gibt auch "die Köchin". Gerade im Singular (und wenn auch noch eine weibliche Form dazu existiert) ist es naheliegend, bei Koch an einen Mann zu denken.

Im Plural (Köche) ist es eher naheliegend, an beide Geschlechter zu denken.

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@Shalidor

"Na aus dem Kontext, so wie es vorgesehen ist. "

Genau. Und daher kann man nicht einfach sagen, "Koch" sei geschlechtsneutral. Denn es kann ein Kontext existieren, in dem man einen Mann meint, und es kann ein anderer Kontext existieren, in dem man einen Koch/eine Köchin unabhängig vom Geschlecht meint.

Auch "Köche" ist nicht immer ein generisches Maskulinum, es kann eins sein, wenn der entsprechende Kontext es nahelegt.

Köche kann Maskulinum, Plural sein
oder generisches Maskulinum (und dann eben beide Geschlechter konnotieren).
Beide Formen sind im Deutschen nämlich gleich.

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@OlliBjoern
Bei dem Satz "der Koch kam aus der Küche." denke ich an einen Mann.

Ich ja auch, denn der Begriff ist auf eine spezifische Person bezogen, das habe ich aber bereits geschrieben.

Genau. Und daher kann man nicht einfach sagen, "Koch" sei geschlechtsneutral.

Sagt hier ja auch niemand. Ich habe nur behauptet, das generische Maskulinum wäre geschlechtsneutral, und das ist nunmal ein Fakt. Um mal beim Beispiel zu bleiben: Das generische Maskulinum ist immer der "Koch", aber "Koch" ist nicht immer das generische Maskulinum. ;)

Denn es kann ein Kontext existieren, in dem man einen Mann meint, und es kann ein anderer Kontext existieren, in dem man einen Koch/eine Köchin unabhängig vom Geschlecht meint.

Damit wiederholst du wieder etwas, was ich bereits geschrieben habe.

Auch "Köche" ist nicht immer ein generisches Maskulinum, es kann eins sein, wenn der entsprechende Kontext es nahelegt.

Siehe zweiten Absatz dieses Beitrags.

Köche kann Maskulinum, Plural sein oder generisches Maskulinum (und dann eben beide Geschlechter konnotieren). Köche kann Maskulinum, Plural sein

Jetzt wiederholst du nicht nur das, was ich bereits geschrieben habe, du wiederholst dich sogar selbst noch im selben Beitrag.

Ich verstehe daher den Sinn deiner beiden kommentare nicht so ganz. :)

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Von Experte LottaKirsch bestätigt

Der persönliche Sprachgebrauch ist keine Angelegenheit, über die irgendeine Mehrheit entscheiden kann. Das ist schlicht eine verfassungswidrige "Idee".

Daher ist es schlicht ein absurder Eingriff in die Freiheit, den Individuen vorschreiben zu wollen, ob sie gendern dürfen oder nicht.

So ist es. Schließlich darf man ja auch niemandem vorschreiben, die Kommaregeln und die Regeln der neuen Rechtschreibung zu beachten (also bspw. nicht mehr "daß" zu schreiben).

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@LottaKirsch

Na ja, richtiges Scheiben wird durch Regeln definiert. Die sollte man schon beachten. Aber deren Verletzung bleibt straffrei, was praktisch für alle auch nur gut ist! :-) Und das Gendern ist mittlerweile ja auch geregelt. :-)

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