An was für Dinge aus Deiner Kindheit bzw Jugend erinnerst Du Dich, die heutige Kinder und Jugendliche nicht verstehen würden?

68 Antworten

Guten Morgen!

Als Jahrgang 1990 (Mittlere Reife 2007) habe ich keine Samstagsschule mehr erlebt, aber mein Patenonkel (Jahrgang 1964) hat teilweise noch Samstagsschule gehabt - hat er mir als erzählt.

Mir persönlich fällt neben Musik von Audio-Kassetten - die auch in einem meiner Lieblingsblogs gewürdigt und von den Hipstern offenbar grad wieder entdeckt werden, Stichwort Ghetto-Blaster - vor allem die relativ Einfachheit ein, mit der wir gelebt haben: Es gab keine Spielekonsolen, kein Freizeitangebot ohne Ende, es gab keine teuren Handys; wir waren einfach Kinder, die zwar materiell nicht viel besaßen, aber Spaß am Leben hatten und weitestgehend in Ruhe gelassen wurden. Als ADHS, Asperger und ähnliche Mode-Diagnosen für Kinder, die nicht ganz die Norm erfüllen, aufgekeimt sind, bereiteten wir uns schon auf die Mittlere Reife und die Ausbildung oder eine weiterführende Schule zum Abi-Nachholen vor - Gott sei Dank; ich wüsste als ruhiger Mann, der auch ein ruhiger und fast verschlossener, von manchen als "knochentrockener Geselle" bezeichneter Jugendlicher der ich vr 15 Jahren war echt nicht, ob man mich nicht heute der Verlegenheit halber und des Normendenkens zuliebe als depressiv oder Asperger betiteln und mit Pillen vollstopfen bzw. mit Therapien "normal machen" wollen würde...

Es gab noch in meiner Grundschulzeit (1997-2001) durchaus Haushalte, die sehr einfach aufgebaut waren und beispielsweise einen Fernseher mit nur drei Programmen hatten ------> wir auch, erst Anfang 2003 bekamen wir dann Kabel/Sat und hatten alle Programme. Am Wochenende gab es den Landarzt aus Deekelsen, die Hitparade, Thomas Gottschalk und die Biene Maja, unter der Woche wenig Fernsehen. Es war trotzdem okay; weil ich nicht so viel Kinderprogramm sah (unter Woche kam in ARD, ZDF und dem Dritten ja nix groß davon), bin ich eher raus mit dem Fahrrad und mit den Freunden. Wir waren viel unterwegs, gern auf dem Spielplatz oder nachmittags auf dem Schulareal, und gaben unseren Fahrrädern immer die Namen unserer aktuellen Traumautos ... ich sage nur "Opel Commodore", nachdem ich mal so einen gesehen hatte oder "Opel Monza" oder "Opel Omega V6" (habe ich heute in Natura). Ja, das war als klasse. Gekostet hat das nix, aber es war cool und es sorgte für Erinnerungen, die man wirklich liebt ... besungen von Roger Whittaker, das passte einfach. In seiner besten Phase bei Intercord war er beinahe ein Liedermacher, "Erinnerungen" ist ein Beispiel dafür.

https://www.youtube.com/watch?v=wRYEveRqTKY

Auch die Problemlosigkeit und Einfachheit der Autos, mit denen ich aufwuchs, werden Kinder von heute nicht richtig verstehen können oder zumindest für "seltsam cool" halten -----> in meiner Kindheit war etwa ein Passat der olle 32B (1980-1988), damit ergo ein im Regelfall (den tollen Fünfzylinder kaufte fast keiner, weil er so teuer war^^) maximal 75 PS starkes (und 75 PS waren damals viel), primitiv gemachtes Auto mit Papp-Türverkleidungen und vier Gängen, einfachstem UKW-Alpha-Radio und billigen, faserigen Sitzpolstern, heute ist der Passat eine defektanfällige große Limousine oder ein fetter Kombi. Dafür war der alte Passat 32B, der damals in schrulligen Farben wie Gelb, Inarisilber-Metallic, Grün oder schon Mitte der 90er ausgeblichenem Rot an jeder Ecke stand, zuverlässig wie der Rekord E2. Gefahren sind die Dinger dennoch, und zwar solider als der heutige Murks - wenn's sein muss einmal quer durch Europa und wieder heim mit der ganzen Familie und Opa Heinz war auch noch dabei mit seinem Gepäck.

Wahrscheinlich würde es kein Jugendlicher heute kapieren, dass ich in der Oberstufe (es muss im Winter 2004/05 gewesen sein) auf dem Flur mal versehentlich meiner Bio-Lehrerin direkt in die Arme gelaufen bin - wegen einem Opel Rekord (!). Sie hatte die Arme ausgestreckt/gestikulierte, während ich nicht hinsah und stattdessen - typisch für mich - einem interessanten, damals schon seltenen alten Opel Rekord E2 in Hellockerbeige beim Einparken gegenüber der Schule zusah^^ und schon war es passiert. Vor allem weil es eine sehr hübsche und adrette Lehrerin war, war es durchaus ... nuja, etwas eigenartig. Aber okay, so war das halt und wir lachten beide drüber.

Außerdem mussten wir zu Fuß zur Schule. Diese "Hausfrauenpanzer-Kolonnen" vor den Schulen, wie ich sie heute in der Mittagspause immer sehe, gab es damals nicht bzw. damals wollten keine Supermütter konkurrieren wer cooler ist und den Kiddies mehr bietet -----> damit keine falschen Eindrücke aufkommen; zu meiner Grundschulzeit Ende der 90er gab es diese Auto-Kolonnen vor dem Schulhaus auch schon Mittag für Mittag. Nur waren das keine fetten Gelände-SUVs, sondern Autos vom Schlage eines zehn Jahre alten Opel-Kadett E Caravan mit durch Folie abgedunkelten hinteren Fenstern und erkennbaren Roststellen, Früh-80er-Jahre Ford-Sierras, olle Japaner oder der VW-Passat 32B Variant aus den 80ern. Darüber hat keiner geschimpft^^ eher gelacht wegen dem halben Schrottplatz, der da vor sich hin klapperte. Da war unser Mercedes 230E, Baujahr 1989, schon Luxus gegen, und der hatte Ende der 90er einen Wert von vielleicht 15000 D-Mark.

Taschengeld ... nächstes Thema: Unsereins war glücklich, wenn er eine Mark pro Sonntag bekam, für die man Süßigkeiten kaufen konnte oder ein Comicheft usw., und das war für uns viel Geld -----> und Standard in meiner Grundschulklasse. Heute läuft ja unter 10-20 Euro pro Monat schon bei den Kleinen nicht mehr soooo viel, aber egal. Inflation? Wie auch immer.

Süßigkeiten und Chips usw. gab es nur an Wochenenden und auch das war eher Usus als die Ausnahme, McDonalds spielte kaum eine Rolle und man aß daheim abends eher das Graubrot, mittags gab es kein Wunschgericht für die Kinder, sondern das, was man auf den Teller gelegt bekam. Vielleicht esse ich deswegen bis heute stets sehr einfach und recht wenig Fleisch, außer es ist Sonntag, da gibt es immer Kuchen.

Vieles was heute Standard ist, war vor 20-25 Jahren Luxus oder zumindest was Besonderes; so waren teure Markenkleidung, edle Uhren usw. für Schüler zu meiner Zeit kein Usus -----> noch nicht mal in der Realschule, obwohl ich eine materialistische Realschulklasse mit dem Nachwuchs "selbstbewusster Eltern" hatte, die angeblich wussten, wer sie waren und sich wunder was auf sich einbildeten.

Die Werteverfallkurve kippte wie ich finde 2001/02 um, als es auf einmal schon modische Hüftjeans für kleine Mädels gab (vorher kaum), Baggypants für die Jungs, teure Marken, Parfüms usw., und die Gesellschaft oberflächlicher wurde - die 90er waren sicher nicht perfekt, aber die Gesellschaft war eine andere, sie war oft bodenständiger und vom Jugendwahn, durch den ab 2001/02 viele Mütter 10-Jahre jünger aussehen wollten und die beste Freundin der Tochter sein wollten - ich kenn' noch die Zeit, wo die Mütter die selben Klamotten wie die Mädels kauften und das Kurzarm-T-Shirt oder die Kurzarm-Bluse überm weißen Langarm zu Cargohose oder ausgewaschener Jeans trugen (ca. 2004-2008?), wurde die Welt nicht besser, eher wurde das Normendenken verschärft, was letzten Endes auch ADHS, Asperger usw. begünstigte.

Ich liebte es als Junge, morgens in den Ferien um acht Uhr schon draußen zu sein, meistens waren Kumpels dabei, in der Hochhaussiedlung ist man nie allein. Die Luft roch wie in einer Fleischerei/Metzgersstube, es nebelte teilweise leicht, es war einfach schön und noch heute - ich habe die Wohnung, in der ich aufwuchs letztes Jahr gekauft - wenn ich morgens aus dem Haus gehe, habe ich dieses Gefühl und es ist toll. Wenn dann noch ein Schlager im Radio läuft, der damals in dieser Hitparade kam, passt alles. Heute lief im Radio Ingrid Peters: "Komm und halt mich fest". Das Gefühl von ca. 1998 war da, unfassbar; vielleicht auch wegen meinem alten Benz aus der Zeit, aber es war tief im Herzen und tat mir spontan gut.

Viele Grüße am vierten Apriltag ----> kommt gut durch den Tag & denkt an alles, was euch Freude macht, vielleicht hilft Ingrid Peters euch musikalisch dabei, stimmlich kann die jedenfalls was und die Texte sind meistens auch ganz gut.

https://www.youtube.com/watch?v=vi8y7IXuHrY

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Nicht zu vergessen sind Telefonzellen, die es zwar heute noch teilweise gibt, die aber nicht mehr jeder kennt - jetzt kommen schon Leute in das Alter Eltern zu werden, die schon selbst keine Telefonzellen mehr benutzt hatten...

Ebenso gedruckte Listen und Fahrpläne usw., weil es noch kein Internet gab ---> und Opas ganzer Stolz, eine Lingen-Lexikon-Reihe für mehrere hundert D-Mark, die als Ehre noch heute in meinem Wohnzimmerschrank steht.

Außerdem vielleicht gute Kleidung: Damals konnte man nicht mit Jeans und Shirt überall aufkreuzen, es gab noch Anlassbezogene Klamotten für bessere Anlässe. Heute ist das war besser als ca. 2008, wo jede Mutter mit dem oben geschilderten Outfit meinte überall antanzen zu können & dabei soooo jugendlich und cool wirken würde damit ----> aber in meiner Kindheit und Jugendzeit war das nochmals anders, zumal ich beim Opa aufwuchs, der das ernst nahm.

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@rotesand

kindheit ohne konsole? ich weiß ja nicht wo du gelebt oder was du in der zeit gemacht hast, aber falls du dich erinnerst, uns trennt vom alter her nicht viel. ich sehe es eher so, das wir zwar auch mit konsolen großgeworden sind, die aber nicht unser leben so sehr beeinflusst haben wie es heute der fall ist. ich kann mich noch gut dran erinnern als ein nachbarsjunge ein altes nintendo hatte und ich mit ihm zusammen gespielt habe. irgendwann gabs dann bei uns auch mal ein super nintendo, vorher hatten wir schon einen alten pc gehabt (ka was das war), gefolgt von gameboy, playstation 1, dann gabs auch mal noch das super-nintedo64 zu kaufen, ein freund hatte mal ein sega ding gehabt. wir selbst hatten vllt anfang bis mitte der 90er nur 3 programme. 1999 fing wenn ich mich recht erinnere pokemon an. da hat man mittags vorm fernseh gehockt und die ganzen animes geguckt die liefen (später auch die etwas härteren auf mtv). Zu der zeit (1998/1999) kamen auch viele pc-spielklassiker wie siedler, caesar3 usw. raus, die ich damals gerne gespielt hab. markenkleidung war von fishbone, fubu oder freeman t porter. zumindest war das ab der 5-6 klasse bei uns so. süßigkeiten waren in unserem haus und auch in dem meiner freunde immer vorhanden. mich hats zwar nie interessiert was da an autos fuhren, weiß jedoch das meine mutter mal einen alten ford sierra hatte, während mein vater eher immer neuere ford fokus hatte. irgendwann hatte meine mutter mal dann einen suzuki jimny (erste generation). was die sache mit fleisch und kuchen betrifft, da stimme ich dir zu und hat sich auch so bei mir gehalten. ich kann mich aber auch nicht daran erinnern das an unserer grundschule autokolonnen standen. da kam ein bus, der die kinder aus dem nachbarort wieder heimgebracht hat und fertig. auch in der weiterführenden schule wurde da so gut wie nie jemand abgeholt. was wir aber auch im vergleich zur heutigen generation hatten, war das wir keine ganztagsschule hatten. wir hatten um 13h schulfrei und waren 20 minuten später zuhause. dann wurde gegessen, hausaufgaben gemacht (sofern welche auf waren) dann hat man sich wenn man lust hatte um 14.30 mit seinen freunden getroffen. noch zum thema supermütter: das hast du vllt nicht so mitbekommen, aber meine mutter meinte das es schon zu meiner kindergartenzeit eltern gab, die ihr kind schon auf dem gymnasium sahen. in meinem freundeskreis gabs da nämlich so einen fall. weil der ältere bruder auf dem gymnasium war, musste der kleinere (mein freund) natürlich auch aufs gymnasium, egal wie geeignet er dafür war. nach ein-zwei jahren ist er dann auf die realschule gegangen

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@schlappeflicker

Der Sierra war sehr beliebt bei den Eltern meiner Grundschulklasse, in allen Karosserieformen :) Ich erinnere mich noch gut!

An Musiksendungen habe ich ab ca. 1998 auch "Chart Attack" gesehen, im ZDF, glaube mit Gregor Steinbrenner, das war nett und wurde 2015 auf ZDF-Kultur wiederholt - war Klassre!

Wir sind vom Alter her glaube ich ziemlich nah beieinander, das stimmt.

noch zum thema supermütter: das hast du vllt nicht so mitbekommen, aber meine mutter meinte das es schon zu meiner kindergartenzeit eltern gab, die ihr kind schon auf dem gymnasium sahen. 

Das ging bei uns erst in der Realschule los. In der Grundschule war ich mit den Kindern aus der Platte und den kleinen umliegenden Dörfern zusammen, viele Russlanddeutsche und einfache Arbeiterfamilien, wo es auch bspw. mal der alte Ford getan hat oder die kleinen Kinder die Pullis vom großen Bruder/der großen Schwester auftrugen, ohne dass Gedöns gemacht wurde. Das Klima war menschlich erheblich entspannter, auf dem Gymnasium landeten von meiner Grundschulklasse soweit ich weiß nur zwei Personen - aber auch die waren immer ansprechbar und aus normalem Hause.

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Danke !

Die Sendungen (Serien) meiner Kindheit (Baujahr 1962) waren unter anderem "Daktari", "Bonanza", "Dick und Doof", "Tarzan", "Das Dschungelbuch", "Pat und Patachon", sämtliche Astrid-Lindgren-Filme, "Die kleinen Strolche", "Unsere kleine Farm", "Die Waltons"...

An den Fahrrädern diese bunten zweifarbigen - ineinander spriralförmig fließenden Speichendingens... Weiss jemand, was ich meine ?

Löcher in die Jeans geschnitten und Batik-Shirts selbstgemacht,

Sprungschanzen und Iglus aus Schnee bauen - ja, damals gab es noch solche Winter in Franken...

Einfache Holzschlitten mit Eisenkette zum Bremsen...

Draußen sein bis zur Dämmerung, Natur erkunden, Federball spielen...

Mit Tieren aufwachsen dürfen...

Einfach Kind sein - und sich dreckig machen dürfen... Gebadet wurde nur am Samstag - sonst hat man sich einfach gewaschen, sauber war man trotzdem...;)

Ganz früher das "Plumpsklo".;)

Bei der Ernte mithelfen - für ein Drahtkörbchen Kartoffeln einsammeln gab es 50 Pfennig für uns Kinder... Am Schluss die Kartoffeln im offenen Feuer braten - und die Freude, wenn eins von uns den "Kartoffelkönig" gefunden hatte...

Die alten Geschichten der Großeltern in der Küche ( im 3-Generationen-Haushalt) hören dürfen, bei Gewitter alle Stecker ziehen, zusammen sitzen in der Küche bei Kerzenschein - und beten, dass uns Gott beschützen möge vor Blitzeinschlag und Unwetter...

Und so viele andere schöne - aber auch unsagbar traurige und mich fürs Leben prägende - Erinnerungen...

Bitte nix für ungut, dass es grade unter deiner Antwort mit mir durchgegangen ist...;) Danke !

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@aekw11

Danke - da fällt mir spontan noch "PanTau" ein und die "Bezaubernde Jeannie"...;)

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@verreisterNutzer

Schön auch für dich...;)

Dann ist dir bestimmt auch das "Sandmännchen" um 19 Uhr ein Begriff - war unser Ritual als Kinder zur guten Nacht- danach ohne Murren ins Bett ! ;)

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@Honeysuckle18

Na klar! Ich sehe, Du hattest auch eine einfache, aber durchaus auch sehr glückliche, dörfliche Kindheit, in der man auch viel Liebe erfahren hat.

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Bei deinen Ausführungen habe ich das Gefühl, du hast in einem völlig anderen Jahrzehnt gelebt als ich. Spannend, dass das so unterschiedlich ist. :-)

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@JackySmith

Und ich wuchs für einen 1990er schon glaube ich eher konservativ auf^^ darf ich mich in etwa nach deiner Altersklasse erkundigen? Eine vage Angabe reicht, bspw. die Altersspanne :)

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@JackySmith

Ach, das ist nett!

Ich bin beim Opa aufgewachsen, der eben vieles auf seine Art gemacht hat und dürfte durch meinen Opa, aber auch durch die recht konservative Lebensweise hier in der Platte, die laut Kritikern teilweise in den späten 80ern hängen blieb, vom Ding her in etwa eine Kindheit erlebt haben, die sich auch 20 Jahre früher hätte abspielen können -----> inklusive SOKO 5113 mit Werner Kreindl und Diether Krebs im ZDF Vorabendprogramm. Deswegen komme ich in vieler Hinsicht auch mit Leuten fast besser aus, die rund 20-30 Jahre älter sind als ich, weil ich da eher Anknüpfungspunkte und Gemeinsamkeiten habe.

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"Passat":

heute ist der Passat eine defektanfällige große Limousine oder ein fetter Kombi

groß & fett : außer wenn Du mal für ein paar Stunden auf der Rücksitzbank Platz nehmen darfst! Ob nun Insignia, Passat oder sonst eine von den modernen Tupperdosen, da ist weniger Fußraum als in einem Golf I.

Guter, alter B3 Kombi (den ich auch mal für 3 Jahre gefahren bin) ... sparsam, unkaputtbar und Platz hinter den Vordersitzen wie im Bentley.

Passat HEUTE : erbärmlich

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@PoisonArrow

Danke!

Ich meinte das eher auf das Äußere bezogen, die Innenräume der neuen Passats kenne ich nicht. Der letzte Passat, dessen Interieur ich "erlebte" war ein 3BG, den fand ich noch okay. Aber der 35i war noch besser, der schrieb ja Geschichte. Die Limousine mochte ich formal besonders, geplant war sogar ein Fließheck...

Die neuen Passat sind halt optisch fett und lang, die Alten waren klar und kantig.

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@rotesand

ja, stimmt - außen werden sie immer größer (im Gegensatz zu Parkplätzen, Fahrbahnen und Innenstädten) und innen dafür kleiner. Ein Phänomen!

Auch der Kofferraum ist nicht größer, ganz im Gegenteil.

Mit meinem B3 bin ich zu Veranstaltungen gefahren und habe dann darin übernachtet. Rückbank umgeklappt, ein paar Dämm-Matten rein, Schlafsack + fertig. Da konnte ich (knapp 1,90) ausgestreckt drin liegen!

Und ganz nebenbei: der war von Bj. 1991 und hatte am Ende MEINER Nutzdauer ca. 260.000 km auf der Uhr. Für 750,- Euro habe ich ihn 2008 verkauft, der ist noch viele Jahre rumgefahren - jetzt wahrscheinlich immer noch, jedoch irgendwo in Afrika...

Echt schade, dass sie solche Autos ohne viel Schnickschnack aber dafür mit maximalem Nutzungspotential zum vernünftigen Preis nicht mehr bauen!

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@PoisonArrow

Ich bleibe meinem Mercedes C180 W202 treu, bis er nicht mehr läuft - ich hänge an ihm. Nachfolger wird wieder ein C180, wenn es soweit ist ... bei 300.000 Kilometern kann man drüber reden, aktuell sind 243.000 auf der Uhr. Rost hat der Benz echt keinen, ist komplett scheckheftgepflegt.

Ich bleibe Benz treu, außer der äußerst sympathische örtliche Fordhändler, der auch meinen C180 seit Jahren wartet und repariert (habe etliche Fordstempel im Serviceheft^^) organisiert mir einen tollen Mondeo Mk3 Stufenheck, da würde ich dann doch nachdenklich werden.

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@rotesand

Richtige Entscheidung!

Mein Audi A6 Kombi ist jetzt bei 248.000 - also quasi gerade eingefahren. Wenn ich den weggeben würde, müsste ich Haue kriegen.

Übrigens ist der MK3 auch DER Wagen, den ich mir kaufen würde, wenn der Audi wider erwarten mal vom Schlitten rutscht^^

Benz ohne Rost: respekt!

Tipp (falls Du es nicht sowieso weißt) die Oldtimer Markt, Ausgabe März 2019 - da war eine S-Klasse (=Titelbild) die Hauptattraktion mit beinahe 1 Mio km auf dem Tacho - mit erster Maschine!

Das ist für die meisten neuen Turbo-Karren wohl eher genauso utopisch wie eine Erdumrundung per Treetboot.

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@PoisonArrow

Da sind wir uns ja einig :) Mein Onkel fährt einen Mk3 vom Januar 2007, ein tolles Auto - ich denke, das ist die logische Weiterentwicklung vom W202; W203 und W211 kommen mir nicht ins Haus, für den W204 habe ich nix übrig und der 210er ist ja fast noch älter als ein guter 202er.

Meine C-Klasse wurde im April 2013 von mir gekauft - zuerst war sie ein Vorführwagen von Mercedes, dann kam sie zu einem 1943 geborenen Lehrer, der sie bis zum Umstieg auf eine B-Klasse fuhr und sehr gepflegt hat. Prospekte, Kaufvertrag, alte Visitenkarten und handgeschrieben Notizen über im Sommer 1997 verfügbare C-Klasse und E200 Jahreswagen waren dabei^^ und das erste Scheckheft war dank guter Pflege bei 170000 Km voll, obwohl es bis 300000 geht: So habe ich schon das zweite Scheckheft.

Ich lese immer die Youngtimer, die ist auch super. Ich mag Alf Cremers sehr, der hat über Mercedes ein ähnliches Wissen wie ich^^ bin halt im 124er Vormopf vom Juni '89 großgeworden, dessen Wartungsheft ich noch habe und dessen Sitzfelle in meinem 202er sind, wie auch die Fußmatten und Ähnliches :)

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@rotesand

Cool, die alten Sachen im "neuen" Wagen weiter zu nutzen! Ich habe noch mein erstes Kissen, was mir meine Oma damals für mein erstes Auto geschenkt hat - wofür auch immer man sowas braucht (so lang sind die Rot-Phasen ja nun doch nicht).

2 - 3 Autos habe ich mit diesem Kissen dann noch bestückt, bis mir dann A der tiefere Sinn für "Kissen an Bord" fehlte und B das Kissen doch zu schade war, nachher kommt da noch was dran..

Dem A6 erging es ähnlich wie Deinem C180.

Erster Besitzer: ein alter Mann, der Audi sein Dienstwagen, stets gepflegt und gewartet.

Zweiter Besitzer: dessen Bruder! Der schon lange heiß war auf den Wagen und es gar nicht abwarten konnte, bis der (jüngere!) Bruder sich endlich den Nachfolger holte und er den Wagen übernommen hat.

Der hat ihn wiederum echt gepflegt und : zufällig die selbe (freie) Werkstatt wie ich.

Als vor ca. 3 Jahren feststand, dass ROST mich und meinen geschätzten 5er Touring (E39) mittelfristig trennen würde, fragte ich den Meister / Chef dieser Werkstatt (seit über 25 Jahren ein guter Freund) ob er nicht jemanden wüsste, der einen Kombi "mit Motor" - also nicht irgendwas mit 75 PS - verkaufen würde.

Da hat er mir den Tipp gegeben, dass dieser Senior sich von seinem A6 trennen will (weil sein Bruder wieder ein neueres Modell abzugeben hat).

Kurz angerufen, hingefahren: alles paletti: nehm ich!

Dann sagte der alte Mann: da kommt gleich NOCH ein Interessent, der hat vor ihnen angerufen ....

So ein Sch.... dachte ich. Und richtig, so ein junger Bengel kam an, strahlte über beide Ohren und war sofort kaufwillig.

Ich war schon am Boden und wollte mich schon wieder vom Acker machen, als der alte Mann noch eine Katze aus dem Sack ließ: Die Sache hat nur einen Haken! Mein Bruder gibt mir seinen Wagen erst in einem Monat oder so, eher kann ich diesen also nicht hergeben!

Entsetzen auf dem Gesicht des jungen Mannes: Äh, wie ... nee, ich brauche jetzt gleich ein Auto..

Ach, was war ich froh mit zuckenden Schultern zu sagen: Och - ich hab Zeit..!

So kam ich dann doch in den Besitz des A6.

Bis jetzt läuft er wie ein Uhrwerk, hoffe dass er noch ne Weile hält.

Neue(re) Autos werde ich mir nicht kaufen, außer den besagten Mondeo.

Mal sehen...^^

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@PoisonArrow
Neue(re) Autos werde ich mir nicht kaufen, außer den besagten Mondeo.

Wir sind wieder einer Ansicht!

Ich habe noch einen B-Omega - einen der Letzten von 2003. Vorbesitzer Jahrgang 1926, altgedienter Opel-Oberklasse-Fahrer; gab einen 92er Senator-B in Zahlung, was auf dem Kaufvertrag vermerkt wurde. Der Mann war mir persönlich gut bekannt; Postler in leitender Funktion, Wenigfahrer, sehr höflich, immer galant. Seinen Omega kannte ich, seit er ihn gekauft hat - den weinroten Senator kannte ich nur vage. Ich habe das Auto (Omega 3.2 V6 Elegance) stets bewundert, eines Tages nahm ich beim Gemeinschaftsabend der Kolpingsfamilie, in der wir Mitglied waren (er starb; ich bin noch Mitglied) meinen Mut zusammen und fragte ihn indirekt, ob er sich melden würde, wenn er diesen Omega je verkaufen würde. Er sagte Ja, notierte sich meine Nummer, lachte freundlich, wir tranken eine Weinschorle und lachten über gute Witze, wie immer.

Der Omega wurde weiter benutzt, am Steuer der alte Herr mit seiner buntkarierten Schiebermütze, Sakko und Krawatte wie immer. Er lachte immer, wenn er mich sah und war sehr herzlich.

Als er starb, dachte ich mir ... der Omega wird verscheuert, die Erben kennen mich gar nicht und denen ist es auch egal, okay, den Versuch war's wert. An einem Samstag rief mich eine Frau an, die ich nicht kannte ----> sie ist die Tochter des Omega-Fahrers, und er habe ihr vor einiger Zeit den Wink auf mich gegeben; wenn er stirbt oder ihm was passiert, sollte man sich bei mir melden. Und nur bei mir, die Frau meinte, sie habe schon viel Gutes von mir über ihren Vater gehört.

Am Nachmittag habe ich den Omega gekauft, für einen Preis, der mehr symbolisch war und weit unter dem tatsächlichen Wert liegt. Das Auto hatte 59000 Kilometer auf der Uhr, Scheckheft, Prospekte, alles vorhanden, Radio-Code dabei, zwei Schlüssel, tolle Alus (original Opel), super Zustand, nur ein paar haarfeine Kratzer und zwei Dellen in der Haube - da seien Äpfel vom Baum drauf geflogen, erklärte mir der Senior noch selbst.

Der Omega ist mein Sommerauto, nur von Mai bis August im Einsatz. Ein solches Auto gibt man nicht mehr her, obwohl ein Opelsammler immer dran interessiert ist und mir sagte ... 5000 Euro ist ihm der Opel für seine private Opel-Garage, in der er schon etliche Omegas, Senatoren, Monza, Kadett, vier (!) Ascona, einen der ersten Vectra-A von 1988 und noch mehr hat -----> mal sehen... der Omega hätte es da gut, aber ich lasse ihn erstmal da.

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Da die Zeit immer schnelllebiger geworden ist sind auch die Entwicklungen und Veränderungen öfter geworden.

Dementsprechend sind zu deiner Jugend und meiner Jugend zwar Jahre dazwischen, aber nicht soviel Neues wie in den Jahren danach.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Donnerstag und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

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Moin Quitte, gu Mo @ alle Gugumos :-)

da gibt es wohl einiges, was heute bestenfalls im Museum oder gar in Geschichtsbüchern zu finden ist.

Plattenspieler (heute zwar tw. wieder "hip", aber dennoch eher selten)

Telefon mit Wählscheibe

Kassettenrecorder, später "Tape-Deck"

Video-Rekorder ("hey, du musst noch zurückspulen!")

Walkman / Discman

Telefonbücher

Armbanduhr zum Aufziehen

Ein Lexikon (ach, google war mal aus Papier?!)

Autos ohne Anschnallgurte

Einen Tankwart

das Testbild

Wasserhähne , 1 für kalt, 1 für warm

ein Grammophon

Schwarz-weiß-Fernseher (kaputt oder was?!)

Rollschuhe

Fahrrad fahren ohne Helm

Eine Pommesbude (nur noch McD und BK)

verbleites Benzin

eine Stimmgabel

Thermometer mit Quecksilber-Säule

Ärzte, die Hausbesuche machen

Fahren ohne Navi (was ist ein Straßenatlas??)

einen Schupo

Clementine

Der große Preis

übel den Hintern vollkriegen

einen anderen Fußball-Meister als Bayern München (tatsächlich!)

und bestimmt noch mehr, wenn ich in Ruhe nachdenke.

Einen schönen Donnerstag Euch allen!

das meißte davon gibts nach wie vor

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Ja, die Rollschuhe:

Zum Üben hatten meine ersten weiße Plastikrädchen...

Später durfte ich auf schwarze "Vollgummi" umsteigen...

Danke - kann vieles davon unterschreiben (außer "den Hintern vollkriegen" - das wurde mir nie zuteil...;)

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@Honeysuckle18

Ich hatte nur die zum Unterschnallen unter die Straßenschuhe, mit den harten, nicht gelagerten Rollen. "Disco-Roller" waren zu teuer. Andere hatten die natürlich und sind links und rechts an mir vorbei gebrattert, natürlich fast lautlos, während ich trotz Gestrampel kaum von der Stelle kam aber gleichzeitig einen Höllenlärm veranstaltet habe.

Hintern voll - das gab es auch in der Schule noch, obwohl per Gesetz zu der Zeit eigentlich schon passee.

Auch wenn ich meine Kinder nicht schlage: in die damalige "körperbetonte Erziehung" wird aus meiner Sicht mehr Gewicht gelegt als nötig. Nein, war nicht schön, aber sooo schlimm - kann ich nicht bestätigen.

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Ich muss aber sagen, dass ich vieles davon selbst noch habe/kenne. Armbanduhr. Fahren ohne Navi. Kassettenrekorder. Videokassetten. Telefon mit Wählscheibe. Telefonbuch. Plattenspieler. Ärzte mit Hausbesuch. Und so weiter.

Einiges von dem genannten gibts ja zum Glück auch nicht mehr...

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@ichbinich2000

Ich habe auch noch einige der o.g. Sachen, tw. sogar in Gebrauch.

Und viele der o.g. Dinge gibt es LEIDER nicht mehr!

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Nicht nur der Schwarz - weiß - Fernseher, sodern auch die Sendungen beginnend ab 17 Uhr bis max. 23 Uhr.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Donnerstag und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

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@Fredlowsky

Stimmt - wobei WIR hatten nix vorm Fernseher zu suchen.

Erstmal FRAGEN, dann wurde der TV von Oma / ... eingeschaltet, aber nicht schon nachmittags und egal was!

In der Woche musste ich nach den Nachrichten ins Bett, am Wochenende durfte ich mal eine Runde mitgucken, wenn "Der große Preis" oder "Am laufenden Band", "Spiel ohne Grenzen" und sowas kam.

Spielfilme: Oma schaute gerne Heimatfilme, das war der abgesteckte Horizont in Sachen Fernsehen.

Meinen ersten eigenen Fernseher hatte ich glaube ich erst mit 18 oder 19.

Hat mir nie gefehlt, schaue heute noch sehr wenig fern.

Als Kinder waren wir fast den ganzen Tag draußen, da war man abends nach dem Essen fix und fertig. Nicht wie die Gören heute, kleben auf dem Sofa und saufen red bull - kein Wunder, dass sie bis in die Nacht vor der Glotze hocken.

Dir ebenfalls einen schönen Nachmittag, Fred!

Beste Grüße zurück!

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Einen wunderschönen guten Morgen Quitte, auch an alle anderen in der Runde hier und vielen Dank für diese Frage.

Ende der 1950er sah der Alltag völlig anders aus im Vergleich zu heute. Kühlschränke gab es noch nicht. Wir hatten in einen Metallschrank im Keller, wo es auch im Sommer bei Hitzegraden nur 10 bis 12 C° war, unsere Leicht verderblichen Lebensmittel gelagert. Alles musste gut eingepackt sein, weil ja auch die Kohlen im Keller waren. Wenn es an die Abendbrotzeit ging, mussten wir Kinder die Wurst, Butter usw. von der 3. Etage immer aus dem Keller holen und nach dem Essen wieder wegbringen.

Auch Waschmaschinen gab es noch nicht. Meine Mutter wusch im Waschhaus die Wäsche, das war ein dem Haus angeschlossener Raum auf der Kelleretage, der vom Hof her zu betreten war. Da war ein mit Kohle beheizbarer gemauerter Ofen mit einem großen Wasserkessel. Und es gab einen große Stampfer an einem Stiel, mit dem die Wäsche immer in Bewegung gehalten wurde. Nach dem Spülen wurde die nasse Wäsche durch eine Wringmaschine gelassen. Zwei Gummiwalzen wurden aufeinander gepresst und mit einer Kurbel wurde die Wäsche durchgedreht. Wir Kinder hatten Spaß daran und übernahmen diese Arbeit sehr gerne, auch wenn es für uns sehr anstrengend war.

Butter und Kondensmilch durfte man nicht in jedem Laden kaufen. Die Familie musste sich in einem Laden in der Nähe anmelden und per Strichliste wurden die gekauften Butterstücke und Kondensmilchflaschen abgestrichen. Es gab nur eine bestimmte Menge pro Monat.

Spielzeug, wie die heutigen Kinder gab es nicht. Wenn wir Glück hatten, gab es Holzspielzeug. Wir beschäftigten uns jedoch viel in der Natur und mit der Natur. Lange Weile hatten wir Kinder nie im Gegensatz zu heutigen Kindern.

Es war eine völlig andere Zeit. Aber wir waren glücklich und hatten eine behütete und sichere Kindheit. Dass ich das miterleben durfte, dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Allen wünsche ich noch einen wundervollen Tag voller schöner Kindheitserinnerungen.

Herzliche Grüße von Lazarius.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Danke, gleichfalls...;)

Ich erinnere mich, als Kind Kaufladen im Garten gespielt zu haben - dafür durfte ich immer das Gipsei vom Hühnerstall ausleihen, die leere Bratherings-Dose ist mir diesbezüglich auch in Erinnerung geblieben...

Grade kommt wieder soviel hoch in mir - verschönt mir meinen Geburtstag umso mehr, danke dafür und liebe Grüße an alle hier.;)

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@Honeysuckle18

Vielen Dank für deinen netten und lieben Kommentar, Honeysuckle und herzliche Glückwünsche zum Geburtstag verbunden mit den besten Wünschen für Glück und Gesundheit. LG Lazarius.

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@Lazarius

Danke dir - sowohl für die netten Wünsche als auch für die Verbundenheit des Glücks in der Jugendzeit !..

Auch dir alles erdenklich Gute und liebe Grüße ! ;)

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Guten Morgen, lieber Lazarius,

Danke für diese so schönen Rückerinnerungen von Dir.

Ich musste innerlich schmunzeln, da auch ich mich noch sehr gut an die Zeit - OHNE WASCHMASCHINE - erinnern konnte. Auch wir mussten immer ins Waschhaus mit unserer Wäsche tigern, das sich in unserem Block in den ausgebauten Kellerräumen befand. Da ich als Mädchen meiner Mutter bei der Wäsche immer behilflich sein musste, kam auch ich in den Genuss, die nasse Wäsche durch die von Dir erwähnte Wringmaschine mit der Kurbel auspressen zu dürfen.

Doch sehr ungern habe ich dabei geholfen, wenn es hieß, die Laken durch die Heißmangel zu ziehen, das war eine Arbeit wo man genau aufpassen musste, das die Laken auch G E R A D E von der Mangel erfasst wurden.

An die Strichliste von "erhaltener Butter" erinnere ich mich auch sehr gern, wir mussten dann immer unsere Nummer nennen, denn nur dann erhielten wir auch die Butter. (unsere Nummer war die 333, leicht zu merken) *grins*

Noch liebe Grüße an Dich und einen schönen Tag, wünscht Dir das Plawöpfchen

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@iQPlawopf

Liebes Plawöpfchen, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich denke, dass viele Kinder von damals, die heute in unserem Alter sind, mal so zehn oder 15 Jahre hin und her gerechnet, ähnliche Erinnerungen haben, sofern sie im Ostteil von Deutschland aufwuchsen. Mir geht es so wie dir in deiner Antwort, die ich auch sehr schön finde. Ich könnte einen ganzen Aufsatz über meine Kindheit schreiben.

Ich wünsche dir noch einen superschönen Tag. Viele herzliche und liebe Grüße zu dir und nach Berlin von Lazarius.

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All das, lieber Lazarius, bleibt unvergessen im Rückblick und schööön wars! Herzliche Grüße an dich und wühl nicht so lange im Garten, mach mal Pause!

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@witha

Da kann und muss ich dir unbedingt zustimmen, liebe witha. Mein "Garten" ist eine Betonfläche von etwa 6 x 1,2 Metern, sieht aber im Sommer wunderschön grün und bunt aus und befindet sich im dritten Obergeschoss.

Herzliche und liebe Grüße an dich von Lazarius

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@Lazarius

*ggg, so gehts, wenn man auf den Busch klopft, hihi. So wie du das hältst, ist es auch rückenschonender. Herzliche Grüße

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@witha

Das stimmt, auch die Weg sind kürzer :-)) LG Lazarius

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Servus lieber Lazarius, du kennst sicher noch an die großen Eisblocks erinnern die Geschäfte geliefert bekamen um ihre Riesenkühllager zu kühlen.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Donnerstag und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

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@Fredlowsky

Ja das kann ich aber leider nur noch ganz vage. Vielen Dank für deinen Kommentar. Viele und liebe GRüße von Lazarius.

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@Fredlowsky

Die langen Eisblocks kennst Du auch noch, lieber WienerFred?

Da haben wir immer gerne als Kinder zugeschaut, wenn die Eisblocks in passgerechte Stücke zerkleinert werden mussten, und deshalb auch manchmal mit einer kleineren Picke bearbeitet wurden, damit auch alles genau in die entsprechenden Örtlichkeiten reinpasste.

Und mit Freude haben wir dann vom Wagen, die abgesplitterten Eisstückchen stibitzt und gelutscht, einfach so, aus Spaß an der Freude.

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Lieber Lazarius,

auch ich kenne es noch das meine Grossmutter als ich Kind war die Wäsche im Wäschekeller in einem grossen Zuber kochte und mit einem langen Holtstab umrührte. Ich fand es immer sehr aufregend wegen dem Dampf und der Seifenlauge...ich kann mich sogar noch an den Geruch erinnern, obwohl ich damals vllt erst vier Jahre gewesen sein mag. Meine Mutter wusste aber noch zu erzählen wie es war als sie die ersten Banane von meinem Vater geschenkt bekam, wie wunderbar die schmeckte. Man denke nur Bananen...für uns eine von vielen Selbstverständlichkeiten, die gar nicht so selbstverständlich sind.

Herzliche Grüsse an Dich und noch einen schönen Nachmittag.

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Danke Lazarius, ich sehe gleich meine Oma wieder am Waschbrett stehen oder Obst und Gemüse einwecken. Liebe Grüße Hacklberg

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@verreisterNutzer

Stimmt und das Eingeweckte (Erdbeeren und Kirschen) gab es nur Sonntags als Nachtisch und Belohnung, wenn man genügend Eierkohle und Briketts nach oben getragen hatte:-((

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@verreisterNutzer

Bitteschön sehr gerne. Das alte Waschbrett gab es auch bei uns zu Hause, ss war keins mit Holzrahmen, sondern voll auch Metall gestanzt und verzinkt. Obst und Gemüse haben wir weniger eingekocht. Aber der Vater machte gerne Wein aus Roten Johannisbeeren und, wenn er beim Abfüllen leere Flaschen nachholte, hing der Lazarius mit seinen 7 Jahren immer am Abfüllschlauch, den er eigentlich nur zudrücken sollte. Das hatte auch einmal, ein böses Ende für mich. Ich fiel um, wie ein Brett. Herzliche Grüße Lazarius

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@Lazarius

Ohoh, jetzt biste aber vernünftiger geworden, gelle! Hätte ich dir gar. Ich zugetraut, halte dich für ganz brav, das biste doch auch. Schönen Abend

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@witha

Das läuft unter der Rubrik Jugendsünden, liebe witha :-)))

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@verreisterNutzer

Oh ja - die frische Meerettichwurzel, die meine Oma immer wieder rieb (wohlgemerkt im Hinterhof), trieb mir schon beim Reinkommen zur Haustüre die Tränen in die Augen...

Die in Einmachgläser geweckten Erdbeeren meiner "Dudi" unter der Treppe ihres uralten - und von mir heißgeliebten - Bauernhäuschens waren nie allzu lange vor mir sicher...

Auch ihre Zwetschgen - frisch und in den Gläsern - liebe ich bis heute... Obwohl meine liebe Dudi schon lange von mir gegangen ist...

Nicht nur die vielen schönen Erinnerungen an mein "Dudla" machen sie unsterblich für mich ! ;)

Ich bin unendlich dankbar für dieses Glück, immer noch mit der Natur leben zu dürfen - und für all die wunderbaren Menschen, die mir das von kleinauf ermöglicht haben...

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