Es kann rein freundschaftlich gemeint sein, es kann aber auch "Lust auf mehr" dahinter stecken - ich kenne solche Gesten jedenfalls in beiden Zusammenhängen. Außer Frage steht für mich jedoch, dass dieses Suchen von Nähe seine Wurzel in tiefem Vertrauen zu suchen ist, das der Mann der Freundin entgegen bringt. Eigentlich sollte man darüber bei nächster sich bietender Gelegenheit reden. Eventuell verrät er sich und seine wahren Gefühle aber auch durch seine allgemeinen Verhaltensweisen: irgendwo schimmern die Emotionen eines Menschen immer durch, selbst wenn er sie noch so gut zu verheimlichen versucht. Gerade Männer sind da manchmal etwas komisch bzw. "ein ungelöstes Rätsel", weil sie in gewissen Altersbereichen (ich sage mal "jung" bis ca. 35 und dann wieder, wenn sie als Best Ager zeigen wollen, was sie noch zu bieten haben) besonders oft dazu neigen auf cool zu machen, um männlicher zu wirken.

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Ich denke hier an einen Saab wie in "Ein Mann namens Ove", einen Volvo oder einen Lexus -------> wirklich "coole" Leute definieren sich nicht über protzige Premium-Autos, sondern fahren anspruchsvolle und technisch hochwertige Autos weniger bekannter Marken. Vielleicht kommen auch ein Citroen C6, ein Peugeot 607, ein Lancia Thesis (der ist sehr edel) oder ein Rover 75 in Frage. Wirklich "coole" Leute fahren oft solche speziellen Autos, weil sie sich nicht über Statussymbole definieren müssen und das Besondere erst recht ästimieren.

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Krawatte

Wenn sie richtig gebunden ist und farblich zum Rest des Outfits passt, dann ist es - obwohl ich sowohl Krawatten als auch Fliegen nicht wirklich mag und mir den Kulturstrick nur in Muss-Fällen anbinde - eindeutig die Krawatte.

Die Fliege wirkt gerade an jungen Männern etwa in meinem Alter (bin 30) häufig sehr überzogen und fast schon "klamaukig". Irgendwie denke ich hier immer an eine Art Oberkellner oder eine Faschingsverkleidung oder an Hipster, die zwanghaft cool sein wollen. Aber jeder so wie er mag!

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Ich fand die Bücher des Franzosen André Comte-Sponville ganz gut, er setzt sich mit philosophischen und religiösen Themen auseinander, zum Beispiel in "Woran glaubt ein Atheist? Spiritualität ohne Gott". Die Bücher sind im Diogenes-Verlag erschienen. Sie zeichnen sich aus durch eine relativ leicht verständliche Sprache.

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Einen Gehgips kann es durchaus geben, aber meistens gibt es inzwischen eher diesen Vacopedschuh aus Plastik, den du mehrere Wochen tragen musst, zuerst mit Krücken und später ohne (siehe Video)...

https://www.youtube.com/watch?v=4XaXHT7mp8w

...den hatte meine Freundin nach einem Mittelfußbruch auch. Schön ist der nicht, aber sie kam recht gut damit zurecht. Hatte letztes Jahr auch einen Vacoped wegen einer anderen Verletzung und kam damit ebenfalls klar. Im Alltag ist der nicht unpraktisch und ermöglicht recht schnell wieder zu laufen.

Zu den Kölner Fachärzten kann ich nichts sagen, weil ich aus einer ganz anderen Region komme - vielleicht gibt's für Köln und sogar deinen Stadtteil eine Facebookgruppe usw., wo du dich umhören kannst, wer gut ist und wer nicht.

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Ja, eher schon

Er sollte spätestens dann zurücktreten, wenn die Schuldfrage geklärt ist und sich abzeichnet, dass er sich strafbar gemacht hat. Generell wird in der Regel nur ermittelt, wenn ein begründeter Verdacht besteht. Viele Politiker sind korrupt und nutzen ihre Macht gnadenlos aus, da hätten sie nur den Nächsten erwischt.

Es ist auch eine Frage der Ehre: Otto Normalverbraucher wird dafür nämlich bestimmt schneller, als er schauen kann und umso empfindlicher zur Rechenschaft gezogen...

https://youtu.be/JBSstNtYuGI

Auf einem anderen Blatt steht, dass solche Manöver, egal ob mit oder ohne Folgen, das Vertrauen der Bürger in die Politik schmälern und Politikverdrossenheit nur weiter befeuern.

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alleine

Bin zugegeben recht reserviert und ruhig - und mein Leitspruch ist "im Zweifel lieber allein als in schlechter Gesellschaft". Ich komme auch mit mir selber zurecht und brauche keinen Entertainer bzw. kann mal mein eigener Entertainer sein.

Aber ich muss einlenken: Mit meiner Familie, meiner Freundin und meinen echten Freunden bin ich sehr gern zusammen und das macht Spaß, aber es gibt auch etliche Menschen, die ich nicht brauche und als Zumutung empfinde bzw. mit denen ich den Kontakt extrem gering halte.

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Man muss sich informieren. Die Verschrottung ist meistens kostenlos, aber manche machen einen Unterschied - dann ist es nur gratis, wenn das Auto aus eigener Kraft angeliefert werden (sollte es abgemeldet sein, ist die letzte Fahrt von Zulassungsstelle zum Entsorgen noch drin); manche holen die Altautos auch kostenlos in einem gewissen Umkreis ab. Geld wird in der Regel nicht verlangt, teilweise wird der aktuelle Schrottpreis (Tageskurs bzw. Kilopreis) ausbezahlt. Viel ist das aber nicht.

Einen VW-Golf 2 würde ich aber nicht beim Schrottplatz anliefern, sondern bei Ebay-Kleinanzeigen an Bastler zum Ausschlachten anbieten. Wenn er sonst halbwegs brauchbar ist bzw. manche Teile und Technikkomponenten noch in Ordnung sind, freut sich die Golf-Szene drüber und zahlt sicher auch mehr als ein Schrottplatz: Die wissen ja schon ganz gut, was dieser ganze Kram wert ist. Das ist die bessere Wahl!

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Rondò Veneziano finde ich schon toll, aber wir bleiben mal in Italien und zwar bei Albano und Romina Power mit ihrem Lied "Vincerai". Die ganze Aufmachung des Stücks ist würdevoll und majestätisch bis hin zum Schluss, der die Worte "fly to me, butterfly" paraphrasiert.

Ich meine, es gibt viele tolle Lieder mit schönen Melodien egal in welchem Genre und ich könnte eine lange unübersichtliche Liste anfertigen, aber wenn es um Wohlklang geht, ist dieses genau 30 Jahre alte Lied aus meiner Sicht ganz weit vorn anzusiedeln.

https://www.youtube.com/watch?v=UByH2S3T-FU

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Eine interessante Frage!

Aus meiner Sicht haben leider viele Männer bei Umgangsformen aller Art, wenngleich sie es nicht böse meinen, tatsächlich Nachholbedarf. Das fängt schon bei den alltäglichen Umgangsformen, der Wahl der Mittel im Gespräch oder den Tischmanieren an. Vielen Männern ist so etwas unwichtig. Oder sie wollen cool wirken und können oder wollen ihre Gefühle verschleiern, indem sie sich einfach nicht melden. Manche aber haben es gar nicht gelernt, es kommt auf das Umfeld an und darauf, was es von einem erwartet im Bezug auf Verhalten und so weiter.

Männer vom Land oder aus handwerklichen Berufsfeldern sind diesbezüglich oft weniger "fein" als solche aus der Stadt oder Büroberufen, in denen ein höflicher Umgangston wichtig ist. Als sehr taktvoll habe ich übrigens die allermeisten Bundeswehr-Soldaten kennen gelernt - je hochrangiger umso sympathischer.

Ich selbst mache schon mal Komplimente, aber eher in die Richtung einer stilvollen Armbanduhr (war mal Sammler und kenne mich da gut aus) oder einer geschmackvoll eingerichteten Wohnung oder eines schönen Autos - aber nur, wenn ich merke, dass sie es wert sind bzw. wissen, was ich meine. Irgendwelchen baumrindenhäutigen Holzfällern braucht man so nicht zu kommen, die lachen einen aus oder unterstellen einem homophile Neigungen, aber ein kultivierter Feingeist freut sich und dankt bzw. merkt sich das und man hat einen persönlichen Stein im Brett, vielleicht sogar einen neuen guten Bekannten gefunden.

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Guten Morgen,

beides (der Tag an sich und mögliche Geschenkideen) spielen hier aus diversen Gründen keine Rolle.

Ich mag Deutsch-Rap nicht so besonders, aber das Lied "Vater, wo bist du?" von "Die 3. Generation" ging mir damals schon unter die Haut. Ich kann jedes Wort auf mich beziehen.

https://www.youtube.com/watch?v=i75N4UN7IuU

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Mir ist das egal. Ich rege mich ohnehin ungern auf. Davon ganz abgesehen: Wenn ein Deutscher "Zitrön Pälläs" sagt statt "Sitro-e-n Pallas" oder "Pieschott" zu Peugeot, dann ist das nicht besser ... und beides habe ich schon gehört. Auch bekannt ist der legendäre "Lambortschini Kauntätsch" (Countach bzw. "Kuhntatsch") als Versprecher.

Citroën hat das Zitrön-Dilemma vor einiger Zeit in einer sympathisch selbstironischen Werbekampagne verballhornt.

https://youtu.be/2rA-BSuog7o

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Ja

Die sind aus meiner Sicht zeitlose Klassiker wie ein weißes Hemd oder eine schwarze Hose, das passt immer! Habe selbst keine Vans mehr, hatte aber jahrelang welche (schwarz/weiß wie auf deinem Foto) und trug sie sogar an Anlässen wie einem lockeren Polterabend ohne dass da jemand dumm geguckt hätte oder so ------> naja, einen zumindest ;-). Da hatte ich am anderen Fuß einen Gips, dazu trug ich den einen meiner Vans, die beige Chino und das dunkelblaue Jeanshemd mit aufgekrempelten Ärmeln..!

Ansonsten solltest du nur tragen, was dir persönlich gefällt und dich nicht von anderen beeinflussen lassen - denen steht es nämlich gar nicht zu, sich in deinen Geschmack einzumischen :-)

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Das nicht, es verbreitet eher "unnützes Wissen" als sinnvolle Inhalte - aber es ist unterhaltsam, klassisches Infotainment, sozusagen die "Maus für Erwachsene" und die moderne Ausgabe von Joachim Bublaths Knoff-Hoff-Show. Sicher ist es jedoch besser und hochwertiger als irgendein Kokolores - manche Dokumentationen sind durchaus interessant und man kann was mitnehmen. Als ich noch jeden Abend die SImpsons geschaut habe, war Galileo direkt danach die typische Ergänzung und Aiman Abdallah hat sehr gut moderiert. An Kinder gerichtete Formate wie "Willi will's wissen" oder "Karen in Action" sind ähnlich.

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Nein

Manche Jugendliche machen das, weil sie sich für so etwas schämen und sich nicht anders zu helfen wissen ... gab es in meiner Klasse vor 20 Jahren damals auch. Aber ich sage mir -----> leben und leben lassen. Es geht einen anderen streng genommen noch nicht einmal an, dass jemand an seinem Körper etwas mit einem Pflaster überklebt und aus welchem Beweggrund er das tut. Ein anderer drückt die Dinger aus oder kratzt sie auf und ein anderer schmiert Zahnpasta drauf, weil er denkt dann trocknen sie aus^^ und auch das hat Außenstehenden völlig "Banane" zu sein - jeder so, wie er mag.

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So wie sich das für mich liest, wurden viele Dinge aus deiner Vergangenheit (Mobbing usw.) nie richtig aufgearbeitet, was sich dann in emotionaler Unsicherheit und Bindungsschwierigkeiten bemerkbar macht - solche Biographien kenne ich und das gibt es häufiger als gedacht, meistens gab es dann Mobbingprobleme oder ähnliche Schicksalsschläge und keine echte Aufarbeitung.

Es ist gut, dass du das Ganze selbst schon registriert hast - jetzt stellt sich die Frage, wie damit umgehen...?! Ich würde versuchen, nicht von Einsamkeit zu denken. Mein Motto ist z.B., lieber allein als in schlechter Gesellschaft - man muss immer das Positive im (scheinbar) Negativen sehen, das tut schon ganz gut und hilft einem weiter. Es könnte auch helfen, Selbstwertgefühl aufzubauen etwa über ein Hobby, in dem du besser als andere bist und Erfolge feiern kannst.

Ansonsten würde ich über einen Therapeutischen Beistand nachdenken, aber man muss gute Therapeuten suchen. Der "Falsche" macht alles nur noch schlimmer und es kann auch kein Ausweg sein, dass er dir einfach ein paar bunte Tabletten verschreibt - machen leider etliche. Mein Tipp wäre: vertraue dich deinem Hausarzt an, den du kennst und dem du vertraust - und er kann dir vielleicht sogar einen fähigen Therapeuten nennen. So habe ich es vor einigen Jahren wegen anderer Probleme auch gemacht und es half.

Alles Gute für dich!

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In der Pubertät kann so etwas hin und wieder vorkommen und ist unbedenklich. Manche haben in der Zeit die krudesten Fantasien, Vorstellungen oder auch absurde Schwärmereien, das gehört in gewisser Weise zur pubertären Entwicklungs-/Findungsphase. Es sollte aber bald verfliegen. Tut es das nicht, sollte man sich an einen Psychologen wenden.

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Hallo Larissa,

wenn es dir unangenehm sein sollte oder er sich in irgendeiner Weise auffällig oder auch nur doof und lästig verhält, dann melde es deinem Lehrer - hat nix mit Petzen zu tun, sondern ist dein gutes Recht. Man muss sich nicht alles bieten lassen und darf sich auch nicht alles gefallen lassen, wenn man es nicht haben will.

Ansonsten kannst du ja mal mit ihm reden, ganz ungezwungen und frei, wenn du ihn interessant findest und näher kennen lernen würdest. Könnt euch ja mal treffen für einen Spaziergang, es ist ja Frühling und die Natur erwacht. Die Eisdielen haben ja auch wieder offen, da könnt ihr euch ein Eis holen.

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Fernab von Gottfried Kellers gleichnamiger Novelle über die Leute von Seldwyla stimmt die Tendenz... und ich habe hier zwei eigene Erfahrungen auf Lager, die ich gern mal zum Besten gebe, um das Ganze greifbar zu erklären.

  • Im Sommer 2018 wagte ich mit einer Freundin in der Mittagspause, als wir bei einem Kaffee zu dem Thema debattierten, einen Selbstversuch. Ich ging in typischer Berufskleidung - mit Sakko, einfarbigem Hemd, schwarzer oder grauer Hose und Lederschuhen in ein Schreibwarengeschäft, sie tat es zehn Minuten später mit "Löcherjeans" zu Turnschuhen und buntem Shirt, während ich noch im Geschäft verweilte und das Ganze beobachtete. Die Art, mit der wir als Kunden behandelt wurden, unterschied sich deutlich. Der denkende Leser wird in etwa wissen, was ich sagen möchte.
  • Ich habe das Thema Anfang 2019 sogar mal am eigenen Leib zu spüren bekommen - ich war mal direkt nach der Arbeit noch in vollem Ornat auf der Volksbank, um eine Überweisung abzugeben und noch was abzuklären ------> noch mit Sakko, Hemd, Lederschuhen und Co.: Topbehandlung, freundlich, kommen Sie her, trinken Sie Kaffee, bitte sehr und danke sehr. Ein paar Tage später kam ich in Freizeitkleidung - robuste Winterjacke, Winter-Wander-Halbschuhe aus Leder, dunkelgraue Hose, einfarbiges dunkles Sweatshirt, dezent dunkel-karierter Schal, alles sauber, gepflegt und farblich auch passend - und wurde mehr so behandelt wie irgendein fertiger Typ, der anscheinend nicht edel genug gekleidet ist, um es wert zu sein, dass er wie ein Kunde bedient wird. Sorry, das geht gar nicht ... und die Leute dort kannten mich. Ich habe mir das gemerkt und das Thema mal beim Bankdirektor - ich habe auch beruflich mit denen zu tun gehabt, weil ich u.a. diese Volksbank als Kunde betreut habe, es ging um gewerbliche Zeitungsanzeigen, die ich als Mediaberater einer Zeitung auch denen verkauft habe - zur Sprache gebracht. Offenbar hat's Wunder gewirkt, wenngleich ich nicht stolz drauf bin, das gerügt zu haben ... ich kam mir nur grad von diesen Leuten unglaublich dreist veralbert und vorgeführt vor.

Aber ich denke auch, dass die Gesellschaft immer intoleranter geworden ist und verstärkt dazu neigt, Leute nach Äußerlichkeiten zu "bewerten"/in Schubladen einzusortieren.

Ein früherer Kollege von mir, der inzwischen Ende 60 ist, hat eine Haushälterin, eine schwarze Mercedes E-Klasse (W211), eine (gebrauchte) Rolex und trägt noch heute immer einen Anzug. Der gilt als furchtbar arrogant und dekadent, aber nur bei denen, die ihn nicht kannten - man sah nur den gut gekleideten Mann, aber nicht den, der er wirklich war; ein einfühlsamer, sympathischer, witziger Mensch, der es geschafft hatte, sich aus ganz kleinen Verhältnissen hoch zu arbeiten durch eisernes Sparen und harte Arbeit.

Es ist aber immer ein Fall der Herkunft - ich bin in einem sehr speziellen Milieu aufgewachsen, das sehr intolerant wie kleinbürgerlich war und jeden, der es anders machte oder der auffiel, verunglimpfte und diffamierte. Ich bin da nicht ohne Grund weggezogen.

Ich sehe das Thema "Kleider machen Leute" im weitesten Sinne auch an vielen, die aus meiner Heimat stammen und etwa in meinem Alter sind (bin ein 1990er) ----> es ist leider immer wieder erschreckend, wie "ältlich" die in ihren Köpfen und Moralvorstellungen oft sind. Die würden das natürlich von sich weisen bzw. sehen sich als total modern und cool an, weil sie in engen Jeans und Sportschuhen rumlaufen, auf Partys total ausflippen und jeden ihrer Schritte bei allen Social Networks festhalten, die es gibt. Deren Spießigkeitsfaktor merkt man, wenn man sich mit ihnen unterhält. Es traut sich von vielen Leuten meiner Jahrgänge kaum einer mehr optisch so offensichtlich "uncool" zu sein ------> aber die Gesellschaft ist gerade in meiner Generation viel verklemmter als es viele alte Leute je gewesen sind nur zeigt sie es nicht und übertüncht es mit lässigen Klamotten und irgendwelchen bei Facebook publizierten, ich nenn's mal "Besäufnispartys" am Wochenende. Man merkt das erst, wenn man mit denen redet. So nach dem Motto "hey, ich bin 22 & mit der Lehre fertig & MUSS jetzt spießig werden". Ich glaube, ihr wisst in etwa, was ich meine - ich nenne diese Leute früh Altgewordene. Jeder so wie er mag und wenn es denen gut geht warum nicht, aber für mich wäre es nichts.

Und das ist wieder so ein Beispiel: Diese Leute gelten als jugendlich, cool, modern und aufgeschlossen, weil sie sich modisch anziehen, aber im Geiste sind sie schon in jungen Jahren uralt. Ich galt übrigens bei vielen Gleichaltrigen in meiner Heimat als sehr nett, aber auch ziemlich spießig, aber das taten die vielleicht nur, weil sie nur mein Leben sahen und meinen Mercedes und meine strikten Planungen - und weil sie oberflächlich und in ihrer Spießigkeit total intolerant sind. Das sind auch genau die, die sehr gern betonten, meine Freundin sei menschlich schwach und hinterlistig und falschrum, weil sie sagt, was sie denkt - ich mach's ja genauso.

Meine Kleidung scheint vielleicht tatsächlich spießig zu sein, bin z.B. kein Jeansträger, weil ich Jeans unbequem finde - aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich trotzdem auch in schwarzer oder grauer/beiger Hose fast lockerer angezogen bin wie viele Gleichaltrige, die meinen locker zu sein und trotzdem mit Strickpulli und Hemd und "Anzugschuhen" schon im Alltag oft sehr ... naja, spießig halt, oder mit Goodwill konservativ gekleidet aussehen, aber als modern oder schick gelten, während ich daneben der Typ bin, der mit seinem Sakko als Archivar zwischen Akten hockt. Deswegen bin ich der Ansicht, wahres Spießertum fängt im Kopf an.

Aber da bin ich fast wieder vom Thema abgeschliffen, tut mir leid. Die Quintessenz meiner Zeilen - die mir aber jetzt richtig Spaß gemacht haben - lässt sich damit umschreiben, dass das Mantra "Kleider machen Leute" generell zutrifft.

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Stamme aus einer jugoslawischen Familie und wurde in meiner Heimatstadt immer wieder ähnlich beleidigt. Hier ist ehrlich gesagt jede Reaktion falsch und bringen würde es nichts.

Sowohl "cooles Kontern" als auch wutentbranntes Nachtreten als auch der Wunsch nach einem Gespräch dürften bei solchen Typen überhaupt nicht fruchten. Ich würde es einfach so "stehen lassen" und einfach nichts machen - so jemand lernt es nicht und egal wie man reagiert, es wird einem sowieso am Ende als Nachteil ausgelegt. Auch wenn es eklig ist, man sollte sich seinen Teil denken: Zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr raus. Und ich würde Begegnungen so gut es geht vermeiden - nimm das nicht persönlich, bemitleide den einfach: Wer es so nötig hat, der hat ein Problem!

Anderer Gedanke: Vielleicht provoziert ihr euch ja auch gegenseitig, ohne dass ich dir was nachsagen will. Solche Reibereien beruhen mitunter auf Gegenseitigkeit und oft macht man Fehler, die man selber eigentlich nicht auf dem Schirm hat, weil man sie nicht als solche wahrnimmt.

auch gedutzt, und gefragt was sein sch...ss Problem ist.

So eine Reaktion macht nichts, aber auch wirklich nichts besser sondern trägt nur dazu bei, dass er dich auch weiterhin nicht mögen wird und sich ggf. in seinen Vorurteilen bestätigt sieht. Ich war ein paar Mal kurz davor auszuflippen bei Beleidigungen, aber ich dachte mir: Wenn ich was sage, bin ich erst recht der impulsive und launische Osteuropäer für die und das fällt auf mich zurück.

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