57 ct/kWh Strom ... Können wir nicht einfach AKWs im Ausland bauen und billigen Strom von da beziehen?

12 Antworten

Am besten baut jeder sein eigenes Balkon Akw , der das möchte. Bitte dazu alle Sicherheitsvorschriften einhalten, vorher noch Atomphysik studieren und das Loch im Garten morgen schon mal beginnen auszuheben. Aber mehr als ein paar Gramm oder Kg Atommüll wird es ja nicht sein, evt. geht ja der Tiefkühler in der Einbauküche als Zwischenlager, bis die eigenen Kinder alt genug sind,das Loch im Garten zu vollenden. Bitte auch diese Genehmigung eben bei den Nachbarn beantragen, die wollen vielleicht 3 Meter Mindestabstand. Viel Spass dabei. ps.es gibt bei Loriot eine Viedeoanleitung zum Thema: Weihnachten bei den Hoppenstedts bzw. Wir bauen uns ein Atomkraftwerk


joern141  07.04.2023, 09:18

 Der Bundestag hat am 11.11.2022 die Änderung des Atomgesetzes beschlossen: Demnach werden die drei noch laufenden deutschen Atomkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland in einem befristeten Streckbetrieb bis längstens 15. April 2023 weiterbetrieben. Die wichtigsten Fragen und Antworten gibt der deutsche Bundestag bzw. das BASE

 Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

11513 Berlin

Deutschland

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Nö, können wir nicht.

Erstaunlicherweise ist Ökostrom mit der billigste Strom - und warum niedrigere Preise dafür sich nicht solchermaßen im Strompreis niederschlagen, ist, dass der Strompreis berechnet wird anhand des *teuersten* Verfahrens der Erzeugung.

Gas war teuer, und Abnehmer von Gas, worunter Stromerzeuger, haben ihre Versorgung mit entsprechend teuren Verträgen abgesichert. Damit reflektiert der aktuelle Strompreis den hohen Stand der Gaspreise der letzten Monate.

Gas gegen Atom zu ersetzen wäre nicht sinnvoll. Siehe Frankreich. Gleichgültig ob solcher Atomstrom aus In- oder Ausland käme - an der teuersten Energiequelle, maßgeblich für Strompreise, änderte das nichts.

Lass dir nicht von manchen einreden, dass Grün daran schuld wäre. Die Koppelung an die teuerste Produktionsmethode wurde nicht von Grün herbeigeführt. Selbst günstiger Ökostrom ist teuer, weil fossiler Strom teuer ist.


Toqiou275  11.01.2023, 11:15
Erstaunlicherweise ist Ökostrom mit der billigste Strom - und warum niedrigere Preise dafür sich nicht solchermaßen im Strompreis niederschlagen

Wind und Solar sind zwei der teuersten Energiequellen, wenn man die Systemkosten für die doppelte Infrastruktur berücksichtigt. Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, wird auch kein Strom erzeugt. Diese Dunkelflauten treten im Schnitt etwa einmal pro Woche deutschlandweit auf - regional noch öfter. Du musst also um Blackouts zu vermeiden für jedes Watt Wind oder Solar ein Watt Reserveleistung mit Kohle- und Gaskraftwerken bereitstellen. Der deutsche Strom wird in Zukunft also teurer werden, je mehr wir EE zubauen. 

Gas gegen Atom zu ersetzen wäre nicht sinnvoll. Siehe Frankreich.

Interessant, denn genau das ist doch das Ziel. Wind- und Solarenergie ist keine sichere Leistung. Daher war geplant, über 100 Gaskraftwerke zu bauen, um Dunkelflauten zu überbrücken. Natürlich haben wir davon aktuell viel zu wenig und zugebaut wird auch zu langsam.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/C-D/dialogprozess-gas-2030-erste-bilanz.pdf?__blob=publicationFile&v=4

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Bushmills145  11.01.2023, 11:37
@Toqiou275

Dass Wind und Solar als einzige Energiequellen unzulänglich sind, ist klar. Das ist wo Gas als eine der möglichen ergänzenden Technologien ins Spiel kommt. Nuklear ist als Ergänzung ebenfalls wenig geeignet. Idee ist, ergänzende Energiequellen so wenig wie möglich zu benötigen.

Qua Kosten muss zwischen Betriebskosten und Gesamtkosten unterschieden werden. Wenn Gesamtkosten herangezogen werden, muss dies natürlich auch für die Technologien, gegen welche verglichen wird, erfolgen. Allerdings wird da gerne mit irreführenden Zahlen gearbeitet: Betriebskosten nuklear gegen Gesamtkosten Öko zum Beispiel.

Solche Kostenvergleiche sind dann allerdings eher manipulativ als informativ.

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Toqiou275  11.01.2023, 11:52
@Bushmills145
Nuklear ist als Ergänzung ebenfalls wenig geeignet.

Wind, Wasser, Solar und Kernkraft ergänzen sich tatsächlich gegenseitig. Dauerlauf-Kraftwerke wie Kernkraft und Wasserkraft können perfekt bis zur Mittellast abdecken, aber sind zu teuer für die Spitzenlast. Wetterabhängige Erzeuger wie Solar und Wind sind bei niedrigem Systemanteil günstig, aber die Systemkosten steigen überproportional mit dem Zubau.

Laut einer Studie vom MIT sind die Stromerzeugungskosten in einem nördlichen Land wie Deutschland mehr als doppelt so hoch, wenn wir auf Dauerlauf-Kraftwerke verzichten. Hier wird auch die kostensenkende Wirkung durch Koexistenz aller klimafreundlichen Energiequellen untersucht.

Kosten muss zwischen Betriebskosten und Gesamtkosten unterschieden werden.

Genau nicht zu vergessen:

  • Netzkosten
  • Kosten für Backup
  • Kosten für Regelenergie
  • Kosten für Überproduktion
  • Kosten für Volllaststundenreduktion

Diese Systemkosten sind bei Wind und Solar deutlich teurer als bei konventionellen Kraftwerken. Sie wachsen außerdem bei wetterabhängigen Erneuerbaren überproportional mit weiterem Zubau.

https://www.iea.org/commentaries/is-exponential-growth-of-solar-pv-the-obvious-conclusion

Solche Kostenvergleiche sind dann allerdings eher manipulativ als informativ.

Nenne ein Beispiel.

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Bushmills145  11.01.2023, 13:24
@Toqiou275

Als Link zu entsprechenden Seiten muss ich selbst erneut auf Suche gehen, da ich mir die nicht als Lesezeichen setze. Oft zu finden in Verbindung mit "Öko ist eine der teuersten Energien überhaupt" oder "Kernkraft ist doch sooo günstig". Wenn ich wieder einer solchen begegne, hänge ich die hier an. Die sind aber häufig zu finden, oft bei Kernkraftbefürwortern und Grünenhassern.

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Toqiou275  11.01.2023, 14:28
@Bushmills145
Die sind aber häufig zu finden, oft bei Kernkraftbefürwortern und Grünenhassern.

Wenn diese so einfach zu finden wären, ist es doch ein einfaches, diese beiden "Textchen" in Google zu kopieren und ein paar Seiten davon zu verlinken. Wenn ich nämlich diese "Textchen" bei mir einfüge, kommt eher das Gegenteil raus:

Öko schlägt Atom

Studie: Kernenergie teuerste Stromerzeugung überhaupt

Zitat:

"Die Studie wurde vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, kurz FÖS, im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Greenpeace Energy erstellt."

Nun will mir jemand sagen, dass eine Studie, im Auftrag von einer Organisation welche von Atomkraftgegner gegründet wurde, beim Thema Atomkraft, objektiv sein kann? Natürlich nicht, denn es gibt hier auch keinen objektiven Vergleich mit einer anderen Energiequelle. Das wird gerne gemacht, um irgendetwas zu diskreditieren. Wissenschaftliche ist das natürlich nicht. Und damit sage ich nicht, dass Greenpeace im Allgemeinen schlecht ist.

Mal davon abgesehen, habe ich mir bei der Studien Auswahl mühe gegeben. Ich habe keine Studie genommen, welche z.B. von der IAEA (davon gibt es viele) kommt.

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Bushmills145  11.01.2023, 14:52
@Toqiou275

Gesehen, dass ich unterwegs bin, am Mobilgerät, werde ich jetzt nicht nach den von dir gewünschten Seiten googeln. Ich schlage vor, z.B. die Kostenermittlung vom Fraunhofer Institut zu konsultieren - allerdings wirst du da nicht die geforderte Gegenüberstellung von Betriebskosten für eine Energiequelle vs Gesamtkosten einer anderen finden. Außerdem müsste dort nach der Kostenaufschlüsselung der vergangenen Jahre geschaut werden, da Kosten für Kernkraft seit Beschluss des Ausstiegs nicht weiter berechnet werden. Dass ich entsprechende Seiten jetzt nicht verlinke, liegt ebenfalls am Eingangs genannten Grund.

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Bushmills145  11.01.2023, 20:44
@Toqiou275

Die niedrigsten Gesamtkosten für AKWs finde ich, wenig überraschend, bei AKW Betreibern, und die höchsten, ebenfalls wenig überraschend, bei Atomkraftgegnern. Der Aspekt, dass heutige AKWs vom Brennstoffimport aus überwiegend Russland abhängig sind, wird gerne ignoriert - und dass die Vorräte gering sind, ebenfalls. Das gerne vorgetragene Argument dass andere AKW Technologien diese Abhängigkeit reduzieren würden, übersieht wiederum gerne, dass dafür Neubau nötig ist, neben dem sowieso nötigen kostenintensiven Rückbau der außer Betrieb gesetzten Anlagen.

Ich verlinke darum eine Quelle, der schwerlich eine ideologische Verbrämung vorgeworfen werden kann, und die sich wiederum (natürlich) auf andere Quellen unter Nennung beruft: die Tagesschau

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/kosten-atomenergie-kernkraft-101.html

Deutlich möge jedenfalls sein, dass die Folgekosten - deren Umfang nicht einmal klar benannt werden kann - nukleare Energieinstallationen ungünstiger dastehen lässt als viele, so nicht alle anderen Energieträger, eventuell ausgenommen Braunkohle.

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Toqiou275  12.01.2023, 09:22
@Bushmills145
Die niedrigsten Gesamtkosten für AKWs finde ich, wenig überraschend, bei AKW Betreibern, und die höchsten, ebenfalls wenig überraschend, bei Atomkraftgegnern.

Ist logisch aber hier komplett irrelevant. Die von mir genannte Studie ist nicht von AKW-Betreibern, sondern vom MIT, einer weltweit führenden Spitzenuniversität.

Der Aspekt, dass heutige AKWs vom Brennstoffimport aus überwiegend Russland abhängig sind, wird gerne ignoriert - und dass die Vorräte gering sind, ebenfalls.

Wir beziehen rund 20% der Brennstoffimporte von Russland. Von einer überwiegenden Abhängigkeit ist hier nicht die Rede. Zudem ist Uran so gut wie überall vorhanden. Russland hat auch nicht das größte Vorkommen bzw. Reserven, dass ist mit Abstand Australien. Mal ganz davon abgesehen, dass Uran auch im Meer extrahiert werden kann.

https://pubs.rsc.org/en/content/articlelanding/2020/ta/d0ta07180c#!divAbstract

Welche Vorräte sind denn gering?

und die sich wiederum (natürlich) auf andere Quellen unter Nennung beruft: die Tagesschau

Deine Quelle rechnet auf Seiten der Kernkraft wieder alles schlecht, und auf Seiten der Erneuerbaren Energie alles gut. Es ist beeindruckend. AKW haben eine gesicherte Leistung, diese Kosten fallen also fast weg:

  • Netzkosten
  • Kosten für Backup
  • Kosten für Regelenergie
  • Kosten für Überproduktion
  • Kosten für Volllaststundenreduktion

Zudem wird auch nicht mit einberechnet, dass ein AKW durchschnittlich 60+ Jahre läuft und z.B. ein Windrad lediglich 20-25 Jahre. Du kannst also nur schon aufgrund der "Lebensdauer" bei EE ein x3 dahinter setzten.

Kleines Beispiel: Hinkley Point C kostete rund 26Mrd. und ein Windrad mit der Nennleistung von 3 MW kostet rund 3 Millionen. Um so viel Energie wie Hinkley Point C in seiner Laufzeit zu produzieren, kannst du rund 11500 Windräder bauen. Hier sprechen wir lediglich von den Gestehungskosten.

Kleiner Tipp zur Quellensuche: Deutsche Quellen wie Tagesschau und andere Magazine sind kaum zu gebrauchen. Mal davon abgesehen, dass Deutschland und somit auch deutsche Quellen, mehr oder weniger die einzigen sind, welche so einen direkten Weg gegen Atomkraft fahren. Wissenschaftliche Studien sind hier deutlich brauchbarer.

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0306261915000124?via%3Dihub

  • A proper mix of nuclear power and renewables achieves sustainable energy future.
  • A high nuclear share provides cost and land effectiveness compared to nuclear-free.
  • Only-renewable mix will increase negative economic and environmental impacts.
  • A deployment of advanced reactor technologies is essential to overcome limitations.

Oder eine andere Studie des MIT:

"Many analysts believe nuclear power can play a significant part in reducing global emissions of greenhouse gases, and finding ways to curb these rising costs could be an important step toward encouraging the construction of new plants, the researchers say. The findings are being published today"

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Toqiou275  12.01.2023, 09:24
@Bushmills145

Schlussendlich ist es aber so oder so egal. Deutschland hat sich entschieden, komplett von Kernkraft weg zu kommen. Wenn das Deutschland gelingt, ist alles super und es wird sicherlich einige Länder geben, welche nachziehen werden. In anderen Länder wiederum, setzt man in den letzten Jahren eher auf Kernkraft. Wenn das eine günstigere und CO2-arme Energieversorgung darstellt, auch gut.

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Bushmills145  12.01.2023, 09:41
@Toqiou275

Mit Kazachstan, einem zumindest Noch-Verbündeten, zusammen allerdings schon 40% - und ich bezweifle, dass das US-Amerikanische MIT die besondere Endlagerproblematik in Deutschland, deren finanziellen Konsequenzen ja aufgrund der immer noch ungeklärten Situation nicht kalkulierbar sind, berücksichtigen konnte.

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Toqiou275  12.01.2023, 10:01
@Bushmills145
Mit Kazachstan, einem zumindest Noch-Verbündeten

Kasachstan zeigt seit dem russischen Angriffskrieg Russland die kalte Schulter. Da herrscht aktuell bereits ein Handelskrieg. Zudem vertritt Kasachstan immer mehr europäische Grundsätze und distanziert sich immer mehr von Russland.

Endlagerproblematik in Deutschland, deren finanziellen Konsequenzen ja aufgrund der immer noch ungeklärten Situation nicht kalkulierbar sind

Welche Endlagerproblematik? Ein geologisches Tiefenlager für Atommüll ist im Bau und wird voraussichtlich 2027 fertiggestellt. Endlager werden auch nicht vom Steuerzahler bezahlt. Die Kostenverteilung erfolgt nach dem Verursacherprinzip. 2/3 werden vom AKW-Betreiber bezahlt. Nach einem geologisches Tiefenlager für hochradioaktiven Müll, wird noch gesucht.

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Bushmills145  12.01.2023, 10:27
@Toqiou275

Unabhängig davon, wer für die Endlagerkosten aufkommt, werden diese natürlich zu einem Teil der Gesamtkosten, und damit des Kilowattstundenpreises. Auch wenn diese versteckt oder kreuzsubventioniert sind, sind es natürlich nach wie vor real anfallende Kosten.

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Toqiou275  12.01.2023, 13:11
@Bushmills145
werden diese natürlich zu einem Teil der Gesamtkosten, und damit des Kilowattstundenpreises.

Dazu gibt es von der IEA einen ausführlichen Bericht, welche folgende Punkte mit einbezieht:

  1. Rohstoffe
  2. Konstruktion
  3. Instandhaltung
  4. Lohnkosten
  5. Versicherung
  6. Pacht
  7. Brennstoffe
  8. Rückbau
  9. Entsorgung

Projected Costs of Generating Electricity (Ab Seite 4 bzgl. Kosten)

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Bushmills145  12.01.2023, 13:35
@Toqiou275

Dass darin die Kosten der Entsorgung ausgerechnet für Deutschland fehlen, könnte natürlich damit zusammenhängen, dass dafür nach wie vor keine belastbaren Zahlen bestehen.

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Toqiou275  12.01.2023, 14:59
@Bushmills145

Die Kosten spezifisch für Deutschland werden nicht Welten von denen des weltweiten Durchschnittes liegen. So einzigartig ist Deutschland nun auch wieder nicht.

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Bushmills145  12.01.2023, 15:01
@Toqiou275

Und hinterher steigen die projizierten Kosten dann immer um den Faktor 10 an.

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Kernkraftwerke haben die höchsten Gestehungskosten aller Stromerzeugungsarten. Das ist nur früher nie aufgefallen, weil Deutsche Kernkraftwerke steuersubventioniert waren.


Toqiou275  11.01.2023, 11:31
Kernkraftwerke haben die höchsten Gestehungskosten aller Stromerzeugungsarten.

Sich nur auf die Gestehungskosten zu beziehen ist komplett falsch. Wieso nicht auch die Integrationskursen in das Stromnetzt mit einbeziehen?

  • Netzkosten
  • Kosten für Backup
  • Kosten für Regelenergie
  • Kosten für Überproduktion
  • Kosten für Volllaststundenreduktion

Diese Systemkosten sind bei Wind und Solar deutlich teurer als bei konventionellen Kraftwerken. Sie wachsen außerdem bei wetterabhängigen Erneuerbaren überproportional mit weiterem Zubau.

In Deutschland sind die Systemkosten von Wind und Solar bereits höher als ihre Gestehungskosten. Und sie steigen immer mehr, siehe Vollkosten für Deutschland inklusive Systemkosten.

https://www.iea.org/commentaries/is-exponential-growth-of-solar-pv-the-obvious-conclusion

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Bushmills145  11.01.2023, 20:54
@Toqiou275

Kosten für Backup und Auffangen von Lastspitzen entstehen nicht ausschließlich bei Wind und Solar, sondern bei allen Technologien der Stromerzeugung. Keine aktuelle Technologie ist geeignet, alleiniger Energieträger zu sein, und alle erfordern ergänzende und anfüllende Stromgewinnungstechnologien, nukleare Installationen ebenso. Eine doppelte Infrastruktur lediglich "Erneuerbaren" anzurechnen ließe sonstige Technologien ohne Backup bzw. Möglichkeit, auf Lastwechsel reagieren zu können, dastehen.

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Toqiou275  12.01.2023, 09:28
@Bushmills145
Kosten für Backup und Auffangen von Lastspitzen entstehen nicht ausschließlich bei Wind und Solar, sondern bei allen Technologien der Stromerzeugung.

Ich habe geschrieben:

"Diese Systemkosten sind bei Wind und Solar deutlich teurer als bei konventionellen Kraftwerken."

Keine aktuelle Technologie ist geeignet, alleiniger Energieträger zu sein, und alle erfordern ergänzende und anfüllende Stromgewinnungstechnologien, nukleare Installationen ebenso.

Ist mir durchaus bewusst. Ich habe dir geschrieben:

"Wind, Wasser, Solar und Kernkraft ergänzen sich tatsächlich gegenseitig."

Eine doppelte Infrastruktur lediglich "Erneuerbaren" anzurechnen ließe sonstige Technologien ohne Backup bzw. Möglichkeit, auf Lastwechsel reagieren zu können, dastehen.

Ich hoffe wir sind uns einig, dass eine Energiequelle mit der gesicherten Leistung von 0, ein deutlich umfangreicheres Backup benötigt, als eine Energiequelle, welche eine gesicherte Leistung hat.

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Bushmills145  13.01.2023, 11:55
@Toqiou275

Je weniger "erneuerbare" zur Anwendung kommen, desto größer der erforderliche Anteil der konventionellen, bis hin zur Deckung von 100% und mehr des Bedarfs.

Mehr als dies wird als Backup für erneuerbare auch nicht nötig sein.

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Toqiou275  13.01.2023, 12:20
@Bushmills145

Was ein Argument. Beim einen hast du also 100% Erneuerbare + 100% Konventionelle und beim anderen nur 100% Konventionelle. Das ist also deine Logik?

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Bushmills145  13.01.2023, 12:33
@Toqiou275

Ja natürlich - weil im anderen Fall hättest du gar keine Erneuerbaren, und nur Konventionelle. Also prima Argument, weil damit nicht nur Konventionelle mit der Stromerzeugung belastet sind - so wie bevor Erneuerbare einen Teil der Erzeugung übernehmen konnten. Ein Verzichten auf Erneuerbare mit Verweis auf dass die Konventionellen ja auch zur Verfügung stehen ignoriert den Sinn und Zweck der Erneuerbaren.

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Toqiou275  13.01.2023, 12:36
@Bushmills145

Du hast vorher auf die Kosten geschossen. Dass zwei komplette Infrastrukturen teurer sind, als eine einzige, ist dir hoffentlich klar. Zudem, welchen Sinn oder welchen Zweck erfüllen den EE, wenn konventionelle Kraftwerke 100% derer Leistung überbrücken müssen?

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Bushmills145  13.01.2023, 12:39
@Toqiou275

Müssten Konventionelle ständig 100 % derer Leistung übernehmen, wäre EE tatsächlich unnötig. Deren Zweck ist aber, dass Konventionelle eben *nicht* 100% derer Leistung übernehmen. Und während Konventionelle das *nicht* tun, auch noch Betriebsmaterial einsparen, sowie Schadstoffausstoß herunterfahren.

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Der Strom wird lediglich teurer weil das Gas teuer war.

Ein AKW mit mehrjähriger Bauzeit ändert nichts daran das die Preise inzwischen wieder sinken.

Oh, darauf hofft ja Frankreich und hat deshalb diese blöde Einstufung von AKWs als "grün" in der EU durchgesetzt.

Hintergrund ist, dass der aktuelle Neubau (Ja, Einzahl) ein JAHRZEHNT hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt und mit Finanzierungskosten auf inzwischen 19 Milliarden Euro kommt...

Da warten die nur auf ein paar ideologisierte Atom-Fanbois, die da auf dieses Finanzgrab noch mehr Geld draufwerfen.

Mach das aber bitte von Deinem eigenen Geld, und verschwende nicht unser Steuergeld, Danke.


Dafur 
Beitragsersteller
 11.01.2023, 01:00
Mach das aber bitte von Deinem eigenen Geld, und verschwende nicht unser Steuergeld, Danke.

OK. Ich schau mal, was sich tun läßt.

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